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Galilei
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten III

Beitrag von Galilei » Freitag 17. Dezember 2010, 00:15

Benedikt hat geschrieben:Entscheidend beim politischen Roman ist doch vor allem, dass man der politischen Aussage des Autoren zustimmt. Wer hohe Literatur erwartet, wird natürlich enttäuscht sein.
Was sich Roman nennt, sollte auch einen literarischen Anspruch haben. Politische Ansichten kann man auch anders ausdrücken.
Benedikt hat geschrieben:des Autoren
des Autors

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Benedikt
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten III

Beitrag von Benedikt » Freitag 17. Dezember 2010, 00:22

Hast du die Rezension geschrieben, Galilei? ;)
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

Thomas_de_Austria
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten III

Beitrag von Thomas_de_Austria » Freitag 17. Dezember 2010, 00:24

Mir persönlich hat zur Abwechslung gerade das, was dieser Rezensent als "eindimensional" bezeichnet, recht gut gefallen. Es erinnert mich z. T. sogar an mittelalterliche (Erbauungs-/)Literatur; scharfe Kontraste und die nicht "voll entfalteten" Charaktere. Interessanterweise erfolgt im Buch eine einzige größere "Bekehrung" und die wird eben gerade nicht besonders vor- oder nachbereitet oder psychologisch durchleuchtet, so, wie das in der üblichen, modernen Literatur der Fall ist. Diesen Verzicht auf derartigen "Psychologismus" und Ps.-Psychoanalysierung, wie auch auf das Eingehen auf irgendwelche Milieu-Fragen o. ä., scheint mir persönlich, gar einmal notwendig und der beschriebenen Sache (überhaupt, wenn man den Schwerpunkt auf der polit. Aussage legt) nicht unangemessen. Das, was Raspail und auch, wie er es beschreibt, hat m. E. fast etwas "Platonisches" ...

Cornelius
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten III

Beitrag von Cornelius » Freitag 17. Dezember 2010, 00:41

Die Kritik dieses Rezensenten, in dem Roman würden die Figuren nur oberflächlich und "pappkameradenhaft" gezeichnet, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die Figuren werden nicht explizit bis ins letzte Detail beschrieben; warum auch, denn über die ausführlich gewährten Einblicke in ihre Gedankenwelt (und ihre Biographie) hat der Leser die Aufgabe, diese Informationen und Beschreibungen zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.
Richtig an der Rezension ist, daß - jedenfalls auch meiner Erinnerung nach - Städte und Landschaften nicht facettenreich skizziert werden. Ehrlich gesagt, war das bei meiner Lektüre dieses Buches auch nicht so vordergründig wichtig; ich konnte beim abendlichen Lesen von diesem Buch einfach nicht mehr loslassen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Die vorgenommene Untergliederung in die Kapitel - ein weiterer Kritikpunkt des besagten Rezensenten - finde ich nach wie vor plausibel.
Der Roman ist stark handlungsorientiert und legt Wert auf die Beschreibung (oder besser: Herausarbeitung) der Charaktere; er ist insgesamt nicht auf epische Breite angelegt, was die Beschreibung anderer Dinge angeht.
Quantum potes, tantum aude

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lifestylekatholik
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten III

Beitrag von lifestylekatholik » Freitag 17. Dezember 2010, 08:53

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Bei Amazon findet sich eine ziemlich negative Rezension, die durchaus nicht
unbegründet scheint. Wie stellt ihr, die ihr das Buch kennt, euch dazu?
Ich hatte mein Fazit zu »Sire« ja schon beschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Das Buch hat keine Handlung; die Charaktere entwickeln sich nicht.

