Re: Bischöfe, die im alten Ritus zelebrieren
Verfasst: Dienstag 2. März 2010, 22:38
Korrigiere: nicht 150, sondern 125 Plätze.
Gut, mit der Westung könnte ich leben.
Gut, mit der Westung könnte ich leben.
Der katholische Treffpunkt im Internet.
https://www.kreuzgang.org/
obsculta hat geschrieben:cantus planus hat geschrieben:Kardinal Meisner ist kein Fan der Alten Messe. Er akzeptiert sie ganz im Gehorsam dem Papst gegenüber. Aber wir werden es nicht erleben, dass er selbst zelebriert.Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Aber was hat das mit den Kardinälen auf ihrem Bischofsstuhl zu tun? Und wieso die drei Kardinäle? Bunkert Papstfreund Meisner etwa auch???maliems hat geschrieben:Im deutschen Episkopat gibt es noch die Bunkermentalität. Sie wird erst aufbrechen, wenn die 3 Kardinäle auf ihrem Bischofsstuhl emeritiert sind.
Nichtsdestotrotz können wie froh sein,daß er Erzbischof von Köln ist!
Die Frage nach dem alten Ritus halte ich im Zusammenhang mit seiner
Eminenz für zweitrangig.
Mag er kein Gespür dafür haben,so ist er doch ein aufrechter Diener seines Herrn
und ein Bischof,dem ich es zutraue,sein Blut zu geben.
Meisner ist wahrlich ein Hirte.
In der Tat. In der Tat.Raimund Josef H. hat geschrieben:Dessen Amtszeit leider wohl bald abläuft. Machen wir uns nichts vor.obsculta hat geschrieben:
Nichtsdestotrotz können wie froh sein,daß er Erzbischof von Köln ist!
Die Frage nach dem alten Ritus halte ich im Zusammenhang mit seiner
Eminenz für zweitrangig.
Mag er kein Gespür dafür haben,so ist er doch ein aufrechter Diener seines Herrn
und ein Bischof,dem ich es zutraue,sein Blut zu geben.
Meisner ist wahrlich ein Hirte.
Das wird einer der spannendsten Entscheidungen, wer Nachfolger wird.
Nachstehend ein Link zu einer ersten Abschrift der Predigt von Kardinal Levada. In der englischsprachigen (Blogger-)Welt wird diese Predigt bereits ergiebig diskutiert und teilweise kritisiert.Berolinensis hat geschrieben:Card. Levada wird übrigens nicht selbst amtieren, sondern der Weihe und dem Pontifikalamt des Ortsbischofs beiwohnen. Wahrscheinlich kennt er sich mit den Riten nicht genug aus. Aber so oder so ein gutes Zeichen.
http://www.rorate-caeli.blogspot.com/
Friday, March 05, 2010
The Sermon of Cardinal Levada on the occasion of the consecration of the FSSP Seminary Chapel in Denton, Nebraska
Pending the publication of an official transcript of Cardinal Levada's controversial sermon on March 3, 2010, I would like to present my own transcript of the address. CAP.
Kritisiert wird - soweit ich sehe - insbesondere, daß er bei der Konsekration einer Kirche, die einer Gemeinschaft gehört, die der außerordentlichen Form des röm. Ritus verpflichtet ist, ausführlich über die Segnungen des NOM und die möglichen "Befruchtungen" durch denselben gesprochen hat.Firmian hat geschrieben:Hab's jetzt nur überflogen, aber was ist daran so bemerkenswert, daß es die Gemüter der Blogger erhitzt?
Diese Frage stellt sich nicht, da Kardinal Levada nicht irgendein Bischof ist, sondern der offiziell Zuständige und höchstrangig Verantwortliche (nach dem Papst) für die Gemeinschaften, die der außerordentlichen Form des röm. Ritus verbunden sind. Ein Lob für diese Form seinerseits ist also das Mindeste!Firmian hat geschrieben:Kann sich jemand einen deutschen Bischof vorstellen, der in dem Maße die außerordentliche Form lobt?
