Kommt er denn zu dem Schluß, daß die Aufklärung der Untergang des christlichen Abendlandes ist?Stephen Dedalus hat geschrieben:Ernst Cassirer: Die Philosophie der Aufklärung. Ein Klassiker.
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Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
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Stephen Dedalus
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AF, evtl. ist dieses Buch für Dich auch interessant (teuer, aber steht in jeder UB): http://www.perlentaucher.de/buch/14522.html
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
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Für den größeren Zusammenhang klingt das ganz brauchbar.Niels hat geschrieben:AF, evtl. ist dieses Buch für Dich auch interessant (teuer, aber steht in jeder UB): http://www.perlentaucher.de/buch/14522.html
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
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Schwanenruf
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Auch in der katholischen Theologie sind viele gute deutschsprachige theologische Werke, da nicht mehr modern, von der Bildfläche verschwunden. Andere Bücher sind nicht mehr modern, da sie ein authentisches Bild von bestimmten Personen der Geschichte vermitteln, das heute nicht mehr "passt".
Diese Liste soll dazu beitragen, dass dies anders wird. Mit ihrer Hilfe soll der sehr reichhaltige Schatz an guter deutschsprachiger theologischer Literatur einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.
Helfen Sie bei der Erweiterung dieser Liste mit!
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Unglaublich, aber wahr!
Nachstehender Link verweist auf eine Seite, wo es - neben einigen sehr zweifelhaften Büchern und eindeutig glaubensgefährdenden "Botschaften" - richtige Schätze katholischer Literatur (z.B. Franz von Sales, Ignatius von Loyola (!),...) als pdf-Dateien zum Herunterladen gibt:
http://www.wahre-wege.de/ebook/ebooks.htm
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Re: Buchempfehlungen
Vom Heiligen Franz von Sales gibt es nicht nur die Philothea sondern sehr viele Schriften und auch Briefe.Gamaliel hat geschrieben:Unglaublich, aber wahr!
Nachstehender Link verweist auf eine Seite, wo es - neben einigen sehr zweifelhaften Büchern und eindeutig glaubensgefährdenden "Botschaften" - richtige Schätze katholischer Literatur (z.B. Franz von Sales, Ignatius von Loyola (!),...) als pdf-Dateien zum Herunterladen gibt:
http://www.wahre-wege.de/ebook/ebooks.htm
Danke für das Entdecken dieser Seite
Nachtrag: Wenn ich beim Heiligen Franz etwas anklicke kommt eine weiße Seite´
(Bei den anderen "katholischen" Autoren kommen die Texte der Bücher)
Re: Buchempfehlungen
Petra hat geschrieben: Danke für das Entdecken dieser Seite
Danke, Gamaliel!
Ich habe mir die Bände vom Hl. Franz v. Sales einzeln als PDF-Dateien heruntergeladen.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Buchempfehlungen
Bei mir funktioniert es problemlos. Die Dateien haben allerdings eine gewisse Größe, sodaß ein paar Augenblicke für den Download nötig sind, währenddessen wird auch bei mir eine "weiße Seite" angezeigt.Petra hat geschrieben:Nachtrag: Wenn ich beim Heiligen Franz etwas anklicke kommt eine weiße Seite´
P.S. Unter "Bibel" gibt es auch einen (englischsprachigen) Bibelatlas.
Re: Buchempfehlungen
Welche Homer-Übersetzung ist zu empfehlen?
Re: Buchempfehlungen
Ich habe die Übersetzung von Johannes Heinrich Voß im Regal stehen. Gibt's was Besseres?
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Buchempfehlungen
Habe zu Hause auch den Voß.
Für die Kids, die zu groß für die Kinder- Nacherzählungen sind ein Schätzchen aus den Sechzigern:
Die Odyssee in Bildern von Erich Lessing- auch mit dem Text von Voß.
Für die Kids, die zu groß für die Kinder- Nacherzählungen sind ein Schätzchen aus den Sechzigern:
Die Odyssee in Bildern von Erich Lessing- auch mit dem Text von Voß.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach
M. v. Ebner- Eschenbach
Re: Buchempfehlungen
Danke für die bisherigen Antworten. Die voßsche Übersetzung ist natürlich die bekannteste. Neben anderen gibt es noch eine von Schadewaldt und eine neuere von einem Herrn Schrott (nur Ilias).
