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An welchen Gott soll man denn eigentlich glauben?

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 17:52
von Pateralbi
Zu welchem soll man beten? Woher kennen wir ihn, wie heisst er und wo hält er sich auf? Zu welchem betest du? Als was offenbart er sich heute?
:ikb_dots: :ikb_devil2: :ikb_horse: :ikb_tabletalk:

Nummer 1 Der Tyrann.
Ist es der, dem man an einem Tag 22 000 Rinder und 120 000 opfern musste? (1 Könige 8, 63.) (Laut Experten eine Tierquälerei.) Er stiftet seine Leute an: Zu Völkermord (1Samuel 15:3), zu Brudermord (2. Mose 32:27-2), zu Kannibalismus (3. Mose 26:29), zu Raub und Diebstahl (2. Mose 3:22), zur Sklavenhaltung (3. Mose 25:44-46) und er verlangt Menschenopfer. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben. (2. Mose 22,29), und er verkauft seine Leute in die Sklaverei für 20 Jahre. (Richter 4,2.) etc. Ganze Vierhundertdreißig Jahre kümmert sich Jehova nicht um sein Volk und lässt sie in der Gefangenschaft darben. Und was hat er da wieder angestellt? „Und in dieser Nacht fuhr aus der Engel des HERRN und schlug im Lager von Assyrien einhundertfünfundachtzigtausend Mann. Und als man sich früh am Morgen aufmachte, siehe, da lag alles voller Leichen.“ (2 Könige Kapitel 19.35.) Dutzend weitere Holocaustverbrechen werden diesem Tyrann zugeschrieben. Kleines Detail: Als in seinem Namen Millionen von Menschen lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt und in Auschwitz vergast wurden, wo war er da? Letztes Jahr sind in Afrika acht Millionen Kinder verhungert. Hat er einen Finger gerührt? Tränen will er ihnen abwischen. Was machen die Christen dagegen? Sie beten, und warten und trinken Tee und schweigen.
Nummer 2 Der Ausserirdische. Ist es der Gott Jahwe der Ausserirdische, der da mir einem Raumschiff mit Rauch und Getöse vom Berg Sinai herunter fährt? (Siehe Hesekiel Kapitel 1, und 2. Mose Kapitel 19. 9-25.)
Nummer 3 El Schaddai. Gott redete mit Mose und sprach zu ihm:“ Ich bin Jahwe "Ich bin da". Ich bin Abraham, Isaak und Jakob als El-Schaddai (Gott, der Allmächtige) erschienen, aber unter meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen nicht zu erkennen gegeben.“ (2. Mose 6.2-3) „ Ich bin Gott, der El Schaddai, der verworfene Engel.“ Dieser Vers wird in der deutschen Bibelübersetzung (Luther) etc. mit „der Allmächtige“ oder „der Herr“ wiedergegeben. Jesus sagte zu den Juden :”Ihr seid aus euerem Vater, dem Teufel“ (Johannes 8.44.) Wenn eine Firma oder eine Person etwas zu verbergen hat, so wechseln sie immer wieder den Namen, und der richtige wird verschwiegen. War das damals auch der El Schaddai, der damit dem Moses auf dem Berg dieses Versteckspiel trieb und sich hinter einem künstlichem brennenden Busch versteckte? Als er ihm dann einen Auftrag fürs ganze Leben gab, sagte er ihm nicht einmal seinen Namen. Von Spesen und Lohn für dieses grosse Unternehmen war auch nicht die Rede. Daher weigerte sich Moses ja zuerst zu gehen.“ Der* ich bin der ich bin* hat mich nach Ägypten geschickt“ So musste er das seinen Leuten erklären, und von seinem Schwiegervater die Mittel für die Reise verlangen. Dürfte zutreffen. (2. Mose 3.4-6)
Nummer 4 Der Wüstengott
Und Aaron soll einen Stier, sein Sündopfer, darbringen, daß er für sich und sein Haus Sühne schaffe, i 7und danach zwei Böcke nehmen und vor den HERRN stellen an der Tür der Stiftshütte 8und soll das Los werfen über die zwei Böcke: ein Los dem HERRN und das andere dem Asasel, 9und soll den Bock, auf welchen das Los für den HERRN fällt, opfern zum Sündopfer. 10Aber den Bock, auf welchen das Los für Asasel fällt, soll er lebendig vor den HERRN stellen, daß er über ihm Sühne vollziehe und ihn zu Asasel in die Wüste schicke. 3. Mose 16, 11. (Tierquälerei) Aber er hat auch dem Abraham seine Magd mit seinem Sohn in die Wüste geschickt. Der Sündenbock wäre hier eher der mit Gütern gesegnete Abraham, weil er es mit seiner Magd getrieben hatte und diese dann mit seinem eigenen Sohn wie ein überdrüssiger Hund in der Wüste aussetzte. O du lieber Gott. Aber Befehl ist Befehl, auch wenn es heisst, den einen Sohn in die Wüste zu schicken, und der andere zu opfern! ( Mose 8-13)
Nummer 5 Moses
„Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zum Gott gesetzt für den Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein. 2Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll es vor dem Pharao reden, damit er die Israeliten aus seinem Lande ziehen lasse. 3Aber ich will das Herz des Pharao verhärten und viele Zeichen und Wunder tun in Ägyptenland. 4Und der Pharao wird nicht auf euch hören.“(2.Mose 7)
Jetzt bin ich mit meinem Latein am Ende. Im Hinduismus sind etwa noch weitere Sechzigtausend Götter erwähnt, da möchte ich jetzt davon absehen, diese alle namentlich zu erwähnen. Bleiben wir bei diesen fünf.
Ist es No.1 Gott der Tyrann? No.2 Gott, der Ausserirdische? No. 3 Ist es Gott der der El Schaddai, der gefallene Engel, der Satan? No. 4 Gott der Wüstendämon Asasel? No.5 Gott, der Moses?

