Das hast Du wohl von Heraklit .............Pierre hat geschrieben:Aber ich denke, dass Wahrheit, im übergeordneten Sinn, keinen Sinn macht, denn sie gilt, wenn überhaupt nur in dem Moment, da sie ausgedrückt wird, im nächsten Augenblick ist es schon eine andere Wahrheit.
Freundschaft, Ehrlichkeit, Authentizität
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Raphael
Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden.
(2 Timotheus 4, 3 f.)
So aber war es immer, der Mensch weiß um die Relativität der Wahrheit und zieht die Fabelei vor, mit wenigen Ausnahmen.
Pierre
(2 Timotheus 4, 3 f.)
So aber war es immer, der Mensch weiß um die Relativität der Wahrheit und zieht die Fabelei vor, mit wenigen Ausnahmen.
Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich
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Raphael
Es ändert sich sicher manches, was Menschen erdacht haben und was sie erkannt haben, da kann es immer wieder neue ergänzende Erkenntnisse geben.
Aber, um einmal ein deutliches Beispiel zu geben: Wenn jemand vor 150 Jahren erschossen oder erdolcht wurde, dann war er tot, das ist heute und in der Zukunft nicht anders und war immer schon so.
Ergo: es gibt doch bei allen bei allen "Wahrheiten" grundlegende, die sich nicht ändern.
Offenbar hat Pierre damit ein Problem, das zu erkennen. Da es also Naturgesetze gibt, die immer gleich sind, auch wenn wir vieles in dem Bereich noch nicht wissen und immer wieder neue Erkenntnisse auftauchen, kann man folgern, dass es auch im religiösen Bereich grundlegende Wahrheiten geben muss und die gibt es ja auch, nur haben viele sie nicht erkannt und wollen das auch nicht erkennen. Der Grund liegt darin, dass sie sich nicht auf bestimmte Wahrheiten EINLASSEN wollen, denn hier kommt man nur dadurch zur Wahrheit, dass man sich auf sie einlässt, was zunächst auch ein etwas schmerzhafter Prozeß ist, dem viele lieber ausweichen. Die Freude kommt dann aber hernach umsomehr, als man durch diesen Schmerz durchgegangen ist.
In der Wissenschaft muss man sich auch mit einer Sache beschäftigen und sie erproben, wenn das auch nicht an die eigene Existenz geht, in der Religion aber ist das Erkennen an das Sich-Hingeben gebunden, sonst bleibt alles nur blosse Theorie.
Aber, um einmal ein deutliches Beispiel zu geben: Wenn jemand vor 150 Jahren erschossen oder erdolcht wurde, dann war er tot, das ist heute und in der Zukunft nicht anders und war immer schon so.
Ergo: es gibt doch bei allen bei allen "Wahrheiten" grundlegende, die sich nicht ändern.
Offenbar hat Pierre damit ein Problem, das zu erkennen. Da es also Naturgesetze gibt, die immer gleich sind, auch wenn wir vieles in dem Bereich noch nicht wissen und immer wieder neue Erkenntnisse auftauchen, kann man folgern, dass es auch im religiösen Bereich grundlegende Wahrheiten geben muss und die gibt es ja auch, nur haben viele sie nicht erkannt und wollen das auch nicht erkennen. Der Grund liegt darin, dass sie sich nicht auf bestimmte Wahrheiten EINLASSEN wollen, denn hier kommt man nur dadurch zur Wahrheit, dass man sich auf sie einlässt, was zunächst auch ein etwas schmerzhafter Prozeß ist, dem viele lieber ausweichen. Die Freude kommt dann aber hernach umsomehr, als man durch diesen Schmerz durchgegangen ist.
In der Wissenschaft muss man sich auch mit einer Sache beschäftigen und sie erproben, wenn das auch nicht an die eigene Existenz geht, in der Religion aber ist das Erkennen an das Sich-Hingeben gebunden, sonst bleibt alles nur blosse Theorie.
Zuletzt geändert von Edi am Montag 7. April 2008, 20:41, insgesamt 2-mal geändert.
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Clementine
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Ob ich die Wahrheit oder Lüge (in diesem Fall Fabelei) vorziehe, hat doch keine Auswirkungen darauf, was wahr IST. Gerade das Zitat von Dir drückt dies aus: Man wird sich von der Wahrheit abwenden. Die Wahrheit ändert sich dadurch nicht - auch wenn man sie nicht mehr hören will.Pierre hat geschrieben:Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden.
(2 Timotheus 4, 3 f.)
So aber war es immer, der Mensch weiß um die Relativität der Wahrheit und zieht die Fabelei vor, mit wenigen Ausnahmen.
Pierre
Deine Aussage macht grammatikalisch gar keinen Sinn. Edi hat hier ganz recht: Jemand kann nicht in der Vergangenheitsform erdolcht worden sein, ohne dass es irgendwann einmal in der Gegenwart passiert ist. Und umgekehrt.Pierre hat geschrieben:Aber ich denke, dass Wahrheit, im übergeordneten Sinn, keinen Sinn macht, denn sie gilt, wenn überhaupt nur in dem Moment, da sie ausgedrückt wird, im nächsten Augenblick ist es schon eine andere Wahrheit.
Pierre hat geschrieben:Denke dabei an die Forschung in der Medizin, an all unser Wissen aus der vergangenheit... wie schnell sich alles ändert.
Das heisst doch nur, dass ggf. noch nicht alle Erkenntnisse vorlagen, die Rückschlüsse evtl. falsch waren, Messfehler vorkamen (z.B. bzgl. des Gerüchtes, dass Spinat sehr eisenhaltig sei und in Wirklichkeit ein eisenarmes Gemüse ist)... Neue Erkenntnisse können das Bild verändern - was aber nur heisst, dass das Bild unvollständig, verzerrt etc. war. Die Mendelsonschen Gesetze der Vererbung ändern sich doch beispielsweise nicht, nur weil man feststellt, dass irgendetwas (z.B. eine bestimmte Krankheit) genetisch bedingt ist!
Pierre überträgt alles menschliche Wissen und Erkennen auch auf die christliche Religion. Die ist aber Offenbarung direkt von Gott und nicht menschliches Ersinnen.Clementine hat geschrieben:Das heisst doch nur, dass ggf. noch nicht alle Erkenntnisse vorlagen, die Rückschlüsse evtl. falsch waren, Messfehler vorkamen (z.B. bzgl. des Gerüchtes, dass Spinat sehr eisenhaltig sei und in Wirklichkeit ein eisenarmes Gemüse ist)... Neue Erkenntnisse können das Bild verändern - was aber nur heisst, dass das Bild unvollständig, verzerrt etc. war. Die Mendelsonschen Gesetze der Vererbung ändern sich doch beispielsweise nicht, nur weil man feststellt, dass irgendetwas (z.B. eine bestimmte Krankheit) genetisch bedingt ist!
