Eine halbe Million neue Mitglieder für die Orthodoxe Kirche
Verfasst: Mittwoch 10. März 2010, 21:04
Der katholische Treffpunkt im Internet.
https://www.kreuzgang.org/
Hier handelt es sich um mehr als eine halbe Million Maya Indianer in Guatemala die sich der Orthodoxen Kirche angeschlossen haben. Dasselbe erleben wir auch in Mexico wo ganze Dörfer konvertieren..... Glory to God!maliems hat geschrieben:wer sind die?
Ja eigentlich.... faste ich. Aber das war zu wichtig.Linus hat geschrieben:SDu fastest Internet? Nix gemerkt.
Waren die oben beschriebenen eigentlich vorher Götzenanbeter oder römische Katholiken?
In ersten Fall:im zweiten
Da wäre auch Brasilien ein geeignetes Missionsland für die Orthodoxie. Ich hab es letztes Jahr in Bahia wieder gesehen, da ist die katholische Kirche schon recht kraftlos und ausgelaugt. Leider.Joseph hat geschrieben:Sie haben bestimmt ihre Gründe, genaueres weiß ich nicht, werde es aber bald erfahren und dann posten.... 1.3 Millionen, wenn die anderen auch noch konvertieren, ist schon was. Dasselbe gilt für die Situation in Mexico... es gibt in Mesoamerica seit Jahren fast keine katholischen Priester mehr. Liberation Theology anyone...?
Sooo erstaunlich ist auch wieder nicht, Spanisch und Griechisch haben sehr ähnliche Sprachmelodien, das hat auch Nassos kürzlich erst wieder mal bestätigt.Sebastian hat geschrieben:Joseph, Danke für diese Meldung.
Erstaunlich wie byzantinsche Gesangsmelodie und spanische Sprache miteinander harmonisieren![]()
Die in Mexico sind vor allem die Antiochener, nicht die Russen. Und ich fürchte, die wenigsten dieser Latinos waren vorher auch wirklich katholisch. Ich hab da vor einiger Zeit mal was zu dem Thema geschrieben: viewtopic.php?p=245654#p245654Florianklaus hat geschrieben:in traditionell katholischen Gebieten Proselyten machen und sich andererseits über die Errichtung von katholischen Bistümern in Rußland beschweren.............
Ist es auch schon..... blos sind uns die USA Pentecostals und Evangelicals dort weit voraus... Ich bin in einer Gruppe tätig welche Orthodoxe Missionen in Brasilien unterstützt (habe dort auch Familie)holzi hat geschrieben:Da wäre auch Brasilien ein geeignetes Missionsland für die Orthodoxie. Ich hab es letztes Jahr in Bahia wieder gesehen, da ist die katholische Kirche schon recht kraftlos und ausgelaugt. Leider.
Nix da! Hiergeblieben! Wir (äh ich zumindest) wollen zu den Orthodoxen Missionen in Brasilien mehr wissen.Joseph hat geschrieben:Ist es auch schon..... blos sind uns die USA Pentecostals und Evangelicals dort weit voraus... Ich bin in einer Gruppe tätig welche Orthodoxe Missionen in Brasilien unterstützt (habe dort auch Familie)holzi hat geschrieben:Da wäre auch Brasilien ein geeignetes Missionsland für die Orthodoxie. Ich hab es letztes Jahr in Bahia wieder gesehen, da ist die katholische Kirche schon recht kraftlos und ausgelaugt. Leider.
und eigentlich sollte ich ja garnicht hier sein und posten, aber diese Geschichte ist sehr aufrgegend...
Es gibt zwei wesentliche orthodoxe Kirchen in Lateinamerika die zusammen mit den diversen Einwanderungswellen der Menschen auf diesem Kontinent seit dem 19. Jhrh. zu finden sind: die Kirche von Antiochia und die russische Kirche.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wie und wann ist diese Iglesia Católica Ortodoxa de Guatemala, die
jetzt aufgenommen werden soll, denn entstanden?
