Seite 1 von 1
Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Sonntag 13. Dezember 2009, 14:38
von regina 32
Hallo Ihr,
mich hat es dieses Jahr aufgrund eines Formfehlers meiner Steuerberaterin hart erwiwscht, ich muss für letztes Jahr mehr beiträge Zahlen als ich Gewinn gemacht hat, für die die es interessiert - relevant ist, eine Petition für Freiberufler, damit die Berechnung von Krankenkassenbeiträgen sich ändert...
Grüße
regina
als FreiberuflerInnen müssen wir uns selber krankenversichern. Bei der Berechnung der Beiträge gehen die gesetzlichen Krankenkassen von einem
fiktiven durchschnittlichen (!) Monatsgewinn von 189,- aus, auch wenn viele von uns im Schnitt viel weniger Gewinn (NICHT: Umsatz!) machen.
Das führt dazu, dass manch eine(r) über 2% seines Einkommens für die Krankenkasse bezahlt, mehr als jeder Angestellte, bei denen
grundsätzlich nur das reale Einkommen als Berechnungsgrundlage herangezogen wird.
Michael Schmidt hat am 2.1.9 eine Petition eingereicht um den sog."gesetzlichen Mindestbemessungsbetrag" der Krankenkassen, nach dem die
monatlichen Beiträge von uns FreiberuflerInnen berechnet werden, endlich abzuschaffen.
Wenn man sich unter
https://epetitionen.bundestag.de "registrieren" lässt, kann man mit einem Mausklick mitzeichnen. Es müssen aber 5. (!)
Unterschriften bis zum 23.12.9 zusammenkommen, damit der Petitionsausschuss "verpflichtet" ist, sich damit zu befassen.
Wenn man sich registrieren lässt, bekommt man einen Benutzernamen und ein Passwort. So ausgerüstet begibt man sich auf diese Seite:
https://epetitionen.bundestag.de/index. ... ition=7923
<
http://redirect.gimas.net/?n=M912IWHM_WW>
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Montag 14. Dezember 2009, 11:45
von HeGe
Einfachste Lösung: Private Krankenversicherung.
(Da weiß man wenigstens, dass man ausgenommen wird.)
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 10:53
von Nietenolaf
HeGe hat geschrieben:Einfachste Lösung: Private Krankenversicherung.
Private Krankenversicherungen sind Unternehmen, die nach faschistischen Prinzipien wirtschaften.
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 14:05
von taddeo
Nietenolaf hat geschrieben:HeGe hat geschrieben:Einfachste Lösung: Private Krankenversicherung.
Private Krankenversicherungen sind Unternehmen, die nach faschistischen Prinzipien wirtschaften.
Was ist daran faschistisch, bitte?
Vielleicht die Tatsache, daß es Berufsgruppen gibt, die sich zwangsweise privatversichern müssen, wie etwa Beamte. Aber das liegt am Staat und nicht an der PKV.
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 14:38
von HeGe
Ich denke, er spielt auf die Bevorzugung junger, gesunder Männer bei der Höhe der Beiträge an, so habe ich das jedenfalls verstanden.
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 19:55
von Raimund J.
regina 32 hat geschrieben:Hallo Ihr,
mich hat es dieses Jahr aufgrund eines Formfehlers meiner Steuerberaterin hart erwiwscht, ich muss für letztes Jahr mehr beiträge Zahlen als ich Gewinn gemacht hat, für die die es interessiert - relevant ist, eine Petition für Freiberufler, damit die Berechnung von Krankenkassenbeiträgen sich ändert...
Grüße
regina
als FreiberuflerInnen müssen wir uns selber krankenversichern. Bei der Berechnung der Beiträge gehen die gesetzlichen Krankenkassen von einem
fiktiven durchschnittlichen (!) Monatsgewinn von 1890,- aus, auch wenn viele von uns im Schnitt viel weniger Gewinn (NICHT: Umsatz!) machen.
Das führt dazu, dass manch eine(r) über 20% seines Einkommens für die Krankenkasse bezahlt, mehr als jeder Angestellte, bei denen
grundsätzlich nur das reale Einkommen als Berechnungsgrundlage herangezogen wird.
Also ich war bis vor einem halben Jahr einige Jahre freiberuflich (siehe freie Berufe gem. § 18 EStG) tätig und habe mich bei einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichert. Von einem "fiktiven monatlichen Gewinn" als Bemessungsgrundlage ist mir allerdings nichts bekannt. Die Einstufung erfolgte nämlich nach Vorlage des jeweils letzten Einkommenssteuerbescheides. Ich war zwar nicht begeistert der Krankenkasse meinen Steuerbescheid offenzulegen und der Beitrag ("Preis-Leistungs-Verhältnis") erschien mir auch immer viel zu hoch, aber sonst kann ich nicht meckern.
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 22:17
von Robert Ketelhohn
Raimund Josef H. hat geschrieben:Also ich war bis vor einem halben Jahr einige Jahre freiberuflich (siehe freie Berufe gem. § 18 EStG) tätig und habe mich bei einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichert. Von einem "fiktiven monatlichen Gewinn" als Bemessungsgrundlage ist mir allerdings nichts bekannt.
Mir auch nicht. Ich kenne da nur die Beitragsbemessungsgrenze.
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 23:03
von Nietenolaf
HeGe hat geschrieben:Ich denke, er spielt auf die Bevorzugung junger, gesunder Männer bei der Höhe der Beiträge an, so habe ich das jedenfalls verstanden.
Ja, bzw. was heißt "Bevorzugung", wer irgendeine ernsthaftere gesundheitliche Sache an der Backe hat(te), oder nicht blond und blauäugig ist usw., hat keine Chance bei so einer Versicherung.
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 23:10
von Petra
Nietenolaf hat geschrieben:oder nicht blond und blauäugig ist usw.
überflüssig

Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 23:23
von incarnata
Die freiwillig gesetzlich Krankenversicherten sind in der Tat meist arm dran,da sie die höchsten Beiträge zahlen und dafür nur die von Jahr zu Jahr immer mieser werdenden Kassenleistungen bekommen d.h. z.B im dermatologischen Bereich fast sämtliche Medikamente,die kein cortison oder Antibiotika enthalten aus der eigenen Tasche voll zahlen müssen.Nur noch bei Eltern mit mehreren Kindern,die ja bei den gesetzlichen Kassen mitversichert sind könnte es sich als Selbsständiger lohnen,gesetztlich versichert zu bleiben.Da die Ärzte mittlerweile bei vielen differenzierten Leistungen draufzahlen müssen,wenn sie bei gesetzlich Versicherten durchgeführt werden ist es auch kein Wunder dass in vielen Praxen Termine für solche Untersuchungen nur sehr zögerlich an Kassenpatienten vergeben werden,ausser in echten Notfällen
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 23:42
von HeGe
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Raimund Josef H. hat geschrieben:Also ich war bis vor einem halben Jahr einige Jahre freiberuflich (siehe freie Berufe gem. § 18 EStG) tätig und habe mich bei einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichert. Von einem "fiktiven monatlichen Gewinn" als Bemessungsgrundlage ist mir allerdings nichts bekannt.
Mir auch nicht. Ich kenne da nur die Beitragsbemessungsgrenze.
Nun, ihr Glücklichen, dann habt ihr offensichtlich immer genug verdient, um euch diese Frage nicht stellen zu müssen.
Es gibt aber tatsächlich einen Mindestbetrag, bemessen an den von Regina genannten 1.890,00 €, genauso, wie es einen Höchstbetrag gibt. Dieser Mindestbetrag liegt bei etwas über 270 € monatlich, bzw. etwa ein Drittel weniger, wenn man einen Gründungszuschuss von der Arbeitsagentur bekommt.
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 23:50
von Nietenolaf
Petra hat geschrieben:Nietenolaf hat geschrieben:oder nicht blond und blauäugig ist usw.
überflüssig

In der Hinsicht kann man von Dir noch etwas lernen. 
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Montag 21. Dezember 2009, 10:50
von joshua
Das lässt sich leider nicht ändern, dass junge und gesunde Männer bevorzugt werden, da ist eben die Chance auf eine langwierige Erkrankung am geringsten. Wenn man mit einer schwereren Krankheit vorbelastet ist, dann ist die private KV sicher nicht die allerbeste Lösung, weil man sich irre zahlt. Es ist sicher nicht schlecht im Internet mal
private Krankenversicherungen zu testen, damit man ein Gefühl für Preise und Leistungen hat und nicht zu viel zahlt.
Re: Petition andere Berechnung der Krankenkassenbeitr. Freiberuf
Verfasst: Montag 21. Dezember 2009, 16:01
von Robert Ketelhohn
Ich wollte eben die Petition unterzeichnen, weil ich das Anliegen, den Mindest-
satz abzuschaffen, unterstütze. Allerdings läuft, wie ich nun sehen mußte, die
Petition darauf hinaus, für freiwillig in der GKV Versicherte zugleich die Beitrags-
bemessungsgrenze zu streichen. Mit anderen Worten: nach oben offene Schröp-
fungsskala. Das ist ja völlig absurd. Vielleicht bloß nicht durchdacht, aber so ist
das unzumutbar und nur geeignet, in die Tonne getreten zu werden. Sehr schade
drum. 