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Freiheit und Engagement

Verfasst: Samstag 24. März 2007, 23:06
von Pit
"Wo der Geist des HERRN wirkt, da ist Freiheit." 2.Kor. 3,17

- Wann habe ich mich wirklich frei gefühlt?
(Einfach mal Gedanken `drüber machen, Antwort im Forum natürlich nur ! freiwillig.)

- Ein Engagement zu leben, heisst immer eine gewisse Freiheit zu verlieren. Was aber gewinnen wir?

- Wofür möchte ich frei sein?

Gruß, Pit

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 07:54
von Linus
Grad falschrum: durch die freiwillige Bindung an Gott, einen Ehepartner ein Kloster gewinn ich Freiheit. Es klingt zwar paradox, ist aber so.

Da wo die Bindung an Gott gelebt wird dort ist wahre Freiheit.

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 08:21
von ottaviani
Ich erlebe freiheit in einer vorgegebenen Ordnung z.b. dem breviergebet das leben bekommt klarheit istr auf den herren ausgerichtet dadurch relatviert sich was mir im alltag begegnet

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 10:32
von pierre10
@pit

vielleicht sollten wir hier nicht mit vorgefertigten Phrasen antworten, denn diese Fragen können sicher (meiner Meinung nach) nur individuell beantwortet werden.

Engagement ist wichtig, es stellt sich die Frage, für wen wir uns engagieren. Auf einer katholischen Seite sind Antworten wie
- für Gott,
- für den Menschen,
- im Kloster usw

logisch. Aber mir scheint es wichtig(er), sich für das Wohlergehen (was das auch immer bedeuten mag) der Menschen zu engagieren.

So können wir uns bemühen, anderen Beispiel zu sein in der Form wie wir unsere Leben in der Öffentlichkeit leben. Das kann im Bereich des Glaubens liegen, aber auch im tagtäglichen Leben, im Beruf, in der Familie. Wie wichtig ist es, dass Eltern (gibt's die noch
;) ) den Kindern ein Beispiel sind, ein Engagement, dass sicher die individuelle Freiheit eingrenzt, aber wichtig ist.

Kleines Beispiel:
Unternehmer mit etwas 130 Mitarbeiter, war ich selbstverständlich immer der Erste, wenn 2 mal im Jahr der Blutspendewagen kam. Ich kenne allerdings Schöneres als.....
Folge, in unserer Stadt hatte unsere Firma den höchsten % an Blutspendern.

Natürlich schränkte es meine eigene Entscheidungsfreiheit ein, irgendwo auch die meiner Mitarbeiter, aber mir schien es notwendig.

Sicher habe auch ich nicht immer das richtige Engagement gezeigt, aber, Vorteil des Alters, nun weiß ich es (hoffentlich) besser.

Pierre

Freiheit

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 10:42
von Adeodat
Ein Engagement zu leben, heisst immer eine gewisse Freiheit zu verlieren. Was aber gewinnen wir?
Die Freiheit selbst. Wir befreien uns von uns selbst, wenn wir selbst auf etwas verzichten (wie die eine oder andere Möglichkeit etwas zu tun). Aber dieses verzichten darf nicht erzwungen sein, sondern freiwillig. Wenn uns der Geist Gottes das schenkt - Freiheit von dem, an das wir uns selbst binden - dann schenkt er uns wahre und wirkliche Freiheit.

Adeodat

... dem völlig bewusst ist, dass es auch Bindungen gibt, auf die man gar nicht verzichten darf, die gering zu schätzen eine Sünde wäre. Aber vielleicht finden wir gerade darin Freiheit, uns ganz in sie hinein zu geben?

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 11:22
von Linus
ottaviani hat geschrieben:Ich erlebe freiheit in einer vorgegebenen Ordnung z.b. dem breviergebet das leben bekommt klarheit istr auf den herren ausgerichtet dadurch relatviert sich was mir im alltag begegnet
Meine Rede. Bindung macht frei. Oder um mit Paulus zu sprechen, und damit Ottaviani genauer zu werden
Paulus im ersten Brief an die Kirche in Korinth(14,33) hat geschrieben: Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 11:25
von Linus
Pierre hat geschrieben:Aber mir scheint es wichtig(er), sich für das Wohlergehen (was das auch immer bedeuten mag) der Menschen zu engagieren.
Meins oder Deins?
So können wir uns bemühen, anderen Beispiel zu sein in der Form wie wir unsere Leben in der Öffentlichkeit leben.
Ach und im privatem vögeln wir uns durch die Betten, sind Intregant was das zeug hält, lügen, daß sich die Balken biegen, betrügen und stehlen zu unserem Wohlergehen? Das nenn ich Pharisäerhaft.

Re: Freiheit

Verfasst: Sonntag 25. März 2007, 17:30
von Pit
So sehe ich das auch.
Aus christlicher Sicht sieht die Sache doch so aus, daß wir auf das eine oder andere mit Gottes Hilfe verzichten (können), und deshalb freier sind.
Gerade Christen sind eben nicht in dem Zwang, ständig überlegen zu müssen, was gerade "angesagt" ist, und wie die anderen Menschen reagieren (auch, wenn so manche Christ es dennoch tut).
Und gerade deshalb verfügen wir über eine innere Freiheit, die uns handeln lassen kann.
Wenn ich weiss, daß ich nicht an Parteilinien etc. gebunden bin, kann ich mich um so mehr an den Willen Gottes binden.
Ein guter Bekannter, der in einer christlichen Gemeinschaft lebt, sagte einmal, Christen wären nicht nur "frei von", sondern auch "frei für".

Gruß, Pit
Adeodat hat geschrieben:
Wenn uns der Geist Gottes das schenkt - Freiheit von dem, an das wir uns selbst binden - dann schenkt er uns wahre und wirkliche Freiheit.

Adeodat

... dem völlig bewusst ist, dass es auch Bindungen gibt, auf die man gar nicht verzichten darf, die gering zu schätzen eine Sünde wäre. Aber vielleicht finden wir gerade darin Freiheit, uns ganz in sie hinein zu geben?