Fürbitte durch Maria- warum?

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.
Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 11380
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi »

Janet1983 hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
Johannes XXIII. hat geschrieben:in diesem Sinne kann man durch Maria zu Gott kommen, aber es geht auch für uns Katholiken ohne sie
Gerade im Mai verehren wir ja Maria als Gottesmutter, ohne die der Erlöser nicht zur Welt gekommen wäre.

Gott hat dieses arme Mädchen aus Bethlehem erwählt, um es zur Himmelskönigin zu krönen.
17 Vielmehr werden wir alles, was wir gelobt haben, gewissenhaft ausführen: Wir werden der Himmelskönigin Rauchopfer und Trankopfer darbringen, wie wir, unsere Väter, unsere Könige und unsere Großen in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems es getan haben. Damals hatten wir Brot genug; es ging uns gut und wir litten keine Not.
18 Seit wir aber aufgehört haben, der Himmelskönigin Rauchopfer und Trankopfer darzubringen, fehlt es uns an allem und wir kommen durch Schwert und Hunger um.
19 Die Frauen aber sagten: Geschieht es etwa ohne Wissen und Willen unserer Männer, dass wir der Himmelskönigin Rauchopfer und Trankopfer darbringen, dass wir für sie Opferkuchen bereiten, die ihr Bild wiedergeben, und Trankopfer spenden?
25 So spricht der Herr der Heere, der Gott Israels: Was ihr und eure Frauen mit dem Mund gelobt, das führt ihr mit den Händen aus. Ihr sagt: Unsere versprochenen Gelübde werden wir gewissenhaft erfüllen und der Himmelskönigin Rauchopfer und Trankopfer darbringen. Haltet nur eure Gelübde genau, ja, eure Gelübde erfüllt gewissenhaft!
26 So höre denn das Wort des Herrn, ganz Juda, das in Ägypten wohnt: Seht, ich schwöre bei meinem großen Namen, spricht der Herr: Nie mehr soll mein Name vom Mund irgendeines Judäers in ganz Ägypten genannt werden; keiner mehr soll sagen: So wahr Gott, der Herr, lebt!
27 Seht, ich wache über sie - zu ihrem Unheil, nicht zu ihrem Heil. Alle Judäer in Ägypten werden durch Schwert und Hunger umkommen und völlig vernichtet werden.
Jeremia 44:17-19,25-27
Das ist der typische Dummfug von Chick und Co. mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Denn die Mutter Jesu ist hier nicht gemeint. Traurig nur, dass so viele Leute, auch du darauf hereinfallen. Da fragt man sich halt immer nach dem guten Willen der Menschen. Würden sie auch gerne haben, dass man sie selber verleumdet?

Satan aber hat Respekt auch vor Maria, was man auch anhand von Exorzismen sehen kann.

Benutzeravatar
Janet1983
Beiträge: 261
Registriert: Freitag 26. August 2005, 02:11
Wohnort: USA
Kontaktdaten:

Beitrag von Janet1983 »

Respekt und die Verehrung wie sie auf Grund der Volksfrömmigkeit oftmals stattfinden sind zweierlei Paar Schuh...
(siehe Lauretanische Litanei)


"Niemand kommt zum Vater außer durch mich" klingt mir da in den Ohren (das war jetzt aus dem Gedächtnis heraus geschrieben, aber so in etwa stehts in der Bibel)

Benutzeravatar
FioreGraz
Beiträge: 3890
Registriert: Freitag 25. Juni 2004, 19:18
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Beitrag von FioreGraz »

"Niemand kommt zum Vater außer durch mich" klingt mir da in den Ohren (das war jetzt aus dem Gedächtnis heraus geschrieben, aber so in etwa stehts in der Bibel)
Ja und was ändert sich daran durch eine Fürbitte Marias? Sprichst du Gebete für andere? Hört Gott nicht auf Fürbitten?

Zu deinem Himmelkönigenen Geschreibsel, nehmen wir mal
Da ließ Mose eine eherne Schlange anfertigen und befestigte sie an einer Stange. Wenn nun eine Schlange jemand gebissen hatte und dieser die eherne Schlange anschaute, so blieb er am Leben.


ISt Mose jetzt ein Satansanbeter, denn am Anfang ist die Schlange ds Böse und am Schluß in der Offebarung auch. Ist das die gleiche SChlange? Oder war Mose gar ein Verehrer Äskulaps oder Hermes. Sind jetzt alle Apotheker und Ärzte Götzendiener. Gleiche Begriffe müssen nicht das gleiche bedeuten.

LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

Benutzeravatar
asderrix
Moderator
Beiträge: 3531
Registriert: Montag 21. Februar 2005, 17:15

Beitrag von asderrix »

FioreGraz hat geschrieben: Zu deinem Himmelkönigenen Geschreibsel, nehmen wir mal
Da ließ Mose eine eherne Schlange anfertigen und befestigte sie an einer Stange. Wenn nun eine Schlange jemand gebissen hatte und dieser die eherne Schlange anschaute, so blieb er am Leben.