[Link entfernt. Walter]

:ikb_tomcat:

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 17:56
von anneke6
Es gibt nur den einen Gott. Und Gott ist, wie Jesus lehrt, Geist, und wir müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Wer betend Gott im Geist und in der Wahrheit sucht, der wird ihn finden. In seinem Herzen.

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 18:52
von overkott
Ja, ich denke auch, dass es nur einen Gott gibt, weil es nur eine Wirklichkeit gibt.
Wir finden ihn vor: als Geist der Schöpfungsordnung, über uns, um uns, in uns, im Wort und im Herz, offenbar und unentdeckt.
Die Dreifaltigkeitstheologie ist ein Spiegel der Vollkommenheit.

Ich glaube an Atome, obwohl ich noch nie eins gesehen habe. Wir können es auch nicht. Denn Atome gibt es nur in der Theorie: Daltons Modell, Thomsons, Rutherfords, Bohrs. Ich glaube sie alle zusammen: keins ist perfekt und doch sagen alle etwas Wichtiges aus.

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 18:58
von stine
Für mich ist und bleibt die Bibel ein Geschichtenbuch. Die frühen Menschen haben über Gott alles möglich geglaubt und sich ihren Reim darauf gemacht. Und genauso wie sie es empfunden, erlebt, gehört und gesehen haben, so haben sie es niedergeschrieben oder niederschreiben lassen.
Jesus, als Gottes Sohn, in Wahrheit oder symbolisch, gab dann ein anderes Gottesbild wieder. Er hat Menschlichkeit gelehrt und Gott zum liebenden Vater erklärt.

Zu welchem Gott man beten sollte?
Ich glaube, man weiß das, sobald man es tut.

LG stine

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 19:22
von Leguan
stine hat geschrieben:Für mich ist und bleibt die Bibel ein Geschichtenbuch. Die frühen Menschen haben über Gott alles möglich geglaubt und sich ihren Reim darauf gemacht. Und genauso wie sie es empfunden, erlebt, gehört und gesehen haben, so haben sie es niedergeschrieben oder niederschreiben lassen.
Jesus, als Gottes Sohn, in Wahrheit oder symbolisch, gab dann ein anderes Gottesbild wieder. Er hat Menschlichkeit gelehrt und Gott zum liebenden Vater erklärt.
Wenn die Bibel ein Geschichtenbuch ist, wieso sollte ich mich dann jucken was Jesus (symbolisch oder auch nicht) gelehrt hat?
Das ist irrational, wo Du doch immer so auf Rationalität bestehst.

