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Verfasst: Donnerstag 28. September 2006, 11:23
von Cosimo
Allein wenn ich Rede von "Fehlern" höre, wird mir echt schlecht... diese Rubrizistik, die wichtiger ist als alles andere... abgesehen davon, dass ich mich immer frage: Woher sieht die Gemeinde, wenn der Priester versus Deum zelebriert, ob er ein, zwei oder wieviele Kreuzzeuchen auch immer macht???? Die müssen ja echt drauf lauern - und wenn die Zahl der Kreuzzeichen der Gemeinde wichtiger zu sein scheinen als der Inhalt, dann habe ich dafür auch kein Verständnis...
Natürlich, wenn in der neuen Messe der Gestus dem Belieben und der Freiheit des jeweiligen Zelebranten quasi freigestellt ist kann man durchaus jenes Schimpfwort des Rubrizismus gebrauchen. Doch wenn der Gläubige nun an einer Messe im klassischen Ritus partizipieren möchte müsste er schon erwarten können, daß wirklich alles getreu, bis ins kleinste Detail, den Rubriken folgt. Man sehe sich etwa nur Filmaufnahmen vom vielgeliebten Hl. Padre Pio an, der sich, obwohl schon schwer leidend, allen Anweisungen des Meßbuches eisernst unterwarf. Nie wäre es im eingefallen sich selber willkürlich über liturg. Gesetz zu erheben.
Diesen Ritus muß man eben im Gegensatz zum neuen eben, wie es im übrigen auch bei den Riten der Orientalen geschieht, mühsam erlernen. Deswegen ist ja seine generelle Freigabe mit zu vielen Risiken verbunden, sodaß sein derzeitiger Status innerhalb der Römischen Kirche prinzipiell als äußerst befriedigend angesehen werden könnte.
Verfasst: Donnerstag 28. September 2006, 11:31
von Ecce Homo
Cosimo hat geschrieben:
Natürlich, wenn in der neuen Messe der Gestus dem Belieben und der Freiheit des jeweiligen Zelebranten quasi freigestellt ist kann man durchaus jenes Schimpfwort des Rubrizismus gebrauchen. Doch wenn der Gläubige nun an einer Messe im klassischen Ritus partizipieren möchte müsste er sich sicher sein können, daß wirklich alles getreu, bis ins kleinste Detail, den Rubriken folgt.
1. Ich habe "Rubrizismus" nicht als Schimpfwort gemeint! Ich frage mich nur, in wie weit geht es um Rubriken oder der Inhalt?
2. Worauf achten die Gläubigen beim Besuch der MT eigentlich? Die ganze Zeit auf den Priester und jede kleinste Handbewegung? Ich dachte immer, dass ich wegen was anderem in die Messe gehen... 3. Und seit wann ist bitten
in der neuen Messe der Gestus dem Belieben und der Freiheit des jeweiligen Zelebranten quasi freigestellt
? Das ist mir aber ganz neu! Hast du mal die AEM oder so was gelesen?
Cosimo hat geschrieben:Man sehe sich etwa nur Filmaufnahmen vom vielgeliebten Hl. Padre Pio an, der sich, obwohl schwer leidend, allen Anweisungen des Meßbuches eisernst unterwarf.
OK - Padre Pio ist aber noch in der Zeit aufgewachsen und reingewachsen, wo das noch so war. Eine ganz andere Zeit! Wenn man bedenkt, wie groß auch der Druck war, das alle "richtig" zu vollziehen...

