Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

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Moderator: taddeo

Marienkind
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Marienkind » Donnerstag 7. September 2017, 21:08

Ja: das ist wirklich unerhört; und auch die Kommentare dort triefen vor Gehässigkeit.
.
Dabei ist doch der höchstwürdigste Herr Kardinal von Gott und der Himmelskönigin auserwählt, berufen und dem Gottesvolk vorgesetzt.

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umusungu
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von umusungu » Donnerstag 7. September 2017, 22:25

Marienkind hat geschrieben:
Donnerstag 7. September 2017, 21:08
Ja: das ist wirklich unerhört; und auch die Kommentare dort triefen vor Gehässigkeit.
.
Dabei ist doch der höchstwürdigste Herr Kardinal von Gott und der Himmelskönigin auserwählt, berufen und dem Gottesvolk vorgesetzt.
von einer Berufung durch die Himmelskönigin sagt die Theologie und die Spiritualität nichts .......

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Yeti
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Freitag 8. September 2017, 20:16

umusungu hat geschrieben:
Donnerstag 7. September 2017, 22:25
Marienkind hat geschrieben:
Donnerstag 7. September 2017, 21:08
Ja: das ist wirklich unerhört; und auch die Kommentare dort triefen vor Gehässigkeit.
.
Dabei ist doch der höchstwürdigste Herr Kardinal von Gott und der Himmelskönigin auserwählt, berufen und dem Gottesvolk vorgesetzt.
von einer Berufung durch die Himmelskönigin sagt die Theologie und die Spiritualität nichts .......
Wäre mir auch neu. Vielleicht ist's ironisch gemeint.
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Marienkind
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Marienkind » Sonnabend 9. September 2017, 10:35

Immerhin ist doch die Himmelskönigin Mittlerin aller Gnaden!
.
Im Breviarum Romanum im Anhang Proprium de SS. Patronis pro Statibus Foederatis Americae Septentrionalis ist dieses Fest im Pars Aestiva am 31. Mai als Duplex majus ausgewiesen.
.
Die Oratio sagt ausdrücklich, dass unser Herr "beatissimam Virginem matrem ... apud te mediatricem constituere dignatus es..."

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Edi
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Edi » Montag 11. September 2017, 13:24

Bischofskollegen über Woelkis Flüchtlingsaussagen 'not amused'

http://www.kath.net/news/60889

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ettansicht
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Marienkind » Montag 11. September 2017, 17:38

Wahrscheinlich rechnet der höchstwürdigste Herr Kardinal Woelki
damit, daß die zu uns gekommenen Muhammedaner aus Dankbarkeit
für ihre Aufnahme in ein durch stabile Institutionen geprägtes Land
baldigst (katholische) Christen werden; und wahrscheinlich hat der
höchstwürdigste Herr entsprechende Informationen und/oder gar
Erfahrungen.

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Yeti
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Montag 11. September 2017, 18:08

Marienkind hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 17:38
Wahrscheinlich rechnet der höchstwürdigste Herr Kardinal Woelki
damit, daß die zu uns gekommenen Muhammedaner aus Dankbarkeit
für ihre Aufnahme in ein durch stabile Institutionen geprägtes Land
baldigst (katholische) Christen werden; und wahrscheinlich hat der
höchstwürdigste Herr entsprechende Informationen und/oder gar
Erfahrungen.
Der hochwürdigste Herr Kardinal Woelki hat vermutlich viele Liegenschaften und Immobilien im Bistum, die er gern Bund, Land und Kommunen für den marktüblichen Mietpreis zur Unterbringung zur Verfügung stellen würde. Das war alles schon da. Natürlich kann man die Flüchtlinge auch nicht einfach sich selbst überlassen, die kirchliche Compassion-Industrie im Namen der Caritas macht das schon - für entsprechenden Obolus. Kein Wunder, dass man da gegen die Unterbringung der Flüchtlinge dort protestiert, wo man nichts davon hat.
Edi hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 13:24
Bischofskollegen über Woelkis Flüchtlingsaussagen 'not amused'

http://www.kath.net/news/60889
"So gibt es von Woelki kaum Meldungen, in dem er beispielsweise die Abtreibung kritisiert oder zum Marsch für das Leben in Berlin aufruft. Auch eine Teilnahme am Marsch hat Woelki bis jetzt abgelehnt."
Logisch, das wirft auch nicht so viel ab. Gutes tun = prima; Gutes tun und darüber reden = gängige Praxis und auch ok, solange das Gute das Reden darüber überwiegt; Gutes tun, darüber reden und dafür kassieren = eine neue Maßeinheit: "ein Woelki" oder "im Woelkiskuckucksheim" leben.
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Montag 11. September 2017, 20:11

