Über Geschmack lässt sich streiten ...

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Niels
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von Niels »

Joseph hat geschrieben:Bild

Was hat Geschmack mit erstaunlicher und beeindruckender Technik zu tun? Diese Dinger fliegen und das ist schon was.... na ja, auch ein ästhetischer Furz fliegt ja bekanntlich.
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Joseph
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von Joseph »

HeGe hat geschrieben:Wahnsinn! Was ist denn das?
Haben will! :ikb_tomcat: :punk:
Ein Sovjetisches Flugmonster aus den letzten Jahren vor dem zweiten Weltkrieg.... es wurde auf Stalin's Befehl gebaut..... es war enorm in seinen Ausmassen.

Bild

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Niels
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von Niels »

Joseph hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Wahnsinn! Was ist denn das?
Haben will! :ikb_tomcat: :punk:
Ein Sovjetisches Flugmonster aus den letzten Jahren vor dem zweiten Weltkrieg.... es wurde auf Stalin's Befehl gebaut..... es war enorm in seinen Ausmassen.
Ist ja irre... und es konnte tatsächlich fliegen?
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pierre10
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von pierre10 »

Es gab vor den Krieg ein deutsches Flugboot, riesengroß mit 10 Motoren, am Bodensee gebaut, dass einmal nach USA flog, leider finde ich das Bild nicht. Unter Flugboote hebe ich es gefunden, es hatte 6 Doppelmotoren, Name Do X von Dornier

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Marion
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von Marion »

Zuletzt geändert von Marion am Dienstag 13. April 2010, 21:10, insgesamt 1-mal geändert.
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holzi
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von holzi »

Die Dornier Do X:


Sie war aber zu groß, um wirklich effektiv zu sein, das Teil war viel zu schwerfällig und zu lahm für die damaligen Motoren. Aber eindrucksvoll!
http://www.youtube.com/v/v2aaXfqxFrQ&hl=de_DE&fs=1&

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holzi
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von holzi »

Niels hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Wahnsinn! Was ist denn das?
Haben will! :ikb_tomcat: :punk:
Ein Sovjetisches Flugmonster aus den letzten Jahren vor dem zweiten Weltkrieg.... es wurde auf Stalin's Befehl gebaut..... es war enorm in seinen Ausmassen.
Ist ja irre... und es konnte tatsächlich fliegen?
Glaub ich nicht! Das schaut wie eine Phantasiedarstellung aus. Sowas kann nicht fliegen. Die weit aussenliegenden großkalibrigen Kanonentürme würden beim Feuern das gesamte Flugzeug zerreissen. Und wenn es so stabil gebaut würde, daß es das aushielte, käme es wegen seines Gewichts keinen Millimeter vom Boden weg.

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lifestylekatholik
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von lifestylekatholik »

Joseph hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Wahnsinn! Was ist denn das?
Haben will! :ikb_tomcat: :punk:
Ein Sovjetisches Flugmonster aus den letzten Jahren vor dem zweiten Weltkrieg.... es wurde auf Stalin's Befehl gebaut..... es war enorm in seinen Ausmassen.

Bild

Bild
Ich habe solche Bilder auch schon von Reichsflugscheiben gesehen. *hüstel*
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Joseph
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von Joseph »

holzi hat geschrieben:Glaub ich nicht! Das schaut wie eine Phantasiedarstellung aus. Sowas kann nicht fliegen. Die weit aussenliegenden großkalibrigen Kanonentürme würden beim Feuern das gesamte Flugzeug zerreissen. Und wenn es so stabil gebaut würde, daß es das aushielte, käme es wegen seines Gewichts keinen Millimeter vom Boden weg.
Holzi, Du Kleingläubiger..... Check auch Howard Hugh's "Spruce Goose" welche heute in einem museum in den USA aufbewahrt wird.

Hier etwas über die Kalinin K-7

The Soviet aircraft industry really like building big. We recently reported on the Hotelicopter, a converted Soviet Mil V-12 Heavy Lift Helicopter, which proved to be an April Fools prank. The Russians can still claim the title of world's largest aircraft, though, with the Antonov AN-225 heavy lift transport, which has a larger wingspan than the Airbus A380. Both of these modern day wonders have still not eclipsed the Hughes H-4 Hercules or “Spruce Goose” for size and we have just unearthed pictures of something the Russians were working on in the 1930s that may have dwarfed even the Spruce Goose.

