Kurze Fragen - kurze Antworten V

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Juergen
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Juergen »

taddeo hat geschrieben:Das kommt drauf an, was gemacht werden muß. Beim Beichten ist meine Erfahrung: Wenn's schnell geht, dauerts vielleicht 5 Minuten; normal sind eher 10. Beichtgespräche können auch ne Stunde dauern, aber sowas macht man normalerweise nicht im normalen Beichtstuhl, sondern mit separater Terminvereinbarung.
Tja, das ist die Deutsche Gründlichkeit.
Bei uns muß ja aus jeder Beichte ein Buhei gemacht werden. Der Priester muß ewig auf den Pönitenten einquasseln etc. etc. Das dauert es natürlich lange.

Schaut man sich in südlichen Ländern die Beichtpraxis an, so ist es teilweise so, daß der Pönitent gar nicht hinkniet, sondern sich vor den Priester stellt (die Beichtstühle gleichen dort nicht dunklen Kleiderschränken wie bei uns, sondern sind offen), ganz kurz mit ihm spricht und nach 2 Minuten ist die Sache erledigt. – OK, da wird ja oft auch noch während der Messe beichte gehört und die Leute sammeln nicht ewig ihre Sünden, sondern gehen in kurzen Abständen.

Das sieht dann z.B so aus:
http://www.catholicregister.org/compone ... -pope-says
Bild
A priest hears the confession of a teenage boy in St. Publius Church in Floriana, Malta.
Gruß Jürgen

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taddeo
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von taddeo »

Juergen hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Das kommt drauf an, was gemacht werden muß. Beim Beichten ist meine Erfahrung: Wenn's schnell geht, dauerts vielleicht 5 Minuten; normal sind eher 10. Beichtgespräche können auch ne Stunde dauern, aber sowas macht man normalerweise nicht im normalen Beichtstuhl, sondern mit separater Terminvereinbarung.
Tja, das ist die Deutsche Gründlichkeit.
Bei uns muß ja aus jeder Beichte ein Buhei gemacht werden. Der Priester muß ewig auf den Pönitenten einquasseln etc. etc. Das dauert es natürlich lange.
Schau Dir doch die deutschen Katholiken an - wir werden's halt nötig haben. :pfeif: ;D
Außerdem - wer sagt denn, daß es der Priester ist, der stundenlang "quasselt"? Beichtgespräche von eineinhalb Stunden kenn ich aus eigener Erfahrung. Und keine Minute davon war Zeitverschwendung.

Pilgerer
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Pilgerer »

Wie stark sind katholische Priester und Bischöfe in ihren Worten und Predigten vom Heiligen Geist durchtränkt? Manchmal erscheint es mir subjektiv, dass ihre Rede einen anderen Klang hat als bei evangelischen Geistlichen.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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taddeo
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von taddeo »

Pilgerer hat geschrieben:Manchmal erscheint es mir subjektiv, dass ihre Rede einen anderen Klang hat als bei evangelischen Geistlichen.
Ja, hat sie - Gott sei Dank! Dieses gutmenschelnd betroffenheitsheischende Protestantengesülze, das ich ab und zu mitkriege, ist schauderhaft.

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holzi
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von holzi »

taddeo hat geschrieben:
Pilgerer hat geschrieben:Manchmal erscheint es mir subjektiv, dass ihre Rede einen anderen Klang hat als bei evangelischen Geistlichen.
Ja, hat sie - Gott sei Dank! Dieses gutmenschelnd betroffenheitsheischende Protestantengesülze, das ich ab und zu mitkriege, ist schauderhaft.
Da möchte ich aber mal eine Lanze für die Freikirchler brechen. Dort habe ich dieses Gutmenschengesülze bis jetzt noch nicht gehört.
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Linus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Linus »

