Geboren bin ich in einer Katholischen Familie. War immer sehr aktiv in der Kirche wie Jungschar, Kolping,usw.
Aber ich vermisste auch etwas. Will mal Obsorge dazu sagen, ob man zur Kirche ging oder nicht, es interessierte keinen. Fehlte man, so fehlte man keinem.
Bis ich, war Beruflich unterwegs, Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (kurz Mormonen) kennen lernte.
Ich war sehr skeptisch, las und hörte man ja soviel über diverse "Sekten". Es war in einem kleinen Dorf, weit und breit keine Ablenkung, also sah ich mir einen unverfänglichen Diavortrag an bei dem es "nur" um die USA ging,...zu Anfangs.
Doch mitten drinnen, fingen die Jungen Männer (20-21jährige Missionare) anhand einer Klopapierrolle die Spielregeln von Baseball zu erklären, es war zu komisch. Dann wieder einige Bilder auch von Ihren Tempeln, die mich beeindruckt haben.
Ich wurde neugierig. Wir machten einen Termin. Hatte sehr viele Fragen, die ich alle zu meiner Zufriedenheit beantwortet bekam. Für mich neu war das in deren Gemeinden weit und breit kein Kreuz zu finden war, sie meinten daraufhin:"Wozu? Der Herr lebt doch!" Vieles war ganz anders als ich es von klein auf gelernt hatte. Keine Figuren.
Der Besuch einer Ihrer Gottesdienste war auch sehr beeindruckend. Dauerte das ganze doch 3,5 Stunden. In Klassen aufgegliedert (Sonntagsschule) Eine Gruppe für die Männer (Priestertumsklasse) eines für die Damen (FHV=Frauen Hilfs Vereinigung) für die Kinder Altersgemäß Kinderklassen wie PV(Primarvereinigung) oder Junge Damen Klassen
Also im Großen und Ganzen,nichts erschreckendes, keine "Sektengurus"
Sie behandelten mich wie etwas ganz besonderes, man sah nur nette lächelnde Gesichter. Sie Umarmten mich. drei Tage später ein Anruf ob Sie mich Abholen dürfen da ja am Mittwoch ein Aktivitätsabend war , wie jeden Mittwoch. Es wurde gebastelt,gestrickt,geplaudert,gekocht,gegessen....echt nett! Am Sonntag versprach man mir mich abzuholen für den "Godi" Immer mehr fühlte ich mich wohl, so stellte ich mir das "Gemeinschaftsleben" vor.
Nach knapp 3 Wochen,war dann meine Taufe. Da ging so viel schief wie nur schief gehen kann, sofort war schlechtes Gewissen da, tat ich etwa etwas falsches? Schnell überging ich diese Zweifel, da man mir glaubhaft Vergewissert das dieses "Gefühl" doch von Satan käme, dem das nicht passt das ich nun in die "Wahrheit" komme und endlich den richtigen Weg einschlug.
Da ich aber Alleinstehend war, viel mir auf das viele untereinander verschwippt und Verschwägert sind, Gemeindeübergreifend. So vergingen 20 Jahre in dieser Gemeinschaft. Es war nur ein halbes Jahr wirklich schön. Ich kam sehr schnell dahinter das die "Liebe" auch nur ein Teil eines ausgeklügelten "Sektenmerchandising" war so sagte ich dazu, das intensivere Nachforschungen unerwünscht waren. Fragen hatte ich sehr viele, aber leider blieben diese meist unbeantwortet, sondern man bedrängte mich doch mehr zu beten und im BM (Buch Mormon) zu lesen, die Bibel wurde mehr oder weniger nur dann verwendet wenn ein Vers auf das BM passt dieses unterstützt oder untermauert.
Durch das Internet habe ich mich dann tiefer in die Materie begeben und so viele Ungereimtheiten entdeckt,die man als einfaches Mitglied so niemals mitbekommt. Und erst da begann ich zu zweifeln. Der Ausstieg ist schwer,wenn man keinen Taufschein mehr hat,so wie in meinem Fall. Das heisst ich bin schon 3 Jahre nicht mehr dort aber immer noch Mitgleid. Krass ist ja selbst wenn man "ordentlich" Aussteigt, sprich zum Amt geht und Aussteigt, zählen einem die Mormonen einem immer noch als Mitgleid bis 130 Jahre vergangen sind.
Hoffe das bis jetzt noch keiner im Tiefschlaf ob meines langen Textes ist
Es würde mir sehr viel bedeuten zu Erfahren was ich nun tun kann um endlich endgültig Auszutreten.
Lg. magdalena
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