Das ist so, als würde ich mich mein Handeln nach einer Figur aus dem Herrn der Ringe ausrichten.

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 19:28
von Esperanto
Wir Christen beten zum liebenden Papa-Gott Jesu. Aber Gott ist auch Wahrheit und Liebe, für Leute, die es lieber philosophisch haben. Für Wüstenbewohner ist das alttestamentliche Gottesbild wohl angemessener.

Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 20:28
von overkott
Leguan hat geschrieben:
stine hat geschrieben:Für mich ist und bleibt die Bibel ein Geschichtenbuch. Die frühen Menschen haben über Gott alles möglich geglaubt und sich ihren Reim darauf gemacht. Und genauso wie sie es empfunden, erlebt, gehört und gesehen haben, so haben sie es niedergeschrieben oder niederschreiben lassen.
Jesus, als Gottes Sohn, in Wahrheit oder symbolisch, gab dann ein anderes Gottesbild wieder. Er hat Menschlichkeit gelehrt und Gott zum liebenden Vater erklärt.
Wenn die Bibel ein Geschichtenbuch ist, wieso sollte ich mich dann jucken was Jesus (symbolisch oder auch nicht) gelehrt hat?
Weil die Bibel das Geschichtenbuch Jesu war. Schon von klein auf. Und Jesus hat schon früh erkannt: Das Buch ist heilig und spannend. Er war geistig interessiert. Heute würden wir vielleicht sagen: helle. Er nahm dann an Weisheit zu und ist ja auch weiterhin in die Synogage gegangen. Er hat weiterhin über die Bibel nachgedacht. Und irgendwann ging ihm ein Licht auf: Heute hat sich das Schriftwort erfüllt.

Seine Rede fand bei allen Beifall. Was war das doch gleich für ein Schriftwort? Ein Text des Propheten Jesaja. Was stand drin? Jedenfalls hat Jesus die Weisheit des Geschichtenbuchs erkannt. Er hat sie göttlich interpretiert.

Dann kippt die Geschichte plötzlich. Er legt den Leuten nahe: Ihr freut euch zu früh. Ich nehme die Geschichte noch viel ernster. Ich bin der Messias. Tatsächlich sagt er: Ich werde keine Zeichen tun. Ihr werdet mich ablehnen. Die Prophezeiung erfüllt sich. Die Leute verstehen. Sie lehnen ihn ab, geraten in Wut. Aber der Konflikt ist noch nicht auf dem Höhepunkt.

Er schreitet durch die Menge und - peng - geht weg.

Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 08:30
von stine
Leguan hat geschrieben: Wenn die Bibel ein Geschichtenbuch ist, wieso sollte ich mich dann jucken was Jesus (symbolisch oder auch nicht) gelehrt hat?
Das ist irrational, wo Du doch immer so auf Rationalität bestehst.

Das ist so, als würde ich mich mein Handeln nach einer Figur aus dem Herrn der Ringe ausrichten.
Ein bisschen hast du natürlich recht.
Es ist so, als suchte man sich rational das Beste aus dem Angebotenen.

Das mag ich gar nicht abstreiten.

LG stine

Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 13:15
von overkott
Esperanto hat geschrieben:Wir Christen beten zum liebenden Papa-Gott Jesu. Aber Gott ist auch Wahrheit und Liebe, für Leute, die es lieber philosophisch haben. Für Wüstenbewohner ist das alttestamentliche Gottesbild wohl angemessener.
Ja, das ändert sich natürlich auch mit dem Lebensalter. Als Kinder werden wir wie Jesus das Gottesbild vom lieben Papa im Paradies haben: Ihr dürft alles, aber bitte nicht ans Bäumchen in der Mitte gehen. Als Heranwachsende fangen wir an Fragen zu stellen und werden Pater oder Vater. Als alte Menschen werden wir vielleicht mit Gott eine Wüstenerfahrung machen und mit dem Herrn Psalm 22,5 beten.

