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Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 01:00
von Berolinensis
Zum Thema Bischofswappen (und überhaupt zur kirchlichen Heraldik) scheint es verblüffenderweise noch keinen Strang zu geben. Ich eröffne hiermit. Mit der Einschränkung im Strangtitel möchte ich darum bitten, hier nur gelungene Bischofswappen, das heißt solche einzustellen, die den Regeln der Heraldik entsprechen, und idealerweise auch Darstellungen derselben, die ästhetisch ansprechend sind. Nicht hierher gehören also diese mit oft auch theoretisch konfusem Pseudosymbolismus überladenen, die Regeln der Kunst mißachtenden Neuschöpfungen, die sich heute viele, wenn nicht die meisten Bischöfe leisten, und schon gar nicht die Signets oder Logos, die einige, zumal außerhalb Europas, heute anstelle echter Wappen führen.


Beginnen möchte ich mit einer erfreuten Feststellung: Der neue Präfekt der Konsistorialkongregation, S.Em. Marc Card. Ouellet führt erstaunlicherweise auch ein durchaus gelungenes Wappen:


Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 01:26
von Niels
Die Symmetrie ist gewahrt.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 01:51
von Berolinensis
Symmetrie ist nun gerade nicht unbedingt erforderlich ;D

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 06:18
von Linus
Clemens XI


(Mir sei die Bemerkung gestattet, daß mir Benedikts XVI Wappen nicht gefällt und unser Forenpfarrer endlich einen Hut um sein Wappen drappieren soll ;) Er ist ja ein Kleriker...

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 06:49
von Linus
Schönborn


geviert In 1 und 4: Das Wappen der Erzdiözese Wien (rot, ein griechisches Kreuz,weiß auf weißem Balken)
in 2 das Wappen derer von Schönborn (Rot ein auf drei silbernen Spitzen schreitender zweischwänziger blau gekrönter und blau bezungter goldener Löwe)
in 3 das Mantelwappen der Dominikaner (weißer Mantelzug auf schwarz)

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 07:07
von Ecce Homo
Bild
Mein Lieblingsbischof und sein Wappen...

Erklärung steht noch auf der Bistumshomepage:
Deutung des Wappens

Der Schild ist viergeteilt und zeigt im ersten und vierten Feld die Fahne des Bistums Augsburg (überliefert in der Züricher Wappenrolle von 1340). Das obere blaue Feld veranschaulicht mit den drei ersten Buchstaben des griechischen Namens IHS auf blauem Grund den Wappenspruch JESUS HOMINIS SALVATOR, denn auch so werden diese Lettern gedeutet.

Blau ist die Farbe der Treue und des Glaubens (FIDES). Sie spricht hier von der Treue Gottes zu seinen im Alten Bund gegebenen Verheißungen, die er in Jesus Christus eingelöst hat (2 Kor 1,20).
Die silberne Muschel steht für die Taufe, die uns in Jesu Tod und Auferstehung hineinnimmt. Als Pilgermuschel erinnert sie an den Apostel Jakobus, der Jesus im Taborlicht und in der Ölbergnacht nahe war. Aus der Jakobspfarrei in Schrobenhausen heraus hat im Jahr 1996 Papst Johannes Paul II. den Pfarrer Walter Mixa zum Bischof von Eichstätt bestellt.

Mit der Berufung auf den Augsburger Bischofsstuhl durch Papst Benedikt XVI. im Jahr 2005 nimmt Bischof Walter die Bistumsfarben, das Ulrichskreuz und auch die heraldischen Farben der einstigen Abtei St. Ulrich und Afra in sein Wappen.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 08:03
von Lioba
Da sich heute nur noch wenige mit Heraldik beschäftigen, wäre es schön, wenn die, die sich auskennen, ein paar Links setzten, auch zur spezifisch kirchlichen Heraldik.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 08:28
von michaelis
Lioba hat geschrieben:Da sich heute nur noch wenige mit Heraldik beschäftigen, wäre es schön, wenn die, die sich auskennen, ein paar Links setzten, auch zur spezifisch kirchlichen Heraldik.
Hier ist die Wikipedia anscheinend ziemlich informativ. (Außerdem könnte sich dort unser "Foren-Pfarrer" den von Linus geforderten Hut herunterladen).