Kennt die jemand?
(Eine grundsätzliche Frage wäre natürlich: lyrische oder Prosaübersetzung?)
Kennt die jemand?
(Eine grundsätzliche Frage wäre natürlich: lyrische oder Prosaübersetzung?)
Re: Buchempfehlungen
Vielleicht eine Entscheidungshilfe: Muse, erzähl mir vom Manne, dem wandlungsreichen
Das Grundbuch der abendländischen Kultur: Kurt Steinmann hat Homers "Odyssee“ neu übersetzt – eine Meisterleistung.
Re: Buchempfehlungen
Fand ich noch bei Widingens:
# Homerus Odyssee. Aus dem Griechischen in Prosa übertragen von Gerhard Scheibner. Taschenbibliothek der Weltliteratur. Berlin, Weimar 1989. ISBN 3-351-01397-3
# Homerus Odyssee. Aus dem Griechischen in Prosa übertragen von Gerhard Scheibner. Taschenbibliothek der Weltliteratur. Berlin, Weimar 1989. ISBN 3-351-01397-3
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach
M. v. Ebner- Eschenbach
Re: Buchempfehlungen
Mein erster Kontakt zu Homer war übrigens dies hier.
Leider ist die ganze Sendung heute aus dem Kinderfernsehen verschwunden.
Leider ist die ganze Sendung heute aus dem Kinderfernsehen verschwunden.
Re: Buchempfehlungen
Homers einzige Deutschübersetzung
Ein Film, der an der Odysee anlehnt, ist "Oh brother where art thou?"
Kurz sprachen wir auch mit LaudaSion bei letzten ÖFT über die Odysee... und die Aussprache im Altgriechischen...
Ein Film, der an der Odysee anlehnt, ist "Oh brother where art thou?"
Kurz sprachen wir auch mit LaudaSion bei letzten ÖFT über die Odysee... und die Aussprache im Altgriechischen...
Ich glaube; hilf meinem Unglauben
Re: Buchempfehlungen
Ich erinnere mich noch von früher her an "Unterwegs mit Odysseus":Galilei hat geschrieben:Mein erster Kontakt zu Homer war übrigens dies hier.
Leider ist die ganze Sendung heute aus dem Kinderfernsehen verschwunden.
http://www.youtube.com/v/9-M9WoASIa4?fs=1&hl=de_DE
Re: Buchempfehlungen
Im Oktober gebe ich den Klassiker "Warum liebe ich meine Kirche?" neu heraus. Ich erlaube mir deshalb ganz unverschämt, Werbung in eigener Sache zu machen:
Warum liebe ich meine Kirche?
nach Jakob Scherer
neu durchgesehen und überarbeitet von Paul Karl
Die katholische Kirche erlebt heute einen noch nie dagewesenen Ansehensverlust in der öffentlichen Wahrnehmung. Die Medien zeichnen das Bild einer grausamen, finsteren Institution, die seinen Priestern eine unmenschliche, zölibatäre Lebensweise aufzwinge und die gewöhnlichen Gläubigen, speziell die Frauen diskriminiere, u.a. weil sie diese nicht zum Priesteramt zulässt.
Angewidert von der Sündhaftigkeit Einzelner, die in der medialen Hetzjagd zur Anklage gegen Glaube und Kirche als solcher aufgebauscht wird, lassen sich viele tief verunsichern, um sich von ihrer Mutter Kirche innerlich oder äußerlich abzuwenden.
Viele fragen sich: Kann ich auf meine Kirche überhaupt noch stolz sein? Kann ich sie noch lieben? Muss ich mich ihrer nicht schämen?
Ja, es gibt allen Grund seine Mutter Kirche aus ganzer Kraft, aus ganzer Seele und aus ganzem Herzen zu lieben. Warum? – Dieses Buch gibt eine Antwort darauf.
