Die katholische Kirche und Spaniens Franco

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CIC_Fan
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 21. Juli 2018, 13:33

man könnte der Idee durchaus näher treten der einzige Unterschied ist schlicht nur das franco Grabmal wird bis heute noch zu propagandistischen Zwecken genutzt
https://www.gettyimages.ch/ereignis/35t ... -death-106

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Siard
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Siard » Samstag 21. Juli 2018, 14:31

CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 13:33
man könnte der Idee durchaus näher treten der einzige Unterschied ist schlicht nur das franco Grabmal wird bis heute noch zu propagandistischen Zwecken genutzt
Napoleon, der Ivalidendom, der Arc de Triomphe (de l’Étoile) und viele andere werden natürlich nicht zu Propagandazwecken benutzt. :pfeif:

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 21. Juli 2018, 15:10

Siard hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 14:31
CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 13:33
man könnte der Idee durchaus näher treten der einzige Unterschied ist schlicht nur das franco Grabmal wird bis heute noch zu propagandistischen Zwecken genutzt
Napoleon, der Ivalidendom, der Arc de Triomphe (de l’Étoile) und viele andere werden natürlich nicht zu Propagandazwecken benutzt. :pfeif:
sicher nicht im Sinn faschistischer Propaganda

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Lycobates
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Lycobates » Samstag 21. Juli 2018, 15:29

CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 13:33
man könnte der Idee durchaus näher treten der einzige Unterschied ist schlicht nur das franco Grabmal wird bis heute noch zu propagandistischen Zwecken genutzt
https://www.gettyimages.ch/ereignis/35t ... -death-106
Blödsinn. Von „Kult“ ist keine Rede.
Eine einfache Steinplatte auf dem Boden in der Abadía, und nur der Name, ohne Titel. Weiter nichts. Ein Blumenstrauß, vielleicht, und warum nicht. Schlicht, wie er war.
Klar gibt es dort Besucher und Beter- es ist eine Kirche. Diskretion ist aber angesagt; Photographien sind unerwünscht.
Auch ich habe mich dort verneigt, und gebetet, aus Dankbarkeit, daß durch sein Wirken, wie auch immer, Leute am Leben geblieben sind, die sonst den Roten zum Opfer gefallen wären, und dann nicht die Bücher geschrieben hätten, aus denen ich viel lernen durfte.
R.I.P.
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Lycobates » Samstag 21. Juli 2018, 16:02

CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 15:10
Siard hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 14:31
CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 13:33
man könnte der Idee durchaus näher treten der einzige Unterschied ist schlicht nur das franco Grabmal wird bis heute noch zu propagandistischen Zwecken genutzt
Napoleon, der Ivalidendom, der Arc de Triomphe (de l’Étoile) und viele andere werden natürlich nicht zu Propagandazwecken benutzt. :pfeif:
sicher nicht im Sinn faschistischer Propaganda
Schlimmer: im Sinne jakobinischer Propaganda.
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Lycobates » Samstag 21. Juli 2018, 16:05

Siard hat geschrieben:
Freitag 20. Juli 2018, 21:24
CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 20. Juli 2018, 15:21
man findet sicher würdige Anonyme Grabstätten wichtig ist daß sie Spanien wirklich mal den Verbrechen der Franco Diktatur aber auch den Verbrechen im Bürgerkrieg auf beiden Seiten stellt man könnte für Franco und dem Kollegen ja eine ähnliche Lösung finden wie für Marschall Petain schön ruhig und vor allem entlegen
Eine solche Lösung sollte man entsprechend auch für Napoleon I. finden.
Meine französischen Freunde nennen dies mauvais sujet M. Bonaparte.
:tuete:
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Siard » Samstag 21. Juli 2018, 20:04

CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 15:10
sicher nicht im Sinn faschistischer Propaganda
Ach so? :unbeteiligttu:

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Hanspeter
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Hanspeter » Samstag 21. Juli 2018, 20:40

CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 13:33
man könnte der Idee durchaus näher treten der einzige Unterschied ist schlicht nur das franco Grabmal wird bis heute noch zu propagandistischen Zwecken genutzt
https://www.gettyimages.ch/ereignis/35t ... -death-106
Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist weiter, daß der Invalidendom keine Kirche (mehr) ist.

