Priesterbruderschaft St. Petrus

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
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Libertas Ecclesiae
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonntag 3. November 2019, 18:15

Hanspeter hat geschrieben:
Sonntag 3. November 2019, 17:27
Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich habe in der Kupfergasse eine Messe erlebt, die ein Petrusbruder im NOM zelebrierte.
Ich würde das für sich genommen zunächst einmal nicht überbewerten. Vielleicht war es ja eine einmalige Angelegenheit aus wichtigem Grund. Wie Herr v. Liliencron richtig festgestellt hat, zelebriert die FSSP als Gemeinschaft ausschließlich im alten Ritus. Dass einzelne Priester der Petrusbruderschaft regelmäßig im NOM (kon-)zelebrieren, wäre mir neu.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Lycobates
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Lycobates » Sonntag 3. November 2019, 18:39

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Sonntag 3. November 2019, 18:15
Hanspeter hat geschrieben:
Sonntag 3. November 2019, 17:27
Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich habe in der Kupfergasse eine Messe erlebt, die ein Petrusbruder im NOM zelebrierte.
Ich würde das für sich genommen zunächst einmal nicht überbewerten. Vielleicht war es ja eine einmalige Angelegenheit aus wichtigem Grund. Wie Herr v. Liliencron richtig festgestellt hat, zelebriert die FSSP als Gemeinschaft ausschließlich im alten Ritus. Dass einzelne Priester der Petrusbruderschaft regelmäßig im NOM (kon-)zelebrieren, wäre mir neu.
Ob die Kleriker der FSSP aktuell ab und zu den NOM zelebrieren oder nicht, ist zunächst zweitrangig.
Fakt ist doch, daß sämtliche FSSP-Kleriker zwangsläufig, als in die Konzilskirche eingebundene hochkirchliche Körperschaft, die Legitimität und sakramentale Gültigkeit des NOM und der anderen Riten der Konzilskirche, sowie die Amtsführung derer, die sie eingeführt haben und bis heute aufrechterhalten, absolut anerkennen.
Damit erledigt sich die Diskussion.
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... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Siard » Sonntag 3. November 2019, 19:44

Lycobates hat geschrieben:
Sonntag 3. November 2019, 18:39
Ob die Kleriker der FSSP aktuell ab und zu den NOM zelebrieren oder nicht, ist zunächst zweitrangig.
Fakt ist doch, daß sämtliche FSSP-Kleriker zwangsläufig, als in die Konzilskirche eingebundene hochkirchliche Körperschaft, die Legitimität und sakramentale Gültigkeit des NOM und der anderen Riten der Konzilskirche, sowie die Amtsführung derer, die sie eingeführt haben und bis heute aufrechterhalten, absolut anerkennen.
Damit erledigt sich die Diskussion.
Das deckt weitestgehend sich mit meiner Ansicht.

Herr v. Liliencron
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Herr v. Liliencron » Montag 4. November 2019, 06:37

============================================================================================

Eine weitere gute Nachricht:
Bruderschaft betreut "Böhmisches Jerusalem"

[...]
Aufgrund des wachsenden Interesses für den überlieferten Ritus in Südböhmen hat der Bischof von Budweis, Dr. Vlastimil Kročil, der Priesterbruderschaft St. Petrus die Verantwortung für die Pfarrei und Wallfahrtsstätte Římov übertragen. Pater Dr. Jakub Zentner FSSP (34) wurde zum Pfarrer, Pater Štěpán Šrubař FSSP (29) zum Kaplan ernannt. Die Pilgerstätte, die in den nächsten Jahren vom Staat aufwendig saniert wird, ist somit neues Zentrum unseres Apostolats in der Tschechei. Von dort aus betreuen die Mitbrüder die Messorte in Budweis und Prag.
[...]
http://petrusbruderschaft.de/pages/them ... v-2019.php
[/quote]

Das ist ja wirklich erfreulich!