Ansonsten hätte ich da noch den im englischen Sprachraum ziemlich bekannten Fr. Guy Selvester und einen Italiener (mit deutschsprachiger Homepage) Marco Foppoli.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 08:35
von civilisation
Obwohl nur das Vortragskreuz als Insignie ausgereicht hätte, finde ich das folgende Wappen von Kardinal von Galen noch nicht "überfrachtet". Da gibt es wesentlich schlimmere "Übertreibungen", z.B. da, wo drei "Kopfbedeckungen" vorkommen.


Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 09:21
von Lupus
Linus hat geschrieben:Clemens XI


(Mir sei die Bemerkung gestattet, daß mir Benedikts XVI Wappen nicht gefällt und unser Forenpfarrer endlich einen Hut um sein Wappen drappieren soll ;) Er ist ja ein Kleriker...
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..und das nicht einmal ungern.
Lieber holzi, dann mal rann an den Speck, versuche Dein Glück und bastle mir den Hut auf das ergraute Haupt(Wappen)!

Vielleicht gefällts mir sogar!

+L.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 10:21
von Berolinensis
Hier ist ja heute morgen schon eine ganze Menge geschehen. Der Reihe nach:

@ Linus:

Ich finde das Wappen Benedikts XVI. - bis auf den sinnlosen Fortfall des Triregnums, aber das betrifft ja nur die äußeren Zierstücke, nicht das eigentlich Wappen - recht gelungen. Was genau stört dich?

Beim Wappen hat Graf Schönborn natürlich das Prä, daß er ein altüberliefertes führt und deshalb nie der Gefahr ausgesetzt war, ein schlechtes zu entwerfen. Ob allerdings die unveränderte Aufnahme des Ordenswappens den Regeln entspricht, bin ich mir nicht ganz sicher, da er ja im Orden keine Funktion bekleidet. Ein kleiner Hinweis noch zur Blasonierung (Wappenbeschreibung): heraldisch spricht man stets von Silber (ein heraldisches Metall), nicht von weiß.

@ Ecce Homo:

Dem Wappen von +Mixa würde ich aus heraldischer Sicht eine 2- geben. Nicht gelungen ist das Aufeinandertreffen von Silber und Gold im 3. Feld (links [heraldisch rechts] unten), auch ist es nicht lege artis, konkrete Gegenstände wie das Ulrichskreuz "abzubilden". Das IHS im 2. Feld ist ein Grenzfall: an sich haben Buchstaben in Wappen nichts zu suchen (grauenhaftes Beispiel insgesamt das Wappen Johannes Pauls II.), aber das IHS hat sich wohl soweit als Symbol verselbständigt, daß man zumindest in kirchlichen Wappen wohl eine Ausnahme machen kann (ich würde aber trotzdem davon abraten). Die komische eckige Ausführung der Hutschnüre finde ich zwar sehr wenig ansprechend, aber das liegt ja nur am zeichnenden Heraldiker, nicht am Wappen selbst.