Es zeigt in anschaulicher Weise die wunderbaren Eigenschaften und Errungenschaften unser Mutter Kirche auf. Ihre Wirkungen sind nicht allein auf das Geistige beschränkt, sondern sie richten sich auch auf Gesellschaft, Kultur, Bildung und das leibliche Wohl. Das Buch schildert, was die Kirche so liebenswert macht; es schildert, warum es gut ist, katholisch zu sein, und warum Menschen überhaupt katholisch werden; es schildert aber auch, aus welchen Gründen einzelne wirklich vom Glauben abfallen.
Der geneigte Leser wird nach der Lektüre mit neuem Mut und Eifer aus ganzem Herzen sprechen können: „Ich liebe meine Kirche!“ Sie ist die von Christus gestiftete Heilsinstitution, sie ist der „Mystische Leib Christi“ – unsere Heimat und unser Heil. Ihr gilt die göttliche Prophezeiung: „...die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16, 18).
Nach „Warum muss ich leiden?“ hat der Herausgeber Paul Karl mit „Warum liebe ich meine Kirche?“ einen weiteren im Acker verborgenen Schatz ausgegraben.
Das vorliegende Buch wurde 1911 von Prälat Jakob Scherer verfasst und fand damals weite Verbreitung zur Erbauung von Jugend und Volk. Doch ist es von solch einer zeitlosen Aktualität, dass man meinen könnte, es wäre erst in den letzten Monaten geschrieben worden!
Die vorliegende Ausgabe wurde neu durchgesehen, aktualisiert und überarbeitet. Dabei wurde genau darauf geachtet, dass die Handschrift des Autors gut und deutlich erkennbar erhalten blieb.
Broschur, 14,8 x 21 cm, 114 Seiten,
10 EUR (D, A)
Erscheinungsdatum Mitte/Ende Oktober 2010
Das Buch ist nicht im Buchhandel erhältlich.
Verbindliche Vorbestellungen bitte an:
Hrsg. Paul Karl,
Käthe-Kollwitz-Straße 18 b,
84085 Langquaid
karlvs@me.com
Fax: 0049 (0) 9452 9336917
Warum liebe ich meine Kirche?
nach Jakob Scherer
neu durchgesehen und überarbeitet von Paul Karl
Die katholische Kirche erlebt heute einen noch nie dagewesenen Ansehensverlust in der öffentlichen Wahrnehmung. Die Medien zeichnen das Bild einer grausamen, finsteren Institution, die seinen Priestern eine unmenschliche, zölibatäre Lebensweise aufzwinge und die gewöhnlichen Gläubigen, speziell die Frauen diskriminiere, u.a. weil sie diese nicht zum Priesteramt zulässt.
Angewidert von der Sündhaftigkeit Einzelner, die in der medialen Hetzjagd zur Anklage gegen Glaube und Kirche als solcher aufgebauscht wird, lassen sich viele tief verunsichern, um sich von ihrer Mutter Kirche innerlich oder äußerlich abzuwenden.
Viele fragen sich: Kann ich auf meine Kirche überhaupt noch stolz sein? Kann ich sie noch lieben? Muss ich mich ihrer nicht schämen?
Ja, es gibt allen Grund seine Mutter Kirche aus ganzer Kraft, aus ganzer Seele und aus ganzem Herzen zu lieben. Warum? – Dieses Buch gibt eine Antwort darauf.
Es zeigt in anschaulicher Weise die wunderbaren Eigenschaften und Errungenschaften unser Mutter Kirche auf. Ihre Wirkungen sind nicht allein auf das Geistige beschränkt, sondern sie richten sich auch auf Gesellschaft, Kultur, Bildung und das leibliche Wohl. Das Buch schildert, was die Kirche so liebenswert macht; es schildert, warum es gut ist, katholisch zu sein, und warum Menschen überhaupt katholisch werden; es schildert aber auch, aus welchen Gründen einzelne wirklich vom Glauben abfallen.
Der geneigte Leser wird nach der Lektüre mit neuem Mut und Eifer aus ganzem Herzen sprechen können: „Ich liebe meine Kirche!“ Sie ist die von Christus gestiftete Heilsinstitution, sie ist der „Mystische Leib Christi“ – unsere Heimat und unser Heil. Ihr gilt die göttliche Prophezeiung: „...die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16, 18).