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Kartäuser
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Kartäuser » Montag 4. November 2019, 10:35

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Freitag 1. November 2019, 17:08
Kartäuser hat geschrieben:
Donnerstag 31. Oktober 2019, 12:58
Leider sind wir ausgerechnet hier in diesem Ballungsgebiet nicht mit einer Niederlassung gesegnet, sondern müssen nach Oberflockenbach oder Saarlouis, was beides nicht gerade um die Ecke ist...
Sonntagsmessen im überlieferten Ritus gibt es beispielsweise doch auch in der Deutschordenskirche in Frankfurt-Sachsenhausen oder in der Stiftskirche in Neustadt an der Weinstraße. Oder muss es unbedingt nur die Petrusbruderschaft sein?
Oh, die "traditionelle" Messe wird auch in der Gemeinde St. Joseph in Mainz angeboten - sogar an jedem Sonntagmorgen. Und auch am Dienstagabend mit Ausnahme des ersten Dienstags im Monat.
Das ist also durchaus möglich, eine Messe in diesem Ritus mitzufeiern.

Aber es wäre ein Luxus, doch auch eine FSSP-Gemeinde näher zu haben, auch für besondere Veranstaltungen wie Einkehrtage etc. Nicht unbedingt notwendig, aber es wäre toll. Von daher nur eine kleine, unrealistische Träumerei meinerseits. ;)
"Wenn Sie mich fragen, ob das denn noch zeitgemäß ist, dann antworte ich Ihnen: Zeitgemäß vielleicht nicht, aber ewigkeitsgemäß ist es."
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Siard » Montag 4. November 2019, 11:16

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 06:37
============================================================================================
Eine weitere gute Nachricht:
Bruderschaft betreut "Böhmisches Jerusalem"

[...]
Aufgrund des wachsenden Interesses für den überlieferten Ritus in Südböhmen hat der Bischof von Budweis, Dr. Vlastimil Kročil, der Priesterbruderschaft St. Petrus die Verantwortung für die Pfarrei und Wallfahrtsstätte Římov übertragen. Pater Dr. Jakub Zentner FSSP (34) wurde zum Pfarrer, Pater Štěpán Šrubař FSSP (29) zum Kaplan ernannt. Die Pilgerstätte, die in den nächsten Jahren vom Staat aufwendig saniert wird, ist somit neues Zentrum unseres Apostolats in der Tschechei. Von dort aus betreuen die Mitbrüder die Messorte in Budweis und Prag.
[...]
http://petrusbruderschaft.de/pages/them ... v-2019.php
Das ist ja wirklich erfreulich!
Der Ort Rimau hat 918 Einwohner (Stand 1.1.19), kann man irgendwo eine Zahl finden, wieviele Pilger es gibt?

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Juergen
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Juergen » Montag 4. November 2019, 15:50

Siard hat geschrieben:
Montag 4. November 2019, 11:16
Der Ort Rimau hat 918 Einwohner (Stand 1.1.19), kann man irgendwo eine Zahl finden, wieviele Pilger es gibt?
Gute Frage. Laut Wikipedia (tschechischer Artikel) waren es im 17. Jh. 40.000–80.000 Pilger pro Jahr. Danach sei es nach der Kirchenreform Joseph II. weniger geworden und Ende des 18. Jh. sei die Zahl wieder erreicht worden.

Heute? :achselzuck:

Homepage der Pfarrei: http://www.farnostrimov.cz/

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Caviteño
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Caviteño » Samstag 16. November 2019, 12:11

Der Bischof von Essen hat der Petrusbruderschaft eine Kirche in Oberhausen-Styrum zur Hauptnutzung zur Verfügung gestellt:

Dezember-Rundbrief anklicken

Die Kosten belaufen sich auf ca. 20.000 € im Jahr, wobei mir der Begriff "Miete" doch sauer aufgestoßen ist. Es handelt sich schließlich um eine Kirche, die profaniert werden sollte und jetzt weiter genutzt werden kann. Warum hier noch Miete verlangt wird, erschließt sich mir nicht ganz....

Der bisherige Gemeindeort Recklinghausen soll beibehalten werden, allerdings wird darauf hingewiesen, daß die dort bisher genutzte Kirche vorübergehend(?) geschlossen werden muß, weil der Turm instabil ist.
Insofern erfolgt der Wechsel rechtzeitig - mal sehen, wie sich die Gemeinde in Oberhausen entwickeln wird....

