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Die Manhattan-Erklärung

Verfasst: Samstag 21. November 2009, 08:05
von songul
Gleich in der Früh zum Wochenende das:

http://www.firstthings.com/onthesquare/ ... conscience

Es scheint ja noch Leute zu geben, die über alle Konfessionsgrenzen hinweg die Gefahr, in der der christliche Glaube schwebt, zu erkennen vermögen und sich gemeinsam erheben.
Selbst wenn es "nur" mittels eines solchen Manifests ist.

Hemmungsloses Gestreite spaltet nur noch mehr und lässt unsere Gegenspieler (der Widersacher?) triumphieren.

LG Songul

NB - Wer sich vor langen englischen Texte scheut, kann das ja übersetzen lassen; die Grammatik ist nicht perfekt aber die Botschaft kommt rüber.

Re: Die Manhattan Erklärung

Verfasst: Samstag 21. November 2009, 08:21
von Miserere Nobis Domine
Entschuldigung, aber die verschiedenen Konfessionen sind Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Auch eine "konservative Ökumene" wird sich wieder auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen müssen, also die Schrift - sola scriptura.

Nur in streng begrenzten, praktischen Projekten sollte zuammengearbeitet werden, z.B. in Aktionen gegen die Abtreibung. So ein Gesamtprogramm "across historic lines of ecclesial differences"wie in dieser Erklärung finde ich schon problematisch.

Der Unterschied ist eben keine historische Linie, sondern die Grenze zwischen der sichtbaren Kirche und dem, was ausserhalb von ihr steht. Das ist kein hemmungsloses Gespalte, sondern ein Beharren auf der Wahrheit.

Man schaue sich die Liste der Unterzeichner dieser Erklärung an, da finden sich Calvinisten und Baptisten. Gibt es da echt nur eine historische Grenze? Was ist z.B. mit Johannes 6,53? "Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch."

Re: Die Manhattan Erklärung

Verfasst: Samstag 21. November 2009, 09:14
von cantus planus
(Jetzt ist auch noch das Kompositum Opfer des Ökumensismus geworden.)

Re: Die Manhattan Erklärung

Verfasst: Samstag 21. November 2009, 09:42
von songul
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Entschuldigung, aber die verschiedenen Konfessionen sind Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Auch eine "konservative Ökumene" wird sich wieder auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen müssen, also die Schrift - sola scriptura.

Nur in streng begrenzten, praktischen Projekten sollte zuammengearbeitet werden, z.B. in Aktionen gegen die Abtreibung. So ein Gesamtprogramm "across historic lines of ecclesial differences"wie in dieser Erklärung finde ich schon problematisch.

Der Unterschied ist eben keine historische Linie, sondern die Grenze zwischen der sichtbaren Kirche und dem, was ausserhalb von ihr steht. Das ist kein hemmungsloses Gespalte, sondern ein Beharren auf der Wahrheit.

Man schaue sich die Liste der Unterzeichner dieser Erklärung an, da finden sich Calvinisten und Baptisten. Gibt es da echt nur eine historische Grenze? Was ist z.B. mit Johannes 6,53? "Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch."
Ich gebe dir da recht; natürlich.
Nur es ist gut zu sehen das es Ansätze gibt, sich gegen den immer stärker werdenden Säkularismus zu wehren.

Ich bin mir absolut bewusst, dass die Zusammearbeit mit, vor allem den prot. Gruppen die sich am meisten von der ursprünglichen christlichen Lehre entfernt haben (und ich denke, dass sehen die meisten röm. Katholiken auch so) fast unmöglich ist, denn wer Geschichte, Tradition und ursprüngliche Lehre meist vollkommen ablehnt, mit dem ist eine Zusammenarbeit kaum möglich.

Ich wollte einfach nur zeigen, dass es ein Aufgebehren gegen den Säkularismus in allen Konfessionen gibt und dass das gerade in Deutschland noch überhaupt nicht der Fall ist. (oder nur ganz vereinzelt)

Aber am meisten wohl habe ich das Thema eröffnet unter dem Eindruck der letzten Tage, wo hier im Forum durch die Bank ein Streit im Gange war, den ich persönlich als sehr deprimierend empfunden habe. :traurigtaps:

LG Songul

Re: Die Manhattan Erklärung

Verfasst: Samstag 21. November 2009, 09:49
von cantus planus
Aber Songul! Aus römischer Sicht sind Orthodoxe auch Menschen. :streichel:

Re: Die Manhattan Erklärung

Verfasst: Samstag 21. November 2009, 10:06
von songul
cantus planus hat geschrieben:Aber Songul! Aus römischer Sicht sind Orthodoxe auch Menschen. :streichel:
Ist mir, Gott sei Dank, noch nicht entgangen.
Ich meinte das auch eher im konfessionellen Sinne.

Re: Die Manhattan-Erklärung

Verfasst: Samstag 21. November 2009, 10:13
von cantus planus
Im konfessionellen Sinne gilt das natürlich auch. Alle christlichen Gemeinschaften sollten gemeinsam gegen den Sustanzverlust ankämpfen, wenn z. B. Weihnachten arbeitsfrei ist, aber allgemein nur von "Ferien", "Feiertagen" etc. gesprochen und von der Werbeindustrie und den Medien sogar ein neuer Kult kreiert wird, der mit dem Weihnachtsfest nichts mehr zu tun hat. In puncto Weihnachtsmann, Sonntagsheiligung etc. ist uns übrigens die EKD weit voraus. Bis in der katholischen Kirche dazu mal ein bescheidenes Aktiönchen anläuft, ist das Thema längst durch. Außerdem sind es grundsätzlich die Laien, die solche Themen in Schwung bringen. Die Bischöfe schlafen seelenruhig weiter.

Re: Die Manhattan-Erklärung

Verfasst: Samstag 21. November 2009, 17:19
von Nassos
ανάξιος δε πάλι ον εβρήσει ραθυμούντα...
Unwürdig wiederum der, den Er schlafend vorfindet...