Nach „Warum muss ich leiden?“ hat der Herausgeber Paul Karl mit „Warum liebe ich meine Kirche?“ einen weiteren im Acker verborgenen Schatz ausgegraben.
Das vorliegende Buch wurde 1911 von Prälat Jakob Scherer verfasst und fand damals weite Verbreitung zur Erbauung von Jugend und Volk. Doch ist es von solch einer zeitlosen Aktualität, dass man meinen könnte, es wäre erst in den letzten Monaten geschrieben worden!
Die vorliegende Ausgabe wurde neu durchgesehen, aktualisiert und überarbeitet. Dabei wurde genau darauf geachtet, dass die Handschrift des Autors gut und deutlich erkennbar erhalten blieb.
Broschur, 14,8 x 21 cm, 114 Seiten,
10 EUR (D, A)
Erscheinungsdatum Mitte/Ende Oktober 2010
Das Buch ist nicht im Buchhandel erhältlich.
Verbindliche Vorbestellungen bitte an:
Hrsg. Paul Karl,
Käthe-Kollwitz-Straße 18 b,
84085 Langquaid
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Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen (Gal 6,2).
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Vulpius Herbipolensis
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Re: Buchempfehlungen
Galilei hat geschrieben:... und eine neuere von einem Herrn Schrott (nur Ilias).
Meines Erachtens hat der Gute vollkommen an der Textgattung vorbeiübersetzt; hier ein Beispiel für den "Stil" dieser Übertragung, wie er sie jetzt nennt - immerhin etwas weniger unpassend als "Übersetzung":
Und noch eine weitere "Entscheidungshilfe"!R. Schrott [i](Hom. Α, 565 - 583)[/i] hat geschrieben:(565) "bleib nur still sitzen auf deinem thron und tu, was ich dir sag;
ich warne dich: die andren götter werden dir keine hilfe sein;
muss ich denn wirklich erst aufstehen und dir ein paar langen?
da weiteten sich heras augen nun, diesmal aber vor angst;
sie biss sich auf die zunge, ihre ellenbogen weiss am sessel --
(570) und die himmelsgötter waren wie vor den kopf geschlagen.
einzig der für seine geschicktheit bekannte héphaistos ergriff
das wort und kam seiner mutter hera gedankenschnell zu hilfe:
was für ein schwarzer tag! nicht auszuhalten dass ihr euch
wie zwei dohlen streitet, bloss wegen ein paar sterblicher -
(575) und alles in einen ehekrieg ausartet dass einem beim essen
der appetit vergeht vor dem, was da jetzt in der luft liegt ...
der mutter werde ich gut zureden - sie weiss es ja am besten
dass sie zu unsrem vater nett sein muss, damit er nicht wieder
in seine schimpfereien ausbricht und uns dieses fest verdirbt.
(580) denn hat ers wirklich drauf angelegt, unser blitzeschleuderer
haut er uns von unseren hockern - der ist ja weit stärker als wir.
nein -- sei lieber nett zu ihm und schmier ihm honig ums maul:
du wirst sehen, bald ist er wieder unser grundgütiger alter zeus!"
Vulpius
Domum superborum demolietur Dominus.
-
Vulpius Herbipolensis
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Re: Buchempfehlungen
Auch net schlecht:
Homer, Ilias griechisch und deutsch, übertragen von Hans Rupé mit Urtext, Patmos-Verlag, Artemis & Winkler (12. Auflage 2004), ISBN 3-7608-1541-3
Als Textprobe die selbe Stelle wie aus Schrotts "Übertragung":
Vulpius
Homer, Ilias griechisch und deutsch, übertragen von Hans Rupé mit Urtext, Patmos-Verlag, Artemis & Winkler (12. Auflage 2004), ISBN 3-7608-1541-3
Als Textprobe die selbe Stelle wie aus Schrotts "Übertragung":
Was natürlich nicht heißt, daß ich daran nie etwas auszusetzen hätte (siehe hier), aber im großen und ganzen:H. Rupé [i](Hom. Α, 565 - 583)[/i] hat geschrieben:(565) Sitze doch ruhig und schweig, beherzige meine Gebote!
