Breviarium Romanum

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
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Protasius
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius »

ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 9. Mai 2017, 17:44
Protasius hat geschrieben:
Samstag 11. Februar 2017, 16:12
Das eine ist das feriale Officium für den Freitag nach dem Passionssonntag, das andere des festive Officium vom Fest der Sieben Schmerzen. Das Schmerzensfest könnte nach den Rubriken vor 1960 verlegt werden, wenn ein höheres Fest auf diesen Tag fällt (z. B. St. Joseph, Mariä Verkündigung, ein Patronatsfest); das feriale Officium hingegen wird grundsätzlich nicht verlegt.
Ist das Officium der Sieben Schmerzen Mariä im Freitag nach dem Passionssonntag wirklich ein feriales? Ich lese duplex majus, allerdings im alten Brevier.
Nein, das Sieben-Schmerzen-Fest ist ein festives Officium (steht im Proprium Sanctorum). Das Brevier enthält aber im Proprium de Tempore auch das (vermutl. über 1000 Jahre ältere) feriale Officium des Freitags nach dem Passionssonntag. Solange auf dem Freitag nach dem Passionssonntag kein höheres Fest fällt, wird an diesem Tag des Fest der Sieben Schmerzen mit Kommemoration des Freitags nach dem Passionssonntag gefeiert; falls jedoch ein höheres Fest ansteht, daß die Verlegung des Sieben-Schmerzen-Festes erfordert, wird das Sieben-Schmerzen-Fest am nächsten freien Tag gefeiert und der dann anstehende Werktag in der Fastenzeit kommemoriert (was nur am Samstag vor dem Passionssonntag funktioniert, denn danach kommt ja die Karwoche, die keine Verdrängung zuläßt; aber die Tage in der Fastenzeit, wo höhere Feste als duplex majus anstehen, liegen ja nicht direkt nacheinander).

Die dem ferialen Officium in der Fastenzeit eigenen Officiumsteile (Lektionen, Antiphonen zu den Cantica, Orationen) braucht man auch für die Kommemoration, daher gibt es keinen Grund, das feriale Officium aus dem Proprium de Tempore zu entfernen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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ad-fontes
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes »

Protasius hat geschrieben:
Mittwoch 10. Mai 2017, 07:34
ad-fontes hat geschrieben:
Dienstag 9. Mai 2017, 17:44
Protasius hat geschrieben:
Samstag 11. Februar 2017, 16:12
Das eine ist das feriale Officium für den Freitag nach dem Passionssonntag, das andere des festive Officium vom Fest der Sieben Schmerzen. Das Schmerzensfest könnte nach den Rubriken vor 1960 verlegt werden, wenn ein höheres Fest auf diesen Tag fällt (z. B. St. Joseph, Mariä Verkündigung, ein Patronatsfest); das feriale Officium hingegen wird grundsätzlich nicht verlegt.
Ist das Officium der Sieben Schmerzen Mariä im Freitag nach dem Passionssonntag wirklich ein feriales? Ich lese duplex majus, allerdings im alten Brevier.
Nein, das Sieben-Schmerzen-Fest ist ein festives Officium (steht im Proprium Sanctorum). Das Brevier enthält aber im Proprium de Tempore auch das (vermutl. über 1000 Jahre ältere) feriale Officium des Freitags nach dem Passionssonntag. Solange auf dem Freitag nach dem Passionssonntag kein höheres Fest fällt, wird an diesem Tag des Fest der Sieben Schmerzen mit Kommemoration des Freitags nach dem Passionssonntag gefeiert; falls jedoch ein höheres Fest ansteht, daß die Verlegung des Sieben-Schmerzen-Festes erfordert, wird das Sieben-Schmerzen-Fest am nächsten freien Tag gefeiert und der dann anstehende Werktag in der Fastenzeit kommemoriert (was nur am Samstag vor dem Passionssonntag funktioniert, denn danach kommt ja die Karwoche, die keine Verdrängung zuläßt; aber die Tage in der Fastenzeit, wo höhere Feste als duplex majus anstehen, liegen ja nicht direkt nacheinander).

Die dem ferialen Officium in der Fastenzeit eigenen Officiumsteile (Lektionen, Antiphonen zu den Cantica, Orationen) braucht man auch für die Kommemoration, daher gibt es keinen Grund, das feriale Officium aus dem Proprium de Tempore zu entfernen.
Ich hatte das Ausgangsposting nicht gründlich genug gelesen. Aber für die Erläuterungen, für die ich herzlich danke, hat es sich doch gelohnt, die Frage zu stellen (eine Abschaffung des ferialen Officiums hatte ich nicht im Sinn). Interessanterweise hat das feriale Officium am Samstag in der Osterzeit drei Lesungen (im alten Brevier). Irgendwann vor 1962 wurde es dann auf zwei Lesungen reduziert (was regelmäßig auch nach den Rubriken Pius V. der Fall ist). Insofern sind die drei Lectiones ein liturgischer Atavismus!?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Sarandanon
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Sarandanon »