Juergen hat geschrieben:ganz kurz mit ihm spricht und nach 2 Minuten ist die Sache erledigt. – OK, da wird ja oft auch noch während der Messe beichte gehört und die Leute sammeln nicht ewig ihre Sünden, sondern gehen in kurzen Abständen.
Für sowas ist bisweilen das Opus Dei in unseren breiten spezialisiert: meine kürzeste Beichte dort hat die Gabenbereitung lang gedauert, beim Sanctus war ich schon weieder in der Bank, die längste dauerte etwa 10 Minuten.


meine allerlängste beichte - nicht beim Opus dei - dauerte 2,5 Stunden.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Pilgerer
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Pilgerer »

holzi hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Pilgerer hat geschrieben:Manchmal erscheint es mir subjektiv, dass ihre Rede einen anderen Klang hat als bei evangelischen Geistlichen.
Ja, hat sie - Gott sei Dank! Dieses gutmenschelnd betroffenheitsheischende Protestantengesülze, das ich ab und zu mitkriege, ist schauderhaft.
Da möchte ich aber mal eine Lanze für die Freikirchler brechen. Dort habe ich dieses Gutmenschengesülze bis jetzt noch nicht gehört.
Bei den (deutschen) Freikirchen erinnert die Predigt oft an Theologie-Vorlesungen. Sie sind im Verhältnis zu katholischen Predigten verkopfter, rationaler.
Ihnen fehlt jedoch etwas von dem ruhigen, besinnlichen und zugleich kräftigen Klang katholischer Geistlicher. Vielleicht hat die Einbindung in die patriarchalische kirchlichen Strukturen einen Einfluss auf die Persönlichkeitsbildung, die in dieser Form in den protestantischen und evangelikalen Gemeinden fehlt.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Niels
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Niels »

Wer? Was? Wann? Wo? :detektiv:
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Glücksbärchi
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Glücksbärchi »

Jetzt hätte ich auch einmal eine Frage:

Wenn man für einen Klostereintritt das Empfehlungsschreiben eines Priesters einreichen soll, der einen gut kennt, muss das der leitende Pfarrer der Gemeinde sein (oder auch einer der Priester unter ihm), in der man selbst ansässig ist, obwohl die Priester dort einen privat nicht gut genug kennen würden um eine Eignung zu bestätigen? Oder kann das Schreiben auch der geistliche Begleiter (Priester) aufsetzen, der zwar nicht aus dieser Gemeinde kommt, einen dafür aber besser kennt? Gibt es da rechtliche Vorschriften zu?

Danke schon jetzt :)

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Juergen
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Juergen »

Glücksbärchi hat geschrieben:Jetzt hätte ich auch einmal eine Frage:

Wenn man für einen Klostereintritt das Empfehlungsschreiben eines Priesters einreichen soll, der einen gut kennt, muss das der leitende Pfarrer der Gemeinde sein (oder auch einer der Priester unter ihm), in der man selbst ansässig ist, obwohl die Priester dort einen privat nicht gut genug kennen würden um eine Eignung zu bestätigen? Oder kann das Schreiben auch der geistliche Begleiter (Priester) aufsetzen, der zwar nicht aus dieser Gemeinde kommt, einen dafür aber besser kennt? Gibt es da rechtliche Vorschriften zu?

Danke schon jetzt :)
Es kommt darauf an, was gefordert ist:
Wird ein Empfehlungsschreiben eines Priesters gefordert, dann kann das jeder Priester ausstellen;
wird ein Empfehlungsschreiben des Heimatpfarrers gefordert, dann kann das nur der Pfarrer ausstellen (möglicherweise auch in Vertretung der Kaplan).
Gruß Jürgen

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Glücksbärchi
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Glücksbärchi »

Juergen hat geschrieben: Es kommt darauf an, was gefordert ist:
Wird ein Empfehlungsschreiben eines Priesters gefordert, dann kann das jeder Priester ausstellen;
wird ein Empfehlungsschreiben des Heimatpfarrers gefordert, dann kann das nur der Pfarrer ausstellen (möglicherweise auch in Vertretung der Kaplan).
Also sie fragen nach einem Schreiben eines Priesters, der mich gut kennt. Speziell von Heimatpfarrer war nicht die Rede. Liegt das also im Ermessen des jeweiligen Klosters, was man gerne hätte? Gut, dann darf ich da wohl wirklich nach dem Wortlaut gehen. Herzlichen Dank! :)