Wie kann man dabei eigentlich innerlich beten?
Cosimo hat geschrieben:Diesen Ritus muß man eben im Gegensatz zum neuen eben, wie im übrigen auch bei den Orientalen, mühsam erlernen. Deswegen ist ja seine generelle Freigabe mit zu vielen Risiken verbunden.
Das ist eine sehr vernünftige Ansicht! Danke!
Verfasst: Donnerstag 28. September 2006, 12:11
von Tetzel
@Ecce homo
1. Ich habe "Rubrizismus" nicht als Schimpfwort gemeint! Ich frage mich nur, in wie weit geht es um Rubriken oder der Inhalt?
Oh diese typischen Totschlagargumente.
Die Kirchenfeinde regen sich auch stets über die vielen Regeln bei den Katholiken auf und behaupten dann immer, daß Gott nicht so eng sei.
Die Rubriken haben einen Sinn und sind nicht aus reiner Willkür gefertigt worden.
Aber heute im NOM ist dies ja eh obsolet, denn da hält sich ja noch kaum einer an die noch wenigen vorhandenen Vorschriften.
Übrigens rennen nach den Messen im Alten Ritus die Gläubigen nicht Scharenweise zum Priester um sich über nicht eingehaltenen Rubriken aufzuregen.
Es ist wohl verständlich, daß die Gläubigen sich berechtigterweise aufregen, wenn der vom Ordinariat verdonnerte Priester offen über die Messe im Alten Ritus und deren Gläubige wettert!
Verfasst: Donnerstag 28. September 2006, 12:53
von stefan1800
@Ecce:
Was die Zahl der Kreuzzeichen und die Fehler von Priestern betrifft, stimme ich Dir zu.
Zu Pater Huber FSSP und Augsburg:
Erstens habe ich nicht gewußt, daß Du so weit von Augsburg entfernt wohnst und zweitens polemisierst Du mir etwas zu sehr gegen den alten Ritus. Es ist zwar Deine Sache, wenn Du diesen nicht bevorzugst und dennoch jeden Tag zur Messe möchtest, aber dies kann man auch anders sagen, da ich Dich lediglich gefragt habe, Ob Du den alten Ritus und Pater Huber kennst.

Verfasst: Donnerstag 28. September 2006, 13:35
von Ecce Homo
stefan1800 hat geschrieben:@Ecce:
Was die Zahl der Kreuzzeichen und die Fehler von Priestern betrifft, stimme ich Dir zu.
Zu Pater Huber FSSP und Augsburg:
Erstens habe ich nicht gewußt, daß Du so weit von Augsburg entfernt wohnst und zweitens polemisierst Du mir etwas zu sehr gegen den alten Ritus. Es ist zwar Deine Sache, wenn Du diesen nicht bevorzugst und dennoch jeden Tag zur Messe möchtest, aber dies kann man auch anders sagen, da ich Dich lediglich gefragt habe, Ob Du den alten Ritus und Pater Huber kennst.

