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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 12:52
von iustus
Ergänzende Stellungnahme:

http://www.kath.net/news/4822

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 15:19
von Senensis
@taddeo: Stimmt:) An das Eremitentum hatte ich ebenfalls nicht gedacht. Es ist indes quantitativ auch nicht übermächtig vertreten (Qualität vor Quantität).

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 15:31
von Raphael
Handelt es sich eigentlich um die Doris Wagner, die auf der verlinkten Internet-Seite so herzlich und offen lacht? :hmm:

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 16:01
von PaceVeritas
Glaube nicht, außer es hätte ein "Total Makeover" stattgefunden. Hier im Thread ist auf Seite 3 eiin Artikel mit Bild verlinkt (krone.at).

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 16:17
von Senensis
Nein, die Orgeldame ist sicher nicht sie. Sieht nicht nur anders aus, sondern stylt sich auch anders. Die Doris Wagner, von der im Strang die Rede ist, ist erst 30. Zudem heißt sie seit nicht allzulanger Zeit nicht mehr Wagner, denn sie ist inzwischen verheiratet. Außerhalb der Kampagne tritt sie unter dem Namen ihres Mannes auf. Wer findig ist, kriegt auch das übers Internet heraus.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 16:56
von taddeo
mensch hat geschrieben:Stimmt, an die Eremiten hatte ich gar nicht gedacht. Ich stelle es mir aber sehr schwer vor, allein zu leben.
Das ist schon klar, das ist der "spirituelle Königsweg", der nur wenigen Menschen (als Gnade von Gott!) geschenkt ist, und selbst denen oftmals nur auf Zeit, nicht dauernd (siehe den hl. Benedikt).

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 17:11
von Raphaela
Raphael hat geschrieben:Handelt es sich eigentlich um die Doris Wagner, die auf der verlinkten Internet-Seite so herzlich und offen lacht? :hmm:
Nein definitiv nicht. Wenn du den Namen Doris Wagner und gleichzeitig "Das Werk" in die Suchmaschnine eingibst, kommt ein anderes Bild zum Vorschein:
http://www.blick.ch/news/schweiz/doris- ... 58424.html
http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... CCIQrQMwAA

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 17:18
von Senensis
Sag ich ja...

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 17:21
von Senensis
Du kannst auch einfach den zuerst verlinkten kath.net-Artikel genau lesen, den Buchtitel mit ihrem Namen in einem bekannten Onlinehändler suchen und das Autorenfoto anschauen. Braucht gar nicht viel Recherche.
Ach ja, die bekannte Politikerin gleichen Namens ist übrigens auch nicht sie.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Dienstag 11. November 2014, 19:51
von mensch
Müssen wir unbedingt Fotos explizit hier mit veröffentlichen? Auch wenn sie schon im Netz sind, finde ich das grenzüberschreitend.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Mittwoch 12. November 2014, 21:45
von Libertas Ecclesiae
Menschen bei Maischberger am 11.11.214:

http://www.daserste.de/unterhaltung/tal ... n-1.html

:roll:

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Mittwoch 12. November 2014, 22:52
von gc-148
vielleicht sollten wir doch einmal zunächst gut hinhören, was die Menschen sagen....

zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft auch bei katholischen Gruppieren oft ein himmelweiter Unterschied.
Klassendenken war in Ordensgemeinschaften doch absolut verbreitet..
"Gehorsam" wurde doch sehr intensiv ausgelegt ..... Kontrolle war in Gemeinschaften doch allgegenwärtig .. "Forum internum" und "Forum externum" wurden doch nicht immer streng getrennt ...
siehe Schuldkapitel ....

also hört mal gut hin ..... und glaubt nicht sofort den Pressesprechern der Gemeinschaften .......

