Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
Peduli
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

Gamaliel hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 09:01
Ich versuche im folgenden den Inhalt bzw. die Unterschiede der beiden Stellungnahmen deutlich zu machen. Dabei geht es nicht darum zu zeigen, wer recht hat oder wie die einzelnen Positionen zu bewerten sind, sondern aufzuschlüsseln wie konträr das Gespräch offensichtlich verlaufen ist.
............
Wer die Bewertung der Positionen wegläßt, der läßt das Entscheidende weg! :feuerwehr: :feuerwehr: :feuerwehr:

Aus der Darstellung ist auf jeden Fall herauszulesen, daß anscheinend auf keiner Seite Verständigungsbereitschaft besteht:
Der Vatikan sieht in den Positionen der FSSPX eine "Theologie des gestreckten Mittelfingers" * und die FSSPX hält die Hl. Schrift für zumindest partiell unwahr; zumindest in der Passage Mt 16, 18! **

Und ohne Prophet sein zu wollen, wage ich folgende Prognose: 8) 8) 8)
Auf der übernatürlichen Ebene ist (leider) keine Lösung in Sicht, daher werden sich beide Parteien in den nächsten Jahren wohl den natürlichen Abläufe zuwenden! :( :( :(







* Meine Worte, die der Vatikan selbstredend niemals nutzen würde!
** Denn der Vatikan ist in die Hände der Freimaurerei gefallen!
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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Zeno Kortin
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Zeno Kortin »

Ich weiß nicht ob es schon gepostet wurde.

https://youtu.be/UOux9GOsHss?si=KuRLYKhZ4em-Cc-T
MAGSTRAUSS
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Waterplanet
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Waterplanet »

Gamaliel hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 09:01
sondern aufzuschlüsseln wie konträr das Gespräch offensichtlich verlaufen ist.
Vor kurzem habe ich doch irgendwo gelesen, daß genau DAS das Problem bei diesen Gesprächen ist. Rom und FSSPX sprechen 'äußerlich' über dieselbe Sache, meinen aber jeweils etwas völlig unterschiedliches. Rom aus Sicht von V2, die FSSPX aus Sicht der Tradition. So KANN das ja nix werden.
Gamaliel hat geschrieben:
Donnerstag 12. Februar 2026, 15:14
schlug der Präfekt einen Weg des spezifisch theologischen Dialogs mit einer genau festgelegten Methodik vor,
Diese Formulierung des Kardinals finde ich seltsam, sie macht mich stutzig. Klingt so, als würde das Ergebnis dieser Gespräche schon feststehen.
Gamaliel hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 09:01
Angesichts der beiden Stellungnahmen würde es mich wundern, wenn die Antwort, die der Generalobere in einigen Tagen geben wird, eine Absage der Bischofsweihen für den 1. Juli beinhaltet.
Vielleicht möchte man 'guten Willen' zeigen und läßt sich auf - zeitlich begrenzte - Gespräche ein. Sollte mich aber sehr wundern, da - wie bereits erwähnt - dies wohl nur Zeit schinden von Seiten Roms wäre. Den Umweg kann man sich strenggenommen sparen.

Der Generalrat könnte natürlich zurückpokern und sagen: "Klar reden wir gern mit Rom. Für die Dauer der Gespräche bekommen wir aber bitte 2-3 Bischöfe 'ausgeliehen', damit bei uns der Laden weiter läuft... :breitgrins:
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Lycobates
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Lycobates »

Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:02
Vor kurzem habe ich doch irgendwo gelesen, daß genau DAS das Problem bei diesen Gesprächen ist. Rom und FSSPX sprechen 'äußerlich' über dieselbe Sache, meinen aber jeweils etwas völlig unterschiedliches. Rom aus Sicht von V2, die FSSPX aus Sicht der Tradition. So KANN das ja nix werden.
Damit wäre dann aber auch klar herausgestellt, daß es einen unüberbrückbaren Gegensatz zwischen "der Tradition" und dem "Kerygma" des "Vatikanum II" gibt. Was einigen von uns schon über 60 Jahren klar ist.
;)

Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:02
Der Generalrat könnte natürlich zurückpokern und sagen: "Klar reden wir gern mit Rom. Für die Dauer der Gespräche bekommen wir aber bitte 2-3 Bischöfe 'ausgeliehen', damit bei uns der Laden weiter läuft... :breitgrins:
Ausgeliehen?
Novus-Ordo-Bischöfe?