So schlecht finde ich den Vergleich gar nicht.Gamaliel hat geschrieben: Um einen banalen (und aus traditioneller Sicht auch nicht ganz stimmigen) Vergleich zu wählen: Wie würde es ankommen, wenn der Verkehrsminister eines Landes bei der Eröffnung eines neuen Großbahnhofes des staatlichen Bahnunternehmens über die Vorzüge des Luftfahrtwesens spräche? => Beides kann er nicht gegeneinander ausspielen, aber etwas deplaziert wären seine Ausführungen dennoch.
Da er das Amt des Glaubenspräfekten und des Präsidenten der PCED in Personalunion ausübt, gibt es insofern kein "in erster Linie"; er ist für beide Bereiche "in erster Linie" zuständig.Firmian hat geschrieben:Das dachte ich mir, daß das kommt. Aber in erster Linie ist der Kardinal ja Präfekt der Glaubenskongregation, man kann sagen, der zweitwichtigste Mann der Kirche, und nicht "nur" Ecclesia-Dei-Beauftragter.
lifestylekatholik hat geschrieben:Firmian, auch bei deinem Einsatz bleibt ein flaues Gefühl zurück. Wogegen stürmst du hier eigentlich?
Stimmt schon. Aber die Bedeutung ist halt unterschiedlich. Wenn Frau Merkel auch noch im Aufsichtsrat der Post AG sitzt {nur als fiktives Beispiel}, wird man sie trotzdem primär als Bundeskanzlerin wahrnehmen und nicht als Interessenvertreterin der Post.Gamaliel hat geschrieben: Da er das Amt des Glaubenspräfekten und des Präsidenten der PCED in Personalunion ausübt, gibt es insofern kein "in erster Linie"; er ist für beide Bereiche "in erster Linie" zuständig.
Verzeihung, aber du zickst rum.Firmian hat geschrieben:lifestylekatholik hat geschrieben:Firmian, auch bei deinem Einsatz bleibt ein flaues Gefühl zurück. Wogegen stürmst du hier eigentlich?
Ich "stürme" gegen eine gewisse Unbescheidenheit seitens der "Tradis"
Vor 25 Jahren war die alte Messe de facto verboten {auch wenn das jetzt anders dargestellt wird}, bis vor ein paar Jahren im Schmuddeleck geduldet, aber nicht geliebt, und jetzt kommt der zweithöchste* Kirchenmann der Welt höchselbst zur Eröffnung eines traditionellen Seminars, und dann wird ihm verübelt, daß er dabei auch die neue Liturgie erwähnt. (Wobei ich jetzt eine neue Präfation nicht mal als neue Liturgie bezeichnen würde.)
*) und sei es auch nur der dritthöchste
Die Temperatur ist seit 2005 von vielleicht -20° C auf -7° C gestiegen. Das ist natürlich eine großartige Verbesserung, auch wenn’s immer noch Permafrost ist.lsk hat geschrieben:Es ist schon ein Hoffnungsschimmer, dass solche Kardinäle inzwischen die alte Messe und die Gläubigen wahrnehmen, wenn sie sie auch noch nicht verstehen.
würde ich persönlich aber nicht unterschrieben, da ich, wie gesagt, eine neue Präfation noch nicht als Antastung der Liturgie ansehe. {Was er sich insgeheim denkt, wissen wir alle nicht.})Kardinal Levada ist nicht zufrieden mit der außerordentlichen Form und drängt darauf, sie in Richtung der ordentlichen Form zu ändern.
(ich rechne mich ja selbst zu den Tradis, ist ja keine Äußerung "von außen".)lifestylekatholik hat geschrieben:... und unterstelle nicht »den Tradis« »Unbescheidenheit«; das ist nämlich deinerseits eher wenig bescheiden sondern ziemlich arrogant.
Pardon, das hatte ich falsch verstanden.Firmian hat geschrieben:Nein, Dich habe ich ja gar nicht gemeint. Ich bezog mich mehr auf die erwähnten angeblichen heißlaufenden Blogs. Ohne natrürlich, ehrlich gesagt, die gelesen zu haben.