Papst fordert 'Klugheit' bei Aufnahme von Flüchtlingen
Papst Franziskus hat sich für eine verantwortete Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. Regierungen müssten die damit zusammenhängenden Probleme "mit der eigentlichen Tugend der Regierenden lösen, das heißt mit Klugheit". Dazu gehöre an erster Stelle die Frage nach den verfügbaren Kapazitäten, sodann die Frage nach der Integration, sagte er auf dem Rückflug von seiner Kolumbienreise in der Nacht auf Montag vor mitreisenden Journalisten. Eine legitime Aufnahmegrenze sei dann erreicht, wenn eine "Gefahr der Nichtintegration" bestehe, so der Papst.
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Marienkind » Montag 11. September 2017, 21:26

Der höchstwürdigste Herr Kardinal Woelki weilte
anläßlich des 100sten Jahrestages der Botschaften
unserer Himmelsmutter in Fatima.
.
Denkbar ist, daß ihm an dieser Gnadenstätte unsere
Himmelsmutter zum unbedingten Einsatz für alle
Menschen, die zu uns kommen wollen, ermuntert
hat.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Donnerstag 14. September 2017, 19:29

Kardinal Woelki, bitte nicht gucken!
Bild
Das ist der rechte Glaube. :D

Hiergefunden.
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Edi » Donnerstag 14. September 2017, 20:26

Ich habe mal bei der ÖDP etwas gestöbert und folgendes gefunden. Etwas herunterscrollen, dann kommt der Beitrag: Schutzsuchenden Hilfe bieten

In diesem Beitrag werden die Ursachen der Flucht einmal etwas näher beleuchtet, als es viele Kirchenfürsten wie ein Woelki z.B. tun, die lediglich Menschen im Meer ertrinken sehen, sich aber keinerlei Gedanken über die eigentlichen Ursachen der Flucht von so vielen Menschen machen, sonst müssten sie ja auch westliche Regierungen und Firmen ins Auge fassen, die an manchem eine Mitschuld haben. Das aber wollen sie partout nicht thematisieren.
Das soll aber keine Parteienwerbung sein. Die ÖDP kommt ohnehin nicht in den Bundestag.

https://www.oedp-bw.de/fileadmin/user_u ... _Web-1.pdf
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Sonntag 17. September 2017, 12:19

Die Einstellung der Kirchen zu den "Flüchtlingen" gut auf den Punkt gebracht:

Christentum und die Asyl-/Flüchtlingspolitik - Jesus hat keine Willkommens-Kultur gepredigt
Nächstenliebe (und die daraus folgende Barmherzigkeit als praktische Umsetzung der Nächstenliebe) ist für Jesus eine Sache des persönlichen Glaubens und der Freiwilligkeit jedes einzelnen. Jesus zwingt niemanden – weder zum Glauben noch zur Hilfeleistung -, auch nicht über den Umweg staatlicher Vorschriften.
Das unterscheidet Jesus von den Umverteilungs- und Flüchtlings-Willkommens-Politikern und -Kirchenleuten der heutigen Zeit. Keine Merkel, kein Gauck, keine Käßmann nehmen in ihre Wohnung/Villa tatsächliche oder vermeintliche Flüchtlinge auf, auch einheimische Bedürftige (zum Beispiel Obdachlose) hat nie einer von ihnen bei sich untergebracht. Keiner von ihnen gibt seine eigenen Reichtümer hin und sammelt bei seinen Bekannten weitere Gelder ein, mittels derer er dann – soweit eben das Geld reicht – Menschen versorgt. Vielmehr greifen sie alle auf die von anderen erzwungenen Steuern und Abgaben zurück und lassen sich für die Verteilung der Steuer- und Abgaben-Beute auch noch feiern. Genau das Gegenteil von dem, was Jesus wollte, siehe Matthäus 23, 4: „Sie bürden den Menschen große Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. Mit allem, was sie tun, stellen sie sich zur Schau.“
Der Autor kommt dann zu dem Ergebnis, daß auch die kirchliche Soziallehre eine - wie durch Merkel veranlaßt - praktisch unbegrenzte Aufnahme nicht fordert. Die Politik kommt nicht den wirklich Bedürftigen zugute (Windhundverfahren), die Asylvorschriften werden systematisch zur illegalen Einwanderung mißbraucht, ohne daß der Staat dagegen vorgeht, die Hilfen sind nicht so konzipiert, daß die "Flüchtlinge" sich in kurzer Zeit selbst und ihren Familien helfen können.