Wir befinden uns ja gerade zwischen den Quatembertagen des Septembers. Meine Frage an die Kenner ist folgende:

Gem dem liturgischen Kalender der außerordentlichen Form ist die Laudes II zu beten. Gleichzeitig sind die QT Kl. 2. Würde also heißen, dass ich die Sonntagslaudes II beten müsste. Falls ich soweit richig leigen sollte: Welche Antiphonen sowie Hymnus und Oration sind zu verwenden?
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
(Augustinus Aurelius)

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Damasus
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Damasus »

Sarandanon hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 16:44
Wir befinden uns ja gerade zwischen den Quatembertagen des Septembers. Meine Frage an die Kenner ist folgende:

Gem dem liturgischen Kalender der außerordentlichen Form ist die Laudes II zu beten. Gleichzeitig sind die QT Kl. 2. Würde also heißen, dass ich die Sonntagslaudes II beten müsste. Falls ich soweit richig leigen sollte: Welche Antiphonen sowie Hymnus und Oration sind zu verwenden?

Die Quatembertage haben zwar den Rang 2. Klasse, sind aber keine Feste, sondern Ferien. Damit sind die Lauses II der entsprechenden Werktage zu nehmen. Ansonsten ist es eben ein Ferialoffizium, d.h. Capitulum Hymnus etc sind vom Werktag... allein die Oration ist eigen... in der Matutin wird eine Homilie zum Tagesevangelium des Quatember gelesen und es werden in laudes und Vesper die Preces gebetet.
In Christo sunt omnes thesauri sapientiæ et scientiæ absconditi. (Col 2,3)

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Protasius
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius »

Damasus hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 18:37
Sarandanon hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 16:44
Wir befinden uns ja gerade zwischen den Quatembertagen des Septembers. Meine Frage an die Kenner ist folgende:

Gem dem liturgischen Kalender der außerordentlichen Form ist die Laudes II zu beten. Gleichzeitig sind die QT Kl. 2. Würde also heißen, dass ich die Sonntagslaudes II beten müsste. Falls ich soweit richig leigen sollte: Welche Antiphonen sowie Hymnus und Oration sind zu verwenden?

Die Quatembertage haben zwar den Rang 2. Klasse, sind aber keine Feste, sondern Ferien. Damit sind die Lauses II der entsprechenden Werktage zu nehmen. Ansonsten ist es eben ein Ferialoffizium, d.h. Capitulum Hymnus etc sind vom Werktag... allein die Oration ist eigen... in der Matutin wird eine Homilie zum Tagesevangelium des Quatember gelesen und es werden in laudes und Vesper die Preces gebetet.
Die Benedictusantiphon ist auch noch eigen; die Vesper hat aber die Oration des vorangegangenen Sonntags, was auch an den anderen Quatembertagen so gilt (es sei denn, es wäre die erste Vesper eines Festes zu feiern; die hat der hl. Matthäus 1960 verloren, daher ist heute feriale Vesper).
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Sarandanon
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Sarandanon »

Danke, dass Ihr mir auf die Sprünge geholfen habt :huhu:
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(Augustinus Aurelius)

Coturnix
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Coturnix »

Hallo,
mal eine Anfängerfrage zwischendurch: Die Magnifikat-Antiphonen sind ja Sonntags dem Evangelium entnommen, Montags bis Freitags sind es Verse aus dem Magnifikat selber, aber woher kommen die Antiphonen für Samstag (bzw. besser gesagt die erste Sonntagsvesper)?

PS: Ich besitze leider kein Brevier, meine Quelle ist divinumofficium.com

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Protasius
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius »

Coturnix hat geschrieben:
Samstag 30. September 2017, 21:44
Hallo,
mal eine Anfängerfrage zwischendurch: Die Magnifikat-Antiphonen sind ja Sonntags dem Evangelium entnommen, Montags bis Freitags sind es Verse aus dem Magnifikat selber, aber woher kommen die Antiphonen für Samstag (bzw. besser gesagt die erste Sonntagsvesper)?

PS: Ich besitze leider kein Brevier, meine Quelle ist divinumofficium.com
Diese Antiphonen beziehen sich auf die Matutinlesungen des Sonntags.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Coturnix
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Coturnix »

Vielen Dank für die Antwort, sowas hatte ich schon fast erwartet. Dann aber eine Frage dazu:
Wann kommt denn die Antiphon "Suscépit Deus Israël, púerum suum: sicut locútus est ad Abraham, et semen ejus usque in sãculum", die es ja auch scheinbar gibt? (Kommt bei mir z.B. bei der 1. Vesper des 2. Sonntags nach Epiphanias auf divinumofficium.org - das hat ja scheinbar nichts mit der Matutinlesung zu tun sondern ist analog zu den anderen Magnifikat-Antiphonen dem Canticum entnommen? In meinem Volksbrevier ist das übrigens als normale Antiphon für die erste Sonntagsvesper angegeben, vermutlich aus Einfachheitsgründen...