@ civi:

Mit Qualifizierungen wie "überladen" oder "überfrachtet" wäre ich zurückhaltend. Das von dir gebrachte Beispiel ist recht kurios, da es eigentlich weder den vor- noch den postkonziliaren Regeln entspricht. Postkonziliar führen Bischöfe als Zierstücke zum eigentlichen Schild nur noch den Pontifikalhut und das Vortragekreuz. Vorkonziliar kommen noch Krummstab und Mitra hinzu (diese ist nach den nachkonziliaren Regeln dem Bistumswappen vorbehalten). So ist des Sel. Clems August Wappen etwa auch (wenn auch in recht moderner Optik) in "seiner" Berliner Matthiaskirche dargestellt:

Bild

(Die vorkonziliare Anordnung schwankt zwischen dieser und der - wohl korrekteren -, bei der das Vortragekreuz in der Mitte senkrecht steht, die Mitra heraldisch rechts und der Krummstab links, z.B. hier bei Bischof v. Senestrey:

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 15:44
von Lupus
Nicht gelungen ist das Aufeinandertreffen von Silber und Gold im 3. Feld (links [heraldisch rechts] unten),
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Merke:

Niemals Metall neben Metall!

selbst wenns der Vatikan so hat!

+L.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 15:55
von Linus
Berolinensis hat geschrieben:Hier ist ja heute morgen schon eine ganze Menge geschehen. Der Reihe nach:

@ Linus:

Ich finde das Wappen Benedikts XVI. - bis auf den sinnlosen Fortfall des Triregnums, aber das betrifft ja nur die äußeren Zierstücke, nicht das eigentlich Wappen - recht gelungen. Was genau stört dich?
ich finds überfrachtet, ich bin eigentlich kein Fan von vierteln. ein Wappenbild reicht. (etwa Korbiniansbär, eine Ferula haltend)
Beim Wappen hat Graf Schönborn natürlich das Prä, daß er ein altüberliefertes führt und deshalb nie der Gefahr ausgesetzt war, ein schlechtes zu entwerfen. Ob allerdings die unveränderte Aufnahme des Ordenswappens den Regeln entspricht, bin ich mir nicht ganz sicher, da er ja im Orden keine Funktion bekleidet.
Er ist nach wie vor Dominikaner. Und er verwendet nicht das geschachte, mit dem Kreuz - insgesamt gelungen, wenn auch gefahr von überfrachtung gegeben, es erzählt aber eine Geschichte - im Gegensatz um Papstwappen: was soll die Jakobsmuschel da?
Ein kleiner Hinweis noch zur Blasonierung (Wappenbeschreibung): heraldisch spricht man stets von Silber (ein heraldisches Metall), nicht von weiß.
idR ja.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 15:58
von Linus
Lupus hat geschrieben:Niemals Metall neben Metall!

selbst wenns der Vatikan so hat!

+L.
Irrtum. Metall neben Metall ist ein erlaubter Grenzfall, Metall auf Metall bis auf Vatikan eine Unmöglichkeit, abgesehen davon halte ich das gold-silber im Mixa Wappen - da kirchlich - für einen Versteckten hinweis auf die Verbundenheit mit Rom. Ist also eher erlaubt. (Kirchliche und Couleurstudentische Heraldik sind eigene Themen)
ps. zum Thema heralsik kirchlich: http://www.heraldik-wappen.de/ dort in der suche kirchliche heraldik angeben.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 16:14
von Berolinensis
Linus hat geschrieben:
Beim Wappen hat Graf Schönborn natürlich das Prä, daß er ein altüberliefertes führt und deshalb nie der Gefahr ausgesetzt war, ein schlechtes zu entwerfen. Ob allerdings die unveränderte Aufnahme des Ordenswappens den Regeln entspricht, bin ich mir nicht ganz sicher, da er ja im Orden keine Funktion bekleidet.
Er ist nach wie vor Dominikaner. Und er verwendet nicht das geschachte, mit dem Kreuz - insgesamt gelungen, wenn auch gefahr von überfrachtung gegeben, es erzählt aber eine Geschichte - im Gegensatz um Papstwappen: was soll die Jakobsmuschel da?
Da der Diözesanbischof sein Wappen ohnehin mit dem der Diözese vereint - in Deutschland meist durch Viertelung - ist ja sowieso Platz, insofern verstehe ich den Hinweis auf "Gefahr der Überfrachtung" nicht. Den Hinweis auf die Muschel im Papstwappen nehme ich erstmal als rhetorisch, da die Erklärung ja weithin bekannt ist.

