Beichtvater-Suche

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Beichtvater-Suche

Beitrag von Ecce Homo » Sonntag 16. Dezember 2007, 11:12

Nachdem es schon einen Thread irgendwo gibt, wo man Messorte im Urlaub sucht (oder so ähnlich), hab ich mir mal überlegt, dass auch einige Tipps, wo man bei wem "gut" beichten kann, hier reinstellen könnte...

Ich kann auch direkt anfangen:

Sollte jemand sich mal nach Grevenbroich verirren, dann einfach zu Ulrich Filler (Kaplan) in die Kaplanei gehen - gibt sehr gute Beichten!
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Linus
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Beitrag von Linus » Sonntag 16. Dezember 2007, 11:53

Wien: St.Peter (beim Graben)
nähe Wien: Heiligenkreuz.
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Beitrag von Raphaela » Sonntag 16. Dezember 2007, 15:58

Paderborn, Dom
samtags, 15.00 Uhr - 17.30 Uhr
Am besten nachschauen, wer Beichte hört.
Gute Erfahrungen habe ich mit:
Prälat Hochstein
Domvikar Rade
Domvikar Tuchynski

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incarnata
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Beitrag von incarnata » Montag 17. Dezember 2007, 12:44

Mein Lieblingsbeichtvater Dr.Gadient,früher St.Peter München ist jetzt
Spiritual am Priesterseminar in Eichstätt.Ob er dort auch ausserhalb des
Seminars irgendwo Beicht hört,weiss ich nicht.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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oblatum
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Beitrag von oblatum » Montag 17. Dezember 2007, 14:45

Mein Leben lang habe ich einen geistlichen Begleiter gesucht, der mich kennt und mich auf meinem Glaubensweg begleiten kann.
Ich habe ihn in einem Benediktinerkloster gefunden.
Einen Beicht-Vater, der mich wirklich liebevoll begleitet.
Er hat mich auch gelehrt in Beichtgesprächen meine Sünden wirklich zu erkennen und zu bereuen.
Schalom spero
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Beitrag von Ecce Homo » Montag 17. Dezember 2007, 18:06

incarnata hat geschrieben:Mein Lieblingsbeichtvater Dr.Gadient,früher St.Peter München ist jetzt
Spiritual am Priesterseminar in Eichstätt.Ob er dort auch ausserhalb des
Seminars irgendwo Beicht hört,weiss ich nicht.
Weiß ich, dass er es macht - eine Bekannte von mir gehört logischerweise nicht zum Seminar, und sie beichtet ihm... :ja:
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Beitrag von Raphaela » Sonnabend 22. Dezember 2007, 19:12

Hier noch ein paar Priester, bei denen man gut beichten gehen kann:
Augburg: Studentenpfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz
Fulda: St. Andreas, Pfr. Winfried Abel
Salzkotten- Verne: Pfr. Norbert Abeler
Salzkotten -Thüle: Pastor Johannes Kudera

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Linus
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Beitrag von Linus » Sonntag 23. Dezember 2007, 11:10

Raphaela hat geschrieben:Hier noch ein paar Priester, bei denen man gut beichten gehen kann:
Augburg: Studentenpfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz
Fulda: St. Andreas, Pfr. Winfried Abel
Salzkotten- Verne: Pfr. Norbert Abeler
Salzkotten -Thüle: Pastor Johannes Kudera
Heißt "gut beichten", daß man ne Gratis Psychotherapeutenstunde kriegt? Entschuildige die nachfrage, aber Studentenseelsorger stehen da bei mir unter einem gewissen Generalverdacht.... (auch wenn die in Wien durchaus ok sind)
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Beitrag von Ecce Homo » Sonntag 23. Dezember 2007, 12:18

Gut beichten bei Beichtvätern heißt für mich, und darum eröffnete ich auch diesen Thread, dass man nicht fertig gemacht wird (auf der einen Seite) und auch nicht alles schön geredet wird i.S.v. "das ist doch alles keine Sünde, was Sie da nennen" (auf der anderen Seite).
Also nenne uns noch ein paar Beichtväter in diesem Sinne...
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Beitrag von Raphaela » Sonntag 23. Dezember 2007, 12:48