ISt Mose jetzt ein Satansanbeter, denn am Anfang ist die Schlange ds Böse und am Schluß in der Offebarung auch. Ist das die gleiche SChlange? Oder war Mose gar ein Verehrer Äskulaps oder Hermes. Sind jetzt alle Apotheker und Ärzte Götzendiener. Gleiche Begriffe müssen nicht das gleiche bedeuten.
Bestens; die eherne Schlange hatte ihre zeitlich begrenzte Bedeutung, gestiftet von Gott, später wurde sie zum Götzen und zum Fallstrick für das Volk Gottes.

Benutzeravatar
FioreGraz
Beiträge: 3890
Registriert: Freitag 25. Juni 2004, 19:18
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Beitrag von FioreGraz »

Bestens; die eherne Schlange hatte ihre zeitlich begrenzte Bedeutung, gestiftet von Gott, später wurde sie zum Götzen und zum Fallstrick für das Volk Gottes.
Du willst jetzt aber nicht sagen das die Schlange im Paradis, gleich der Schlange(n) bei Moses, bei Äskulap und Hermes und gleich der Schlange in der Offenbarung ist? Das selbe macht aber Janet gleiche Bezeichnung also muß es das gleiche sein.

LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

Benutzeravatar
Janet1983
Beiträge: 261
Registriert: Freitag 26. August 2005, 02:11
Wohnort: USA
Kontaktdaten:

Beitrag von Janet1983 »

FioreGraz hat geschrieben:
Bestens; die eherne Schlange hatte ihre zeitlich begrenzte Bedeutung, gestiftet von Gott, später wurde sie zum Götzen und zum Fallstrick für das Volk Gottes.
Du willst jetzt aber nicht sagen das die Schlange im Paradis, gleich der Schlange(n) bei Moses, bei Äskulap und Hermes und gleich der Schlange in der Offenbarung ist? Das selbe macht aber Janet gleiche Bezeichnung also muß es das gleiche sein.

LG
Fiore
Es ist nur auffällig wie eine gleiche Bezeichnung und eine ähnliche Verhaltensweise zusammentreffen. Zufall?
Heilige Maria, bitte für uns!
Heilige Mutter Gottes, bitte für uns!
Heilige Jungfrau, bitte für uns!
Mutter Christi, bitte für uns!
Mutter der Kirche, bitte für uns!
Mutter der göttlichen Gnade, bitte für uns!
Mutter, du reine, bitte für uns!
Mutter, du keusche, bitte für uns!
Mutter ohne Makel, bitte für uns!
Mutter, du viel Geliebte, bitte für uns!
Mutter, so wunderbar, bitte für uns!
Mutter des guten Rates, bitte für uns!
Mutter der schönen Liebe, bitte für uns!
Mutter des Schöpfers, bitte für uns!
Mutter des Erlösers, bitte für uns!
du kluge Jungfrau, bitte für uns!
Jungfrau, von den Völkern gepriesen, bitte für uns!
Jungfrau, mächtig zu helfen, bitte für uns!
Jungfrau, voll Güte, bitte für uns!
Jungfrau, du Magd des Herrn, bitte für uns!
du Spiegel der Gerechtigkeit, bitte für uns!
du Sitz der Weisheit, bitte für uns!
du Ursache unserer Freude, bitte für uns!
du Kelch des Geistes, bitte für uns!
du kostbarer Kelch, bitte für uns!
du Kelch der Hingabe, bitte für uns!
du geheimnisvolle Rose, bitte für uns!
du starker Turm Davids, bitte für uns!
du elfenbeinerner Turm, bitte für uns!
du goldenes Haus, bitte für uns!
du Bundeslade Gottes, bitte für uns!
du Pforte des Himmels, bitte für uns!
du Morgenstern, bitte für uns!
du Heil der Kranken, bitte für uns!
du Zuflucht der Sünder, bitte für uns!
du Trost der Betrübten, bitte für uns!
du Hilfe der Christen, bitte für uns!
du Königin der Engel, bitte für uns!
du Königin der Patriarchen, bitte für uns!
du Königin der Propheten, bitte für uns!
du Königin der Apostel, bitte für uns!
du Königin der Märtyrer, bitte für uns!
du Königin der Bekenner, bitte für uns!
du Königin der Jungfrauen, bitte für uns!
du Königin aller Heiligen, bitte für uns!
du Königin, ohne Erbschuld empfangen, bitte für uns!
du Königin, aufgenommen in den Himmel, bitte für uns!
du Königin vom heiligen Rosenkranz, bitte für uns!
du Königin der Familien, bitte für uns!
du Königin des Friedens, bitte für uns!
Meine Oma sagt sie betet "zur Jungfrau Maria"
Im hinteren Bereich der meisten Kirchen ist etwas, das einem Altar sehr ähnlich sieht mit einem Marienbild und "Opferkerzen". Für die besonders guten gibt es dann auch noch ein passendes Gebet, wenn einem nichts einfallen sollte.
Maria wird nahezu auf die selbe Stufe wie Jesus Christus gestellt und ebenso auch verehrt.
Ich hab hier noch was nettes gefunden... "Der apostolische Arbeiter muss Gott, die allerseligste Jungfrau und die Menschen lieben. Hat er diese Liebe nicht, so werden ihm all seine anderen Fähigkeiten nicht helfen." (Hl. Antonius Maria Claret)