Kaum wohl schützte dich sonst der Unsterblichen Schar im Olympos,
Trät' ich herzu und legte an dich die unnahbaren Hände!
Also Zeus; da erschrak die farrenäugige Here,
Saß in Schweigen gehüllt und bezwang des Herzens Erregung.
(570) Aber es murrten im Hause des Zeus die Uranoskinder.
Jetzt begann Hephaistos, der kunstberühmte, zu reden,
Seiner Mutter zuliebe, der lilienarmigen Here:
Wahrlich, heillos wird's noch zuletzt und nicht zu ertragen,
Wenn ihr beiden euch gar um Sterblicher willen so streitet
(575) Und im Kreise der Götter ein Lärmen erhebet! Ach nimmer
Schwelgt man beim köstlichen Mahle, nachdem das Niedrige siegte!
Ich nun rate der Mutter, wiewohl sie selber Verstand hat,
Unserm Vater mit Liebe zu nahen, damit er nicht wieder
Schelte, der Vater Zeus, und uns verwirre die Mahlzeit.
(580) Denn sobald er es wollte, der blitzesgewaltige Herrscher,
Schmettert' er uns von den Thronen; denn er ist mächtig vor allen.
Auf denn, rede ihm zu mit sanft beruhigenden Worten!
Gleich wird dann der Olympier uns mit Gnade begegnen.
Vulpius
Domum superborum demolietur Dominus.
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Re: Buchempfehlungen
Das hört sich gut an und ist nach meinem Empfinden dicht an Voß.Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Auch net schlecht:
Homer, Ilias griechisch und deutsch, übertragen von Hans Rupé mit Urtext, Patmos-Verlag, Artemis & Winkler (12. Auflage 2004), ISBN 3-7608-1541-3
Als Textprobe die selbe Stelle wie aus Schrotts "Übertragung":Was natürlich nicht heißt, daß ich daran nie etwas auszusetzen hätte (siehe hier), aber im großen und ganzen:H. Rupé [i](Hom. Α, 565 - 583)[/i] hat geschrieben:(565) Sitze doch ruhig und schweig, beherzige meine Gebote!
Kaum wohl schützte dich sonst der Unsterblichen Schar im Olympos,
Trät' ich herzu und legte an dich die unnahbaren Hände!
Also Zeus; da erschrak die farrenäugige Here,
Saß in Schweigen gehüllt und bezwang des Herzens Erregung.
(570) Aber es murrten im Hause des Zeus die Uranoskinder.
Jetzt begann Hephaistos, der kunstberühmte, zu reden,
Seiner Mutter zuliebe, der lilienarmigen Here:
Wahrlich, heillos wird's noch zuletzt und nicht zu ertragen,
Wenn ihr beiden euch gar um Sterblicher willen so streitet
(575) Und im Kreise der Götter ein Lärmen erhebet! Ach nimmer
Schwelgt man beim köstlichen Mahle, nachdem das Niedrige siegte!
Ich nun rate der Mutter, wiewohl sie selber Verstand hat,
Unserm Vater mit Liebe zu nahen, damit er nicht wieder
Schelte, der Vater Zeus, und uns verwirre die Mahlzeit.
(580) Denn sobald er es wollte, der blitzesgewaltige Herrscher,
Schmettert' er uns von den Thronen; denn er ist mächtig vor allen.
Auf denn, rede ihm zu mit sanft beruhigenden Worten!
Gleich wird dann der Olympier uns mit Gnade begegnen.![]()
Vulpius
Schrotts Übertragung finde ich barbarisch.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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-
Vulpius Herbipolensis
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Re: Buchempfehlungen
Zweifellos!