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Siard » Samstag 21. Juli 2018, 21:36

Hanspeter hat geschrieben:
Samstag 21. Juli 2018, 20:40
Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist weiter, daß der Invalidendom keine Kirche (mehr) ist.
Das ist kein wesentlicher Unterschied. Aber man kann natürlich die Kirche der Abtei säkularisieren. :pirat:
Das wäre ohne Franco sicher auch passiert.

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 31. Oktober 2018, 13:45

zur Info kein Einspruch der Kirche gegen Umbettung francos der Kardinalstaatssekretär dürfte ein Machtwort gesprochen haben
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1 ... ng-francos

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 31. Oktober 2018, 19:34

Aber das ist völlig inakzeptabel
https://www.orf.at/#/stories/3088681/

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Maternus87 » Freitag 2. November 2018, 11:58

Die ganze Causa um Franco und seine Umbettung wird ganz großes Kino.

Es korrespondiert zu den vielen hier im Forum diskutierten Themen, nur von links: Verlorene Schlachten schlagen.

Die (noch) regierende linke Regierung will den verlorenen Bürgerkrieg doch noch gewinnen, was bereits der Regierung Zapatero ihr krachendes Ende bereitete.

Dieser Clown, der die Totenruhe des unfreiwilligen Begründers eines demokratischen Spaniens schändet, dürfte das Gegenteil erreichen. Man kann Spanien nur wünschen, sich endlich aus den ideologischen Verengungen der jeweiligen Geschichtspolitik zu befreien.

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Granuaile » Montag 12. November 2018, 20:46

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Sonntag 3. Mai 2009, 00:25
...
Pit hat geschrieben:Franco -da stimme ich Dir zu - war ein machtbesessener, skrupelloser Diktator.
Das ist ebenfalls eine Verleumdung. Ich darf dazu noch einmal den Diener Gottes
Pius XII. zitieren:
Papst Pius XII. (Telegramm vom 1.4.1939 an Francisco Franco) hat geschrieben:»Indem Wir unser Herz zu Gott erheben, sagen Wir zusammen mit Ihrer Exzel-
lenz innigen Dank für den Sieg des katholischen Spanien, den Wir herbeisehnten.
Wir wünschen uns, daß dieses uns so teure Land, nachdem der Friede erreicht ist,
seinen alten katholischen Traditionen, die es so groß gemacht haben, neue Kraft
verleihe. Wir erteilen Ihrer Exzellenz und dem gesamten edlen spanischen Volk
Unseren apostolischen Segen.«
Papst Pius XII. (in einer Radiobotschaft vom 16.4.1939) hat geschrieben:»[… alla conclusione della guerra in Spagna dove] ora risplende nuovamente la
grande tradizione cattolica […] baluardo inespugnabile della fede«
Auch ein Papst hat seine schwachen Minuten. Es ist nicht fair, dumme Äusserungen eines Menschen hervorzuklauben, auch wenn sie von einem Papst stammen, um damit ein Verbrecherregime zu rechtfertigen und weiss zu waschen.

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Sempre » Mittwoch 14. November 2018, 21:11

Granuaile hat geschrieben:
Montag 12. November 2018, 20:46
Auch ein Papst hat seine schwachen Minuten. Es ist nicht fair, dumme Äusserungen eines Menschen hervorzuklauben, auch wenn sie von einem Papst stammen, um damit ein Verbrecherregime zu rechtfertigen und weiss zu waschen.
Erst seit der linke, faule Geist fast alle beherrscht, kann man mal eben locker politische Gegner ohne jede Mühe einer Begründung als Verbrecher bezeichnen, so sie denn nicht links sind.

:narr:
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 15. November 2018, 08:38

das konnte andere Kreise schon ab 1930

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von HeGe » Donnerstag 24. Oktober 2019, 10:58

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Hanspeter
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Hanspeter » Donnerstag 24. Oktober 2019, 11:22

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 10:58
Spaniens Ex-Diktator Franco wird umgebettet
Wurde auch Zeit. Womit ich nicht sagen will, daß seine Widersacher im Bürgerkrieg besser gewesen sind.

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Lycobates
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 24. Oktober 2019, 11:50

Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 11:22
HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 10:58
Spaniens Ex-Diktator Franco wird umgebettet
Wurde auch Zeit.
Warum?
Die Toten sollte man ruhen lassen.

