Seite 1 von 1
Verfasst: Montag 8. September 2008, 12:49
von Linus
ar26 hat geschrieben:Nach Österreich umzuziehen ist kein Auswandern. Die finanziellen Folgen würden sich in Grenzen halten.
Zitat eines in Ö lebenden wirklich begüterten bundesdeutschen Bekannten: "Also wegen den Steuern werd ich sicher nicht österreichischer Staatsbürger" (die Ö steuerlast (man schlage nur die Presse der letzten Woche auf) ist durchgängig höher als in D)
Verfasst: Montag 8. September 2008, 13:48
von Raimund J.
Linus hat geschrieben:ar26 hat geschrieben:Nach Österreich umzuziehen ist kein Auswandern. Die finanziellen Folgen würden sich in Grenzen halten.
Zitat eines in Ö lebenden wirklich begüterten bundesdeutschen Bekannten: "Also wegen den Steuern werd ich sicher nicht österreichischer Staatsbürger" (die Ö steuerlast (man schlage nur die Presse der letzten Woche auf) ist durchgängig höher als in D)
Die Lebensmittelpreise sind in Österreich angeblich auch bedeutend höher als im Niedrigpreisparadies Deutschland.
Verfasst: Montag 8. September 2008, 14:54
von Linus
Raimund Josef H. hat geschrieben:Linus hat geschrieben:ar26 hat geschrieben:Nach Österreich umzuziehen ist kein Auswandern. Die finanziellen Folgen würden sich in Grenzen halten.
Zitat eines in Ö lebenden wirklich begüterten bundesdeutschen Bekannten: "Also wegen den Steuern werd ich sicher nicht österreichischer Staatsbürger" (die Ö steuerlast (man schlage nur die Presse der letzten Woche auf) ist durchgängig höher als in D)
Die Lebensmittelpreise sind in Österreich angeblich auch bedeutend höher als im Niedrigpreisparadies Deutschland.
Ja, wir waren letztes Monat in Salzburg bei einerr Primiz, anschließend Einkaufen in Freilassing. (wir haben nur 5 Autominuten von der Grenze gewohnt) haben eingekauft. Kassazettel 70 Euro in Ö hätten die gleichen Produkte ca 100 bis 110 Euro gekostet Nur Tanken ist billiger bei uns. Und es gibt Leute, die Regelmässig teils aus dem Linzer Raum kommen, um in D einzukaufen....
Verfasst: Montag 8. September 2008, 16:39
von Clemens
Woran liegt das?
Habt Ihr noch mehr MWSt als wir (19%)?
Gibt es bei Euch weniger Konkurrenz, dickere Handelsspannen, allgemein höhere Einkommen, teurere Vertriebswege, weniger Biligimporte?

Verfasst: Montag 8. September 2008, 19:20
von Linus
Umsatzsteuer bei uns 20 % und 10 % und das seit Jahr und Tag Dann haben wir Handelsriesen in Westösterreich die Spar-Gruppe im Östen Billa (Rewe Österreich) sowie Hofer (Aldi) die drei Kontrollieren 55 - (Hofer holt auf) 65 % des Marktes. Das Österreichische Durchschnittseinkommen liegt bei 2700 brutto, macht 1712 Euro netto Median 1721 Netto (Angaben f 2006) Die Miete kostet etwa 7 €/m² (exkl BK/Strom/Gas)
Der Österreicher schaut bei Nahrungsmittel generell mehr auf heimisches und da besonders auf Bioprodukte. Dinge die Erkennbar aus Deutschland kommen werden gemieden (Dr. Müller Produkte, da fehlte eine für Österreicher akzeptable Synchronisation in der Werbung "kann garnich genug 'von kriegen" klingt einfach nur schrecklich)
Wir haben eine bisher geduldete, inzwischen sogar verfassungsmäßig abgesicherte Schattenregierung (
Sozialpartnerschaft bestehend aus den zwangbemitgliederten Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer Landwirtschaftskammer und (dem freiwillige bemitgliedeten) Gewerkschaftsbund. Die Arbeiten stark mit den (staatlich ebenfall im Verfassungsrang* stehenden)Sozialversicherungsanstalten zusammen - gegen die hat keine Regierung ne Chance.... (und es ist hier alles aber wirklich alles dem parteipolitischen Proporz unterworfen [selbst wenn man kein Parteimitglied ist, man wird einem Lager(schwarz rot oder blau) zugeschlagen])
*das ist bei uns noch normal. der geplatzte Österreichkonvent mühte sich vergeblich eineinhalb Jahre alle über 10.000 verfassungsbestimmungen (darunter so verfassungswürdige wie die Taxameterabgabe) zu kürzen auf das was eine Verfassung sein sollte.