Aber wie schauts denn hiermit aus:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.
(Joh. 14.6)

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 11380
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi »

FioreGraz hat geschrieben:Du willst jetzt aber nicht sagen das die Schlange im Paradis, gleich der Schlange(n) bei Moses, bei Äskulap und Hermes und gleich der Schlange in der Offenbarung ist? Das selbe macht aber Janet gleiche Bezeichnung also muß es das gleiche sein.
Das alte Problem: jemand hört oder liest ein Wort und setzt es mit demselben, das in einem andern Zusammenhang erwähnt ist, gleich. Dasselbe geschieht bei den Worten Jesu, wo er einigen verbietet sich Vater oder Rabbi zu nennen, was heute gegen die Kirche verwendet wird. Der Kontext und Sinn wird hier auch nicht beachtet. Paulus anannte sich auch einer der Väter. Nennt man Steinbruchexegese und würde eine Sechs geben bei einer Prüfung.

Ein Jude, mit dem ich mal in einem Forum mich ausgetauscht habe hat diese Wortklauberei auch gemacht. Er sagte, dass die alten Griechen auch Mythen von einem Opfer hatten (die Details weiß nicht mehr, ich bin in der griechwsichen Mythologie nicht bewandert) und schon setzte er das in Bezug zum Bericht der Evangelien und wusste natürlich genau, dass man Jesus das nur angedichtet habe. Derart Analogien, die man absichtlich wie hier geschehen falsch deutet, finden wir in der Geschichte etliche.

Benutzeravatar
FioreGraz
Beiträge: 3890
Registriert: Freitag 25. Juni 2004, 19:18
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Beitrag von FioreGraz »

Es ist nur auffällig wie eine gleiche Bezeichnung und eine ähnliche Verhaltensweise zusammentreffen. Zufall?
Das Spielchen lässt sich auf vieles Anwenden, nehmen wir die Gottes und Christusattribute und ansprachen her, und wir können dem gegenüber sicher viele heidnische Gschichten gegenüberstellen. Auffälligkeiten gibts immer wenn man nur danach sucht.
Maria wird nahezu auf die selbe Stufe wie Jesus Christus gestellt und ebenso auch verehrt
Naja wir "Römer" verehren Christus nicht nur, wir beten ihn sogar als Gott an. Wir verehren die Heiligen, Maria, ...., ich verehre noch mein SChatzerle.
Aber wie schauts denn hiermit aus:
Zitat:Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.
(Joh. 14.6)
Was willst hören das es stimmt? Logisch stimmts mit Punkt und Komma. Das hebt aber die Möglichkeit und Wirksamkeit der Fürbitte die du ja auch in der Bibel findest nicht auf.

LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

Benutzeravatar
asderrix
Moderator
Beiträge: 3531
Registriert: Montag 21. Februar 2005, 17:15

Beitrag von asderrix »

FioreGraz hat geschrieben:
Bestens; die eherne Schlange hatte ihre zeitlich begrenzte Bedeutung, gestiftet von Gott, später wurde sie zum Götzen und zum Fallstrick für das Volk Gottes.
Du willst jetzt aber nicht sagen das die Schlange im Paradis, gleich der Schlange(n) bei Moses, bei Äskulap und Hermes und gleich der Schlange in der Offenbarung ist? Das selbe macht aber Janet gleiche Bezeichnung also muß es das gleiche sein.

LG
Fiore
Nein, ich bezog mich auf das Thema das wir hier besprechen.

Auch habe ich noch nicht festgestellt, das Janet hier alle, die als Frau bezeichnet werden in der Bibel, als identisch bezeichnete.

Benutzeravatar
Janet1983
Beiträge: 261
Registriert: Freitag 26. August 2005, 02:11
Wohnort: USA
Kontaktdaten:

Beitrag von Janet1983 »

asderrix hat geschrieben:
FioreGraz hat geschrieben:
Bestens; die eherne Schlange hatte ihre zeitlich begrenzte Bedeutung, gestiftet von Gott, später wurde sie zum Götzen und zum Fallstrick für das Volk Gottes.
Du willst jetzt aber nicht sagen das die Schlange im Paradis, gleich der Schlange(n) bei Moses, bei Äskulap und Hermes und gleich der Schlange in der Offenbarung ist? Das selbe macht aber Janet gleiche Bezeichnung also muß es das gleiche sein.