Dr. Paul Dräger hat geschrieben:(4) Verkennung der Stilhöhe
Oben war schon von der "unsäglichen Trivialisierung, Infantilisierung bzw. Vulgarisierung der Diktion" die Rede. Zu begründen versucht hatte Schrott diesen Stil in den "Sieben Prämissen einer neuen Übersetzung der Ilias" unter dem Stichwort "Dekorum" folgendermassen:7
"bei all dem (scil. "Jammern und Lügen der Menschen" bzw. "voyeuristischen Zynismus der Götter") wahrt das Original jedoch sein Dekorum [...] Insofern drückt sich in diesem Dekorum die Zensur und Selbstzensur jeder höfischen Standesdichtung aus. Heute unerheblich geworden, benennt diese Fassung deshalb dort, wo nur umschrieben und angedeutet wird, das eigentlich Implizierte etwas deutlicher. [...] Sie (scil. Schrotts Wortwahl) akzentuiert nur genauer <,> als es Dekorum und Formelsprache zugelassen hätten."
Ausgerechnet der altertumswissenschaftliche Dilettant Schrott will also "das eigentlich Implizierte", das die professionelle Homer-Philologie seit den Bemühungen der antiken Homer-Gelehrten, also seit etwa 2500 Jahren, herauszuarbeiten versucht, im Handstreich definitiv erkannt haben, um es dann genauer zu akzentuieren"! Eine solche Überheblichkeit ist schon wieder bewundernswert. Für Schrotts "etwas deutlichere Benennung des eigentlich Implizierten" hier ein paar Beispiele:
Droht Odysseus in 2,262 dem Thersites die Wegnahme von "Mantel und Hemd und was deine Scham umhüllt" an, legt Schrott dem Herrscher von Ithaka Gossensprache in den Mund: "den mantel, das hemd und den fetzen über den eiern". -- Sagt Achill über Agamemnon in 9,377: "denn den Verstand hat ihm genommen der ratsinnende Zeus", heisst es bei Schrott "dem hat doch zeus ins hirn geschissen!" -- Sagt Menelaos in 17,19 zu Euphorbos: "Zeus, Vater, nicht schön ist es, sich übermässig zu rühmen", wird daraus bei Schrott: "bei zeus - was bist du doch ein arrogantes arschloch!" [weitere Beispiele in der Langfassung].
Diese infantile Anal- bzw. Fäkalsprache wird noch gesteigert durch einen altmännerhaft-lüsternen Sexualslang:
3,447f.: "während sich die beiden (Paris/Helena) liebten, dass die bettpfosten wackelten" (Homer: "Die beiden nun betteten sich auf dem gurtdurchzogenen Lager"). -- 9,336f.: "soll er sie doch vögeln / und mit ihr glücklich sein" (Homer: "bei der liegend / er sich ergötzen soll"). -- 14,313-315, Zeus zu Hera[!]: "geh doch später; / und lieber mit mir jetzt ins bett - auch wir haben ja schon / ewig nicht ..." (Homer: "wir beide aber, wohlan, wollen uns, in Liebe gelagert, ergötzen"). -- 14,324, Zeus zu Hera[!]: "und nicht einmal bei [...] alkmene [...] stand er mir so" (Homer: "auch nicht Alkmene (hat solches Verlangen in mir geweckt"). -- 15,32, Zeus zu Hera[!]: "haben dich etwa die götter geschickt, damit du mit mir bumst?" (Homer: "damit du siehst, ob dir hilft Liebe und Bett, / auf dem du dich mit mir vereinigt hast, von den Göttern kommend").
Schrotts Rechtfertigung für diese Vulgarisierung der Homerischen Dezenz arbeitet mit Vorstellungen über griechische Literatur, die naive Selbstprojektion, und über ihre Rezeption, die -- nach eigenem Eingeständnis -- "Spekulation" sind (Replik [wie n.7] p. 474):
"wäre der Text wirklich so grillparzerisch getragen<,> wie ihn uns die Übersetzungen bisher präsentiert haben, kein Mensch hätte sich 24 Stück solcher Gesänge angehört. Dasdazu auch Drastik und Verstoss gegen das Dekorum gehören, scheint mir offensichtlich [...] Sexuelle Motivik und Anlass für Obszönität gibt's ja auch noch in der Textform des Epos, die wir haben, mehr als genug."