Ein kleiner Hinweis noch zur Blasonierung (Wappenbeschreibung): heraldisch spricht man stets von Silber (ein heraldisches Metall), nicht von weiß.
idR ja.
Nicht i.d.R., korrekt immer. ("Naturfarben" sind ein abscheuliches Produkt der Papierheraldik der Verfallszeit.)

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 16:15
von Galilei
Bei Bischof Franz-Josef Overbeck von Essen ist der Zierat vorkonziliar aufgebaut, nach dem gleichen Muster wie beim sel. Clemens August. Hier findet sich auch „Metall neben Metall“:

Bild

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 16:16
von Berolinensis
Linus hat geschrieben:
Lupus hat geschrieben:Niemals Metall neben Metall!

selbst wenns der Vatikan so hat!

+L.
Irrtum. Metall neben Metall ist ein erlaubter Grenzfall, Metall auf Metall bis auf Vatikan eine Unmöglichkeit,
Abgesehen davon, daß es diese Regel nicht gibt: was soll deiner Meinung nach der Unterschied sein? Oder beziehst du dich auf die Kombination mehrerer Wappen in einem Schild? Dann hättest du recht, aber darum ging es ja hier nicht.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 16:19
von Berolinensis
Galilei hat geschrieben:Bei Bischof Franz-Josef Overbeck von Essen ist der Zierat vorkonziliar aufgebaut,


Das überrascht (mich persönlich angenehm :blinker: ). Ansonsten insgesamt recht gelungen, wenn auch mit kleineren "Fehlern".

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 16:23
von Torsten
Linus hat geschrieben:Metall auf Metall bis auf Vatikan eine Unmöglichkeit
Es ist ein Nämlichkeitsmittel, welches die Identität des Inhaltes sicherstellt und vor unbefugtem Zugriff schützt. Es ist eine Plombe.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 21:27
von Galilei
Berolinensis hat geschrieben:
Galilei hat geschrieben:Bei Bischof Franz-Josef Overbeck von Essen ist der Zierat vorkonziliar aufgebaut,


Das überrascht (mich persönlich angenehm :blinker: ). Ansonsten insgesamt recht gelungen, wenn auch mit kleineren "Fehlern".
Als da wären?

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 21:36
von Linus
Berolinensis hat geschrieben:Den Hinweis auf die Muschel im Papstwappen nehme ich erstmal als rhetorisch, da die Erklärung ja weithin bekannt ist.[/qusst hin."ote]Ich kenn den Grund nicht: wirkt nach "Wir haben da noch ein Feld frei, pappen wir was, was dazupa

Ein kleiner Hinweis noch zur Blasonierung (Wappenbeschreibung): heraldisch spricht man stets von Silber (ein heraldisches Metall), nicht von weiß.
idR ja.
Nicht i.d.R., korrekt immer. ("Naturfarben" sind ein abscheuliches Produkt der Papierheraldik der Verfallszeit.)
Wie willst einen Wilden Mann als Helmzier machen? Silbern? Rot oder Gold? Nein ein Wilder Mann (als beispiel) muß Naturfarben sein.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 21:42
von Berolinensis
Galilei hat geschrieben:
Berolinensis hat geschrieben:
Galilei hat geschrieben:Bei Bischof Franz-Josef Overbeck von Essen ist der Zierat vorkonziliar aufgebaut,


Das überrascht (mich persönlich angenehm :blinker: ). Ansonsten insgesamt recht gelungen, wenn auch mit kleineren "Fehlern".
Als da wären?
So wie Metall nicht auf Metall, soll auch Farbe nicht auf Farbe stoßen (hier grün auf blau).

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 21:44
von civilisation
Erzbischof Johannes Dyba hatte ja den persönlichen Titel "Erzbischof" beibehalten, weil er vor seiner Ernennung zum Bischof von Fulda ja schon Titularerzbischof war.

