Sonntagschristen, Alltagschristen
Verfasst: Mittwoch 12. November 2014, 22:43
Wie versteht ihr Alltagschristentum?
Der katholische Treffpunkt im Internet.
https://www.kreuzgang.org/
Schon, aber es gibt sie, die Christen, die eben nur am Sonntag Christen sind.mensch hat geschrieben:Gehört der Sonntag nicht zu allen Tagen?
Ganz schlimm finde ich besonders die Abtrünnigen, die am Sonntag arbeiten, damit es ihren Nächsten gut geht. Mensch und Sabbat. Ein immer wieder spannendes Thema.Raphaela hat geschrieben: Schon, aber es gibt sie, die Christen, die eben nur am Sonntag Christen sind.
Andererseits sollte natürlich der Sonntag auch ein Ruhetag sein. - Und da gibt es eben immer mehr Getaufte, die auch am Sonntag bügeln, Wäsche waschen.....
Das ist aber nicht einmal nach der traditionellsten Ansicht ein Bruch der Sonntagsruhe.Raphaela hat geschrieben:Schon, aber es gibt sie, die Christen, die eben nur am Sonntag Christen sind.mensch hat geschrieben:Gehört der Sonntag nicht zu allen Tagen?
Andererseits sollte natürlich der Sonntag auch ein Ruhetag sein. - Und da gibt es eben immer mehr Getaufte, die auch am Sonntag bügeln, Wäsche waschen.....
Wenn jemand Hilfe braucht, dann ist es richtig auch am Sonntag zu helfen. - Jesus hat ja auch am Sabbath geheilt.mensch hat geschrieben:Ganz schlimm finde ich besonders die Abtrünnigen, die am Sonntag arbeiten, damit es ihren Nächsten gut geht. Mensch und Sabbat. Ein immer wieder spannendes Thema.Raphaela hat geschrieben: Schon, aber es gibt sie, die Christen, die eben nur am Sonntag Christen sind.
Andererseits sollte natürlich der Sonntag auch ein Ruhetag sein. - Und da gibt es eben immer mehr Getaufte, die auch am Sonntag bügeln, Wäsche waschen.....
Wobei kein Kausalzusammenhang bestehen dürfte.overkott hat geschrieben:In der Kirche gibt es zu wenig Christen, es wird zuviel gemobbt.
Wie meinst du das?Siard hat geschrieben:Wobei kein Kausalzusammenhang bestehen dürfte.overkott hat geschrieben:In der Kirche gibt es zu wenig Christen, es wird zuviel gemobbt.
Siard, du hast recht. Deshalb findet Gotteserfahrung manchmal eher außerhalb des Gottesvolkes statt durch barmherzige Samariter und ähnliche Gesellen. Bei der innerkirchlichen Christenverfolgung blutet ja keiner, sie fällt nicht so auf. Aber sie findet statt. Sie geschieht, wenn Wahrheit mit Neoformalismus vertauscht wird aus politischen Gründen.Siard hat geschrieben:Betreff: Sonntagschristen, Alltagschristen
Entschuldige bitte, ich habe vergessen zu antworten.overkott hat geschrieben:Wie meinst du das?Siard hat geschrieben:Wobei kein Kausalzusammenhang bestehen dürfte.overkott hat geschrieben:In der Kirche gibt es zu wenig Christen, es wird zuviel gemobbt.
1. Es gibt vermutlich in der Kirche zu wenige, die noch Christen sind.
2. In der Kirche wird zuviel gemobbt.
3. Es gibt Mitglieder, die keine Christen sind und mobben.
4. Viele, die keine Christen sind mobben nicht.
Gute Frage.mensch hat geschrieben:Gehört der Sonntag nicht zu allen Tagen?
Ja, warum denn nicht? Ist doch teilweise die selbe Klientel.umusungu hat geschrieben:"Sonntagschristen" kannst Du doch nicht mit "Taufscheinchristen" in einen gedanklichen Topf werfen.
Na ja, Sonntagschristen sind sonntags da, Taufscheinchristen nur Weihnachten. Das mag in Bezug auf Glaubenswissen ähnlich aussehen, seit Predigten mit Glaubensvermittlung nicht mehr allzuviel zu tun haben, ist aber schon mal ein Unterschied.Sarandanon hat geschrieben:Ja, warum denn nicht? Ist doch teilweise die selbe Klientel.umusungu hat geschrieben:"Sonntagschristen" kannst Du doch nicht mit "Taufscheinchristen" in einen gedanklichen Topf werfen.
