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Vergebungssonntag
Verfasst: Freitag 12. Februar 2010, 23:54
von ad-fontes
http://www.sobor.de/index.php?option=co ... 1&lang=de
(Interessant ist, daß die ältesten Liturgiequellen der römischen Liturgie des 7./8. Jahrhunderts auch einen Vergebungssonntag kannten, dies war der heutige Palmsonntag.)
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Samstag 13. Februar 2010, 01:24
von Niels
Mary hatte doch gerade hier irgendwo etwas dazu gepostet, wenn ich mich recht erinnere...
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 08:25
von Joseph
Bei uns ist es Sitte nicht nur eine Prostration vor dem Priester zu machen, sondern vor allen (auch Kindern) in der Vesper anwesenden Gläubigen.... so morgen mache ich daher so ungefähr 80 bis 90 Prostrations...
Ich schreibe dann einen Bericht aus meinem Bett wo ich mich am Montag mit Muskelkater erholen werde bis Mittwoch. Dann gibt's die Pre-Sanctified Liturgy mit mehr Prostrations. Alles wird dann ausgerundet am Donnerstag und Freitag beim Canon of St. Andrew mit nochmals je um die 24 Prostrations.... danach bin ich im Eimer (oder Fuß- Oberschenkel und Rückenkrank, Nassos).
Joseph, tapfer....
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 12:01
von Nassos
sei Dir meines Mitgefühls gewiss
Was ist eine Prostration?
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 14:00
von Sempre
@Nassos:

Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 14:07
von Nassos
Danke, lieber Sempre. Ein paar bekleidende Worte wären auch schön.
Mich würde natürlich auch interessieren, ob es Unterschiede RKK<=>OK gibt.
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 14:52
von Sempre
Die Prostratio ist eine Geste der Demut und der Unterwerfung. Kommt in Weiheliturgien und bei Ordensgelübden vor sowie auch im österlichen Triduum in der Karfreitagsliturgie (jeweils nur die Weihekandidaten/Jungfrauen/Zelebranten werfen sich nieder und strecken sich auf dem Boden aus). Es gibt Unterschiede in der genauen Körperhaltung, dazu weiß ich nichts genaues.
In einigen Orthodoxen Kirchen ist es auch die Gebetshaltung (auch der Gläubigen) beim täglichen Gebet. Moses berichtet, dass König David so gebetet hat. Die Prostratio kommt in diversen Formen auch in anderen Religionen vor, und auch im weltlichen Bereich.
Gruß
Sempre
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 14:55
von Nassos
Dann ist das also diese demütige Körperhaltung. Vielen Dank.
Darf die auch an einem Sonntag eingenommen werden? Soviel ich weiß, ist das bei uns nicht vorgesehen (auch Knien nicht), das der Sonntag immer den Tag der Auferstehung und der Freude symbolisiert.
Nochmal vielen Dank!
Gruß,
Nassos
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 14:55
von cantus planus
Sempre hat geschrieben:Die Prostratio kommt in diversen Formen auch [...] im weltlichen Bereich.
Siehe Linus bei Glatteis!
SCNR,
cantus
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 15:16
von Bernado
Sempre hat geschrieben:Die Prostratio ist eine Geste der Demut und der Unterwerfung. Kommt in Weiheliturgien und bei Ordensgelübden vor sowie auch im österlichen Triduum in der Karfreitagsliturgie (jeweils nur die Weihekandidaten/Jungfrauen/Zelebranten werfen sich nieder und strecken sich auf dem Boden aus). Es gibt Unterschiede in der genauen Körperhaltung, dazu weiß ich nichts genaues.
Einige Orden haben sonderformen und sogar Abstufungen zwischen diesen entwickelt -die sehen irgendwie ziemlich krumm seitlich aus. Im römischen Ritus hat sich m. W. nur die hier im Bild gewzigte Form erhalten, die dort, wo es mehrere Stufen gibt, der höchsten Stufe entspricht.
In einigen Orthodoxen Kirchen ist es auch die Gebetshaltung (auch der Gläubigen) beim täglichen Gebet. Moses berichtet, dass König David so gebetet hat. Die Prostratio kommt in diversen Formen auch in anderen Religionen vor, und auch im weltlichen Bereich.
Dort wird sie traditionell als "proskynesis" bezeichet - sichh wie ein um Gnade winselnder Hund vor dem Großkönig niederwerfen.
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 15:19
von Bernado
Nassos hat geschrieben:Darf die auch an einem Sonntag eingenommen werden? Soviel ich weiß, ist das bei uns nicht vorgesehen (auch Knien nicht), das der Sonntag immer den Tag der Auferstehung und der Freude symbolisiert.
