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Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 02:00
von Miserere Nobis Domine
Gerade bei Wikipedia gefunden:
Der auch ins Lateinische übersetzte Ritus der Adelphopoiesis (griech. "Brüdermachen"), mit dem die orthodoxe Kirche die Liebe zweier Männer segnete und sie für immer aneinanderband, sei nach dem Vorbild männlicher Heiligenpaare wie Sergius und Bacchus angelehnt. Boswell verstand diese Institution als eine Art christlichen Vorläufer der gleichgeschlechtlichen Ehe, wie sie heute von fast allen Konfessionen mit großer Vehemenz bekämpft wird.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bakchos_und_Sergios
Gab es früher in der hl. Orthodoxie also nicht nur die Frauenweihe, zumindest im Diakonat, sondern auch die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften?
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 07:47
von Mary
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Gerade bei Wikipedia gefunden:
Der auch ins Lateinische übersetzte Ritus der Adelphopoiesis (griech. "Brüdermachen"), mit dem die orthodoxe Kirche die Liebe zweier Männer segnete und sie für immer aneinanderband, sei nach dem Vorbild männlicher Heiligenpaare wie Sergius und Bacchus angelehnt. Boswell verstand diese Institution als eine Art christlichen Vorläufer der gleichgeschlechtlichen Ehe, wie sie heute von fast allen Konfessionen mit großer Vehemenz bekämpft wird.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bakchos_und_Sergios
Gab es früher in der hl. Orthodoxie also nicht nur die Frauenweihe, zumindest im Diakonat, sondern auch die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften?
schau mal hier
http://www.orthodoxesforum.bplaced.net/ ... ight=ritus
Nein, es gab keine Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zum Zwecke des "gemeinsamen Bettes". In diesem Ritus wurden Glaubensbrüder gesegnet, die gemeinsam eine Aufgabe übernahmen, bsp Mission.
Maria
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 11:02
von Lioba
Klasse, erinnert mich daran, wie auch Aelred von Rievaulx´s Schriften eine Zeitlang nicht mehr so hoch im Kurs standen bloss weil die rosa Fraktion ihn gern vereinnahmt hätte. Wie schon oben erwähnt, gab es immer schon enge Verbindungen und Freundschaften auf nichtsexueller Ebene , übrigens sogar zwischen Männeren und Frauen. Selbst in den sonst reichlich erotisierten Märchen aus 1001 Nacht wird eine Wahlgeschwisterschaft erwähnt. Wenn ihr die alten Philosophen lest, bemerkt ihr eine Entwicklung weg von der Sexualisierung zur platonischen Freundschaft. Übrigens eine interessante Quelle zu der gerne erwähnten antiken Pädophilie und Bisexualität. Dort wird deutlich, dass in den grossen Geistern die Erkenntnis wuchs- gegen jede bekannte Praxis- dass zunächst die Beziehung zu einem nicht geschlechtsreifen Jungen einem sittlich hochstehenden Manne nicht würdig ist bis hin zu der erwachenden Erkenntnis, dass die rein geistige Beziehung zweier Männer wertvoller und erstrebenswerrter ist als die erotische- Stichwort platonische Freundschaft und niederer und höherer Eros.
Offenbar fallen wir wieder nicht nur hinter das Christentum sondern auch hinter den edleren Teil des Heidentums zurück.
An die Orthodoxen- ich weiss, dass ihr im Gegesatz zu uns Westlern die alten Philosophen nicht sonderlich schätzt., hoffe ihr nehmt diese Abschweifung nicht krumm.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 11:09
von Nassos
Bevor o.g. link von der Forumspolizei abtransportiert wird, vielleicht eine essentielle Stell (hervorgehoben von Loukia):
"Unser allmächtiger Gott, der du vor den Zeiten warst und für alle Zeiten sein wirst, der sich herabließ, die Menschheit durch den Schoß der Mutter Gottes und Jungfrau Maria zu besuchen, sende deinen heiligen Engel auf diese deine Diener [Name] und [Name], dass sie einander lieben mögen, so wie deine heiligen Apostel Petrus und Paulus einander geliebt haben und Andreas und Jakob, Johannes und Thomas, Jakob, Philipp, Matthäus, Simon, Thaddeus, Matthias und die heiligen Märtyrer Sergius und Bacchus sowie Damian und Cosmas, nicht durch fleischliche Liebe, sondern durch den Glauben und die Liebe des Heiligen Geistes, dass sie alle Tage ihres Lebens in dieser Liebe verweilen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen."