Das nicht zu wollen ist ja gerade der ganze Beweggrund für die angestrebten Weihen.

Sonst hätte man doch schon längst Herrn Schneider auf dem fliegenden Teppich aus Kasachstan oder Herrn Burke mit der gerade noch passenden Cappa Maxima bemühen können, die kommen gerne.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
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*
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Waterplanet
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Waterplanet »

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:20
Ausgeliehen?
Novus-Ordo-Bischöfe?
Kann man ja in der Sakristei schnell sub conditione nachweihen :pfeif:
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Peduli
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:02
Gamaliel hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 09:01
sondern aufzuschlüsseln wie konträr das Gespräch offensichtlich verlaufen ist.
Vor kurzem habe ich doch irgendwo gelesen, daß genau DAS das Problem bei diesen Gesprächen ist. Rom und FSSPX sprechen 'äußerlich' über dieselbe Sache, meinen aber jeweils etwas völlig unterschiedliches. Rom aus Sicht von V2, die FSSPX aus Sicht der Tradition. So KANN das ja nix werden.
Und genau da stellt sich die Frage, warum das denn so ist! :hmm: :hmm: :hmm:
Wie kann es sein, daß zwei Parteien, die sich selber jeweils als gut katholisch verstehen, so dermaßen aneinander vorbei reden können? :detektiv: :detektiv: :detektiv:

Meine Vermutung:
Das Vorverständnis ist unterschiedlich! :doktor: :doktor: :doktor:
Die FSSPX benutzt den Thomismus als Instrument (oder auch als Waffe), dem sich ausnahmslos alle, und demzufolge auch das Lehramt, unterzuordnen haben. Außerdem geht die FSSPX an die Texte des Vaticanum II mit einem bei den Protestanten entliehenen sola-scriptura-Verständnis heran. Dies soll heißen, daß den Texten des Vaticanum II eine Bedeutung beigemessen wird, die sie als Texte eines Pastoralkonzils schlicht und ergreifend nicht haben.
Der Vatikan sieht die FSSPX als eine katholische Gruppierung von vielen, die einige Sonderrechte in Anspruch nehmen kann (und sogar soll). Sie soll sich aber nicht als Lehramt über dem Lehramt gerieren.
Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:02
Gamaliel hat geschrieben:
Donnerstag 12. Februar 2026, 15:14
schlug der Präfekt einen Weg des spezifisch theologischen Dialogs mit einer genau festgelegten Methodik vor,
Diese Formulierung des Kardinals finde ich seltsam, sie macht mich stutzig. Klingt so, als würde das Ergebnis dieser Gespräche schon feststehen.
Eine offensichtliche Fehlinterpretation, denn eine festgelegte Methodik legt eben genau kein Ergebnis fest, sondern nur den Weg zu einem auf dem Weg selber zu findenden, aber prinzipiell offenen Ziel.
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Sascha B.
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Sascha B. »

Wie viele Gespräche wollen FSSPX und Rom denn noch führen? Das machen sie seit Jahrzehnten und konnten sich nicht einigen. Entweder die FSSPX erkennt V2 vollständig an, oder Rom verwirft die Neuerungen. Da aber scheinbar keine der beiden Seiten ihre Position aufgeben möchte, bringt das ganze irgendwie nichts.