Linus hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Hier noch ein paar Priester, bei denen man gut beichten gehen kann:
Augburg: Studentenpfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz
Fulda: St. Andreas, Pfr. Winfried Abel
Salzkotten- Verne: Pfr. Norbert Abeler
Salzkotten -Thüle: Pastor Johannes Kudera
Heißt "gut beichten", daß man ne Gratis Psychotherapeutenstunde kriegt? Entschuildige die nachfrage, aber Studentenseelsorger stehen da bei mir unter einem gewissen Generalverdacht.... (auch wenn die in Wien durchaus ok sind)
Vielleicht hätte ich Stdentenseelsorger nicht dazuschreiben sollen?
Mit Psychotherapeutenstunde kann ich persönlich überhaupt nichts anfangen, daher geben ich nur Priester weiter, die wirklich durch und durch geistliche Menschen [Punkt]
Mit zwei von den genannten habe ich mal zusammengearbeitet, ein anderer war längere Zeit mein geistlicher Begleiter. - Der hatte mir auch von Vornherein gesagt, dass er nur geistliche Begleitung machen kann und bestimmt keine Pschotherapie macht.

Ich hoffe, diese Antwort ist für dich zufriedendstellend, sonst kannst du mir ja immer noch eine pn senden :ja:

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Walter
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Beitrag von Walter » Sonntag 23. Dezember 2007, 21:40

Linus hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Hier noch ein paar Priester, bei denen man gut beichten gehen kann:
Augburg: Studentenpfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz
Fulda: St. Andreas, Pfr. Winfried Abel
Salzkotten- Verne: Pfr. Norbert Abeler
Salzkotten -Thüle: Pastor Johannes Kudera
Heißt "gut beichten", daß man ne Gratis Psychotherapeutenstunde kriegt? Entschuildige die nachfrage, aber Studentenseelsorger stehen da bei mir unter einem gewissen Generalverdacht.... (auch wenn die in Wien durchaus ok sind)
Dieser Schwartz ist auch allein deshalb schon verdächtig, weil er sich zu nächtlicher Stunde regelmäßig mit Protestanten einlässt. :motz:
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Beitrag von Raphaela » Sonntag 23. Dezember 2007, 22:31

Walter hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Hier noch ein paar Priester, bei denen man gut beichten gehen kann:
Augburg: Studentenpfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz
Fulda: St. Andreas, Pfr. Winfried Abel
Salzkotten- Verne: Pfr. Norbert Abeler
Salzkotten -Thüle: Pastor Johannes Kudera
Heißt "gut beichten", daß man ne Gratis Psychotherapeutenstunde kriegt? Entschuildige die nachfrage, aber Studentenseelsorger stehen da bei mir unter einem gewissen Generalverdacht.... (auch wenn die in Wien durchaus ok sind)
Dieser Schwartz ist auch allein deshalb schon verdächtig, weil er sich zu nächtlicher Stunde regelmäßig mit Protestanten einlässt. :motz:
Da will er dann aber wahrscheinlich nur Leute, die dem Glauben fern stehen, den Glauben nahe bringen. - Ich kenne Äußerungen von ihm, die ihn durch und durch zum konservativen( und geistlichen) Katholiken machen, der übrigens alle Dogmen glaubt und es auch fertig bringt, über diese zu predigen und einem nahe zu bringen. Er schaut, wen er vor sich hat.
- Und ich glaube nicht, dass er sich so sehr geändert hat. - Und er ist bestimmt nicht umsonst nach Rom zum Studieren geschickt worden, wo er auch zum Priester geweiht wurde.

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Beitrag von Ecce Homo » Sonntag 23. Dezember 2007, 22:37

Wir könnten hier vielleicht Priester nach Regionen "sammeln" - oder auch Anfragen beantworten, wenn jemand wohin fährt und dort dann (weil es vielleicht über ein Hochfest fällt) beichten möchte...
München zum Beispiel - hier gibt es in der Region sehr gute Priester.

An der Uni in jedem Fall Manfred Heim - oder auch Haunerland. Oder im Georgianum Prof. Mödl.
Zuletzt geändert von Ecce Homo am Montag 24. Dezember 2007, 07:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Walter
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Beitrag von Walter » Montag 24. Dezember 2007, 00:00