(Wobei Franco selbst eigentlich nicht in der Abadía begraben werden wollte - das wollte und veranlaßte der König Juan Carlos, und von einem "Mausoleum" keine Rede ist - es ist nur ein schlichte Grabplatte im Boden, mit nur dem Namen und einem Kreuz darauf)

Der Prior namens Santiago Cantera, der sich bis zum Schluß gegen die Exhumierung gewehrt hatte, wird den Sarg segnen, bevor er per Hubschrauber zum Pardo-Friedhof abgeführt wird.

https://elpais.com/elpais/2019/10/24/al ... foto_gal_1
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Vinzenz Ferrer
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Donnerstag 24. Oktober 2019, 12:43

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 11:50
Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 11:22
HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 10:58
Spaniens Ex-Diktator Franco wird umgebettet
Wurde auch Zeit.
Warum?
Die Toten sollte man ruhen lassen.

(Wobei Franco selbst eigentlich nicht in der Abadía begraben werden wollte - das wollte und veranlaßte der König Juan Carlos, und von einem "Mausoleum" keine Rede ist - es ist nur ein schlichte Grabplatte im Boden, mit nur dem Namen und einem Kreuz darauf)

Der Prior namens Santiago Cantera, der sich bis zum Schluß gegen die Exhumierung gewehrt hatte, wird den Sarg segnen, bevor er per Hubschrauber zum Pardo-Friedhof abgeführt wird.

https://elpais.com/elpais/2019/10/24/al ... foto_gal_1
Die Linke kennt weder Anstand noch Pietät: Störung der Totenruhe aus politischen Gründen! :angewidert: :erschrocken: :daumen-runter:
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Lycobates » Freitag 25. Oktober 2019, 00:10

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 12:43
Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 11:50
Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 11:22
HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 10:58
Spaniens Ex-Diktator Franco wird umgebettet
Wurde auch Zeit.
Warum?
Die Toten sollte man ruhen lassen.

(Wobei Franco selbst eigentlich nicht in der Abadía begraben werden wollte - das wollte und veranlaßte der König Juan Carlos, und von einem "Mausoleum" keine Rede ist - es ist nur ein schlichte Grabplatte im Boden, mit nur dem Namen und einem Kreuz darauf)

Der Prior namens Santiago Cantera, der sich bis zum Schluß gegen die Exhumierung gewehrt hatte, wird den Sarg segnen, bevor er per Hubschrauber zum Pardo-Friedhof abgeführt wird.

https://elpais.com/elpais/2019/10/24/al ... foto_gal_1
Die Linke kennt weder Anstand noch Pietät: Störung der Totenruhe aus politischen Gründen! :angewidert: :erschrocken: :daumen-runter:
Ich fasse es nicht! :sauer: :daumen-runter:
nun, da die Tat vollbracht ist (zwei Wochen vor den Wahlen, das wird wohl kein Zufall sein, ob es den Roten aber etwas bringt, außer Unglück ihren Seelen, bleibt abzuwarten, denn zu diesem Punkt, der Exhumierung des Generalísimo, ist die spanische Gesellschaft wohl so gespalten wie die britische zum Brexit), und nun, da sich der Staub etwas gelegt hat, paßt es vielleicht, à tête reposée, wie meine Pariser Freunde sagen, einige vergessene oder verdrängte, vielen unbequeme Tatsachen zur Abadía de la Santa Cruz del Valle de los Caídos, der Abtei zum Hl. Kreuz im Tale der Gefallenen, wie sie offiziell heißt, etwa 10 km nördlich vom Escorial, in Erinnerung zu bringen.