Falls es Obszönität bei Homer tatsächlich gäbe -- es gibt sie aber nicht --: Glaubt Schrott allen Ernstes, dass dann erst er hätte kommen müssen, um sie bewusst zu machen? Ist Schrotts geradezu begeistert vorgetragene gossensprachliche Diktion nicht vielmehr eine jeder Subtilität bare Geschmacksverirrung -- und dies bei jemandem, der sich selbst als Poesie-Experten und "Dichter" bezeichnet?
Mittelbar hierher gehört auch die Sucht nach Erzielung platter Pointen: (1) geschmack- und stillose Kalauer (1,122: "hochherrscherlicher argeier, du habgierigster geier von allen"; auch gereimt, 11,365: "mach ich dich halt beim nächsten mal kalt"); (2) Sucht nach zeugmatischer Ausdrucksweise (11,676f.: "seine hinterwäldler nahmen / die beine in die hand und wir ihnen die ochsen ab"); (3) Literatur- und Bibel-Zitate, die es in der ersten europäischen Dichtung naturgemäss nicht geben kann (1,285: "agamemnon der hörte es wohl - doch es fehlte ihm der glaube"); (4) Anachronismen (2,380: "das letzte stündlein hat dann geschlagen" [vor Erfindung der Uhr!]); (5) die Kulturdifferenz nivellierende Fremdwörter (10,321-327: "explorieren, adjudizieren, penetrieren, deliberieren"); (6) Austriazismen (9,940: "angetrenzt" ['besudelt']; 14,457: "hatschen" ['hinken']; 23,782: "die göttin da hat mich ums haxel gehauen" [Homer: 'mir die Füsse beschädigt']). -- Stilhöhe setzt als Grundbedingungen voraus: souveräne Beherrschung der Muttersprachengrammatik, Nuancensensibilität, Gespür für das treffende Wort. Homer war in alledem Vorbild für die griechische Literalität. Schrott bleibt auch dahinter meilenweit zurück: mangelnde Grammatizität der deutschen Sprache (Appositionen im falschen Kasus, "brauchen" ohne "zu", falsche Konjunktive, falsche Rektionen; besonders hässlich die 'absoluten Partizipien im Nominativ', Muster 1,470: "der hunger gestillt, kamen die knaben mit den mischkrügen"). -- (Die ungezählten Druckfehler runden das Bild passend ab; seitenweise Belege für alles Genannte in der Langfassung).
Des Rätsels Lösung? In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk; ausgestrahlt am 13.3.2006; damals sass Schrott an seiner "Übertragung") antwortet Schrott auf die Frage "Wie viele Sprachen sprechen Sie? Wie viele Dialekte beherrschen Sie?":
"Tja, als Tiroler versuche ich ja immer noch das Schriftdeutsche zu lernen, obwohl es immer heisst, wir würden[!] kein Hochdeutsch können. [...] Ich bin also ohne Koketterie immer noch dabei, Deutsch zu lernen, d.h. das ganze Repertoire der Sprache, ihre ganzen Stilregister zu beherrschen, um sie einsetzen zu können."
Was hier offenbar wird, stimmt fast schon wieder heiter: Wir haben eine "Übertragung" aus dem Homerischen Altgriechisch ins Neuhochdeutsche vor uns, deren Verfasser weder das Homerische Altgriechisch noch das Neuhochdeutsche wirklich beherrscht -- ein in der neueren Geschichte der deutschen Homer-Übersetzung einzigartiges Kuriosum.
Domum superborum demolietur Dominus.
Re: Buchempfehlungen
Danke für Deine Antworten, Vulpi.
Schreibt Schrott wirklich alles klein? Allein das wäre für mich ein Grund, da nicht hineinzugucken.
Schreibt Schrott wirklich alles klein? Allein das wäre für mich ein Grund, da nicht hineinzugucken.
-
Vulpius Herbipolensis
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Re: Buchempfehlungen
Ja, durchgehend. Und auch die Interpunktion ist teilweise katastrophal.
Latacz' Übersetzung, von der hier im dreizehnten und vierzehnten Absatz ebenfalls die Rede ist, interessiert mich hingegen sehr.
Nach allem, was ich bisher gehört habe, muß sie wirklich hervorragend sein. Leider konnte ich bisher nicht einmal Auszüge aus ihr finden.