Raphaela hat geschrieben:
Walter hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Hier noch ein paar Priester, bei denen man gut beichten gehen kann:
Augburg: Studentenpfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz
Fulda: St. Andreas, Pfr. Winfried Abel
Salzkotten- Verne: Pfr. Norbert Abeler
Salzkotten -Thüle: Pastor Johannes Kudera
Heißt "gut beichten", daß man ne Gratis Psychotherapeutenstunde kriegt? Entschuildige die nachfrage, aber Studentenseelsorger stehen da bei mir unter einem gewissen Generalverdacht.... (auch wenn die in Wien durchaus ok sind)
Dieser Schwartz ist auch allein deshalb schon verdächtig, weil er sich zu nächtlicher Stunde regelmäßig mit Protestanten einlässt. :motz:
Da will er dann aber wahrscheinlich nur Leute, die dem Glauben fern stehen, den Glauben nahe bringen. - Ich kenne Äußerungen von ihm, die ihn durch und durch zum konservativen( und geistlichen) Katholiken machen, der übrigens alle Dogmen glaubt und es auch fertig bringt, über diese zu predigen und einem nahe zu bringen.
Hallo Raphaela,

das :motz: war natürlich ironisch gemeint und auf Linus' abwertende Pauschalisierung bezogen. Auch in dieser überaus empfehlenswerten Fernsehsendung äußert er sich in hervorragend erklärender Weise. :ikb_thumbup1:

Siehe dazu auch:
;)
viewtopic.php?p=164975#164975
viewtopic.php?p=168334#168334
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Beitrag von Raphaela » Montag 25. Februar 2008, 11:29

Nachdem Ottavani an einer anderen Stelle geschrieben hat, dass er bei Opus Dei beichtet:
Für mich gehören die Opus-Dei-Leute mit zu den besten Priestern, bei denen man beichten kann. Egal wie oft man geht, sie nehmen einen ernst und verharmlosen nicht.
Wer also weiß, dass in der Nähe ein Opus-Dei Priester ist, kann dort ohne Bedenken zum Beichten gehen.

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Chiara
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Beitrag von Chiara » Montag 25. Februar 2008, 19:59

Mit einem schönen Gruß nach Speyer kann ich Bischof Karl-Heinz Wiesemann ebenfalls wärmstens empfehlen.

Aus den persönlichen Erfahrungen der letzten Wochen gehören zu meinen Paderborner Favoriten in geistlichen Notsituationen:

Domkapitular Prof. Rüdiger Althaus
Domvikar Dr. Michael Menke-Peitzmeyer (hört oft am Samstag in der Krypta Beichte)

Zu den drei würde ich, glaube ich, jeden schicken können... Auch wenn mein ständiger Beichtvater wirklich gut ist (nur nicht immer da...)
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Beitrag von Ecce Homo » Montag 25. Februar 2008, 20:33

Chiara hat geschrieben: Domkapitular Prof. Rüdiger Althaus
Domvikar Dr. Michael Menke-Peitzmeyer (hört oft am Samstag in der Krypta Beichte)
Ich kann mich bei beiden genannten Herren von ganzem Herzen anschließen - sie sind einfach gesegnete Priester und [Punkt] :ja: :)
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Beitrag von Raphaela » Montag 25. Februar 2008, 20:45

Ecce Homo hat geschrieben:
Chiara hat geschrieben: Domkapitular Prof. Rüdiger Althaus
Domvikar Dr. Michael Menke-Peitzmeyer (hört oft am Samstag in der Krypta Beichte)
Ich kann mich bei beiden genannten Herren von ganzem Herzen anschließen - sie sind einfach gesegnete Priester und [Punkt] :ja: :)
Ich schließe mich zumindest dem Zweitgenannten an.
Ersterer ist zwar auch ein guter Priester, aber einer, bei dem ich nur beichte, wenn kein anderer da ist.
Und das von jemanden, der in dem Dorf wohnt, wo er vorher eingesetzt war und im Dom oft genug bei ihm Lektor war..... Aber er ist immerhin jemand, bei dem ich nicht grundsätzlich nein sagen würde, habe auch schon bei ihm gebeichtet seitdem er im Dom Beichte hört.
Es gibt auch Priester, die im Dom Beichte hören, bei denen ich grundsätzlich nicht hingehen würde, weil sie einen nicht ernst nehmen. - Vielleicht hat da aber jeder verschiedene Erfahrungen

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Beitrag von Chiara » Montag 25. Februar 2008, 21:18

Letztlich bleibt auch bei guten Priestern ein Rest vom Menschlich-Subjektiven in der Wahrnehmung der Person als Beichtvater, was dazu führt, dass man sich von dem einen ernst genommen fühlt und beim anderen weniger.
Ich durfte einmal bei Wiesemann beichten - es war eine der besten Beichten meines Lebens. Er hat intuitiv bzw. von seinem geistlichen Selbstverständnis her alles richtig verstanden - obwohl er von meinem geistlichen Weg kaum etwas wusste. Umgekehrt habe ich bei unserem "Bischöflichen Beauftragten" enttäuscht und ziemlich missverstanden die Beichtkapelle verlassen.
Meinem Beichtvater wurde nachgesagt, die Ausstrahlung eines Kühlschranks zu haben, und als einige Studienfreunde erfahren haben, dass er meine neuer geistlicher Begleiter ist, haben sie mir heimlich den Vogel gezeigt. - Ich bin nach fünf Jahren immer noch der Ansicht, dass er das Beste ist/war, was mir widerfahren konnte.

