Kurzmeldungen/Nachrichten III

Aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft, Weltgeschehen.
Raphael

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Raphael »

ar26 hat geschrieben:Als ich Abitur machte, war ich fast 19. Bin normal eingeschult worden und ging 12 Jahre zur Schule. Selbst der Jüngste meiner Conabiturienten war zum Abi-Ball 18 geworden. Die Behauptung, es gebe wegen "G8" minderjährige Abiturenten kann ich daher nicht nachvollziehen.
Ich kenn da auch so eine. :pfeif:

Die wird im Frühjahr des Jahres, in dem sie 18 wird, ihr Abitur bauen; gesetzt den Fall, es werden zwischendrin keine Klassen wiederholt. Der Geburtstag ist jedoch erst im Dezember. Das Abituralter wird also 17 ½ betragen [Punkt]

Benutzeravatar
Maurus
Beiträge: 6813
Registriert: Donnerstag 2. März 2006, 12:56
Wohnort: Kurmainz

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Maurus »

Caviteño hat geschrieben: Der von Dir angesprochene Verlust bei Lebensversicherungen, Betriebsrenten uä tritt jetzt auch ein - Stichwort: finanzielle Repression.
Das ist nicht das, was ich angesprochen habe. Ich rede davon, dass ein Großteil der Bürger durch Zahlungsausfall der Banken und Versicherungen keine Altersvorsorge mehr hat. Das ist etwas anderes als irgendwelche Zwangsabgaben, ja sogar etwas anderes als Inflation: Denn bei einer Hyperinflation sind immerhin auch die Schulden der Bürger so gut wie weg. Bei einer Bankenpleite sind die aber immer noch da, nur das Ersparte ist weg.
Caviteño hat geschrieben:Das wäre also kein Grund, den Abschied aus der Zwangswährung zu verhindern. Auch in D. wurden über den Soffin die Banken "gerettet" bzw. teilverstaatlicht. Wahrscheinlich ist diese Maßnahme billiger und dem deutschen Steuerzahler besser zu "verkaufen" als die Bürgschaft (ohne Sicherheiten, dafür aber mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadenfalls) für spanische Banken, über die im Augenblick mit dem ESM diskutiert wird.
Das war doch eine Mogelpackung, der Bund hatte faktisch kaum Einfluss auf Banken wie die Commerzbank. Die Bosse bekamen halt ein bißchen weniger Geld, das war's. Und bei der Europa-Skepsis willst du ernsthaft, dass der ESM die halbe Bankenwelt Südeuropas verstaatlicht (= ins Portefeuille der EU überführt)?

Caviteño hat geschrieben:Und auf eine Verfassung stolz zu sein, die den Bügern keine direkte Mitwirkung ermöglicht (Stichwort: Euro-Einführung) muß man mE schon ein ziemlicher Masochist sein oder an die Allwissenheit unserer "politischen Eliten" glauben....
Ich kann damit sehr gut leben. Ich halte es in dieser Beziehung mit Franz Josef Strauß.

Caviteño
Beiträge: 12937
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Caviteño »

Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben: Der von Dir angesprochene Verlust bei Lebensversicherungen, Betriebsrenten uä tritt jetzt auch ein - Stichwort: finanzielle Repression.
Das ist nicht das, was ich angesprochen habe. Ich rede davon, dass ein Großteil der Bürger durch Zahlungsausfall der Banken und Versicherungen keine Altersvorsorge mehr hat. Das ist etwas anderes als irgendwelche Zwangsabgaben, ja sogar etwas anderes als Inflation: Denn bei einer Hyperinflation sind immerhin auch die Schulden der Bürger so gut wie weg. Bei einer Bankenpleite sind die aber immer noch da, nur das Ersparte ist weg.
Sparguthaben müssen garantiert werden. Haben "Mutti" und Peer damals auch gemacht und auch die Isländer wurden vom Staat für ihre Spareinlagen entschädigt.
Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Das wäre also kein Grund, den Abschied aus der Zwangswährung zu verhindern. Auch in D. wurden über den Soffin die Banken "gerettet" bzw. teilverstaatlicht. Wahrscheinlich ist diese Maßnahme billiger und dem deutschen Steuerzahler besser zu "verkaufen" als die Bürgschaft (ohne Sicherheiten, dafür aber mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadenfalls) für spanische Banken, über die im Augenblick mit dem ESM diskutiert wird.
Das war doch eine Mogelpackung, der Bund hatte faktisch kaum Einfluss auf Banken wie die Commerzbank. Die Bosse bekamen halt ein bißchen weniger Geld, das war's. Und bei der Europa-Skepsis willst du ernsthaft, dass der ESM die halbe Bankenwelt Südeuropas verstaatlicht (= ins Portefeuille der EU überführt)?
Die Commerzbank hat es immerhin geschafft, die "stillen Einlagen" des Staates zum allergrößten Teil wieder zurückzuzahlen - vermutlich auch wegen der Gehaltsdeckelung des Vorstandes. :pfeif:
Eine kurzfristige Kapitalunterstützung - wie in diesem Fall - ist mE zwar nicht wünschenswert, aber das geringere Übel und in einer solchen Situation notwendig. Schwieriger ist doch die Situation bei den - politisch kontrollierten - Landesbanken.

