Frohes Neues!
Ergänzend noch 2 Zeugnisse der Volksfrömmigkeit:
*1.: Nochmal Krippen im Oldenburger Münsterland
*2.: Weihnachtliches aus Schlesien.
zu1.:
Das Oldenburger Münsterland scheint ein lohnendes Studienobjekt für Krippchen schauen zu sein. Die Googel-Recherche katapultiert so etliches, was alles gar nicht hier berücksichtigt werden kann. Daher noch die wirklich herausragenden Spitzen:
Steinfeld St. Johannes Baptist, große Landschaft
Steinfeld-Kroge Herz Jesu eine weitere große Stubbenkrippe
Steinfeld-Mühlen St. Bonaventura, aufwendig aufgestellt
Bislang ist dieses ein theoretischer Bericht, eine Realisierung ist möglich, evtl. dann ein realer Bericht.
zu 2.:
https://www.silesia-news.de/2020/12/21/ ... derbelebt/
Mehr zum Weihnachtszepter:
https://jbc.jelenia-gora.pl/Content/196 ... _20762.pdf
In Niederschlesien, im evangelischen Bereich, hat es bis in das 19. Jahrhundert sogenannte Weihnachtszepter gegeben. Weihnachtszepter waren mit Kerzen und Schmuck verzierte Konstrukte, deren Habitus man sich am besten im Link zu Gemüte führt. Es wurde durch den Christbaum verdrängt, doch eine kleine Ortschaft behielt diesen Brauch bis zuletzt 1944. Daher war die Ortschaft laut Angabe in der Region bekannt (Besuchermagnet?). Die Weihnachtszepter erhellten die Kirche, indem sie auf die Brüstung der Empore gestellt wurden. In Görlitz besteht anscheinend eine Initiative, die diesen Brauch wiederaufleben lassen möchte. Immerhin rühmt man sich in Görlitz der Pflege einer "Schlesischen Weihnacht".
Passender Einwurf: fraglich ist, ob folgendes hier bereits gepostet wurde (?): Der Siebenstern in Bad Bevensen eine analoge Art die Kirche zu erhellen. Nur ohne weiteren Schmuck und mit weniger Kerzen, 7 pro Siebenstern im Vergleich zu "ca. 16" auf dem Weihnachtszepter.
https://www.bad-bevensen.de/weihnachtstipps
Etwas ´runterscrollen da sieht man ein gutes Bild und bissl Info dazu. Offensichtlich ist der Siebenstern für einen jeden Adventssonntag, während das Weihnachtszepter nur für die Christvesper am Heiligen Abend üblich war. In welcher Form diese Konstrukte auch im Privathaushalt verwendet wurden ist mir etwas unklar geblieben.
Ein paar eigene Gedanken: evangelische Schlesier im Westen eckten selbst bei ihren evangelischen Glaubenbrüdern gelegentlich an. Das Transeamus auf katholischer Seite konnte sich etablieren. Sollte es Bestrebungen geben das Weihnachstzepter überregional zu reanimieren, die es nicht gibt, aber wenn, dann gäbe es oft in evangelischen Kirchen gar keine Emporen mehr, als Beispiel Stadtkirche Lengerich, dort wurde sie m. W. entfernt. Nun ja, wollen wir dem Brauch für Görlitz und nicht unbeding flächendeckend das Beste wünschen
In den dennoch zahlreich vorhandenen ev. Emporenkirchen würde dann inzwischen die Affinität nachgeborener Schlesier zu diesen Dingen fehlen.