Und noch eine zweite Frage: Sehe ich richtig, dass das römische Brevier außer in der Matutin keine Responsorien kennt? Wann sind die denn weggefallen? Das neue Stundenbuch hat sie ja dann scheinbar wieder eingeführt?

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Protasius
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius »

Coturnix hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 11:48
Vielen Dank für die Antwort, sowas hatte ich schon fast erwartet. Dann aber eine Frage dazu:
Wann kommt denn die Antiphon "Suscépit Deus Israël, púerum suum: sicut locútus est ad Abraham, et semen ejus usque in sãculum", die es ja auch scheinbar gibt? (Kommt bei mir z.B. bei der 1. Vesper des 2. Sonntags nach Epiphanias auf divinumofficium.org - das hat ja scheinbar nichts mit der Matutinlesung zu tun sondern ist analog zu den anderen Magnifikat-Antiphonen dem Canticum entnommen? In meinem Volksbrevier ist das übrigens als normale Antiphon für die erste Sonntagsvesper angegeben, vermutlich aus Einfachheitsgründen...

Und noch eine zweite Frage: Sehe ich richtig, dass das römische Brevier außer in der Matutin keine Responsorien kennt? Wann sind die denn weggefallen? Das neue Stundenbuch hat sie ja dann scheinbar wieder eingeführt?
Diese Antiphon aus dem Magnificat wird an den Samstagen nach Epiphanias gesungen; sie wird genommen, wenn es keine eigene Magnificatantiphon der ersten Sonntagsvesper gibt.

Meine Antwort war etwas vereinfachend. Die Regel mit den Matutinlesungen stimmt für die Zeit nach Pfingsten und für Advents- und Fastenzeit. In der Osterzeit stammen die Antiphonen an allen Tagen aus dem Evangelium. In der Zeit nach Epiphanias wird die Antiphon «Suscepit» genommen.

Das römische Brevier kennt responsoria prolixa nur in der Matutin; allerdings gibt es in den kleinen Horen responsoria brevia. Einige der Diözesan- und Ordensbreviere, die auf dem römischen beruhen, haben jedoch auch in der Vesper ein responsorium prolixum, beispielsweise der Dominikanerritus oder die alten Eigenriten von Köln, Paris und Salisbury. Ein Responsorium in den Laudes hat mW keine Variante des römischen Ritus; aber das monastische Stundengebet hat in Laudes und Vesper responsoria brevia.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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ad-fontes
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes »

In den "Väterlesungen des Breviers" von P. Wintersig steht kurioserweise zum 23. Sonntag nach Pfingsten vor der Homilie ein Sermo des hl. Augustinus (Multiplicata est misericoridia tua) mit der Anm. nur im BrR.

Was hat es damit auf sich?
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Amandus
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Amandus »

Um nicht ein neues Thema aufmachen zu müssen hier eine Frage zum traditionellen Brevier online unter http://divinumofficium.com: gibt es eine App unter Android, mit der man sich mehrere Tage (besser noch Wochen) im Voraus von dieser Quelle herunterladen und dann etwa offline im Ausland anzeigen lassen kann?

Es gibt die App »IBreviary«, die allerdings bei der lat.-dt. Anzeige defekt ist und selbst regulär nur Texte für eine Woche speichern könnte. Unter Apple gibt es das von mir Gesuchte, nur wird sowas unter Android benötigt.

Danke schon mal für jeden Tip!

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Juergen
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Juergen »

Die Daten der Eigenfeiern (Brevier und Missale) für Paderborn sind jetzt über introibo.net erhältlich:

http://introibo.net/kalender_lokal.php
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Gnadenkapelle
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Gnadenkapelle »

Bitte, wo legt man denn die Bänder beim zweibändigen Breviarium Romanum (Nova et Vetera) ein?
Danke für jede Hilfe - und wo stehen wir da gerade eigentlich?
:blinker:
Domine, cerebrum de coelo deprecor conice!
(Herr, bitte wirf Hirn vom Himmel...)