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Hubertus
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Hubertus » Samstag 16. November 2019, 12:40

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 12:11
Der Bischof von Essen hat der Petrusbruderschaft eine Kirche in Oberhausen-Styrum zur Hauptnutzung zur Verfügung gestellt:

Dezember-Rundbrief anklicken
Erfreulich!
Caviteño hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 12:11
Die Kosten belaufen sich auf ca. 20.000 € im Jahr, wobei mir der Begriff "Miete" doch sauer aufgestoßen ist. Es handelt sich schließlich um eine Kirche, die profaniert werden sollte und jetzt weiter genutzt werden kann. Warum hier noch Miete verlangt wird, erschließt sich mir nicht ganz....
Ich denke, das ist nur ein Mißverständnis beim ersten Überfliegen des Textes:
Die neugotische Kirche St. Joseph ist in einem insgesamt sehr guten Zustand, so dass in den nächsten Jahren keine größeren Renovierungen zu befürchten sind, die wir dann tragen müssten. Die Bruderschaft hat sich in dem Vertrag, der eine vorläufige Mindestlaufzeit von zehn Jahren hat, verpflichtet, die laufenden Betriebskosten zu tragen, die sich bisher auf fast 20.000,- Euro jährlich belaufen. Mit Eigenleistungen können diese um ein paar tausend Euro reduziert werden. Diesen Betrag neben den sonstigen Kosten, wie Miete und Unterhalt der Priester aufzubringen, wird eine Herausforderung, die nur mit Ihrer großzügigen Unterstützung gemeistert werden kann.
Sofern die Priester nicht nur angemietet sind :D , bezieht sich das wohl auf die Wohnungsmiete der Patres.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Caviteño » Samstag 16. November 2019, 13:06

Hubertus hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 12:40
Ich denke, das ist nur ein Mißverständnis beim ersten Überfliegen des Textes:

Sofern die Priester nicht nur angemietet sind :D , bezieht sich das wohl auf die Wohnungsmiete der Patres.
Das wird wohl so sein und wäre auch eine vernünftige Lösung.
Ich hatte zwei unterschiedliche Verträge gesehen (mit dem Bistum und der Kirchengemeinde) und muß mich nach erneutem Lesen aber korrigieren.

Danke Hubertus für den Hinweis.

Marcus, der mit dem C
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Marcus, der mit dem C » Samstag 16. November 2019, 13:32

Die 20.000 € Betriebskosten werden sich wohl aus Heizung, Strom etc für die Kirche zusammensetzen. Das sind typische Betriebskosten. Was unter Eigenleistung in diesem Zusammenhang gemeint sein soll, stellt mich vor ein Rätsel, außer sie laden den Bischof und die Domkapitulare regelmäßig zum Predigen ein, um durch die abgelassene heiße Luft Heizkosten einzusparen. :achselzuck:
"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

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Siard
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Siard » Samstag 16. November 2019, 14:31

Marcus, der mit dem C hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 13:32
Die 20.000 € Betriebskosten werden sich wohl aus Heizung, Strom etc für die Kirche zusammensetzen. Das sind typische Betriebskosten. Was unter Eigenleistung in diesem Zusammenhang gemeint sein soll, stellt mich vor ein Rätsel, außer sie laden den Bischof und die Domkapitulare regelmäßig zum Predigen ein, um durch die abgelassene heiße Luft Heizkosten einzusparen. :achselzuck:
Putzen und Instandhaltungsarbeiten können (wenigstens teilweise), selbst übernommen werden.

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ar26
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von ar26 » Dienstag 19. November 2019, 00:06

Habe gerade gehört, die FSSP hat vom Bischof von Leitmeritz (Litoměřice) in Nordböhmen, direkt an der Grenze zu Ostsachsen, eine Kirche zur Betreuung erhalten. Diese befindet sich in Warnsdorf (Varnsdorf), ca. 30 km südlich von Bautzen. Hl. Messe zur Schlüsselübergabe ist an Maria Empfängnis.

Dieser Zelebrationsort wird damit praktisch auch zum Ersatz für den kürzlich weggefallenen Zelebrationsort Görlitz, da er für viele, die zuvor dort zu Hl. Messe gingen, gut zu erreichen ist.
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Herr v. Liliencron » Dienstag 19. November 2019, 08:56

Wieso ist Görlitz eigentlich weggefallen?