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Mittwoch 12. November 2014, 23:04
von iustus
gc-148 hat geschrieben:vielleicht sollten wir doch einmal zunächst gut hinhören, was die Menschen sagen....

zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft auch bei katholischen Gruppieren oft ein himmelweiter Unterschied.
Klassendenken war in Ordensgemeinschaften doch absolut verbreitet..
"Gehorsam" wurde doch sehr intensiv ausgelegt ..... Kontrolle war in Gemeinschaften doch allgegenwärtig .. "Forum internum" und "Forum externum" wurden doch nicht immer streng getrennt ...
siehe Schuldkapitel ....

also hört mal gut hin ..... und glaubt nicht sofort den Pressesprechern der Gemeinschaften .......
Aber auch nicht sofort den Beschuldigern.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Donnerstag 13. November 2014, 07:27
von Senensis
Ich bin kein Pressesprecher der Gemeinschaft. Ich bin eine Privatperson und ein unabhängiger Kenner der Umstände. Wie sowas im Umkreis von Gemeinschaften manchmal vorkommt. Ich habe absolut nichts davon, die Gemeinschaft zu verteidigen. Ich tue es der Wahrheit wegen.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Donnerstag 13. November 2014, 07:46
von iustus
Gestern Abend war die Dame auch in Stern.tv. Zusammen mit Manfred Lutz, der da manche pauschale Verunglimpfung korrigiert hat.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Donnerstag 13. November 2014, 08:43
von mensch
Erstaunlich, dass die Psyche eines Meschen, dem so schlimmes widerfahren sein mag, eine derartige Talkshow-Tingelei mitmacht. Ich hatte in meinem Leben mit 2 Vergewaltigungsopfern zu tun, die heute beide halbwegs stabil sind. Eine solche Medienöffentlichkeit hätten sie nicht gewollt.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Donnerstag 13. November 2014, 11:23
von Toribio
Ich habe nicht wie 'mensch' das Gefühl, dass für Frau Wagner die immer wieder angesprochene Vergewaltigung, die als solche dementiert wird, weil ja keine Gewalt im Spiel war, das eigentlich Schlimme ist, sondern ihre zerbrochenen Lebensträume von Selbsthingabe und einem gottgeweihten Leben... zerbrochen von einem Priester jener Gemeinschaft, der sie acht Jahre angehört hat.
Es ist seit der Buchvorstellung vor ein paar Tagen in den Medien ja wieder viel über diesen Fall geschrieben worden, und ich hatte zuerst den Eindruck, als ob diese Frau gar nicht für ein Klosterleben geeignet wäre und somit ihre Berufung verfehlt hätte. Aber das scheint mir jetzt nicht mehr ganz zutreffend zu sein.
Eine andere Erklärungsmöglichkeit wäre, dass Frau Wagner überreagiert in der Weise, dass sie, um mit dem Vorfall und den damit verbundenen Schuldgefühlen fertig zu werden, sich in eine Opferrolle hineinflüchtet... aber auch diese Erklärung scheint mir nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein.
Für mich stellt sich einfach die Frage, was denn die Frau Wagner antreibt, mit ihrer Sache an die Öffentlichkeit zu gehen und es nicht bei einer internen Klärung zu belassen.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Donnerstag 13. November 2014, 11:38
von taddeo
Toribio hat geschrieben:Für mich stellt sich einfach die Frage, was denn die Frau Wagner antreibt, mit ihrer Sache an die Öffentlichkeit zu gehen und es nicht bei einer internen Klärung zu belassen.