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Protasius
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius »

Gnadenkapelle hat geschrieben:
Dienstag 13. April 2021, 13:12
Bitte, wo legt man denn die Bänder beim zweibändigen Breviarium Romanum (Nova et Vetera) ein?
Danke für jede Hilfe - und wo stehen wir da gerade eigentlich?
:blinker:
Ich kenne diese Ausgabe nicht, aber falls du im Englischen sattelfest bist, gibt es ein nützliches kleines Büchlein mit dem (heute etwas irreführend wirkenden) TItel Learning the New Breviary; die „neuen“ Rubriken sind in diesem Fall die von 1960, die dem obigen Brevier zugrundeliegen, im Unterschied von den Rubriken des älteren von Pius X. reformierten Breviers und dessen Vorgängern. Es ist ganz nützlich einen Kalender zu verwenden, um das richtige Fest etc. zu finden, bspw. das Una-Voce-Kalendarium auf introibo.ch.

Heute ist bspw. das Fest III. Klasse des hl. Martyrers Hermenegild, die scriptura occurrens (also die Bahnlesung in der Matutin) ist vom Dienstag in der ersten Woche nach der Osteroktav (Kapitel 2 der Apostelgeschichte), das Commune für Apostel und Martyrer in der Osterzeit, das Psalterium vom Dienstag, der Laudes- und Vesper-Hymnus, die dritte Lesung der Matutin und die Oration sind Proprium des Festtages.

Ich würde ein Lesezeichen im Proprium de Tempore für den Dienstag der ersten Woche nach der Osteroktav einlegen, eines im Proprium Sanctorum beim 13. April für den hl. Hermenegild, eines ins Commune Sanctorum beim Commune für Apostel und Martyrer in der Osterzeit und je nach Zahl der Lesebänder noch eines im Psalterium für den Dienstag.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Gnadenkapelle
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Gnadenkapelle »

Danke - o wei, was hab ich mir da angetan?! Ist echt komplizierter als ich irgendwie erwartet habe... :panisch:
Habe sechs Lesebänder in jedem der beiden Bände. Muss glaub ich echt experimentieren. :umkuck:
Domine, cerebrum de coelo deprecor conice!
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Protasius
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius »

Gnadenkapelle hat geschrieben:
Dienstag 13. April 2021, 14:49
Danke - o wei, was hab ich mir da angetan?! Ist echt komplizierter als ich irgendwie erwartet habe... :panisch:
Habe sechs Lesebänder in jedem der beiden Bände. Muss glaub ich echt experimentieren. :umkuck:
OK, das war vllt. ein bißchen viel aufs Mal, aber man wächst da rein. Falls du kein Kleriker bist oder sonstwie der Brevierpflicht unterliegst, gibt es ein paar Varianten darein zu wachsen. Prim und Komplet als Morgen- und Abendgebet zur Heiligung des Tagwerks und als Bitte um Schutz in der Nacht haben zwar je nach Wochentag verschiedene Psalmen, aber ansonsten ändert sich daran nicht so viel; in den mit bekannten Ausgaben des Schott ist auch eine verkürzte Variante von Prim und Komplet als Morgen- und Abendgebet enthalten.

Etwas mehr Variation gibt es bei Terz, Sext und Non; diese kleinen Horen sind vergleichsweise kurz, vom Umfang her ähnlich wie die Horen der Liturgia Horarum, und sind vllt. als nächster Schritt brauchbar. Hier wechseln die Antiphonen an hohen Festen, zudem wechseln hier die Kurzlesungen, Responsorien und Orationen nahezu jeden Tag.

Die großen Horen Laudes und Vesper, stellen gewissermaßen die Angelpunkte des liturgischen Tages dar und sind im feierlichen Stundengebet auch durch Weihrauch beim Benedictus und Magnificat ausgezeichnet; allerdings sind das unter den Horen des Tages auch die mit der meisten Variation von einem Tag zum andern.

Eine gewisse Sonderrolle nimmt schließlich die Matutin ein; sie ist von der Länge mit neun Psalmen und drei oder (an hohen Festtagen neun) Lesungen und Responsorien die längste einzelne Gebetszeit. Ich bete die Matutin (die im Chor mit den Laudes eine große Gebetszeit bildet) leider nur selten, weil mir dafür die Zeit fehlt; manchmal lese ich nur die Lesungen, aber die Kirchenväterpredigten sind (neben den Hymnen, die nunmal in poetischer Sprache verfaßt und entsprechend knifflig sind) auch die mE sprachlich anspruchsvollsten Teile des Breviers.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Hieronymus Burgmeister
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Hieronymus Burgmeister »

Mir hat damals als Anfänger folgende Internetseite geholfen, mich im Bervarium zurecht zu finden:

https://www.divinumofficium.com/cgi-bin ... fficium.pl

Mehrsprachig und man kann sogar verschiedene Rubriken (1960, 1965, etc) auswählen. Die gewählte Stunde kann dann direkt gewählt werden. Ebenfalls enthalten der liturgische Kalener mit den Tagesspezialitäten. Mittlerweile finde ich mich meist ohne das zurecht.
"Wenn es einen Kampf geben muss, dann lass ihn zu meiner Zeit sein, damit meine Kinder Frieden haben." - Thomas Paine

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