Wenn man die Frequentierung betrachtet, ist sicherlich die Schnittmenge gering. Tatsächlich dachte ich eher an das Wissen.Protasius hat geschrieben:Na ja, Sonntagschristen sind sonntags da, Taufscheinchristen nur Weihnachten. Das mag in Bezug auf Glaubenswissen ähnlich aussehen, seit Predigten mit Glaubensvermittlung nicht mehr allzuviel zu tun haben, ist aber schon mal ein Unterschied.
'Sonntagschristen' wird teilweise auch für jene verwendet, die ihr Christsein gewissermaßen "nur Sonntags praktizieren", sprich zwar die Hl. Messe besuchen, aber unter der Woche so leben, als ob es Gott nicht gäbe. Ich denke, daß der Begriff in diesem Sinne verwendet worden ist.Protasius hat geschrieben:Na ja, Sonntagschristen sind sonntags da, Taufscheinchristen nur Weihnachten. Das mag in Bezug auf Glaubenswissen ähnlich aussehen, seit Predigten mit Glaubensvermittlung nicht mehr allzuviel zu tun haben, ist aber schon mal ein Unterschied.Sarandanon hat geschrieben:Ja, warum denn nicht? Ist doch teilweise die selbe Klientel.umusungu hat geschrieben:"Sonntagschristen" kannst Du doch nicht mit "Taufscheinchristen" in einen gedanklichen Topf werfen.
Diese arrogante Art der Super-Christen mag ich sehr!Sarandanon hat geschrieben:Ja, warum denn nicht? Ist doch teilweise die selbe Klientel.umusungu hat geschrieben:"Sonntagschristen" kannst Du doch nicht mit "Taufscheinchristen" in einen gedanklichen Topf werfen.
Diese Begrifflichkeiten, samt ihrem Unterton kenne ich sehr gut aus meiner evangelikalen Vergangenheit ...umusungu hat geschrieben:Diese arrogante Art der Super-Christen mag ich sehr!Sarandanon hat geschrieben:Ja, warum denn nicht? Ist doch teilweise die selbe Klientel.umusungu hat geschrieben:"Sonntagschristen" kannst Du doch nicht mit "Taufscheinchristen" in einen gedanklichen Topf werfen.
Wenn deine Vorstellung vom "Reich Gottes" dich zu dauernder gedanklicher Selbstkasteiung führt, ist das aber nicht der richtige Weg.Reinhard hat geschrieben:
Und wenn ich dann noch die eigene Sündhaftigkeit ernsthaft bedenke und meditiere, wie vor mir schon so viele Heilige (Stichwort: meine Lieblings-Todsünde und meine verdrängten Sünden), dann vergeht mir der Sinn nach jenem "frommen" Hochmut langsam. Und ich merke, was für ein Scheißkerl ich bin. (ja, ein erlöster Scheßkerl, aber eben nichts besseres.)
Aber bis dahin ist es ein weiter Weg, denn diesen "geistlichen" Hochmut hatte ich jedenfalls sehr gründlich verdrängt. Und raus aus der Nummer bin ich mit Sicherheit auch noch nicht.
Ein Wort, das ganz wichtig ist und das man betonen sollte, hast du zum Glück eingefügt: [Punkt] Aber eine Verallgemeinerung ist voll daneben. - Zudem kenne ich selbst Orte, in denen es nicht mal jeden Sonntag eine Heilige Messe gibt und die Menschen teilweise keine Möglichkeit haben, irgendwie zu anderen Orten zu gelangen.Sarandanon hat geschrieben:Ja, warum denn nicht? Ist doch teilweise die selbe Klientel.umusungu hat geschrieben:"Sonntagschristen" kannst Du doch nicht mit "Taufscheinchristen" in einen gedanklichen Topf werfen.
Vielleicht hat Sarandnon einfach nur nicht mitgedacht!umusungu hat geschrieben:Diese arrogante Art der Super-Christen mag ich sehr!Sarandanon hat geschrieben:Ja, warum denn nicht? Ist doch teilweise die selbe Klientel.umusungu hat geschrieben:"Sonntagschristen" kannst Du doch nicht mit "Taufscheinchristen" in einen gedanklichen Topf werfen.
Das ist richtig.Hubertus hat geschrieben:'Sonntagschristen' wird teilweise auch für jene verwendet, die ihr Christsein gewissermaßen "nur Sonntags praktizieren", sprich zwar die Hl. Messe besuchen, aber unter der Woche so leben, als ob es Gott nicht gäbe. Ich denke, daß der Begriff in diesem Sinne verwendet worden ist.Protasius hat geschrieben:Na ja, Sonntagschristen sind sonntags da, Taufscheinchristen nur Weihnachten. Das mag in Bezug auf Glaubenswissen ähnlich aussehen, seit Predigten mit Glaubensvermittlung nicht mehr allzuviel zu tun haben, ist aber schon mal ein Unterschied.Sarandanon hat geschrieben:Ja, warum denn nicht? Ist doch teilweise die selbe Klientel.umusungu hat geschrieben:"Sonntagschristen" kannst Du doch nicht mit "Taufscheinchristen" in einen gedanklichen Topf werfen.
Schau mal mein Posting oben an! Und dann denk doch nochmals über diese unsinnige Verallgemeinerung nach!overkott hat geschrieben: Sonntagschristen sind nur sonntags Christen, Taufscheinchristen gehen auch in der Woche nicht.
Na ja, man sollte nicht übertreiben. Wer wirklich jeden Sonntag in die Kirche geht, hat meiner Erfahrung nach in der Regel mehr Glaubenswissen, als ein Taufscheinchrist. Ob das nun aus einer Glaubensvermittlung während der Messe kommt oder einfach aufgrund der Tatsache, dass sich jemand, der den sonntäglichen Messbesuch für wichtig hält, auch sonst mit seinem Glauben beschäftigt, ist dann eher Einzelfallfrage. Die Messe ist für mich zudem auch nicht primär der Ort der Glaubensvermittlung, das artet heute, inhaltliche Fragen mal außer Acht gelassen, ohnehin viel zu oft in eine katechetische Veranstaltung aus.Protasius hat geschrieben:Na ja, Sonntagschristen sind sonntags da, Taufscheinchristen nur Weihnachten. Das mag in Bezug auf Glaubenswissen ähnlich aussehen, seit Predigten mit Glaubensvermittlung nicht mehr allzuviel zu tun haben, ist aber schon mal ein Unterschied.
Ich verstehe Reinhards Gedanken nicht als Selbstkasteiung, sondern als gesundes Bewusstsein dessen, was wer wir sind und wer Gott ist.Tinius hat geschrieben: Wenn deine Vorstellung vom "Reich Gottes" dich zu dauernder gedanklicher Selbstkasteiung führt, ist das aber nicht der richtige Weg.
(gelesen natürlich als: Wer bin ich...)4 Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann ihn aufrecht halten.
Es gibt da auch so Sachen wie "U-Boot-Christ". Oder "Namenschrist".ziphen hat geschrieben:Ich wollte eigentlich gerade vorschlagen, dass Ihr die Begriffe Taufscheinchrist und Sonntagschrist nebst Definition in die Wikipedia eintragt. Ich musste aber feststellen, dass es Taufscheinchrist dort schon gibt. Also, ran an den Eintrag Sonntagschrist!
Sonntagschristentum hängt mit der theologischen Qualität der Predigt nicht zusammen. Ob die Predigt von Gottes- und Nächstenliebe handelt, hat auf das alltägliche Handeln von Sonntagschristen keinen Einfluss.HeGe hat geschrieben:Na ja, man sollte nicht übertreiben. Wer wirklich jeden Sonntag in die Kirche geht, hat meiner Erfahrung nach in der Regel mehr Glaubenswissen, als ein Taufscheinchrist. Ob das nun aus einer Glaubensvermittlung während der Messe kommt oder einfach aufgrund der Tatsache, dass sich jemand, der den sonntäglichen Messbesuch für wichtig hält, auch sonst mit seinem Glauben beschäftigt, ist dann eher Einzelfallfrage. Die Messe ist für mich zudem auch nicht primär der Ort der Glaubensvermittlung, das artet heute, inhaltliche Fragen mal außer Acht gelassen, ohnehin viel zu oft in eine katechetische Veranstaltung aus.Protasius hat geschrieben:Na ja, Sonntagschristen sind sonntags da, Taufscheinchristen nur Weihnachten. Das mag in Bezug auf Glaubenswissen ähnlich aussehen, seit Predigten mit Glaubensvermittlung nicht mehr allzuviel zu tun haben, ist aber schon mal ein Unterschied.