Leben im Kloster auf Zeit

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
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Staubkorn
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Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Staubkorn » Donnerstag 30. Oktober 2008, 12:48

Ich suche derzeit "Gemeinschaften" in der man für mindestens 1 Jahr im Kloster mitleben kann. Also, kein Wochenende oder "nur" als Urlaub.
Wichtig ist mir, das Sozialabgaben z.B. Krankenversicherung weiterhin gezahlt werden.

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Maria Walburga
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Beitrag von Maria Walburga » Donnerstag 30. Oktober 2008, 13:57

Hi!

Das dürfte schwierig werden... Wer soll denn die Sozialabgaben zahlen, wenn nicht irgendein Arbeitgeber? Mir fallen spontan nur folgende Konstellationen ein: 1. halbtags außerhalb des Klosters arbeiten gehen 2. mit dem Orden einen Arbeitsvertrag abschließen (einige Klöster müssen aus Schwesternmangel ja eh externe Hilfen einstellen) 3. evtl. FSJ (da müssen aber bestimmte Rahmenbedingungen gegeben sein, die bestenfalls bei sozial-caritativen Gemeinschaften zu finden sein werden) 4. Sabbatical beim jetzigen Arbeitgeber nehmen (ist auch nicht jedem möglich) 5. Wer noch recht jung ist, könnte ggf. ein (unbezahltes) "Praktikum" im Kloster machen und über die Eltern weiter (kranken)versichert bleiben...

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Staubkorn
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Beitrag von Staubkorn » Donnerstag 30. Oktober 2008, 15:38

Ich habe "nur" sowas gefunden. Eine franziskanische Gemeinschaft.
http://www.haus-der-stille.at/ueber_uns/gemeinschaft/

Bitte jetzt keine Diskussion darüber, das hier eventuell der "falsche Geist drin sein könnte". Noch seh ich keine "Geister oder Gespenster". ;)

PS: Für eine Krankenversicherung bei meinen Eltern bin ich definitiv zu alt...35. :/ ;D

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Linus
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Beitrag von Linus » Donnerstag 30. Oktober 2008, 16:43

mh , die gemeinschaft der nachfolge jesu da hart an der österreichisch böhmischen grenze wär vllt auch möglich oder die franziskusgemeinschaft in Pinkafeld...

Oder bei den Neuen Orden (St Johannesgemeinschaft, Seligpreisungen, Chemin neuf) nachfragen
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Maria Walburga
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Beitrag von Maria Walburga » Donnerstag 30. Oktober 2008, 22:43

Staubkorn hat geschrieben:Ich habe "nur" sowas gefunden. Eine franziskanische Gemeinschaft.
http://www.haus-der-stille.at/ueber_uns/gemeinschaft/

PS: Für eine Krankenversicherung bei meinen Eltern bin ich definitiv zu alt...35. :/ ;D
Dass Orientierungsjahr dort klingt doch interessant; zumal sie selber schreiben, sie übernehmen ggf. die Sozialversicherung. Allerdings solltest du dich beeilen. Das Angebot richtet sich an junge Leute zw. 18 und 35. :mrgreen:

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Romuald
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Romuald » Freitag 31. Oktober 2008, 00:26

Staubkorn hat geschrieben:Ich suche derzeit "Gemeinschaften" in der man für mindestens 1 Jahr im Kloster mitleben kann. Also, kein Wochenende oder "nur" als Urlaub.
Wichtig ist mir, das Sozialabgaben z.B. Krankenversicherung weiterhin gezahlt werden.
Liebes Staubkorn,

jeder Weg ins Kloster beginnt mit einer Zeit des Einlebens in die Gemeinschaft und des gegenseitigen Kennenlernens (Postulat). Das dauert manchmal ein oder zwei Jahre. Wenn Du so weit bist, klärst Du die Frage der Krankenversicherung (um die geht es doch hauptsächlich?) am besten mit dem Orden. Der lässt Dich da nicht im Stich.

Aber bist Du reif für eine Zeit des Postulats? Weißt Du überhaupt schon, was Du willst? Normalerweise schnuppert man erst einmal für ein Wochenende, eine Woche in ein "Kloster auf Zeit", um die richtige Gemeinschaft zu finden.

Die Karmelitinnen, die Du so magst, laden immer wieder ein.