Natürlich kann man diese Offenbarung auch als Menschenwerk bezeichnen, nur irrt man dabei. Man kann diese Offenbarung aber prüfen, indem man sich auf sie existentiell einlässt, dann wird sie bestätigt und hunderttausende und noch viel mehr haben das getan und als wahr erfunden. Wenn ein Wissenschaftler eine Idee hat, überprüft er sie auch durch ein Experiment. Gelingt das, überprüfen es andere auch und bestätigen seine Idee. Vom Im-Lehnstuhl-Sitzen kommt aber nichts.
Es geht mir nicht darum, Recht zu haben, sondern die Freiheit zu besitzen, meine ganz persönliche Meinung auszudrücken.
Dass dies nicht allen passt, ist normal und macht mir keinen Stress.
Ich bin auch bereit, meine Auffassung zu korrigieren, aber dazu müssen mir überzeugende Aussagen vorliegen.
Und die Entscheidung, was für mich überzeugend ist kann nur ich selbst treffen.
Pierre, der vielleicht jetzt als arrogant bezeichnet wird.
Dass dies nicht allen passt, ist normal und macht mir keinen Stress.
Ich bin auch bereit, meine Auffassung zu korrigieren, aber dazu müssen mir überzeugende Aussagen vorliegen.
Und die Entscheidung, was für mich überzeugend ist kann nur ich selbst treffen.
Pierre, der vielleicht jetzt als arrogant bezeichnet wird.
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich
Vielleicht ist das überzeugend für dichPierre hat geschrieben:Und die Entscheidung, was für mich überzeugend ist kann nur ich selbst treffen.
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Frank
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Ehrlichkeit und Freundschaft
Hallo zusammen,
Wie sich richtig verhalten?
Als meine Ex-Freundin Schluss gemacht hatte, habe ich mit einer lockeren Freundschaft gebrochen. Naja, gebrochen ist vielleicht das falsche Wort. Ich hab meiner Bekannten ein schönes leben gewünscht.
Ich sah wie schlecht es, in der Situation auch meiner Ex ging (die Gründe hierfür will ich hier nicht ausbreiten, ich konnte und kanns nachvollziehen, das muss reichen) und ich bat betreffende Bekannte auf meine Ex zu schauen und verband diese Bitte mit einigen (vielleicht überflüssigen) Tipps zum Thema "freundschaftlichen Beistand leisten". Ihre Reaktion war genauso logisch, wie überzogen: Sie meinte ich solle es ihr überlassen ob und wie sie meiner Ex hilft und im übrigen sie daraus halten. Heraus halten? Hallo? Ich bat meiner Ex zu helfen, nicht zu vermitteln! Nun gut, ich empfand es so als würde ich, für meine Fürsorge, mit dem Prädikat "A********" belohnt und wünschte der Freundin meiner Ex, wie gesagt, ein schönes Leben.
Klar war es nicht angemessen meiner Bekannten ungebetene Ratschläge zu geben. Aber ich war ja auch gleichzeitig mit mir genug beschäftigt. Und ich war alles andere als in der Lage vernünftige SMS´n zu schreiben.
Mittlerweile bin ich mit meiner Ex gut befreundet. Sehr eng befreundet könnte ich sogar sagen. Und sie wünscht sich das ich mich mit meiner Bekannten wieder versteh. Meine Ex meint das ihr die Freundschaft zu uns beiden sehr am Herzen liegt und es ihr wichtig sei auch mal zu dritt was zu unternehmen.
Naja, versuchen kann mans ja mal. Ich hatte letztens so nen Treffen. Wir waren auf nem Bier bei meiner Bekannten. Und ich hab festgestellt: Sorry, die Frau (also meine Bekannte) ist mir einfach zu billig (damit könnte ich ja noch leben), zu nuttig (damit könnte ich auch noch leben, ihre Sache wie sie sich kleidet), von der Art her einfach zu blöd (Wurst egal, bei Freundschaften kann ich sehr tolerant sein), einfach unter meinem Niveau und überhaupt und sowieso will ich keine Nazis (Damit kann ich nicht leben. Hallo? Ich bin Grüner und kriege bei dem braunen Gessocks einfach nur Herpes) in meinem Freundeskreis.
Auf dem Heimweg hab ich meiner Ex gesagt das ich so nen Abend nicht unbedingt nochmal brauche. In ne Kneipe auf nem Bier, oder nen Kaffee trinken, meinetwegen. Aber intensiveren Kontakt brauch ich nicht.
Wenn ich ehrlich wär müsste ich sagen: "Sory, mit der nicht! Lass uns unser Ding machen und macht ihr beide euer Ding" Aber ich weis auch das es die Freundschaft zu meiner Ex schon belasten würde wenn ich mich da total verweigere. Aber sich mit jemanden in ne Kneipe zu setzen dessen Anwesenheit man eigentlich nicht erträgt? Ist das nicht schon Lüge? Wahrhaftigkeit sieht anders aus, oder?
Grüsse!
Frank
Wie sich richtig verhalten?
Als meine Ex-Freundin Schluss gemacht hatte, habe ich mit einer lockeren Freundschaft gebrochen. Naja, gebrochen ist vielleicht das falsche Wort. Ich hab meiner Bekannten ein schönes leben gewünscht.
Ich sah wie schlecht es, in der Situation auch meiner Ex ging (die Gründe hierfür will ich hier nicht ausbreiten, ich konnte und kanns nachvollziehen, das muss reichen) und ich bat betreffende Bekannte auf meine Ex zu schauen und verband diese Bitte mit einigen (vielleicht überflüssigen) Tipps zum Thema "freundschaftlichen Beistand leisten". Ihre Reaktion war genauso logisch, wie überzogen: Sie meinte ich solle es ihr überlassen ob und wie sie meiner Ex hilft und im übrigen sie daraus halten. Heraus halten? Hallo? Ich bat meiner Ex zu helfen, nicht zu vermitteln! Nun gut, ich empfand es so als würde ich, für meine Fürsorge, mit dem Prädikat "A********" belohnt und wünschte der Freundin meiner Ex, wie gesagt, ein schönes Leben.
Klar war es nicht angemessen meiner Bekannten ungebetene Ratschläge zu geben. Aber ich war ja auch gleichzeitig mit mir genug beschäftigt. Und ich war alles andere als in der Lage vernünftige SMS´n zu schreiben.