Das finde ich nun wieder das Verständlichste an dieser Geschichte (über deren Interna ich nichts weiß als das, was hier geschrieben wurde).
Bei einer "internen Klärung" bleibt alles schön unter dem Teppich, keiner verliert sein Gesicht, auch nicht der Priester, der sein Zölibatsgelübde in eklatanter Weise gebrochen hat. Der einzige, der dabei draufzahlt, ist die betroffene Frau. Sie bliebe mit ihrer "Geschichte" den Rest ihres Lebens allein, man würde ihr womöglich nicht einmal glauben, sie müßte alles allein verarbeiten (was kaum möglich sein dürfte).
Der Gang an die Öffentlichkeit ist ihre einzige Chance, mit der sie verhindern kann, daß man ihr Schuld zuschiebt, die sie nicht hat.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Donnerstag 13. November 2014, 14:46
von Senensis
Es stimmt aber nicht, daß man ihr in der Gemeinschaft kein Gehör oder keinen Glauben geschenkt hätte, oder daß keine Maßnahmen ergriffen worden wären. Das ist sämtlich aus den veröffentlichten Dokumenten ersichtlich, sowohl aus ihrem Buch wie auch aus den Stellungnahmen der Gemeinschaft. Was Du schreibst, Taddeo, ist lediglich die Boulevardzeitungsversion, die alles auf die Mainstream-Generalschuldvermutung gegenüber Kirchen und Ordensgemeinschaften reduziert.
Außerdem ist Doris Wagner mit ihrer Geschichte nicht "allein" in dem Sinn, daß sie niemanden hat, der mit ihr aufarbeitet. Die Kampagne hat sie ja nicht allein aufgezogen. Da gibt es Hintermänner.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Donnerstag 13. November 2014, 15:13
von taddeo
Senensis hat geschrieben:Es stimmt aber nicht, daß man ihr in der Gemeinschaft kein Gehör oder keinen Glauben geschenkt hätte, oder daß keine Maßnahmen ergriffen worden wären. Das ist sämtlich aus den veröffentlichten Dokumenten ersichtlich, sowohl aus ihrem Buch wie auch aus den Stellungnahmen der Gemeinschaft. Was Du schreibst, Taddeo, ist lediglich die Boulevardzeitungsversion, die alles auf die Mainstream-Generalschuldvermutung gegenüber Kirchen und Ordensgemeinschaften reduziert.
Außerdem ist Doris Wagner mit ihrer Geschichte nicht "allein" in dem Sinn, daß sie niemanden hat, der mit ihr aufarbeitet. Die Kampagne hat sie ja nicht allein aufgezogen. Da gibt es Hintermänner.
Ich hab ja ausdrücklich gesagt, daß ich nur weiß, was in diesem Strang hier steht.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Donnerstag 13. November 2014, 19:13
von Senensis
Stimmt.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Freitag 14. November 2014, 14:30
von Sperling
Toribio hat geschrieben: Eine andere Erklärungsmöglichkeit wäre, dass Frau Wagner überreagiert in der Weise, dass sie, um mit dem Vorfall und den damit verbundenen Schuldgefühlen fertig zu werden, sich in eine Opferrolle hineinflüchtet...
Eine vergewaltigte/missbrauchte Frau (oder auch Mann, nur ist es das typische Vorurteil, sowas sei ja nicht so schlimm für die Frau, vor allem, wenn es ohne körperliche Gewalt - schon mal was von Machtmissbrauch und psychischer Gewalt gehört? geschehen ist)- flüchtet sich nicht in eine Opferrolle, sondern ist ein Opfer - ganz gleich, ob Gewalt dabei ist oder nicht...