Warum sollte der ESM die Banken retten?
Ich plädiere doch dafür, daß eben keine EU-Gelder (in welcher Form auch immer) für die Banken aufgewandt werden. Jedes Land soll seine eigenen Banken mit eigenen Steuermitteln "retten" - Beispiel: Soffin
Maurus hat geschrieben: Ich halte es in dieser Beziehung mit Franz Josef Strauß.
Ob er die Aussage von den Rindviechern auch auf seine Wahlergebnisse als "Volkes Stimme" anwenden wollte..... :pfeif:

Benutzeravatar
Maurus
Beiträge: 6813
Registriert: Donnerstag 2. März 2006, 12:56
Wohnort: Kurmainz

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Maurus »

Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben: Der von Dir angesprochene Verlust bei Lebensversicherungen, Betriebsrenten uä tritt jetzt auch ein - Stichwort: finanzielle Repression.
Das ist nicht das, was ich angesprochen habe. Ich rede davon, dass ein Großteil der Bürger durch Zahlungsausfall der Banken und Versicherungen keine Altersvorsorge mehr hat. Das ist etwas anderes als irgendwelche Zwangsabgaben, ja sogar etwas anderes als Inflation: Denn bei einer Hyperinflation sind immerhin auch die Schulden der Bürger so gut wie weg. Bei einer Bankenpleite sind die aber immer noch da, nur das Ersparte ist weg.
Sparguthaben müssen garantiert werden. Haben "Mutti" und Peer damals auch gemacht
Ja, aber die haben die Banken nicht pleitegehen lassen. Wenn die Banken pleite gingen, dann hätte der Staat die 500 Mrd. € aus dem Soffin tatsächlich locker machen müssen, nicht bloß als Sicherheit herzeigen. Island taugt da nicht ganz als Maßstab.

Caviteño hat geschrieben: Die Commerzbank hat es immerhin geschafft, die "stillen Einlagen" des Staates zum allergrößten Teil wieder zurückzuzahlen - vermutlich auch wegen der Gehaltsdeckelung des Vorstandes. :pfeif:
Das denke ich auch.
Caviteño hat geschrieben:Warum sollte der ESM die Banken retten?
Soweit ich das verstanden habe, tut er das ja nur indirekt. Weil er Staatspleiten verhindert, verhindert er auch die Schieflage von Banken, die entsprechende Anleihen gekauft haben. Er tut dies aber nicht unbedingt, weil er die Banken retten, sondern Staatspleiten generell aus währungspolitischen Gründen verhindern will. Zudem ist auch klar, dass die Volkswirtschaften auf Anleihen angewiesen sind und ergo Verweigerungshaltungen der Banken schlecht verkraften können.
Caviteño hat geschrieben:Ich plädiere doch dafür, daß eben keine EU-Gelder (in welcher Form auch immer) für die Banken aufgewandt werden. Jedes Land soll seine eigenen Banken mit eigenen Steuermitteln "retten" - Beispiel: Soffin
Solche Programme gibt es mW auch überall.
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben: Ich halte es in dieser Beziehung mit Franz Josef Strauß.
Ob er die Aussage von den Rindviechern auch auf seine Wahlergebnisse als "Volkes Stimme" anwenden wollte..... :pfeif:
[/quote]

Keine Ahnung. Ist auch egal.