Mittlerweile bin ich mit meiner Ex gut befreundet. Sehr eng befreundet könnte ich sogar sagen. Und sie wünscht sich das ich mich mit meiner Bekannten wieder versteh. Meine Ex meint das ihr die Freundschaft zu uns beiden sehr am Herzen liegt und es ihr wichtig sei auch mal zu dritt was zu unternehmen.
Naja, versuchen kann mans ja mal. Ich hatte letztens so nen Treffen. Wir waren auf nem Bier bei meiner Bekannten. Und ich hab festgestellt: Sorry, die Frau (also meine Bekannte) ist mir einfach zu billig (damit könnte ich ja noch leben), zu nuttig (damit könnte ich auch noch leben, ihre Sache wie sie sich kleidet), von der Art her einfach zu blöd (Wurst egal, bei Freundschaften kann ich sehr tolerant sein), einfach unter meinem Niveau und überhaupt und sowieso will ich keine Nazis (Damit kann ich nicht leben. Hallo? Ich bin Grüner und kriege bei dem braunen Gessocks einfach nur Herpes) in meinem Freundeskreis.
Auf dem Heimweg hab ich meiner Ex gesagt das ich so nen Abend nicht unbedingt nochmal brauche. In ne Kneipe auf nem Bier, oder nen Kaffee trinken, meinetwegen. Aber intensiveren Kontakt brauch ich nicht.
Wenn ich ehrlich wär müsste ich sagen: "Sory, mit der nicht! Lass uns unser Ding machen und macht ihr beide euer Ding" Aber ich weis auch das es die Freundschaft zu meiner Ex schon belasten würde wenn ich mich da total verweigere. Aber sich mit jemanden in ne Kneipe zu setzen dessen Anwesenheit man eigentlich nicht erträgt? Ist das nicht schon Lüge? Wahrhaftigkeit sieht anders aus, oder?
Grüsse!
Frank
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Nie wieder Krieg, Nie wieder Auschwitz, nie wieder Faschisten in deutsche Parlamente
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
In dem gleichlautenden Beitrag auf Mykath hast Du am Ende noch eine Ergänzung gemacht, die Du hier weggelassen hast... dass Du weißt, dass das keine "klassische Glaubensfrage" sei, Du das aber gern vor einem "christlich-ethischen Hintergrund moraltheologisch" diskutieren wölltest...
Als ich Deinen Beitrag nämlich grad gelesen hatte, hab ich mich gefragt, ob Du Dich damit hier verirrt hast und erst recht im Refektorium, daher hatte ich gegoogelt...
Ohne sie zu kennen, gehe ich jede Wette ein, dass diese Bekannte kein "Nazi" ist, insofern scheint Dir generell die Toleranz zu fehlen, andere Ansichten neben Deinen gelten zu lassen (ich weiß, das ist eine Unterstellung, aber bei Deiner Wortwahl drängt sich diese mir auf).
Vom christlichen Standpunkt her sollte man sich bei jedem Menschen um ein gutes Auskommen bemühen, denn in jedem Menschen kann uns Christus begegnen, aber irgendwie hab ich in Deinem ganzen Beitrag keinen christlichen Aspekt erkennen können.
Nun, Verwandte kann man sich nicht aussuchen, Freunde schon, und ich sehe nicht, was verkehrt daran ist zu sagen, dass Du nichts zu dritt unternehmen möchtest. Natürlich mag es sein, dass Du damit die Freundschaft zu Deiner Ex-Freundin riskierst, denn vielleicht möchte sie als Ex nichts mehr nur mit Dir alleine unternehmen, sondern es wäre ihr lieber, ihre andere Freundin als sicheren Begleiter (und Schutz) bei sich zu haben?!
Freundschaften zwischen Männern und Frauen sind m. E. nie einfach...
Meines Erachtens solltest Du das Thema aber tatsächlich besser in einem weltlichen Hilfe-Forum diskutieren. Da gibt es zwar nur wenige Christen, aber ich vermag das speziell Christliche in Deiner Frage nicht so ganz zu durchblicken, als christlich empfinde ich nämlich Deine ganze Ausdrucksweise schon nicht...
Ich sehe es jedenfalls nicht als Lüge an, wenn Du Dich in Toleranz und Nächstenliebe übst und die Anwesenheit der Freundin Deiner Ex erduldest. Sie muss ja nicht Deine Freundin werden, man unterscheidet doch zwischen Bekannten und Freunden. Du musst ja auch nicht so tun, als fändest Du sie sonderlich toll. Man kann doch einfach "normal" sein?! Und offensichtlich habt Ihr Euch doch mal besser verstanden, vielleicht liegt es an Dir, dass sie Dir plötzlich so anders vorkommt...
Als ich Deinen Beitrag nämlich grad gelesen hatte, hab ich mich gefragt, ob Du Dich damit hier verirrt hast und erst recht im Refektorium, daher hatte ich gegoogelt...
Ohne sie zu kennen, gehe ich jede Wette ein, dass diese Bekannte kein "Nazi" ist, insofern scheint Dir generell die Toleranz zu fehlen, andere Ansichten neben Deinen gelten zu lassen (ich weiß, das ist eine Unterstellung, aber bei Deiner Wortwahl drängt sich diese mir auf).
Vom christlichen Standpunkt her sollte man sich bei jedem Menschen um ein gutes Auskommen bemühen, denn in jedem Menschen kann uns Christus begegnen, aber irgendwie hab ich in Deinem ganzen Beitrag keinen christlichen Aspekt erkennen können.
Nun, Verwandte kann man sich nicht aussuchen, Freunde schon, und ich sehe nicht, was verkehrt daran ist zu sagen, dass Du nichts zu dritt unternehmen möchtest. Natürlich mag es sein, dass Du damit die Freundschaft zu Deiner Ex-Freundin riskierst, denn vielleicht möchte sie als Ex nichts mehr nur mit Dir alleine unternehmen, sondern es wäre ihr lieber, ihre andere Freundin als sicheren Begleiter (und Schutz) bei sich zu haben?!
Freundschaften zwischen Männern und Frauen sind m. E. nie einfach...
Meines Erachtens solltest Du das Thema aber tatsächlich besser in einem weltlichen Hilfe-Forum diskutieren. Da gibt es zwar nur wenige Christen, aber ich vermag das speziell Christliche in Deiner Frage nicht so ganz zu durchblicken, als christlich empfinde ich nämlich Deine ganze Ausdrucksweise schon nicht...