Dies sollte für sich sprechen. Der Ur-Link kommt von songul (Ehre, wem Ehre gebührt).
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 11:18
von Lutheraner
Zu diesem Ritus hatte Pater Theodoros hier einiges geschrieben:
Thread: "Ehemaliger Verbrüderungsritus in Ostkirchen"
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 15:38
von Miserere Nobis Domine
In der von Stephen Dedalus verlinkten englischen Fassung heisst es:
not bound by the law of nature but by the example of faith of the Holy Spirit;
Haben also alle Textfassungen die fleischliche Liebe klar ausgeschlossen?
Und selbst abgesehen davon: Bei der eingetragenen Partnerschaft sind ja sexuelle Kontakte nicht vorgeschrieben, sondern lediglich das Führen eines geminsamen Haushaltes. Was spräche also gegen die Segnung einer eingetragenen Partnerschaft zweier orthodoxer Männer durch einen Priester? Zumindest in Finnland, denn dort dürfte die Emntalität nicht entgegenstehen.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 15:58
von Robert Ketelhohn
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:In der von Stephen Dedalus verlinkten englischen Fassung heisst es:
not bound by the law of nature but by the example of faith of the Holy Spirit;
Haben also alle Textfassungen die fleischliche Liebe klar ausgeschlossen?
Was ist denn das für eine absurde Frage? Was für krankes Denken steht dahinter?
Ich meine das wirklich. Das ist krank. Symptom der geistigen Krankheit dieser Gesellschaft.
Weshalb sollte die „Textfassung“ eines Segensritus irgendwelche himmelschreienden Sünden und abartigen Praktiken explizit ausschließen? Lass’ ich’s mir bei Kaisers an der Kasse schriftlich geben, daß die Milch nicht mit Arsen versetzt wurde?
Abgesehen davon ist die widernatürliche Unzucht, welche dein infiziertes Denken assoziiert, alles mögliche, bloß keine »fleischliche Liebe«.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 16:35
von Lioba
Haben die Finnen dann neben der Emotionalität die Fleischeslust inklusive Fortpflanzung aufgegeben und sind demnächst nur noch im Museum zu bewundern? Oder gibt es noch künstliche Befruchtung mit Erbgut, dass unter Vollnarkose gewonnen wurde?
Da haben Lemminkäinens Erben aber ganz schön nachgelassen.

Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 16:42
von Robert Ketelhohn
Wie meinen?

Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 17:05
von Miserere Nobis Domine
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Miserere Nobis Domine hat geschrieben:In der von Stephen Dedalus verlinkten englischen Fassung heisst es:
not bound by the law of nature but by the example of faith of the Holy Spirit;
Haben also alle Textfassungen die fleischliche Liebe klar ausgeschlossen?
Was ist denn das für eine absurde Frage? Was für krankes Denken steht dahinter?
Ich meine das wirklich. Das ist krank. Symptom der geistigen Krankheit dieser Gesellschaft.
Weshalb sollte die „Textfassung“ eines Segensritus irgendwelche himmelschreienden Sünden und abartigen Praktiken explizit ausschließen? Lass’ ich’s mir bei Kaisers an der Kasse schriftlich geben, daß die Milch nicht mit Arsen versetzt wurde?
Wenn der §13 StGB die Todesstrafe vorsehen würde, könntest du jetzt Märtyrer werden.
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Abgesehen davon ist die widernatürliche Unzucht, welche dein infiziertes Denken assoziiert, alles mögliche, bloß keine »fleischliche Liebe«.
Die Formulierung findet sich in dem orthodoxen liturgischen Text, den Nassos zitiert hatte.
