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Orthodoxie und Mission

Verfasst: Freitag 26. Juni 2009, 09:29
von Florianklaus
Missionieren die orthodoxen Kirchen eigentlich auch in anderen Ländern und Kontinenten? Oder fühlen Sie sich jeweils nur für die eigene Ethnie oder das eigene kanonische Territorium zuständig?

Und wieso wird z.B. in Mitteleuropa, wo ja schon kirchliche Strukturen vorhanden sind, keine orthodoxe Missionstätigkeit entfaltet? Wenn man sich für die einzig wahre Kirche hält, wäre es dann nicht konsequent, zu versuchen, möglichst viele zum Eintritt in die orthodoxe Kirche zu bewegen?

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Freitag 26. Juni 2009, 11:13
von Sebastian
Auch dieses Thema hatten wir hier schon zu Hauf. Bitte die Suchfunktion benutzen, Vielen Dank!

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Freitag 10. Juli 2009, 22:11
von Lioba
Sebastian hat geschrieben:Auch dieses Thema hatten wir hier schon zu Hauf. Bitte die Suchfunktion benutzen, Vielen Dank!
Welches Stichwort eingeben?
Direktlinks oder Angabe der Threadtitel wäre sinnvoll, wenn ich Orthodox, Mission etc. angebe lande ich genau hier und nirgends sonst.

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Freitag 17. Juli 2009, 11:42
von Lioba
:hüstel:

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Freitag 17. Juli 2009, 13:45
von Miserere Nobis Domine
In den USA ist die orthodoxe Mission sehr erfolgreich. Auch in vormals kommunistisch geprägten Ländern sind seit der Wende viele Menschen wieder orthodox geworden. Auch in Afrika gibt es eine sehr erfolgreiche orthodoxe Mission.

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Freitag 17. Juli 2009, 14:10
von Ilija
Auch in Deutschland, wenn auch nicht so in diesen Dimensionen :pfeif:

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 10:49
von Miserere Nobis Domine
Naja, wenn die Orthodoxie mal in Deutschland weitgehend eigene Gebäude hat, wird sie vielleicht auch den Mut zur Mission finden.

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 13:17
von Nietenolaf
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Naja, wenn die Orthodoxie mal in Deutschland weitgehend eigene Gebäude hat, wird sie vielleicht auch den Mut zur Mission finden.
Das hat nichts mit eigenen Gebäuden oder mangelndem Mut zu tun.

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 15:06
von Miserere Nobis Domine
Nietenolaf hat geschrieben:[Das hat nichts mit eigenen Gebäuden oder mangelndem Mut zu tun.
Womit dann?

Oder mal anders gefragt: Glaubt der durchschnittliche orthodoxe Kirchenbesucher in Deutschland, dass den nichtorthodoxen Christen etwas fehlt? Oder werden die evangelische und römisch-katholische Kirche als gleichwertige Alternative wahrgenommen?

Bei manchen meine ich, schon die Einstellung wahrgenommen zu haben, die evangelische Kirche sie für die Deutschen, die römisch-katholische sei für die Italiener und die Orthodoxe für die Griechen.

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 16:07
von Nietenolaf
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
Nietenolaf hat geschrieben:Das hat nichts mit eigenen Gebäuden oder mangelndem Mut zu tun.
Womit dann?
Das ist eine diskutierte Frage. Wir haben hie und da einmal Antworten darauf finden wollen. Meine Kurzantwort: es hat mit dem noch-Diaspora-Charakter der Orthodoxen Kirche in diesen Breiten zu tun.

M.N.D. hat geschrieben:Oder mal anders gefragt: Glaubt der durchschnittliche orthodoxe Kirchenbesucher in Deutschland, dass den nichtorthodoxen Christen etwas fehlt?