Ich sehe es jedenfalls nicht als Lüge an, wenn Du Dich in Toleranz und Nächstenliebe übst und die Anwesenheit der Freundin Deiner Ex erduldest. Sie muss ja nicht Deine Freundin werden, man unterscheidet doch zwischen Bekannten und Freunden. Du musst ja auch nicht so tun, als fändest Du sie sonderlich toll. Man kann doch einfach "normal" sein?! Und offensichtlich habt Ihr Euch doch mal besser verstanden, vielleicht liegt es an Dir, dass sie Dir plötzlich so anders vorkommt...
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
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Vir Probatus
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Bereits die durchgehende Bezeichnung "Ex" für eine vormals offensichtlich (und vielleicht heute wieder) geliebte Person lässt mich daran zweifeln, ob eine Diskussion mit Dir in dem Kontext den Du hier anstossen willst, möglich ist.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)
Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Frank hat geschrieben:und überhaupt und sowieso will ich keine Nazis (Damit kann ich nicht leben. Hallo? Ich bin Grüner und kriege bei dem braunen Gessocks einfach nur Herpes) in meinem Freundeskreis.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)
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Wenzel
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Für Grüne sind alle Leute Nazis, die die autoritären, selbstgerechten Denkgebäude dieser Partei und ihrer Anhänger kritisieren.iustus hat geschrieben:Frank hat geschrieben:und überhaupt und sowieso will ich keine Nazis (Damit kann ich nicht leben. Hallo? Ich bin Grüner und kriege bei dem braunen Gessocks einfach nur Herpes) in meinem Freundeskreis.Woran hast Du denn erkannt, dass sie Nazi ist?
Pange, lingua, gloriosi corporis mysterium (Thomas von Aquin)
Westliche Wertegemeinschaft: Kinder- und Alten-Euthanasie, Genderwahn, Homoterror, Abtreibung, Ökowahn, Überwachungsmonströsität, political correctness ....
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Kann meinem Vorredner nur zustimmen, würde sogar so weit gehen zu sagen, dass Grüne meistens schlimmer als Nazis sind. Wie ich zu solch vermeintlich vermessener Einschätzung komme? Na ja, grüne Hoheitsgebiete sind ja Soz.-Päd. und alles was damit zusammenhängt, Behindertenfürsorge etc. und wer von Behinderten oder anderen "betreuten Randgruppen" berichtet bekommt, wie "die Grünen" mit ihren Klienten umspringen, der bekommt eine solche Meinung über "die Grünen", zumindest über den Teil, der in der Behindertenfürsorge parasitären Postenschacher auf Kosten der Schwächsten betreibt...
ungemein treffend finde ich, dass der Smilie grüne Kotze kotzt... 
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Wenzel
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
@ cathfish
Nur im realen Leben Kritik an Grünen zu äußern, kommt in vielen Fällen sozialem oder je nachdem auch beruflichem Harakiri gleich. Diese Gruppierung ist in der Tat um ein vieles schlimmer als die von denen so bezeichneten "Nazis". Wieviele Äußerungen hier im Forum entsprechen nicht den Grünen Vorstellungen - ziemlich viele - damit sind wir in deren Augen alles Nazis. (Halt auch die Deutungshoheit über Begrifflichkeiten haben die sich bereits zugelegt)
Nur im realen Leben Kritik an Grünen zu äußern, kommt in vielen Fällen sozialem oder je nachdem auch beruflichem Harakiri gleich. Diese Gruppierung ist in der Tat um ein vieles schlimmer als die von denen so bezeichneten "Nazis". Wieviele Äußerungen hier im Forum entsprechen nicht den Grünen Vorstellungen - ziemlich viele - damit sind wir in deren Augen alles Nazis. (Halt auch die Deutungshoheit über Begrifflichkeiten haben die sich bereits zugelegt)
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Danke für die Schützenhilfe! Genau - berufliches Harakiri - eine totalitärere Partei als die Grünen gibts es nicht! Und ekelhaft rücksichtslos bei der Durchsetzung ihrer Ziele sind die... Haben sich über ihre Lobby komfortabel eingenistet in "ihrer Republik"...Wenzel hat geschrieben:@ cathfish![]()
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Nur im realen Leben Kritik an Grünen zu äußern, kommt in vielen Fällen sozialem oder je nachdem auch beruflichem Harakiri gleich. Diese Gruppierung ist in der Tat um ein vieles schlimmer als die von denen so bezeichneten "Nazis". Wieviele Äußerungen hier im Forum entsprechen nicht den Grünen Vorstellungen - ziemlich viele - damit sind wir in deren Augen alles Nazis. (Halt auch die Deutungshoheit über Begrifflichkeiten haben die sich bereits zugelegt)
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Raimund J.
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Moderatoren-Anmerkung:
1. Der Strang wird ggf. irgendwann in ein passenderes Unterforum verschoben!
2. Die Aspekte Ehrlichkeit, Freundschaft und Nächstenliebe können vorrangig hier weiter diskutiert werden
3. Politische Diskussionen sind hier eher unpassend!
1. Der Strang wird ggf. irgendwann in ein passenderes Unterforum verschoben!
2. Die Aspekte Ehrlichkeit, Freundschaft und Nächstenliebe können vorrangig hier weiter diskutiert werden
3. Politische Diskussionen sind hier eher unpassend!
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Hätte man mit grüner Farbe hervorheben sollenRaimund Josef H. hat geschrieben:Moderatoren-Anmerkung:
1. Der Strang wird ggf. irgendwann in ein passenderes Unterforum verschoben!
2. Die Aspekte Ehrlichkeit, Freundschaft und Nächstenliebe können vorrangig hier weiter diskutiert werden
3. Politische Diskussionen sind hier eher unpassend!
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Raimund J.
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Mittlerweile ist ja der Strang verschoben. Meine Anmerkungen bezogen sich vor allem auf das Unterforum "Refektorium - Allgemein Katholisches".
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
...hier jemanden zu treffen, der im Sinne der GünenZensur betreibt ist ja gottlob nicht so leicht...Raimund Josef H. hat geschrieben:Mittlerweile ist ja der Strang verschoben. Meine Anmerkungen bezogen sich vor allem auf das Unterforum "Refektorium - Allgemein Katholisches".
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Du warst bei dem Treffen in der Kneipe mehr oder weniger guten Willens, jedenfalls hast du versucht, herauszufinden, ob du deiner Freundin zuliebe mit der Dame kannst.Frank hat geschrieben:Wenn ich ehrlich wär müsste ich sagen: "Sory, mit der nicht! Lass uns unser Ding machen und macht ihr beide euer Ding" Aber ich weis auch das es die Freundschaft zu meiner Ex schon belasten würde wenn ich mich da total verweigere. Aber sich mit jemanden in ne Kneipe zu setzen dessen Anwesenheit man eigentlich nicht erträgt? Ist das nicht schon Lüge? Wahrhaftigkeit sieht anders aus, oder?