Re: An welchen Gott soll man denn eigentlich glauben?

Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 14:37
von Raphael
Pateralbi hat geschrieben: An welchen Gott soll man denn eigentlich glauben?
An den menschgewordenen Gott Jesus Christus!

Verfasst: Freitag 14. März 2008, 20:12
von Leguan
stine hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben: Wenn die Bibel ein Geschichtenbuch ist, wieso sollte ich mich dann jucken was Jesus (symbolisch oder auch nicht) gelehrt hat?
Das ist irrational, wo Du doch immer so auf Rationalität bestehst.

Das ist so, als würde ich mich mein Handeln nach einer Figur aus dem Herrn der Ringe ausrichten.
Ein bisschen hast du natürlich recht.
Es ist so, als suchte man sich rational das Beste aus dem Angebotenen.

Das mag ich gar nicht abstreiten.

LG stine
Aber nach welchem Maßstab bewertest Du "rational das Beste"? Ist dein Bewertungskriterium nicht einfach die Prägung, die Du durch dein Umfeld, die Gesellschaft und die Medien erhalten hast?
Das aber würde bedeuten, daß die Bewertung vor 200 oder 70 Jahren ganz anders abgelaufen wäre.

Verfasst: Samstag 15. März 2008, 17:40
von pierre10
Leguan hat geschrieben:
stine hat geschrieben:Für mich ist und bleibt die Bibel ein Geschichtenbuch. Die frühen Menschen haben über Gott alles möglich geglaubt und sich ihren Reim darauf gemacht. Und genauso wie sie es empfunden, erlebt, gehört und gesehen haben, so haben sie es niedergeschrieben oder niederschreiben lassen.
Jesus, als Gottes Sohn, in Wahrheit oder symbolisch, gab dann ein anderes Gottesbild wieder. Er hat Menschlichkeit gelehrt und Gott zum liebenden Vater erklärt.
Wenn die Bibel ein Geschichtenbuch ist, wieso sollte ich mich dann jucken was Jesus (symbolisch oder auch nicht) gelehrt hat?
Das ist irrational, wo Du doch immer so auf Rationalität bestehst.

Das ist so, als würde ich mich mein Handeln nach einer Figur aus dem Herrn der Ringe ausrichten.
Die Bibel ist eher eine Legendensammlung, und in jeder Legende liegt Wahrheit, man muss sie nur herausfinden.

Pierre

Verfasst: Samstag 15. März 2008, 17:56
von anneke6
Mit Verlaub, aber das geht mir zu weit.
Ich bin kein Fundamentalist, der glaubt, daß Gott die Bibel (wahrscheinlich als King-James-Version) eigenhändig geschrieben und zu uns Menschen runtergeworfen hat.
Aber Legendensammlung, das ist für mich zu liberal, auch wenn man in Legenden angeblich Wahrheit findet.
Das geht mir zu sehr in die Richtung "Ringparabel" von Lessing.
(Grrr…diese Humanisten!) :ikb_cry:

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 09:56
von overkott
Ich verstehe die Bibel als heilige Schrift, die wir Gläubigen als göttlich inspiriert verstehen.

Das unterscheidet sie von anderen Legenden deutlich.

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 10:16
von pierre10
overkott hat geschrieben:Ich verstehe die Bibel als heilige Schrift, die wir Gläubigen als göttlich inspiriert verstehen.

Das unterscheidet sie von anderen Legenden deutlich.
Das ist völlig richtig, von Gott inspiriert und von Menschen geschrieben, verändert, übersetzt.... und Du hast das Recht, zu glauben wie Du es für gut empfindest.

Aber das war wohl nicht das Thema, sondern die Frage, ob Mensch die Bibel wörtlich nehmen kann und soll.