Das zeigt sich auch in seinem Wappen, das er als Bischof von Fulda führte. Es ist das eines Titularerzbischofs. - Leider habe ich nur diese kleine Darstellung gefunden.

Bild

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 21:46
von Berolinensis
Linus hat geschrieben:
Berolinensis hat geschrieben:Den Hinweis auf die Muschel im Papstwappen nehme ich erstmal als rhetorisch, da die Erklärung ja weithin bekannt ist.[/qusst hin."ote]Ich kenn den Grund nicht: wirkt nach "Wir haben da noch ein Feld frei, pappen wir was, was dazupa

Ein kleiner Hinweis noch zur Blasonierung (Wappenbeschreibung): heraldisch spricht man stets von Silber (ein heraldisches Metall), nicht von weiß.
idR ja.
Nicht i.d.R., korrekt immer. ("Naturfarben" sind ein abscheuliches Produkt der Papierheraldik der Verfallszeit.)
Wie willst einen Wilden Mann als Helmzier machen? Silbern? Rot oder Gold? Nein ein Wilder Mann (als beispiel) muß Naturfarben sein.
Wilde Männer als Helmzier kenne ich nicht (wobei ich nicht ausschließe, daß es sie gibt), nur als Schildhalter (etwa bei uns hier in Preußen). Wir sprachen ja aber vom eigentlichen Wappen, nicht von den äußeren Zutaten, die es ja per definitionem nur auf dem Papier gibt.

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 21:47
von Siard
Linus hat geschrieben:..., Metall auf Metall bis auf Vatikan eine Unmöglichkeit, ...
Älter ist diese Kombination beim Königreich Jerusalem, und da ist es definitiv erlaubt. ;D

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 21:58
von Lioba
Ich danke euch für die Links :huhu:

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 22:12
von Galilei
Berolinensis hat geschrieben:So wie Metall nicht auf Metall, soll auch Farbe nicht auf Farbe stoßen (hier grün auf blau).
Hatteſt Du nicht oben noch geſagt, daſs es eine ſolche Regel nicht gibt? :hmm:

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 22:17
von julius echter
es stimmt schon dass metall nicht auf metall und farbe nich auf farbe soll, nur werden in der heutigen zeit die regeln der heraldik nicht mehr so streng beachtet

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 22:21
von Siard
julius echter hat geschrieben:es stimmt schon dass metall nicht auf metall und farbe nich auf farbe soll, nur werden in der heutigen zeit die regeln der heraldik nicht mehr so streng beachtet
Wenn man das 16. Jahrhundert als heutige Zeit betrachtet... :pfeif:

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 22:22
von julius echter
natürlich gibt es auch die berühmten ausnahmen von der berühmten regel

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 22:29
von Galilei
julius echter hat geschrieben:es stimmt schon dass metall nicht auf metall und farbe nich auf farbe soll, nur werden in der heutigen zeit die regeln der heraldik nicht mehr so streng beachtet
Der Bischof von Münster hat rote Adlerfüße auf blauem Grund, der Bischof von Eichstätt eine goldene Adlerkrone auf silbernem Grund.
Gehe ich recht in der Annahme, dass das auch regelwidrig ist?

Re: Gelungene Bischofswappen

Verfasst: Donnerstag 1. Juli 2010, 22:41
von julius echter
mitunter resultiert sowas auch von farbveränderungen - pigmente reagieren z.b. mit dem bindemittel oder goldauflagen werden abegrieben und der rote bolus kommt zum vorschein

vorrausgesetzt es handelt sich um historische wappendarstellungen; bei mordernen wappen werden die regeln oft nicht berücksicht oder es kommt auf den, zum teil überfrachteten, inhalt an

die fänge des adlers sind immer rot zu tingieren, ebenso die zunge - dass himmelblau im wappen von münster ist absolut unheraldisch