Wenn du für dich zu dem Ergebnis gekommen bist, dass du nicht mit ihr kannst, solltest du Begegnungen mit ihr aus dem Weg gehen, schon allein schon um Eskalationen und hässlichen Streit zu vermeiden.
Wieviel davon du deiner Freundin sagst (und in welcher Form), musst du abwägen. Etwas zu verschweigen (etwa um deine Freundin nicht zu verletzen oder um zu vermeiden, von Dritten zu schlecht zu reden oder dich in Rage zu reden) ist keine Lüge.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Das sehe ich jetzt nicht so. Er sagt eingangs ja "Ex-Freundin" und erst später zu Abkürzungszwecken Ex, was auch ich so beibehalten habe und bei mir auch so halte, auch wenn ich versuche, stets "Ex-Freund" auszuformulieren.Vir Probatus hat geschrieben:Bereits die durchgehende Bezeichnung "Ex" für eine vormals offensichtlich (und vielleicht heute wieder) geliebte Person lässt mich daran zweifeln, ob eine Diskussion mit Dir in dem Kontext den Du hier anstossen willst, möglich ist.
Was findest Du an der Bezeichnung im allgemeinen falsch?! Man nutzt sie ja meist, um Missverständnisse zu vermeiden bzw. einen Sachverhalt klarer darzustellen.
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Könnte es vielleicht sein, daß Du trotz Deiner angeblichen Toleranz das eine oder andere Vorurteil pflegst?Frank hat geschrieben:Sorry, die Frau (also meine Bekannte) ist mir einfach zu billig ...
zu nuttig ...
von der Art her einfach zu blöd ...
einfach unter meinem Niveau ...
und überhaupt und sowieso will ich keine Nazis (Damit kann ich nicht leben. Hallo? Ich bin Grüner und kriege bei dem braunen Gessocks einfach nur Herpes) in meinem Freundeskreis.
(Der schlimmste Ausdruck in Deiner Tirade ist "einfach unter meinem Niveau".
Gut, für einen Grünen vielleicht nachvollziehbar -
aber eines Christen unwürdig, so zu denken.)
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Vir Probatus
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Ich finde es einfach abwertend.Melody hat geschrieben:Das sehe ich jetzt nicht so. Er sagt eingangs ja "Ex-Freundin" und erst später zu Abkürzungszwecken Ex, was auch ich so beibehalten habe und bei mir auch so halte, auch wenn ich versuche, stets "Ex-Freund" auszuformulieren.Vir Probatus hat geschrieben:Bereits die durchgehende Bezeichnung "Ex" für eine vormals offensichtlich (und vielleicht heute wieder) geliebte Person lässt mich daran zweifeln, ob eine Diskussion mit Dir in dem Kontext den Du hier anstossen willst, möglich ist.
Was findest Du an der Bezeichnung im allgemeinen falsch?! Man nutzt sie ja meist, um Missverständnisse zu vermeiden bzw. einen Sachverhalt klarer darzustellen.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)
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Re: Ehrlichkeit und Freundschaft
Nee, das ist der Ausdruck aber wirklich nicht. Er stellt einfach nur eine Tatsache fest, gänzlich ohne Wertung.Vir Probatus hat geschrieben:Ich finde es einfach abwertend.Melody hat geschrieben:Das sehe ich jetzt nicht so. Er sagt eingangs ja "Ex-Freundin" und erst später zu Abkürzungszwecken Ex, was auch ich so beibehalten habe und bei mir auch so halte, auch wenn ich versuche, stets "Ex-Freund" auszuformulieren.Vir Probatus hat geschrieben:Bereits die durchgehende Bezeichnung "Ex" für eine vormals offensichtlich (und vielleicht heute wieder) geliebte Person lässt mich daran zweifeln, ob eine Diskussion mit Dir in dem Kontext den Du hier anstossen willst, möglich ist.
Was findest Du an der Bezeichnung im allgemeinen falsch?! Man nutzt sie ja meist, um Missverständnisse zu vermeiden bzw. einen Sachverhalt klarer darzustellen.
Ich kenne zwar diesen Frank nicht und weiß nicht, wie er es meint, aber ich spreche wie gesagt auch von "Ex-Freund" oder manchmal auch kurz "Ex" und sage gleichzeitig, dass dieser mein bester Freund ist (wobei wir keinen engeren Kontakt haben, er hat mittlerweile Familie, aber in der Not kann ich mich auf ihn verlassen und auf ihn zählen)...
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
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Authentizität bzw. christliches Verhalten bei Christen
Schon lange denke ich über etwas nach, worüber ich gerne einmal sprechen würde, und ich habe keinen geeigneten Strang gefunden. Ich wähle die Pforte und nicht das Refektorium, weil es, so denke ich, kein spezifisch katholisches Thema ist (bei Katholiken fällt es mir natürlich nur mehr auf).
Ich weiß, dass wir alle Sünder sind, und dass davon auch Priester und Ordensleute nicht ausgenommen sind. Und ich weiß natürlich ebenso, dass es wohl menschlich ist, die eigenen Fehler zu übersehen, die Fehler bei anderen dafür aber umso deutlicher wahrzunehmen. Nicht umsonst heißt es in Mt 7, 3: "Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?"
Und doch, auch wenn ich dies weiß, bin ich immer wieder verwirrt, wenn Christen (hier: Katholiken) sich nicht so verhalten, wie sie es - meiner bescheidenen Meinung nach - eigentlich sollten, wenn ich tiefsitzenden Ärger, Arroganz, Unehrlichkeit, Unversöhnlichkeit oder gar Hass erblicke. Für mich widerspricht sich dies mit Jesus' Worten aus der Bergpredigt.
Gerade fiel mir z. B. auch im Berufungsstrang folgende Aussage auf:
Und ich bin vorhin über einen Satz von Marion gestolpert:
Es war in einer FSSPX-Gemeinde, wo ich es einmal erlebte, dass ich noch vor dem Rosenkranz in der allerletzten Bank kniete und dann die Frau, die (mit Kopfbedeckung) später den Rosenkranz vorbetete, zu der Frau in der Reihe vor mir kam und total aufgeregt mit ihr diskutierte, weil der Priester es anscheinend gewagt hatte, etwas am Bücherstand umzuräumen. Danach kam noch ein anderer, der in der Gemeinde engagiert ist, und sie diskutierten hörbar und nicht mehr als ca. 15 Meter vom Tabernakel entfernt weiter, und die Frau meinte noch sinngemäß, sie würde hier jetzt gar nichts mehr machen.