Ein Beispiel:

http://www.karmel-berlin.de/aktuelles/begegnung.html

Gute Nacht. R.
ex umbris et imaginibus in veritatem

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Staubkorn
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Beitrag von Staubkorn » Freitag 31. Oktober 2008, 12:28

jeder Weg ins Kloster beginnt mit einer Zeit des Einlebens in die Gemeinschaft und des gegenseitigen Kennenlernens (Postulat). Das dauert manchmal ein oder zwei Jahre. Wenn Du so weit bist, klärst Du die Frage der Krankenversicherung (um die geht es doch hauptsächlich?) am besten mit dem Orden.
Nein, es geht nicht hauptsächlich um die Krankenversicherung. Allerdings benötige ich sie, hauptsächlich deswegen weil ich gerade in einer "dauerhaften" Behandlung bin und die nächsten Jahren nicht darauf verzichten kann. Was ich sogar tun würde, wenn ich könnte.
Aber bist Du reif für eine Zeit des Postulats? Weißt Du überhaupt schon, was Du willst? Normalerweise schnuppert man erst einmal für ein Wochenende, eine Woche in ein "Kloster auf Zeit", um die richtige Gemeinschaft zu finden.
Für ein Postulat bin ich nicht reif, aber ich weiß trotzdem was ich will. Ich möchte gerne für ein Jahr lang in einer christlichen Gemeinschaft leben, ohne anschließend Nonne zu werden und mich fest einer Gemeinschaft anzuschließen.
Es geht mir hauptsächlich darum (Asche auf mein Haupt) gemeinsam mit Christen/Nonnen für ein Jahr lang zu leben, zu beten, zu arbeiten...

Maja
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Beitrag von Maja » Samstag 1. November 2008, 13:42

Meines Wissens nach hatten auch die Dillinger Franziskanerinnen mal ein derartiges "Projekt" im Angebot. Und die Missionsbenediktinerinnen in Tutzing auch. Aber was daraus geworden ist? - Zu solchen Angeboten gab es mal so einen Artikel in den "Ordensnachrichten".

Ach ja, und die Jeuiten haben auch so ein Haus für Ordensinteressentinnen in Frankfurt a.M.
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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LaudaSion
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von LaudaSion » Sonntag 22. Februar 2009, 19:35

Weiß hier vielleicht jemand, wie man sich im Postulat eigentlich finanziert- ich meine: letztlich muss man ja zumindest seine Wohnung behalten, da ungewiss ist, ob man nach dem Postulat auch ins Noviziat geht?

Und ist es rechtlich überhaupt möglich, für dieses Jahr den Status eines "Arbeitssuchenden" anzunehmen, also staatliche Bezüge zu beziehen?

Herzlichen Dank,
Lauda
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Alberic-Maria
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Alberic-Maria » Sonntag 22. Februar 2009, 20:14

Das mit "arbeitssuchend" bei der Bundesagentur gemeldet, dürfte nicht funktionieren, da du ja nicht der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehst.
Oder würdest du immer die Termine beim Arbeitsamt wahrnehmen, dich ggf. sogar bei Firmen bewerben und vorstellen - und beim Vorstellungsgespräch erzählen, dass du ins Kloster gehst, damit diese dich nicht nehmen :nein:
Das größere Problem sehe ich in der Krankenversicherung in dieser Zeit. Du bist nicht beschäftigt, hast kein Einkommen und wer bezahlt deine Beiträge?
Ich denke, das kann ganz schön ins Geld gehen :kotz:

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LaudaSion
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von LaudaSion » Sonntag 22. Februar 2009, 20:21

Alberic-Maria hat geschrieben: Oder würdest du immer die Termine beim Arbeitsamt wahrnehmen, dich ggf. sogar bei Firmen bewerben und vorstellen - und beim Vorstellungsgespräch erzählen, dass du ins Kloster gehst, damit diese dich nicht nehmen :nein:
Du hast wohl recht, dass dürfte in der Tat schwierig sein; andererseits ist das Noviziat dann ja quasi ein Ausbildungsverhältnis, hat -so weit ich weiß- auch offiziell diesen Status.
Alberic-Maria hat geschrieben:Das größere Problem sehe ich in der Krankenversicherung in dieser Zeit. Du bist nicht beschäftigt, hast kein Einkommen und wer bezahlt deine Beiträge?
Vielleicht ist dies über eine Privatversicherung möglich?
Die haben sich ja seit Anfang des Jahres per Gesetz dtl. öffnen müssen.
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obsculta
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von obsculta » Sonntag 22. Februar 2009, 20:25

Eine gute Frage.Ich kann mir nicht vorstellen,daß
die Postulanten in der Zeit die KV aus eigener Tasche
bezahlen,wer hat denn das Geld,um ein halbes bis
ein Jahr Postulat ohne Einkommen Beiträge zu zahlen??
Zumal man ja während der Zeit im Postulat auch eine
Arbeitsleistung erbringt.