Du, ehrlich sorry, wenn das polemisierend ankam - das sollte es wirklich nicht! *mea culpa*!
"Freigabe" der alten Messe in der Praxis
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 10:57
von Benedictus
Hallo,
es verdicheten sich ja zunehmend die Meldungen, dass Papst Benedikt angeblich im November die tridentinische Messe als den außerordentlichen Ritus der r.k. Kirche "freigeben" werde, so dass jeder Priester, der dies wünscht, in diesem Ritus zelebrieren darf, ohne dafür bei seinem Bischof um Erlaubnis nachzufragen.
An sich würde ich das begrüßen, frage mich aber, ob sich in der Praxis dadurch wirklich etwas ändern würde. Wenn ich mich in unserer Gegend so umschaue, so gehen die meisten Priester, die den alten Ritus noch kennen und früher zelebriert haben, in absehbarer Zeit in den Ruhestand und ziehen sich in ihre Heimatgemeinden zurück. Die Priester, die nachrücken, sind "Jungspunde", die die alte Messe nur noch vom Hörensagen kennen und die nichts in der Welt dazu bewegen könnte, eine Messe im tridentinischen Ritus zu zelebrieren.
Doch wie soll sich dann wirklich etwas ändern? Die Zahl der Menschen, die eine Messe im tridentinischen Ritus wünschen, ist gering und wenn dazu noch keine Priester vorhanden sind, die die Messe in diesem Ritus feiern wollen, wird sich an der Situation in den Gemeinden vor Ort nichts ändern. Es sei denn, es gelingt dem einen oder anderen Priester im Ruhestand, ein Grüppchen Gläubiger um sich zu scharen, die nach dem alten Ritus verlangen. Doch selbst dann ist davon auszugehen, dass diese Gruppe innerhalb der Gemeinde mit Argwohn betrachtet würde und möglicherweise der Pastor der Gemeinde eine Messe im alten Ritus unterbinden würde, um eine Spaltung zu verhindern.
Ich befürchte daher, dass selbst eine allgemeine Freigabe der alten Messe an der Situation nicht wirklich etwas ändern würde. Möglicherweise wird dann hier und dort sonntagmorgens um 6 Uhr in einer Krankenhauskapelle eine Messe im alten Ritus gefeiert. Eine generelle Verbesserung in dem Sinne, dass jedem Katholiken, der dies wünscht, die Möglichkeit offensteht in erreichbarer Nähe an einem solchen Gottesdienst teilzunehmen, sehe ich aber nicht. Die Vorstellung, dass am Sonntagmorgen um 8.00 Uhr oder gar 10.00 Uhr in einer ganz normalen Gemeindekirche ein tridentinischer Gottesdienst gefeiert wird, wird sicherlich auch weiterhin Utopie bleiben - auch wenn ich das persönlich bedauere.
Zudem haben die mir bekannten Kirchen mittlerweile das Problem, dass die Kommunionbänke großzügig entfernt wurden und der sog. Volksaltar die Sicht auf den Hochaltar vollkommen versperrt bzw. ein Hochaltar mit Tabernakel überhaupt nicht vorhanden ist.
Von daher habe ich wenig Hoffnung für die alte Messe, auch wenn der Ansatz von Papst Benedikt zu begrüßen ist.
Wie seht Ihr das?
Gruss, Benedictus
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 11:36
von ottaviani
Wenn das Dekret so kommt wie man überal liest dann kann endlich eine these begraben werden nähmlich : das der NOM eine fortschreibung des Ritus PiusV ist
letztendlich kann nur eine eigene ritengemeinschaft mit unabhängigkeit von den ortsordinarien wenn der papst wirklich im dekret feststellt das der Ritus des hl. PiusV ein eigener ritus ist steht der schaffung einer art "unierten Kirche" nichts entgegen
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 11:53
von Linus
kath net medldung:
http://www.kath.net/detail.php?id=14910
abwarten tee trinken.
PS: Wird das Zelebret für 62 nicht sowieso freizügig von Rom ausgestgellt?,. Warum dann zum Ortsordinarius pilgern der uU widerwillig ist?
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 12:00
von prim_ass
ottaviani hat geschrieben:Wenn das Dekret so kommt wie man überal liest dann kann endlich eine these begraben werden nähmlich : das der NOM eine fortschreibung des Ritus PiusV ist
letztendlich kann nur eine eigene ritengemeinschaft mit unabhängigkeit von den ortsordinarien wenn der papst wirklich im dekret feststellt das der Ritus des hl. PiusV ein eigener ritus ist steht der schaffung einer art "unierten Kirche" nichts entgegen
Kannst Du das ausführlicher erklären?
a) NOM als eine Fortschreibung des "Ritus PiusV" - diese Kurzbezeichnung sagt mir inhaltlich nichts. Es gibt den tridentinischen - ewigen - Ritus und das NOM, dachte ich immer...
b) Die Folgerung von "Ritengemeinschaft" auf "unierte Kirche" verstehe ich nicht in diesem Zusammenhang.
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 12:19
von ottaviani
Linus hat geschrieben:kath net medldung:
http://www.kath.net/detail.php?id=14910
abwarten tee trinken.
