Orthodoxe (Religions-)Philosophie
Verfasst: Sonntag 23. Mai 2010, 21:12
Dominus vobiscum!
Für den Anfang hoffe ich, dass es dieses Thema in dieser Form noch nicht gibt, ansonsten tut es mir leid, aber ich konnte es nicht finden.
Zur Sache selbst: Mich hat immer schon interessiert, inwieweit sich die Orthodoxie (hier in einem "konfessionellen" Sinne, auch, wenn ich weiß, dass man das nicht so gerne hört und es auch unangebracht ist, weswegen ich gleich um Entschuldigung bitte, aber mir erscheint es eben notwendig, um den "Adressaten" klar zu bestimmen) mit der Philosophie auseinandergesetzt hat? Gab es im Osten eigentlich diese Trennung von Theologie und Philosophie, wie sie sich dann allerspätestens seit dem Hochmittelalter, eben auch im Rahmen der Scholastik, manifestierte? Bei den Vätern scheinen beide Wissenschaften noch nicht allzu differenziert, weswegen ja bspw. die Väter auch in universitären Philosophievorlesungen/Seminaren zur Geschichte der Philosophie behandelt werden?
Weiters scheint das vorherrschende Paradigma orthodoxer Philosophie der (Neu-)Platonismus zu sein und mir scheint zumindest, dass ich nicht komplett falsch liege, wenn ich meine, dass der Aristotelismus, die Peripatetiker, nie eine sonderlich große Rolle spielten (wenn man einmal von gewissen Ausnahmen absieht - wenn ich mich recht entsinne, war St. Johannes Damascenus so eine Ausnahme)?
Die westliche Scholastik bzw. die scholastische Methode wird ja auch eher abgelehnt bzw. ist sie gar nicht bis kaum rezipiert worden?
Weiters würde mich auch noch interessieren, was für eine Art der Ontologie und Epistemologie anerkannt bzw. als brauchbar angesehen bzw. im "Mainstream" vertreten wird? Ich nehme ja diesbezüglich an (nach dem Wenigen, was ich so dazu gelesen habe), dass die orthodoxen "Lehrer" (d. h. die maßgeblichen Väter und auch zeitgenössische Theologen bzw. gläubige orthodoxe Religionsphilosophen), nicht sonderlich viel vom Nominalismus halten, sondern mit Platon zum Universalienrealismus, sowie zu einer realistischen Erkenntnistheorie neigen?
Ich weiß, das ist ein großes Feld, deswegen gleich im Voraus herzlichen Dank für alle etwaigen Antworten!
Für den Anfang hoffe ich, dass es dieses Thema in dieser Form noch nicht gibt, ansonsten tut es mir leid, aber ich konnte es nicht finden.
Zur Sache selbst: Mich hat immer schon interessiert, inwieweit sich die Orthodoxie (hier in einem "konfessionellen" Sinne, auch, wenn ich weiß, dass man das nicht so gerne hört und es auch unangebracht ist, weswegen ich gleich um Entschuldigung bitte, aber mir erscheint es eben notwendig, um den "Adressaten" klar zu bestimmen) mit der Philosophie auseinandergesetzt hat? Gab es im Osten eigentlich diese Trennung von Theologie und Philosophie, wie sie sich dann allerspätestens seit dem Hochmittelalter, eben auch im Rahmen der Scholastik, manifestierte? Bei den Vätern scheinen beide Wissenschaften noch nicht allzu differenziert, weswegen ja bspw. die Väter auch in universitären Philosophievorlesungen/Seminaren zur Geschichte der Philosophie behandelt werden?
Weiters scheint das vorherrschende Paradigma orthodoxer Philosophie der (Neu-)Platonismus zu sein und mir scheint zumindest, dass ich nicht komplett falsch liege, wenn ich meine, dass der Aristotelismus, die Peripatetiker, nie eine sonderlich große Rolle spielten (wenn man einmal von gewissen Ausnahmen absieht - wenn ich mich recht entsinne, war St. Johannes Damascenus so eine Ausnahme)?
Die westliche Scholastik bzw. die scholastische Methode wird ja auch eher abgelehnt bzw. ist sie gar nicht bis kaum rezipiert worden?
Weiters würde mich auch noch interessieren, was für eine Art der Ontologie und Epistemologie anerkannt bzw. als brauchbar angesehen bzw. im "Mainstream" vertreten wird? Ich nehme ja diesbezüglich an (nach dem Wenigen, was ich so dazu gelesen habe), dass die orthodoxen "Lehrer" (d. h. die maßgeblichen Väter und auch zeitgenössische Theologen bzw. gläubige orthodoxe Religionsphilosophen), nicht sonderlich viel vom Nominalismus halten, sondern mit Platon zum Universalienrealismus, sowie zu einer realistischen Erkenntnistheorie neigen?
Ich weiß, das ist ein großes Feld, deswegen gleich im Voraus herzlichen Dank für alle etwaigen Antworten!