"Proselytenmachen" in der orthodoxen Kirche war und ist schon immer sehr verhalten gewesen, gemessen an dem was die westlichen Kirchen so veranstaltet haben und immer noch tun. (Heutzutage vor allem prot. Sekten)Florianklaus hat geschrieben:in traditionell katholischen Gebieten Proselyten machen und sich andererseits über die Errichtung von katholischen Bistümern in Rußland beschweren.............
Also erstens "schnappen" sich "die Orthodoxen" nicht einfach diese Seelen; Siehe meine Ausführungen oben. Und überhaupt: was soll das denn heissen?anneke6 hat geschrieben:Mir ist es dann doch lieber, die Orthodoxen schnappen sich diese Seelen als irgendwelche Sekten.
http://www.iglesiaortodoxa.org.gt/Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wie und wann ist diese Iglesia Católica Ortodoxa de Guatemala, die jetzt aufgenommen werden soll, denn entstanden?
Extra für den Brasilianer unter uns:holzi hat geschrieben:Nix da! Hiergeblieben! Wir (äh ich zumindest) wollen zu den Orthodoxen Missionen in Brasilien mehr wissen.Joseph hat geschrieben:Ist es auch schon..... blos sind uns die USA Pentecostals und Evangelicals dort weit voraus... Ich bin in einer Gruppe tätig welche Orthodoxe Missionen in Brasilien unterstützt (habe dort auch Familie)holzi hat geschrieben:Da wäre auch Brasilien ein geeignetes Missionsland für die Orthodoxie. Ich hab es letztes Jahr in Bahia wieder gesehen, da ist die katholische Kirche schon recht kraftlos und ausgelaugt. Leider.
und eigentlich sollte ich ja garnicht hier sein und posten, aber diese Geschichte ist sehr aufrgegend...
Also Joseph, das stimmt so nicht; kennst du überhaupt die Verhältnisse in Lateinamerika - ausser das was man in orthodoxen Missionskreisen sich erzählt?Joseph hat geschrieben:In Lateinamerika hingegen hat sich die erstmissionierende RKirche durch rein internen Verfall und ohne mörderische Verfolgung durch ein externes, politisches System, bis heute fast selbst ausgelöscht und damit ihre Gläubigen zum trocknen rausgehängt. Wo der Schäfer seine Herde im Stich läßt kommt sie entweder unter die Wölve oder ein besserer Schäfer nimmt sich ihrer an....
In Mexiko z. B. wurde die Kirche ziemlich blutig verfolgt, nur mal am Rande.Joseph hat geschrieben:In Lateinamerika hingegen hat sich die erstmissionierende RKirche durch rein internen Verfall und ohne mörderische Verfolgung durch ein externes, politisches System …
Das war Ende des 19Jhd. (Diaz) bis zur 1910-20 Revolution und sie hat das gut und mit Blutzeugen durchstanden. Worum es mir ging, und von Songul gerügt wurde, ist die Vergangenheit der letzten 40 Jahre...Robert Ketelhohn hat geschrieben:In Mexiko z. B. wurde die Kirche ziemlich blutig verfolgt, nur mal am Rande.Joseph hat geschrieben:In Lateinamerika hingegen hat sich die erstmissionierende RKirche durch rein internen Verfall und ohne mörderische Verfolgung durch ein externes, politisches System …
Also erstens stamme ich aus einer Familie die in Südamerika seit fast 200 Jahren zum Teil massgeblich an dem Geschehen in einigen Ländern dort beteiligt ist und schon allein deshalb sind die Geschehnisse dort, egal ob politsch oder religiös, uns nicht egal.Joseph hat geschrieben:Ich wohne zwar ziemlich nördlich drüber, bin aber doch, glaube ich, einigermassen gut informiert - durch meine, heute zu St. Nix convertierten, ehemals katholischen Familienmitglieder in Brasil, sowie durch Freunde und Mitglieder in meiner eigenen OKirche hier in BC welche aus Mexico, Latin America und u.a. Guatemala stammen....Joseph hat geschrieben:Auch bin ich vor Ort in Chile, Peru, Equador, Brasil, Argentina, Paraguay und Bolivia gewesen und weiß, das die RK auf dem Land so gut wie verschwunden ist. Oh ja, dort stehen wunderbare alte, sehr schöne Kirchen, aber es gibt fast keine Priester..... Messen finden im Abstand, wenn überhaupt, von Wochen und Monaten statt...
