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 Wer kann Jünger Christi sein? 
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Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57
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Beitrag Re: Griechischschule
Danke Teutonius!

Ein Atheist wollte mir nämlich erklären, das griechische Wort würde klarstellen,daß Jesus die Jünger aufforderte, ihre Elter zu hassen.

LG
Pit
Teutonius hat geschrieben:
Lukas 14,26: ... καὶ οὐ μισεῖ τὸν πατέρα αὐτοῦ καὶ τὴν μητέρα καὶ τὴν ...
Aramäisch:
ܡܰܢ ܕ݁ܳܐܬ݂ܶܐ ܠܘܳܬ݂ܝ ܘܠܳܐ ܣܳܢܶܐ ܠܰܐܒ݂ܽܘܗ݈ܝ ܘܠܶܐܡܶܗ ܘܠܰܐܚܰܘܗ݈ܝ ܘܠܰܐܚܘܳܬ݂ܶܗ ܘܠܰܐܢ݈ܬ݁ܬ݂ܶܗ ܘܠܰܒ݂ܢܰܘܗ݈ܝ ܘܳܐܦ݂ ܠܢܰܦ݂ܫܶܗ ܬ݁ܰܠܡܺܝܕ݂ܳܐ ܠܳܐ ܡܶܫܟ݁ܰܚ ܕ݁ܢܶܗܘܶܐ ܠܺܝ܂
http://gypsyscholarship.blogspot.com/20 ... us-in.html

In Aramaic sanah can mean 'to hate' and 'to separate', so the gospels could be saying separate yourselves from your parents if you want to follow me.
Quelle: http://www.biblicalhebrew.com/nt/lovehate.htm

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03.03.2008- mein zweiter "Geburtstag" (Schlaganfall überlebt)


Freitag 3. Juli 2009, 21:52
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 23:30
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Beitrag Re: Griechischschule
Ich würde mit dieser Doppeldeutung des (aus dem griechischen rückübersetzten?) aramäischen Wortes aber nicht hausieren gehen, hört sich zwar gut an, ist aber eben nicht wasserdicht!
Ich erkläre es mir eher (lieber) so, daß man im Zweifel Jesus mehr lieben soll als die Eltern und anderen Verwandten.
Daß man bereit sein soll alles hinter sich zurück zu lassen, was / falls es dich an der Nachfolge Christi hindert... Hab und Gut, die Toten, und notfalls auch die eigenen Eltern!

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Freitag 3. Juli 2009, 22:28
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Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57
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Beitrag Re: Griechischschule
Teutonius hat geschrieben:
Ich würde mit dieser Doppeldeutung des (aus dem griechischen rückübersetzten?) aramäischen Wortes aber nicht hausieren gehen, hört sich zwar gut an, ist aber eben nicht wasserdicht!
Ich erkläre es mir eher (lieber) so, daß man im Zweifel Jesus mehr lieben soll als die Eltern und anderen Verwandten.
Daß man bereit sein soll alles hinter sich zurück zu lassen, was / falls es dich an der Nachfolge Christi hindert... Hab und Gut, die Toten, und notfalls auch die eigenen Eltern!


Genauso sehe ich es auch.

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Freitag 3. Juli 2009, 22:44
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Beitrag Re: wer kann Jünger Christi sein?
Siehe oben (vorige Seite) meine Anmerkungen von vor einigen Jahren.

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Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
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Freitag 3. Juli 2009, 23:41
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Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
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Beitrag Re: Wer kann Jünger Christi sein?
Das Thema ist ja superinteressant :hmm:

Das mit dem "mehr lieben" ist wohl ein grottenfalscher Ansatz um zu verstehen was der Autor sagen möchte.
Daß wir Gott mehr lieben sollen als alles andere ist sowieso klar, dafür müssen wir aber niemanden "hassen".

Nachdem ich Roberts Beitrag las, scheint mir daß diese "automatische" Liebe der Freunde (Eltern, Kinder, Ehegatte etc) wie auch der "automatische "Hass" auf Feinde (jemand der einem selbst oder seinen Freunden was böses tat, oder auch nur riecht wie so einer) wohl auf irdischen Interessen basiert gegen die man kämpfen soll.

Wie dieser "Freundeshass" allerdings gehen soll, frag ich mich :hae?:
Feindesliebe, falls ich das recht verstanden hab geht ja so: Man kümmert sich um sie wenn sie Probleme haben, wie um einen der einem sehr lieb ist.

Sollen wir den "Unsallerliebsten" also vielleicht nicht ganz so viel dienen wie es einen treibt?