Eminenz versucht sachte darauf vorzubereiten daß es wohl Änderungen im Meßbuch von 1962 gerben wird wie es der hl. Vater ja angekündigt hat solange es nur bei Praefaktionen und Heilligenfesten bleibt ist nichts dagegen zu sagen wenn aber der Ordo angetastet wird dann wirds kritischlifestylekatholik hat geschrieben:Für Kardinal Levada ist die außerordentliche Form eine fremde. Er glaubt, sie sei die Laune einiger, »who follow the Extraordinary Form of the liturgy of the Latin Rite«, als verberge sich hinter dem Festhalten an der alten Messe nicht eine berechtigte und tief gehende Kritik an der vor 40 Jahren vorgenommenen gewaltsamen Umgestaltung der Liturgie. Aber dieser kritische Blick kommt in Levadas Predigt nicht vor. Statt dessen: Exhortation, ja nicht von der Fahne zu gehen.
- Kardinal Levada ist nicht zufrieden mit der außerordentlichen Form und drängt darauf, sie in Richtung der ordentlichen Form zu ändern. Zur Legitimation führt er eine Äußerung des Papstes an.
- Er bemüht sich auch sofort, eine solche Bewegung hin zur ordentlichen Form vorzunehmen und baut einen Großteil seiner Predigt auf einer Präfation des Missales Pauls VI. auf, die er über den grünen Klee lobt und auch rezitiert. (Als könne man beliebig Versatzstücke umräumen und umdekorieren.)
- Er stellt die außerordentliche Form mit der anglikanischen Liturgie und Summorum Pontificum mit Anglicanorum Cætibus auf eine Stufe(!)
Immerhin: Es ist schon ein Hoffnungsschimmer, dass solche Kardinäle inzwischen die alte Messe und die Gläubigen wahrnehmen, wenn sie sie auch noch nicht verstehen.
[Edit: Typo]
(Faktisch vielleicht, formal und de jure nicht.)[/size]Gamaliel hat geschrieben:(N.B.: Seit der Kurienreform unter Papst Paul VI. ist der Staatssekretär der "zweitwichtigste Mann der Kirche". In früheren Zeiten war dies, wie Du richtig schreibst, der Präfekt des Hl. Offiziums.)
Und warum nicht?Robert Ketelhohn hat geschrieben:(Faktisch vielleicht, formal und de jure nicht.)[/size]Gamaliel hat geschrieben:(N.B.: Seit der Kurienreform unter Papst Paul VI. ist der Staatssekretär der "zweitwichtigste Mann der Kirche". In früheren Zeiten war dies, wie Du richtig schreibst, der Präfekt des Hl. Offiziums.)
Art. 39 — Secretaria Status proxime iuvat Summum Pontificem in Eius supremo munere exercendo.
Um mal ein wenig neunmalklug zu sein: der Präfekt des Hl. Offiziums war sogar der "wichtigste Mann der Kirche", nämlich der Papst selbst; der jeweilige Kardinal (zuletzt Ottaviani) war nur Sekretär.Gamaliel hat geschrieben:(N.B.: Seit der Kurienreform unter Papst Paul VI. ist der Staatssekretär der "zweitwichtigste Mann der Kirche". In früheren Zeiten war dies, wie Du richtig schreibst, der Präfekt des Hl. Offiziums.)
Nein. In Summorum Pontificum ist davon überhaupt nicht die Rede, und im Begleitbrief (der eo ipso kein Recht setzt) heißt es nur:ar26 hat geschrieben:Das MP erlaubt bekanntlich die Verwendung der neuen Präfationen.
Gegenwärtig sind sie aber eben nicht im 62er Meßbuch enthalten und können nicht verwendet werden, wie auch Msgr. Pozzo neulich bestätigt hat. Und Card. Levada hat nichts anderes gesagt.Das alte Meßbuch kann und soll neue Heilige und einige der neuen Präfationen aufnehmen. Die Kommission Ecclesia Dei wird im Kontakt mit den verschiedenen Institutionen die sich dem usus antiquior widmen, die praktischen Möglichkeiten prüfen.