Das war schon immer so: auf dem Land gab es meist nur Missionsstationen, die von den diversen Orden geführt wurden und sich um die Belange der oft weit verstreut lebenden Bevölkerung kümmerten (kümmern).Joseph hat geschrieben:Auch bin ich vor Ort in Chile, Peru, Equador, Brasil, Argentina, Paraguay und Bolivia gewesen und weiß, das die RK auf dem Land so gut wie verschwunden ist. Oh ja, dort stehen wunderbare alte, sehr schöne Kirchen, aber es gibt fast keine Priester..... Messen finden im Abstand, wenn überhaupt, von Wochen und Monaten statt...
Das Land war noch nie kulturell hochstehend; siehe meine Ausführungen oben.Joseph hat geschrieben:In den Städten scheint es noch zu gehen denn alles will in der Stadt wohnen. Aber das ist nicht nur ein Problem der RK sondern ein allgemeines. Die Städte werden zu immer gigantischeren Wasserköpfen und das Land verkommt kulturell und buchstäblich...
Hier kann ich aber nur 100% Zustimmung signalisieren. Mit Blick auf die Lage in der Welt sollten wir endlich davon wegkommen, uns den Luxus eines "konfessionellen Zwists" leisten zu wollen.songul hat geschrieben: Ich kann nur hoffen, dass die Vertreter der beiden grössten orth. Kirchen, Russen und Griechen - jeder auf seine Art, und die immer mehr nachfolgenden kleineren Kirchen sich mit der römischen Kirche verstehen und annähern können (sind sie doch die beiden gleichältesten Kirchen die bis auf den heutigen Tag bestehen), denn nur so lässt sich der Kampf gegen die Feinde des Christentums gewinnen.
Da steht nur, daß die ICOG (angeblich) rechtmäßig am Fest des heiligen Nikolaus im Jahre 1995 von Erzbischof Metropolit [Reihenfolge?] Antonio Chedraoui von Mexiko, Venezuela, Zentralamerika und der Karibik, den Nonnen des Klosters der Heiligsten Dreifaltigkeit - Lavra Mambré und 25 Gründungsmitgliedern eingerichtet wurde, und zwar in einem orthodoxen Kloster in Amatitlán.Quelle hat geschrieben:La Iglesia Católica Ortodoxa de Guatemala fue establecida legalmente en la fiesta de San Nicolás el año de 1995 por el Arzobispo Metropolitano Antonio Chedraoui de México, Venezuela, Centro América y el Caribe, las monjas del Monasterio de la Santísima Trinidad - Lavra Mambré y 25 miembros fundadores que firmaron el Acta de Fundación ante la presencia de su Eminencia en el Monasterio Ortodoxo en Amatitlán.
Linus, bitte verbieg' Dich nicht, sonst wirst Du verpflichtet alle Klöster auf dem östereichischem Lande abzubrennen.... und das wollen wir eigentlich nicht, gell?Linus hat geschrieben:Abgesehen davon war das Christentum immer schon eine "Stadtreligion". Sieht man beispielsweise an der Benennung der Metropolitansitze: Metropolit von [Stadt] und (ganz) [Umland].
Klausi, schau dir das doch dort selbst mal an: der katholischen Kirche macht dort niemand wen abspenstig. Sie hat sich, wie Joseph zwar etwas übertrieben, aber doch grundsätzlich richtig dargestellt hat, weitgehend erschöpft aus der Mission zurückgezogen.Florianklaus hat geschrieben:Super, hast Du nicht noch mehr Tips für die Orthodoxen, wo sie uns am besten Gläubige abspenstig machen können? Ich fasse es einfach nicht!