Und über die Gefühle, Beweggründe oder so dieser Frau kannst du nur dann ev. ein klein wenig ahnen, wenn du selber am eigenen Leib (nicht nur, ich kenne da jemanden, der...) Missbrauch erlitten hast und unter den Folgen ein Leben lang leiden wirst/musst, selbst dann, wenn es gelingt, den Vorfall in einer Psychotherapie aufzuarbeiten und wieder ein "normales" Leben zu führen, ganz frei wirst du niemals davon...

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Freitag 14. November 2014, 17:58
von Toribio
Lieber 'Sperling', ich bin auf der Suche nach Erklärungsmöglichkeiten und habe daher nur zwei mögliche Ansatzpunkte erwähnt, die mir aber, wie ich ja geschrieben habe, selber nicht mehr besonders plausibel vorkommen. Sie müssen mich wahrscheinlich gänzlich falsch verstanden haben, um mir jetzt derartige Vorhaltungen zu machen, über die ich mich nur wundern kann.
Um es abzukürzen: Ihre Argumentationsführung und Ihre indirekten Vorwürfe an mich würden ja nur dann einen Sinn machen, wenn die von Ihnen vermuteten Vorkommnisse stimmen würden und es tatsächlich eine Vergewaltigung bzw. einen Missbrauch gegeben hätte. Wie Sie aber bestimmt wissen, ist der Vorwurf der Vergewaltigung sowohl rechtlich als auch kirchenintern längst abgehandelt worden. Und auch den Vorwurf des Missbrauchs hat Pater Georg Gantioler schon mehrfach zurückgewiesen.
Und zu Ihren Schlusssätzen, wo Sie von Missbrauch und den lebenslangen Folgen reden: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nach einer wirklichen Vergewaltigung oder nach einem wirklichen Missbrauch es nicht so einfach ist, wieder ein normales Leben zu führen, aber schauen Sie doch einmal auf das neue Leben dieser Frau, die erst vor Kurzem aus dem Orden ausgetreten ist, bald darauf geheiratet hat und nun für den Februar 2015 ihr erstes Kind erwartet. Zudem hat sie ihr Studium fortgesetzt und eilt mittlerweile von Fernsehtermin zu Fernsehtermin... das ist fast schon ein Vorzeige-Leben und müsste eigentlich jeden, der sich ihre Geschichte und die von ihr behaupteten schlimmen Erfahrungen angehört hat, vollkommen überraschen. Ich hab' dafür nur eine Erklärung: Für mich scheint Doris Wagner bzw. die jetzige Doris R. eine Frau zu sein, die sehr hohe Ideale angestrebt hat und daran gescheitert ist, wobei für mich die Schuldfrage immer noch irgendwie offen ist, auch wenn man sagen muss, dass der besagte Priester hier große Schuld auf sich geladen hat. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass nicht der sexuelle Übergriff hier der Knackpunkt ist, sondern die zerstörten hohen Erwartungen, wobei sie das Gefühl zu haben scheint, dass man ihr dafür allein die Schuld zuschieben will.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Freitag 14. November 2014, 18:19
von Sperling
Mit dem einen Punkt hast du Recht:
ich bezweifle keine Sekunde, dass der Vorwurf der Frau berechtigt ist - das was du "abgehandelt" nennst, ist genau der "neuerliche Missbrauch", den viel zu viele Frauen erfahren, wenn sie den Mut finden, einen Missbrauch anzuzeigen...
Denn wem glaubt man: dem Mann offenbar meistens eher als der Frau...