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Gott, der Ursprung und das Ende aller Dinge, kann mit dem natürl. Licht der Vernunft durch das, was geschaffen ist, d. h. durch die sichtbaren Werke der Schöpfung, als Ursache mittels der Wirkung, mit Sicherheit erkannt und auch bewiesen werden.


Sonnabend 4. Juli 2009, 14:42
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Beitrag Re: Wer kann Jünger Christi sein?
Zur Zeit Jesu waren die Menschen noch sehr stark von der Herkunft aus ihren jeweiligen Sippen in ihren Handlungen festgelegt,Ähnliches gibt es heute noch zB. bei Afrikanern oder in Indien.
Jesus befreit aus diesen Sippenzwängen indem er den Hass auf diese nicht Gott-gewollten Strukturen predigt und an die Stelle des "natürlichen" alles für die Sippe aber ja nichts für die verfeindete andere Sippe -Tun-die aus der Liebe zu Gott gespeiste Liebe zu allen Menschen predigt.

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Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)


Dienstag 11. August 2009, 23:55
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Beitrag Re: Wer kann Jünger Christi sein?
incarnata hat geschrieben:
Zur Zeit Jesu waren die Menschen noch sehr stark von der Herkunft aus ihren jeweiligen Sippen in ihren Handlungen festgelegt,Ähnliches gibt es heute noch zB. bei Afrikanern oder in Indien.
Wir sind heute wohl noch stärker in unserem Denken und unseren Handlungen geprägt. Die moderne Kommunikationsgesellschaft übt massiven Einfluss aus.

incarnata hat geschrieben:
Jesus befreit aus diesen Sippenzwängen indem er den Hass auf diese nicht Gott-gewollten Strukturen predigt und an die Stelle des "natürlichen" alles für die Sippe aber ja nichts für die verfeindete andere Sippe -Tun-die aus der Liebe zu Gott gespeiste Liebe zu allen Menschen predigt.
Das Thema betrifft aber nicht nur anatolische Bauern, die heute noch in Sippenzwängen leben. Auch die moderne liberale Gesellschaft ist ohne Unterlass damit beschäftigt, uns davon abzuhalten, Gottes Willen zu tun. Vorbilder, Freunde, Eltern, Geschwister etc., sowie wir selbst stehen uns im Weg auf dem Weg zu Gott.

Lk 14, 26 ist m.E. hochaktuell.

Gruß
Sempre

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Deum summum necessario existere in confesso est. (Isaac Newton)
Glauben, daß Gott existiert, heißt glauben, daß er nicht unsere Idee, sondern daß wir seine Idee sind. (Robert Spaemann)
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Mittwoch 12. August 2009, 01:18
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Beitrag Re: Wer kann Jünger Christi sein?
Das bezweifle ich keineswegs,betrifft aber nicht nur diese Bibelstelle.Auch den modernen Westler können Familienzwänge von Gott abhalten;ganz aktuell in Schwangerschaftskonfliktfragen,wenn Familien Druck ausüben,ein Kind abtreiben zu lassen;auch die Drohung mit Enterbung ,Postenentzug im Familienbetrieb etc. sind immer aktuell !Hier ging´s darum warum die Formulierung"hassen" verwendet wurde !

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Mittwoch 12. August 2009, 13:26
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Beiträge: 582
Beitrag Re: Wer kann Jünger Christi sein?
Mit der Passage ist sicherlich gemeint worden, dass man nicht seine Familie hassen soll, sondern erkennen soll, erst einmal nach der Liebe Gottes zu streben um dann zu erkennen bzw. geschult zu werden nicht nur die eigene Mutter, Vater, Frau, Mann und Kinder zu lieben, sondern die ganze Menschheit mit seiner Liebe zu umfassen. Wie es im zweiten Gebot steht: Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst.
Und dafür muss der eine oder andere seine Familie verlassen um dann zu erkennen, dass die ganze Welt im eigentlichen seine Familie ist.

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Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."


Sonntag 16. August 2009, 10:25
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Beitrag Re: Wer kann Jünger Christi sein?
noiram hat geschrieben:
Das Thema ist ja superinteressant :hmm:

Das mit dem "mehr lieben" ist wohl ein grottenfalscher Ansatz um zu verstehen was der Autor sagen möchte.
Daß wir Gott mehr lieben sollen als alles andere ist sowieso klar, dafür müssen wir aber niemanden "hassen".