PS: Wird das Zelebret für 62 nicht sowieso freizügig von Rom ausgestgellt?,. Warum dann zum Ortsordinarius pilgern der uU widerwillig ist?
die komission erteilt seit längerer zeit keine zelebrets mehr und verweißt an die Ortsbischöfe
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 12:31
von ottaviani
prim_ass hat geschrieben:ottaviani hat geschrieben:Wenn das Dekret so kommt wie man überal liest dann kann endlich eine these begraben werden nähmlich : das der NOM eine fortschreibung des Ritus PiusV ist
letztendlich kann nur eine eigene ritengemeinschaft mit unabhängigkeit von den ortsordinarien wenn der papst wirklich im dekret feststellt das der Ritus des hl. PiusV ein eigener ritus ist steht der schaffung einer art "unierten Kirche" nichts entgegen
Kannst Du das ausführlicher erklären?
a) NOM als eine Fortschreibung des "Ritus PiusV" - diese Kurzbezeichnung sagt mir inhaltlich nichts. Es gibt den tridentinischen - ewigen - Ritus und das NOM, dachte ich immer...
b) Die Folgerung von "Ritengemeinschaft" auf "unierte Kirche" verstehe ich nicht in diesem Zusammenhang.
zu a) es gab und gibt von modernen liturgiewissenschaftlern die Idee das der Novus Ordo von 1969 nichts anderes sei als eine reform des einem römischen Ritus das wurde oft ins treffen geführt um bitten um erlaubnis des alten Ritus abzulehen
zu b) Im Jahr 1988 als die Verhandlungen zwischen Mgr Lefebvre und dem Vatikan im gange waren war an eine art modell gedacht das ähnlich funktioniert wie die unierten Kirchen das eben die Gläubigen die den traditionellen Ritus wünschen eigene Priester und auch einen eigenen Bischof haben wie die unierten Kirchen also eine nabhängikeit von den Ortsordinarien das ist ja heute auch von der FSSPX eine forderung die vor allem aus der erfahrung mit den Ortsbischöfen in den letzten 40 jahren beruht also warum nicht den Priestern und gläubigen eine eigene Ordnung und hirarchie geben
das es für verschiedene Riten verschiedene Ortsordinarien gibt ist üblich
Re: "Freigabe" der alten Messe in der Praxis
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 13:15
von Stephen Dedalus
Benedictus hat geschrieben:
Die Zahl der Menschen, die eine Messe im tridentinischen Ritus wünschen, ist gering
Eine generelle Verbesserung in dem Sinne, dass jedem Katholiken, der dies wünscht, die Möglichkeit offensteht in erreichbarer Nähe an einem solchen Gottesdienst teilzunehmen, sehe ich aber nicht.
Hier bedingt natürlich in gewisser Weise das eine das andere. Wobei hier keine Unausweichlichkeit besteht. Die Anglikaner machen es seit Jahrzehnten vor. In den meisten Pfarrkirchen gibt es eine Frühmesse um 8 Uhr, überwiegend im Ritus von 1662. Niemand sieht darin ein Problem, auch wenn die Zahl der "8 o'clockers" überall gering ist. Der Priester zelebriert auch für 5 Leute. Wo in der Gemeinde ein Wille ist, da ist auch ein Weg.
Zudem haben die mir bekannten Kirchen mittlerweile das Problem, dass die Kommunionbänke großzügig entfernt wurden und der sog. Volksaltar die Sicht auf den Hochaltar vollkommen versperrt bzw. ein Hochaltar mit Tabernakel überhaupt nicht vorhanden ist.
Kommunionbänke sind nicht unbedingt nötig. Eine Altarstufe tut es auch, darauf kann man prima knien.
Spricht grundsätzlich etwas dagegen, den Vetus Ordo versus Orientem an einem Volksaltar zu zelebrieren?
Gruß
SD
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 13:16
von Sakristan
ottaviani hat geschrieben: ... wenn der papst wirklich im dekret feststellt das der Ritus des hl. PiusV ein eigener ritus ist steht der schaffung einer art "unierten Kirche" nichts entgegen
Heißt das ihr macht Euch dann selbständig?
Dieses ist eine ernstgemeinte Frage.
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 14:26
von Linus
ottaviani hat geschrieben:Linus hat geschrieben:kath net medldung:
http://www.kath.net/detail.php?id=14910
abwarten tee trinken.
PS: Wird das Zelebret für 62 nicht sowieso freizügig von Rom ausgestgellt?,. Warum dann zum Ortsordinarius pilgern der uU widerwillig ist?
die komission erteilt seit längerer zeit keine zelebrets mehr und verweißt an die Ortsbischöfe
wofür gibts die dann noch? ich dachte die wär hauptsächlich zur zelebretsruckerei geschaffen worden....
Re: "Freigabe" der alten Messe in der Praxis
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 14:33
von Linus
Stephen Dedalus hat geschrieben:Spricht grundsätzlich etwas dagegen, den Vetus Ordo versus Orientem an einem Volksaltar zu zelebrieren?
Gruß
SD
Nein, die Äthiopier, die einige zeit lang in meiner Expfarre (Neogotischer Bau, mit altargitter und seit mitte der 70er Jahre transportablen Holzvolksaltar) unterschlupf fanden, haben auf dem Volksaltar auch "bottom to people (b2p