Pierre

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 10:26
von overkott
Pierre hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich verstehe die Bibel als heilige Schrift, die wir Gläubigen als göttlich inspiriert verstehen.

Das unterscheidet sie von anderen Legenden deutlich.
Das ist völlig richtig, von Gott inspiriert und von Menschen geschrieben, verändert, übersetzt.... und Du hast das Recht, zu glauben wie Du es für gut empfindest.

Aber das war wohl nicht das Thema, sondern die Frage, ob Mensch die Bibel wörtlich nehmen kann und soll.

Pierre
Ich glaube auch.

Man kann darauf hinweisen, dass jedenfalls die Kirche die Bibel schon von Anfang an nicht immer und in allem wörtlich verstanden hat.

Wichtig ist in der Nachfolge Christi das Beherzigen des Doppelgebotes.

Darüber hinaus ist Einfältigkeit keine Sünde.

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 12:42
von EinChrist
Pierre hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich verstehe die Bibel als heilige Schrift, die wir Gläubigen als göttlich inspiriert verstehen.

Das unterscheidet sie von anderen Legenden deutlich.
Das ist völlig richtig, von Gott inspiriert und von Menschen geschrieben, verändert, übersetzt.... und Du hast das Recht, zu glauben wie Du es für gut empfindest.

Aber das war wohl nicht das Thema, sondern die Frage, ob Mensch die Bibel wörtlich nehmen kann und soll.

Pierre
Bei der Bibel kann ich optieren.

Die Heilige Schrift ist im vierfachen Schrift-Sinn zu lesen:

1. buchtsäblich
2. geistlich
3. typologisch
4. anagogisch

Meinte schon der Hl. Bonaventura:

Die Schrift ist voll von verborgenen Keimkräften, die sich erst im Lauf der Geschichte entfalten und daher immer wieder neue Einsichten gestatten, die in früherer Zeit gar nicht möglich waren.

Einen gesegneten Palm-Sonntag und eine fruchtbringende Karwoche.

Es grüßt,
EinChrist

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 13:30
von Raphael
EinChrist hat geschrieben:Die Heilige Schrift ist im vierfachen Schrift-Sinn zu lesen:

1. buchtsäblich
2. geistlich
3. typologisch
4. anagogisch
Wenn man die Bibel schon - neben anderen Verständnissen - buchstäblich lesen soll, dann bitte ich darum, buchstäblich auch korrekt zu schreiben! ;)

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 14:53
von Marcus
Der katholische Theologe Veitschegger schrieb in den vergangenen Jahren sehr interessante Artikel über die angesprochenen „Probleme“:

Gottes- oder Menschenwort?

Gott - grausam und gewalttätig?

Grausamer Gott in der Bibel?

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 15:21
von pierre10
overkott hat geschrieben: Darüber hinaus ist Einfältigkeit keine Sünde.
Toll, dann bin ich Sündenfrei ;D ;D ;D ;D

Pierre

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 15:28
von Raphaela
Pierre hat geschrieben:
overkott hat geschrieben: Darüber hinaus ist Einfältigkeit keine Sünde.
Toll, dann bin ich Sündenfrei ;D ;D ;D ;D

Pierre
Je nachdem, was man unter Einfätigkeit versteht. - Von den Gedanken, die du bringst bist du nicht einfältig... :P

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 15:40
von pierre10
Raphaela hat geschrieben:
Pierre hat geschrieben:
overkott hat geschrieben: Darüber hinaus ist Einfältigkeit keine Sünde.
Toll, dann bin ich Sündenfrei ;D ;D ;D ;D

Pierre
Je nachdem, was man unter Einfätigkeit versteht. - Von den Gedanken, die du bringst bist du nicht einfältig... :P
Die sich selbst erhöhen werden......

Pierre, der aber eigentlich nie tiefstapelt ;D

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 15:59
von EinChrist
Raphael hat geschrieben:
EinChrist hat geschrieben:Die Heilige Schrift ist im vierfachen Schrift-Sinn zu lesen:

1. buchtsäblich
2. geistlich
3. typologisch
4. anagogisch
Wenn man die Bibel schon - neben anderen Verständnissen - buchstäblich lesen soll, dann bitte ich darum, buchstäblich auch korrekt zu schreiben! ;)
Der Bitte wird entsprochen, hiermit reiche ich das fehlende "t" nach.