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ad-fontes
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von ad-fontes »

Warum war der Jerusalemer Tempel gewestet?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Protasius
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Protasius »

ad-fontes hat geschrieben:Warum war der Jerusalemer Tempel gewestet?
Aus welcher Quelle hast du diese Information? Wenn es eine Bibelstelle ist, wird dort wahrscheinlich eine Offenbarung Gottes stehen, die das befiehlt.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

civilisation
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von civilisation »

Protasius hat geschrieben: Aus welcher Quelle hast du diese Information?
Wikipedia schreibt das (auch?):

http://de.wikipedia.org/wiki/Ostung

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Maurus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Maurus »

Protasius hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Warum war der Jerusalemer Tempel gewestet?
Aus welcher Quelle hast du diese Information? Wenn es eine Bibelstelle ist, wird dort wahrscheinlich eine Offenbarung Gottes stehen, die das befiehlt.
Vermutlich Ex 25,22. Die Frage ist aber eher, ob die konkrete Richtung überhaupt eine Rolle spielt. Die Ostung im Christentum hat etwas mit dem wiederkehrenden Christus zu tun. Das Tempelheiligtum dagegen war das Symbol der totalen Repräsentanz Gottes unter den Menschen. Welche Rolle kann da eine Ausrichtung spielen?

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Athanasius0570
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Athanasius0570 »

Es heißt z. Bsp. in Ex 26,22 (weitere Belege hab ich nicht gesucht): "Für die Rückseite der Wohnstätte, die Westseite, verfertige sechs Bretter" - Der Eingang ins Zeltheiligtum sollte also an der Ostseite liegen, das hat man wohl für den Tempel übernommen.
Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus. (1 Thess 5, 16-18)

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incarnata
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von incarnata »

Dschungelboy hat geschrieben:
Athanasius0570 hat geschrieben:Bei uns wird das von bösen Religionslehrern immer noch den Erstkommunionkindern beigebracht. Wie lange sie es sich merken hängt oft von der Häufigkeit des Messbesuchs ab.
Vielleicht hab ich gerade die Sarkasmus-Schutzbrille auf, aber wie meinst du das jetzt? :achselzuck: Findest du das bekreuzigen nach dem Kommunionempfang gut oder schlecht? Ich finde das eigentlich eher positiv.
Ich auch,habe das wohl auch mal als Kommunionkind so gelernt und bewusst nie abgelegt;in dem Kreuzzeichen
steckt so viel drin:der Gedanke an das Kreuzesopfer das für mich persönlich vollzogen wird,die Vereinigung mit Gott,dem Dreifaltigen,das Erschrecken vor der Grösse des Augenblicks etc etc.Beim Beobachten von Kommunizierenden fällt auf dass dies je nach Gemeinde und Altersgruppe praktiziert wird oder nicht-scheint wahrhaftig am Kommunionunterricht zu liegen.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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Athanasius0570
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Athanasius0570 »

Athanasius0570 hat geschrieben:
Dschungelboy hat geschrieben:
Athanasius0570 hat geschrieben:Bei uns wird das von bösen Religionslehrern immer noch den Erstkommunionkindern beigebracht. Wie lange sie es sich merken hängt oft von der Häufigkeit des Messbesuchs ab.
Vielleicht hab ich gerade die Sarkasmus-Schutzbrille auf, aber wie meinst du das jetzt? :achselzuck: Findest du das bekreuzigen nach dem Kommunionempfang gut oder schlecht? Ich finde das eigentlich eher positiv.
Ja, das liegt an der Brille 8) , das war selbstsarkastisch, weil die Vermittlung solcher Dinge beim breiten Publikum nicht immer positiv aufgenommen werden.
Ich muss mich zur Klarstellung meiner Bemerkung zitieren ... :regel:
Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus. (1 Thess 5, 16-18)

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ad-fontes
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von ad-fontes »