Dieser Pater entspricht exakt dem, was Joseph geschrieben hat: er sitzt, mit noch einem Bruder in einem riesigen bröckelnden Barockkloster auf einer Insel in Bahia. Der Orden hat alle verfügbaren Leute nach Salvador abgezogen, weil sie in den Städten notwendiger gebraucht würden.Pater Lucas aus Cairu hat geschrieben:Paz e bem.
Am 27.9.29 kam unser Bischof, Dom João Nilton, nach Cairu um zu firmen. Puenktlich um 8: Uhr stand er an der Bruecke „ponte de graciosa“, wo ich ihn mit unserem Schnellboot abholen liess.. Er kam mit seinem Auto von Amargosa, 26 km entfernt. Drei Stunden hatte er schon am Steuer gesessen. Drei Jugendliche begleiteten ihn, die vielleicht einmal Priester werden moechten. 8:13 Uhr kam er an der Anlegebruecke in Cairu an, wo ich ihn abholte und mit meinem kleinen Fiat, zum Gymnasium brachte und wo er 6 Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden sollte. Die Firmlinge warteten schon auf ihn und der offene Saal des Gymnasiums war sehr ordentlich geschmueckt. Man hatte sich Muehe gegeben um alles schoen zu gestalten.
Am 26. September, den Tag vor der Firmung, verbrachten die Jugendlichen in unserem Kloster, um geistliche Exerzitien zu halten. Sie machten gut mit. Die Firmlinge kamen aus drei Orten:
11 Orte hatten keine Jugendlichen auf die Firmung vorbereitet, denn die Katecheten hatten noch nicht den notwendigen Schwung fuer die Firm-Katechese. Langsam aber sicher werden auch diese Katecheten lebendiger.
- Boipeba, wo eine Ordensschwester die einjaehrige Vorbereitung hielt.
- Galeão, wo eine junge Frau, die ganz selten zur Kirche kommt, nicht verheiratet ist, aber mit Kind und Mann (nicht gut) zusammen lebt, die Vorbereitung machte.
- Cairu, wo eine Frau, die nicht kirchlich verheiratet ist und zwei Kinder hat, die auch gefirmt wurden, die Vorbereitung machte. Ihr Mann will von Heirat nichts wissen. (Es geht hier nicht um verheiratet zu sein oder nicht, sondern um einen Zustand den man sich in Deutschland kaum vorstellen kann).
Man muss sich vorstellen, dass meine Pfarrei, wie der Bischof sagte, 3 Jahre keine Pastoral mehr erlebt habe. Mit aelteren Leuten kann ich nicht rechnen. Ich gehe auf die Jugend zu, trotz meiner 8 Jahre, und versuche diese auf die NEUE LINIE umzustimmen, was mir auch in etwa gelingt. Die Gefirmten versprachen mir die 3 Laienmissionara deren Programm, nach dreijaehriger Arbeit, am 31.12.29, in meiner Pfarrei, auslaeuft und die Woche fuer Woche von einem Ort zum anderen fuhren um den Leuten auf dem Wege zu Christus zu helfen, zu ersetzen. Einmal im Monat wollen sie einen Sonntag fuer die Missionsarbeit opfern. Dafuer steht ihnen das Boot welches den Namen „Aktionskreis Pater Beda“ traegt zur Verfuegung. Bin mal gespannt was daraus wird.
Regelmaessig bekomme ich den Dom aus Paderborn. In der Nummer 23, vom 7.Juni 29 war das Thema der Woche: Firmung. Weihbischof Matthias Koenig spricht ueber seine Firmreisen. Ich stimme ihm zu wenn er sagt, dass die jungen Menschen in der Feier und im Moment der Firmung innerlich ganz viel erfahren haben. Da spricht er von einem Jungen der sich nach der Firmung bei ihm bedankte und ihm sagte, dass er jetzt doch sein Leben aendern muesse. Man sieht an diesem Beispiel, dass den Jugendlichen die Firmung doch wichtig ist. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht, denn heute kommen Jugendliche auf mein Zimmer um mit mir zu sprechen. Wenn auch nicht alle, so doch einige moechten an der Bibelstunde teilnehmen um mehr ueber Jesus zu erfahren. Da die meisten Jugendlichen abends studieren, haben wir fuer die Bibellesung den Freitag Nachmittag ausgesucht um unter uns zu sein, ohne die Erwachsenen.Weshalb ohne die Erwachsenen? Die meisten Erwachsenen koennen nicht lesen und haben immer eine fertige Meinung. Man moechte etwas flexibler diskutieren.