LG
Fiore
Nein, ich bezog mich auf das Thema das wir hier besprechen.

Auch habe ich noch nicht festgestellt, das Janet hier alle, die als Frau bezeichnet werden in der Bibel, als identisch bezeichnete.
:D :jump:

sofaklecks
Beiträge: 2776
Registriert: Sonntag 28. Mai 2006, 16:29

Ach, Janet

Beitrag von sofaklecks »

Ach Janet,

schliess doch nicht aus Übertreibungen auf die Regel.

Niemand verwehrt einem Skeptiker, zu Gott zu beten. Aber lass doch den Menschen, die auf diese Art, nämlich über die Gottsmutter, sich Gott nähern, diesen Weg.

Niemand betet Maria oder einen Heiligen an. Aber ich freu mich über jeden mir bekannten Heiligen, dem ich in einer Kirche begegne. Das ist so, wie wenn man plötzlich auf einen Freund trifft, der es schon sehr viel weiter gebracht hat als man selbst es je bringen wird.

Und meine Freunde sind mir heilig, wenn du mir das Wortspiel erlaubst.

sofaklecks

Benutzeravatar
FioreGraz
Beiträge: 3890
Registriert: Freitag 25. Juni 2004, 19:18
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Beitrag von FioreGraz »

Auch habe ich noch nicht festgestellt, das Janet hier alle, die als Frau bezeichnet werden in der Bibel, als identisch bezeichnete.
NA dann machen wir es konkret, Gott wird als Herscher der Völker, als Herrscher des Alls, der Gewalten im AT etc. bezeichnet, also eine Herrschaft der Welt (des Sichtbaren und Unsichtbaren). Im Nt heist es der TEufel ist der Herr der Welt. Ist nun Gott der Teufel?

LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

Benutzeravatar
asderrix
Moderator
Beiträge: 3531
Registriert: Montag 21. Februar 2005, 17:15

Re: Ach, Janet

Beitrag von asderrix »

sofaklecks hat geschrieben: Niemand betet Maria oder einen Heiligen an.
Das stimmt leider nicht, es gibt sehr viele die Maria anbeten, obwohl es nicht offizielle Lehre der rkK ist.

Benutzeravatar
Janet1983
Beiträge: 261
Registriert: Freitag 26. August 2005, 02:11
Wohnort: USA
Kontaktdaten:

Re: Ach, Janet

Beitrag von Janet1983 »

sofaklecks hat geschrieben:Ach Janet,

schliess doch nicht aus Übertreibungen auf die Regel.

Niemand verwehrt einem Skeptiker, zu Gott zu beten. Aber lass doch den Menschen, die auf diese Art, nämlich über die Gottsmutter, sich Gott nähern, diesen Weg.

Niemand betet Maria oder einen Heiligen an. Aber ich freu mich über jeden mir bekannten Heiligen, dem ich in einer Kirche begegne. Das ist so, wie wenn man plötzlich auf einen Freund trifft, der es schon sehr viel weiter gebracht hat als man selbst es je bringen wird.

Und meine Freunde sind mir heilig, wenn du mir das Wortspiel erlaubst.