Bei Dr. Menke-Peitzmeyer und Prof. Althaus habe ich mehrfacht erlebt, dass man auf sie (sakramental und menschlich) zählen kann, wenn es "brennt".

Übrigens: Wer einmal beim Diözesanbischof beichten möchte, kann dies zumindest zweimal im Jahr in Paderborn tun.
Der Erzbischof hört vor Weihnachten und vor Ostern jeweils eine Stunde lang selbst Beichte.
Das macht er auch ganz gut. Man sollte sich ruhig trauen.
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Beitrag von Linus » Dienstag 26. Februar 2008, 07:30

Chiara hat geschrieben:Umgekehrt habe ich bei unserem "Bischöflichen Beauftragten" enttäuscht und ziemlich missverstanden die Beichtkapelle verlassen.
mIßverstanden kann ich verstehen, aber enttäuscht? Hat er dir die - erwartete - Lossprechung verweigert? Ich weiß ja nicht, aber Beichte ist kein psychologisches therapeutisches Setting. Der Priester handelt in der Beichte als Richter, Lehrer und Arzt. Wenn Dir die Lossprechung zuteil wird ist das eigentlich ausreichend

Übrigens: Wer einmal beim Diözesanbischof beichten möchte, kann dies zumindest zweimal im Jahr in Paderborn tun.
In Wien hat man im Dom gute Chancen, wenn im Dom die "Dominikaner" beichten hören. da verbirgt sich öfter Kardinal Schönborn (OP) dahinter. MW ca. einmal im Monat. (sonst ist es einer der Brüder von der Basilika Maria Rotunda) Ist allerdings nicht so berauschend - meine Frau hatte das Vergnügen: "Ein bisserl zu psychologisierend"
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Beitrag von Chiara » Dienstag 26. Februar 2008, 18:50

Linus hat geschrieben:
Chiara hat geschrieben:Umgekehrt habe ich bei unserem "Bischöflichen Beauftragten" enttäuscht und ziemlich missverstanden die Beichtkapelle verlassen.
mIßverstanden kann ich verstehen, aber enttäuscht? Hat er dir die - erwartete - Lossprechung verweigert? Ich weiß ja nicht, aber Beichte ist kein psychologisches therapeutisches Setting. Der Priester handelt in der Beichte als Richter, Lehrer und Arzt. Wenn Dir die Lossprechung zuteil wird ist das eigentlich ausreichend
Prinzipiell, d.h. dogmatisch und kanonistisch reicht es mir auch. (Das bekommt man aber auch bei den "linken Zecken", die einem zuerst zu verstehen geben, dass man ihre kostbare Zeit verschwendet, wenn man nicht MINDESTENS Mord, Ehebruch oder Abtreibung zu beichten hat.)

Aber wenn derjenige, der sich als Beauftragter namens des Erzbischofs um den gottgeweihten Stand kümmern soll, dem ich angehöre, dann erwarte ich, dass er nicht versucht, mir ein Vergehen gegen die geistlichen Pflichten dieses Standes auszureden.

Übrigens: Danke für die Belehrung, aber ich habe mir meine theologischen Sporen schon vor geraumer Zeit und das an einer guten und nicht nur dem Namen nach katholischen Fakultät verdient.
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Beitrag von Linus » Dienstag 26. Februar 2008, 20:18

Chiara hat geschrieben:Übrigens: Danke für die Belehrung, aber ich habe mir meine theologischen Sporen schon vor geraumer Zeit und das an einer guten und nicht nur dem Namen nach katholischen Fakultät verdient.
Rom? :hmm:
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Beitrag von cantus planus » Dienstag 26. Februar 2008, 20:21

Linus hat geschrieben:
Chiara hat geschrieben:Übrigens: Danke für die Belehrung, aber ich habe mir meine theologischen Sporen schon vor geraumer Zeit und das an einer guten und nicht nur dem Namen nach katholischen Fakultät verdient.
Rom? :hmm:
Vorort. ;D
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Beitrag von Linus » Dienstag 26. Februar 2008, 20:24

Köln?