Wenn man sich ehrenamtlich betätigt, sehe ich zwar ein, dass man enttäuscht ist, wenn die eigene Arbeit "sabotiert" wird, aber ich war doch irgendwie fast entsetzt über dieses widersprüchliche Bild, das sich mir bot... wie kann man im Kirchenraum derlei Unmutsbekundungen über den Priester äußern? Und fünf Minuten später den Rosenkranz vorbeten?
Über eine genauso fromme eifrige Rosenkranzvorbeterin mit Kopfbedeckung war ich auch schon mal an einer anderen Stelle verwirrt, diesmal aber im neuen Ritus. Ich ging in der Hl. Messe nicht zur Kommunion, sie auch nicht, wir mussten nur die anderen Leute aus der Bank lassen, aber so sah ich, wie sie einer Person fast schon so etwas wie einen kleinen "Schubs" gab, damit sie wieder in ihre Bankreihe konnte. Okay, "Schubs" ist vielleicht übertrieben, aber sie hat sie berührt. Und auch bei ihr bekam ich irgendwann mit, wie sie - allerdings außerhalb der Kirche - eine heftige Diskussion führte, weil sie sich über irgendetwas bei der Gebetsorganisation aufregte.
Aber auch im persönlichen Umgang hab ich mich im Laufe der Zeit immer wieder über den ein oder anderen gewundert. Ich wundere mich über Menschen, die nicht bereit sind, mir zu sagen, was ich ihnen eigentlich getan habe und absolut unversöhnlich sind, wenn ich mir noch nicht mal einer Schuld bewusst bin, egal wie oft ich vorgefallene (schriftliche) Dinge auch Revue passieren lasse. Ich würde mich ja gerne entschuldigen, aber man gibt mir nicht die Chance.
Ich kann hier verständlicherweise nicht näher ins Detail gehen, aber es gibt halt einige Menschen, wo ich mich frage, wie das denn aber mit dem Glauben zu vereinbaren ist (darunter eben auch eine Ordensfrau). Wir sollen uns doch versöhnen. Man muss nicht mit jedem gut Freund sein, das geht gar nicht, aber man muss sich um Frieden bemühen. Frieden bedeutet ja nicht gleich Freundschaft.
Wie gesagt, ich verstehe so manches nicht.
Natürlich bezieht sich das ebenso auf das Forum (und vor Jahren auch auf andere Foren).
Auch hier erlebt man es immer wieder, dass es zu teils offen zur Schau getragener Ablehnung einzelner User kommt. Manchmal sieht man echte Gehässigkeit. Nun behauptet zwar nicht jeder hier im Forum von sich, ein guter Christ und/oder Katholik zu sein, aber mich verwirren solche Dinge immer wieder.
Ich bin Konvertitin, bin nicht christlich erzogen. Ich habe mal gehört, Gandhi hätte gesagt, er wäre ja Christ geworden, wenn da nicht die Christen wären, und ich kann ihn oftmals so gut verstehen. Ich suche immer noch Vorbilder, möchte sehen, wie man sich als guter Katholik verhält. Und derlei Dinge machen es mir schwer. Ich wünsche mir, dass die Menschen authentisch sind, dass sie ein klares Bild ergeben und ich nicht ständig für mich unauflösbare Widersprüche sehe.
Aber oftmals frage ich mich dann: Bin ich vielleicht selbst so? Sehe ich nur meine eigenen Balken nicht? Ist das wirklich schon die einzige Erklärung, dass halt jeder seine eigenen Fehler nicht sieht und wir eben alle Sünder sind, solange wir auf Erden leben?! Aber ich hasse zumindest niemanden... und ich möchte auch mit jedem Frieden haben... und ich bemühe mich, niemanden zu verurteilen... aber vielleicht glaube ich das auch nur, und andere erleben das bei mir auch ganz anders?!
Was sagt Ihr denn zu dieser Thematik?!
Ich weiß, dass wir alle Sünder sind, und dass davon auch Priester und Ordensleute nicht ausgenommen sind. Und ich weiß natürlich ebenso, dass es wohl menschlich ist, die eigenen Fehler zu übersehen, die Fehler bei anderen dafür aber umso deutlicher wahrzunehmen. Nicht umsonst heißt es in Mt 7, 3: "Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?"
Und doch, auch wenn ich dies weiß, bin ich immer wieder verwirrt, wenn Christen (hier: Katholiken) sich nicht so verhalten, wie sie es - meiner bescheidenen Meinung nach - eigentlich sollten, wenn ich tiefsitzenden Ärger, Arroganz, Unehrlichkeit, Unversöhnlichkeit oder gar Hass erblicke. Für mich widerspricht sich dies mit Jesus' Worten aus der Bergpredigt.
Gerade fiel mir z. B. auch im Berufungsstrang folgende Aussage auf:
Ohne hier näheres zu wissen, habe ich mich spontan gefragt, wie wohl der Streit verlaufen sein mag. Natürlich ist meine persönliche Harmoniesucht mein Problem, und man kann sich nun mal nicht mit jedem vertragen, und ggfs. ist auch ein Gewitter mal reinigend. Aber tatsächlich würde auch ich gerade bei Priestern und Ordensleuten ein dem Glauben entsprechendes Verhalten erwarten. Es kommt halt insgesamt immer auf die Umstände an. Don Camillo war auch im Zorn liebenswert, es war ja heiliger Zorn...Grammi hat geschrieben:Und vor allem, wenn das konstruierte Bild zerbricht geht davon eine große Abschreckung aus. Ich weiß von einer Frau, die ins Kloster eintreten wollte, schon die Gewänder vorbereitet hatte, und sich sehr auf ihr Noviziat gefreut hat. Dann hat sie eines Tages einen furchtbaren Streit zwischen zwei Schwestern (oder zwei Nonnen?) erleben müssen, und hat einen anderen Weg gewählt. Das Problem war nicht nur der Streit, sondern wohl vor allem, dass hier so getan wurde, als gäbe es keine Probleme in der Klausur.
Und ich bin vorhin über einen Satz von Marion gestolpert:
Den "Mammon" kann man wohl ausklammern, aber dass der "Lebenssinn das Seelenheil" ist, scheint man ÜBERALL hin und wieder zu vergessen, ich denke, da gibt es keine Ausnahmen. Wobei ich mich da nicht wie Marion auf die Priester beziehe, sondern auf die Gläubigen.Marion hat geschrieben:Dort (gemeint waren wohl allerdings nur die Priester der FSSPX, Melody) sind tatsächlich vor allem welche deren Lebenssinn das Seelenheil ist, also Gott dienen, nicht dem Mammon.