Benutzeravatar
Gamaliel
Beiträge: 8773
Registriert: Donnerstag 22. Januar 2009, 07:32

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Gamaliel »

Staatlicher Mißbrauch in Florida. Die Aufklärungs- und Entschädigungsbereitschaft scheint sich in sehr überschaubaren Grenzen zu halten. Das ist natürlich auch nicht weiter verwunderlich, handelt es sich doch um keine katholische Einrichtung:


Buben in den Wäldern verscharrt

Daraus:
Über Jahrzehnte haben sich hartnäckige Gerüchte gehalten, dass die Erziehungsmaßnahmen in der Bubenschule in der Kleinstadt Mariana im US-Bundesstaat Florida äußerst barbarisch waren. [...] Doch es konnten keine Beweise für kriminelle Handlungen vonseiten der Schule festgestellt werden. Auch die 31 Gräber auf dem schuleigenen Friedhof wurden identifiziert. Doch im Wald rund um die Schule wurden fast 50 weitere Gräber gefunden - von toten Schülern, die es offiziell nie gegeben hat.
Die Dozier School for Boys hat eine lange Geschichte. Sie wurde 1900 als staatliche Umerziehungsanstalt gegründet und war lange für ihre brutalen Erziehungsmaßnahmen berüchtigt. Schon 1903 gab es Berichte, wonach Kinder dort in Ketten gehalten werden. Aus den 1950er und 1960er Jahren gibt es viele Berichte über schwere Misshandlungen.
Wikipedia: Dozier School for Boys

civilisation
Beiträge: 10481
Registriert: Montag 17. November 2008, 20:15

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von civilisation »

Ein Grillfest für eine Gruppe polnischer Bauarbeiter, die nach fünf Jahren harter Arbeit in der neuen U-Bahn-Haltestelle am Heumarkt in ihre Heimat zurückkehren, hat am Dienstagnachmittag einen Großalarm bei der Feuerwehr ausgelöst und den U-Bahn-Betrieb auf den Linien 5, 16 und 18 zwischen Appellhofplatz, Dom-Hauptbahnhof und Breslauer Platz zwischen 14.5 und 15.5 Uhr zum Stillstand gebracht.
-> http://www.ksta.de/koeln/evakuierung-gr ... 4662.html

:auweia:

HeGe
Moderator
Beiträge: 15079
Registriert: Montag 6. Oktober 2003, 18:56

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von HeGe »

Ein Grillfest in der U-Bahn. Wie gemütlich. :patsch:
- Nutzer nicht regelmäßig aktiv. -

Benutzeravatar
Peregrin
Beiträge: 5422
Registriert: Donnerstag 12. Oktober 2006, 16:49

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Peregrin »

Richtfeste sind immer dort, wo gebaut wurde. Wo anders?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Benutzeravatar
Gamaliel
Beiträge: 8773
Registriert: Donnerstag 22. Januar 2009, 07:32

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Gamaliel »

Frankreich vor Verbort von Hausaufgaben

Daraus:
Erste Details der geplanten Bildungsreform sickern nun Stück für Stück an die Öffentlichkeit - etwa jenes, dass es an französischen Schulen in Frankreich selbst und rund um die Welt nie wieder Hausaufgaben geben soll.
[...]
Das Aus für Hausaufgaben begründet Hollande nicht nur damit, dass Schüler ihre Arbeit logischerweise am „Arbeitsplatz Schule“ erledigen sollten. Laut eigenen Angaben will er damit vor allem Chancengleichheit schaffen, weil Kinder aus bildungsferneren Familien bei Hausaufgaben gravierende Nachteile hätten - allein schon, weil die Eltern dabei weniger helfen und kontrollieren können.
Logisch, oder?

:narr:

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 7001
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Ewald Mrnka »

Gamaliel hat geschrieben:Frankreich vor Verbort von Hausaufgaben

Daraus:
Erste Details der geplanten Bildungsreform sickern nun Stück für Stück an die Öffentlichkeit - etwa jenes, dass es an französischen Schulen in Frankreich selbst und rund um die Welt nie wieder Hausaufgaben geben soll.
[...]
Das Aus für Hausaufgaben begründet Hollande nicht nur damit, dass Schüler ihre Arbeit logischerweise am „Arbeitsplatz Schule“ erledigen sollten. Laut eigenen Angaben will er damit vor allem Chancengleichheit schaffen, weil Kinder aus bildungsferneren Familien bei Hausaufgaben gravierende Nachteile hätten - allein schon, weil die Eltern dabei weniger helfen und kontrollieren können.
Logisch, oder?