Maurus hat geschrieben:
Protasius hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Warum war der Jerusalemer Tempel gewestet?
Aus welcher Quelle hast du diese Information? Wenn es eine Bibelstelle ist, wird dort wahrscheinlich eine Offenbarung Gottes stehen, die das befiehlt.
Vermutlich Ex 25,22. Die Frage ist aber eher, ob die konkrete Richtung überhaupt eine Rolle spielt. Die Ostung im Christentum hat etwas mit dem wiederkehrenden Christus zu tun. Das Tempelheiligtum dagegen war das Symbol der totalen Repräsentanz Gottes unter den Menschen. Welche Rolle kann da eine Ausrichtung spielen?
Die der aufgehenden Sonne (die türseitig einfällt)?

Das Merkmal der christlichen Tempel (=Kirchenbauten) ist ja, daß das Licht in das Allerheiligste einfällt (und dort auch der Altar steht), während es im alten Tempel dort wohl dunkel (und seit dem Exil leer) war - wie in heidnischen Heiligtümern auch - (und die Opferstätte sich davor befand).
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von ad-fontes »

Athanasius0570 hat geschrieben:Es heißt z. Bsp. in Ex 26,22 (weitere Belege hab ich nicht gesucht): "Für die Rückseite der Wohnstätte, die Westseite, verfertige sechs Bretter" - Der Eingang ins Zeltheiligtum sollte also an der Ostseite liegen, das hat man wohl für den Tempel übernommen.
Heißt das in der Konsequenz, daß der Hohepriester (und andere) nach Westen hin gebetet hat/haben, wenn sie im Tempelbezirk waren?
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Maurus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Maurus »

ad-fontes hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Protasius hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Warum war der Jerusalemer Tempel gewestet?
Aus welcher Quelle hast du diese Information? Wenn es eine Bibelstelle ist, wird dort wahrscheinlich eine Offenbarung Gottes stehen, die das befiehlt.
Vermutlich Ex 25,22. Die Frage ist aber eher, ob die konkrete Richtung überhaupt eine Rolle spielt. Die Ostung im Christentum hat etwas mit dem wiederkehrenden Christus zu tun. Das Tempelheiligtum dagegen war das Symbol der totalen Repräsentanz Gottes unter den Menschen. Welche Rolle kann da eine Ausrichtung spielen?
Die der aufgehenden Sonne (die türseitig einfällt)?

Das Merkmal der christlichen Tempel (=Kirchenbauten) ist ja, daß das Licht in das Allerheiligste einfällt (und dort auch der Altar steht), während es im alten Tempel dort wohl dunkel (und seit dem Exil leer) war - wie in heidnischen Heiligtümern auch - (und die Opferstätte sich davor befand).
Eine besondere Sonnensymbolik kann ich den entsprechenden Schriften nicht entnehmen.

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Maurus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Maurus »

ad-fontes hat geschrieben:
Athanasius0570 hat geschrieben:Es heißt z. Bsp. in Ex 26,22 (weitere Belege hab ich nicht gesucht): "Für die Rückseite der Wohnstätte, die Westseite, verfertige sechs Bretter" - Der Eingang ins Zeltheiligtum sollte also an der Ostseite liegen, das hat man wohl für den Tempel übernommen.
Heißt das in der Konsequenz, daß der Hohepriester (und andere) nach Westen hin gebetet hat/haben, wenn sie im Tempelbezirk waren?
Du musst erstmal die Frage stellen und beantworten, ob die Richtung überhaupt eine Relevanz hat. Das ist nämlich in meinen Augen höchst fraglich. Das Allerheiligste war Wohnort Gottes unter den Menschen. Wenn man dort steht, wieso sollte man in irgendeine Richtung beten? Was soll sich in diese Richtung befinden, was nicht schon im Allerheiligsten wäre?

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ad-fontes
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von ad-fontes »

Warum Westen? Weitere Belege (und Erklärungen!!) zu finden, wird wohl schwierig; da bleibt nur der Vergleich zu paganen Tempeln.