sofaklecks
Ich finde das ja echt super, dass du hier zu vermitteln versuchst.
Das Problem, was einige Ex-Protestanten mit mir Ex-Katholikin haben ist aber nicht wegzuschmeicheln.
Ich bin der Ansicht, dass die Praxis der Marienverehrung schon an Götzendienst grenzt und auch sonst ist die Verehrung der Heiligen, wie sie in der Kirche betrieben wird bedenklich.
Die Lehre mag anders sein, aber die Praxis ist nunmal so. Welcher Heiliger ist für mein heutiges Problem zuständig... mmmmh mal sehen, wen muss ich da um Hilfe bitten?
Vielleicht sollte ich doch ein Mal im Jahr nach Kevelaer pilgern um dann dort die Mutter Gottes zu verehren und im Weihrauch kniend vor einem Stück Brot die Lauretanische Litanei beten, während mir der Schweiß in den Kragen meines Talares rinnt.
Anschließend gehe ich dann noch den Kreuzweg mit und höre zu wie die anderen Messdiener, die zu weit vom Megaphon entfernt sind angeregt über die Charts reden. Und weil es so schön war und weil wir ja nicht umsonst gekommen sind lädt dann der liebe Herr Pastor die Lektoren und älteren Messdiener auf ein Bier ein, während die Kleinen zu Mama, Papa, Oma oder Opa verduften.
Die Kerze an der Mutter Gottes ist entzündet und ich habe 50 cent dafür berappt, sie anzuzünden. Ich bin heilfroh im Bus zu sitzen, denn Laufen ist mittlerweile die Hölle und knien hat meine Schmerzen nicht verbessert und dabei hab ich doch schon katholische Knie, die einiges aushalten...
(Sarkasmus aus)
Ich gebe zu ich kann nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die sich dabei wohl fühlen, ich habe es ja schließlich auch getan und garantiert nicht aus Falsch. Mein Problem (und darüber habe ich schon mit 15 ewig nachgedacht) ist, die Praxis der Heiligenverehrung an sich. Ich kenne die Argumente und ich weiss, wie die Kirche es auslegt, denn ich habe es jahrelang vor mir selber damit gerechtfertigt oder es zumindest versucht. Ich war 10 Monate im Kloster und die Nächte auf dem Kapellenfussboden und das ständige Rennen zur Beichte haben bestimmt nicht viel gebracht, bis irgendwann Jahre später mir jemand etwas von der Gnade Gottes erzählte.
Ich weiss genau, dass es manchen Menschen besser geht, wenn sie mit Halsschmerzen in die Kirche rennen und bei dem jeweiligen Heiligen ein Kerzchen anmachen, aber der wird bestimmt nicht hergehen und die Schmerzen persönlich wegnehmen und Gott bitten kann ich auch selber. Da brauche ich nicht jemanden zu bitten, was ohnehin keinen Sinn macht.
Die Praxis ist das eigentliche Problem, nicht wie das mit der Lehre aussieht, obwohl die ja auch auf ziemlich wackeligen Beinen steht, denn ich kann aus der Bibel auch nicht erkennen wo steht, dass ich jemanden, der ein vorbildliches Leben gefuert hat, anflehen soll bei Gott ein gutes Wort einzulegen.
Der einzige auf den ich mich beziehe ist Jesus Christus in dessen Namen ich alle Gebete formuliere und niemand sonst.
Kein Heiliger Judas Thaddaeus, keine heilige Gottesmutter und Jungfrau Maria, kein Heiliger Franziskus, keine Heilige Theresia von Avila, kein Heiliger Ignatius von Antiochien...
Wir brauchen keinen Mittler ausser Jesus Christus selber.

Benutzeravatar
FioreGraz
Beiträge: 3890
Registriert: Freitag 25. Juni 2004, 19:18
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Beitrag von FioreGraz »

Wir brauchen keinen Mittler ausser Jesus Christus selber
.

Wie kommt es dann das z.B. Paulus um Fürsprache der Gemeinde bittet? Ist Paulus der erste Häretiker der nicht kappiert das wir sonst keinen Mittler brauchen, obwohl er das selber oft genug predigt?
Sagt nicht Christus selbst "Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen" Wir sollen für andere beten? Bringt ja nix da ist ja nur ein Mittler, mehr brauchts net alles andere ist Häresie. Christus selbst ein Irrender?

LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

Benutzeravatar
Janet1983
Beiträge: 261
Registriert: Freitag 26. August 2005, 02:11
Wohnort: USA
Kontaktdaten:

Beitrag von Janet1983 »

FioreGraz hat geschrieben:
Wir brauchen keinen Mittler ausser Jesus Christus selber
.

Wie kommt es dann das z.B. Paulus um Fürsprache der Gemeinde bittet? Ist Paulus der erste Häretiker der nicht kappiert das wir sonst keinen Mittler brauchen, obwohl er das selber oft genug predigt?
Sagt nicht Christus selbst "Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen" Wir sollen für andere beten? Bringt ja nix da ist ja nur ein Mittler, mehr brauchts net alles andere ist Häresie. Christus selbst ein Irrender?

LG
Fiore
Für jemand anderen zu beten ist etwas vollkommen anderes. Wenn ich für meine Feinde bete, dann bin ich kein Mittler für meinen Feind und der wird auch bestimmt nicht so sehen.
In der Heiligenverehrung wird das aber so angenommen.

Benutzeravatar
FioreGraz
Beiträge: 3890
Registriert: Freitag 25. Juni 2004, 19:18
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Beitrag von FioreGraz »

Für jemand anderen zu beten ist etwas vollkommen anderes. Wenn ich für meine Feinde bete, dann bin ich kein Mittler für meinen Feind und der wird auch bestimmt nicht so sehen.
In der Heiligenverehrung wird das aber so angenommen.
Was tust du dann? Wenn du für jemanden betest legst du bei Gott für ihn Fürsprache ein oder warum betest du? Fürsprache das Gott ihm vergeben soll, fürsprache das Gott ihm helfen soll den rechten Weg zu finden, Fürsprache das Gott ihm die Augen öffnet .....
Das selbe tun Heilige, eine Mittlerschaft ala Christi haben sie deswegen noch lange nicht inne, sie sind Fürsprecher, nicht mehr nicht weniger.
Wenn du also die Fürspachemöglichkeit ablehnst musst du im Endefeckt Christus selbst verwerfen.

LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

Benutzeravatar
Janet1983
Beiträge: 261
Registriert: Freitag 26. August 2005, 02:11
Wohnort: USA
Kontaktdaten:

Beitrag von Janet1983 »

:D

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8125
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Beitrag von Pit »

Zustimmung!

Du hast geschrieben, daß Du 10 Monate im Kloster warst. Aus Interesse:
Welcher Orden war es?

Gruß, Pit
Janet1983 hat geschrieben: ...
Aber wie schauts denn hiermit aus:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.
(Joh. 14.6)
carpe diem - Nutze den Tag !

Benutzeravatar
Janet1983
Beiträge: 261
Registriert: Freitag 26. August 2005, 02:11
Wohnort: USA
Kontaktdaten:

Beitrag von Janet1983 »

Die Armen Schwestern vom Heiligen Franziskus (SPSF).
Ich habe da gelebt, im Altenheim bei den alten Schwestern ausgeholfen und vormittags war ich in einer anderen Stadt auf dem Gymnasium.

Benutzeravatar
FioreGraz
Beiträge: 3890
Registriert: Freitag 25. Juni 2004, 19:18
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Beitrag von FioreGraz »

Janet1983 hat geschrieben::D
Ja irgendwie liegt da das eigentliche Problem der Protestanten. Ihr seht erstmal nur jene Dinge die schlecht auffallen. Logisch in diesem Fall wo die Grenze zur Anbetung hart geschrammt wird oder schon überschritten ist und setzt sie mit der offiziellen Lehre und der römischen Kirche gleich. Wenn man euch das Gegenteil sagt beharrt ihr drauf, weil ihr es a besser kennt und wisst.

Nun genauso kann man vorgehen, nur wird dann aus einem Irtuuum eine Lüge. Man kann sagen in Deutschland geschehen 1000 Morde im Jahr die Zeitungen sind voll davon, ergo alles Deutschen sind Mörder, ergo das Gesetz legitimiert und fördert Mord. Hält man jemanden das StGB unter die Nase kommst du mit Zeitungsberichten. Oder in der Verkehrstatistik Österreich stehen 1000e Unfälle wegen Alkoholmissbrauchs, alle Ösis sind Alkis, der Staat fördert Alkohol und das Fahren im Alkoholisierten Zustand.

Das zweite Problem von Protestanten ist, das sie zwar den Splitter im Auge des Bruders den Balken im eigenen in der Regel nicht sehen, besonders gegenüber der römischen Kirche. Daraus erwächst dann auch euer Moralismusgatsch und solche Dinge wie sei im "Darf man jemanden Die Taufe verweigern" Strang angesprochen werden.

Das ganze erwächst meines erachtens einer schon fast pathologischen Massenneurose, erwachsen aus einem defeckten Glaubenskonstrukt. DAs führt dazu das ihr besser sein wollt als die Katholiken und dazu müsst ihr in den Dreck werfen wovon ihr abstammt.

LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

sofaklecks
Beiträge: 2776
Registriert: Sonntag 28. Mai 2006, 16:29

Ach Janet II

Beitrag von sofaklecks »

Ach Janet,

ich will hier nicht schon wieder die Geschichte von meinem Kater Paul erzählen, dem eine Infusionsnadel gelegt werden sollte und der damit gar nicht einverstanden war. Ich hab ihn gehalten und die Ärztin wurde immer aufgeregter und ich auch. Und da hab ich ein Stossgebet zum Heiligen Leonhard geschickt und das hat mich offenbar ruhig werden lassen und damit den Kater und die Ärztin und plötzlich ging das. Nein, ich bin nicht der Meinung, dass ich da einfach hab auf einen Knopf drücken können, aber ich sag dir, sowohl ich als auch die Dame meines Herzens fahren an keiner Leonhardskapelle vorbei, ohne ihm guten Tag zu sagen. Und die (lutherische) Dame meines Herzens hat damals extra eine Kerze mit Katzenbild und einem "Merci St. Leonard" (der war schliesslich Franzose) machen lassen und ist bis ins Schwäbische gefahren, um sie in einer Leonhardskirche aufzustellen.

Darüber darf jeder lächeln. Das ertrag ich klaglos. Mir ist geholfen worden und ich bin dafür dankbar. Und ich glaube, der liebe Gott lächelt vielleicht auch darüber, aber aus anderen Gründen, weil er sich nämlich freut, dass so ein alter Zyniker wie ich seinem Freund Leonhard das zugetraut hat.

Schau, genauso wie es Übertreibungen in der Marienverehrung gibt, gibt es Übertreibungen in ihrer Ablehnung. Um den Riemenschneideraltar in Creglingen hatten die evangelischen Brüder und Schwestern in Christo einen Holzverschlag gemacht. Darüber könnte man auch lachen, wenn es nicht zum Heulen wär.