Lioba hat geschrieben:Haben die Finnen dann neben der Emotionalität die Fleischeslust inklusive Fortpflanzung aufgegeben und sind demnächst nur noch im Museum zu bewundern?
Laut FAZ ist die Geburtenrate in Finnland höher als in Deutschland, zum Erhalt der Bevölkerung genügt es trotzdem nicht...
In Finnland lag die Geburtenrate während der achtziger Jahre fast konstant bei 1,6, während der neunziger Jahre stieg sie sogar auf 1,7 bis 1,8;
Quelle:
http://www.familie-ist-zukunft.de/alte_ ... enrate.htm
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 19:46
von Lioba
Falls es in Ungarn eienen Bevölkerungsüberschuss gibt, könnte doch importiert werden.bleibt zumindest in der (Sprach)familie.
Was machen die eigentlich mit den ganzen Dreiviertelkindern?
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 19:48
von Niels
Lioba hat geschrieben:bleibt zumindest in der (Sprach)familie

Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 20:15
von Lioba
Niels hat geschrieben:Lioba hat geschrieben:bleibt zumindest in der (Sprach)familie

Nicht, ich dachte die Sprachen wären verwandt? Erleuchte mich!
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 20:23
von Niels
Ups, habe da was überlesen...sorry...Du hast natürlich recht, Lioba

Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 22:35
von Lioba
Nimm die Tüte vom Kopf, es gibt Schlimmeres. Ich war mir nur so sicher, weil ich in meiner Jugendzeit einen sehr patriotischen Ungarn kannte, der seine Heimatsprache wirklich liebte. Sein Deutsch war auch nicht schlecht, unvergessener Spruch am Mittagstisch:
" Isst dise Stuhl besessen?"
Danach waren mehrere Stühle nicht mehr besetzt, weil wir andern uns vor Lachen gekugelt haben.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 22:41
von Petur
Lioba hat geschrieben:Falls es in Ungarn eienen Bevölkerungsüberschuss gibt
Nein, leider im Gegenteil. Wir werden immer weniger.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 22:50
von Lioba
Nachwirkung des real existierenden Sozialismus, der westlichen Freiheit oder allgemeine Zukunftsangst? An mangelnder Emotionalität liegt´s doch eher nicht.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 23:32
von Petur
Lioba hat geschrieben:Nachwirkung des real existierenden Sozialismus, der westlichen Freiheit oder allgemeine Zukunftsangst? An mangelnder Emotionalität liegt´s doch eher nicht.
Ein Nachteil der "liberalen" Konsumgesellschaft.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 23:40
von Lioba
Nun noch mal zum ursprgl. Strangthema . Für manche Stränge ist zwar ein rascher Gnadentod im fröhlichen off-topic das Beste, aber was soll´s.
1. Ich habe persönlich null gegen Schwule und Lesben, kann privat und beruflich so gut oder schlecht mit ihnen zurechtkommen wie mit anderen Leuten.
2. Dennoch ist das Wort Gottes eindeutig. Ein homosexueller Lebensstil entspricht nicht dem ursprgl Willen Gottes. Wer bewusst in dieser Weise lebt kann kein geistliches Amt ausüben oder eine Segnung seines Lebensstiles verlangen. Damit stelle ich mich als Hetero nicht über den Anderen, wir beide sind Sünder und da wo ich eine schwere Sünde festhalte gilt für mich das Gleiche wie für ihn. Der Knackpunkt ist das Festhalten an der Sünde, nicht die Schwäche, nicht die Neigung zur Sünde sondern die Unbußfertigkeit.
3. Bei diesem Strangthema wird etwas über die Frage der Homosexualität Hinausgehendes berührt.
Es geht um die Qualität menschlicher Beziehungen überhaupt. Wer sich keine engeren verbindlichen Beziehungen vorstellen kann ohne praktizierte Sexualität ist oversexed und innerlich verarmt. die Bonoboschimpansen mögen ja bei so einem Leben glücklich sein, ein vollwertiges menschliches Leben ist es nicht.
Darum nervt es mich, wenn Freundschaften oder brüderliche Liebe zwischen Männern gleich mit Homoerotik assoziiert wird.
