Alte Messe bei Gehörlosigkeit
Verfasst: Mittwoch 23. April 2014, 17:29
Seit geraumer Zeit treibt mich die Frage um, ob die Messe in der ao Form eigentlich auch etwas für Gehörlose ist.
Natürlich können die daran teilnehmen, das stelle ich nicht infrage. Und zweifellos gab es auch früher Gehörlose, die daran teilnahmen, einfach, weil es nichts anderes gab. Oder?
Aber unter heutigen Bedingungen betrachtet. Wenn man nun die Gregorianik nicht hören und mitsingen kann, selbst die laut gebeteten Teile nicht hören kann und es nur begrenzt sinnvoll ist, sie zu übersetzen (weiß man noch etwas über lateinische Gebärdensprache?) Zudem war Gebärdensprache über hundert Jahre lang quasi verboten (wurde erst 2002 offiziell anerkannt), weswegen viele Gehörlose auch ein gewisses Bildungsdefizit haben. Damit will ich mich nicht der These eines Kardinals anschließen, die Alte Messe sei ein intellektuelles Vergnügen, aber es erleichtert vermutlich den Zugang, wenn man das Geschehen am Altar besser nachvollziehen kann.
Man stelle sich also vor, daß man da sitzt und alles als Stummfilm vor einem abläuft.
Ist in diesem Zusammenhang die Liturgiereform eine Errungenschaft, die die Messe auch für Gehörlose nachvollziehbarer macht? Die für gläubige Gehörlose geradezu eine Erlösung darstellt?
Oder gab es für Gehörlose vielleicht Sonderformen der Messe, die man heute gar nicht mehr auf dem Radar hat? Immerhin waren oft Geistliche an der Entwicklung derGebärdensprache beteiligt, nicht zuletzt, um Kinder im Glauben zu unterweisen (z.B. Abbee de l'Epee)
Kennt jemand Äußerungen von Gehörlosen dazu? Hat eigene Erfahrungen? Antworten, Anregungen...
Sollte ich mich mißverständlich ausgedrückt haben, drescht nicht auf mich ein, sondern fragt nach.
Natürlich können die daran teilnehmen, das stelle ich nicht infrage. Und zweifellos gab es auch früher Gehörlose, die daran teilnahmen, einfach, weil es nichts anderes gab. Oder?
Aber unter heutigen Bedingungen betrachtet. Wenn man nun die Gregorianik nicht hören und mitsingen kann, selbst die laut gebeteten Teile nicht hören kann und es nur begrenzt sinnvoll ist, sie zu übersetzen (weiß man noch etwas über lateinische Gebärdensprache?) Zudem war Gebärdensprache über hundert Jahre lang quasi verboten (wurde erst 2002 offiziell anerkannt), weswegen viele Gehörlose auch ein gewisses Bildungsdefizit haben. Damit will ich mich nicht der These eines Kardinals anschließen, die Alte Messe sei ein intellektuelles Vergnügen, aber es erleichtert vermutlich den Zugang, wenn man das Geschehen am Altar besser nachvollziehen kann.
Man stelle sich also vor, daß man da sitzt und alles als Stummfilm vor einem abläuft.
Ist in diesem Zusammenhang die Liturgiereform eine Errungenschaft, die die Messe auch für Gehörlose nachvollziehbarer macht? Die für gläubige Gehörlose geradezu eine Erlösung darstellt?
Oder gab es für Gehörlose vielleicht Sonderformen der Messe, die man heute gar nicht mehr auf dem Radar hat? Immerhin waren oft Geistliche an der Entwicklung derGebärdensprache beteiligt, nicht zuletzt, um Kinder im Glauben zu unterweisen (z.B. Abbee de l'Epee)
Kennt jemand Äußerungen von Gehörlosen dazu? Hat eigene Erfahrungen? Antworten, Anregungen...
Sollte ich mich mißverständlich ausgedrückt haben, drescht nicht auf mich ein, sondern fragt nach.