LG Obsculta

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LaudaSion
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von LaudaSion » Sonntag 22. Februar 2009, 20:58

obsculta hat geschrieben: Zumal man ja während der Zeit im Postulat auch eine
Arbeitsleistung erbringt.
In der Tat!
Weiß vielleicht jemand, ob diese Arbeitsleistung ggf. zumindest in der Form vergütet wird, dass die Krankenversicherung gezahlt wird?
Domine, labia mea aperies,
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obsculta
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von obsculta » Sonntag 22. Februar 2009, 21:08

Hallo Lauda...

ich würde vorschlagen, einfach nachzufragen,
in dem betreffenden Konvent.
Die werden Dir das sagen können.Wenn man erwägt,
um die Aufnahme ins Postulat zu bitten,hat man ja schon
eine intensive Gesprächszeit mit dem Novizenmeister
hinter sich.Da kann man auch solche Dinge fragen
und dann hättest Du eine verläßliche Aussage.

LG Obsculta

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Seraph
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Seraph » Sonntag 22. Februar 2009, 21:20

Als Postulantin ist man in der Regel (das heißt, sofern man nicht noch so jugendlich ist, daß man bei den Eltern einfach mitversichert ist) über den Orden krankenversichert, meist hat die Kommunität mit einer der Versicherungen am Ort ein Agreement, das heißt, bei der Versicherung wird man dann versichert.

Zur Frage der Wohnung: die gibt man vor dem Eintritt auf oder zwischenvermietet sie wenigstens - wobei man dann den Klotz am Bein hätte, daß der Hausstand im Falle, man bliebe, von jemand anderem aufgelöst werden müßte. Ich wüßte niemanden, der sich das angetan hätte - wohl aber Leute, die den Eintritt so terminieren mußten, daß sie mit der Auflösung und dem Verschenken an "die Armen" bis dahin nachkamen.
Ein düsterer Seraph möchte wohl selbst den dreieinigen Gott erschrecken.
(Mother Mary Francis)

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LaudaSion
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von LaudaSion » Sonntag 22. Februar 2009, 21:35

Seraph hat geschrieben:Als Postulantin ist man in der Regel (das heißt, sofern man nicht noch so jugendlich ist, daß man bei den Eltern einfach mitversichert ist) über den Orden krankenversichert, meist hat die Kommunität mit einer der Versicherungen am Ort ein Agreement, das heißt, bei der Versicherung wird man dann versichert.

Zur Frage der Wohnung: die gibt man vor dem Eintritt auf oder zwischenvermietet sie wenigstens - wobei man dann den Klotz am Bein hätte, daß der Hausstand im Falle, man bliebe, von jemand anderem aufgelöst werden müßte. Ich wüßte niemanden, der sich das angetan hätte - wohl aber Leute, die den Eintritt so terminieren mußten, daß sie mit der Auflösung und dem Verschenken an "die Armen" bis dahin nachkamen.
Danke Dir für Deine Infos!
Noch ist bei mir "nichts in Sack und Tüten" und ich werde wohl noch das ein oder andere "Kloster auf Zeit" aufsuchen; dennoch wollen diese ganzen organisatorischen Probleme ja rechtzeitig bedacht werden.
Letztlich vertraue ich aber darauf, dass Gott für das, was er mit einem vorhat, Sorge trägt....
Domine, labia mea aperies,
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Seraph
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Seraph » Montag 23. Februar 2009, 16:15

LaudaSion hat geschrieben: Danke Dir für Deine Infos!
Noch ist bei mir "nichts in Sack und Tüten" und ich werde wohl noch das ein oder andere "Kloster auf Zeit" aufsuchen; dennoch wollen diese ganzen organisatorischen Probleme ja rechtzeitig bedacht werden.
Letztlich vertraue ich aber darauf, dass Gott für das, was er mit einem vorhat, Sorge trägt....
Das tut er sicher. BTW: bei den Karmelitinnen, auch bei den hiesigen, sehen die Konstitutionen vor, daß man als "Interessentin" bis zu drei Monate in der Klausur mitleben kann. Ein Postulat ist wiederum ca. ein Jahr lang.