Ein besonders deutliches Beispiel sind die jetzt bekanntgewordenen Fälle, in denen sich Bürger verpflichtet haben, durch eine Verpflichtungserklärung für den Familiennachzug zu sorgen. Man holte die Familie des Flüchtlings nach D., hatte ein "gutes Gefühl" und wollte die Kosten dann auf die Allgemeinheit abwälzen. Jetzt wundert man sich, daß die Verpflichtungserklärung nicht endet und man für längere Zeit zur Kasse gebeten wird. Klarer kann man nicht zeigen, daß man sich das gute Gewissen von der Allgemeinheit zahlen lassen will. Ähnlich kann man auch die Worte des Kölner Kardinals einstufen.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Pilgerer » Sonntag 17. September 2017, 15:28

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 17. September 2017, 12:19
Der Autor kommt dann zu dem Ergebnis, daß auch die kirchliche Soziallehre eine - wie durch Merkel veranlaßt - praktisch unbegrenzte Aufnahme nicht fordert. Die Politik kommt nicht den wirklich Bedürftigen zugute (Windhundverfahren), die Asylvorschriften werden systematisch zur illegalen Einwanderung mißbraucht, ohne daß der Staat dagegen vorgeht, die Hilfen sind nicht so konzipiert, daß die "Flüchtlinge" sich in kurzer Zeit selbst und ihren Familien helfen können.
Ich finde, es sollte ausreichen, innerhalb des europäischen Kontinentes Solidarität gegenüber Flüchtlingen zu praktizieren, wie es z.B. während des Balkan-Kriegs geschah. Das kann Europa leisten.
Zudem dürfen wir nicht übersehen, dass die Wurzeln des arabischen Flüchtlingsstroms im 21. Jahrhundert die gleichen sind wie im 7. Jahrhundert.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:39

Flüchtlingspolitik: Kardinal Marx kritisiert Union
Überhaupt stehe das C im Namen von CDU und CSU „nicht für konservativ“.
Ich dachte immer, dass Glaube und Tradition vom Wesen her zutiefst und im wörtlichen Sinne konservativ seien. :achselzuck:
#gottmensch statt #gutmensch

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von umusungu » Donnerstag 12. Oktober 2017, 21:28

Yeti hat geschrieben:
Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:39
Flüchtlingspolitik: Kardinal Marx kritisiert Union
Überhaupt stehe das C im Namen von CDU und CSU „nicht für konservativ“.
Ich dachte immer, dass Glaube und Tradition vom Wesen her zutiefst und im wörtlichen Sinne konservativ seien. :achselzuck:
Der christliche Glaube steht nicht für die Bewahrung gesellschaftlicher Zustände.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von umusungu » Donnerstag 12. Oktober 2017, 21:49

Alle wollen nach Deutschland........... eine absolute Mär!

http://www.deutschlandfunk.de/suedafrik ... _id=398074

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Pilgerer » Freitag 13. Oktober 2017, 12:14

Yeti hat geschrieben:
Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:39
Flüchtlingspolitik: Kardinal Marx kritisiert Union
Überhaupt stehe das C im Namen von CDU und CSU „nicht für konservativ“.
Ich dachte immer, dass Glaube und Tradition vom Wesen her zutiefst und im wörtlichen Sinne konservativ seien. :achselzuck:
Die Heilige Tradition ist im Grunde die mündliche Bibel, also etwas anderes als konservativer Traditionalismus, der auch nur eine Variante des Modernismus ist, indem er einen Alt-Modernismus statt eines Neu-Modernismus betreibt. Der Glaube ist nicht konservativ (bewahrend, altmodisch), wenn er sich von der Gotteserfahrung her leiten und verändern lässt.