Rom sollte die FSSPX einfach als offen Schismatisch und nicht mehr Katholisch einstufen.
Die FSSPX kann dann einen eigenen Papst wählen und behaupten man wäre die wahre katholische Kirche.
Aber das momentane ist einfach nur ein Trauerspiel. Oder denkt die FSSPX ernthaft dass Rom nach ettlichen Jahrzehnten eingesteht dass V2 und die folgenden Entwicklungen ein Fehler waren? Oder dass die Gläubigen diesen Schritt mitmachen würden?

Abschaffung des Novus Ordo, wiederenführung des alten Katechismus und CIC. Das ganze hat doch keine Chance mehr.

nomads
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Sascha B. hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 17:29
Wie viele Gespräche wollen FSSPX und Rom denn noch führen? Das machen sie seit Jahrzehnten und konnten sich nicht einigen. Entweder die FSSPX erkennt V2 vollständig an, oder Rom verwirft die Neuerungen.
ist schon komisch, aber so ähnlich sehe ich das auch. :roll:


Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:02
Vor kurzem habe ich doch irgendwo gelesen, daß genau DAS das Problem bei diesen Gesprächen ist. Rom und FSSPX sprechen 'äußerlich' über dieselbe Sache, meinen aber jeweils etwas völlig unterschiedliches. Rom aus Sicht von V2, die FSSPX aus Sicht der Tradition.
das glaube ich eher nicht.
Für Rom gibt es keinen Widerspruch zwischen der Tradition und dem V2. Rom sieht im V2 die Kontinuität der Tradition. Die FSSPX nicht.
Also - entweder muss Rom (zurück)umkehren, oder die FSSPX ihre Auffassung vom V2 revidieren.
Ich bin für das Revidieren, falls man bei der FSSPX nicht bemerkt hat, dass man das V2 ähnlich versteht, wie die Modernisten, die das V2 dafür missbrauchen alles zu rechtfertigen, was sie selber in der Liturgie und Pastoral veranstalten.

Peduli
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

Sascha B. hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 17:29
Wie viele Gespräche wollen FSSPX und Rom denn noch führen? Das machen sie seit Jahrzehnten und konnten sich nicht einigen. Entweder die FSSPX erkennt V2 vollständig an, oder Rom verwirft die Neuerungen. Da aber scheinbar keine der beiden Seiten ihre Position aufgeben möchte, bringt das ganze irgendwie nichts.

.................
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Zeno Kortin
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Zeno Kortin »

Peduli hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 18:04
Sascha B. hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 17:29
Wie viele Gespräche wollen FSSPX und Rom denn noch führen? Das machen sie seit Jahrzehnten und konnten sich nicht einigen. Entweder die FSSPX erkennt V2 vollständig an, oder Rom verwirft die Neuerungen. Da aber scheinbar keine der beiden Seiten ihre Position aufgeben möchte, bringt das ganze irgendwie nichts.

.................
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nomads
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 18:54
Gott bewahre uns vor soviel Vernunft und Verstand, uns einfach die gute und kostenlose Unterhaltung zu nehmen, welche wir mit der FSSPX all die Jahre hatten.
glaubst Du an Gott? ;)
Und wen meinst Du mit "wir"?

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Zeno Kortin
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Zeno Kortin »

nomads hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 19:10
Zeno Kortin hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 18:54
Gott bewahre uns vor soviel Vernunft und Verstand, uns einfach die gute und kostenlose Unterhaltung zu nehmen, welche wir mit der FSSPX all die Jahre hatten.
glaubst Du an Gott? ;)
Und wen meinst Du mit "wir"?
Als Materialist natürlich nicht, aber es kann nie schaden IHN einzubeziehen. Mit wir meine ich alle, welche sich gut Unterhalten fühlen.
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nomads
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 19:15
nomads hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 19:10
Zeno Kortin hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 18:54
Gott bewahre uns vor soviel Vernunft und Verstand, uns einfach die gute und kostenlose Unterhaltung zu nehmen, welche wir mit der FSSPX all die Jahre hatten.
glaubst Du an Gott? ;)
Und wen meinst Du mit "wir"?
Als Materialist natürlich nicht, aber es kann nie schaden IHN einzubeziehen. Mit wir meine ich alle, welche sich gut Unterhalten fühlen.
Dann bist Du also ein Materialist, der doch schiess hat, die Existenz Gottes offiziell zu leugnen und hofft doch irgendwie „durchzukommen“ (falls es doch Gott gibt),
oder ein Gläubiger, der meint, mit Bekenntnis zum Materialismus eine Distanz zu Religionen zu bewahren, um wenigstens das Gefühl zu haben, nicht dazuzugehören (zum gläubigen Pöbel).
:breitgrins:

Peduli
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 19:35
Zeno Kortin hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 19:15
nomads hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 19:10
glaubst Du an Gott? ;)
Und wen meinst Du mit "wir"?
Als Materialist natürlich nicht, aber es kann nie schaden IHN einzubeziehen. Mit wir meine ich alle, welche sich gut Unterhalten fühlen.
Dann bist Du also ein Materialist, der doch schiess hat, die Existenz Gottes offiziell zu leugnen und hofft doch irgendwie „durchzukommen“ (falls es doch Gott gibt),
oder ein Gläubiger, der meint, mit Bekenntnis zum Materialismus eine Distanz zu Religionen zu bewahren, um wenigstens das Gefühl zu haben, nicht dazuzugehören (zum gläubigen Pöbel).
:breitgrins:
Ein Materialist ist auch ein Gläubiger, aber er glaubt halt nicht an Gott, sondern an die Materie! :pfeif: :pfeif: :pfeif:
Insofern ist er ein Irr-Gläubiger! :doktor: :doktor: :doktor:
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 19:40
Ein Materialist ist auch ein Gläubiger, aber er glaubt halt nicht an Gott, sondern an die Materie! :pfeif: :pfeif: :pfeif:
dann hätte Zeno Kortin schreiben müssen: "Materie bewahre uns vor soviel Vernunft und Verstand, uns einfach die gute und kostenlose Unterhaltung zu nehmen, welche wir mit der FSSPX all die Jahre hatten."
:breitgrins:

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Waterplanet »

Also ich habe gerade nochmal reingehört... die Predigt, die Msgr. Lefebvre 1988 gehalten hat, könnte heute 1:1 so lauten.

Wer es noch nicht kennt:

https://www.youtube.com/watch?v=99huJeorTVM

... in der deutsch kommentierten Version. :-)
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Waterplanet »

Ach ich bin heute mal in Spendierlaune... hier noch die komplette Predigt auf Deutsch, vorgetragen vom unvergesslichen DDr. Gregorius Hesse:

https://www.youtube.com/watch?v=Egmu4sbfykQ
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Zeno Kortin »

Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 21:15
Also ich habe gerade nochmal reingehört... die Predigt, die Msgr. Lefebvre 1988 gehalten hat, könnte heute 1:1 so lauten.

Wer es noch nicht kennt:

https://www.youtube.com/watch?v=99huJeorTVM

... in der deutsch kommentierten Version. :-)
Danke, ich höre sie mir später an; bisher habe ich nur ein Interview mit gehört auf Youtube.

Nun, ob ich ein Gläubiger bin, ich weiß es nicht, aber auch egal. Eines habe ich aber Respekt vor Menschen, die ihren eigenen Weg gehen, so wie die FSSPX. Denn zuoft wird eben der Zeitgeist als Waffe benutzt um jeden Mist zu rechtfertigen. Von daher kann ich schon sagen, daß das V2 der V2 irgendwie gleicht, so wie der Synodale Weg heute auch eingesetzt wird.
Irgendwann kam mir, bei dem Lesen der Threads auf FB der Gedanke das Vaticanum II SATANICUM zu nennen.
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Zeno Kortin »