With a wingspan of 132.5 meters – for reference, a Boeing 747's is 68.5 m – and 20 propeller engines, this design is based on a 1932 prototype called the Kalinin K-7, which was a Soviet heavy experimental aircraft.... The K-7 was designed as a multipurpose civil and military aircraft. Passengers and payload were housed in the wing, with plans to carry up to 128 passengers. Other designs arranged 16 luxury cabins for 64 passengers, much like the Hotelicopter.

The military version of the aircraft was a real "flying fortress", which emerged 10 years before the American Boeing B-17. It had as many as 12 gunner positions, which included an electric cart running along the tail booms to transport gunners to two tail machine guns. It could carry more than 16 tons of bombs, 112 fully equipped paratroopers or 8.5 tons of parachute drop-able equipment. While no specs are provided for the 2.5-times-larger version, the original K-7 prototype did fly with a take off weight of 38 tonnes, although the aircraft was destroyed when it crashed in 1933, and no further prototypes were built.

Paul Evans


Gruß
Joseph
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holzi
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von holzi »

Joseph hat geschrieben:
holzi hat geschrieben:Glaub ich nicht! Das schaut wie eine Phantasiedarstellung aus. Sowas kann nicht fliegen. Die weit aussenliegenden großkalibrigen Kanonentürme würden beim Feuern das gesamte Flugzeug zerreissen. Und wenn es so stabil gebaut würde, daß es das aushielte, käme es wegen seines Gewichts keinen Millimeter vom Boden weg.
Holzi, Du Kleingläubiger..... Check auch Howard Hugh's "Spruce Goose" welche heute in einem museum in den USA aufbewahrt wird.
Die Spruce-Goose kenn' ich. Ist aber auch nie wirklich geflogen.
Joseph hat geschrieben:Hier etwas über die Kalinin K-7
Ja, gut, aber geflogen ist nur die "Mini-Variante", und die hat's in der Luft zerbröselt. Das Monster aus deinem Bildchen kam nie aus dem Projektstadium raus. Tu nicht so angeben :P :dudu:

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Joseph
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von Joseph »

holzi hat geschrieben: Die Spruce-Goose kenn' ich. Ist aber auch nie wirklich geflogen.
Joseph hat geschrieben:Hier etwas über die Kalinin K-7
Ja, gut, aber geflogen ist nur die "Mini-Variante", und die hat's in der Luft zerbröselt. Das Monster aus deinem Bildchen kam nie aus dem Projektstadium raus. Tu nicht so angeben :P :dudu:
Bild

So? Was nennst Du das? Die Spruce Goose macht Hochsprung? Alles was sich selbst in die Luft erhebt ist in meinem Buch fliegen.... das hat nichts mit dem Erfolg der Serie zu tun oder der Wirtschaftlichkeit. Genauso ist die Kalinka K7 geflogen, war aber unrentabel und unmanöverable und wie ich vermute ein Megalomeniaprojekt von Väterchen Joseph und daher sogar für eine Diktatur wie die der Soviet Union zuviel des Guten.

Und ich gebe an, weil's halt mein Job ist..... it's a dirty job, but someone has to do it...

Joseph, bite me....

and then read http://www.ctrl-c.liu.se/misc/ram/k7giant.html
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Marion
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von Marion »

Bischof Williamson hat geschrieben:ELEISON KOMMENTARE CLVII (17. Juli 2010) : MODERNE KUNST II.

Durch ihre Häßlichkeit selber zeigt die moderne Kunst auf die Existenz und die Güte Gottes. Betrachten wir drei Monate nach dem ,,Eleison Kommentar" Nr. 146 erneut dieses Paradoxon, damit jede Seele, welche anhand des gesunden Menschenverstandes den Unterschied zwischen Schönheit und Häßlichkeit in der Kunst zugibt, auch die nächste Erkenntnis erreichen dürfte, daß nämlich, würde Gott nicht existieren, es auch diesen Unterschied nicht gäbe.

Der Begriff ,,Kunst" bedeutet Fertigkeit bzw. die Erzeugnisse menschlicher Fertigkeit. Er kann Gemälde, Zeichnungen, Statuen, Kleidungsarten, Musik, Architektur, usw. einschließen. Der Ausdruck ,,Moderne Kunst" bezeichnet üblicherweise Gemälde und Skulpturen vor allem ab den frühen 1900er Jahren, die von einer Künstlerbewegung produziert wurden, die bewußt jeden Standard und jedes Maß an Schönheit, wie sie vor dem 20. Jahrhundert verstanden wurde, ablehnten und weiterhin ablehnen. Der Unterschied zwischen der klassischen und der modernen Kunst ist so spürbar wie jener zwischen dem klassischen Londoner ,,Tate"-Museum in Millbank und dem ,,Tate Modern"-Museum. Letztgenanntes ist ein gänzlich neues Museum, das vor zehn Jahren nur eine kurze Bootsfahrt flußabwärts von seinem Vorläufer entfernt am gegenüberliegenden Ufer der Themse eingerichtet wurde. Es ist, als ob die moderne Kunst nicht unter demselben Dach wie vor-moderne Kunst existieren könne. Die beiden bekriegen sich, genauso wie es zwischen den alten Kirchengebäuden und der Neuen Messe der Fall ist.