)" zelebriert.
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 14:34
von Linus
Sakristan hat geschrieben:ottaviani hat geschrieben: ... wenn der papst wirklich im dekret feststellt das der Ritus des hl. PiusV ein eigener ritus ist steht der schaffung einer art "unierten Kirche" nichts entgegen
Heißt das ihr macht Euch dann selbständig?
Dieses ist eine ernstgemeinte Frage.
uniert heißt uniert, nicht autonom oder gar autokephal.
Re: "Freigabe" der alten Messe in der Praxis
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 14:49
von jakob
Linus hat geschrieben:bottom to people (b2p)

Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 18:04
von ottaviani
Sakristan hat geschrieben:ottaviani hat geschrieben: ... wenn der papst wirklich im dekret feststellt das der Ritus des hl. PiusV ein eigener ritus ist steht der schaffung einer art "unierten Kirche" nichts entgegen
Heißt das ihr macht Euch dann selbständig?
Dieses ist eine ernstgemeinte Frage.
so selbständig wie die ukrainischen kaqtholiken in deutschland die einen erzbischof in münchen haben oder wie hier in wien die kongregation der mechitaristen deren generalabt bis 1973 auch immer ein bischof war.
es währe die beste lösung für alle
das ein großteil der modenen pfr ist
a nicht willens und
b nicht fähig im tridentinischen ritus zu zelebrieren
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 19:27
von Maurus
ottaviani hat geschrieben:prim_ass hat geschrieben:ottaviani hat geschrieben:Wenn das Dekret so kommt wie man überal liest dann kann endlich eine these begraben werden nähmlich : das der NOM eine fortschreibung des Ritus PiusV ist
letztendlich kann nur eine eigene ritengemeinschaft mit unabhängigkeit von den ortsordinarien wenn der papst wirklich im dekret feststellt das der Ritus des hl. PiusV ein eigener ritus ist steht der schaffung einer art "unierten Kirche" nichts entgegen
Kannst Du das ausführlicher erklären?
a) NOM als eine Fortschreibung des "Ritus PiusV" - diese Kurzbezeichnung sagt mir inhaltlich nichts. Es gibt den tridentinischen - ewigen - Ritus und das NOM, dachte ich immer...
b) Die Folgerung von "Ritengemeinschaft" auf "unierte Kirche" verstehe ich nicht in diesem Zusammenhang.
zu a) es gab und gibt von modernen liturgiewissenschaftlern die Idee das der Novus Ordo von 1969 nichts anderes sei als eine reform des einem römischen Ritus das wurde oft ins treffen geführt um bitten um erlaubnis des alten Ritus abzulehen
Was heißt hier "Idee", das ist so. Das eine und das andere sind der der Römische Ritus. Und eine Klassifizierung der alten Messordnung als "außerordentlich" wird daran auch nichts ändern. Es gibt weiterhin nur einen Römischen Ritus.
Re: "Freigabe" der alten Messe in der Praxis
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 19:34
von Maurus
Stephen Dedalus hat geschrieben:
Kommunionbänke sind nicht unbedingt nötig. Eine Altarstufe tut es auch, darauf kann man prima knien.
Dafür sind neuere Treppenstufen oft zu spitz. Man hat das Gefühl, als würde einem Kniescheibenband durchgeschnitten. Es war eben nciht geplant, das jemand darauf kniet. Ältere Gläubige wäre zudem wenigstens für ein Speisgitter dankbar (Balance und Aufstehhilfe).
Verfasst: Freitag 13. Oktober 2006, 23:57
von Christian
Also ich habe heute mit zwei Priestern gesprochen . Beide begrüßten die die Freigabe der "alten Messe" werden aber weiterhin nur im jetzigen Ritus weitermachen , da sie von diesem überzeugt sind .
Verfasst: Samstag 14. Oktober 2006, 06:32
von Ecce Homo
Christian hat geschrieben:Also ich habe heute mit zwei Priestern gesprochen . Beide begrüßten die die Freigabe der "alten Messe" werden aber weiterhin nur im jetzigen Ritus weitermachen , da sie von diesem überzeugt sind .
Wären diese beiden denn überhaupt "in der Lage", den alten Ritus zu zelebrieren?
Und wie erklärst du dir die Diskrepanz zwischen dem "begrüßen der Freigabe des alten Ritus und dem doch bleiben beim anderen?