nomads hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 20:17
Peduli hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 19:40
Ein Materialist ist auch ein Gläubiger, aber er glaubt halt nicht an Gott, sondern an die Materie! :pfeif: :pfeif: :pfeif:
dann hätte Zeno Kortin schreiben müssen: "Materie bewahre uns vor soviel Vernunft und Verstand, uns einfach die gute und kostenlose Unterhaltung zu nehmen, welche wir mit der FSSPX all die Jahre hatten."
:breitgrins:
Falls Du es nicht kennst.
Im geschwollenen Deutsch hieß es früher auch: In die Materie einsteigen.
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 21:42
nomads hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 20:17
Peduli hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 19:40
Ein Materialist ist auch ein Gläubiger, aber er glaubt halt nicht an Gott, sondern an die Materie! :pfeif: :pfeif: :pfeif:
dann hätte Zeno Kortin schreiben müssen: "Materie bewahre uns vor soviel Vernunft und Verstand, uns einfach die gute und kostenlose Unterhaltung zu nehmen, welche wir mit der FSSPX all die Jahre hatten."
:breitgrins:
Falls Du es nicht kennst.
Im geschwollenen Deutsch hieß es früher auch: In die Materie einsteigen.
Das Thema bitte nicht hier, sondern in folgendem Thread weiterdiskutieren: :doktor: :doktor: :doktor: Wozu gibt es Materie?
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Gamaliel
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:02
Vor kurzem habe ich doch irgendwo gelesen, daß genau DAS das Problem bei diesen Gesprächen ist. Rom und FSSPX sprechen 'äußerlich' über dieselbe Sache, meinen aber jeweils etwas völlig unterschiedliches. Rom aus Sicht von V2, die FSSPX aus Sicht der Tradition. So KANN das ja nix werden.
Diese Probleme gab es in der Tat, aber sie sind kein unüberwindbares Hindernis.
Zwei Umstände sind hier zu berücksichtigen:
a) Die Bruderschaft ist mit Rom seit 2000 in theologischem Kontakt (mal mehr, mal weniger). Das heißt, man kennt sich inzwischen und kann die Argumentation des Gegenübers einschätzen.
b) Die Mitglieder beider Diskussionsparteien sind „zweisprachig“, d.h. die Modernisten aus Rom verstehen auch die scholastische Theologie und die FSSPX kennt sehr gut die modernistische Theologie.

Es gibt zwar vor allem auf römischer Seite immer wieder Personalwechsel, aber faktisch gibt es keine „Sprachbarriere“ mehr. (Die objektive Barriere zwischen katholischer Theologie und Modernismus bleibt natürlich bestehen.)
Wenn es also gegenwärtig zu Verständnisproblemen kommen sollte, dann entspringen diese vorwiegend theologischer Unfähigkeit, wofür Kardinal Fernandez leider ein Paradebeispiel ist.

Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:02
Vielleicht möchte man 'guten Willen' zeigen und läßt sich auf - zeitlich begrenzte - Gespräche ein. Sollte mich aber sehr wundern, da - wie bereits erwähnt - dies wohl nur Zeit schinden von Seiten Roms wäre. Den Umweg kann man sich strenggenommen sparen.
Eine Gesprächsbereitschaft wird es seitens der Bruderschaft immer gegeben, wenn die Erfolgsaussichten auch verschwindend gering sind. Aber man wird sich dabei weder unter Druck setzen lassen (das hat schon Kardinal Hoyos 2008 versucht), noch wird man deswegen das Wohl der Bruderschaft aufs Spiel setzen und beispielsweise auf künftige Bischofsweihen verzichten.

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 21:15
Also ich habe gerade nochmal reingehört... die Predigt, die Msgr. Lefebvre 1988 gehalten hat, könnte heute 1:1 so lauten.

Wer es noch nicht kennt:

https://www.youtube.com/watch?v=99huJeorTVM

... in der deutsch kommentierten Version. :-)
Sehr gut, danke!