Verfasst: Montag 8. September 2008, 19:32
von regina 32
Meines Wissens geben die Deutschen prozentual am wenigsten Ihres Einkommens für Lebensmittel aus (Engländer etc. wesentlich mehr)
Verfasst: Montag 8. September 2008, 19:48
von overkott
Linus hat geschrieben:Der Österreicher schaut bei Nahrungsmittel generell mehr auf heimisches und da besonders auf Bioprodukte.
Die Zucchinis aus unserm Garten sind reine Bioprodukte. Wir tun da nix dran.
Im Laden achten wir nicht immer auf Bio. Wir kaufen auch gerne mal günstig.
Verfasst: Montag 8. September 2008, 19:52
von Raimund J.
Hier ist ein ganz guter
Vergleich (Lebensmittelpreise Österreich-Deutschland).
Identische Lebensmittel sind in Österreich rund 20% teurer!
Wir haben in Deutschland eine sehr grosse Dichte von Lebensmittelgeschäften. Selbst hier bei uns auf dem flachen Land, haben wir Aldi, Norma, Lidl, Edeka, Netto, Plus, u.s.w. und fast alle haben Montag bis Samstag von 08 - 20.00 Uhr geöffnet.
Verfasst: Montag 8. September 2008, 19:57
von overkott
Machen denn die Österreicher öfter mal nach Bayern rüber?
Die Spritpreise drüben sind ja bezahlbar.
Verfasst: Montag 8. September 2008, 20:55
von Linus
[quote="overkott"]Machen denn die Österreicher öfter mal nach Bayern rüber?/quote]
Siehe mein posting von 14:54 Uhr
Verfasst: Montag 8. September 2008, 21:03
von FioreGraz
Raimund Josef H. hat geschrieben:Hier ist ein ganz guter
Vergleich (Lebensmittelpreise Österreich-Deutschland).
Identische Lebensmittel sind in Österreich rund 20% teurer!
Wir haben in Deutschland eine sehr grosse Dichte von Lebensmittelgeschäften. Selbst hier bei uns auf dem flachen Land, haben wir Aldi, Norma, Lidl, Edeka, Netto, Plus, u.s.w. und fast alle haben Montag bis Samstag von 08 - 20.00 Uhr geöffnet.
Nur kann man die normale Lebensmittelqauli und Vorschriften mit Pifkinesistan nicht vergleichen. Sorry, aber in nem deutschen Supermarkt einkaufen warcih einmal und nie wieder.
LG
Fiore
Verfasst: Montag 8. September 2008, 21:14
von Raimund J.
Vorschriften kann man wahrscheinlich nicht miteinander vergleichen. Österreich ist ja schliesslich ein souveräner Staat
Aber ansonsten mein ich nicht, daß sich beispielsweise Hofer und Aldi-Süd wesentlich unterscheiden. Edeka und Lidl haben nach meiner Erfahrung auch (zumindest dort wo ich einkauf) immer sehr gut geführte Obst u. Gemüse Abteilungen. Edeka hat auch immer viele regionale Produkte im Sortiment.
Die eine schlechte Erfahrung die Du gemacht hast, ist vielleicht nicht sehr repräsentativ. Es werden ja auch ständig neue Supermärkte gebaut und eröffnet.
Verfasst: Montag 8. September 2008, 21:29
von overkott
Linus hat geschrieben:overkott hat geschrieben:Machen denn die Österreicher öfter mal nach Bayern rüber?
Siehe mein posting von 14:54 Uhr
anke für den Hinweis.
Die stark gestiegenen Lebensmittelpreise sind bei uns mit gestiegenen Energiekosten begründet. Wie begründet man bei euch?
Verfasst: Montag 8. September 2008, 21:50
von Raimund J.
Langfristig sind die Lebensmittelpreise eigentlich nicht sehr gestiegen, im Bereich Fleisch sogar stark gesunken. Wenn ich richtig informiert bin, musste ein Industriearbeiter 1970 noch durchschnittlich zwei Stunden arbeiten um sich ein Kilo Rindfleisch kaufen zu können.
