Hallo Fiore,
FioreGraz hat geschrieben:josef hat geschrieben:Der Papst und die Hirten sind nicht Gefolgsleute des Christenvolkes sondern getreue Diener des Heiligen Geistes Gottes.
Einer...[der] Titel [des Papstes] ist auch "Diener der Diener Christi", und in der Schrift heißt es auch "Wer der Größte unter euch ist, soll euer Diener sein." (Mt 23,11)
Und ebenso sind die Gläubigen das Volk Gottes und Diener des Einen und deshalb in ihrer Gesamtheit unfehlbar.
Entschuldige, so funktioniert das mit dem Volk
GOTTES nicht.
Die Christen sind auf dem Wege zu
GOTT und weit entfernt Diener des
EINEN zu sein. Von Gehorsam zu
GOTT ganz zu schweigen.
Und
Eine Übereinstimmung der
Gesamtheit der Christen gibt es nicht.
Seit den Tagen der Urkirche - nachzulesen bei Paulus - herrscht Zerstrittenheit und Uneinigkeit unter den Christen.
FioreGraz hat geschrieben:josef hat geschrieben:Einzig und allein der Heilige Geist bestimmt und entscheidet was ER - und nur und nur ER - den Papst unfehlbar verkünden lassen will.
Was auch niemand bestreitet nur ist nicht jede Entscheidung gleich unfehlbar nur weil der Papst den Mund aufmacht oder eine Enzyklika schreibt...
Nicht der Papst schreibt Unfehlbares - der
HEILIGE GEIST lässt den Papst Unfehlbares schreiben. Immer dann, wenn
ER den Papst als Hirten und Lehrer der Christenheit auf endgültige Weise in Sachen des Glaubens und der Sitte schreiben lässt.
FioreGraz hat geschrieben: Petrus war nicht irrtumsfrei der Papst ist es auch nicht, deshalb kann er nur unfehlbar entscheiden worüber eigentlich der "sensus fidei" (den übrigens auch das Konzil von Trient als "universus ecclesiae sensus" kennt, vor ihm T.A. als "connaturalitas und bei Paulus der "Sinn Christi") bereits entschieden hat.
Nur und nur der
HEILIGE GEIST bestimmt den "sensus fidei"- und nur solche Christen kennen den "sensus fidei" die dem HEILIGEN GEIST gehorchen wollen.
War zu allen Zeiten eine Minderheit - zu der selten ein Theologe gehört hat.
FioreGraz hat geschrieben: Ein Dogma darf weder Tradition noch Schrift widersprechen, das ist einer der Glaubensgrundsätze die immer schon so gelehrt wurden,
Das kommt :
Der
HEILIGE GEIST widerspricht
SICH nicht.
FioreGraz hat geschrieben:wenn etwas neu ist, wars nie Tradition. Und um etwas zur Tradition zu machen muß es das Volk ("sensus fidei") annehmen.
Ja, richtig. Nachfolgend den Hirten die sich vom HEILIGEN GEIST belehren ließen.
FioreGraz hat geschrieben:josef hat geschrieben:Will der Heilige Geist etwas Neues einführen dann sagt ER es mittels Eingebungen und Erleuchtungen allen Christen die IHM zuhören wollen.
Neueinführungen des Geistes gibts prinzipiell nicht, das "Depositum fidei" war immer schon da und zeigt sich in der Tradition.
Der
HEILIGE GEIST GOTTES ist
SICH selbst treu und wird niemals was Neues einführen das im Widerspruch zu dem steht was
ER vorher eingeführt hat.
FioreGraz hat geschrieben:josef hat geschrieben:Der Heilige Geist wartet dann - gegebenenfalls Jahrzehnte - bis die Christen zu verstehen beginnen.
Er wartet nicht nur gegebenfalls, sondern es kann erst eintreten wenn auch das "Volk Gottes" begreift, oder widerspricht sich der Geist der sich in "sensus fidei" und "unfehlbarkeit des Papstes" [äussert]?