Wer die Predigt zur Bischofsweihe lieber als Text haben möchte:
Predigt von Erzbischof Marcel Lefebvre am 30. Juni 1988 in Ecône

Und hier auch noch der Text der Ansprache des tapferen Kampfgefährten aus Brasilien:
Ansprache von S. E. Bischof Antonio de Castro Mayer

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

Gamaliel hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 16:09
Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:02
Vor kurzem habe ich doch irgendwo gelesen, daß genau DAS das Problem bei diesen Gesprächen ist. Rom und FSSPX sprechen 'äußerlich' über dieselbe Sache, meinen aber jeweils etwas völlig unterschiedliches. Rom aus Sicht von V2, die FSSPX aus Sicht der Tradition. So KANN das ja nix werden.
Diese Probleme gab es in der Tat, aber sie sind kein unüberwindbares Hindernis.
Zwei Umstände sind hier zu berücksichtigen:
a) Die Bruderschaft ist mit Rom seit 2000 in theologischem Kontakt (mal mehr, mal weniger). Das heißt, man kennt sich inzwischen und kann die Argumentation des Gegenübers einschätzen.
b) Die Mitglieder beider Diskussionsparteien sind „zweisprachig“, d.h. die Modernisten aus Rom verstehen auch die scholastische Theologie und die FSSPX kennt sehr gut die modernistische Theologie.

Es gibt zwar vor allem auf römischer Seite immer wieder Personalwechsel, aber faktisch gibt es keine „Sprachbarriere“ mehr. (Die objektive Barriere zwischen katholischer Theologie und Modernismus bleibt natürlich bestehen.)
Wenn es also gegenwärtig zu Verständnisproblemen kommen sollte, dann entspringen diese vorwiegend theologischer Unfähigkeit, wofür Kardinal Fernandez leider ein Paradebeispiel ist.
Wenn man davon ausgeht, daß diese Einschätzung der theologischen Befähigung bei den beiden Streitparteien korrekt ist, dann gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Die FSSPX erkannt an, daß der Vatikan die Texte des Vaticanum II wie von PP Benedikt XVI. vorgeschlagen in der Hermeneutik der Kontinuität interpretieren läßt. Dies ist und bleibt offizielle Lehre der Kirche!
2. Der Vatikan erkennt an, daß die FSSPX in ihrer Ausbildung eine kritische Würdigung der Texte des Vaticanum II einfließen läßt. Wie weit diese kritische Würdigung gehen darf, wird so festgelegt, wie seinerzeit der Gnadenstreit zwischen Dominikanern und Jesuiten beendet worden ist. Gemeint ist dies hier!

Gamaliel hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 16:09
Waterplanet hat geschrieben:
Freitag 13. Februar 2026, 15:02
Vielleicht möchte man 'guten Willen' zeigen und läßt sich auf - zeitlich begrenzte - Gespräche ein. Sollte mich aber sehr wundern, da - wie bereits erwähnt - dies wohl nur Zeit schinden von Seiten Roms wäre. Den Umweg kann man sich strenggenommen sparen.
Eine Gesprächsbereitschaft wird es seitens der Bruderschaft immer gegeben, wenn die Erfolgsaussichten auch verschwindend gering sind. Aber man wird sich dabei weder unter Druck setzen lassen (das hat schon Kardinal Hoyos 2008 versucht), noch wird man deswegen das Wohl der Bruderschaft aufs Spiel setzen und beispielsweise auf künftige Bischofsweihen verzichten.
Man kann als Lösung natürlich auch ein "schmutziges Schisma" anstreben!
Das heißt die FSSPX macht weiterhin das, was sie für richtig hält und hält den Vatikan für einen kläffenden Hofhund, der keinerlei Weisungen zu erteilen hat. Natürlich rein faktisch gesprochen ( :tuete: :tuete: :tuete: ), in den offiziösen Verlautbarungen wird das jeweils anders zu lesen sein. :pfeif: :pfeif: :pfeif:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Lycobates
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Lycobates »

Gamaliel hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 16:09
b) Die Mitglieder beider Diskussionsparteien sind „zweisprachig“, d.h. die Modernisten aus Rom verstehen auch die scholastische Theologie und die FSSPX kennt sehr gut die modernistische Theologie.