Und was das Pilgern angeht, schau dir die Hype mit dem Jakobsweg an. Und trotzdem gibt es da jede Menge Leute, die diesen Weg ernst nehmen und ihre Pilgerschaft auch.

Aber, wie gesagt, wenn du darauf verzichten kannst und willst, tu das. Nur rück Menchen wie mich nicht in Nähe von Götzendienern. Damit tust du uns Unrecht.

sofaklecks

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 11380
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi »

FioreGraz hat geschrieben:Das ganze erwächst meines erachtens einer schon fast pathologischen Massenneurose, erwachsen aus einem defeckten Glaubenskonstrukt.
Diese Leute haben wie man hier im Strang und auch sonst sieht, einfach keinerlei Übersicht über Glaubensfragen und über die unterschiedliche Handhabung in den verschiedenen Denominationen. Es fehlt auch vor allem der nötige geistliche Horizont. Den könnte man sogar von ev. Gläubigen mitgeteilt bekommen, aber das interessiert einen ja nicht die Bohne.
Sie werden in ihren Gemeinden natürlich auch nicht aufgeklärt oder gar absichtlich dumm gehalten. Ich habe mal erlebt wie so ein Leiter behauptet hat, das Fegfeuer sei das gleiche wie die Hölle, als ich ihm widersprach und ihm das erklären wollte, wiederholte er seine Meinung und wandte sich von mir ab, Ende der Diskussion. Wer es mit der Wahrheit so wenig ernst nimmt, der ist auch sonst sehr zu hinterfragen. Es kann jemand das Fegfeuer ablehnen aber doch nicht behaupten es sei per kath. Definition dasselbe wie die Hölle gemeint. Hier wird einfach gegen das Wahrheitsgebot verstoßen, obwohl uns die Bibel, auf der die gleichen Leute bis zur Vergasung und Wortklauberei herumreiten das Lügen verbietet.

Ich habe mal erlebt wie eine solche Gruppe in einem kath. Dorf Kinder missioniert hat. Der dortige kath. Pfarrer hat das erfahren und nichts eingewendet bis zu dem Tag wo eine dumme Kindertante den Kindern weisgemacht hat, Marienverehrung sei Götzendienst. Die Kinder haben das natürlich zuhause ihren Eltern erzählt, die dann dem Pfarrer und dann war die Mission zu Ende, denn der hat den Eltern gesagt sie sollen ihre Kinder nicht mehr in solche Sekten lassen. Der Leiter der Freikirche, der kein Katholikenfresser war, war vom Verhalten seiner Mitarbeiterin nicht gerade angetan, aber letztlich war er selber daran schuld, denn er hat es versäumt sie aufzuklären. Ich kannte den Leiter gut und hatte damals schon immer mal die Marienmedaille von Katharia Labouré um den Hals, was er aber lächelnd akzeptierte. Seine Leute aber waren anders und haben kath. Glaubensformen streng abgelehnt. Ahnung davon hatten sie so gut wie keine.

Benutzeravatar
Peregrin
Beiträge: 5422
Registriert: Donnerstag 12. Oktober 2006, 16:49

Beitrag von Peregrin »

FioreGraz hat geschrieben: Was tust du dann? Wenn du für jemanden betest legst du bei Gott für ihn Fürsprache ein oder warum betest du?
...
Janet1983 hat geschrieben::D
War das schon die Antwort?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Beitrag von Robert Ketelhohn »

[Ich habe hier einiges Geplänkel entfernt. Kann sein, daß
das Lachen ein Relikt davon ist. Ich weiß es nicht genau.]
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15072
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Re: Ach, Janet

Beitrag von Linus »

asderrix hat geschrieben:
sofaklecks hat geschrieben: Niemand betet Maria oder einen Heiligen an.
Das stimmt leider nicht, es gibt sehr viele die Maria anbeten, obwohl es nicht offizielle Lehre der rkK ist.
Das beweise erst mal.

Bis dahin behaupte ich: Es gibt sehr viele Freikirchler die ihren Pastor für den gekommenen Jesus halten.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15072
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Re: Ach, Janet

Beitrag von Linus »

Janet1983 hat geschrieben:[Ich weiss genau, dass es manchen Menschen besser geht, wenn sie mit Halsschmerzen in die Kirche rennen und bei dem jeweiligen Heiligen ein Kerzchen anmachen, aber der wird bestimmt nicht hergehen und die Schmerzen persönlich wegnehmen und Gott bitten kann ich auch selber
Dann sei so konsequent und lösch dein Posting für deinen Mann im Gebetsanliegen- und Fürbitt-Thread. Denn Gott kannst du deswegen ja alleine bitten. :sauer:
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Janet1983
Beiträge: 261
Registriert: Freitag 26. August 2005, 02:11
Wohnort: USA
Kontaktdaten:

Beitrag von Janet1983 »