Wir sind da nicht so genau. Eigentlich sollte ja an einem Sonntag auch keine Priesterweihe stattfinden - trotzdem wird das aus nachvollziehbaren Gründen öfter gemacht. Und dann sind die Weihekandidaten während der Allerheiligenlitanei selbstverständlich auch zur Prostratio auf dem Boden ausgestreckt.
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 15:48
von Nassos
Desweiteren gibt es immer wieder Leute, die sich trotzdem knien, in den griech.-orthodoxen Kirchen zumindest. Das findet beim "Τα σα εκ των σων..." (ta sa ek ton son) - wir übergeben Dir zurück, was Du uns gabst.
Das basiert wohl auf folgendes:
Fünf sind die Frauen, die steril waren und durch die Gnade Gottes Kinder gebaren. Alle brachten Söhne auf die Welt, bis auf die Mutter der Allheiligen Gottesgebärerin.
Eine dieser fünf Frauen war die Hl.Anna Eklana, Mutter des Propheten Samuel.
Sie war im Tempel und betete zu Gott um ein Kind, das sie dann auch dem Herrn weihen wollte. Sie blieb schwanger und gebar den Jungen Samuel.
Im dritten Lebensjahr entwöhnten die Hebräerinnen das Kind und mit Freude war sie berei, sich von ihrem einziggeborenen und geliebten Sohn zu trennen, um ihn Gott zu weihen.
Somit zeigte sie ihre Liebe zum Herrn, die über allem anderen stand und knieend mit dem Kind im Arm betet sie im Tempel zu Gott. Sie sagte, sie hielte ihr Versprechen ein und benutzte das Wort kechro, dass "leihen" bedeutet (hebr.)
"Den Sohn, den Du mir liehest Herr, überbringe ich Dir (zurück)" - Ta sa ek ton son
Ob das bei den Frauen (und Männern) durch den Kopf geht oder ob das getan wird, weil es andere tun und diese Stelle in der Göttlichen Liturgie "Gänsehautfaktor hat", vermag ich nicht zu sagen.
Lieben Gruß,
Nassos
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 16:41
von Ewald Mrnka
Gebet des hl. Ephrem des Syrers
an den Werktagen (Mo bis Fr) in der Großen Fastenzeit
„Herr und Gebieter meines Lebens,
den Geist des Müßiggangs, des Kleinmuts, der Herrschsucht und unnützer Worte
nimm von mir.“ (Große Metanie)
„Gib hingegen mir, Deinem Diener,
den Geist der Besonnenheit,
der Demut, der Geduld und der Liebe.“ (Große Metanie)
„Ja, mein Herr und mein König,
lass mich sehen meine Fehler und nicht richten meinen Bruder und meine Schwester,
denn Du bist gepriesen von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (Große Metanie)
„Gott, sei mir Sünder gnädig.“ (12 x jeweils mit kleiner Metanie)
„Herr und Gebieter...“ (1x vollständig mit Großer Metanie)
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 17:06
von Mary
Nassos hat geschrieben:Danke, lieber Sempre. Ein paar bekleidende Worte wären auch schön.
Mich würde natürlich auch interessieren, ob es Unterschiede RKK<=>OK gibt.
hallo Nassos,
ich glaube, Joseph sprach von der grossen Metanie, die im Englischen als prostration übersetzt wird.
also: Sich zu Boden werfen (auf die Knie und mit der Stirn den Boden berühren) und gleich wieder aufstehen. Wenn besondere Ehrfurcht ausgedrückt wird, mehrere Metanien hintereinander.
Im verlinkten Film sieht man es recht gut
@Joseph: Wie gehts Deinem Rücken?
Mary, heute auch etwas müder als sonst nach der Kirche.
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 20:09
von ad-fontes
ad-fontes hat geschrieben:
(Interessant ist, daß die ältesten Liturgiequellen der römischen Liturgie des 7./8. Jahrhunderts auch einen Vergebungssonntag kannten, dies war der heutige Palmsonntag.)
Was allerdings unter dem Vorbehalt zu stellen ist, daß nicht noch hebdomada zu ergänzen ist und sich somit auf den Hohen Donnerstag bezieht als dem Tag der Wiedereingliederung der Büßer (aber auch hier war die Prostration vor dem Bischof, wie auch an Aschermittwoch, vorgesehen).
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 20:13
von ad-fontes
Mary hat geschrieben:
Im verlinkten Film sieht man es recht gut
In dem Videoclip ist zu sehen, daß sich einige vor Erzbischof Mark und auch vor dem weiter vorne stehenden Geistlichen vor der Großen Metanie zuvor das Kreuz schlagen.
Soweit ist weiß, ist eine Bekreuzigung vor Lebenden nicht üblich.
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 21:06
von Linus
cantus planus hat geschrieben:Sempre hat geschrieben:Die Prostratio kommt in diversen Formen auch [...] im weltlichen Bereich.
Siehe Linus bei Glatteis!