BTW2: Ich glaub, wir sehen uns unbekannterweise :tuete: öfter in der 18 Uhr-Messe, jedenfalls, wenn Du da bisher auch schon hingekommen bist.
Ein düsterer Seraph möchte wohl selbst den dreieinigen Gott erschrecken.
(Mother Mary Francis)

iustus
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von iustus » Montag 23. Februar 2009, 18:10

Die Krankenversicherung ist im Postulat (und natürlich auch im Noviziat) gar kein Problem. Es besteht Krankenversicherungspflicht und die Beiträge trägt in voller Höhe der Orden - ebenso wie die Beiträge zur Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung (allerdings sind die Beiträge naturgemäß gering, da Postulanten und Novizen nur freie Kost und Logis als "Einkommen" haben).

Nähere Informationen gibt es auf jeden Fall hier:

http://www.orden.de

- auch zum "Kloster auf Zeit": http://www.orden.de/index.php?rubrik=5&seite=klaz_index

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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von LaudaSion » Montag 23. Februar 2009, 20:51

Seraph hat geschrieben:
BTW2: Ich glaub, wir sehen uns unbekannterweise :tuete: öfter in der 18 Uhr-Messe, jedenfalls, wenn Du da bisher auch schon hingekommen bist.
:tuete: Ich bin überzeugt, dass wir uns in der 18.00-Messe öfter unbekannterweise sehen, allerdings bin ich unregelmäßig da, werde aber ab Aschermittwoch (zumindest in der ersten Fastenwoche) versuchen täglich zu kommen!
By the way, sitze meist auf der Orgelseite, in der Nähe der Beichtkapelle....

LG Lauda
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von LaudaSion » Montag 23. Februar 2009, 20:53

iustus hat geschrieben:Die Krankenversicherung ist im Postulat (und natürlich auch im Noviziat) gar kein Problem. Es besteht Krankenversicherungspflicht und die Beiträge trägt in voller Höhe der Orden - ebenso wie die Beiträge zur Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung (allerdings sind die Beiträge naturgemäß gering, da Postulanten und Novizen nur freie Kost und Logis als "Einkommen" haben).

Nähere Informationen gibt es auf jeden Fall hier:

http://www.orden.de

- auch zum "Kloster auf Zeit": http://www.orden.de/index.php?rubrik=5&seite=klaz_index
Iustus, auch Dir vielen Dank für die beruhigenden und klärenden Infos und links!
Es scheint doch mehr geregelt zu sein, als zunächst gedacht....und vermeintliche Hürden und Probleme sind plötzlich keine mehr :)
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von iustus » Montag 23. Februar 2009, 20:57

LaudaSion hat geschrieben:
Alberic-Maria hat geschrieben: Oder würdest du immer die Termine beim Arbeitsamt wahrnehmen, dich ggf. sogar bei Firmen bewerben und vorstellen - und beim Vorstellungsgespräch erzählen, dass du ins Kloster gehst, damit diese dich nicht nehmen :nein:
Du hast wohl recht, dass dürfte in der Tat schwierig sein; andererseits ist das Noviziat dann ja quasi ein Ausbildungsverhältnis, hat -so weit ich weiß- auch offiziell diesen Status.
Das kann bestätigt werden und gilt auch schon für das Postulat. Postulat und Noviziat ist ganz offiziell die Ausbildung zum Beruf der Ordensfrau / des Ordensmannes (daher auch die Sozialversicherungspflicht).