Die Benediktinerabtei mit ihrer beeindruckenden, von einem 150 m hohen Kreuz gekrönten unterirdischen Basilika, denn Rom hat die Abteikirche zu einer Basilica minor erhoben, wurde von Franco als Monument der nationalen Wiedergutmachung und Versöhnung, und als gemeinsame Grablege der Opfer nach dem 1939 gewonnenen Bürgerkrieg konzipiert und zwischen 1940 und 1958 von freiwilligen (bezahlten) und unfreiwilligen (Zwangs-)Arbeitern aus dem Felsen von Cuelgamuros in der Sierra de Guadarrama gehauen. Es war dort heute 6 Grad kalt!
Die Zwangsarbeiter waren verurteilte Verbrecher aus dem Bürgerkrieg, die ihre wegen Mordes, Diebstahls, Brandstiftung, Sakrilegs oder Vergewaltigung zu verbüßende Strafe durch die Arbeit an der Kirche umsetzen oder abkürzen konnten, was viele gerne taten und nicht wenige haben sich in der Folge auch bekehrt und die Sakramente wieder empfangen. Das hören viele heute nicht gerne.
Über 30.000 Gefallene beider (beider!) Parteien haben dann dort nach dem Willen Francos zusammen ihre letzte Ruhestätte gefunden. Zusammen, da sie bewußt vermischt wurden.
Somit ist dies Monument ein in seiner Art wohl einmaliges Zeugnis eines durch und durch christlich gedachten Versöhnungswillens.
Es wundert nicht, daß Freimaurer und andere Ungläubige ihren Haß gegen Kirche und Glauben dagegen austragen.
In diesem Äon mögen sie mit Gewalt recht behalten, aber wo in allerletzter Instanz Recht und Unrecht ist, werden wir spätestens am Jüngsten Tag mit Gewißheit erfahren, wenn über 30.000 Menschenleiber dem Valle de los Caídos wieder entsteigen werden.
Daran wird auch die jetzige Umbettung nichts ändern.

¡No pasarán!
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von TeDeum » Freitag 25. Oktober 2019, 07:19

Danke für diese Einordnung. Vieles davon war mir bisher nicht bekannt (u.a. die Versöhnungsgeste)

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Caviteño » Freitag 25. Oktober 2019, 07:54

Danke, ich hatte auch nur gehört, daß Zwangsarbeiter herangezogen wurden und die Versöhnungsgeste war mir ebenfalls unbekannt.

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Lycobates » Freitag 25. Oktober 2019, 09:32

Caviteño hat geschrieben:
Freitag 25. Oktober 2019, 07:54
Danke, ich hatte auch nur gehört, daß Zwangsarbeiter herangezogen wurden und die Versöhnungsgeste war mir ebenfalls unbekannt.
Der „Zwang“ war ein relativer, da wer nicht arbeiten wollte, einfach seine Strafe zur Gänze verbüßen mußte, und dann auch nicht zur Arbeit verpflichtet wurde. Die Gefangenen bekamen auch einen Lohn.
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Hanspeter » Freitag 25. Oktober 2019, 09:46

Aus Wikipedia:

"Beim Massaker von Málaga an der fliehenden Bevölkerung von Málaga wurden etwa 10.000 Menschen von den Nationalisten ermordet. In den während des Krieges errichteten franquistischen Konzentrationslagern wurden an den republikanischen Häftlingen – mit nationalsozialistischer Unterstützung – auch rassenideologisch motivierte medizinische Versuche durchgeführt, die angebliche körperliche und psychische Deformationen, die bei Anhängern des „Marxismus“ vorkämen, erforschen sollten.[64] Nach dem Krieg gelangten die gesamte republikanische Armee und andere namhafte Persönlichkeiten in Gefangenschaft, die nochmals viele Menschenleben kostete. Insgesamt waren nach Kriegsende etwa 275.000 Menschen unter größtenteils unwürdigen Bedingungen etwa in Stierkampfarenen und Fußballstadien gefangen. Bis Ende der 1940er Jahre verringerte sich die Zahl auf etwa 45.000."

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Lupus » Freitag 25. Oktober 2019, 11:41

...und wer hat diese Darstellung dem Fräulein Wiki mitgeteilt?
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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Hanspeter
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Hanspeter » Freitag 25. Oktober 2019, 11:47

Lupus hat geschrieben:
Freitag 25. Oktober 2019, 11:41
...und wer hat diese Darstellung dem Fräulein Wiki mitgeteilt?
+L.
Wahrscheinlich linke und antikatholische Freimaurer.

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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Lycobates » Freitag 25. Oktober 2019, 11:50

Hanspeter hat geschrieben:
Freitag 25. Oktober 2019, 09:46
Aus Wikipedia:

"Beim Massaker von Málaga an der fliehenden Bevölkerung von Málaga wurden etwa 10.000 Menschen von den Nationalisten ermordet. In den während des Krieges errichteten franquistischen Konzentrationslagern wurden an den republikanischen Häftlingen – mit nationalsozialistischer Unterstützung – auch rassenideologisch motivierte medizinische Versuche durchgeführt, die angebliche körperliche und psychische Deformationen, die bei Anhängern des „Marxismus“ vorkämen, erforschen sollten.[64] Nach dem Krieg gelangten die gesamte republikanische Armee und andere namhafte Persönlichkeiten in Gefangenschaft, die nochmals viele Menschenleben kostete. Insgesamt waren nach Kriegsende etwa 275.000 Menschen unter größtenteils unwürdigen Bedingungen etwa in Stierkampfarenen und Fußballstadien gefangen. Bis Ende der 1940er Jahre verringerte sich die Zahl auf etwa 45.000."
Eine Apologie des Bürgerkriegs ist von mir nicht zu erwarten!
Denn er gehört wohl zu den schrecklichsten Dingen, die ein Land heimsuchen können, und daß dann von allen Seiten Schreckliches passiert, ist leider eine Selbstverständlichkeit.
Wenn dem nicht so wäre, und es nur schuldige Verlierer gäbe, genügte deren Bestrafung und wären Versöhnung und Wiedergutmachung nicht vonnöten.

Ich bewundere den christlichen Geist und die Seelengröße namentlich der damaligen spanischen Kirche in der Zeit nach dem Bürgerkrieg. Nach der mutwilligen Profanierung und Zerstörung von etwa 20.000 Kirchen, darunter unzähliger Kulturgüter und Archive, und ein paar Kathedralen, wie die von Cartagena oder die María del Mar in Barcelona, und der brutalen Ermordung, oft nach Tortur, von gut 3.000 Laien und (nach einer Studie aus dem Jahr 1961) etwa 6.840 Geistlichen, davon 13 Bischöfen, 4.184 Weltpriestern, 2.365 Regularklerikern und 283 Schwestern (vgl.:http://newsaints.faithweb.com/martyrs/MSPC.htm), hätte man Verständnis gehabt, wenn die Überlebenden sich weniger zimperlich gezeigt hätten. Etwa in der Diözese Barbastro, wo es nach dem Bürgerkrieg noch gerade mal 12 Priester gab, die 100 anderen waren von den Roten ermordet worden, darunter der Bischof.
Nun aber haben sie sich im Gegenteil der religiösen Neuerziehung und Versöhnung mit Gott und der Welt jener Verbrecher angenommen, statt sie moralisch verrecken zu lassen. Und die große Blüte der Kirche in Spanien in den 50er Jahren legt davon ein beredtes Zeugnis ab.
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Vinzenz Ferrer
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Freitag 25. Oktober 2019, 11:51

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 25. Oktober 2019, 00:10
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 12:43
Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 11:50
Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 11:22
HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 24. Oktober 2019, 10:58
Spaniens Ex-Diktator Franco wird umgebettet
Wurde auch Zeit.
Warum?
Die Toten sollte man ruhen lassen.

(Wobei Franco selbst eigentlich nicht in der Abadía begraben werden wollte - das wollte und veranlaßte der König Juan Carlos, und von einem "Mausoleum" keine Rede ist - es ist nur ein schlichte Grabplatte im Boden, mit nur dem Namen und einem Kreuz darauf)

Der Prior namens Santiago Cantera, der sich bis zum Schluß gegen die Exhumierung gewehrt hatte, wird den Sarg segnen, bevor er per Hubschrauber zum Pardo-Friedhof abgeführt wird.

https://elpais.com/elpais/2019/10/24/al ... foto_gal_1
Die Linke kennt weder Anstand noch Pietät: Störung der Totenruhe aus politischen Gründen! :angewidert: :erschrocken: :daumen-runter:
Ich fasse es nicht! :sauer: :daumen-runter:
nun, da die Tat vollbracht ist (zwei Wochen vor den Wahlen, das wird wohl kein Zufall sein, ob es den Roten aber etwas bringt, außer Unglück ihren Seelen, bleibt abzuwarten, denn zu diesem Punkt, der Exhumierung des Generalísimo, ist die spanische Gesellschaft wohl so gespalten wie die britische zum Brexit), und nun, da sich der Staub etwas gelegt hat, paßt es vielleicht, à tête reposée, wie meine Pariser Freunde sagen, einige vergessene oder verdrängte, vielen unbequeme Tatsachen zur Abadía de la Santa Cruz del Valle de los Caídos, der Abtei zum Hl. Kreuz im Tale der Gefallenen, wie sie offiziell heißt, etwa 10 km nördlich vom Escorial, in Erinnerung zu bringen.