SCNR,
cantus
Wer den Schaden hat, braucht für Spott nicht zu sorgen.
Dankeschön.
Tu Buße: ein Ave Maria in meinen Anliegen
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 21:21
von Nassos
Linus hat geschrieben:Wer den Schaden hat, braucht für Spott nicht zu sorgen.
Det kenn ich ooch. Sozusagen Großmeister des ins Fettnäpchentappens. Riesige Erfahrung. Und nichts daraus gelernt.
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 21:21
von cantus planus
Linus hat geschrieben:Tu Buße: ein Ave Maria in meinen Anliegen
Wird sofor erledigt!

Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 21:32
von Mary
ad-fontes hat geschrieben:Mary hat geschrieben:
Im verlinkten Film sieht man es recht gut
In dem Videoclip ist zu sehen, daß sich einige vor Erzbischof Mark und auch vor dem weiter vorne stehenden Geistlichen vor der Großen Metanie zuvor das Kreuz schlagen.
Soweit ist weiß, ist eine Bekreuzigung vor Lebenden nicht üblich.
Du hast recht, es ist nicht üblich.
Vielleicht ist es die Nervosität vor dem Bischof...was weiss ich...das die Leut es machen

Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 21:33
von anneke6
Ehrlich gesagt, mir haben die Prostrationen heute ab dem Punkt nicht mehr gefallen, wo ich mit dem Kopf im Schneematsch von anderer Leute Schuhen lag.
Andererseits ist es ein Zeichen großer Demut, sich in den Dreck zu werfen.

Auf jeden Fall ist es nicht zutreffend, daß Orthodoxe grundsätzlich nicht knien (auf den Knien stehen)…das habe ich oft genug erlebt, auch an Sonntagen. Hier bei uns wird meist die ganze Zeit von dem, was in der katholischen Tradition "der Einsetzungsbericht" heißt bis zur Ektenie. Manche knien auch während der Kommunion des Priesters. Ebenfalls nicht zutreffend ist die Aussage (die im Internet zu finden ist), daß Orthodoxe bei der Prostration nicht wie Katholiken zuerst auf die Knie gehen und sich dann mit dem Kopf zur Erde verbeugen, sondern sich vorbeugen, auf den Handflächen landen und dann die Knie aufsetzen.
Mag sein, daß das vielerorts so gehandhabt wird, aber wenn die erstere Praxis rein katholisch ist, dann gibt es hier in der russisch-orthodoxen Kirche mehr Katholiken als mich.
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 21:34
von cantus planus
Die Art, wie man es macht, dürfte schlicht auch mit dem Alter zusammenhängen...
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 22:05
von Linus
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 22:20
von holzi
anneke6 hat geschrieben:Auf jeden Fall ist es nicht zutreffend, daß Orthodoxe grundsätzlich nicht knien (auf den Knien stehen)…das habe ich oft genug erlebt, auch an Sonntagen. Hier bei uns wird meist die ganze Zeit von dem, was in der katholischen Tradition "der Einsetzungsbericht" heißt bis zur Ektenie. Manche knien auch während der Kommunion des Priesters.
Das habe ich auch schon einige Male beobachtet. Scheint aber eine Eigenheit der Russen zu sein. Bei den Serben und Rumänen hat das keiner gemacht.
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Sonntag 14. Februar 2010, 23:56
von Joseph
Nassos hat geschrieben:
Was ist eine Prostration?
Eine Große Metanie..... Köpfchen auf den Boden, Ärschchen in die Höh!
Joseph
PS: Meine obige Liste von prostrierenden Ereignissen in dieser Woche war durch heftige Weinzugabe und nachmittägliche Schlafwegnahme etwas durcheinander.
Heute Sonntag: St. Jakobsliturgie, welche nur einmal im Jahr gefeiert wird und in der wir die Kommunion in die Hand bekommen und am Kelch trinken.
Nachmittags, Forgiveness Vesper mit 3,8 Millionen Prostrations.
Montag und Dienstag Abend: Canon of St. Andrew of Crete, mit mehr Prostrations
Mittwoch und Freitag: Pre-Sanctified Liturgy (Paps Gregor hat die geschrieben) mit Prostrations
Nächsten Sonntag: St. Basil's Liturgy (länger als die St. Chrysostomosliturgie) und am Abend Triumph of Orthodoxy Vespers wo alle umgebenden Pfarreien und Missionen zu unserer Kirche kommen (Nächstes Jahr ists wieder woanders). Diese Feier ist eine Erinnering an die Wiederherstellung der Ikonenverehrung durch das siebte Konzil
Okay das war meine Korrektur und nun muss ich mich flach legen....
Joseph
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Montag 15. Februar 2010, 00:03
von Joseph
Nassos hat geschrieben:Dann ist das also diese demütige Körperhaltung. Vielen Dank.
Ja Nassos in Bänken kann man die nicht machen..... hahaha.
