Liebe kalinka,kalinka hat geschrieben:servus sylvia, hi all,
das sind die gründe, die mir einen austritt aus der röm.kath. kirche als notwendige gewissenentscheidung erscheinen lassen.
man könnte zunächst ganz allgemein sagen, wenn man aus einer Organisation austritt kann man in der Organisation nichts mehr verändern. Deswegen ist ein Austritt auf seine Art auch eine Gewissensentscheidung: Will ich das meinem Gewissen antun nichts mehr verändern zu können?
Zum anderen würde ich sagen, dass im Zentrum einer Glaubensgemeinschaft - wie der Name schon sagt - der Glaube steht. Die Ethik folgt danach. Insofern würde ich mich fragen: "Sprudeln" in dieser Kirche noch die Quellen "meines" Glaubens, fühle ich mich als Glaubender hier noch zu Hause? Wenn man die Frage mit "Ja" beantwortet, dann würde ein Austritt bedeuten, sich von dieser Quelle zu trennen, die auch Dein Gewissen "nährt".
Und zum dritten: Ich bin Protestant und die Zahl der Punkte an denen ich mich über meine Kirche aufrege ist Legion!
Ich würde auch gerne in eine - nach meiner Ansicht - "perfekte", fehler- und makellose Kirche eintreten. Nur: wenn ich in eine solche Kirche eintreten würde wäre sie nicht mehr "perfekt", weil ich nicht perfekt bin.
Und ein letztes fällt mir noch ein: Du bist auch "katholische Kirche". Die Kirche sind ja nicht nur die anderen.
Ich hoffe, liebe kalinka, ich konnte Dir einige Anregungen zum Nachdenken geben,
Grüße
Tacitus