Eine gute Katechese sollte sich mit den aktuellen Fragen der jugendlichen befassen und sich mit den Jugendlichen auf den Weg machen. Es ist garnicht schwer Antworten auf Fragen zu geben, die garnicht gestellt wurden. Das machen wir zu oft und vergessen, dass die Aelteren diese Welt so gestalteten wie sie heute ist und die Jugendlichen eine neue Welt gestalten moechten. Sehr gut kann ich mich daran erinnern, dass die Aelteren in meiner Jugendzeit uns abtaten mit Worten wie: dumme Blagen, da habt ihr keine Ahnung. Haben wir aus diesen Erfahrungen gelernt die Jugend von heute ernst zu nehmen? Sei es wie es will, wir muessen den Jugendlichen helfen, damit sie Zeugen des Glaubens, in der Kraft des Hl.Geistes werden. Papst Paul VI schrieb in einem Dokument EN: „Nicht die Lehrer und Priester werden nachgeahmt weil sie Lehrer und Priester sind, sondern diejenigen Menschen die wirkliche Zeugen Gottes sind“.
Die Kirche wird sicher wieder akzeptiert werden wenn sie nicht verstaubt wirkt, sondern lebendig, feurig und eine Kirche der Menschen ist.
1951 kam ich nach Koeln. Das Kolpinghaus Ehrenfeld war gerade gebaut worden, mit Geldern des Dombaufestes 1248 - 1948. Ich war einer der ersten Bewohner des Kolpinghauses und kam mit weiteren drei Maennern auf Zimmer 21. Zuerst war ich allein und dann kam Karl Boes aus Kevelar (schon verstorben). Gebuertig komme ich aus Wehrstapel einem kleinen Ort im Sauerland, in der Naehe von Meschede. Von Beruf war ich Drogist und wollte etwas von der Welt kennen lernen. Arbeit fand ich in einer Drogerie Bergmann auf dem Ehrenfeldguertel – Subbelratherstrasse. Heute wohnen Tuerken in dem Eckhaus. Praelat Bussmann war Praeses und bei dem habe ich spaeter gewohnt, als ich zum Abendgymnasium in Koeln Nippes ging um mein Abitur zu machen. Im Kolpinghaus Ehrenfeld fand ich sehr gute und ehrliche Freunde. Viele knieten abends in der Kapelle und beteten. Einer dieser stillen Beter ging nach Schoenstatt und ich ging 1956 zu den Franziskanern in Bardel – Bentheim- Niedersachsen und von dort aus, im Jahre 1957, nach Brasilien. Heute habe ich eine Inselpfarrei (26 Inseln) im Sueden von Bahia, die ich allein betreue, trotz meiner 8 Jahre. Gott sei Dank, bin ich noch total einsatzfaehig.
Aus dem ganz kleinen Oertchen Wehrstapel kommend, war Koeln fuer mich das Ausgangstor. Fuer die Minoritenkirche haben wir einiges tun koennen, aber hauptsaechlich spendeten wir fuer sie. Mit einem brasilianischen Mitbruder war ich vor einigen Jahren in der Minoritenkirche und ich zeigte ihm das Grab von Kolping und Duns Scotus. Er fiel fast auf die Knie als er diese Schaetze sah.