Ist es wahrscheinlich, daß man sich in Jerusalem selbst zum Gebet zum Tempel hin ausrichtete (wie auswärts nach Jerusalem, s. Daniel)?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Wahlkatholik
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Wahlkatholik »

Morgen ist das Hochfest Peter und Paul. Ich würde daher gerne morgen in die Hl. Messe gehen. Ich kann erst morgen Abend in die Hl. Messe und frage mich jetzt gerade, ob die da überhaupt noch die Messe von Peter und Paul feiern, oder schon die Sonntagsmesse.

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Protasius
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Protasius »

Wahlkatholik hat geschrieben:Morgen ist das Hochfest Peter und Paul. Ich würde daher gerne morgen in die Hl. Messe gehen. Ich kann erst morgen Abend in die Hl. Messe und frage mich jetzt gerade, ob die da überhaupt noch die Messe von Peter und Paul feiern, oder schon die Sonntagsmesse.
Darauf, daß du die Messe von Peter und Paul mitfeiern kannst, würde ich bei einer Abendmesse nicht wetten. Seit der Einführung der Vorabendmessen entfallen die Messen von auf Samstage fallenden Werktagen, Gedenktagen, Festen und Hochfesten häufig gänzlich.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Wahlkatholik
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Wahlkatholik »

Aber was soll das? Ist das das was das Konzil gewollt hat? Früher war das mal eins der wichtigsten Feste.

Und die alten Messen in der Gegend fallen morgen alle aus...

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Juergen
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Beitrag von Juergen »

Tja, früher gab es im Dom ein Pontifikalamt zu Peter und Paul,
heute gibt's sowas nicht mehr – dafür haben wir nun eine Pastoralwerkstatt…
Gruß Jürgen

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Beitrag von umusungu »

Gottesdienst-Ordnung des Hohen Domes zu Paderborn

Samstag, 29. Juni 2013 - Hl. Petrus und Hl. Paulus
6:30 Uhr Messfeier
7:15 Uhr Messfeier
8:00 Uhr Messfeier
9:00 Uhr Kapitelsamt

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Protasius »

mombasa hat geschrieben:Gottesdienst-Ordnung des Hohen Domes zu Paderborn

Samstag, 29. Juni 2013 - Hl. Petrus und Hl. Paulus
6:30 Uhr Messfeier
7:15 Uhr Messfeier
8:00 Uhr Messfeier
9:00 Uhr Kapitelsamt
Paderborner Dom -Domgottesdienste hat geschrieben:Regelmäßige Gottesdienste an Werktagen
6.30 Uhr Heilige Messe
7.15 Uhr Heilige Messe
8.00 Uhr Heilige Messe
9.00 Uhr Kapitelsamt
Das bestätigt nur, daß es kein Pontifikalamt gibt.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Juergen »

Ja, es ist morgens die normale Meßordnung, die an jedem Werktag und Samstag gilt.

Zudem ist um 18:00 eine Messe. Ich vermute, daß das Meßformular von Peter und Paul genommen wird und nicht das der Vorabendmesse. Aber bei dem Zelebranten, der vermutlich heute die Abendmesse hat, will ich mich da nicht festlegen. Der Zelebrant ist auf jeden Fall ein Grund, es nicht auszuprobieren…
Gruß Jürgen

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V.

Beitrag von Pilgerer »

Ist das Prinzip der Solidarität in der katholischen Soziallehre eher als individuelle Ethik anzusehen oder als staatlich organisierte Solidarität (durch Umverteilung oder gesetzliche Versicherungen)? Hat sich daran etwas seit Nell-Breuning geändert?
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Beitrag von Juergen »

Pilgerer hat geschrieben:Ist das Prinzip der Solidarität in der katholischen Soziallehre eher als individuelle Ethik anzusehen oder als staatlich organisierte Solidarität (durch Umverteilung oder gesetzliche Versicherungen)?
Sowohl als auch, vor allem aber ersteres, da hier auch das Subsidiaritätsprinzip gilt.
Gruß Jürgen

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