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Samstag 15. November 2014, 11:25
von Vir Probatus
Toribio hat geschrieben:Lieber 'Sperling', ich bin auf der Suche nach Erklärungsmöglichkeiten und habe daher nur zwei mögliche Ansatzpunkte erwähnt, die mir aber, wie ich ja geschrieben habe, selber nicht mehr besonders plausibel vorkommen. Sie müssen mich wahrscheinlich gänzlich falsch verstanden haben, um mir jetzt derartige Vorhaltungen zu machen, über die ich mich nur wundern kann.
Um es abzukürzen: Ihre Argumentationsführung und Ihre indirekten Vorwürfe an mich würden ja nur dann einen Sinn machen, wenn die von Ihnen vermuteten Vorkommnisse stimmen würden und es tatsächlich eine Vergewaltigung bzw. einen Missbrauch gegeben hätte. Wie Sie aber bestimmt wissen, ist der Vorwurf der Vergewaltigung sowohl rechtlich als auch kirchenintern längst abgehandelt worden. Und auch den Vorwurf des Missbrauchs hat Pater Georg Gantioler schon mehrfach zurückgewiesen.
Und zu Ihren Schlusssätzen, wo Sie von Missbrauch und den lebenslangen Folgen reden: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nach einer wirklichen Vergewaltigung oder nach einem wirklichen Missbrauch es nicht so einfach ist, wieder ein normales Leben zu führen, aber schauen Sie doch einmal auf das neue Leben dieser Frau, die erst vor Kurzem aus dem Orden ausgetreten ist, bald darauf geheiratet hat und nun für den Februar 2015 ihr erstes Kind erwartet. Zudem hat sie ihr Studium fortgesetzt und eilt mittlerweile von Fernsehtermin zu Fernsehtermin... das ist fast schon ein Vorzeige-Leben und müsste eigentlich jeden, der sich ihre Geschichte und die von ihr behaupteten schlimmen Erfahrungen angehört hat, vollkommen überraschen. Ich hab' dafür nur eine Erklärung: Für mich scheint Doris Wagner bzw. die jetzige Doris R. eine Frau zu sein, die sehr hohe Ideale angestrebt hat und daran gescheitert ist, wobei für mich die Schuldfrage immer noch irgendwie offen ist, auch wenn man sagen muss, dass der besagte Priester hier große Schuld auf sich geladen hat. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass nicht der sexuelle Übergriff hier der Knackpunkt ist, sondern die zerstörten hohen Erwartungen, wobei sie das Gefühl zu haben scheint, dass man ihr dafür allein die Schuld zuschieben will.
Werter Toribio: Widerlicher geht es wohl kaum noch.
Ein Priester redet von "Einvernehmlichkeit" und damit ist es dann "einvernehmlich"? Die Schuld, die er laut Ihrer Meinung auf sich geladen hat, sagt er in der nächsten Beichte herunter und dann war es das ?
Was hat dieser Priester denn versprochen ? Wenn ein "Pater" (hier Gantioler) etwas zurückweist, dann muss er nach Ihrer Meinung damit richtig liegen ?
Wenn eine Frau (hier Frau Wagner) sagt, sie sei missbraucht worden, dann steht das Wort des Paters automatisch über dem der Frau ? Mit welcher Begründung ?
Sagen wir es mal so: Frau Wagner hat sich vielleicht rechtzeitig besonnen, dieser Priester aber wohl noch immer nicht.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Samstag 15. November 2014, 12:03
von iustus
Vir Probatus hat geschrieben: Werter Toribio: Widerlicher geht es wohl kaum noch.
Widerlicher geht es: Indem hier verurteilt wird, ohne dass alle Fakten bekannt sind.

In Deutschland muss immer noch die Schuld bewiesen werden, nicht die Unschuld. Das sollten sich hier einige hinter die Ohren schreiben.

Die Vorfälle wurden angezeigt und von der Staatsanwaltschaft sowohl in Deutschland als auch in Österreich als einvernehmliche Handlung bezeichnet. Das Verfahren ist eingestellt worden.