Der christliche Heilsweg führt von der babylonischen Gefangenschaft hin zum himmlischen Jerusalem. Auf diesem Weg ist eine Veränderung notwendig, um einen tatsächlichen seelischen Heils-Fortschritt zu erreichen. Deshalb ist ein konservatives Verharren auf etwas, das immer schon war, ein Hindernis für den christlichen Heilsweg. Was hier konservativ sein mag, ist der Respekt vor der Autorität Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Ebenso der Respekt vor den christlichen Leitfiguren der Kirchengeschichte. Diese Formen des persönlichen Respekts sind Voraussetzungen für den Fortschritt der Heiligung und dafür, dass Veränderungen im Sinne Gottes bleiben.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Freitag 13. Oktober 2017, 12:20

umusungu hat geschrieben:
Donnerstag 12. Oktober 2017, 21:49
Alle wollen nach Deutschland........... eine absolute Mär!

http://www.deutschlandfunk.de/suedafrik ... _id=398074
Die Ähnlichkeiten mit D. sind tlw. doch frappierend:
"Es stimmt, dass es Migranten gibt, die Asylanträge stellen, weil es wesentlich leichter ist, auf diesem Wege in Südafrika zu arbeiten oder zu studieren. Diese Leute sind keine Flüchtlinge und müssten eigentlich ein entsprechendes Visum beantragen. Aber sie umgehen die höheren bürokratischen Hürden und setzen das Asylsystem damit weiter unter Druck.
Aber das ist nicht der Hauptgrund für die Misere, in der wir stecken. Wenn das System effektiver verwaltet und Gesetze auch entsprechend umgesetzt worden wären, dann wären wir heute gar nicht an diesem Punkt."
Wie viele Menschen auf Südafrikas Straßen mit einem abgelaufenen, falschen, gefälschten oder gar keinem Aufenthaltstitel umherlaufen, ist unbekannt. Einige geben im langwierigen Asylprozess einfach frustriert auf, andere nutzen die Fehler im System bewusst aus: Überarbeitung, Inkompetenz, Korruption. Die Landesgrenzen scheinen keine große Hürde darzustellen.
(...)
Verschärfte allgemeine Immigrationsgesetze sind ebenfalls bereits formuliert; die Kriterien für eine legale Einwanderung werden strenger, zu strikt für viele Afrikaner, die keine gut gefüllten Konten, Krankenversicherungen, Fachausbildungen und Arbeitsverträge vorweisen können.
Das sind eben die Folgen, wenn die Unterschiede zwischen Einwanderung und Asyl bewußt verwischt werden. Man konnte es in D. im September 2015 feststellen. Politik und Medien sprachen von "Flüchtlingen" oder "Schutzsuchenden", die "gekommen sind, um zu bleiben."
Auch jetzt wird noch immer von Integration gesprochen, auch wenn sich die Situation in den Herkunftsstaaten beruhigt (hat). Asyl soll aber keine Einwanderung sein - das müßte eigentlich auch Kardinal Marx wissen.

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Yeti
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Freitag 13. Oktober 2017, 20:12

Pilgerer hat geschrieben:
Freitag 13. Oktober 2017, 12:14
Yeti hat geschrieben:
Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:39
Flüchtlingspolitik: Kardinal Marx kritisiert Union
Überhaupt stehe das C im Namen von CDU und CSU „nicht für konservativ“.
Ich dachte immer, dass Glaube und Tradition vom Wesen her zutiefst und im wörtlichen Sinne konservativ seien. :achselzuck:
Die Heilige Tradition ist im Grunde die mündliche Bibel, also etwas anderes als konservativer Traditionalismus, der auch nur eine Variante des Modernismus ist, indem er einen Alt-Modernismus statt eines Neu-Modernismus betreibt. Der Glaube ist nicht konservativ (bewahrend, altmodisch), wenn er sich von der Gotteserfahrung her leiten und verändern lässt.