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Libertas Ecclesiae
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Dienstag 19. November 2019, 09:02

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Dienstag 19. November 2019, 08:56
Wieso ist Görlitz eigentlich weggefallen?
Das würde mich auch interessieren. Die Absage der Messtermine klang so abrupt.
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Montag 29. Juli 2019, 13:40
Was ist denn da passiert?
Pro Missa Tridentina (Liste der regelmäßigen hl. Messen) am 26. Juli 2019 hat geschrieben: 02829 Markersdorf, Ortsteil Jauernick-Buschbach (Bistum Görlitz)
Kapelle des St. Wenzeslaus-Stifts, Dorfstr. 30,
ein Sonntag im Monat um 10.30 Uhr, vorher Beichtgelegenheit
26. Juli 2019: ab sofort keine hl. Messen mehr. Das Institut St. Philipp Neri, Berlin, hat alle Termine abgesagt.
:(
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von ar26 » Dienstag 19. November 2019, 11:42

Weil das ISPN nicht mehr wollte. Warum? Darüber könnte man Mutmaßungen anstellen. Da ich selbst nicht in Görlitz zur Messe ging, sondern nur in deren Verteiler bin, werde ich das nicht tun. Ist aber auch unnötig, da sich für Ostsachsen/Niederschlesien nun diese Lösung ergibt. Übrigens der 2. Messort direkt an der böhmisch-sächsischen Grenze. Es gibt schon länger einen in Weipert.
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Herr v. Liliencron » Dienstag 19. November 2019, 17:59

ar26 hat geschrieben:
Dienstag 19. November 2019, 11:42
Weil das ISPN nicht mehr wollte. Warum? Darüber könnte man Mutmaßungen anstellen. Da ich selbst nicht in Görlitz zur Messe ging, sondern nur in deren Verteiler bin, werde ich das nicht tun. Ist aber auch unnötig, da sich für Ostsachsen/Niederschlesien nun diese Lösung ergibt. Übrigens der 2. Messort direkt an der böhmisch-sächsischen Grenze. Es gibt schon länger einen in Weipert.

ISPN ist ja auch nicht gerade von "Personal" überflutet.

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ar26
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von ar26 » Dienstag 19. November 2019, 18:31

MW dzt. 3 Priester, darunter ein Pole, der als Zelebrant in Görlitz gut geeignet gewesen wäre, da viele Gläubige aus Polen zur Messe kamen. Allerdings scheint sich der Berliner selbst zu genügen. Ist ja auch ein Aufwand, von Berlin nach Görlitz und zurück.

Lt. Darstellung der tschechischen FSSP-Seite arbeitet diese mit 2 Diözesanpriestern aus Leitmeritz zusammen, darunter einem, der sich wohl für den Beitritt zur Bruderschaft interessiert. Insoweit bestehen Chancen, dass dieser Zelebrationsort von gewisser Dauer sein wird. Beten wir dafür.
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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Herr v. Liliencron » Donnerstag 21. November 2019, 13:39

Das ist ja wieder wunderbar! P. Aust untersteht zwar, da er wegen seiner bekannten politischen und historischen Ansichten schon im Priesterseminar kaltgestellt ist, nicht dem Distriktoberen. Wenn man aber bedenkt, dass P. Gerstle P. Dreher erst genötigt hat, seine Unterschrift unter dem Pachamama-Protest zurückzunehmen, höchst peinlich, wenn man diesen tatsächlich bedenklichen Vorgang nicht unterbinden kann:

https://www.katholisch.de/artikel/23655 ... ng-bemueht.

Und sich dann so blöd stellen. Man denkt halt, alle Leute seien so dumm und naiv, dass man höchstens innerhalb der FSSP intern wüsste, wes Geistes Kind P. Aust ist und das ewig und drei Tage unverändert!

Ich würde mich darüber vielleicht nicht so empören und aufregen. Aber nach dem Fall Dreher muss der Kontrast in der Behandlung offen und ohne Umschweife benannt werden. Skandalös das ganze!

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Melody » Donnerstag 21. November 2019, 14:27

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Donnerstag 21. November 2019, 13:39
(...)Wenn man aber bedenkt, dass P. Gerstle P. Dreher erst genötigt hat, seine Unterschrift unter dem Pachamama-Protest zurückzunehmen, (...)
Bitte was?
Woher kommt diese Information?
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Herr v. Liliencron » Donnerstag 21. November 2019, 15:37

P. Dreher hat das selbst in seiner Stellungnahme auf kath.net durchscheinen lassen. Auch hier wird auf diesen Aspekt eingegangen:

https://katholisches.info/2019/11/18/di ... m-vatikan/.