:D

Übrigens, Chiara, wollt ich nicht belehrend wirken. Entschuldige mich bitte.
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Beitrag von Ecce Homo » Dienstag 26. Februar 2008, 21:16

Linus hat geschrieben:Köln?

:D

Übrigens, Chiara, wollt ich nicht belehrend wirken. Entschuldige mich bitte.
Jetzt rate mal, woher sie wohl die Herren da kennt... bestimmt nicht aus Köln... :D ;) :kiss:
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Beitrag von cantus planus » Dienstag 26. Februar 2008, 21:19

Ecce Homo hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Köln?

:D

Übrigens, Chiara, wollt ich nicht belehrend wirken. Entschuldige mich bitte.
Jetzt rate mal, woher sie wohl die Herren da kennt... bestimmt nicht aus Köln... :D ;) :kiss:
In Köln fehlt uns auch die Fakultät. Die sitzt in Bonn. ;)
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Beitrag von Ecce Homo » Dienstag 26. Februar 2008, 21:25

cantus planus hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Köln?

:D

Übrigens, Chiara, wollt ich nicht belehrend wirken. Entschuldige mich bitte.
Jetzt rate mal, woher sie wohl die Herren da kennt... bestimmt nicht aus Köln... :D ;) :kiss:
In Köln fehlt uns auch die Fakultät. Die sitzt in Bonn. ;)
Ja mei - ich wusste, da war noch ein Detail, das ich vergessen hatte.--- :D :mrgreen: :kiss:
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Beitrag von Raphaela » Mittwoch 27. Februar 2008, 16:03

Chiara hat geschrieben: Prinzipiell, d.h. dogmatisch und kanonistisch reicht es mir auch. (Das bekommt man aber auch bei den "linken Zecken", die einem zuerst zu verstehen geben, dass man ihre kostbare Zeit verschwendet, wenn man nicht MINDESTENS Mord, Ehebruch oder Abtreibung zu beichten hat.)

Aber wenn derjenige, der sich als Beauftragter namens des Erzbischofs um den gottgeweihten Stand kümmern soll, dem ich angehöre, dann erwarte ich, dass er nicht versucht, mir ein Vergehen gegen die geistlichen Pflichten dieses Standes auszureden.

Übrigens: Danke für die Belehrung, aber ich habe mir meine theologischen Sporen schon vor geraumer Zeit und das an einer guten und nicht nur dem Namen nach katholischen Fakultät verdient.
Eigentlich schade, da es ansonsten ein guter Priester ist. - Er ist halt am Alt werden. (Hat seinen jetzigen Urlaub verdient.)
Aber dies ist gleichzeitig etwas, warum ich Opus-Dei-Priester gut finde: In einer solchen Situation versuchen sie nichts schön zu reden, während der Priester, von dem du sprichst mich in so einem Fall auch meist "tröstet." Wobei ich keine Jungfrauenweihe habe

Übrigens bin ich diejenige, die du vor ein paar Wochen gefragt hast, ob sie die Postulantin der Klarissen wäre....)
Zuletzt geändert von Raphaela am Mittwoch 27. Februar 2008, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von oblatum » Mittwoch 27. Februar 2008, 19:16

Chiara hat geschrieben: Prinzipiell, d.h. dogmatisch und kanonistisch reicht es mir auch. (Das bekommt man aber auch bei den "linken Zecken", die einem zuerst zu verstehen geben, dass man ihre kostbare Zeit verschwendet, wenn man nicht MINDESTENS Mord, Ehebruch oder Abtreibung zu beichten hat.)
Darf ich fragen wen du mit "linken Zecken" meinst? das ist ein Terminus den sonst nur NeoNazis verwenden und ist mir zutiefst ein Greuel.
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Beitrag von ieromonach » Mittwoch 27. Februar 2008, 19:41

Hallo Chiara,

dun schreibst von Sporen die du dir verdient hast durch Ausbildung und Praxis deiner Arbeit. Wenn ich aber deine Beiträge lese so hab ich doch den Eindruck mangelnder Demut bei dir. Hochmut und Stolz sind kein Kriterium um einen Priester zu belehren oder zu kritisieren.
Deine Ausbildung bzw. Beauftragung für einen Dienst in der Kirche hat dich sichtlich vom schmalen Weg (Demut) zu Christus in die falsche Richtung geleitet. + Ieromonach Theodoros