Nachdem ich Roberts Beitrag las, scheint mir daß diese "automatische" Liebe der Freunde (Eltern, Kinder, Ehegatte etc) wie auch der "automatische "Hass" auf Feinde (jemand der einem selbst oder seinen Freunden was böses tat, oder auch nur riecht wie so einer) wohl auf irdischen Interessen basiert gegen die man kämpfen soll.

Wie dieser "Freundeshass" allerdings gehen soll, frag ich mich :hae?:
Feindesliebe, falls ich das recht verstanden hab geht ja so: Man kümmert sich um sie wenn sie Probleme haben, wie um einen der einem sehr lieb ist.

Sollen wir den "Unsallerliebsten" also vielleicht nicht ganz so viel dienen wie es einen treibt?


Das eingangs zitierte Bibelwort zeigt vor allem welche unschätzbare Freiheit Priester und Ordensleute geniessen die aus ihrer Berufung und in freier Selbstbestimmung heraus ein zölibatäres Leben gewählt haben.

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Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore


Sonntag 16. August 2009, 11:30
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Beitrag Re:
roncalli hat geschrieben:
… halte aber die Aufforderung zum Haß-Gefühl sicher nicht für die Sinnspitze dieser Stelle …

Wer redet denn auch von „Gefühl“? – Das ist Windhauch. Vanitas vanitatum, εἶπεν ὁ Ἐκκλησιαστής, ματαιότης ματαιοτήτων, τὰ πάντα ματαιότης, sicut et blateratus meus græcus latinusque. :pfeif:

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Dienstag 9. März 2010, 13:09
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Beitrag Re:
roncalli hat geschrieben:
Probleme gibt es, wenn man Hass als Schadenswunsch oder Vernichtungswunsch versteht. Diese Bedeutung gibt es ja auch in der Bibel:
"Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt." (1.Joh 3,15)
Deshalb sind differenzierende Übersetzungen dringend nötig.

Nein! Und hundertmal nein. Der Übersetzer soll übersetzen, und aus. Allzu viele Pseudoübersetzungen haben wir schon, in deren jeder der jeweilige Übersetzer in pathologischem Predigerdrang seine tausend Meisen nisten läßt.

Die Auslegung ist Sache des Bischofs, seiner Priester, der Prediger, der Kirche.

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Dienstag 9. März 2010, 13:19
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Beiträge: 6845
Beitrag Re: Wer kann Jünger Christi sein?
Ich habe in meinem Leben schon sehr viel übersetzt…obwohl ich eigentlich noch nicht lange auf der Welt bin. So ziemlich alles Mögliche, aber nicht die Bibel. Wenn ich diesen Spruch höre "So frei wie möglich, so genau wie nötig" kriege ich Herzrasen. Das geht nämlich nicht. Entweder man übersetzt genau oder man paraphrasiert. Wobei genau für mich nicht unbedingt interlinear bedeutet. Wenn man die Gebrauchsanweisung für ein Laminiergerät übersetzt, braucht man nicht die Reihenfolge der Satzteile im Original beibehalten. Aber ich kann die rote Lampe nicht rosa Lampe nennen, auch wenn ich glaube, daß sie auf dem Foto rosa aussieht.
Ein Bibelübersetzer hat manchmal die Wahl, welches Wort er verwenden soll, allein schon deshalb, weil es Regionalismen, Archaismen usw. gibt. Hirschkuh versus Hindin, zum Beispiel.
Aber "hassen" durch "geringachten" ersetzen, das ist schon ein Schritt zu weit. Das ist Interpretation, genauso wie Martin Luther mit "durch die Gnade ALLEIN" (ich rechne übrigens auch seine Umstrukturierung der Reihenfolge der Bücher des NT zu Interpretation) oder Josef Kürzinger mit "wer seine Frau entläßt — gesetzt den Fall der Unzucht — begeht Ehebruch."

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SCHREI, SCHREI, SCHREI es aus dir heraus!!!


Dienstag 9. März 2010, 13:46
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Beitrag Re:
roncalli hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Hasse deiner Eltern mit all den Neurosen, die sie dir eingepflanzt haben (wie es alle Eltern tun). Hasse die Nabelschnur, die dich an sie immer noch bindet. Hasse die kranke Liebe deiner Eltern zu dir, die sich in dir immer noch verwirklichen wollen (wie du dich in deinen Kindern). Hasse sie, weil sie zwischen dir und Jesus stehen. Aber achte sie nicht gering, sondern ehre sie.


Ich kenne das persönlich aus der Psychotherapie. Fast Wortgleiches findet sich bei Drewermann zur Auslegung dieser Stelle. ich für am besten geeignet.


Hat hier jemand den Buchtitel parat?


Dienstag 9. März 2010, 17:21
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