Die Benediktinerabtei mit ihrer beeindruckenden, von einem 150 m hohen Kreuz gekrönten unterirdischen Basilika, denn Rom hat die Abteikirche zu einer Basilica minor erhoben, wurde von Franco als Monument der nationalen Wiedergutmachung und Versöhnung, und als gemeinsame Grablege der Opfer nach dem 1939 gewonnenen Bürgerkrieg konzipiert und zwischen 1940 und 1958 von freiwilligen (bezahlten) und unfreiwilligen (Zwangs-)Arbeitern aus dem Felsen von Cuelgamuros in der Sierra de Guadarrama gehauen. Es war dort heute 6 Grad kalt!
Die Zwangsarbeiter waren verurteilte Verbrecher aus dem Bürgerkrieg, die ihre wegen Mordes, Diebstahls, Brandstiftung, Sakrilegs oder Vergewaltigung zu verbüßende Strafe durch die Arbeit an der Kirche umsetzen oder abkürzen konnten, was viele gerne taten und nicht wenige haben sich in der Folge auch bekehrt und die Sakramente wieder empfangen. Das hören viele heute nicht gerne.
Über 30.000 Gefallene beider (beider!) Parteien haben dann dort nach dem Willen Francos zusammen ihre letzte Ruhestätte gefunden. Zusammen, da sie bewußt vermischt wurden.
Somit ist dies Monument ein in seiner Art wohl einmaliges Zeugnis eines durch und durch christlich gedachten Versöhnungswillens.
Es wundert nicht, daß Freimaurer und andere Ungläubige ihren Haß gegen Kirche und Glauben dagegen austragen.
In diesem Äon mögen sie mit Gewalt recht behalten, aber wo in allerletzter Instanz Recht und Unrecht ist, werden wir spätestens am Jüngsten Tag mit Gewißheit erfahren, wenn über 30.000 Menschenleiber dem Valle de los Caídos wieder entsteigen werden.
Daran wird auch die jetzige Umbettung nichts ändern.

¡No pasarán!
Danke, Danke, Danke, Lycobates! :klatsch:
Die Lügen-, Lücken- und Lumpenpresse verdreht es die ganze Zeit, stellt die Basilika als „Mausoleum“ dar. :daumen-runter: :motz:
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Vinzenz Ferrer
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Freitag 25. Oktober 2019, 12:13

Es wäre ja wirklich gelacht, wenn die Unrechten der Lückenpresse nicht auch dieses Ereignis zum Anlass nehmen würden, um die Kirche zu bespucken:
Friedlich liegt das „Tal der Gefallenen“ da, Gottesdienste zu Ehren des „Generalísimo“ eingeschlossen, und darf bis heute in Wort, Bild und Symbolik die Werte des ranzigen Nationalkatholizismus verbreiten, der so viel Unfreiheit über das Land gebracht hat. Mit einem gewissen Zynismus beutet der Staat den Schauwert des pittoresken Franco-Mausoleums aus, sekundiert von der Kirche, die Francos Putsch 1936 von Anfang an mittrug. Nein, manchmal sind symbolische Akte tatsächlich vonnöten, manchmal müssen Namensänderungen sein, manchmal muss ein Leichnam verlegt werden – nicht, um die Geschichte umzuschreiben oder eine Figur daraus zu tilgen, aber sehr wohl, um den Jüngeren zu zeigen, wie Geschichte in der Erinnerung fortleben soll.
Quelle:https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 49529.html [Hervorhebungen: Vinzenz Ferrer]
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Bruder Donald
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Bruder Donald » Freitag 25. Oktober 2019, 12:26

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 25. Oktober 2019, 11:50
Eine Apologie des Bürgerkriegs ist von mir nicht zu erwarten!
Denn er gehört wohl zu den schrecklichsten Dingen, die ein Land heimsuchen können, und daß dann von allen Seiten Schreckliches passiert, ist leider eine Selbstverständlichkeit.
Wenn dem nicht so wäre, und es nur schuldige Verlierer gäbe, genügte deren Bestrafung und wären Versöhnung und Wiedergutmachung nicht vonnöten.