Es gibt zwar vor allem auf römischer Seite immer wieder Personalwechsel, aber faktisch gibt es keine „Sprachbarriere“ mehr. (Die objektive Barriere zwischen katholischer Theologie und Modernismus bleibt natürlich bestehen.)
Wenn es also gegenwärtig zu Verständnisproblemen kommen sollte, dann entspringen diese vorwiegend theologischer Unfähigkeit, wofür Kardinal Fernandez leider ein Paradebeispiel ist.
Nun ist aber dies doch ein absolut wesentliches Problem der letzten 15 Jahre! Und eines, das in der Zukunft nur immer stärker und nachhaltiger zum Tragen kommen wird! :/

Solange Männer der Generation eines Hw. Ratzinger an modernistischer Seite am Ruder standen, denen Methode und Inhalt der bewährten katholischen Theologie in früheren Jahren in Fleisch und Blut übergegangen waren, ob sie auch gleich dieselbe abhorreszierten und den Glauben daran längst abgelegt hatten, solange war ein Gespräch faktisch einigermaßen möglich, wenn auch kaum erfolgsträchtig.
Nun aber herrscht ein nie dagewesenes theologisches Banausentum rioplatensischer Ausprägung, wo man bisweilen den Eindruck hat, bzw. hatte, erst einmal das theologische Einmaleins erklären zu müssen!

Bisher hat auch der gegenwärtige Prätendent, Hw. Frater Prevost, mich nicht überzeugt können, über die Rudimenta hinausgekommen zu sein!
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

Peduli
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

Lycobates hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 21:58
..........
Bisher hat auch der gegenwärtige Prätendent, Hw. Frater Prevost, mich nicht überzeugt können, über die Rudimenta hinausgekommen zu sein!
Derlei Einschätzungen werden dem amtierenden Papst sicherlich schlaflose Nächte bereiten! :roll: :roll: :roll:

Die causa FSSPX entwickelt sich mehr und mehr zu dem alten paradiesischen Drama, welches man auch als "Kann-Soll-Syndrom" bezeichnen kann. Als Frage formuliert: Soll der Mensch alles das, was er kann?

Aus Sicht der FSSPX betrachtet:
Lasse ich mich durch die "Amtskirche" einhegen oder mache ich mich zu einem Richter in eigener Sache? :detektiv: :detektiv: :detektiv:


Schaut man in die Kirchengeschichte wird man keinerlei kirchliche Reformbewegung finden, die sich derartig verhalten hat. Aber diese Sichtweise kann man natürlich auch als Historizismus abtun! :pfeif: :pfeif: :pfeif:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

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Peduli
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

Und noch ein Gedanke am Tage des Herrn zum Konflikt mit der FSSPX: :doktor: :doktor: :doktor:
Für einen gläubigen Katholiken ist es eigentlich ziemlich irrelevant, wenn sich die Eifrigen und die Übereifrigen "in die Wolle" kriegen. Er hat mit dem ihm zur Verfügung stehenden Eifer darauf hinzuwirken, daß in seinem Beritt die Dinge eine katholische Ordnung bekommen. Damit hat er in aller Regel auch genug zu tun!
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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Gamaliel
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Peduli hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 16:38
1. Die FSSPX erkannt an, daß der Vatikan die Texte des Vaticanum II wie von PP Benedikt XVI. vorgeschlagen in der Hermeneutik der Kontinuität interpretieren läßt. Dies ist und bleibt offizielle Lehre der Kirche!
Die Bruderschaft anerkennt einzig die Hermeneutik der Tradition: "eodem sensu eademque sententia" (Vinzenz von Lerin PL 50, 668).