Ja, ich glaube das ja auch. Obwohl nicht allen nur etwas fehlt. Die Römer haben zum Beispiel viel mehr als wir, viel mehr als nötig ist oder gesund sein kann.
:breitgrins:

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 16:33
von Miserere Nobis Domine
Nietenolaf hat geschrieben: Das ist eine diskutierte Frage. Wir haben hie und da einmal Antworten darauf finden wollen. Meine Kurzantwort: es hat mit dem noch-Diaspora-Charakter der Orthodoxen Kirche in diesen Breiten zu tun.

Dann wäre ja Mission eine gute Möglichkeit, diesen zu überwinden. ;D In welchen Bereichen sind eigentlich inzwischen die Absolventen des Münchner Theologiestudiums tätig?

Nietenolaf hat geschrieben:Ja, ich glaube das ja auch. Obwohl nicht allen nur etwas fehlt. Die Römer haben zum Beispiel viel mehr als wir, viel mehr als nötig ist oder gesund sein kann. :breitgrins:
Aber wie sehen es die meisten Gottesdienstbesucher in Deutschland?

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 18:45
von Ilija
Miserere Nobis Domine hat geschrieben: In welchen Bereichen sind eigentlich inzwischen die Absolventen des Münchner Theologiestudiums tätig?

Die werden zum großen Teil, entweder später Priester oder Religionslehrer...

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 21:07
von TillSchilling
Nietenolaf hat geschrieben:
M.N.D. hat geschrieben:Oder mal anders gefragt: Glaubt der durchschnittliche orthodoxe Kirchenbesucher in Deutschland, dass den nichtorthodoxen Christen etwas fehlt?
Ja, ich glaube das ja auch. Obwohl nicht allen nur etwas fehlt. Die Römer haben zum Beispiel viel mehr als wir, viel mehr als nötig ist oder gesund sein kann.[/color] :breitgrins:
Was fehlt den nichtorthodoxen Christen denn?

Ernstgemeinte Frage.

Ich habe diese Frage schon Konvertiten gestellt - ich weiss ja nicht ob du konvertiert bist oder in eine orthodoxe Familie geboren wurdest - und die Antwort war immer nur, dass die orthodoxe Kirche eben DIE Kirche sei und in ihr DIE Fülle des Heils zu finden sei. Aber was das konkret sei, das sie jetzt haben und vorher nicht hatten, konnte mir noch niemand sagen. Das Argument "Die orthodoxe Kirche ist die Kirche" überzeugt mich halt nicht und es konnte mir auch niemand sagen, was das jetzt für sein persönliches Glaubensleben verändert.

Vielleicht kannst du es ja. Würde mich freuen.

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 23:26
von Nassos
Hallo Till,

gute Frage!

Das geht schon in Richtung "wie definiert sich Christsein", und auch da ist es schon nicht einfach, auf diese Frage eine Antwort zu geben.
Ich aus meiner Sicht kann zwar sagen, dass es DIE Kirche ist, aber im Endeffekt kann ich nur GLAUBEN, dass es DIE Kirche ist.

Es wäre auch vermessen zu sagen, ICH , ICH, ICH, der ich von Zweifeln geplagt werde (nicht ob der Orthodoxie, sondern der Glaube an Gott - ich bin schwach).

Gute Argumente können nur Leute bringen, die sich tatsächlich tief in die Orthodoxie "eingearbeitet" haben, aber im Endeffekt ist es wohl Glaubenssache. Hier mag auch - aus unserer Sicht - der Heilige Geist wirken. Wie will man Ihn erklären?

Aber das ist nur meine Armut an Anwortmöglichkeiten.

Liebe Grüße,
Nassos

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Dienstag 21. Juli 2009, 11:25
von TillSchilling
Nassos hat geschrieben:Hallo Till,

gute Frage!

Das geht schon in Richtung "wie definiert sich Christsein", und auch da ist es schon nicht einfach, auf diese Frage eine Antwort zu geben.
Ich aus meiner Sicht kann zwar sagen, dass es DIE Kirche ist, aber im Endeffekt kann ich nur GLAUBEN, dass es DIE Kirche ist.

Es wäre auch vermessen zu sagen, ICH , ICH, ICH, der ich von Zweifeln geplagt werde (nicht ob der Orthodoxie, sondern der Glaube an Gott - ich bin schwach).