Verfasst: Montag 8. September 2008, 22:28
von Linus
overkott hat geschrieben:Linus hat geschrieben:overkott hat geschrieben:Machen denn die Österreicher öfter mal nach Bayern rüber?
Siehe mein posting von 14:54 Uhr
anke für den Hinweis.
Die stark gestiegenen Lebensmittelpreise sind bei uns mit gestiegenen Energiekosten begründet. Wie begründet man bei euch?
Garnicht. manche versuchens im Wahlkampf mit Inflation...
Im Übrigen scheint mir Fiores Eindruck durchaus richtig. So wie die Supermärkte geführt waren, in denen ich drin war - war das standart vor 15 bis 20 Jahren bei uns...
Verfasst: Montag 8. September 2008, 22:58
von Raimund J.
Linus hat geschrieben: So wie die Supermärkte geführt waren, in denen ich drin war - war das standart vor 15 bis 20 Jahren bei uns...
Na, ich weiß nicht ob man das so sagen kann. Ich war auch schon in den 80er Jahren ab und zu in Wien. Die Kultur ist ganz anders. Typisch war der Kreisler nebenan und die vielen spezialisierten Einzelhandelsgeschäfte. Von den herrlichen Ladenschildern habe ich mal eine ganze Fotoserie gemacht. Grosse Supermärkte waren, soweit ich das überhaupt beurteilen kann, eher dünn gesät.
Die Schweiz mit ihren Migros Supermärkten hat mich damals immer beeindruckt.
Bloss ä Bildle
Verfasst: Dienstag 9. September 2008, 08:38
von sofaklecks
Zu den hohen Lebensmittelpreisen bloss ä kloins Bildle:
http://www.wallstreet-online.de/future/ ... =ws&edit=1
Weizen ist auf Weltmarkt nur noch halb so teuer wie vor sechs Monaten.
Hett bloss noch koiner gmerkt, gell?
sofaklecks
Verfasst: Dienstag 9. September 2008, 08:45
von overkott
Die Müller leider auch nicht.
Verfasst: Dienstag 9. September 2008, 09:16
von Clemens
Danke für die ausführlichen Erklärungen.
Allerdings ist mir immer noch nicht klar:
Wer bekommt in Ö das Mehr vom Verbraucherendpreis?
Der Händler?
Der Lieferant?
Der Hersteller?
Der Staat (1 %!)?
Olle mitanand?
Verfasst: Montag 22. September 2008, 11:07
von pierre10
Es scheint, dass Deutsche Verbraucher heute nur ca. 12% ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben gegen 25% vor 30 -40 Jahren.
Pierre
Verfasst: Montag 22. September 2008, 12:18
von Peregrin
Linus hat geschrieben:Dinge die Erkennbar aus Deutschland kommen werden gemieden (Dr. Müller Produkte, da fehlte eine für Österreicher akzeptable Synchronisation in der Werbung "kann garnich genug 'von kriegen" klingt einfach nur schrecklich)
"Ich heiße nicht Müller, aber was Philipp mag, mag ich auch", war dafür ein Renner. Süß wie Milchreis.

Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Dienstag 4. September 2012, 09:19
von Niels
"Überraschung"...
"Bio-Lebensmittel" sind zwar teurer, aber kaum "gesünder":
http://www.welt.de/gesundheit/article1 ... Essen.html
Bio-Lebensmittel sind nach einer neuen Studie nur wenig gesünder als konventionelles Essen. Die Forscher fanden keinen deutlichen Nachweis, dass biologische Lebensmittel nährstoffreicher sind oder ein geringeres Gesundheitsrisiko bergen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Meta-Analyse der Universität Stanford, die in dem Fachblatt "Annals of Internal Medicine" erschienen ist.
Immerhin:
Bio-Essen verringert nach Erkenntnissen der US-Forscher aber das Risiko, Pflanzenschutzmittel zu sich zu nehmen.
Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Dienstag 4. September 2012, 09:29
von lifestylekatholik
Niels hat geschrieben:"Bio-Lebensmittel" sind zwar teurer, aber kaum "gesünder"
Vor allem jedoch schmeckt es mir besser, zumindest was Mohrrüben, Milch, Äpfel usw. angeht.
Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Dienstag 4. September 2012, 09:50
von Edi
Bei solchen "Forschern" ist das keine Überraschung. Man kann das doch erst wissenschaftlich eruieren, wenn man längerfristige praktische Studien an Tieren oder noch besser langfristige Ernährungsversuche machen würde, nämlich über Generationen, was bei Menschen ja nicht geht, wohl aber bei Tieren.