Verfasst: Samstag 14. Oktober 2006, 10:17
von Christian
Ecce Homo hat geschrieben:Christian hat geschrieben:Also ich habe heute mit zwei Priestern gesprochen . Beide begrüßten die die Freigabe der "alten Messe" werden aber weiterhin nur im jetzigen Ritus weitermachen , da sie von diesem überzeugt sind .
Wären diese beiden denn überhaupt "in der Lage", den alten Ritus zu zelebrieren?
Und wie erklärst du dir die Diskrepanz zwischen dem "begrüßen der Freigabe des alten Ritus und dem doch bleiben beim anderen?

Hallo ,
einer ist 63 Jahre alt , ich denke er müsste in der lage sein sie zu zelebrieren. Der andere ist 41 Jahre alt da wird es wohl sehr eng werden. Es ist so, das beide gesagt haben wer in die "alte Messe" gehen will der soll gehen und man sollte den gläubigen keine Steine in den Weg legen. Auf meine Frage , ob sie denn die "alte Messe" bei sich in den Gemeinden einführen würden , wurde geantwotet, das beide nur Verwirrung in der Gemeinde befürchten würden und es bei dem bewährten belassen wollen.
Gruß
Christian
Verfasst: Samstag 14. Oktober 2006, 20:56
von Ecce Homo
Christian hat geschrieben:
Hallo ,
einer ist 63 Jahre alt , ich denke er müsste in der lage sein sie zu zelebrieren. Der andere ist 41 Jahre alt da wird es wohl sehr eng werden. Es ist so, das beide gesagt haben wer in die "alte Messe" gehen will der soll gehen und man sollte den gläubigen keine Steine in den Weg legen. Auf meine Frage , ob sie denn die "alte Messe" bei sich in den Gemeinden einführen würden , wurde geantwotet, das beide nur Verwirrung in der Gemeinde befürchten würden und es bei dem bewährten belassen wollen.
Gruß
Christian
Das ist, denke ich, eine durchaus versändliche und für mich persönlich auch vernünftige Reaktion. Es wäre was anderes, wenn in den Gemeinden das dringende Bedürfnis nach der alten Messe geäußert würde...

Verfasst: Sonntag 15. Oktober 2006, 00:50
von HeGe
Ich kann mir kaum vorstellen, dass das praktikabel ist in den ländlicheren Gebieten, am Sonntag z.B. eine Frühmesse im lateinischen Ritus zu halten und dann noch eine nach neuem Ritus. Schließlich sind Priester doch eigentlich gehalten, nicht mehr als eine Messe am Tag zu zelebrieren, oder? Zudem wird oft die Kenntnis fehlen, wie schon erwähnt wurde.
Meine Hoffnung wäre eher, dass einige Priester vielleicht eine Wochentagsmesse im lateinischen Ritus anbieten. (So für den Einstieg.

)
Oder dass man wie bei Familien- und Jugendmessen (ich entschuldige mich für den Vergleich) sozusagen durch eine gewisse Anzahl Gemeinden "tourt" und damit im Wechsel z.B. einmal im Monat in jeder Pfarrgemeinde eine lateinische Messe hat, statt dem neuen Ritus.
Verfasst: Sonntag 15. Oktober 2006, 07:28
von Ecce Homo
HeGe hat geschrieben:Ich kann mir kaum vorstellen, dass das praktikabel ist in den ländlicheren Gebieten, am Sonntag z.B. eine Frühmesse im lateinischen Ritus zu halten und dann noch eine nach neuem Ritus. Schließlich sind Priester doch eigentlich gehalten, nicht mehr als eine Messe am Tag zu zelebrieren, oder? Zudem wird oft die Kenntnis fehlen, wie schon erwähnt wurde.
Am Sonntag darf der Priester doch drei Messen zelebrieren:
Das sind im "Normalfall" (?