Vulpius
Latacz' Übersetzung, von der hier im dreizehnten und vierzehnten Absatz ebenfalls die Rede ist, interessiert mich hingegen sehr.
Nach allem, was ich bisher gehört habe, muß sie wirklich hervorragend sein. Leider konnte ich bisher nicht einmal Auszüge aus ihr finden.
Vulpius
Domum superborum demolietur Dominus.
Re: Buchempfehlungen
Der Artikel ist von 2008, vielleicht ist das Buch noch gar nicht herausgekommen. Im Net finde ich nur Kommentare zur Ilias.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach
M. v. Ebner- Eschenbach
Re: Buchempfehlungen
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Latacz' Übersetzung, von der hier im dreizehnten und vierzehnten Absatz ebenfalls die Rede ist, interessiert mich hingegen sehr.
Nach allem, was ich bisher gehört habe, muß sie wirklich hervorragend sein. Leider konnte ich bisher nicht einmal Auszüge aus ihr finden.
Das wird ein mehrbändiges Werk, von dem einzelne Bände bereits erschienen sind. Müsste in der UB zu bekommen sein, ggf. über Fernleihe. Oder schau mal hier. (Ich hoffe der Link tut’s.)Lioba hat geschrieben:Der Artikel ist von 2008, vielleicht ist das Buch noch gar nicht herausgekommen. Im Net finde ich nur Kommentare zur Ilias.
Re: Buchempfehlungen
Da lernt man auch noch was über häusliche Streitschlichtung. Aber wie kommt man eigentlich auf "farrenäugig"? Soweit ich mich erinnere, haben wir in der Schule immer "kuhäugig" übersetzt, was zugegebenermaßen auch seltsam anmutete.Ewald Mrnka hat geschrieben:Das hört sich gut an und ist nach meinem Empfinden dicht an Voß.Trät' ich herzu und legte an dich die unnahbaren Hände!
Also Zeus; da erschrak die farrenäugige Here,
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
- Ewald Mrnka
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Re: Buchempfehlungen
Ich fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da sehe ich oft kuhäugige Frauen; "farrenäugig" kommt mir dagegen auch fremd vor.Peregrin hat geschrieben:Da lernt man auch noch was über häusliche Streitschlichtung. Aber wie kommt man eigentlich auf "farrenäugig"? Soweit ich mich erinnere, haben wir in der Schule immer "kuhäugig" übersetzt, was zugegebenermaßen auch seltsam anmutete.Ewald Mrnka hat geschrieben:Das hört sich gut an und ist nach meinem Empfinden dicht an Voß.Trät' ich herzu und legte an dich die unnahbaren Hände!
Also Zeus; da erschrak die farrenäugige Here,
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
Re: Buchempfehlungen
Vermutlich weil "kuhäugig" was ja ursprgl ein Kompliment war inzwischen negativ besetzt ist. Farren ist eigentlich der Stier, aber hier ist es wohl eher als Gattungsname gebraucht worden.
Gibt es nicht irgendwo auch eine Beschreibung von Helenas Augen oder Blick?
Gibt es nicht irgendwo auch eine Beschreibung von Helenas Augen oder Blick?
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach
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- Ewald Mrnka
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Re: Buchempfehlungen
Kann mich nur an die "blauäugichte" Tochter des Zeus erinnern.Lioba hat geschrieben:Vermutlich weil "kuhäugig" was ja ursprgl ein Kompliment war inzwischen negativ besetzt ist. Farren ist eigentlich der Stier, aber hier ist es wohl eher als Gattungsname gebraucht worden.
Gibt es nicht irgendwo auch eine Beschreibung von Helenas Augen oder Blick?
Bei meiner nächsten Lektüre werde ich darauf achten.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
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Vulpius Herbipolensis
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Re: Buchempfehlungen
Galilei hat geschrieben:Das wird ein mehrbändiges Werk, von dem einzelne Bände bereits erschienen sind. Müsste in der UB zu bekommen sein, ggf. über Fernleihe. Oder schau mal hier. (Ich hoffe der Link tut’s.)
Vulpius
Domum superborum demolietur Dominus.