nomads hat geschrieben: ↑Sonntag 22. Februar 2026, 19:45
Gamaliel hat geschrieben: ↑Sonntag 22. Februar 2026, 19:34
... zumal wenn dann Behauptungen oder Thesen aufgestellt werden, die weit über das vorhandene Sachwissen hinausgehen.
Gamaliel, ich kann nicht
geringe Kenntnisse der Bruderschaft haben und gleichzeitig
Behauptungen oder Thesen aufstellen, die weit über das vorhandene Sachwissen hinausgehen - wie soll das gehen?
Es tut zum Thema hier zwar nichts zur Sache, aber ich will trotzdem kurz eine Erklärung versuchen.
Als Beispiel würde ich deine in eine Frage verpackte These benennen:
"Oder wird sie dann behaupten, dass das Kirchenrecht aus dem 1983 (neuer CIC) eh nicht gilt, weil von Modernisten verfasst?"
Weil du weißt, daß die FSSPX modernistische Neuerungen ablehnt, folgerst du auf dieser Grundlage: die lehnen wohl auch die Geltung des neuen Kirchenrechts ab, weil es von Modernisten verfaßt wurde.
Hier werden:
1) falsche Annahmen zum Kirchenrecht getroffen, daß in vielen Bereichen schlicht das frühere Kirchenrecht des CIC 1917 beinhaltet
2) dann wir aus der angenommenen Autorenschaft (Modernisten) auf die automatische Ablehnung des Inhalts geschlossen (also Person- und Sachfragen direkt verknüpft)
3) schließlich wird ohne Prüfung der Fakten, schlicht auf Basis des nur eingeschränkt vorhandenen Wissens über die FSSPX geschlossen, daß diese den CIC 1983 ablehnt
Mehr Sachwissen über Kirchenrecht und Bruderschaft hätten diese überschießende Folgerung verhindert.
Das hatte ich in meinem früheren Beitrag gemeint. Aber wir müssen das von meiner Seite aus nicht unbedingt vertiefen, da es für das Thema der Bischofsweihen irrelevant ist.
nomads hat geschrieben: ↑Sonntag 22. Februar 2026, 19:45
P.S.:
und noch etwas, lieber Gamaliel:
Seit wann kämpft die FSSPX gegen den Modernismus?
Sie kämpft gegen den Vatikan, der den Modernismus reingelassen hat und zulässt, aber nicht gegen den Modernismus direkt. Das hat den Vorteil, dass man dann nicht von dem ganzen links-grünen Gender/Homo-Quatsch direkt zurück angegriffen wird. Ist das klug oder feige (nichts für Ungut)?
Da es die Bruderschaft erst seit 1970 gibt, ist damit auch der Anfangspunkt ihres Kampfes gegeben. Ihr Gründer, Erzbischof Lefebvre, hatte bereits zuvor, z.B. am Konzil, dagegen gekämpft.
Wir verwenden hier oft stark vereinfachende Bezeichnungen (Rom, Vatikan, Konzil, Bruderschaft,…) ohne jedesmal genau zu differenzieren, ob alle Mitglieder oder nur einige gemeint sind, ob es um Personen (z.B. Modernisten) oder sachliche Haltungen (z.B. Modernismus) geht etc. Es sind eben nur kurze Forumsbeiträge und keine wissenschaftlichen Abhandlungen.
Wenn die Bruderschaft gegen den Modernismus kämpft, dann meint das sowohl die modernistische Lehre, wie auch die Vertreter dieser Lehre. Freilich tut sie das nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Ihr Daseinsgrund ist nicht der Kampf gegen den Modernismus, sondern die Ausbildung traditionstreuer Priester und in weiterer Folge die normale Seelsorge durch diese Priester. Indirekt ist freilich auch das ein Kampf gegen den Modernismus
Insofern sie die katholische Lehre in der Seelsorge verkündet, kämpft sie auch gegen die von dir genannten Zeitirrtümer, die ja im Widerspruch zur Schöpfungsordnung und Morallehre stehen, wie sie in der Verkündigung dargelegt werden.
(Für deinen anderen Beiträge habe ich erst später Zeit.)