Ein gutes Buch.
Dem füge ich nichts Neues hinzu, ich walze es nur etwas aus:
Cornelius hat geschrieben:Die Kritik dieses Rezensenten, in dem Roman würden die Figuren nur oberflächlich und "pappkameradenhaft" gezeichnet, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Ich kann gerade diese Kritik sehr gut nachvollziehen und halte sie fast für zutreffend. Meine Reaktion nach den ersten paar Seiten war »Oh Himmel, was ein Kitsch! Alle Helden sind blonde, blauäugige Ritter, und alle Bösen dunkle, hakennasige Gauner.«

Und es stimmt: Das ist kein Entwicklungsroman. Da ist nicht der junge Held, der sich durch seine Lehrjahre charakterlich entwickelt um schließlich das stille Glück mit der Frau seines Herzen bla bla bla.

Es entwickelt sich nichts. Da ist der König. Der König als Typus. Erst der jugendliche Prinz, nach der Krönung der jugendliche König. Die treuen Gefährten, aus allen Ständen.

Und da ist der Schlamm, die Widersacher, die ihn nicht erreichen.

Eine Entwicklung in der Handlung gibt es ebenfalls nicht. Der junge Prinz und der junge König handeln. Aber sie handeln immer recht, denn das ist nicht der Mensch XY, Hans Meyer, sondern das ist der Thronfolger und König, in dessen Gegewart sich alles in seinem Land, Mensch und Tier und alles, beugt, eben weil er die von oben eingesetzte Autorität ist.

Kurz: Ich bin in allem anderer Ansicht als Cornelius, mit einer Ausnahme: Das ist ein gutes Buch. Ich stimme Österreicher-Thomas zu.

Zur schlampigen Sprache und Lektorierung: Druckfehler sind mir nicht übermäßig störend aufgefallen. An einer Stelle in der Übersetzung findet sich ein starkes Partizip eines nur schwachen Verbs. Das klingt kurz wie gewollt, aber nicht gekonnt. Ansonsten ist mir davon nichts mehr in Erinnerung geblieben.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Robert Ketelhohn
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten III

Beitrag von Robert Ketelhohn » Freitag 17. Dezember 2010, 10:03

Benedikt hat geschrieben:Wer hohe Literatur erwartet, wird natürlich enttäuscht sein.
Angesichts der bisherigen Jubelaussagen hier im Kreuzgang war das für mich gar nicht natürlich. Aber vielen Dank für deine Klarstellung.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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lifestylekatholik
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten III

Beitrag von lifestylekatholik » Freitag 17. Dezember 2010, 11:06

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Benedikt hat geschrieben:Wer hohe Literatur erwartet, wird natürlich enttäuscht sein.
Angesichts der bisherigen Jubelaussagen hier im Kreuzgang war das für mich gar nicht natürlich. Aber vielen Dank für deine Klarstellung.
Oh nein, ich halte das für hohe Literatur. Es ist aber kein Entwicklungsroman und kein Psychogramm. Und das ist durch den Stoff und das Thema verursacht und völlig angemessen.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Lioba
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Beitrag von Lioba » Freitag 17. Dezember 2010, 11:56

Entscheidend beim politischen Roman ist doch vor allem, dass man der politischen Aussage des Autoren zustimmt.
Nein, denn wenn der Roman schlecht gemacht ist, schadet er der guten Sache. Ich weiss immer noch nicht, ob ich mir das Buch jetzt kaufen soll oder nicht. :achselzuck:

Ein anderes älteres Buch
Zu der Frage nach dem Verhältnis des Menschen XY zu seiner Bestimmung als Herrscher XY fällt mir Plus Ultra von LeFort ein. Diese Spannung ist dort durchaus vorhanden, was daraus entsteht ist die Entscheidung, der Berufung den höheren Stellenwert einzuräumen.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
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martin v. tours
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Beitrag von martin v. tours » Freitag 17. Dezember 2010, 17:06

Ich hatte mir den Roman Sire nach der Empfehlung von Lifestylekatholik auch gekauft und gelesen.
Ich kann das Buch auch nur empfehlen.
Übrigens gibt es auch hier:
http://shop.sarto-verlag.de/product_inf ... -Sire.html