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Beitrag von Chiara » Mittwoch 27. Februar 2008, 22:59

oblatum hat geschrieben:
Chiara hat geschrieben: Prinzipiell, d.h. dogmatisch und kanonistisch reicht es mir auch. (Das bekommt man aber auch bei den "linken Zecken", die einem zuerst zu verstehen geben, dass man ihre kostbare Zeit verschwendet, wenn man nicht MINDESTENS Mord, Ehebruch oder Abtreibung zu beichten hat.)
Darf ich fragen wen du mit "linken Zecken" meinst? das ist ein Terminus den sonst nur NeoNazis verwenden und ist mir zutiefst ein Greuel.
Schalom Spero
Sorry, das war mir ehrlich nicht geläufig.
Unter den bösen Theologiestudenten waren damit Priester gemeint, die eher linkslastig, sprich zeitgeistmäßig "modern" waren. In diesem konkreten Fall ging es um einige Franziskaner, die übrigens genauso "links", das heißt selbstgestrickt, die Hl. Messe gefeiert haben. Im Beichtstuhl hat besonders ein bestimmter, der aber nicht mehr hier ist, lautstark (!) zu verstehen gegeben, dass man ihn nicht mit Alltagssünden behelligen sollte.
PS. Gelegentlich nannten wir entsprechende Personen auch "ruckelig", im Gegensatz zu den Konservativen, den "Verstrahlten". Ich war immer gerne "verstrahlt"...! :mrgreen:
Zuletzt geändert von Chiara am Mittwoch 27. Februar 2008, 23:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Beichtvater-Suche

Beitrag von Chiara » Mittwoch 27. Februar 2008, 23:20

ieromonach hat geschrieben:Hallo Chiara,

dun schreibst von Sporen die du dir verdient hast durch Ausbildung und Praxis deiner Arbeit. Wenn ich aber deine Beiträge lese so hab ich doch den Eindruck mangelnder Demut bei dir. Hochmut und Stolz sind kein Kriterium um einen Priester zu belehren oder zu kritisieren.
Deine Ausbildung bzw. Beauftragung für einen Dienst in der Kirche hat dich sichtlich vom schmalen Weg (Demut) zu Christus in die falsche Richtung geleitet. + Ieromonach Theodoros
Interessante Schlussfolgerung. Ich erlaube mir aber im Gegensatz zu dir kein Urteil über eine Person, der ich noch nie begegnet bin. :roll: In dieser Hinsicht klingt dein Nickname nämlich auch nicht gerade demütig.

Im Gegensatz zu Linus, der eigentlich angesprochen war, hast du wahrscheinlich nicht mitbekommen, dass ich nur darauf hinweisen wollte, dass mir die dogmatischen Essentials des Busssakramentes durchaus geläufig sind.
Das Urteil über das Maß meiner Demut überlass doch bitte meinem Beichtvater.

Was die Kritik angeht: "Ablästern" ist Sünde. Darum ging es hier aber nicht. "Belehren" tue ich nur in meinem Religionsunterricht. :mrgreen: "Kritisieren" ist vom kanonischen Recht her sogar in manchen Fällen geboten.
Codex Iuris Canonici 1983 hat geschrieben: C. 212 §3
Entsprechend ihrem Wissen, ihrer Zuständigkeit und ihrer hervorragenden Stellung haben sie (die Gläubigen) das Recht und bisweilen sogar die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, den geistlichen Hirten mitzuteilen und sie unter Wahrung der Unversehrtheit des Glaubens und der Sitten und der Ehrfurcht gegenüber den Hirten und unter Beachtung des allgemeinen Nutzens und der Würde der Personen den übrigen Gläubigen kundzutun.
Im Übrigen ist es keine "Kritik" im von dir vorgebrachten Sinne, wenn man zur Illustration dessen, dass die menschliche Seite des Beichtvaters wie des Beichtkindes manchmal das Verstehen behindert, ein entsprechendes Beispiel anbringt, und das ohne Namen zu nennen.

Oder schauen wir doch noch einmal in den Codex:
Codex Iuris Canonici 1983 hat geschrieben:C.213
Die Gläubigen haben das Recht, aus den geistlichen Gütern der Kirche, insbesondere dem Wort Gottes und den Sakramenten, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen.
Ich glaube, genau das meinen die hier Diskutierenden, wenn sie jemanden benennen, zu dem man gut beichten gehen kann.
"Scio cui credidi"

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