Als ob man anhand von Nährstoffgehalten oder vielleicht auch Vitamingehalten den Gesundheitswert von Nahrung ermitteln könnte, so ein Schwachsinn.
Immerhin bevorzugen Tiere in der freien Natur Bionahrungsmittel, Die werden nicht so dumm sein wie der Mensch.
Jeder Simpel, um das mal so deutlich zu sagen, kann feststellen, dass diese länger haltbar sind, weniger Wasser enthalten, besser schmecken und die sog. Wissenschaft findet seit Jahrzehnten immer noch keine messbaren Unterschiede.
In dem Buch Bodenfruchtbarkeit finden sich genug Belege für die bessere Qualität der biologisch erzeugten Nahrungsmittel einschliesslich der Tiergesundheit. Immerhin schon seit den 7 er Jahren des letzten Jahrhunderts. Da muss man doch auch die Frage stellen, WER diese Studie der Uni Stanford bezahlt hat.
http://www.amazon.de/Bodenfruchtbarkeit ... 392221458
Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Freitag 7. September 2012, 16:49
von Caviteño
Vor einigen Tagen lief in einem der Nebenprogramme der ARD ein Test der Lebensmittelläden. Ich habe gesehen, wie ALDI und REWE verglichen wurden. Interessant war das Ergebnis eines Einkaufs:
Es wurde bei ALDI Nord, ALDI Süd, REWE und Lidl (oder Netto) ein Warenkorb mit 10 Artikeln gekauft. Dabei wurde in allen Läden die sog. Hausmarke genommen, ggfs. das preisgünstigste Markenprodukt. Bei drei der vier Lebensmittelläden war der Preis bis auf den Cent (12,26 €) identisch (beide ALDI und REWE), der vierte lag minimal um wenige Cent darüber. Wurde der Korb weiter gefaßt (20 Artikel, auch Markenware) gab es zwar Preisunterschiede, jedoch hatte ich mir diese erheblich höher vorgestellt. Sie machten - soweit ich mich entsinne - höchstens ca. 4% - 5% aus.
Die Tests ergaben, daß sowohl die Qualitäts- als auch die Preisunterschiede minimal waren/sind. Mich erstaunte, daß ALDI nicht sooooviel preiswerter ist als die anderen. Das ist wohl darin begründet, daß alle Lebensmittelhändler die Preise wichtiger vergleichbarer Produkte (z.B. Mineralwasser, Butter usw.) gegenseitig beobachten und anpassen. Eine Flasche Mineralwasser kostet bei uns 0,19 € - egal ob ALDI, REWE oder Lidl.
Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Freitag 7. September 2012, 17:20
von Linus
Seufz. und in Österreich kostet alles gut 20 % mehr. hab ich letztens im Freilassinger Kaufland erleben können. Um 85 € kreg ich in Österreich keinen Einkaufswagen voll (und zwar bis obenhin)
Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Freitag 7. September 2012, 17:47
von cantus planus
Linus hat geschrieben:Seufz. und in Österreich kostet alles gut 20 % mehr. hab ich letztens im Freilassinger Kaufland erleben können. Um 85 € kreg ich in Österreich keinen Einkaufswagen voll (und zwar bis obenhin)
Für 85 sFr. kriege ich nicht einmal den Boden des Einkaufswagens bedeckt...

Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Freitag 7. September 2012, 18:22
von Sperling
Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Freitag 7. September 2012, 18:26
von cantus planus
Wie bereitest du sie zu? Paniert und angebraten oder gedünstet?

Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Freitag 7. September 2012, 18:47
von Caviteño
cantus planus hat geschrieben:Linus hat geschrieben:Seufz. und in Österreich kostet alles gut 20 % mehr. hab ich letztens im Freilassinger Kaufland erleben können. Um 85 € kreg ich in Österreich keinen Einkaufswagen voll (und zwar bis obenhin)
Für 85 sFr. kriege ich nicht einmal den Boden des Einkaufswagens bedeckt...

Na ja, das sind auch NOCH "nur" 70 €
Dafür bist Du auch in der sicheren Schweiz, der Blick von der Loge auf das Eurodesaster hat nun mal seinen Preis

Re: Lebensmittelpreise
Verfasst: Freitag 7. September 2012, 20:06
von Sperling