Moderne Kunst in diesem Sinne ist durch ihre Häßlichkeit geprägt. In diesem Punkt wird der gesunde Menschenverstand dem kommunistischen Führer Chruschtschow zustimmen, welcher auf einer Ausstellung von moderner Kunst in Rußland geäußert haben soll, ,,Ein Esel würde das mit seinem Schwanz besser hinbekommen." Was aber ist Häßlichkeit? Sie ist Disharmonie, also Mißklang. Arrianne Huffington zeigt in ihrem bewundernswerten Buch ,,Picasso, Schöpfer und Zerstörer" (englisch: ,,Picasso, Creator and Destroyer", deutsche Ausgabe: ,,Picasso, Genie und Gewalt", 1988), wie Picasso jedesmal, wenn er sich in eine andere seiner insgesamt sechs (Haupt-) Frauen verliebt hatte, in seinen ruhigeren Gemälden etwas von ihrer natürlichen Schönheit durchschimmern ließ - während, sobald seine Liebe wieder erkaltet war, sein Zorn diese Schönheit in Stücke riß und daraus dann ,,Meisterwerke" der modernen Kunst machte. Dieses Muster wiederholt sich bei Picasso wie bei einem Uhrwerk!

Folglich entspringt die Schönheit in der Kunst dem Einklang in der Seele - selbst wenn es bloße irdische Harmonie ist -, während die Häßlichkeit aus der Disharmonie der Seele stammt, wie es beim Haß der Fall ist. Nun benötigt die Harmonie jedoch die Disharmonie nicht, im Gegenteil. Hingegen setzt die Disharmonie, wie ihr Name schon sagt, eine gewisse Harmonie voraus, gegen die sie sozusagen Krieg führt. Also kommt die Harmonie vor der Disharmonie, und tatsächlich bezeugt jede Disharmonie auf gewisse Weise das Vorhandensein einer Harmonie. Nun können Madonnen-Gemälde auf wesentlich tiefere Weise harmonisch sein als Gemälde anderer schöner Frauen, weil die Harmonie in der Seele des Künstlers, welcher die Madonna malt, viel höher reichen kann als die Harmonie, die von einem rein menschlichen Modell inspiriert wird, so schön dieses auch sein mag. Warum ist das so? Weil die Schönheit der Madonna von ihrer Nähe zu Gott herrührt, dessen göttliche Harmonie - perfekte Einfachheit und Einheit - die menschliche Harmonie selbst der schönsten unter den reinen Geschöpfen unendlich übersteigt.

Deswegen zeigt die arme moderne Kunst genaugenommen auf die Harmonie, die ihr fehlt; und jede Harmonie verweist schließlich auf Gott. Möge niemand auf die Häßlichkeit der modernen Architektur zurückgreifen, um die Tridentinische lateinische Messe zu beherbergen. Denn dann würde man annehmen müssen, daß dieser jemand nur darauf wartete, zur Disharmonie der Novus Ordo Messe zurückkehren zu können!

Kyrie eleison.
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Marion
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Re: Über Geschmack lässt sich streiten ...

Beitrag von Marion »

http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=425946#p425946
Lioba hat geschrieben:Berolinensis- ist wohl wirklich eine Frage der kulturellen Prägung. Mir ist es einfach zu viel, für andere ist es gerade richtig.
http://kreuzgang.org/viewtopic.php?p=4268#p4268
anneke6 hat geschrieben: denn in allen antiken Kulturen galten lange Haare als die Zierde der Frau. Die Haare sind, ähnlich wie die Brüste, ein Geschenk Gottes an die Frau, um sie für den Mann attraktiv zu machen.
Mit diesen beiden Aussagen die hier gestern getätigt wurden möchte ich den Strang gerne wieder beleben.

Kann eine Kultur nur das Empfinden für Schönheit (was wohl unter Geschmack läuft) beeinflussen oder wird es dann wirklich nicht mehr schön? Kann es sein, daß das was Gott uns zur Zierde gegeben hat durch kulturelle Änderungen sich zum Hässlichen entwickelt?
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