Außerdem ist bekannt, dass auf P. Bernward van der Linden von Gerstle Druck ausgeübt wird, weil er am 10. November eine Sühnemesse für die Pachamama-Zeremonien gehalten hat. Hier dazu der ursprüngliche Bericht:

https://www.kathnews.de/suehnegedanke-z ... uderschaft.
Zuletzt geändert von Herr v. Liliencron am Donnerstag 21. November 2019, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Hanspeter » Donnerstag 21. November 2019, 15:38

Die Petrusbrüder sind bei ihrer Arbeit auf die Duldung der Ortsbischöfe angewiesen. Da ist es verständlich, wenn sie es vermeiden, sich kirchenpolitisch zu exponieren.

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Herr v. Liliencron » Donnerstag 21. November 2019, 15:46

Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 21. November 2019, 15:38
Die Petrusbrüder sind bei ihrer Arbeit auf die Duldung der Ortsbischöfe angewiesen. Da ist es verständlich, wenn sie es vermeiden, sich kirchenpolitisch zu exponieren.

Sich nicht exponieren, ist das eine. Zu allem schweigen, das andere. So kann sich die Piusbruderschaft ja nur bestätigt fühlen.

Außerdem, worauf ich hinauswollte ist folgendes: Man muss nicht Pius rechts außen sein, um Sühne für dieses Pachamamabrimborium angebracht zu finden. Dafür wird Dreher gemaßregelt. Aust kriegt man nicht in den Griff. Da wäre ein Eingreifen nötig. Dagegen redet man sich sogar wider besseres Wissen raus!

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 21. November 2019, 19:10

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Donnerstag 21. November 2019, 13:39
P. Aust untersteht zwar, da er wegen seiner bekannten politischen und historischen Ansichten schon im Priesterseminar kaltgestellt ist, nicht dem Distriktoberen.
Inwiefern soll Pater Aust „kaltgestellt“ sein, und warum soll er nicht dem Distriktoberen unterstehen? Pater Aust ist seit 2008 dem Distriktsstudienhaus der FSSP in Bettbrunn zugeteilt, wo er im Kreis seiner Mitbrüder wohnt und dem Vernehmen nach gute Arbeit leistet.

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Herr v. Liliencron » Donnerstag 21. November 2019, 19:59

Danke. Noch schlimmer. Dann hätte Pater Gerstle hier erst recht nicht mit zweierlei Maß messen dürfen und diese Segnung erst recht unterbinden müssen.

Meine Vermutung ist, dass natürlich Bettbrunn noch abgeschiedener ist. Man kann dort den "Publikumskontakt" wohl noch besser einschränken als in Wigratzbad.

Niemand sagt, dass Aust nicht gute priesterliche Arbeit leistet. Das kann man durchaus analog zu Williamson sehen. Dessen historisch-politischen Positionen sind auch nicht tragbar. So extrem ist Aust vielleicht nicht. Aber der ist ja auch kein Bischof.

Die Seminare und die Priester dort unterstehen weder bei der Pius- noch bei der Petrusbruderschaft dem Distriktoberen. Deswegen dachte ich, für diesen Zwischenfall trüge nicht Pater Gerstle die Verantwortung. So dann - leider - doch. Mein Kenntnisstand war, Pater Aust sei nach wie vor im Seminar.

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von ar26 » Donnerstag 21. November 2019, 20:57

Ich verstehe die Kritik an P. Aust nicht. Zwar mag es nicht klug gewesen sein, diesen Gedenkstein aufzustellen, moralisch falsch war es aber keinesfalls. Immerhin wurde die Erwähnung der NPD-Jugend vom Stein entfernt, wie sich aus dem bei katholisch.de verlinkten Photo (das mit den Verzierungen polnischer Nationalisten) ergibt. Das Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege passiert in Deutschland auch, ebenso an die Vertreibung der Ostdeutschen. Angegriffen wurde die Nennung der "Selbstschutz- und Freikorpskämpfer". Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich hier davon aus, dass es sich dabei um jene Einheiten handelte, die 1920/21 die völkerrechtswidrige Abtrennung von West-Oberschlesien vom Deutschen Reich verhinderten und somit die Beschlüsse des Versailler Vertrages und der Pariser Botschafterkonferenz schützten.

