Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
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Juergen
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen »

maliems hat geschrieben:
Samstag 16. Mai 2020, 00:48
Schön!
Wer ist denn der Zelebrant?

Pastor Michael Melcher
https://www.pv-bueren.de/pastoralteam

Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Juergen
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Beitrag von Juergen »

Gruß Jürgen

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Herr v. Liliencron
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Beitrag von Herr v. Liliencron »

Neue Anrufungen in der Lauretanischen Litanei:

https://www.kathnews.de/ideologische-in ... en-litanei.

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Hubertus
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Hubertus »

Ist das Tragen von Meßgwändern in der Farbe rosa statt violett in der klassischen Form des röm. Ritus eigentlich verpflichtend, oder nur optional/regional verbreitet?
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Lycobates
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 21:45
Ist das Tragen von Meßgwändern in der Farbe rosa statt violett in der klassischen Form des röm. Ritus eigentlich verpflichtend, oder nur optional/regional verbreitet?
Gemeint ist wohl an Gaudete und Laetare?
Das ist m.W. optional. In den Rubricae generales (sub XVIII - de coloribus paramentorum) wird auch kein color roseus genannt, nur violaceus.
Es gibt auch viele Kirchen, bzw. Kapellen, wo diese Paramente fehlen.
Ich gehe davon aus, daß die Farbe, wie auch das Blau der Muttergottesfeste in spanischen Ländern, zunächst lokaler Usus ist.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
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Juergen
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Beitrag von Juergen »

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:01
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 21:45
Ist das Tragen von Meßgwändern in der Farbe rosa statt violett in der klassischen Form des röm. Ritus eigentlich verpflichtend, oder nur optional/regional verbreitet?


Gemeint ist wohl an Gaudete und Laetare?
Das ist m.W. optional. In den Rubricae generales (sub XVIII - de coloribus paramentorum) wird auch kein color roseus genannt, nur violaceus.
Es gibt auch viele Kirchen, bzw. Kapellen, wo diese Paramente fehlen.
Ich gehe davon aus, daß die Farbe, wie auch das Blau der Muttergottesfeste in spanischen Ländern, zunächst lokaler Usus ist.
Schau mal bei Nr. 131 (gehört zum Abschnitt über violette Gewänder):
131. Paramenta coloris rosacei adhiberi possunt, dominica III Adventus et dominica IV Quadragesimæ, sed in Officio et Missa diei dominici tantum.


Zuletzt geändert von Juergen am Freitag 3. Juli 2020, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Jürgen

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Hubertus
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Beitrag von Hubertus »

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:01
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 21:45
Ist das Tragen von Meßgwändern in der Farbe rosa statt violett in der klassischen Form des röm. Ritus eigentlich verpflichtend, oder nur optional/regional verbreitet?
Gemeint ist wohl an Gaudete und Laetare?
Das ist m.W. optional. In den Rubricae generales (sub XVIII - de coloribus paramentorum) wird auch kein color roseus genannt, nur violaceus.
Es gibt auch viele Kirchen, bzw. Kapellen, wo diese Paramente fehlen.
Ich gehe davon aus, daß die Farbe, wie auch das Blau der Muttergottesfeste in spanischen Ländern, zunächst lokaler Usus ist.
Ja, an diese Fälle war gedacht.
Auf das marianische Blau wäre die nächste Frage bezogen gewesen.
Vergelt's Gott für die Antwort!
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Hubertus
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Hubertus »

Juergen hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:17
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:01
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 21:45
Ist das Tragen von Meßgwändern in der Farbe rosa statt violett in der klassischen Form des röm. Ritus eigentlich verpflichtend, oder nur optional/regional verbreitet?


Gemeint ist wohl an Gaudete und Laetare?
Das ist m.W. optional. In den Rubricae generales (sub XVIII - de coloribus paramentorum) wird auch kein color roseus genannt, nur violaceus.
Es gibt auch viele Kirchen, bzw. Kapellen, wo diese Paramente fehlen.
Ich gehe davon aus, daß die Farbe, wie auch das Blau der Muttergottesfeste in spanischen Ländern, zunächst lokaler Usus ist.
Schau mal bei Nr. 131:
131. Paramenta coloris rosacei adhiberi possunt, dominica III Adventus et dominica IV Quadragesimæ, sed in Officio et Missa diei dominici tantum.


Also rein optional ("possunt"); danke!
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Beitrag von Juergen »

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:18
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:01
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 21:45
Ist das Tragen von Meßgwändern in der Farbe rosa statt violett in der klassischen Form des röm. Ritus eigentlich verpflichtend, oder nur optional/regional verbreitet?