Und dennoch wird hier munter gehetzt. DAS ist widerlich.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Samstag 15. November 2014, 12:59
von Senensis
Vir Probatus hat geschrieben:
Toribio hat geschrieben:Lieber 'Sperling', ich bin auf der Suche nach Erklärungsmöglichkeiten und habe daher nur zwei mögliche Ansatzpunkte erwähnt, die mir aber, wie ich ja geschrieben habe, selber nicht mehr besonders plausibel vorkommen. Sie müssen mich wahrscheinlich gänzlich falsch verstanden haben, um mir jetzt derartige Vorhaltungen zu machen, über die ich mich nur wundern kann.
Um es abzukürzen: Ihre Argumentationsführung und Ihre indirekten Vorwürfe an mich würden ja nur dann einen Sinn machen, wenn die von Ihnen vermuteten Vorkommnisse stimmen würden und es tatsächlich eine Vergewaltigung bzw. einen Missbrauch gegeben hätte. Wie Sie aber bestimmt wissen, ist der Vorwurf der Vergewaltigung sowohl rechtlich als auch kirchenintern längst abgehandelt worden. Und auch den Vorwurf des Missbrauchs hat Pater Georg Gantioler schon mehrfach zurückgewiesen.
Und zu Ihren Schlusssätzen, wo Sie von Missbrauch und den lebenslangen Folgen reden: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nach einer wirklichen Vergewaltigung oder nach einem wirklichen Missbrauch es nicht so einfach ist, wieder ein normales Leben zu führen, aber schauen Sie doch einmal auf das neue Leben dieser Frau, die erst vor Kurzem aus dem Orden ausgetreten ist, bald darauf geheiratet hat und nun für den Februar 2015 ihr erstes Kind erwartet. Zudem hat sie ihr Studium fortgesetzt und eilt mittlerweile von Fernsehtermin zu Fernsehtermin... das ist fast schon ein Vorzeige-Leben und müsste eigentlich jeden, der sich ihre Geschichte und die von ihr behaupteten schlimmen Erfahrungen angehört hat, vollkommen überraschen. Ich hab' dafür nur eine Erklärung: Für mich scheint Doris Wagner bzw. die jetzige Doris R. eine Frau zu sein, die sehr hohe Ideale angestrebt hat und daran gescheitert ist, wobei für mich die Schuldfrage immer noch irgendwie offen ist, auch wenn man sagen muss, dass der besagte Priester hier große Schuld auf sich geladen hat. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass nicht der sexuelle Übergriff hier der Knackpunkt ist, sondern die zerstörten hohen Erwartungen, wobei sie das Gefühl zu haben scheint, dass man ihr dafür allein die Schuld zuschieben will.
Werter Toribio: Widerlicher geht es wohl kaum noch.
Ein Priester redet von "Einvernehmlichkeit" und damit ist es dann "einvernehmlich"? Die Schuld, die er laut Ihrer Meinung auf sich geladen hat, sagt er in der nächsten Beichte herunter und dann war es das ?
Was hat dieser Priester denn versprochen ? Wenn ein "Pater" (hier Gantioler) etwas zurückweist, dann muss er nach Ihrer Meinung damit richtig liegen ?
Wenn eine Frau (hier Frau Wagner) sagt, sie sei missbraucht worden, dann steht das Wort des Paters automatisch über dem der Frau ? Mit welcher Begründung ?
Sagen wir es mal so: Frau Wagner hat sich vielleicht rechtzeitig besonnen, dieser Priester aber wohl noch immer nicht.
Werter Vir Probatus: im Gegensatz zu Ihnen scheint sich Toribio mit dem Fall befaßt zu haben. Widerlich ist hier nur die vollkommen verzerrte Mediendarstellung, die den Fakten nicht gerecht wird, und Ihre Mediengläubigkeit. Haben Sie nicht gelernt, kritisch zu denken?

@Toribio: gute Analyse. Sehr faktennah.