Für mich war das Buch hochinterresant weil ich viele Details aus der Zeit der französichen Revolution erfahren habe, die mir so nicht bekannt waren.
martin v. tours
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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holzi
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Beitrag von holzi » Freitag 17. Dezember 2010, 17:15

martin v. tours hat geschrieben:Ich hatte mir den Roman Sire nach der Empfehlung von Lifestylekatholik auch gekauft und gelesen.
Ich kann das Buch auch nur empfehlen.
Übrigens gibt es auch hier:
http://shop.sarto-verlag.de/product_inf ... -Sire.html

Für mich war das Buch hochinterresant weil ich viele Details aus der Zeit der französichen Revolution erfahren habe, die mir so nicht bekannt waren.
martin v. tours
Ich hab auch gerade die Bestätigung von Amazon bekommen, daß es verschickt wurde. Ich hab auch noch Raspails "Das Heerlager der Heiligen" bestellt. Ich denke, das könnte unserem Ewald Mrnka gefallen. : :huhu:
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Nassos
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten III

Beitrag von Nassos » Samstag 18. Dezember 2010, 12:26

Benedikt hat geschrieben:Die Argumentation ist zwar begründet, aber nach dem Lesen bleibt der Eindruck zurück, beim Rezensenten handle es sich um einen griesgrämigen Meckerheini.
Benedikt, wieviele Jahre hast du damit hier schon Erfahrung sammeln können? :D
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Nassos
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Beitrag von Nassos » Samstag 18. Dezember 2010, 12:32

Ich habe es aufgrund Lifestykatholiks Empfehlung und nüchterner Worte beauftragt.
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Galilei
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten III

Beitrag von Galilei » Samstag 18. Dezember 2010, 12:38

Benedikt hat geschrieben:Hast du die Rezension geschrieben, Galilei? ;)
Ich mag zwar ein griesgrämiger Meckerheini sein, aber mit der Rezension habe ich nichts zu tun.

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asderrix
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Beitrag von asderrix » Sonntag 2. Januar 2011, 19:07

Kennt jemand "Der Lowprice-Lighter" von Klaus Fischer?

Meine Tochter kam gerade heim und schwärmt mir die Ohren voll.
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!

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holzi
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Beitrag von holzi » Sonntag 2. Januar 2011, 20:14

asderrix hat geschrieben:Kennt jemand "Der Lowprice-Lighter" von Klaus Fischer?
Meine Tochter kam gerade heim und schwärmt mir die Ohren voll.
Nein, kenn' ich nicht. Ob es aber an das "Original" ("The Sacred Diary of Adrian Plass, Aged 37 1/2 ") herankommt? Keine Ahnung :achselzuck:
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Lioba
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Beitrag von Lioba » Sonntag 2. Januar 2011, 20:22

:neinfreu: Ist wahrscheinlich nur für ev. Insider richtig verständlich. Richtung Adrian Plass. Schnorr dir doch einfach Band 1 bei deiner Tochter- und erzähle uns wie es war.
Man könnte auch ein katholisches Gegenstück schreiben für die römische Kundschaft.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

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Lioba
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Beitrag von Lioba » Sonntag 2. Januar 2011, 20:23

Oh- da kennt noch jemand Plass. :breitgrins:
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

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Beitrag von Petra » Sonntag 2. Januar 2011, 20:32

Plass :klatsch:

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holzi
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Beitrag von holzi » Sonntag 2. Januar 2011, 20:50

Lioba hat geschrieben:Oh- da kennt noch jemand Plass. :breitgrins:
Ja, der ist genial. Ich bin fast gestorben vor Lachen, als ich das gelesen hatte, wie er an einer Büroklammer ausprobieren wollte, ob sein Glaube ausreicht, wenn nicht schon Berge, so mindestens Büroklammern zu bewegen. :freude:
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Pit
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Beitrag von Pit » Sonntag 2. Januar 2011, 22:07

Petra hat geschrieben:Plass :klatsch:
So ist es!
Plass`Bücher sind toll! :klatsch:
carpe diem - Nutze den Tag !