Ich bewundere den christlichen Geist und die Seelengröße namentlich der damaligen spanischen Kirche in der Zeit nach dem Bürgerkrieg. Nach der mutwilligen Profanierung und Zerstörung von etwa 20.000 Kirchen, darunter unzähliger Kulturgüter und Archive, und ein paar Kathedralen, wie die von Cartagena oder die María del Mar in Barcelona, und der brutalen Ermordung, oft nach Tortur, von gut 3.000 Laien und (nach einer Studie aus dem Jahr 1961) etwa 6.840 Geistlichen, davon 13 Bischöfen, 4.184 Weltpriestern, 2.365 Regularklerikern und 283 Schwestern (vgl.:http://newsaints.faithweb.com/martyrs/MSPC.htm), hätte man Verständnis gehabt, wenn die Überlebenden sich weniger zimperlich gezeigt hätten. Etwa in der Diözese Barbastro, wo es nach dem Bürgerkrieg noch gerade mal 12 Priester gab, die 100 anderen waren von den Roten ermordet worden, darunter der Bischof.
Nun aber haben sie sich im Gegenteil der religiösen Neuerziehung und Versöhnung mit Gott und der Welt jener Verbrecher angenommen, statt sie moralisch verrecken zu lassen. Und die große Blüte der Kirche in Spanien in den 50er Jahren legt davon ein beredtes Zeugnis ab.
Danke, Lycobates, für die Darlegung der Opfer auf katholischer Seite. :daumen-rauf:
Ich habe eben gerade auch nach Quellen und Daten zu den katholischen Opfern gesucht, es ist aber kaum etwas verwertbares zu finden.
Es wird ja lieber darüber geschrieben, wie wenig zimperlich die Franquisten waren, statt einmal historisch-neutral die Dunkel-Seite der Republikaner zu beleuchten.
katholisches.info hat geschrieben:Die Kirchenverfolgung seit 1931 durch das Volksfront-regierte Spanien war besonders grausam. Heute gibt es Versuche, die Geschichte umzuschreiben. Die historischen Fakten sprechen eine andere Sprache. Die Biblioteca de Autores Cristianos (BAC, Bibliothek christlicher Autoren) veröffentlichte soeben den fünften Band der Reihe „Die Zweite Republik und der Bürgerkrieg im Geheimarchiv des Vatikans“ des valencianischen Historikers Vicente Cárcel Orti.
[...]
Im Mittelpunkt des neuen Bandes steht die gemeinsame Erklärung der spanischen Bischöfe vom 1. Juli 1937. „Das war eine mutige Anklage gegen die schreckliche Verfolgung durch die Republik, unter der die katholische Kirche seit dem Mai 1931 bis zum 18. Juli 1936, dem Ausbruch des Bürgerkrieges, zu leiden hatte“, so Carcel.

Darin werden der Haß gegen die Kirche, die Angriffe gegen Kirchen und Klöster, die kirchenfeindlichen Gesetze und Bestimmungen, die Feindseligkeit gegen den Klerus und allgemein gegen Katholiken dokumentiert. Das hatte alles noch nichts mit dem Bürgerkrieg zu tun, sondern ging diesem voraus. Die ersten Märtyrer waren im Oktober 1934 33 Ordenspriester und junge Seminaristen in Oviedo.

Spanien erlebte die „blutigste Verfolgung in seiner Geschichte mit 12 Bischöfen, mehr als 6.000 Priestern und Ordensleuten und rund 3.000 katholischen Laien, Männer und Frauen, die aus Haß gegen den christlichen Glauben ermordet wurden“.
Besonders "interessant" in diesem Artikel: Die Bilder republikanischer Volksfrontsoldaten mit exhumierten (also geschändeten) Leichen von Priestern und Nonnen.
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

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Vinzenz Ferrer
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Freitag 25. Oktober 2019, 12:38

Bruder Donald hat geschrieben:
Freitag 25. Oktober 2019, 12:26
Besonders "interessant" in diesem Artikel: Die Bilder republikanischer Volksfrontsoldaten mit exhumierten (also geschändeten) Leichen von Priestern und Nonnen.
Wo das Linke/Unrechte schaltet und waltet, da ist das Dämonische nicht weit.
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Lycobates
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Re: Die katholische Kirche und Spaniens Franco

Beitrag von Lycobates » Freitag 25. Oktober 2019, 12:47

Bruder Donald hat geschrieben:
Freitag 25. Oktober 2019, 12:26
Ich habe eben gerade auch nach Quellen und Daten zu den katholischen Opfern gesucht, es ist aber kaum etwas verwertbares zu finden.
Hier gibt es viel Material (in Spanisch allerdings):
https://www.persecucionreligiosa.es/

und: https://web.archive.org/web/20080706212 ... spain.html
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
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... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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