Bruderschaft ja sogar Wahlgeschwisterschaft zwischen Männern und Frauen kann es in moralisch sehr rigiden Gesellschaften ebenso wie in eher freizügigen. Sie tendiert aber immer von ihrer ganzen Art her zum Seelisch- Geistigen. Wenn in alten Texten dann schon mal eine blumige Sprache benutzt wird heisst das auch nicht gleich dass es um Sex geht.
Zum Abschluss noch mal einen Römer:
Freundschaft ist dies und nichts anderes: vollständigeSympathie in allen wichtigen Dingen, dazu Gutwilligkeit und Zuneigung, und ich glaube beinahe, dass die Götter den Menschen- mit Ausnahme der Weisheit- nichts Besseres gegeben haben. Die da sagen, Tugendhaftigkeit sei das höchste Gut der Menschen, spornen uns natürlich sehr an, aber es ist eben diese tugendhaftigkeit, der die Freundschaft ihren Beginn und ihr Wesen verdankt; ohne Tugend kann Freundschaft gar nicht bestehen.
Cicero De Amicitia
Ganz nachzulesen (etwas langatmig, aber lohnenswert)
http://oll.libertyfund.org/?option=com_ ... &Itemid=27
Als Aufbaukurs
Aelred of Rivaulx
The Way of Friendship
selected spiritual writings
So weit ich weiss nur antiquarisch zu kriegen.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Freitag 18. September 2009, 23:41
von Lioba
@ Petur Wirklich bedauerlich!

Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 01:39
von Robert Ketelhohn
Petur hat geschrieben:Lioba hat geschrieben:Falls es in Ungarn eienen Bevölkerungsüberschuss gibt
Nein, leider im Gegenteil. Wir werden immer weniger.
Ich werde dagegen tendenziell mehr.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 09:56
von Lioba
Mehr im Singular oder Plural? Also- immer mehr von robert Ketelhohn oder imer mehr kleine Ketelhöhner?
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 12:19
von Amandus2
Das Thema Glaube und Homosexualität füllt doch in allen anderen Foren die Seiten. Kaum ein Thema weckt so viele Emotionen.
Dieses Thema spaltet nicht nur Foren, sondern auch Gemeinden, ja, sogar ganze Kirchen.
Ich habe in diesem Forum bisher noch keine ausführliche Behandlung des Themas Kirche und Homosexualität entdeckt.
Frage: Ist eine Diskussion darüber nicht erwünscht oder habe ich etwas übersehen?
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 12:57
von songul
So solls ja nicht sein; also extra für dich Ámandus2:
http://www.bogoslov.ru/de/text/46819/index.html
LG Songul
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 17:46
von Lioba
Amandus- welche anderen Foren?
von welcher Ausgangssituation würdest du in die Diskussion gehen- steht deine Ansicht schon oder bist du noch nicht schlüssig, wie du das Ganze sehen solltest?
geht es dir vornehmlich um theologische oder seelsorgerliche Aspekte?
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 20:50
von Robert Ketelhohn
Lioba hat geschrieben:Mehr im Singular oder Plural? Also- immer mehr von robert Ketelhohn oder imer mehr kleine Ketelhöhner?
Singular. Ich.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 21:05
von Amandus2
Lioba hat geschrieben:Amandus- welche anderen Foren?
von welcher Ausgangssituation würdest du in die Diskussion gehen- steht deine Ansicht schon oder bist du noch nicht schlüssig, wie du das Ganze sehen solltest?
geht es dir vornehmlich um theologische oder seelsorgerliche Aspekte?
Lioba:
in anderen Foren: mykath.de und menschundkirche.de
Das Thema Homosexualität und Kirche halte ich für eines der schwierigsten Themen überhaupt. Auch ich habe keine fertige Antwort.
Die große Gefahr bei der Diskussion um dieses Thema ist immer, dass sofort die einschlägigen Bibelstellen zitiert werden. Und dann kommt von der anderen Seite sofort die Antwort, dass mit diesen Bibelstellen Menschen, die in jahrzehntelangen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben und in guten und in schlechten Tagen zusammen halten, nicht gemeint sein können.