Es grüßt,
EinChrist

Verfasst: Sonntag 16. März 2008, 16:04
von Raphael
EinChrist hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
EinChrist hat geschrieben:Die Heilige Schrift ist im vierfachen Schrift-Sinn zu lesen:

1. buchtsäblich
2. geistlich
3. typologisch
4. anagogisch
Wenn man die Bibel schon - neben anderen Verständnissen - buchstäblich lesen soll, dann bitte ich darum, buchstäblich auch korrekt zu schreiben! ;)
Der Bitte wird entsprochen, hiermit reiche ich das fehlende "t" nach.

Es grüßt,
EinChrist
Das finde ich sehr korrekt von Dir! :kiss:

Tatsächlich hättest Du aber bloß tauschen müssen, denn es stand ja schon ein "t" da, aber eben nur an der falschen Stelle.

*kümmelquerspalt*

Verfasst: Mittwoch 19. März 2008, 19:46
von stine
Leguan hat geschrieben:
stine hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben: Wenn die Bibel ein Geschichtenbuch ist, wieso sollte ich mich dann jucken was Jesus (symbolisch oder auch nicht) gelehrt hat?
Das ist irrational, wo Du doch immer so auf Rationalität bestehst.

Das ist so, als würde ich mich mein Handeln nach einer Figur aus dem Herrn der Ringe ausrichten.
Ein bisschen hast du natürlich recht.
Es ist so, als suchte man sich rational das Beste aus dem Angebotenen.

Das mag ich gar nicht abstreiten.

LG stine
Aber nach welchem Maßstab bewertest Du "rational das Beste"? Ist dein Bewertungskriterium nicht einfach die Prägung, die Du durch dein Umfeld, die Gesellschaft und die Medien erhalten hast?
Das aber würde bedeuten, daß die Bewertung vor 200 oder 70 Jahren ganz anders abgelaufen wäre.
Entschuldigung, ich hatte das nicht gesehen.
Natürlich wäre vor 200 oder vor 70 Jahren die Auslegung eine andere gewesen. Aber da habe ich nicht gelebt. Ich lebe heute und mit all meinem Wissen und Empfinden bin ich heute Gott anders auf der Spur, als ich es damals gewesen wäre.
Ist das nicht normal?
Ich meine wieso sollte Gott uns klüger werden lassen, wenn wir das nicht nutzen dürften?
Wir können Gott nur finden, wenn wir ihn mit dem suchen, was uns zur Verfügung steht und nicht mit dem, was uns vorgebetet wird.
Das sind Riten und Bräuche, das sind fertige Gebete und Verhaltensregeln, da gibt es Denkblockaden und absichtlich gesteckte Grenzen, das ist sicher nicht Gottes Wille, menschliche Regeln als die seinen auszugeben.

LG stine

Verfasst: Mittwoch 19. März 2008, 19:56
von Leguan
stine hat geschrieben: Ich meine wieso sollte Gott uns klüger werden lassen, wenn wir das nicht nutzen dürften?
Die Frage ist falsch herum gestellt. Sie sollte lauten:
Hat Gott alle vor uns so dumm gemacht, daß erst wir ihn "richtig" finden können?

Verfasst: Mittwoch 19. März 2008, 23:48
von Kristall
Ich glaube an Gott,
den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,

Verfasst: Donnerstag 20. März 2008, 09:47
von pierre10
stine hat geschrieben:Ich meine wieso sollte Gott uns klüger werden lassen, wenn wir das nicht nutzen dürften?
Ob es Gott ist, der uns klüger werden lässt,sei dahingestellt. Und ob wir wirklich klüger sind..... auch.
Wir können Gott nur finden, wenn wir ihn mit dem suchen, was uns zur Verfügung steht und nicht mit dem, was uns vorgebetet wird.
Das sind Riten und Bräuche, das sind fertige Gebete und Verhaltensregeln, da gibt es Denkblockaden und absichtlich gesteckte Grenzen, das ist sicher nicht Gottes Wille, menschliche Regeln als die seinen auszugeben.