Alle fuenf Jahre komme ich nach Deutschland und verbringe immer ein oder zwei Tage in Koeln. Ich muss Ehrenfeld und die Minoritenkirche wieder gesehen haben und Gott danken fuer alles was Koeln mir gegeben hat. Die Zeit rannte mit mir, denn 1951 kam ich aus dem Sauerland ohne Abitur und 1957 war ich schon in Brasilien. Nun begann das Neue. Eine neue Sprache und Kultur und wer meint Brasilien habe nur eine Kultur ist sicher nicht auf dem rechten Weg. Nach 52 Jahren Brasilien lerne ich noch jeden Tag dazu und wohne jetzt unter Fischern. Heute kann ich die Last verstehen die Jesus auf sich nahm als er Fischer zu Aposteln machte.
Habe schon mal versucht mit dem Kolpingswerk in Brasilien Kontakt auf zu nehmen, doch da ich im Nordosten wohne war das alles garnicht so einfach. Im Sueden haben wir Leute die aus aller Herren Laender kommen und aufgeschlossen sind fuer Fortbildung. In meiner Pfarrei koennen etwa 7% der Menschen noch nicht lesen und schreiben. Bedanke mich fuer Ihren lieben Brief und verbleibe Ihr Pater Lucas.
Die Moderatoren werden dir was husten. Und der Beitrag Josephs ist keine Beleidigung, sondern die Realität. Leider hat er nämlich wirklich recht. Ich war oft genug in Brasilien und kenne über das internationale Kolpingwerk auch etliche aktive Katholikan aus den anderen Ländern Lateinamerikas, so dass ich mir ein Urteil darüber erlaube. Die Analyse Josephs ist wahrlich nicht schmeichelhaft, aber auch nicht gelogen und schon gar nicht beleidigend. Genau Deine Haltung hat die Kirche dort in die Bredouille gebracht, es ist die Haltung des "wir sind die Besten, wir haben Recht, uns kann eh keiner, alle anderen sind eh nur windige Sektierer..." Salatum habemus.Florianklaus hat geschrieben:Dieser Beitrag ist eine Beleidigung der katholischen Kirche in Lateinamerika. Ich habe ihn deshalb gegenüber den Moderatoren beanstandet.
Ich hab vor einigen Jahren mit dem Erzbischof von Salvador, Kardinal Dom Geraldo Maiella Agnelo gesprochen (er saß dann im Flieger nach Europa auch hinter mir). Der kennt die Lage. Er weiß um die Schwächen in der großen Fläche und versucht, die Städte halten zu können.Clemens hat geschrieben:Vielleicht liest ja ungekehrt auch ein katholischer Bischof aus Brasilien hier mit und ergreift - von Holzi gewarnt - sofort geeignete Maßnahmen, um das Vordringen der Orthodoxie im heiligen Bahia zu verhindern. Dann ist doch (aus deiner Sicht) wieder alles gut!
Ich habe unter den Kommenten des Artikels das gefunden (8.1):Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wie und wann ist diese Iglesia Católica Ortodoxa de Guatemala, die
jetzt aufgenommen werden soll, denn entstanden?
Beim 2. Link beziehen sich nur zwei Sätze auf Girón:Samn! says:
March 1, 21 at 1: PM
This does appear to be the same group, as both groups mention their ‘Metropolitan’ as being Andrés Giron, a former Catholic priest who was apparently laicized for a long-shot presidential candidacy as an advocate for impoverished Mayas. That is to say, I don’t think Fr. Johannes’ concerns about the EP’s leftward political stances are going to be unpalatable to a group whose ultimate origins are in leftward-leaning Latin American Catholic indigenous movements of the 8’s.
On Giron’s career: http://www.nytimes.com/1988/12/27/world ... usade.html
http://www.freerepublic.com/focus/f-rel ... 4625/posts
Giron’s group has a Spanish-language website: http://www.iglesiaortodoxalatina.org/
The website seems pretty typically vagante, recruiting candidates for ordination and giving a long explanation of its apostolic succession. It does not, however, give a parish directory. I think we’re safe to assume that the 5, member figure is imaginary, as are all religious membership figures. When I heard the OCA’s stating that this group had 5, members, I also assumed that was an exaggeration. Who knows. It does seem that, unlike most vagante groups, it has vastly more faithful than clergy, which is a sign of sane management. Their publications section is also interesting, because it does seem like they are active in catechizing their faithful, though with material that is rather imperfectly Orthodox.