Gute Argumente können nur Leute bringen, die sich tatsächlich tief in die Orthodoxie "eingearbeitet" haben, aber im Endeffekt ist es wohl Glaubenssache. Hier mag auch - aus unserer Sicht - der Heilige Geist wirken. Wie will man Ihn erklären?

Aber das ist nur meine Armut an Anwortmöglichkeiten.
Salli und Merci Nassos,

es ging mir aber nicht um die Frage "Welche Institution ist DIE Kirche". Sondern um die Erlaeuterung der Aussage
Glaubt der durchschnittliche orthodoxe Kirchenbesucher in Deutschland, dass den nichtorthodoxen Christen etwas fehlt?

Glaubt der das? Und wenn was fehlt uns denn?

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Dienstag 21. Juli 2009, 11:40
von Nietenolaf
TillSchilling hat geschrieben:Glaubt der durchschnittliche orthodoxe Kirchenbesucher in Deutschland, dass den nichtorthodoxen Christen etwas fehlt?
Ich hatte ja schon geantwortet: ja, der durchschnittliche Kirchenbesucher glaubt das. Allerdings wirst Du vom durchschnittlichen Kirchenbesucher keine hieb- und stichfeste Begründung geliefert kommen, warum das so ist oder was "euch" fehlt. Man kann Dinge des religiösen Gefühls, des Geschmacks und der intuitiven Ebene schlecht ausdrücken, daran orientieren sich aber die meisten, oder letztlich alle. Die Antwort auf die Frage, ob "Katholiken" (oder wer auch immer) das Heil schauen werden, geben sie eben intuitiv, aber vom Gehalt genau so wie der hl. Feofan der Klausner: "Ich weiß es nicht, ich weiß nur, daß ich ohne die Orthodoxie kein Heil schauen werde."

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Dienstag 21. Juli 2009, 14:13
von TillSchilling
Nietenolaf hat geschrieben:
TillSchilling hat geschrieben:Glaubt der durchschnittliche orthodoxe Kirchenbesucher in Deutschland, dass den nichtorthodoxen Christen etwas fehlt?
Ich hatte ja schon geantwortet: ja, der durchschnittliche Kirchenbesucher glaubt das. Allerdings wirst Du vom durchschnittlichen Kirchenbesucher keine hieb- und stichfeste Begründung geliefert kommen, warum das so ist oder was "euch" fehlt. Man kann Dinge des religiösen Gefühls, des Geschmacks und der intuitiven Ebene schlecht ausdrücken, daran orientieren sich aber die meisten, oder letztlich alle. Die Antwort auf die Frage, ob "Katholiken" (oder wer auch immer) das Heil schauen werden, geben sie eben intuitiv, aber vom Gehalt genau so wie der hl. Feofan der Klausner: "Ich weiß es nicht, ich weiß nur, daß ich ohne die Orthodoxie kein Heil schauen werde."
Das ist die Antwort auf die Frage was nicht zur orthodoxen Kirche gehoerenden Christen fehlt? :traurigtaps:

Re: Orthodoxie und Mission

Verfasst: Mittwoch 22. Juli 2009, 13:53
von Lioba
Was bei orthodoxen Christen nach meinem Eindruck stärker ausgeprägt ist als bei Katholens* und Evangelens* ist das Bewusstsein für Kirche als einem lebendigem Organismus eben des Leibes Christi.
bei den Evangelen* wird dies oft nicht greifbar weil der Begriff des unsichtbaren Leibes schon mal überstrapaziert wirkt,
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da ist nix Greifbares mehr,
wogegen Katholen* manchmal wirken als würden sie sich vor allem über ihre Strukturen definieren- Regeln, Dogmen. Hierarchien, bisschen wie mehr oder weniger disziplinierte römische Legionäre .
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*Sollte jemand Verständnisschwierigkeiten betreffs des Kürzels haben kann er/sie sich bzgl. einer Erläuterung an irgendwen wenden, bloss nicht an mich.