Oder wie es der Antimodernisteneid so schön formuliert:
Ich nehme aufrichtig an, dass die Glaubenslehre von den Aposteln durch die rechtgläubigen Väter in demselben Sinn und in immer derselben Bedeutung bis auf uns überliefert wurde und deshalb verwerfe ich völlig die häretische Erdichtung von einer Entwicklung der Glaubenslehren, die von einem Sinn in einen anderen übergehen, der von dem verschieden ist, den die Kirche früher festhielt
Sobald man zu einer derartigen Herangehensweise an die Konzilstexte bereit ist, wird man in der Sache weiterkommen. Die Modernisten wehren sich dagegen allerdings mit aller Vehemenz, denn man hat die zweideutigen Stellen ja nicht zum Spaß in den Texten untergebracht.
Auch das jüngste Gespräch zwischen Generaloberen und Glaubenspräfekt verdeutlicht das erneut:
Der Kardinal präzisierte mündlich, dass man zwar über das Konzil einen Dialog führen könne, eine Korrektur seiner Texte jedoch ausgeschlossen sei.


Peduli hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 16:38
Das heißt die FSSPX macht weiterhin das, was sie für richtig hält und hält den Vatikan für einen kläffenden Hofhund, der keinerlei Weisungen zu erteilen hat.
Nicht den Vatikan, sondern nur die Modernisten, die dort vorübergehend hausen.

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Zeno Kortin
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Zeno Kortin »

Also doch am Ende nach dem Motto: Wasch mir den Pelz, mache mich aber nicht nass?
Die Gutmeinenden sind unberechenbar, und von daher Allgemeingefährlich.
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Gamaliel
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Lycobates hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 21:58
Nun ist aber dies doch ein absolut wesentliches Problem der letzten 15 Jahre! Und eines, das in der Zukunft nur immer stärker und nachhaltiger zum Tragen kommen wird! :/
Da gebe ich dir völlig recht. Wir werden zur behelfsmäßigen Verständigung dann wohl "theologische Dolmetscher" brauchen, bis wieder Vernunft in die Ausbildungshäuser einzieht
Lycobates hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 21:58
...theologisches Banausentum rioplatensischer Ausprägung,...
Danke für diese herrliche Formulierung! :freude:
Lycobates hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 21:58
Bisher hat auch der gegenwärtige Prätendent, Hw. Frater Prevost, mich nicht überzeugt können, über die Rudimenta hinausgekommen zu sein!
Auch hier stimme ich zu. Außer da und dort eine fromme Formulierung, habe ich noch nichts Substantielles gelesen.

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Gamaliel hat geschrieben:
Sonntag 15. Februar 2026, 18:54
Lycobates hat geschrieben:
Samstag 14. Februar 2026, 21:58
Nun ist aber dies doch ein absolut wesentliches Problem der letzten 15 Jahre! Und eines, das in der Zukunft nur immer stärker und nachhaltiger zum Tragen kommen wird! :/
Da gebe ich dir völlig recht. Wir werden zur behelfsmäßigen Verständigung dann wohl "theologische Dolmetscher" brauchen, ...
wenn es ein "theologisches" Problem ist.

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Gamaliel
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Peduli hat geschrieben:
Sonntag 15. Februar 2026, 14:48
Und noch ein Gedanke am Tage des Herrn zum Konflikt mit der FSSPX: :doktor: :doktor: :doktor:
Für einen gläubigen Katholiken ist es eigentlich ziemlich irrelevant, wenn sich die Eifrigen und die Übereifrigen "in die Wolle" kriegen. Er hat mit dem ihm zur Verfügung stehenden Eifer darauf hinzuwirken, daß in seinem Beritt die Dinge eine katholische Ordnung bekommen. Damit hat er in aller Regel auch genug zu tun!
Das ist richtig.
Daß sich Handwerker oder Hausfrauen oder Hinz und Kunz bemüßigt fühlen zu theologischen und kanonistischen (Spezial-)Fragen ihren Senf abzugeben, ist vermutlich der Verbreitung sozialer Medien geschuldet. Die FSSPX hat jedenfalls nicht darum gebeten.

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Zeno Kortin
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Zeno Kortin »

Was ist Rioplantensisch? Rio heißt Fluß aber hat Plantensich etwas mit Plato oder mit Pflanzen zu tun?
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