This effort by the EP is interesting. It is led by Fr. Andrew Vujisić, who according to his OrthodoxWiki entry is bishop-elect to some titular see. In practice, he is one of a couple priests at the only Orthodox mission in San Juan, and adjunct faculty at some university there. Fr. Andrew, a Montenegrin, is apparently also the vicar for Slavic and indigenous Orthodox in the Metropolis of Mexico. From the website, which is curiously only in English, it seems that he is making a deliberate effort to court indigenous quasi-Orthodox groups, a marked change of EP policy. There is also a bilingual correspondence-seminary, whose instructors are all priests with PhD’s from online or correspondence colleges.
From experience in the US, the receiving of largish eccentric groups into Orthodoxy is always a messy process, but one that has borne good fruit when handled correctly……
Andrés Girón (August 17, 2) got involved in politics and led a peasant movement. He later joined the Orthodox faith.
Klöster sind was für religiöse Spezialisten, die findet man idR deshalb auch eher abgeschieden irgendwo im Land.Joseph hat geschrieben:Linus, bitte verbieg' Dich nicht, sonst wirst Du verpflichtet alle Klöster auf dem östereichischem Lande abzubrennen.... und das wollen wir eigentlich nicht, gell?Linus hat geschrieben:Abgesehen davon war das Christentum immer schon eine "Stadtreligion". Sieht man beispielsweise an der Benennung der Metropolitansitze: Metropolit von [Stadt] und (ganz) [Umland].
Gruß
Joseph
Ja, so schaut es ausMiserere Nobis Domine hat geschrieben:Aus Brasilien habe ich sogar von einem rk. Priester gehoert, dass zum Teil auf 1 rk. Kirchen nur ein Priester kommt. Man mag das bewerten, wie man will, aber ich habe Verstaendnis, wenn sich jemand vernachlaessigt fuehlt.
viele Gruesse aus der heiligen Stadt Kiew
mnd
Seit 25 Jahren wird darauf aufmerksam gemacht - erst im Dezember letzes Jahr wieder. Das scheint hier aber keinen zu interessierenHolzi hat geschrieben:Die Welle der Befreiungstheologie hat das ihrige getan, um der katholischen Kirche den missionarischen Schwung zu nehmen.
http://www.itpol.de/?p=346Am Samstag, den 5. Dezember empfing der Papst fünf Bischöfe aus zwei Regionen der brasilianischen Kirche zum sogenannten „Ad Limina“ Besuch, d.h. zu dem in der Regel alle fünf Jahre stattfindenden Besuch katholischer Bischöfe in Rom, bei dem die Bischöfe einen Bericht über den Zustand der jeweiligen Diözese zu geben haben. Der vatikanische Pressedienst „Vatican News“ vom 7. Dez. 29 informiert über diese Begegnung und zitiert den Papst wörtlich: „Im vergangenen August waren 25 Jahre vergangen, seitdem die Glaubenskongregation „Libertatis nuntius“ – die Instruktion über einige Aspekte der Theologie der Befreiung – veröffentlicht hat. Die Instruktion unterstreicht die Gefahr, welche die von einigen Theologen betriebene unkritische Übernahme von Thesen und Methoden des Marxismus mit sich bringt“. Benedikt XVI. bemerkte außerdem, „dass die mehr oder weniger sichtbaren Folgen dieses Faktums, nämlich Rebellion, Spaltung, Dissens, Beleidigung, Anarchie immer noch zu spüren sind und bewirken, dass eure diözesanen Gemeinschaften schwer zu leiden haben und schwere Verluste lebendiger Kräfte hinnehmen müssen. Alle, die sich auf irgendeine Weise in einer verborgenen Ecke ihres Herzens von einigen trügerischen Prinzipien der Befreiungstheologie angezogen, eingewickelt oder gedrängt fühlen, bitte ich inständig, sich erneut mit der erwähnten Instruktion auseinanderzusetzen und die gütige Erleuchtung anzunehmen,...