Auch spielen Emotionen eine große Rolle dabei: Entweder man hat selbst gleichgeschlechtliche Neigungen, will sich diese aber nicht eingestehen, oder man ist als junger Mensch vielleicht von einem Erwachsenen verführt worden, so dass ein Hass gegen Homosexuelle entstanden ist oder man hat vielleicht eigene Kinder, die von diesem Thema betroffen sind.
Alles, wie gesagt, extrem kompliziert!
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 21:07
von Robert Ketelhohn
Amandus2 hat geschrieben:Ich habe in diesem Forum bisher noch keine ausführliche Behandlung
des Themas Kirche und Homosexualität entdeckt.
Frage: Ist eine Diskussion darüber nicht erwünscht oder habe ich etwas
übersehen?
Übersehen. Mehr als bloß „etwas“. Ich würde dir zuerst zu folgendem
Strang raten: viewtopic.php?f=6&t=367
Ferner z. B. viewtopic.php?f=6&t=4745 , viewtopic.php?f=6&t=382
und manches mehr.
Amandus2 hat geschrieben:Das Thema Homosexualität und Kirche halte ich für eines der schwie-
rigsten Themen überhaupt. Auch ich habe keine fertige Antwort.
Schwierig erscheinen mir eigentlich nur die Diskussionen darüber, wegen
der darob herrschenden, durch jahrelange mediale Indoktrination herbei-
geführten Verwirrung. Die Sache selbst ist denkbar klar, eindeutig und
unkompliziert.
Anmerkung: Hatte oben versehentlich den falschen Strang verknüpft. Das kommt davon, wenn man
mit einem Dutzend Registerkarten gleichzeitig arbeitet. – Der Fehler ist nun korrigiert.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 21:08
von Ilija
Homosexualität ist Sünde...[Punkt] Was gibt es da noch zu Diskutieren?
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 21:34
von Amandus2
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Amandus2 hat geschrieben:Ich habe in diesem Forum bisher noch keine ausführliche Behandlung
des Themas Kirche und Homosexualität entdeckt.
Frage: Ist eine Diskussion darüber nicht erwünscht oder habe ich etwas
übersehen?
Übersehen. Mehr als bloß „etwas“. Ich würde dir zuerst zu folgendem
Strang raten: viewtopic.php?f=6&t=367
Ferner z. B. viewtopic.php?f=6&t=4745 , viewtopic.php?f=6&t=382
und manches mehr.
Amandus2 hat geschrieben:Das Thema Homosexualität und Kirche halte ich für eines der schwie-
rigsten Themen überhaupt. Auch ich habe keine fertige Antwort.
Schwierig erscheinen mir eigentlich nur die Diskussionen darüber, wegen
der darob herrschenden, durch jahrelange mediale Indoktrination herbei-
geführten Verwirrung. Die Sache selbst ist denkbar klar, eindeutig und
unkompliziert.
Anmerkung: Hatte oben versehentlich den falschen Strang verknüpft. Das kommt davon, wenn man
mit einem Dutzend Registerkarten gleichzeitig arbeitet. – Der Fehler ist nun korrigiert.
Diese Diskussion war mir bisher nicht bekannt. Danke!
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Samstag 19. September 2009, 21:36
von Lioba
Tatsächlich der seelsorgerlich richtige Umgang mit dem Einzelnen, dem Nichtchristen, dem irregeleiteten Getauften, der denkt, er könne homosexuelle Lebensweise und glauben verbinden.
Zuletzt der gläubige Christ mit homosexueller Neigung/Erfahrung.
Dazu die Frage, wie ich die Position des Homosexuellen in der Gesellschaft als Christ sehe- da auch Ungerechtigkeit vermeiden- Schwulenklatschende Neos zum Beispiel sind mir ein Graus.
Re: Segnung gleichgeschl. Partnerschaften in der Orthodoxie
Verfasst: Montag 21. September 2009, 02:29
von Nassos
Ilija hat geschrieben:Homosexualität ist Sünde...[Punkt] Was gibt es da noch zu Diskutieren?
Vielleicht, um dies zu verstehen (oder auch nicht zu verstehen)?