) die Vorabendmesse (am Samstag) abend, die "Frühmesse und das Hochamt...
Das andere, da würde ich auch zustimmen - eine trid. Messe pro Woche: OK.
Aber lassen wir die Priester erst mal das Zelebrieren lernen...

Verfasst: Dienstag 17. Oktober 2006, 12:02
von prim_ass
Verfasst: Dienstag 17. Oktober 2006, 12:49
von ottaviani
nun das überrascht doch nicht oder?
Verfasst: Dienstag 17. Oktober 2006, 13:24
von Edi
Es ist doch längst bekannt, dass Lehmann etwas gegen die Alte Messe hat und alles tut, um sie zu verhindern. Lieber bezeichnet er Luther als gemeinsamen Lehrer der ev. und kath. Kirche und vieles andere mehr. Ich habe mal bei Wikipedia zu Kardinal Lehmann unten stehenden Link aus Cardinalrating reingestellt, am nächsten Tag war der Link wieder gelöscht. Wer so viele Verdienste und Ehrungen wie er erworben hat, selbst noch von den Narren, der hat auch überall seine Förderer sitzen. Es fehlt ihm nur noch ein Preis von der EKD.
http://www.cardinalrating.com/cardinal_ ... le_199.htm
http://www.teol.de/luther.htm
Verfasst: Dienstag 17. Oktober 2006, 14:48
von johannes eck
Ein Priester darf pro Tag nur einmal zelebrieren. Wenn es das Wohl der Gläubigen erfordert, darf er werktags zwei, sonntags sogar drei Messen lesen.
Bei mir in Wien werden die Sonntagfrühmessen immer öfter aufgegeben, weil wenige kommen. Die Messen am Samstagabend oder Sonntagabend halten sich halbwegs.
Man könnte ja die Priesterbruderschaft St. Petrus dahingehend unterstützen, dass man ihr ungenützte Kirchen überlässt, wo dann zu "normalen" Zeiten zelebriert wird!
Verfasst: Dienstag 17. Oktober 2006, 14:51
von Maurus
ottaviani hat geschrieben:nun das überrascht doch nicht oder?
Doch. Bislang wusste ich nicht, dass das Mainzer Ordinariat überhaupt dazu fähig ist, etwas zu verbieten. Das ist nun immerhin bewiesen. Vielleicht verbieten sie ja jetzt auch mal einigen Hochwürdens, ihre Gemeinde in der Presse schlecht zu machen

.
HeGe hat geschrieben:Ich kann mir kaum vorstellen, dass das praktikabel ist in den ländlicheren Gebieten, am Sonntag z.B. eine Frühmesse im lateinischen Ritus zu halten und dann noch eine nach neuem Ritus. Schließlich sind Priester doch eigentlich gehalten, nicht mehr als eine Messe am Tag zu zelebrieren, oder? Zudem wird oft die Kenntnis fehlen, wie schon erwähnt wurde.
Meine Hoffnung wäre eher, dass einige Priester vielleicht eine Wochentagsmesse im lateinischen Ritus anbieten. (So für den Einstieg.

)
Oder dass man wie bei Familien- und Jugendmessen (ich entschuldige mich für den Vergleich) sozusagen durch eine gewisse Anzahl Gemeinden "tourt" und damit im Wechsel z.B. einmal im Monat in jeder Pfarrgemeinde eine lateinische Messe hat, statt dem neuen Ritus.
Es würde aber zB ermöglichen, in der Gemeinde einen Petrus-Priester als Subsidiar zu haben, oder? An Sonntagen glaub ich auch nicht. Zwar darf da jeder drei Mal zelebrieren, aber das ist bei der Masse an Pfarreien, die ein Priester heute oft zu versorgen hat längst verplant.
Verfasst: Dienstag 17. Oktober 2006, 14:56
von Stephen Dedalus
Warum wird in dem Bericht nicht die Begründung genannt, mit der die Erlaubnis verweigert wurde?