:narr:
Logisch & ein weiterer Schritt in die richtige Richtung; aber man könnte auch durch neurochirurgische Eingriffe Chancengleichheit erhöhen. :narr:
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 24027
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Niels »

Gamaliel hat geschrieben:Frankreich vor Verbort von Hausaufgaben

Daraus:
Erste Details der geplanten Bildungsreform sickern nun Stück für Stück an die Öffentlichkeit - etwa jenes, dass es an französischen Schulen in Frankreich selbst und rund um die Welt nie wieder Hausaufgaben geben soll.
[...]
Das Aus für Hausaufgaben begründet Hollande nicht nur damit, dass Schüler ihre Arbeit logischerweise am „Arbeitsplatz Schule“ erledigen sollten. Laut eigenen Angaben will er damit vor allem Chancengleichheit schaffen, weil Kinder aus bildungsferneren Familien bei Hausaufgaben gravierende Nachteile hätten - allein schon, weil die Eltern dabei weniger helfen und kontrollieren können.
Logisch, oder?

:narr:
Dafür bekommen die den "Patsch des Tages"... :patsch: Bild

Man könnte das ganze System noch vereinfachen, indem die Schüler automatisch in allen Fächern immer gleich 20 Punkte bekommen... :doktor: :emil:
Das ist dann "Wahre Gleichheit"...
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 19226
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von taddeo »

Gamaliel hat geschrieben:Frankreich vor Verbort von Hausaufgaben

Daraus:
Erste Details der geplanten Bildungsreform sickern nun Stück für Stück an die Öffentlichkeit - etwa jenes, dass es an französischen Schulen in Frankreich selbst und rund um die Welt nie wieder Hausaufgaben geben soll.
[...]
Das Aus für Hausaufgaben begründet Hollande nicht nur damit, dass Schüler ihre Arbeit logischerweise am „Arbeitsplatz Schule“ erledigen sollten. Laut eigenen Angaben will er damit vor allem Chancengleichheit schaffen, weil Kinder aus bildungsferneren Familien bei Hausaufgaben gravierende Nachteile hätten - allein schon, weil die Eltern dabei weniger helfen und kontrollieren können.
Logisch, oder?

:narr:
Das gibt es ja bei uns auch schon in gewisser Weise, und zwar dort, wo Kinder bis spätnachmittags in der Schule sind, also v. a. in Ganztagsschulen. Wo meine Tochter zur Schule geht, hat sie während der 10 Stunden täglicher Schulzeit auch sog. "Freiarbeit", also Stunden, während derer sie unter der Aufsicht von Fachlehrern ihre (v. a. schriftlichen) Hausaufgaben erledigen soll. Wenn sie dann um 5 Uhr heimkommt, sollte sie im Normalfall damit fertig sein und allenfalls noch zu lernen oder wiederholen haben. Es setzt aber ziemliche Disziplin voraus, um mit dieser verfügbaren Zeit auszukommen.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 24027
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Niels »

Derartiges gab es bislang in Frankreich - und gerade das soll ja jetzt aus "Gründen der Chancengleichheit" abgeschafft werden, wenn ich das richtig verstanden habe.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 19226
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von taddeo »

Niels hat geschrieben:Derartiges gab es bislang in Frankreich - und gerade das soll ja jetzt aus "Gründen der Chancengleichheit" abgeschafft werden, wenn ich das richtig verstanden habe.
Dann nennt man es halt nicht mehr "Haus-", sondern "Übungs-"Aufgaben und plant dafür mehr Unterrichtszeit ein. Wäre auch kein Problem und wohl tatsächlich eine Verbesserung der Chancengleichheit. Alles nur ne Frage der Organisation.

Benutzeravatar
Maurus
Beiträge: 6813
Registriert: Donnerstag 2. März 2006, 12:56
Wohnort: Kurmainz

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Maurus »

Hausaufgaben sollten mE eigentlich so gestellt sein, dass sie von den Schülern der jeweiligen Schulart selbständig bewältigt werden können. Aber heute ist es wohl eher so, dass die Eltern den Kindern noch beibringen müssen, was der Lehrer nicht geschafft hat. In dem vor ein paar Jahren erschienenen "Lehrerhasserbuch" gab es dazu lustige Stories.

Caviteño
Beiträge: 12937
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Caviteño »

Die Schweiz rüstet sich gegen eine Invasion der Friedensnobelpreisträger:
Eine dramatische Eskalation der Lage in EU-Krisenstaaten mit Auswirkungen auf die Sicherheit der Schweiz: Auf dieses Szenario bereitet sich die Armee vor, wie «Sonntag»-Recherchen zeigen.
Verteidigungsminister Ueli Maurer sagt: «Ich schliesse nicht aus, dass wir in den nächsten Jahren die Armee brauchen.» Denn die europäischen Staaten erneuerten ihre Armeen unter Spardruck nicht, sie könnten den Unterhalt moderner Systeme nicht mehr bezahlen, sagte er an einer Tagung. Europa werde schwächer. Wer sich aber nicht wehren könne, werde erpresst. Die EU bereite ihm Sorgen, betonte Maurer. Er fragt sich, wie lange es noch möglich sei, die Krise mit «Geld» zu beruhigen.
(...)
Beim Manöver «Stabilo Due» wurde der Ernstfall geübt. Die 2 höchsten Offiziere bezogen Stellung, um «Helvetia», wie man die Schweiz dort nannte, gegen Unruhen, Demonstrationen und Flüchtlingsströme aus den Nachbarländern zu verteidigen.
Armeechef André Blattmann steht voll und ganz hinter den Aussagen von Maurer. Er plant vier Militärpolizei-Bataillone, die mit insgesamt 16 Soldaten strategisch wichtige Punkte in allen vier Landesteilen bewachen und schützen sollen.
http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/255/
http://www.2min.ch/schweiz/news/story/1575425

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 7001
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Ewald Mrnka »

Caviteño hat geschrieben:Die Schweiz rüstet sich gegen eine Invasion der Friedensnobelpreisträger:
Eine dramatische Eskalation der Lage in EU-Krisenstaaten mit Auswirkungen auf die Sicherheit der Schweiz: Auf dieses Szenario bereitet sich die Armee vor, wie «Sonntag»-Recherchen zeigen.
Verteidigungsminister Ueli Maurer sagt: «Ich schliesse nicht aus, dass wir in den nächsten Jahren die Armee brauchen.» Denn die europäischen Staaten erneuerten ihre Armeen unter Spardruck nicht, sie könnten den Unterhalt moderner Systeme nicht mehr bezahlen, sagte er an einer Tagung. Europa werde schwächer. Wer sich aber nicht wehren könne, werde erpresst. Die EU bereite ihm Sorgen, betonte Maurer. Er fragt sich, wie lange es noch möglich sei, die Krise mit «Geld» zu beruhigen.
(...)
Beim Manöver «Stabilo Due» wurde der Ernstfall geübt. Die 2 höchsten Offiziere bezogen Stellung, um «Helvetia», wie man die Schweiz dort nannte, gegen Unruhen, Demonstrationen und Flüchtlingsströme aus den Nachbarländern zu verteidigen.
Armeechef André Blattmann steht voll und ganz hinter den Aussagen von Maurer. Er plant vier Militärpolizei-Bataillone, die mit insgesamt 16 Soldaten strategisch wichtige Punkte in allen vier Landesteilen bewachen und schützen sollen.
http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/255/
http://www.2min.ch/schweiz/news/story/1575425
Vernünftig & vorausschauend.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Benutzeravatar
Maurus
Beiträge: 6813
Registriert: Donnerstag 2. März 2006, 12:56
Wohnort: Kurmainz

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Maurus »

Blödsinnig & paranoid :roll:

Benutzeravatar
Juergen
Beiträge: 27029
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Juergen »

Sachen gibt's…
http://www.radiohochstift.de/nachrichte ... l-auf.html

Ein zerbeultes Unfallauto - Blutspuren drinnen und drumherum - aber weit und breit kein Fahrer zu entdecken – dieser rätselhafte Fall beschäftigte heute Nacht die Polizei in Paderborn…
(Auf der Seite auch auf den Radiobutton klicken und es sich anhören)
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
- Offline -

Vir Probatus
Beiträge: 4050
Registriert: Freitag 28. Januar 2011, 19:45
Wohnort: EB PB

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Vir Probatus »

Wenn der Lehrer mit dem Teufel droht

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/met ... -1.1500144

Wenn der Lehrer mit dem Teufel droht, muss das keine katholische Schule sein ..
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Raphaela
Beiträge: 5495
Registriert: Dienstag 11. September 2007, 17:53
Wohnort: Erzbistum Freiburg;südlichster Südschwarzwald "Dreiland": CH-D-F

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Raphaela »

Vir Probatus hat geschrieben:Wenn der Lehrer mit dem Teufel droht

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/met ... -1.1500144

Wenn der Lehrer mit dem Teufel droht, muss das keine katholische Schule sein ..
Wenn man die dritte Seite des Berichts liest, kann manchmal eine evangelische Schule schlimmer sein, oder zumindest jemand, auf den sie sich (unbewusst) berufen, weil die Bibel ausgegeben wird:
Marion Schneider sagt, dass Manuel eines Tages mit einer dicken Bibel unter dem Arm nach Hause kam. "John MacArthur Studienbibel " steht auf dem Einband, des dicken Wälzers.... Ein Blick ins Internet genügt, um herauszufinden, dass John MacArthur ein christlicher Fundamentalist aus den USA ist, der Darwins Evolutionstheorie bei verschiedenen Gelegenheiten als Lüge bezeichnet hat und den Katholizismus als "teuflisches religiöses System, das die Welt verschlingen will".
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

Vir Probatus
Beiträge: 4050
Registriert: Freitag 28. Januar 2011, 19:45
Wohnort: EB PB

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Vir Probatus »

"Ich will, dass die Leute wissen, wie es mir geht"

http://www.welt.de/print/wams/article11 ... -geht.html

Ein Beispiel, wohin der Wahn des religiösen Fundamentalismus führt.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Raphael

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Raphael »

Vir Probatus hat geschrieben:"Ich will, dass die Leute wissen, wie es mir geht"

http://www.welt.de/print/wams/article11 ... -geht.html

Ein Beispiel, wohin der Wahn des religiösen Fundamentalismus führt.
Gibt es eigentlich ähnliche Spezifika im christlichen Bereich oder ist diese Gewalttätigkeit eher ein Phänomen, welches auf unaufgeklärte Religionen wie den Islam zutrifft? :hmm:

Benutzeravatar
Maurus
Beiträge: 6813
Registriert: Donnerstag 2. März 2006, 12:56
Wohnort: Kurmainz

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Maurus »

Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:"Ich will, dass die Leute wissen, wie es mir geht"

http://www.welt.de/print/wams/article11 ... -geht.html

Ein Beispiel, wohin der Wahn des religiösen Fundamentalismus führt.
Gibt es eigentlich ähnliche Spezifika im christlichen Bereich oder ist diese Gewalttätigkeit eher ein Phänomen, welches auf unaufgeklärte Religionen wie den Islam zutrifft? :hmm:
Das ist weniger ein religiöses, als ein kulturelles Phänomen. Daher kommt es mE auf den Kulturraum an. Kulturräume ohne ausgeprägten Individualcharakter begünstigen solche Taten vermutlich. Ein Einzelner zählt eben nichts. Grund zum Kulturstolz gibt es freilich nicht: Hitler hat bewiesen, dass man diese Denke relativ schnell aus den Köpfen bekommt. Auch aus europäischen.

Pilgerer
Beiträge: 2697
Registriert: Freitag 3. Juni 2011, 00:45

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Pilgerer »

Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:"Ich will, dass die Leute wissen, wie es mir geht"

http://www.welt.de/print/wams/article11 ... -geht.html

Ein Beispiel, wohin der Wahn des religiösen Fundamentalismus führt.
Gibt es eigentlich ähnliche Spezifika im christlichen Bereich oder ist diese Gewalttätigkeit eher ein Phänomen, welches auf unaufgeklärte Religionen wie den Islam zutrifft? :hmm:
Historisch betrachtet betrifft das eher den christlichen Pöbel, der Judenmassaker, Hexenverbrennungen etc. ausführte. Allerdings sehen wir auch in der Zeit der Konfessionskriege ein hohes christliches Gewaltpotential. Grundsätzlich kommt das immer dann, wenn religiöse Inhalte zu Götzen neben dem eigentlichen Gott werden. Alle Religionen sind in der Versuchung, sich selbst oder bestimmte religiöse Symbole zu vergötzen. Wer wirklich nur den lebendigen Gott anbetet, wird automatisch von diesem vor religiöser Gewalttätigkeit bewahrt.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 19226
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von taddeo »

Pilgerer hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Gibt es eigentlich ähnliche Spezifika im christlichen Bereich oder ist diese Gewalttätigkeit eher ein Phänomen, welches auf unaufgeklärte Religionen wie den Islam zutrifft? :hmm:
Historisch betrachtet betrifft das eher den christlichen Pöbel, der Judenmassaker, Hexenverbrennungen etc. ausführte. Allerdings sehen wir auch in der Zeit der Konfessionskriege ein hohes christliches Gewaltpotential. Grundsätzlich kommt das immer dann, wenn religiöse Inhalte zu Götzen neben dem eigentlichen Gott werden.
:patsch: :vogel:
Dein Wappentier könnte ein Papagei sein, so wie Du jedes Stereotyp nachkrächzst, das Du irgendwo aufschnappst.

Judenmassaker und Hexenverbrennungen waren nie Sachen des "Pöbels", sondern der Obrigkeiten. Und zwar der weltlichen Obrigkeiten, um genau zu sein. Ganz genauso wie in den Religionskriegen, in denen nie das Volk aus religiösen Motiven gewalttätig wurde, sondern weltliche Herrscher unter dem Vorwand der Religion ihre rein säkularen Machtinteressen durchsetzen wollten.

Vir Probatus
Beiträge: 4050
Registriert: Freitag 28. Januar 2011, 19:45
Wohnort: EB PB

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Vir Probatus »

Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:"Ich will, dass die Leute wissen, wie es mir geht"

http://www.welt.de/print/wams/article11 ... -geht.html

Ein Beispiel, wohin der Wahn des religiösen Fundamentalismus führt.
Gibt es eigentlich ähnliche Spezifika im christlichen Bereich oder ist diese Gewalttätigkeit eher ein Phänomen, welches auf unaufgeklärte Religionen wie den Islam zutrifft? :hmm:
Wenn ich bestimmte Texte lese, (von Autoren deren Namen ich hier nicht nennen möchte) dann gibt es das im christlichen Bereich sehr wohl. Genauer gesagt. die wünschen sich, das es so etwas geben sollte.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 19226
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von taddeo »

Vir Probatus hat geschrieben:Genauer gesagt. die wünschen sich, das es so etwas geben sollte.
Es ist aber ein großer Unterschied, ob einzelne Autoren (die sicher nicht die Meinungsführerschaft innehaben) sowas theoretisch haben möchten, oder ob es tatsächlich in größerem Stil in die Tat umgesetzt wird, und zwar Tag für Tag und weltweit.

Raphael

Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Raphael »

Vir Probatus hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:"Ich will, dass die Leute wissen, wie es mir geht"

http://www.welt.de/print/wams/article11 ... -geht.html

Ein Beispiel, wohin der Wahn des religiösen Fundamentalismus führt.
Gibt es eigentlich ähnliche Spezifika im christlichen Bereich oder ist diese Gewalttätigkeit eher ein Phänomen, welches auf unaufgeklärte Religionen wie den Islam zutrifft? :hmm:
Wenn ich bestimmte Texte lese, (von Autoren deren Namen ich hier nicht nennen möchte) dann gibt es das im christlichen Bereich sehr wohl. Genauer gesagt. die wünschen sich, das es so etwas geben sollte.
Könntest Du freundlicherweise etwas deutlicher werden? :achselzuck:

Mich beschleicht der Eindruck, Du möchtest hier eine Form der Betroffenheit erzeugen, mit der dann der religiöse Fundamentalismus über einen Kamm geschoren wird und damit per se ins Abseits gestellt werden soll.
Dabei wird jedoch außer Acht gelassen, daß auch das Christentum ein Fundament (biblisch als Eckstein bezeichnet!) hat.

Vir Probatus
Beiträge: 4050
Registriert: Freitag 28. Januar 2011, 19:45
Wohnort: EB PB

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Vir Probatus »

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1041427/
Die Caritas bestellt den Leichenwagen seit einem Jahr vor den Haupteingang ihres Seniorenzentrums Albert Hirsch statt wie bisher an einen Nebeneingang. Für die Bewohner entstehen dadurch beklemmende Situationen.
....
Es ist ein Thema, das allen Bewohnern des Seniorenzentrums Albert Hirsch an der Prager Straße präsent ist: der Tod. "Wir wollen aber nicht dauernd vorgeführt bekommen, wie wir selbst einmal raus getragen werden", fasst Horst Schröder seinen Ärger in Worte. Der 77-Jährige wohnt seit siebeneinhalb Jahren in einer seniorengerechten Parterre-Wohnung. Seit einem Jahr sieht er genau vor seinem Fenster immer wieder den Leichenwagen vorfahren.
....
Für den Leiter der Einrichtung Thomas Witkowski ist die neue Praxis eine Frage des katholischen Selbstverständnisses. "Der Sterbevorgang erfordert Respekt und Würde", sagt er und dass der Bewohner das Haus durch den Eingang verlassen sollte, durch den er eingetreten sei.
Was nun an dieser Haltung jetzt so "spezifisch katholisch" sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Interessanter als der Artikel selbst sind aber die Kommentare.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Vir Probatus
Beiträge: 4050
Registriert: Freitag 28. Januar 2011, 19:45
Wohnort: EB PB

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Vir Probatus »

Wenzel hat geschrieben:*Ironie an : Ist doch eine knallharte-ehrliche Entscheidung alte Leute täglich mit dem Tod zu konfrontieren.
Das was in solchen Seniorenwohnstiften von den "Insassen" erwartet wird: Tritt ein, gib deine Ersparnisse ab, überschreibe uns deine Rente, unterwerfe dich in den letzten Lebenjahren unserer Arbeitszeit und dem Dienstplan, ertrage unsere Launen und wenn wir mal streiken wollen gibt es halt nur eine Notversorgung oder nichts. Und wenn wir alles von dir haben und deine Uhr abgelaufen ist dann schnell weg, das Bett wird wieder gebraucht. *Ironie aus.

Den noch lebenden das regelmässig zu zeigen hat schon einen gewissen makabere touch.
.--- Das der Tod zum Leben gehört und eine anständige Sterbe- und Todeskultur dazugehört stimmt, aber man muß Menschen nicht gegen ihren Willen zur Teilnahme an einem solchen zwingen
Ist es nicht so daß "der Tod die Tür zum ewigen Leben ist" ?
Wird hier nicht sonst und ständig diese Linie gefahren ?
Wird hier nicht sonst jeder kritisiert, der daran Zweifel hegt ?
Und wenn das so ist, was gibt es da zu verdrängen ?
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Benutzeravatar
Wenzel
Beiträge: 752
Registriert: Donnerstag 8. September 2011, 22:07
Wohnort: Landkreis Augsburg u. Niederrhein

Re: Kurzmeldungen/Nachrichten III

Beitrag von Wenzel »

Vir Probatus hat geschrieben:
Wenzel hat geschrieben:*Ironie an : Ist doch eine knallharte-ehrliche Entscheidung alte Leute täglich mit dem Tod zu konfrontieren.
Das was in solchen Seniorenwohnstiften von den "Insassen" erwartet wird: Tritt ein, gib deine Ersparnisse ab, überschreibe uns deine Rente, unterwerfe dich in den letzten Lebenjahren unserer Arbeitszeit und dem Dienstplan, ertrage unsere Launen und wenn wir mal streiken wollen gibt es halt nur eine Notversorgung oder nichts. Und wenn wir alles von dir haben und deine Uhr abgelaufen ist dann schnell weg, das Bett wird wieder gebraucht. *Ironie aus.

Den noch lebenden das regelmässig zu zeigen hat schon einen gewissen makabere touch.
.--- Das der Tod zum Leben gehört und eine anständige Sterbe- und Todeskultur dazugehört stimmt, aber man muß Menschen nicht gegen ihren Willen zur Teilnahme an einem solchen zwingen
Ist es nicht so daß "der Tod die Tür zum ewigen Leben ist" ?
Wird hier nicht sonst und ständig diese Linie gefahren ?
Wird hier nicht sonst jeder kritisiert, der daran Zweifel hegt ?
Und wenn das so ist, was gibt es da zu verdrängen ?
Der Tod ist die Tür zum ewigen Leben - aber was hat das damit zu tun, daß Alte und Kranke regelmässig einen Leichenwagen sehen müssen.
Seinen Frieden mit der Welt und Gott in der letzten Zeit des irdischen Lebens zu machen ist eine andere Ebene, als unsensibelst am Kaffeetisch einen Sarg vorbeizutragen
et is wie et is et kütt wie et kütt un et hätt noch ever jot jejange

Gesperrt Vorheriges ThemaNächstes Thema