Der christliche Heilsweg führt von der babylonischen Gefangenschaft hin zum himmlischen Jerusalem. Auf diesem Weg ist eine Veränderung notwendig, um einen tatsächlichen seelischen Heils-Fortschritt zu erreichen. Deshalb ist ein konservatives Verharren auf etwas, das immer schon war, ein Hindernis für den christlichen Heilsweg. Was hier konservativ sein mag, ist der Respekt vor der Autorität Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Ebenso der Respekt vor den christlichen Leitfiguren der Kirchengeschichte. Diese Formen des persönlichen Respekts sind Voraussetzungen für den Fortschritt der Heiligung und dafür, dass Veränderungen im Sinne Gottes bleiben.
Dann fasse ich deine Aussage wohl richtig auf, wenn ich feststelle, dass du implizit behauptest, dass es damit orthodoxen Christen, Juden, Lutheranern, Evangelikalen und sowieso gläubigen römisch-katholischen Christen das Erreichen des Himmelreiches schwerer fallen dürfte als der Sorte Christ, die du oben in ihrer gebrochenen Beziehung zur Glaubenstradition skizzierst. Außerdem gibt es einige Sätze in deiner Predigt, die ich nicht verstehe und deshalb deiner Erläuterung bedürfen:
Pilgerer hat geschrieben:Die Heilige Tradition ist im Grunde die mündliche Bibel
KKK Kompendium; Nr. 12 hat geschrieben:"Die apostolische Überlieferung ist die Weitergabe der Botschaft Christi, die sich seit den Anfängen des Christentums durch die Predigt, das Zeugnis, die Einrichtungen, den Gottesdienst und die inspirierten Schriften vollzieht. Die Apostel haben ihren Nachfolgern, den Bischöfen, und durch diese allen Geschlechtern bis zur Vollendung der Zeiten das weitergegeben, was sie von Christus empfangen und vom Heiligen Geist gelernt haben."
Meine Frage, würde ich behaupten, sollte hier doch etwas ins Auge springen.
Pilgerer hat geschrieben:konservativer Traditionalismus
Was ist denn "konservativer Traditionalismus" für dich? Ich kann den Begriff nicht deuten - außer als (kirchen-) politischen Kampfbegriff, also Phrase.
Pilgerer hat geschrieben:Variante des Modernismus ist, indem er einen Alt-Modernismus statt eines Neu-Modernismus betreibt
Dir ist schon klar, dass es ein Charakteristikum des Modernismus ist, das Erlebnis statt der Schauung und vor allem der verstandesmäßigen Durchdringung in den Mittelpunkt zu rücken, während man das, was du vermutlich unter "konservativem Traditionalismus" verstehst, früher einfach als Neuthomismus oder scholastische Theologie bezeichnet hat, bevor solcherlei Kampfbegriffe aufkamen. Das eine grenzt an synkretistische Esoterik, das andere betont die von der Theologie seit der Antike der Kirche überlieferten Wege des Umgangs mit der Offenbarung. Beides mit "neuem" und "altem" Modernismus in einen Topf zu werfen, der theologiegeschichtlich seit "Pascendi dominici gregis" auch noch als ein klar definierter Terminus technicus gilt, ist intellektuell unlauter und ahistorisch.
Pilgerer hat geschrieben:Der Glaube ist nicht konservativ (bewahrend, altmodisch),
Dass du "konservativ" mit "altmodisch" nicht bezeichnest, sondern (ab-) wertest, ist schade, wenn auch für den geistlichen Degenerationsprozess der vergangenen Jahrzehnte symptomatisch. Ich denke, dass man generell anhand aller Offenbarungsreligionen, also alle Schriftreligionen, sehr gut sehen kann, dass das bewahrende Element logischerweise den Kern ihrer Wesen trifft. Insofern ist die Übertragung von "konservativ" mit "bewahrend" zwar ganz korrekt, mit der Wertung "altmodisch" aber sprichst du damit jeder Offenbarungsreligion ihren Wesenskern ab, ja du erklärst ihn sogar zum Heilshindernis:
Pilgerer hat geschrieben:Deshalb ist ein konservatives Verharren auf etwas, das immer schon war, ein Hindernis für den christlichen Heilsweg.
Pilgerer hat geschrieben:Der christliche Heilsweg führt von der babylonischen Gefangenschaft hin zum himmlischen Jerusalem.
Das ist mir etwas zu blumig-schwurbelig. Wieso nicht vom Sündenfall zur Auferstehung Christi?
Pilgerer hat geschrieben:Was hier konservativ sein mag, ist der Respekt vor der Autorität Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Ebenso der Respekt vor den christlichen Leitfiguren der Kirchengeschichte. Diese Formen des persönlichen Respekts sind Voraussetzungen für den Fortschritt der Heiligung und dafür, dass Veränderungen im Sinne Gottes bleiben.
Interessant, dass du in Bezug auf die göttliche trinitarische Autorität nur von "Respekt" sprichst. Im Grunde sprechen so Religionswissenschaftler, weil es ein Minimum gegenüber dem ist, was anderen heilig ist. Für Christen sollte aber mehr drin sein als "Respekt".
Pilgerer hat geschrieben:Ebenso der Respekt vor den christlichen Leitfiguren der Kirchengeschichte.
Das lasse ich hier gelten, ok.
Pilgerer hat geschrieben: Diese Formen des persönlichen Respekts sind Voraussetzungen für den Fortschritt der Heiligung und dafür, dass Veränderungen im Sinne Gottes bleiben.
Dieser Satz ist vollends kryptisch. Mir wäre neu, dass eine Heiligung "fortschreitet". Entweder jemand ist lediglich zur Heiligkeit berufen oder er ist es tatsächlich - simul iustus et peccator funzt bei Katholen nicht; die einzige Stufe "dazwischen" ist die Seligsprechung. Ist das sowas wie "Pastoral-Bingo"? Die letzte Frage wäre noch, was überhaupt verändert werden sollte - und weshalb? Eigentlich bleibst du im Ganzen ständig im Ungefähren...das kennt man:
Pascendi dominici gregis hat geschrieben:"Die Modernisten – so werden sie im allgemeinen sehr richtig bezeichnet – gebrauchen den schlauen Kunstgriff, ihre Lehren nicht systematisch und einheitlich, sondern stets nur vereinzelt und ohne Zusammenhang vorzutragen. Dadurch erwecken sie den Anschein des Suchens und Tastens, während sie davon fest und entschieden überzeugt sind."
Einmal heizen bitte. :ikb_furious: :ikb_devil2: Tut mir leid, aber auch Kardinal Marx konnte schon mal bessere Theologie liefern. Dieses seit Jahren andauernde Phrasengeblubber hätte ich ihm noch als Trierer Bischof nicht zugetraut. Sehr bedauerlich, seine Entwicklung.

Ach ja: Das Christentum handelt nicht vom Fortschritt. Sondern von der Umkehr. --> #konservativ
#gottmensch statt #gutmensch

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Montag 16. Oktober 2017, 20:51

Umstrittener Mediendirektor verlässt das Erzbistum Köln
Der umstrittene Mediendirektor des Erzbistums Köln, Ansgar Mayer, verlässt zum 31.12.2017 auf eigenen Wunsch das Erzbistum Köln, um sich auf eine neue Aufgabe in Hamburg zu konzentrieren. Dies teilte das Erzbistum heute mit. "Es tut uns leid, dass Dr. Mayer uns verlässt. Mit ihm ist es uns gelungen, namentlich mit dem Newsdesk eine Unternehmenskommunikation auf der Höhe der Zeit aufzubauen. Wir danken Herrn Dr. Mayer für sein großes Engagement in den vergangenen Jahren und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."
Kreuzknappe hat geschrieben:Ich vermute mal, dass es nicht nur Vorteile für die katholische Kirche hat, wenn sie sich auf herausgehobene Positionen Experten holt, die auf ihrem Fachgebiet zwar Spitze sein mögen, aber mit Sprache und Geflogenheiten der Kirche relativ unerfahren sind...
#gottmensch statt #gutmensch

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