Gemeint ist wohl an Gaudete und Laetare?
Das ist m.W. optional. In den Rubricae generales (sub XVIII - de coloribus paramentorum) wird auch kein color roseus genannt, nur violaceus.
Es gibt auch viele Kirchen, bzw. Kapellen, wo diese Paramente fehlen.
Ich gehe davon aus, daß die Farbe, wie auch das Blau der Muttergottesfeste in spanischen Ländern, zunächst lokaler Usus ist.

Ja, an diese Fälle war gedacht.
Auf das marianische Blau wäre die nächste Frage bezogen gewesen.
Vergelt's Gott für die Antwort!
Guckstu: http://www.comoria.com/178005/Couleur_liturgique
le bleu, qui est, en vertu d'un indult, utilisé dans certains diocèses d'Espagne et d'Amérique latine pour la fête de l'Immaculée Conception Manuel de liturgie, Louis STERCKY, édition, p. 78, note (1). C'est un abus de l'utiliser ailleurs, notamment pour d'autres fêtes mariales.


Gruß Jürgen

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Lycobates
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Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:17
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:01
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 21:45
Ist das Tragen von Meßgwändern in der Farbe rosa statt violett in der klassischen Form des röm. Ritus eigentlich verpflichtend, oder nur optional/regional verbreitet?


Gemeint ist wohl an Gaudete und Laetare?
Das ist m.W. optional. In den Rubricae generales (sub XVIII - de coloribus paramentorum) wird auch kein color roseus genannt, nur violaceus.
Es gibt auch viele Kirchen, bzw. Kapellen, wo diese Paramente fehlen.
Ich gehe davon aus, daß die Farbe, wie auch das Blau der Muttergottesfeste in spanischen Ländern, zunächst lokaler Usus ist.
Schau mal bei Nr. 131 (gehört zum Abschnitt über violette Gewänder):
131. Paramenta coloris rosacei adhiberi possunt, dominica III Adventus et dominica IV Quadragesimæ, sed in Officio et Missa diei dominici tantum.


Das ist aber der Roncalli‘sche Rubrikenwälzer, jansenistisch spießerisch durchnumeriert. Der hat kein Hausrecht.
Roseus wäre übrigens für die Farbe das richtigere Wort.
Wenn schon, denn schon.
Aber Latein konnten die auch nicht mehr richtig.
Zuletzt geändert von Lycobates am Freitag 3. Juli 2020, 23:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:19
Juergen hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:17
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:01


Gemeint ist wohl an Gaudete und Laetare?
Das ist m.W. optional. In den Rubricae generales (sub XVIII - de coloribus paramentorum) wird auch kein color roseus genannt, nur violaceus.
Es gibt auch viele Kirchen, bzw. Kapellen, wo diese Paramente fehlen.
Ich gehe davon aus, daß die Farbe, wie auch das Blau der Muttergottesfeste in spanischen Ländern, zunächst lokaler Usus ist.
Schau mal bei Nr. 131:
131. Paramenta coloris rosacei adhiberi possunt, dominica III Adventus et dominica IV Quadragesimæ, sed in Officio et Missa diei dominici tantum.


Also rein optional ("possunt"); danke!
Im Gegensatz zum Blau, wofür eigens ein Indult erforderlich ist.
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taddeo
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Beitrag von taddeo »

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 23:06
Im Gegensatz zum Blau, wofür eigens ein Indult erforderlich ist.
Wobei das "Blau" meiner Kenntnis nach ursprünglich kein Blau war, sondern daher kommt, dass Paramente mit eingewebten Silberfäden bläulich oxidiert sind. Das Silber wäre demnach als das Weiß der "normalen" Festparamente verwendet worden.

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Protasius
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Protasius »