Auch legen wir uns nicht zum Schlafen auf den Boden wie die Katholen das hier oben tun (Ja ich weiß es ist ne Priesterweihe) sondern machen das so wie es Euch die Muselmänner vormachen (die diese Gebetshaltung von den Orthodoxen Christen geklaut haben) nur bleiben wir nicht unten sondern stehen sofort wieder auf...ganz schön anstrengend wenn man den Trick nicht weiß wie sowas korrekt gemacht wird und den kann ich hier nicht so einfach unter die Katholens austeilen....
Darf die auch an einem Sonntag eingenommen werden?
NIEMALS..! Soviel ich weiß, ist das bei uns nicht vorgesehen (auch Knien nicht), das der Sonntag immer den Tag der Auferstehung und der Freude symbolisiert.
Ganz recht und darum niemals...
Joseph sagt
Gruß,
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Montag 15. Februar 2010, 00:09
von Joseph
Bernado hat geschrieben:sichh wie ein um Gnade winselnder Hund vor dem Großkönig niederwerfen.
Oder im Kow Tow vor dem Chinesischen Kaiser....
Bernardo, wenn Du es Dir recht überlegst ist diese Gebetshaltung die einzig Richtige in der wir vor Gott erscheinen sollten.... Sünder die wir sind. Aber Gott hat auch gesagt, daß wir ihn aufrechtstehend als seine Kinder anbeten sollen....und das tun wir meistens. Vom sitzen hat er nichts gesagt....
Gruß Joseph
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Montag 15. Februar 2010, 00:11
von Joseph
Bernado hat geschrieben:Wir sind da nicht so genau. ....
Oh Mann, daß könnte ich nun so richtig ausspinnen, bin aber großmütig und lass es sausen.... hahaha
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Montag 15. Februar 2010, 00:17
von Joseph
Mary hat geschrieben:
@Joseph: Wie gehts Deinem Rücken?
Mary, heute auch etwas müder als sonst nach der Kirche.
Hallo Maria, ich bin eigentlich überrascht, mein Rücken ist prima nur meine Oberschenkel und Oberarme tun weh.... Fr. Lawrence hatte wirklich hart zu kämpfen (er hatte sich das Kreuz vor drei Wochen verrenkt) Fr. John war König der Prostrationen und was mich vollkommen platt machte Fr. Alexander, ein 83 jähriger, machte eine ganze Reihe Prostrationen... Alle Achtung.
Wir waren, ich hab's gezählt, 67 in der Vesper, also es waren 67 Prostrations die jeder gemacht hatte....
Gruß
Joseph
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Montag 15. Februar 2010, 00:22
von Joseph
Nassos hat geschrieben:Desweiteren gibt es immer wieder Leute, die sich trotzdem knien, in den griech.-orthodoxen Kirchen zumindest.
Nassos in korrekter Orthopraxis wird nur beim Kneeling Service an Pfingsten (Vesper) gekniet.... ansonsten ist es nicht üblich.
(Und wie meine Frau mich gerade erinnert beim Canon of Saint Andrew wird auch gekniet)
Das heißt aber nicht, daß Du in privater Anbetung nicht knieen darfst, nur nicht in öffenlichen Gottesdiensten.... wenn Du Dich nun gekniet hast, vergebe ich Dir da heute Forgiveness Sunday ist....
Joseph
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Montag 15. Februar 2010, 00:28
von Joseph
anneke6 hat geschrieben:Ebenfalls nicht zutreffend ist die Aussage (die im Internet zu finden ist), daß Orthodoxe bei der Prostration nicht wie Katholiken zuerst auf die Knie gehen und sich dann mit dem Kopf zur Erde verbeugen, sondern sich vorbeugen, auf den Handflächen landen und dann die Knie aufsetzen.
Anneke Du hast vollkommen recht. Man geht erst in die Hocke, dann auf die Knie und fällt dann vorwärts auf die Hände und legt die Stirn zwischen die Hände auf den Boden.
Aufstehen tut man indem man sich mit den Händen abstößt und mit dem Hintern Balance hält bis man wieder in der Hocke ist, dann steht man auf.
Wer es anders macht macht es falsch und kann sich gesundheitlich alles mögliche verbiegen....
Joseph, aus Erfahrung sprechend.... das mit dem verbiegen.
Re: Vergebungssonntag
Verfasst: Montag 15. Februar 2010, 01:11
von Joseph
cantus planus hat geschrieben:Linus hat geschrieben:Tu Buße: ein Ave Maria in meinen Anliegen
Wird sofor erledigt!

Halt Stop! Diese Sache trägt sich in der Sakristei zu. Hier gibt es keine Ave Maria. Aufgrund meiner nicht vorhandenen Authorität verwandele ich diese Busse, in Angedenken des Tages, in 25 Prostrations....
Joseph