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Samstag 15. November 2014, 16:00
von Vir Probatus
Senensis hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
Toribio hat geschrieben:Lieber 'Sperling', ich bin auf der Suche nach Erklärungsmöglichkeiten und habe daher nur zwei mögliche Ansatzpunkte erwähnt, die mir aber, wie ich ja geschrieben habe, selber nicht mehr besonders plausibel vorkommen. Sie müssen mich wahrscheinlich gänzlich falsch verstanden haben, um mir jetzt derartige Vorhaltungen zu machen, über die ich mich nur wundern kann.
Um es abzukürzen: Ihre Argumentationsführung und Ihre indirekten Vorwürfe an mich würden ja nur dann einen Sinn machen, wenn die von Ihnen vermuteten Vorkommnisse stimmen würden und es tatsächlich eine Vergewaltigung bzw. einen Missbrauch gegeben hätte. Wie Sie aber bestimmt wissen, ist der Vorwurf der Vergewaltigung sowohl rechtlich als auch kirchenintern längst abgehandelt worden. Und auch den Vorwurf des Missbrauchs hat Pater Georg Gantioler schon mehrfach zurückgewiesen.
Und zu Ihren Schlusssätzen, wo Sie von Missbrauch und den lebenslangen Folgen reden: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nach einer wirklichen Vergewaltigung oder nach einem wirklichen Missbrauch es nicht so einfach ist, wieder ein normales Leben zu führen, aber schauen Sie doch einmal auf das neue Leben dieser Frau, die erst vor Kurzem aus dem Orden ausgetreten ist, bald darauf geheiratet hat und nun für den Februar 2015 ihr erstes Kind erwartet. Zudem hat sie ihr Studium fortgesetzt und eilt mittlerweile von Fernsehtermin zu Fernsehtermin... das ist fast schon ein Vorzeige-Leben und müsste eigentlich jeden, der sich ihre Geschichte und die von ihr behaupteten schlimmen Erfahrungen angehört hat, vollkommen überraschen. Ich hab' dafür nur eine Erklärung: Für mich scheint Doris Wagner bzw. die jetzige Doris R. eine Frau zu sein, die sehr hohe Ideale angestrebt hat und daran gescheitert ist, wobei für mich die Schuldfrage immer noch irgendwie offen ist, auch wenn man sagen muss, dass der besagte Priester hier große Schuld auf sich geladen hat. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass nicht der sexuelle Übergriff hier der Knackpunkt ist, sondern die zerstörten hohen Erwartungen, wobei sie das Gefühl zu haben scheint, dass man ihr dafür allein die Schuld zuschieben will.
Werter Toribio: Widerlicher geht es wohl kaum noch.
Ein Priester redet von "Einvernehmlichkeit" und damit ist es dann "einvernehmlich"? Die Schuld, die er laut Ihrer Meinung auf sich geladen hat, sagt er in der nächsten Beichte herunter und dann war es das ?
Was hat dieser Priester denn versprochen ? Wenn ein "Pater" (hier Gantioler) etwas zurückweist, dann muss er nach Ihrer Meinung damit richtig liegen ?
Wenn eine Frau (hier Frau Wagner) sagt, sie sei missbraucht worden, dann steht das Wort des Paters automatisch über dem der Frau ? Mit welcher Begründung ?
Sagen wir es mal so: Frau Wagner hat sich vielleicht rechtzeitig besonnen, dieser Priester aber wohl noch immer nicht.
Werter Vir Probatus: im Gegensatz zu Ihnen scheint sich Toribio mit dem Fall befaßt zu haben. Widerlich ist hier nur die vollkommen verzerrte Mediendarstellung, die den Fakten nicht gerecht wird, und Ihre Mediengläubigkeit. Haben Sie nicht gelernt, kritisch zu denken?

@Toribio: gute Analyse. Sehr faktennah.
Ich habe gelernt zu denken, daß der Missbrauch im vollzogenen Beischlaf erst einen seiner Höhepunkte hat.
Und genau das will Frau Wagner m.E. ausdrücken.