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 22:01
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 21:45
Ist das Tragen von Meßgwändern in der Farbe rosa statt violett in der klassischen Form des röm. Ritus eigentlich verpflichtend, oder nur optional/regional verbreitet?
Gemeint ist wohl an Gaudete und Laetare?
Das ist m.W. optional. In den Rubricae generales (sub XVIII - de coloribus paramentorum) wird auch kein color roseus genannt, nur violaceus.
Es gibt auch viele Kirchen, bzw. Kapellen, wo diese Paramente fehlen.
Ich gehe davon aus, daß die Farbe, wie auch das Blau der Muttergottesfeste in spanischen Ländern, zunächst lokaler Usus ist.
In den im Wortsinne tridentinischen Büchern werden rosafarbene Paramente explizit nur im Caeremoniale Episcoporum erwähnt; dort heißt es im Zusammenhang mit dem dritten Adventssonntag:
Caer. Ep. lib. II. c. 13. n. 11 hat geschrieben:In tertia Dominica eadem observantur, nisi quod paramenta altaris et celebrantis adhiberi solent aliquanto sumptuosiora, sed coloris violacei, in defectu rosacei; et ministri, videlicet diaconus et subdiaconus, utuntur dalmatica et tunicella; […]
Am dritten Sonntag wird dasselbe beachtet [wie an den anderen Adventssonntagen], jedoch pflegt man für Altar und Zelebrant etwas üppigere Paramente zu verwenden, in violetter Farbe, falls man keine rosafarbenen hat; und die Leviten, also Diakon und Subdiakon gebrauchen Dalmatik und Tunicella [statt gefalteter Kaseln] […]
Man kann das so lesen, daß in Domkirchen rosafarbene Paramente verwendet werden sollten, wenn es sie gibt (); andere Kirchen können, falls es sie gibt.

In den neuen Rubriken von 1960 werden sie in den Rubricae generales explizit erwähnt im Abschnitt über die Farbe violett:
Rubr. gen. 131 hat geschrieben:Paramenta coloris rosacei adhiberi possunt, dominica III Adventus et dominica IV Quadragesimæ, sed in Officio et Missa diei dominici tantum.
Rosafarbene Paramente können verwendet werden am dritten Adventssonntag und am vierten Fastensonntag, aber nur in Officium und Messe des Sonntages.
Zulässig – ja; verpflichtend – nein.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Lycobates
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

taddeo hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 23:30
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 23:06
Im Gegensatz zum Blau, wofür eigens ein Indult erforderlich ist.
Wobei das "Blau" meiner Kenntnis nach ursprünglich kein Blau war, sondern daher kommt, dass Paramente mit eingewebten Silberfäden bläulich oxidiert sind. Das Silber wäre demnach als das Weiß der "normalen" Festparamente verwendet worden.
Das kann gut sein.
Aber später sind dann doch Paramente angefertigt worden, die richtig "blau" sind, auch ohne Silberfäden.

Wie hier in Neapel (das gehört zu Spanien :tuete: ):

Bild

oder hier Bischof Suquía (in Madrid 1990):

Bild
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Lycobates
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Lycobates »

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 23:50
taddeo hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 23:30
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 3. Juli 2020, 23:06
Im Gegensatz zum Blau, wofür eigens ein Indult erforderlich ist.
Wobei das "Blau" meiner Kenntnis nach ursprünglich kein Blau war, sondern daher kommt, dass Paramente mit eingewebten Silberfäden bläulich oxidiert sind. Das Silber wäre demnach als das Weiß der "normalen" Festparamente verwendet worden.
Das kann gut sein.
Aber später sind dann doch Paramente angefertigt worden, die richtig "blau" sind, auch ohne Silberfäden.

Wie hier in Neapel (das gehört zu Spanien :tuete: ):

Bild

oder hier Bischof Suquía (in Madrid 1990):

Bild
Stilvoll hier, vor einigen Jahren in Mexiko zum 12. Oktober (La Virgen del Pilar):

Bild

Silberfäden und blaue Seide.
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Nikolaus_elias
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Nikolaus_elias »

Kurze Frage: Darf ein verheirateter ständiger Diakon mit Heimat im NOM im vetus ordo diakonieren?
Siehst du den Altarraum des heiligen Herrentischs,
so stehe zitternd, Mensch, zu Boden senk den Blick.
Denn drinnen wird der Herr geschlachtet jeden Tag.
Und alle Ordnungen der heiligen Engelschar
beten ihn an in heiligem Dienst und voll Furcht.

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Beitrag von Protasius »

Nikolaus_elias hat geschrieben:
Mittwoch 15. Juli 2020, 11:08
Kurze Frage: Darf ein verheirateter ständiger Diakon mit Heimat im NOM im vetus ordo diakonieren?
Ein lateinischer Diakon ist ein lateinischer Diakon. Solange er weiß, was er tut, besteht da keinerlei Problem.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Nikolaus_elias »

Danke dir.
Siehst du den Altarraum des heiligen Herrentischs,
so stehe zitternd, Mensch, zu Boden senk den Blick.
Denn drinnen wird der Herr geschlachtet jeden Tag.
Und alle Ordnungen der heiligen Engelschar
beten ihn an in heiligem Dienst und voll Furcht.