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Beitrag von Petra » Sonntag 2. Januar 2011, 22:30

Pit hat geschrieben: So ist es!
Plass`Bücher sind toll! :klatsch:
Der erste Band (Tagebuch eines frommes Chaoten) ist sehr gut und die "theatralischen Tonbänder" auch und sehr komisch. :D

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overkott
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Beitrag von overkott » Dienstag 4. Januar 2011, 19:40

Mein Tipp für heute ist das Lukas-Evangelium.

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Samstag 5. Februar 2011, 17:28

Franz Hohler:
"Es war einmal ein Igel"
Kinderverse

Rezension heute im Feuilleton der F.A.Z.

Leseprobe z.B. hier: http://www.libri.de/shop/action/product ... 6627.html#

Das Buch ist so nett illustriert, das werde ich demnächst bestimmt mal verschenken!
Es war einmal ein Gnu
das kauft sich einen Schuh.

Der Schuh war ihm zu klein,
es gab ihn einem Schwein.

Das Schwein sagt: "Vielen Dank!"
und stellt ihn in den Schrank.

Vier Schuhe wär'n ihm lieber
Doch spricht es nicht darüber.
Es war einmal ein Hai
der zählte nur bis drei.

Dann fehlte ihm die Vier -
Was für ein dummes Tier!"
Fritz & Franz

Es war einmal ein Blitz,
der machte einen Witz.

Und schlug bei Sonnenschein,
in einen Wachhund ein.

Der wedelt mit dem Schwanz
und sagt: "Ich heiße Franz"

Drauf sagte ihm der Blitz:
"Wie schön!, ich heiße Fritz".
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Galilei
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Beitrag von Galilei » Samstag 5. Februar 2011, 17:31

Raimund Josef H. hat geschrieben:Franz Hohler:
"Es war einmal ein Igel"
Kinderverse
„Reim dich oder ich fress dich“ – ich bilde mir ein, schon niveauvollere Kinderliteratur gelesen zu haben.

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Linus
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Re: Buchempfehlungen

Beitrag von Linus » Samstag 5. Februar 2011, 17:33

asderrix hat geschrieben:Kennt jemand "Der Lowprice-Lighter" von Klaus Fischer?

Meine Tochter kam gerade heim und schwärmt mir die Ohren voll.

Es ist nur halb so lustig wie Plass: Tagebuch eines frommen Chaoten. Hab ich mir von mehrfacher seite sagen lassen. (und hier kauft man am besten die Trilogie: frommer Chaot, Andromedas Briefe und Leonhards Tonbänder erschienen als "Die gesammelten Chaoten"(englisch: The Sacred Diary of Adrian Plass, Aged 37 1/2 ) und hinterdrein seine Biographie: Die steile Himmelsleiter (The growing up Pains of Adrian Plass) - das ist tatsächlich auch geistlich Erbaulich.

PS: Will hier jemand Kaffee? :breitgrins:
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Re: Buchempfehlungen

Beitrag von asderrix » Samstag 5. Februar 2011, 17:58

Linus hat geschrieben:Es ist nur halb so lustig wie Plass
Möglich, aber ich hab zwei gekauft, meine Frau hat sich gegringelt vor Lachen.
Eins hab ich verschenkt und auch das kam gut an.
PS: Will hier jemand Kaffee? :breitgrins:
ne trink lieber etwas vergorenen Traubensaft. :wein:
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Nassos
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Re: Buchempfehlungen

Beitrag von Nassos » Samstag 5. Februar 2011, 20:38

Galilei hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Franz Hohler:
"Es war einmal ein Igel"
Kinderverse
„Reim dich oder ich fress dich“ – ich bilde mir ein, schon niveauvollere Kinderliteratur gelesen zu haben.
Wie die Grabsteininschriften aus einem alten MAD-Heft:

Für einen Bergsteiger:
Gipfelgeil hing er am Seil - dann ein Rutsch und er war futsch

Für einen Autofahrer:
Er fuhr los mit tollem Spurt - leider schloß er nicht den Gurt

