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Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2011, 08:33
von lutherbeck
Liebe Mitschreiber;
ich selbst stehe ja im 49. Jahr; ein enger Freund (Theologe) hat dies in einem guten Gespräch anlehnend an 3. Mose 25,8 ff. kürzlich als "persönliches Jubeljahr" bezeichnet, in dem man das bisherige Leben neu bewerten und evtl. nochmals eine neue Richtung einschlagen kann - das gefällt mir wohl!

Haltet ihr eine solch persönliches Jubeljahr für sinnvoll und was habt ihr selbst damit für Erfahrungen?

Lutherbeck :)

http://www.google.de/url?sa=t&source=we ... t1NtQJ9LNQ
http://www.google.de/url?sa=t&source=we ... 7mDRL1ztfA

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2011, 09:55
von ChrisCross
lutherbeck hat geschrieben:Das "Jubeljahr" ist eine gute Gelegenheit in der Mitte des Lebens innezuhalten.
Wer sagt denn, dass du 98 Jahre alt wirst?

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2011, 10:10
von HeGe
Ich gebe zu, dass ich da vorher noch nie etwas von gehört habe. Schlecht finde ich es aber nicht, obgleich man natürlich eigentlich an jedem Tag und in jedem Jahr an Umkehr und Buße denken sollte.

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2011, 10:14
von taddeo
lutherbeck hat geschrieben:... in dem man das bisherige Leben neu bewerten und evtl. nochmals eine neue Richtung einschlagen kann ...
Das klingt aber doch sehr nach der üblichen Midlifecrisis bei den Männern - bevor es einen "in die Windeln brackt", sucht man nochmal neue Herausforderungen, ne neue Frau, macht den Motorradführerschein, ... :achselzuck:

Vielleicht bin ich mit meinen 44 auch nur noch nicht alt genug, um das nachfühlen zu können.

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2011, 10:19
von Gamaliel
taddeo hat geschrieben:...sucht man nochmal neue Herausforderungen, ne neue Frau, macht den Motorradführerschein, ... :achselzuck:
Es ist vielleicht für manche auch die letzte Gelegenheit, um seinen Irrtümern zu entsagen und in die heilige Kirche einzutreten. Die Nachlassung der Sünden in der hl. Beichte macht dann wirklich das Lebensjahr zum Jubeljahr. :)

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2011, 10:27
von taddeo
Gamaliel hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:...sucht man nochmal neue Herausforderungen, ne neue Frau, macht den Motorradführerschein, ... :achselzuck:
Es ist vielleicht für manche auch die letzte Gelegenheit, um seinen Irrtümern zu entsagen und in die heilige Kirche einzutreten. Die Nachlassung der Sünden in der hl. Beichte macht dann wirklich das Lebensjahr zum Jubeljahr. :)
So krass werden es die wenigsten Mannsbilder anpacken wollen, fürchte ich. Ne neue Lebensabschnittsgefährtin ist da im allgemeinen doch viel sozialverträglicher. :D

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2011, 19:42
von martin v. tours
Mensch taddeo, mit 44 kannst Du das noch nicht nachvollziehen, was einem Mann mit 49 durch den Kopf geht ;D
Ich konnte/kann mit dem Begriff Jubeljahre auch nichts anfangen, da sich mein 49er auch bedenklich schnell nähert, kann ich lutherbecks Gedanken nachvollziehen.
taddeo, Motorradführerschein -nix für mich
neue Frau - wozu? meine ist so gut wie neu ;D und eine bessere die mich auch noch aushält,find ich sowieso nicht mehr.
Da hat der Vorschlag von gamaliel schon etwas. Wenn ich so an mein früheres Leben denk,bin ich schon froh das sich der Herrgott meiner erbarmt hat.
martin v. tours

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2011, 19:54
von Pit
HeGe hat geschrieben: ...
obgleich man natürlich eigentlich an jedem Tag und in jedem Jahr an Umkehr und Buße denken sollte.
Klar,denoch (!) ist es sinnvoll, sich bestimmte Zeiten zu nehmen, um bewusst und intensiv das bisherige und zukünftige Leben zu überdenken.

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2011, 20:12
von taddeo
martin v. tours hat geschrieben:Mensch taddeo, mit 44 kannst Du das noch nicht nachvollziehen, was einem Mann mit 49 durch den Kopf geht ;D
Ich konnte/kann mit dem Begriff Jubeljahre auch nichts anfangen, da sich mein 49er auch bedenklich schnell nähert, kann ich lutherbecks Gedanken nachvollziehen.
taddeo, Motorradführerschein -nix für mich
neue Frau - wozu? meine ist so gut wie neu ;D und eine bessere die mich auch noch aushält,find ich sowieso nicht mehr.
Da hat der Vorschlag von gamaliel schon etwas. Wenn ich so an mein früheres Leben denk,bin ich schon froh das sich der Herrgott meiner erbarmt hat.
martin v. tours
Das kann ich fast alles unterschreiben. Bis auf das eine, daß ich mir für den Rest meines Lebens nur wünsche, mich weiterhin so in der katholischen Kirche daheim zu fühlen wie bisher - sie hat mein ganzes Leben getragen: fast alles, was ich bisher gemacht und sola gratia erreicht habe, hat irgendwie mit ihr zu tun und wäre ohne sie nicht vorstellbar gewesen. Mehr möcht ich gar nicht mehr, als daß das so bleibt.

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Sonntag 10. Juli 2011, 21:44
von lutherbeck
Gut verständlich - aber dennoch ist eine weitere persönliche Weiterentwicklung möglich und gewollt - oder?

:)

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Sonntag 10. Juli 2011, 21:44
von lutherbeck
Gamaliel hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:...sucht man nochmal neue Herausforderungen, ne neue Frau, macht den Motorradführerschein, ... :achselzuck:
Es ist vielleicht für manche auch die letzte Gelegenheit, um seinen Irrtümern zu entsagen und in die heilige Kirche einzutreten. Die Nachlassung der Sünden in der hl. Beichte macht dann wirklich das Lebensjahr zum Jubeljahr. :)
:)

Re: Persönliches "Jubeljahr"?

Verfasst: Sonntag 10. Juli 2011, 21:52
von phylax
Das Leben neu zu bewerten und dabei einen bestimmten Geburtstag als Anregung dafür zu nehmen, liegt sicher nahe. Meine Erfahrung ist eher, daß der Zwang zur Neubewertung, meinetwegen auch die Anregung dazu, eher
durch Lebensereignisse entsteht, die sich leider nicht an irgendwelche Geburtstage halten