Zwar wurde verschiedentlich behauptet, damit wären auch paramilitärische Einheiten gemeint, die zu Beginn des WKII Kriegsverbrechen verübten. Allerdings habe ich auch gelesen - leider bislang ohne Beleg -, dass eine Tafel ähnlichen wordings bereits vor dem WK II in Beuthen O.S. stand.

Alles in allem kein Grund, P. Aust zu maßregeln.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Herr v. Liliencron » Freitag 22. November 2019, 00:38

ar26 hat geschrieben:
Donnerstag 21. November 2019, 20:57
Ich verstehe die Kritik an P. Aust nicht. Zwar mag es nicht klug gewesen sein, diesen Gedenkstein aufzustellen, moralisch falsch war es aber keinesfalls. Immerhin wurde die Erwähnung der NPD-Jugend vom Stein entfernt, wie sich aus dem bei katholisch.de verlinkten Photo (das mit den Verzierungen polnischer Nationalisten) ergibt. Das Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege passiert in Deutschland auch, ebenso an die Vertreibung der Ostdeutschen. Angegriffen wurde die Nennung der "Selbstschutz- und Freikorpskämpfer". Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich hier davon aus, dass es sich dabei um jene Einheiten handelte, die 1920/21 die völkerrechtswidrige Abtrennung von West-Oberschlesien vom Deutschen Reich verhinderten und somit die Beschlüsse des Versailler Vertrages und der Pariser Botschafterkonferenz schützten.

Zwar wurde verschiedentlich behauptet, damit wären auch paramilitärische Einheiten gemeint, die zu Beginn des WKII Kriegsverbrechen verübten. Allerdings habe ich auch gelesen - leider bislang ohne Beleg -, dass eine Tafel ähnlichen wordings bereits vor dem WK II in Beuthen O.S. stand.

Alles in allem kein Grund, P. Aust zu maßregeln.
Aber die Ungleichbehandlung von P. Dreher sehen Sie als gerechtfertigt an? Freilch, eine Unterschrift lässt sich leicht zurücknehmen. Eine gelesene Messe (Südtirol) oder ein gesegneter Stein (Polen) im Nachhinein nicht ungeschehen machen.

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Freitag 22. November 2019, 07:46

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Donnerstag 21. November 2019, 13:39
[...] wegen seiner bekannten politischen und historischen Ansichten [...]

Und sich dann so blöd stellen. Man denkt halt, alle Leute seien so dumm und naiv, dass man höchstens innerhalb der FSSP intern wüsste, wes Geistes Kind P. Aust ist und das ewig und drei Tage unverändert!
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Donnerstag 21. November 2019, 19:59
Danke. Noch schlimmer. Dann hätte Pater Gerstle hier erst recht nicht mit zweierlei Maß messen dürfen und diese Segnung erst recht unterbinden müssen.

Meine Vermutung ist, dass natürlich Bettbrunn noch abgeschiedener ist. Man kann dort den "Publikumskontakt" wohl noch besser einschränken als in Wigratzbad.
Jetzt wollen wir die Kirche doch mal im Dorf lassen!

Pater Aust hat sich m. W. öffentlich nie zu politischen oder historischen Fragen geäußert. Über seine vorgebliche „Gesinnung“ sollte deshalb ohne nähere Kenntnis auch nicht spekuliert werden. In Bettbrunn ist er als Beichtvater und Prediger jedenfalls sehr geschätzt. Seine Predigten werden regelmäßig im regionalen Rundbrief der FSSP veröffentlicht.

Im Übrigen ist mir auch nicht bekannt, dass ein Priester vor einer Segnungshandlung erst seinen Oberen (oder Bischof) um Erlaubnis fragen muss. Zu der Angelegenheit um den Gedenkstein in Polen hat der Pressereferent der FSSP alles Nötige gesagt und klargestellt. Damit sollten wir es dann auch bewenden lassen.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Priesterbruderschaft St. Petrus

Beitrag von Herr v. Liliencron » Freitag 22. November 2019, 12:02

Wenn ein Gegenstand uU problematisch ist, kann es sein, dass es nicht opportun oder auch positiv ausgeschlossen ist, ihn zu segnen.

Ich stoße mich vor allem an der zeitlichen Nähe zum Vorgang um Pater Drehers Unterschrift.

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