Es war in einer FSSPX-Gemeinde, wo ich es einmal erlebte, dass ich noch vor dem Rosenkranz in der allerletzten Bank kniete und dann die Frau, die (mit Kopfbedeckung) später den Rosenkranz vorbetete, zu der Frau in der Reihe vor mir kam und total aufgeregt mit ihr diskutierte, weil der Priester es anscheinend gewagt hatte, etwas am Bücherstand umzuräumen. Danach kam noch ein anderer, der in der Gemeinde engagiert ist, und sie diskutierten hörbar und nicht mehr als ca. 15 Meter vom Tabernakel entfernt weiter, und die Frau meinte noch sinngemäß, sie würde hier jetzt gar nichts mehr machen.
Wenn man sich ehrenamtlich betätigt, sehe ich zwar ein, dass man enttäuscht ist, wenn die eigene Arbeit "sabotiert" wird, aber ich war doch irgendwie fast entsetzt über dieses widersprüchliche Bild, das sich mir bot... wie kann man im Kirchenraum derlei Unmutsbekundungen über den Priester äußern? Und fünf Minuten später den Rosenkranz vorbeten?
Über eine genauso fromme eifrige Rosenkranzvorbeterin mit Kopfbedeckung war ich auch schon mal an einer anderen Stelle verwirrt, diesmal aber im neuen Ritus. Ich ging in der Hl. Messe nicht zur Kommunion, sie auch nicht, wir mussten nur die anderen Leute aus der Bank lassen, aber so sah ich, wie sie einer Person fast schon so etwas wie einen kleinen "Schubs" gab, damit sie wieder in ihre Bankreihe konnte. Okay, "Schubs" ist vielleicht übertrieben, aber sie hat sie berührt. Und auch bei ihr bekam ich irgendwann mit, wie sie - allerdings außerhalb der Kirche - eine heftige Diskussion führte, weil sie sich über irgendetwas bei der Gebetsorganisation aufregte.
Aber auch im persönlichen Umgang hab ich mich im Laufe der Zeit immer wieder über den ein oder anderen gewundert. Ich wundere mich über Menschen, die nicht bereit sind, mir zu sagen, was ich ihnen eigentlich getan habe und absolut unversöhnlich sind, wenn ich mir noch nicht mal einer Schuld bewusst bin, egal wie oft ich vorgefallene (schriftliche) Dinge auch Revue passieren lasse. Ich würde mich ja gerne entschuldigen, aber man gibt mir nicht die Chance.
Ich kann hier verständlicherweise nicht näher ins Detail gehen, aber es gibt halt einige Menschen, wo ich mich frage, wie das denn aber mit dem Glauben zu vereinbaren ist (darunter eben auch eine Ordensfrau). Wir sollen uns doch versöhnen. Man muss nicht mit jedem gut Freund sein, das geht gar nicht, aber man muss sich um Frieden bemühen. Frieden bedeutet ja nicht gleich Freundschaft.
Wie gesagt, ich verstehe so manches nicht.
Natürlich bezieht sich das ebenso auf das Forum (und vor Jahren auch auf andere Foren).
Auch hier erlebt man es immer wieder, dass es zu teils offen zur Schau getragener Ablehnung einzelner User kommt. Manchmal sieht man echte Gehässigkeit. Nun behauptet zwar nicht jeder hier im Forum von sich, ein guter Christ und/oder Katholik zu sein, aber mich verwirren solche Dinge immer wieder.
Ich bin Konvertitin, bin nicht christlich erzogen. Ich habe mal gehört, Gandhi hätte gesagt, er wäre ja Christ geworden, wenn da nicht die Christen wären, und ich kann ihn oftmals so gut verstehen. Ich suche immer noch Vorbilder, möchte sehen, wie man sich als guter Katholik verhält. Und derlei Dinge machen es mir schwer. Ich wünsche mir, dass die Menschen authentisch sind, dass sie ein klares Bild ergeben und ich nicht ständig für mich unauflösbare Widersprüche sehe.
Aber oftmals frage ich mich dann: Bin ich vielleicht selbst so? Sehe ich nur meine eigenen Balken nicht? Ist das wirklich schon die einzige Erklärung, dass halt jeder seine eigenen Fehler nicht sieht und wir eben alle Sünder sind, solange wir auf Erden leben?! Aber ich hasse zumindest niemanden... und ich möchte auch mit jedem Frieden haben... und ich bemühe mich, niemanden zu verurteilen... aber vielleicht glaube ich das auch nur, und andere erleben das bei mir auch ganz anders?!
Was sagt Ihr denn zu dieser Thematik?!
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
Re: Authentizität bzw. christliches Verhalten bei Christen
Liebe Melody, du erwartest dir einen Idealzustand, den es hier auf Erden nun einmal nicht gibt...
Nur weil ich gläubig bin, ehrlich und von Herzen Gott suche und ihm zu folgen versuche, ev. ins Kloster eintrete - bin ich doch nicht schon gleich fehlerlos, erfüllt von Liebe, habe jeden Zorn, jede Ungerechtigkeit, jeden Neid - oder was immer - abgelegt, kenne alle diese Gefühle nicht, reagiere immer liebevoll...kenne keinen Groll mehr...
Ich bleibe die Gleiche, denke ich - mit dem Unterschied, dass ich mich bemühe, meine Fehler, Veranlagungen (zu Zorn, Neid...) zu bekämpfen, immer wieder aufzustehen, wenn ich doch wieder gefallen bin...und eben wieder neu anzufangen - und das vermutlich bin an mein Lebensende
Nur weil ich gläubig bin, ehrlich und von Herzen Gott suche und ihm zu folgen versuche, ev. ins Kloster eintrete - bin ich doch nicht schon gleich fehlerlos, erfüllt von Liebe, habe jeden Zorn, jede Ungerechtigkeit, jeden Neid - oder was immer - abgelegt, kenne alle diese Gefühle nicht, reagiere immer liebevoll...kenne keinen Groll mehr...
Ich bleibe die Gleiche, denke ich - mit dem Unterschied, dass ich mich bemühe, meine Fehler, Veranlagungen (zu Zorn, Neid...) zu bekämpfen, immer wieder aufzustehen, wenn ich doch wieder gefallen bin...und eben wieder neu anzufangen - und das vermutlich bin an mein Lebensende
- Melody
- Beiträge: 4263
- Registriert: Mittwoch 22. März 2006, 16:05
- Wohnort: in der schönsten Stadt am Rhein... ;-)
Re: Authentizität bzw. christliches Verhalten bei Christen
Ja, das ist mir ja auch klar.Sperling hat geschrieben:Nur weil ich gläubig bin, ehrlich und von Herzen Gott suche und ihm zu folgen versuche, ev. ins Kloster eintrete - bin ich doch nicht schon gleich fehlerlos, erfüllt von Liebe, habe jeden Zorn, jede Ungerechtigkeit, jeden Neid - oder was immer - abgelegt, kenne alle diese Gefühle nicht, reagiere immer liebevoll...kenne keinen Groll mehr...