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Juergen
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Beitrag von Juergen »

kerzl_schlucker hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 10:39
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1 ... imsterberg
Daraus:
…Wie es in der Aussendung weiter heißt, solle dem Kirchenverständnis des Vatikanischen Konzils und den pastoralen Vorstellungen der Diözese Innsbruck gemäß die Pfarrseelsorge möglichst viele Menschen erreichen, begeistern und miteinbeziehen. Dazu gehörten lebendige und verständliche Gottesdienste, in denen Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder mitgestalten sowie ein pfarrliches Leben, das viele Talente und Charismen der Menschen fördert und wachsen lässt.…
Immerhin sprechen sie nicht davon die Mitte zu gestalten.
…Abgesehen von der Entfernung des Volksaltars sei auch die Kirche in einem hervorragenden Zustand.…
Ich kann in der Entfernung nun nichts schlimmen finden. :pfeif:
…In den vergangenen Wochen hatte sich die Lage in Imsterberg zugespitzt. Den Volksaltar hatte der Pfarrer bereits vor langer Zeit entfernen lassen und außerhalb der Kirche gelagert. Als der Pfarrer vor einigen Tagen auf Urlaub ging, wollten einige Imsterberger das nicht mehr hinnehmen. Sie stellten den Altar wieder auf. Der blieb allerdings nur kurzzeitig in der Kirche stehen, Anhänger des Pfarrers transportierten ihn wieder ab. Das führte wiederum zu einem Polizeieinsatz.

:roll:
Gruß Jürgen

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Libertas Ecclesiae »

kerzl_schlucker hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 10:39
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1 ... imsterberg
Daraus:
Abgesehen von der Entfernung des Volksaltars sei auch die Kirche in einem hervorragenden Zustand.
:ikb_lol:
Leider habe das Handeln des Geistlichen aber zunehmend polarisiert, „weil er die Gemeindemesse nicht mehr nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils gefeiert hat.“
:nuckel:
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Protasius »

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 16:15
Leider habe das Handeln des Geistlichen aber zunehmend polarisiert, „weil er die Gemeindemesse nicht mehr nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils gefeiert hat.“
:nuckel:
Wenn ich die Vorgaben aus «Sacrosanctum Concilium» und den Alltag in der tridentinischen Messe hier in Moskau vergleiche (außer im Moment, weil der Geistliche, der sie hauptsächlich feiert, mit 85 Jahren eindeutig zur Risikogruppe gehört und deshalb keine Erlaubnis zur Zelebration mit dem Volk hat; daher wird die Messe weiterhin online aus der Kapelle der Kurie übertragen), stelle ich fest, daß praktisch alle die Feier der Gemeindemesse betreffenden Vorgaben erfüllt sind.
11. Damit aber dieses Vollmaß der Verwirklichung erreicht wird, ist es notwendig, daß die Gläubigen mit recht bereiteter Seele zur heiligen Liturgie hinzutreten, daß ihr Herz mit der Stimme zusammenklinge und daß sie mit der himmlischen Gnade zusammenwirken, um sie nicht vergeblich zu empfangen […]
Soweit man das von außen beurteilen kann, wird die Vorbereitung sehr ernst genommen; teilweise fängt die Messe mit einer leichten Verspätung an, weil die Gläubigen in großer Zahl vor der Messe zur Beichte gehen.
30. Um die tätige Teilnahme zu fördern, soll man den Akklamationen des Volkes, den Antworten, dem Psalmengesang, den Antiphonen, den Liedern sowie den Handlungen und Gesten und den Körperhaltungen Sorge zuwenden. Auch das heilige Schweigen soll zu seiner Zeit eingehalten werden.
Das heilige Schweigen während des Canon Missæ wird ebenso beachtet wie die Körperhaltungen (Kniebeuge bei Et incarnatus est im Credo und et verbum caro factum est im Schlußevangelium, fast alle beobachten die Verneigung des Hauptes bei der Nennung des hll. Namens Jesu [die übrigens auch nach dem nachkonziliaren Missale vorgeschrieben ist]).
36. § 1. Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll in den lateinischen Riten erhalten bleiben, soweit nicht Sonderrecht entgegensteht.
116. Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen, wenn im übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, den ersten Platz einnehmen. Andere Arten der Kirchenmusik, besonders die Mehrstimmigkeit, werden für die Feier der Liturgie keineswegs ausgeschlossen, wenn sie dem Geist der Liturgie im Sinne von Art. 30 entsprechen.
118. Der religiöse Volksgesang soll eifrig gepflegt werden, so daß die Stimmen der Gläubigen bei Andachtsübungen und gottesdienstlichen Feiern und auch bei den liturgischen Handlungen selbst gemäß den Richtlinien und Vorschriften der Rubriken erklingen können.
Das Volk singt die Akklamationen und im Wechsel mit dem Chor ein gregorianisches Ordinarium, der Chor singt das gregorianische Proprium, jeweils in lateinischer (oder, wo vorgeschrieben, griechischer bzw. hebräischer) Sprache.
120. Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben. […]
Die Pfeifenorgel fehlt uns leider in der Krypta, aber die Organisten benutzen die elektronische Orgel so orgelgemäß wie es mit einem Manual und ohne Pedal möglich ist.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Beitrag von Siard »