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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von iustus » Montag 23. Februar 2009, 20:58

LaudaSion hat geschrieben: Iustus, auch Dir vielen Dank für die beruhigenden und klärenden Infos und links!
Es scheint doch mehr geregelt zu sein, als zunächst gedacht....und vermeintliche Hürden und Probleme sind plötzlich keine mehr :)
:)

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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Maja » Donnerstag 14. Mai 2015, 18:42

Ich habe ja die letzte Zeit ziemlich viel recherchiert zum Thema Kloster auf Zeit und bin noch auf die zwei Optionen für Langzeitaufenthalte gestoßen:

"Wohngemeinschaft: Diese Form ermöglicht jungen Frauen, für eine längere Zeit im Konvent San Damiano im Kloster Oberzell mitzuleben. Gemeinsam teilen wir Leben und Glauben im Alltag entsprechend den Konstitutionen unserer Gemeinschaft. Die Wohngemeinschaft erstellt sich eine ihr gemäße Haus- und Tagesordnung."
URL: http://www.oberzell.de/bwo/dcms/sites/o ... rauen.html

und

"Suchen Sie eine Wohnform, die Anschluss an das geistliche Leben der katholischen Kirche bietet? Haben Sie vielleicht Interesse an einer Wohnung im Kloster?"
URL: http://www.elisabethinnen.de/elisabethi ... loster.php

Sind sonst noch jemandem solche "Modelle" bekannt?

Oder kennt jemand gute Orte wo man für kürzere Zeit "Tage im Kloster" machen kann?
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 14. Mai 2015, 21:14

Mit der "Gießkanne" ist das schwierig zu beantworten, dazu gibt es zu viele Möglichkeiten.

Die erste Frage wäre: was ist bisher Deine Prägung, wo fühlst Du Dich am ehesten zu Hause ?
(Natürlich neben den inhaltlichen Fragen. - Aber darauf gehe ich im Nachbarstrang ein.)

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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Amanda » Freitag 15. Mai 2015, 12:09

Das Wohnangebot der Elisabethschwestern finde ich recht ansprechend; so etwas habe ich bisher noch nicht gesehen - dauerhaftes Wohnen in beziehungsweise bei einem Kloster...

Wäre ich für mich allein, würde ich das glatt machen! :ja:
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
Gilbert Keith Chesterton

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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Maja » Samstag 15. August 2015, 12:37

Staubkorn hat geschrieben:Ich suche derzeit "Gemeinschaften" in der man für mindestens 1 Jahr im Kloster mitleben kann. Also, kein Wochenende oder "nur" als Urlaub.
Gerade entdeckt:

https://smmp.de/gemeinschaft/leben-teil ... -auf-zeit/

und

http://www.sccp.de/sccp/3758-Teilhabe-a ... -Zeit.html

und sonst eben die "Schwester auf Zeit" Angebote in der Schweiz, die ich schon mal in einem Nachbarthreat erwähnt habe.
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Cath1105 » Samstag 22. August 2015, 20:42

Der Link lässt sich nicht öffnen. Geht das nur mir so?
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Sascha B. » Samstag 22. August 2015, 20:45

Cath1105 hat geschrieben:
Der Link lässt sich nicht öffnen. Geht das nur mir so?
Bei mir gehts.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Niels » Samstag 22. August 2015, 20:45

Bei mir klappt es tadellos.
Klösterliches Leben auf Zeit ist sowohl aus der früheren Kirchengeschichte wie auch in anderen Religionen bekannt. Menschen, die eine Zeit lang in einer Ordensgemeinschaft mit gelebt haben, werden, von dieser Erfahrung geprägt, anders in die Gesellschaft zurückkehren und in sie hineinwirken.

Eingeladen sind Frauen, die hin­reichen­de Lebens- und Berufs­er­fahrung, eine durch­schnitt­liche körper­liche und geistige Gesund­heit haben und nicht in bin­den­den Beziehungen oder Ver­pflichtungen leben; Frauen, die eine Möglichkeit suchen, in Gemeinschaft Gleich­ge­sinnter unterwegs zu sein, die persönliche Lebensgestaltung zu klären und ein bis zwei Jahre mit einem Konvent zu leben.

Klärung der Bedingungen und individuelle Vereinbarungen mit:
Sr. Pia Elisabeth Hellrung, Provinzoberin der Europäischen Provinz
Telefon: 02904-808 120
sr.pia-elisabeth(at)smmp.de

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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Cath1105 » Samstag 22. August 2015, 20:47

Die Seite scheint ein Problem mit meinem Browser zu haben (Safari 3.0.4). Muss ich dann wohl mit leben :(
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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Niels » Samstag 22. August 2015, 21:06

Mit Safari solltest Du Dich lieber bei Missionsorden umschauen. :narr: :tuete:

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Re: Leben im Kloster auf Zeit

Beitrag von Cath1105 » Samstag 22. August 2015, 21:08

:freude:

Danke auch für den beigefügten Text.
ET VERBUM CARO FACTUM EST

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