Osterdatum

Ostkirchliche Themen.

Moderator: Walter

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ad-fontes
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Re: Osterdatum

Beitrag von ad-fontes » Freitag 22. Januar 2016, 12:15

Jeremias hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Jeremias hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:
Jeremias hat geschrieben:…, solange man nicht mal in der Orthodoxie sich auf den modernen Kalender einigen kann.
Daß ein gemeinsamer Kalender mehr als sinnvoll wäre sehe ich natürlich ein, aber nicht, daß es der moderne sein muß. 8)
Naja... Irgendwann ist Weihnachten im Frühling... Insofern halte ich den alten Kalender nicht für zukunftsträchtig. ;)
In Australien ist Weihnachten im Sommer, von daher ist dein Anliegen in allgemeiner Hinsicht ohne hin eine Chimäre.
Danke für dieses Argument. Ich halte also fest:

Ad-Fontes hat eindeutig belegt, dass jedweder ausgezeichneter Kalender Unfug ist, man also sinnvollerweise einfach mit dem üblichen Kalender synchronisiert.
Hätte ich nicht besser hingekriegt. :pfeif:
Auch ist nicht überall auf der Welt zur gleichen Zeit heute, vor Ort aber schon. Die orthodoxe Theologie der Lokalkirchen, die miteinander durch das Band der Liebe und des Friedens in der Gemeinschaft am Leib und Blut Christi und in der Einheit des katholischen Glaubens verbunden sind, berücksichtigt dies adäquat, nämlich durch den Primat und die Autonomie der Ortskirche.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Osterdatum

Beitrag von ad-fontes » Freitag 22. Januar 2016, 12:59

Protasius hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Protasius hat geschrieben:Das Problem ist, daß der Sonnenlauf eben nicht genau 365 Tage dauert, sondern etwas mehr. Der Julianische Kalender mit seinen 365,25 Tagen ist längst nicht so genau wie der Gregorianische Kalender mit seinen 365,2425 Tagen; und das ist nunmal das Sonnenjahr. Das Problem bei Nichtauslassung der erwähnten mittlerweile 13 Tage ist, daß die tatsächlichen astronomisch beobachtbaren Sonnenwenden und Tag- und Nachtgleichen dann immer weiter von ihrem kalendarischen Datum abweichen würden. Das macht pro Jahrtausend etwa eine Woche aus.
Die Heiligen sind aber über die Jahrhunderte hinweg entschlafen. Um den exakten Jahrtag zu berechnen, hätte die Kommission gesondert jedes Heiligenfest neu fixieren müssen!
Nein, hätte sie nicht. Sonst dürfte man Feste ja auch nicht verlegen; wenn Mariä Verkündigung in die Karwoche fällt wird es schließlich auf den Montag nach dem Weißen Sonntag verlegt, das ist eine ziemliche Abweichung. Und viele Heilige werden ja auch gar nicht an ihrem eigentlichen Sterbetag begangen, weil der eigentliche Sterbetag durch ein älteres Offizium belegt ist.
Im Prinzip richtig (für den Westritus), aber eine Verlegung hat meistens rubrizistische Gründe und in solchen Fällen greift ja auch beim Hymnus m.t.v. Das Ideal ist das Jahresgedächtnis (anniversarium). Die Ausnahme bestätigt die Regel.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Osterdatum

Beitrag von HeGe » Mittwoch 11. April 2018, 13:45

kath.net hat geschrieben: Osterdatum: Armenier-Katholikos Aram macht Vorstoß beim Papst

[...]

Wien (kath.net/KAP) Der im Libanon residierende Katholikos der Armenier der Region Kilikien, Aram I., hat im Gespräch mit Papst Franziskus auch Notwendigkeit eines gemeinsamen Osterdatums für alle Christen zur Sprache gebracht. [...]
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[...] Als Papst Gregor XIII. im Oktober 1582 den Gregorianischen Kalender einführte, der in allen katholisch dominierten Staaten Gültigkeit erlangte, wurde der orthodoxen Bevölkerung von Korfu das Recht eingeräumt, weiterhin dem Julianischen Kalender zu folgen. Auch die Katholiken von Korfu stellten die gleiche Forderung wie die Orthodoxen; auch sie erhielten das Recht, die Feste weiterhin nach dem Julianischen Kalender zu feiern. [...]
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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