Protasius hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 17:13
…, stelle ich fest, daß praktisch alle die Feier der Gemeindemesse betreffenden Vorgaben erfüllt sind.
Was die Vorgaben des VIIKonzils sind entscheidet der Bischof, nicht das Konzil!
Du irrst also! ;D

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Beitrag von Juergen »

Newsletter aus Berlin
Werter Freund des Instituts,

innerhalb weniger Minuten hat am vergangenen Montag ein Orkan mit heftigem Regen das Dach unserer St.-Afra-Kirche, besonders an der Apsis - also direkt über dem Altar - schwer beschädigt. Auf den Bildern sehen Sie nicht nur diese Schäden, sondern auch eine etwa 25 Kilo schwere Dachluke, die der Sturm nicht nur anhob, sondern quer über den Hof in den Nachbargarten schleuderte.

Bei all dem hatten wir wieder die große Hilfe unserer Schutzengel. Nicht nur daß keine Personenschäden entstanden, sondern auch die eigentlich renovierungsbedürftigen Kirchenfenster hielten dem Toben der Elemente wunderbarerweise stand.

Dank unserer großartigen Dachdecker waren die Schäden zumindest äußerlich keine 24 Stunden später behoben. Wir sind also noch einmal glimpflich davongekommen, wurden aber auch deutlich daran erinnert, daß unsere Dächer und Fenster schon sehr viele Jahrzehnte auf dem Buckel haben und in nächster Zeit dringend der Renovierung bedürfen.

Gottlob hat sich die alte 3. Strophe von „Ein Haus voll Glorie schauet“ bewahrheitet: „Wohl tobet um die Mauern der Sturm in wilder Wut, das Haus wird's überdauern, auf festem Grund es ruht.“

Mit freundlichen Grüßen
aus Ihrer kleinen Oase in Berlin

Ihr
Dr. Gerald Goesche, Propst

und die Mitglieder des Instituts St. Philipp Neri
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Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 23. Juli 2020, 21:44
Newsletter aus Berlin
Werter Freund des Instituts,

innerhalb weniger Minuten hat am vergangenen Montag ein Orkan mit heftigem Regen das Dach unserer St.-Afra-Kirche, besonders an der Apsis - also direkt über dem Altar - schwer beschädigt. Auf den Bildern sehen Sie nicht nur diese Schäden, sondern auch eine etwa 25 Kilo schwere Dachluke, die der Sturm nicht nur anhob, sondern quer über den Hof in den Nachbargarten schleuderte.

Bei all dem hatten wir wieder die große Hilfe unserer Schutzengel. Nicht nur daß keine Personenschäden entstanden, sondern auch die eigentlich renovierungsbedürftigen Kirchenfenster hielten dem Toben der Elemente wunderbarerweise stand.

Dank unserer großartigen Dachdecker waren die Schäden zumindest äußerlich keine 24 Stunden später behoben. Wir sind also noch einmal glimpflich davongekommen, wurden aber auch deutlich daran erinnert, daß unsere Dächer und Fenster schon sehr viele Jahrzehnte auf dem Buckel haben und in nächster Zeit dringend der Renovierung bedürfen.

Gottlob hat sich die alte 3. Strophe von „Ein Haus voll Glorie schauet“ bewahrheitet: „Wohl tobet um die Mauern der Sturm in wilder Wut, das Haus wird's überdauern, auf festem Grund es ruht.“

Mit freundlichen Grüßen
aus Ihrer kleinen Oase in Berlin

Ihr
Dr. Gerald Goesche, Propst

und die Mitglieder des Instituts St. Philipp Neri
War das eine Nachhut des Neuen Pfingstweh(en)s?
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Siard
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Siard »

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 23. Juli 2020, 22:03
War das eine Nachhut des Neuen Pfingstweh(en)s?
:D

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Juergen
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von Juergen »

Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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