Gut, dann werde ich mich erklären:
Es ist ein Unterschied ob ich mit jemandem bete oder für jemanden bete oder ob ich
einen Verstorbenen, der vielleicht vorbildlich gelebt hat (auch wenn das nicht alle Heiligen sind) um Hilfe anflehe, weil der ja schon da sei und Gott persönlich fragen könnte... als Mittler quasi. Wenn ich dich bitte mit mir für meinen Mann zu beten, dann bist du kein Mittler, sondern in Gemeinschaft mit mir ein Betender und wenn du dies tätest wäre ich dir überaus dankbar.
Wir beten dann aber zu Gott und bitten nicht irgendwen doch mal ein gutes Wort einzulegen.
Ich empfinde es persönlich als falschen Ansatz anstatt zu Gott zu beten, jemand anders zu verehren um damit diesen jemanden, der eventuell bei Gott ist, vorzuschicken.
Ich bezweifle nicht, dass es manchen Menschen etwas bringt und dass diese das auch aus besten Wissen und Gewissen tun, aber ich bin der Ansicht, dass es dennoch nicht der korrekte Weg ist.
Ich möchte mein Anliegen an die betende Gemeinschaft weitergeben und das ist der Unterschied.

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 11380
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi »

Die Sache ist doch ganz einfach. Zu ihren Lebzeiten haben Heilige schon für andere gebetet und auch oft Erhörung erhalten, wo das eigene Gebet unerhört blieb und das werden sie auch in der andern Welt tun, wenn man sie darum bittet. Manche meinen nur, die faulenzen im Himmel und lassen sich's gut gehen oder die Anrufung sei okkult. Aber Anrufungen von Petrus z.B. sind schon mindestens ab dem Jahre 250, wenn man genau nachsieht wohl eher noch früher, bekannt gewesen.
Zuletzt geändert von Edi am Samstag 6. Oktober 2007, 17:09, insgesamt 1-mal geändert.

Raphaela
Beiträge: 5485
Registriert: Dienstag 11. September 2007, 17:53
Wohnort: Erzbistum Freiburg;südlichster Südschwarzwald "Dreiland": CH-D-F

Beitrag von Raphaela »

@Linus
Wenn du Janet bittest, die Bitte zu löschen, dann hast du die Bibel noch nicht ganz gelesen...
Jak 5,13-16
Ist einer von euch bedrückt? Dann soll er beten. Ist er fröhlich? Dann soll er ein Loblied singen. ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich: sie sollen Gebet über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben. Darum bekennt einander eure Sünden, und betet füreinander.

Und an Janet gerichtet:Aus der Schrift kann man schon enttehmen, dass wir Maria preisen dürfen:
Lk,1,48b
Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter

Wenn ich nun Maria preise, dann nicht nur, indem ich über sie rede, sondern ihres Standes wegen sie auch bitte

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15072
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus »

Janet1983 hat geschrieben:Gut, dann werde ich mich erklären:
Es ist ein Unterschied ob ich mit jemandem bete oder für jemanden bete oder ob ich
einen Verstorbenen, der vielleicht vorbildlich gelebt hat (auch wenn das nicht alle Heiligen sind) um Hilfe anflehe, weil der ja schon da sei und Gott persönlich fragen könnte... als Mittler quasi. Wenn ich dich bitte mit mir für meinen Mann zu beten, dann bist du kein Mittler, sondern in Gemeinschaft mit mir ein Betender und wenn du dies tätest wäre ich dir überaus dankbar.
Wir beten dann aber zu Gott und bitten nicht irgendwen doch mal ein gutes Wort einzulegen.
Ich empfinde es persönlich als falschen Ansatz anstatt zu Gott zu beten, jemand anders zu verehren um damit diesen jemanden, der eventuell bei Gott ist, vorzuschicken.
Ich bezweifle nicht, dass es manchen Menschen etwas bringt und dass diese das auch aus besten Wissen und Gewissen tun, aber ich bin der Ansicht, dass es dennoch nicht der korrekte Weg ist.
Ich möchte mein Anliegen an die betende Gemeinschaft weitergeben und das ist der Unterschied.
Sag, was glaubst du macht man im Himmel? Zigarrerauchend lässig im Wolkenfauteuil sitzen, in einer Hand den Cherry, in der anderen ein Häppchen aus Ambrosia? Nein. Da wird gebetet. Wenn ich mich einem Heiligen zuwende, dann klinke ich mich in sein Gebet gewissermaßen ein. Mittler wird er dadurch noch lang nicht.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

sofaklecks
Beiträge: 2776
Registriert: Sonntag 28. Mai 2006, 16:29

Fein

Beitrag von sofaklecks »

Fein, Janet,

ich lass dir deinen Weg zu Gott und du mir den meinen (und wenn es in deinen Augen auch ein Umweg ist).

Zu Gott gibt es so viele Wege, wie es Menschen auf der Erde gibt.

sofaklecks

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema