Rainer (‹ Ragin-hari [„Rat“ und „Heer“]). Ragni ist eine Kurzform von mit Ragn- gebildeten weiblichen Vornamen
Ja, dann passt auch
Ragni ="Hexe, Schamanin", denn man sagt im Volksmund hier auch, wenn jemand sich "besprechen lassen" will: ich geh uebers Feld und hol mir nen Rat.
In Italienisch heisst ragno = Spinne
- *g* frag ihn besser nicht, was Ragni dann heisst ("Spinner"?)
zu
Paulus: in Orten wie Lourdes faellt es auf, dassam ehesten skeptiker geheilt werden, die eigentlich nur unter Protest sich dahinschleppen liessen.
Bei St.Paulus seh ich das anders, er war ein eifriger Aufpasser im Dienst des Waechteramts, was durchaus ein Motiv im Mitleid mit dem Volk haben kann, seit der Besatzung war durch eifrigen ausbeuterischen Zuzug die Bevoelkerung auf 5 Millionen etwa angeschwollen, man war selbst dort schon eine Minderheit im eigenen Land und die oberen 10.000 der Mischung sehr hellenisiert oder sagen wir moderner, saekularisiert, wenn auch nicht formal.
Wenn man Lukas liest, der in Syrien als hellenisch gebildeter Heide und Grosstaedter recherchierte, kommt nicht derselbe Paulus heraus wie da, wenn man die Briefe des Paulus selber liest, der herzlich und warmherzig, wenn auch fuer heutige Ohren mitunter etwas "altfraenkisch" schreibt. Aber so ein flottes Griechisch wie Lukas beherrschen weder er noch seine Schreiber.
Wo von der Vision die Rede ist, auf dem Weg nach Damaskus, da wird wohl der Wortlaut exakt wiedergegeben worden sein, denn das praegt sich ein. Da ist formuliert "Was leckst du wider den stachel?" - so ein Bild denkt sich keiner aus, es ist zu niedlich und lehrreich: wer denn hat Stacheln? Der Igel. Wann leckt er sie ab? Wenn er sie putzt, und jene damals kannten die Natur noch vom Wandern ganz gut: wenn er dann aber nicht in Richtung der Lage seines Stachelfells putzt, zerreisst er sich nur selbst die Zunge an dem und blutet, der Schaden wird schlimmer, was das saubere Pelzchen betrifft.
Also soll das Bild sagen: "ich - der Jesus - tu doch etwas, was Du - der Saulus - erreichen willst. Denk doch mal anders herum drueber nach." - Nehmen wir mal Jesus mit dessen Aussage, die "Suender Israels"-Frage zu heilen sei er gekommen.
Das juedische Konzept ist so, dass wir G"TTES Gaeste in Seinem Land sind und ER uns mit Geboten einueben laesst, die allen guttaeten. Der Gedanke, ob ein Jude dafuer privat nachher in den Himmel kommt, ist uns gar nicht so gelaeufig, es ist sozialer gestrickt, was wir uns dabei denken, ER - G"TT - um IHN geht es, ER ist super - aber die Voelker lassen es nicht einmal uns in Ruhe praktizieren, weshalb es auch immer wieder Anlaesse gibt, sich nicht an alles zu halten, aber wir sehn uns am Ueben mit IHM dabei, nicht verlassen.
Das Konzept ist weiterhin, dass es allen Menschen gut tut, wenn es Volk Israel schafft. G"TT sorgt schon direkt fuer die Einzel-Personen, das sorgt uns so gar nicht, wir unterscheiden fromm von religioes, letzteres ist mehr das Formale, von aussen Bezeugbare - fromm, das war Abraham als noch-nicht unter dem Gebot, und Koenig Hiskija, dessen Vater und Grossvater schon freiwillig heidnisch geworden waren und auch dessen Sohn es schon wieder vorzog - zum Unheil ganz Israels.
Der "Vertrag vom Sinai" band ja jeden daran, der eine juedische Mutter hatte, von Geburt an, also je mehr davon gar keine Chance hatten, die Thorah zu lernen, desto schwerer wog das in der Bilanz, ob denn das, was ganz Israel zu hueten schafft, diesem Volk Glueck oder Trauer verschaffte, und unter Herodes und einigen anderen vorher waren wirklich es keine gluecklichen Jahre, und auch nicht fuer Juden, in der Diaspora untergebracht, das ganze Reich Rom blutete, kaempfte, unterjochte und litt. Zugleich sprossen Heils-Ideen und Aufstands-Sekten auch all-ueberall hervor und zogen auch Juden in ihren Sog. Selbst gesitteten Roemern fiel es unangenehm auf, wie allmaehlich alles verwahrloste, nachdem nun ein Augustus erreicht war.
Wie sollte man das Problem aller beheben, wenn man auch nur ein bisschen Mitleid hatte? Juden war nur das eine Mittel bekannt: alle G"TTES Gebote besser beachten, hueten, lehren. Saulus und seinTrupp war ja nicht nur wegen der Ur-Christen unterwegs, sondern auch wegen Mithras-Kulten und Dionysien und sonstwas, es war das reinste Floehehueten, und auch in der Diaspora: was schon Lukas von Gemeinden schildert, die sie antrafen, da waren doch manche ganz hilflos, paar Frauen noch und fertig. Es hatte ja eine nennenswerte Missionierung fuer die juedische Weisheit unter Obhut Aegyptens gegeben, 100 Jahre zuvor, Septuaginta las man in fast jeder Stadt des Rom-Reichs, irgendwer. Aber es war nicht zu machen, dass diese in ihren Heimaten auch nationsmaessige Juden wurden. Man hatte sich also eine Menge Mitglieder unter das Gebot Israels holen lassen, die man nicht imstande war, auch einzugemeinden. Rechnerisch besehn, war es nun kein Wunder, wenn - laut der Abmachung - nun ueberall Unglueck des Volkes eintreten muesste - und Unbeteiligte mit affizierte.
Indem der auferstandene Jesus kein Jude mehr ist - denn das ist man nur bis zum Tod - und eine Schule G"TTES auf sich zog, vorwiegend aus den Heidenvoelkern und Halb-Konvertiten bezogen - dann war doch das, was Saulus und seine Leute wuenschten laengerfristig auch erreichbar. Von Volk Israel bliebe der Kern, der sich wirklich im Hl.Lande zuhause weiss und als Volk empfindet und kann wieder die Gebote halten, die andern so albern und unnoetig trennend vorkommen - und denen geht es dann besser und somit der andern Menschheit auch. Das ist unser Glaube und muss nicht bewiesen werden, warum wir das glauben.
Als Saulus nun also sein Aha-Erlebnis kriegt und nun von der andern Seite her mitmacht, Volk Israel so herum von (technischen) "Suendern" zu entlasten - wonach diese trotzdem G"TT nicht zu kuendigen brauchen - ist das nur ok fuer ihn und wirklich gar nicht irgendwie opportunistisch, bedenkt man allein, was er sich damit "eingefangen hatte": Armut, Steinigungen, Geisselstrafen, Mordanschlaege, Gefangenen-Misshandlungen und am Ende noch, gekoepft zu werden.
Schalom - Pax
mfG WiT :.)