Aber man sollte sich doch zumindest BEMÜHEN, oder nicht?!
Wenn einer mich z. B. um Versöhnung bittet, wie kann ich diese verweigern?!
Wie kann ich z. B. neben jemandem an der Kommunionbank knien, mit dem ich kein Wort (selbst kein Wort der reinen Höflichkeit) mehr wechseln will?!
Aus meiner Familie kenne ich eine derartig stark ausgeprägte Unversöhnlichkeit durchaus auch. Da wurde über Jahrzehnte kein Wort mehr gewechselt oder zwei Jahre lang mit einem Kollegen das Büro geteilt, ohne diesen auch nur zu begrüßen.
Aber das waren ja auch keine Christen.
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
Re: Authentizität bzw. christliches Verhalten bei Christen
Ich finde diese Vorbilder vor allem in den Heiligenbüchern, die mich so richtig zum staunen bringen. Aber auch so zum anfassen und lifegucken gibt es doch schon einige Situationen wo ich jemand was heiligmäßiges machen sehe, also zum nachahmen anspornt.Melody hat geschrieben:Ich suche immer noch Vorbilder, möchte sehen, wie man sich als guter Katholik verhält.
Daß Katholiken bessere Menschen sind als andere habe ich nie gedacht. Als ich noch ein Ungläubiger war, dachte ich, daß die denken sie wären bessere. Das war aber dummes Geschwätz, welches ich halt glaubte. Liebe und anständige Leute, sowie zornige und unanständige gibt es in und außerhalb der Kirche.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
- Florianklaus
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Re: Authentizität bzw. christliches Verhalten bei Christen
Liebe Melody, ich glaube, ich verstehe ziemlich gut, was Du meinst. Ähnliche Gedanken gehen mir auch oft durch den Kopf. Es gibt keine Lösung oder Erklärung. Man muß immer wieder bei sich selbst anfangen, es gut und besser zu machen.
Re: Authentizität bzw. christliches Verhalten bei Christen
Man selber soll das machen, ja.Melody hat geschrieben:Ja, das ist mir ja auch klar.
Aber man sollte sich doch zumindest BEMÜHEN, oder nicht?!
Wenn einer mich z. B. um Versöhnung bittet, wie kann ich diese verweigern?!
Wie kann ich z. B. neben jemandem an der Kommunionbank knien, mit dem ich kein Wort (selbst kein Wort der reinen Höflichkeit) mehr wechseln will?!
Aber nicht von anderen fordern. Im Buch "Leben der jungfäulichen Gottesmutter Maria" hab ich gelesen, daß man sich sogar freuen soll, wenn der Herr einem solche schwierigen Leute und Situationen vor die Nase setzt. Da kann man sich mit Demut- und Geduldsübungen viele Gnaden verdienen.
Zuletzt geändert von Marion am Donnerstag 15. März 2012, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
Re: Authentizität bzw. christliches Verhalten bei Christen
Nun, Menschen sind erst einmal Menschen, mit all ihren menschlichen Fehlerchen und Charakterschwächen bis hin zu handfesten seelischen Irrwegen. In den Religionen, das ist bei weitem nicht nur auf das Christentum beschränkt, sucht man das Heilige, das Ideal; und doch ist dieses Ideal erst einmal menschlich definiert oder interpretiert. Und da fangen dann die Probleme an. Im Gegensatz zu mathematisch-physikalischen Gesetzen sind religiöse Gesetze nicht so festlegbar, dass es nicht eine Gruppe gibt, die dies anzweifelt. Man hat einfach kein Mittel, etwas durch die Logik der Dinge letztlich und entgültig so zu beweisen, dass eine weitere Diskussion offenkundig unnötig wird. Wenn 1+1=2 ist, ist das argumentativ selbst von Berufsmurrern schlicht nicht mehr umzustoßen, es sei denn sie wollten sich selbst zum Spinner degradieren. Und da es bei der Religion "um alles" geht, will man natürlich zur richtigen Seite gehören bzw. die richtige Seite bestimmen.
Ansonsten kann ich nur sagen: wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Der Mensch bleibt ein soziales Wesen mit all seinen zwischenmenschlichen Problemen. Zum Problem der Glaubwürdigkeit wird es erst dann, wenn der Gegensatz zum Ideal zur permanenten Reibefläche wird.
Vielleicht hilft hier ein kleiner Tipp: man sieht wirklich sehr schnell den Fehler bei den anderen, übrigens ohne deswegen gleich selbst immer auch nur einen Splitter im eigenen Auge haben zu müssen, und regt sich evtl. nur deswegen auf, weil man in den anderen ein verfälschtes, verlogenes "Ideal" sieht, das sich selbst als besser ansieht als der jener, der dies beobachtet. Dieses versteckte Gefühl des Unterlegenseins oder auch des Herausgefordertseins, der gefühlten Provokation ist aber nur so lange ein Gefühl, solange man dies selbst zulässt. Wenn man solche von Dir beschriebenen Dinge in einer Kirche beobachtet, muss man sich durchaus nicht zwingen zu sagen, das seien "ideale" Christen. Es sind halt auch Menschen mit ihren menschlichen Schwächen - und das sollte man für sich selbst auch eingestehen.
Ansonsten kann ich nur sagen: wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Der Mensch bleibt ein soziales Wesen mit all seinen zwischenmenschlichen Problemen. Zum Problem der Glaubwürdigkeit wird es erst dann, wenn der Gegensatz zum Ideal zur permanenten Reibefläche wird.
Vielleicht hilft hier ein kleiner Tipp: man sieht wirklich sehr schnell den Fehler bei den anderen, übrigens ohne deswegen gleich selbst immer auch nur einen Splitter im eigenen Auge haben zu müssen, und regt sich evtl. nur deswegen auf, weil man in den anderen ein verfälschtes, verlogenes "Ideal" sieht, das sich selbst als besser ansieht als der jener, der dies beobachtet. Dieses versteckte Gefühl des Unterlegenseins oder auch des Herausgefordertseins, der gefühlten Provokation ist aber nur so lange ein Gefühl, solange man dies selbst zulässt. Wenn man solche von Dir beschriebenen Dinge in einer Kirche beobachtet, muss man sich durchaus nicht zwingen zu sagen, das seien "ideale" Christen. Es sind halt auch Menschen mit ihren menschlichen Schwächen - und das sollte man für sich selbst auch eingestehen.