http://www.epochtimes.de/Ex-Nonne-Doris ... 96073.html

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Samstag 15. November 2014, 18:14
von Raphaela
Toribio hat geschrieben:Lieber 'Sperling', ich bin auf der Suche nach Erklärungsmöglichkeiten und habe daher nur zwei mögliche Ansatzpunkte erwähnt, die mir aber, wie ich ja geschrieben habe, selber nicht mehr besonders plausibel vorkommen. Sie müssen mich wahrscheinlich gänzlich falsch verstanden haben, um mir jetzt derartige Vorhaltungen zu machen, über die ich mich nur wundern kann.
Um es abzukürzen: Ihre Argumentationsführung und Ihre indirekten Vorwürfe an mich würden ja nur dann einen Sinn machen, wenn die von Ihnen vermuteten Vorkommnisse stimmen würden und es tatsächlich eine Vergewaltigung bzw. einen Missbrauch gegeben hätte. Wie Sie aber bestimmt wissen, ist der Vorwurf der Vergewaltigung sowohl rechtlich als auch kirchenintern längst abgehandelt worden. Und auch den Vorwurf des Missbrauchs hat Pater Georg Gantioler schon mehrfach zurückgewiesen.
Und zu Ihren Schlusssätzen, wo Sie von Missbrauch und den lebenslangen Folgen reden: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nach einer wirklichen Vergewaltigung oder nach einem wirklichen Missbrauch es nicht so einfach ist, wieder ein normales Leben zu führen, aber schauen Sie doch einmal auf das neue Leben dieser Frau, die erst vor Kurzem aus dem Orden ausgetreten ist, bald darauf geheiratet hat und nun für den Februar 2015 ihr erstes Kind erwartet. Zudem hat sie ihr Studium fortgesetzt und eilt mittlerweile von Fernsehtermin zu Fernsehtermin... das ist fast schon ein Vorzeige-Leben und müsste eigentlich jeden, der sich ihre Geschichte und die von ihr behaupteten schlimmen Erfahrungen angehört hat, vollkommen überraschen. Ich hab' dafür nur eine Erklärung: Für mich scheint Doris Wagner bzw. die jetzige Doris R. eine Frau zu sein, die sehr hohe Ideale angestrebt hat und daran gescheitert ist, wobei für mich die Schuldfrage immer noch irgendwie offen ist, auch wenn man sagen muss, dass der besagte Priester hier große Schuld auf sich geladen hat. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass nicht der sexuelle Übergriff hier der Knackpunkt ist, sondern die zerstörten hohen Erwartungen, wobei sie das Gefühl zu haben scheint, dass man ihr dafür allein die Schuld zuschieben will.
Ach ja? Denkst du im Fall Natascha Kampusch genauso?
Sperling hat geschrieben, dass sie Menschen kennt, die wirklich missbraucht wurden, auch dass die Täter es oft genug bestreiten und ganz viele versuchen, den Täter in Schutz zu nehmen. - So wie du!
Und: Ich kenne auch Menschen, die missbraucht wurden. - Ich habe den Film gesehen und muss sagen, dass ganz zu Beginn eine Aussage von Doris Wagner - so fast nebenbei war - die das Geschehen sehr glaubhaft macht.
Weiter: Sie ist nicht erst ausgetreten, sondern vor ein paar Jahren schon. Da wird sie einiges aufgearbeitet haben.

Weißt du wie ich deinen Beitrag empfinde: :kotz:

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Samstag 15. November 2014, 18:43
von iustus
Ich wiederhole noch einmal: Jeder gilt als unschuldig bis zum Beweis seiner Schuld.

Bei allem anderen könnte ich :kotz:

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Samstag 15. November 2014, 20:52
von kreuzzeichen
Unschuldig dürfte hier niemand sein. Ein Priester hat ein Gelübde gebrochen. Ein Priester hat mit einer Mitschwester geschlafen, er hat ihr Vertrauen mißbraucht, er hat seine Position mißbraucht, er hat ihren Traum vom Leben im Orden zerstört. Danach war nichts mehr ... wie es zuvor gewesen ist. Wenn ihr dieser Mann nicht zu nahe gekommen wäre ... möglicherwiese wäre sie noch immer in der Gemeinschaft glücklich. Mag das alles nicht justiziabel sein, mag auch die Schwester ihre Anteile in dieser schlimmen Geschichte haben... Wir werden die ganze Sache unerlöst und ungelöst stehen lassen müssen. Es ist so geschehen ... und an den Folgen tragen viele nun mit. Sogar wir, die wir uns hier in dieser Angelegenheit "streiten": .

Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Verfasst: Sonntag 16. November 2014, 11:24
von Sperling
@Justus:
Wie soll denn die Schuld deiner Meinung nach in so einem Fall bewiesen werden? Kein Film, keine Tonband... :/

Es steht Aussage gegen Aussage, und - wie gesagt - meistens glaubt man dem Mann, in dem Fall noch dazu, ein Priester sagt doch jedenfalls die Wahrheit...

Wenn ein Gericht sich mit Missbrauch nicht wirklich und SEHR vertieft auskennt, kein mit diesen Dingen sehr erfahrener (und [Punkt]) Psychiater ein Gutachten macht, das die psychischen Folgen und die Glaubwürdigkeit der Frau beurteilen kann - dann kommt es eben zu den üblichen Einwänden: sie hätte sich mehr wehren müssen, warum hat sie nicht gleich Anzeige...na usw, diese Sätze kennen wohl die meisten von uns...