LG stine
Ich habe mir oft die Frage gestellt, für wen die Kirchen all die vorbereiteten Texte geschaffen hat. Vielleicht für die, die nur einen ihnen vorverdauten Gott (man verzeihe mir diesen Ausdruck) verstehen können. Die gemeinsam vorgetragenen Gebete wirken auf mich immer wie etwas Rituales, was abgespult wird.

Meine Gebete sind intensiv, persönlich und lassen viel Platz, Gott zuzuhören.

Pierre

Verfasst: Donnerstag 20. März 2008, 09:49
von pierre10
Leguan hat geschrieben:
stine hat geschrieben: Ich meine wieso sollte Gott uns klüger werden lassen, wenn wir das nicht nutzen dürften?
Die Frage ist falsch herum gestellt. Sie sollte lauten:
Hat Gott alle vor uns so dumm gemacht, daß erst wir ihn "richtig" finden können?
Toll, Du weißt sichtlich, was richtig ist, lass uns teilhaben.

Pierre :D

Re: An welchen Gott soll man denn eigentlich glauben?

Verfasst: Sonntag 23. März 2008, 00:40
von Irenaeus
Raphael hat geschrieben:
Pateralbi hat geschrieben: An welchen Gott soll man denn eigentlich glauben?
An den menschgewordenen Gott Jesus Christus!
Und an den Vater, der in der Einheit mit dem Sohn und dem Heiligen Geist dreieinig ein Gott ist.

Ok, das ist schwerer zu glauben, als ein Sudoku zu lösen ist.
Aber es lohnt sich.

Re: An welchen Gott soll man denn eigentlich glauben?

Verfasst: Dienstag 1. April 2008, 21:51
von overkott
Irenaeus hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Pateralbi hat geschrieben: An welchen Gott soll man denn eigentlich glauben?
An den menschgewordenen Gott Jesus Christus!
Und an den Vater, der in der Einheit mit dem Sohn und dem Heiligen Geist dreieinig ein Gott ist.

Ok, das ist schwerer zu glauben, als ein Sudoku zu lösen ist.
Aber es lohnt sich.
Der Blick auf den einen Gott in seiner Dreifaltigkeit weist als Thema im Prinzip schon über Himmelfahrt und Pfingsten hinaus auf den folgenden Sonntag.

Gott personal zu verstehen, ist überhaupt kein Problem, da die Liebe immer personal ist.

Es gibt also keine Liebe, die sich außerhalb einer personalen Beziehung befindet.

Man kann also sagen, dass Gott die Liebe ist, weil er dreifaltig ist.

Das Nebeneinander von Vater und Sohn wäre keine Liebe.

Nur das Verbundensein von Vater und Sohn im heiligen Geist erweist Gott als die Liebe.

Im heiligen Geist als dem Geist der Liebe erfahren wir Gott personal.

Ohne den heiligen Geist könnten wir gar nicht Kommunion feiern. Denn es gäbe diese Verbundenheit mit Gott und untereinander gar nicht. Daher ist die Taufe, in der wir den heiligen Geist empfangen, für die Kommunion notwendig.

Manche Priester erklären Gott wie Vater und Mutter und laden auf diese Weise Jungen und Mädchen in die Gemeinschaft mit Gott und untereinander ein.

Ich finde, das führt in Gottes Familie sehr schön ein.

Verfasst: Mittwoch 2. April 2008, 08:10
von stine
Wir könnten auch sagen, dass die Dreieinigkeit dem ganzheitlichen Menschen entspricht:
Die Seele ist ein Teil Gottes, der Körper ist der fleischgewordene Sohn und unser Denken ist der Geist.

Wir sind doch alle "Gottes Kinder". So wie Jesus es war. Er war der erste Mensch auf Erden, der das erkannt hat.

LG stine