Für einen Sporttaucher:
Drei Haie bekam er zu Gesicht - zween entkam er, einem nicht

Für einen Zoologen:
Sein Fachgebiet war'n Elephanten - doch haben sie ihn mißverstanden

Für einen Drucker:
Zu nah stand er an der Presse - nun ist dies seine Postadresse

Für einen Hundeliebhaber:
Keiner warnte Oskar Knuse - mit Doggen soll man niemals schmusen :würg:
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Re: Buchempfehlungen

Beitrag von Linus » Samstag 5. Februar 2011, 20:49

asderrix hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
PS: Will hier jemand Kaffee? :breitgrins:
ne trink lieber etwas vergorenen Traubensaft. :wein:

Das ist eine Plass'scher Running Gag. Gerald - Adrians anagrammsüchtiger Sohn - wird von der Mutter beauftragt den grad im Wohnzimmer "tagenden" Hauskreis zu fragen, ob er Kaffee will. Worauf Gerald laut und deutlich sagt: So ihr lieben Pfingstler, wer jetzt einen Kaffee will, läßt bitte die Hände unten!"
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Waltraud
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Re: Buchempfehlungen

Beitrag von Waltraud » Montag 14. Februar 2011, 12:19

Plass war mir zuvor gar nicht bekannt. Ich habe mich gerafe etwas schlau gemacht und habe mich entschieden als nächstes etwas von ihm zu lesen. Ich bin ohnehin großer Freund britischer Kultur und des Humors.

Derzeit bin ich immernoch an einem sehr interessanten Roman namens "Der Wolkenatlas" von David Mitchell, der so ziemlich alles von Polit-Thriller bis Science Fiction kombiniert. Es handelt sich um 6 unterschiedliche Geschichten in unterschiedlichen Zeitaltern, die durch kleine Schicksalskniffe miteinander verbunden sind. Ich bin noch nicht durch, aber bin schon traurig, dass es sich dem Ende zuneigt, da es wirklich sehr spannend geschrieben ist und einen nicht loslässt.

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Re: Buchempfehlungen

Beitrag von Petra » Montag 14. Februar 2011, 17:51

Waltraud hat geschrieben:Plass war mir zuvor gar nicht bekannt. Ich habe mich gerafe etwas schlau gemacht und habe mich entschieden als nächstes etwas von ihm zu lesen. Ich bin ohnehin großer Freund britischer Kultur und des Humors.

Derzeit bin ich immernoch an einem sehr interessanten Roman namens "Der Wolkenatlas" von David Mitchell, der so ziemlich alles von Polit-Thriller bis Science Fiction kombiniert. Es handelt sich um 6 unterschiedliche Geschichten in unterschiedlichen Zeitaltern, die durch kleine Schicksalskniffe miteinander verbunden sind. Ich bin noch nicht durch, aber bin schon traurig, dass es sich dem Ende zuneigt, da es wirklich sehr spannend geschrieben ist und einen nicht loslässt.
Fang wenn möglich mit dem Tagebuch eines frommen Chaoten an. Das ist der erste Band, da wird Adrian Hauskreisleiter, macht Straßenmission und beschließt, täglich 2 Stunden (am Stück) zu beten bzw. meditieren. :daumen-rauf:

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Re: Buchempfehlungen

Beitrag von Linus » Montag 14. Februar 2011, 22:03

oder man kauft sich gleich den "Sammelband" - siehe mein Posting weiter oben. (ist billiger gesamt 9 euro statt 11 pro buch...)
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incarnata
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Re: Buchempfehlungen

Beitrag von incarnata » Dienstag 15. Februar 2011, 12:55

Weniger witzig,aber doch flüssig geschrieben und interessant zu lesen:die Geschichte des 20. Jahrhunderts inEuropa in Form einer Reise durch die Städte,die diese Geschichte geprägt hat und haben : Geert Mak:In Europa :eine Reise durch das 20. Jahrhundert
Pantheon Verlag,6. Auflage 2007
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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