Das Christenvolk widerspricht dem "sensus fidei" des
HEILIGEN GEISTES - nicht aber der Papst, der Gehorsamste unter den Dienern
GOTTES.
Du willst doch nicht behaupten wollen, der hierzulande weitverbreitete "sensus populi" der sich in der "Wir sind Kirche"- Bewegung äussert, gehorche auch nur im Entferntesten dem
HEILIGEN GEIST?
FioreGraz hat geschrieben: Du kennst sicher "Ein Reich das in sich uneins ist ......" Beide "Instanzen" sind Unfehlbar und keine ist "unfehlbarer". Entweder sie stimmen überein, dann ist das Dogma echt oder nicht, dann ist es ein Irrtum. Es gibt keine "Vorwegnahme".
Unfehlbar ist nur der HEILIGE GEIST GOTTES - und bestimmte Veröffentlichungen die ER den Papst machen lässt.
Die "vox populi" die Du "sensus fidei" nennen willst, ist alles anderes als unfehlbar.
FioreGraz hat geschrieben:josef hat geschrieben:Dann lässt ER den Papst, der ja seit langem über das Neue Bescheid weiß, das Neue verkünden - wenn angebracht, unfehlbar.
Er kann nichts neues unfehlbar verkünden, solche eine Lehre ist gegen sämtliche kirchliche Tradition und auch gegen die Kozilstexte.
Da hat der
HEILIGE GEIST der Christenheit mit dem 1.Vatikanischen Konzil was anderes verkünden lassen.
FioreGraz hat geschrieben:Ausserdem gibts nix neues höchstens eine erweiterte Sichtweise/Auslegung eines immer vorhanden Glaubensgrundsatzes und diese auslegung muß sich zu allererst in der Tradition niedeschlagen und nicht gegen sie sein.
Da machst Du dem
HEILIGEN GEIST GOTTES Vorschriften was
ER tun und lassen darf.
FioreGraz hat geschrieben:josef hat geschrieben:Dann hat er das Wirken des Heiligen Geistes falsch verstanden.
Die Ansicht, das Kirchenvolk wüsste den Willen des Heiligen Geistes besser als der Papst, ist ein schwerer Irrtum.
Sagt auch niemand aber sowohl sensus fidei wie Papst sind unfehlbar ohne Abstufungen keiner ist höher.
Damit hast Du den Nachweis erbracht daß der "sensus fidei" ein völlig schwammiger Begriff ist.
Der zwingende Schluß: An der Rede vom "sensus fidei" stimmt was nicht.
FioreGraz hat geschrieben:Wenn dem nicht so wäre würde die Formulierung der Unfehlbarkeit der einer 1800 jährigen Tradition widersprechen und nebenbei noch der hl. Schrift, und somit als Unfug zu verurteilen, du wirst aber auch nirgends eine solch "enge" Definition der vom Lehramt der Kirche hören.
Zutreffend ist:
Der
HEILIGE GEIST hält schon seit Petrus bestimmte Veröffentlichungen der Päpste unfehlbar und hat es der Christenheit schon immer als wahr eingegeben.
Aber erst seit 1870 kann der
HEILIGE GEIST die Garantie für Unfehlbarkeit geben. Weil
ER erst seit 1870, ohne Ausnahme den erforderlichen Gehorsam der Päpste finden kann.
FioreGraz hat geschrieben:Und das es das Volk besser oder vorher wußte zeigen gerade die Mariendogmen denn sie ließen sich nicht direkt aus der Schrift ableiten sondern nur aus der Tradition bzw. dem Glaubensinn der Gläubigen oder auch "sensus fidei" und nur deshalb konnten sie verkündet werden.
Maria als "Miterlöserin"?
Man merkt Deine Absicht:
"Wenn nur das Kirchenvolk laut und lange genug schreit dann wird der Papst schon nachgeben."
FioreGraz hat geschrieben: Und das ist auch die Begründung der Dogmen.
Eben nicht.
Der
HEILIGE GEIST entscheidet - einzig und allein.
Und nicht die "demokratische Mehrheit" - mag sie noch so sehr als "sensus fidei" daherkommen wollen.
Gruß
josef