
Hl. Eucharistie 1958 in der Marburger Schloßkapelle mit Pfr. W. Drobnitzky als Liturgen.

Bisher kennt die LCMS doch gar kein Bischofsamt, oder? Auch die Pastorenordinationen werden durch andere Pastoren wahrgenommen?Marcus hat geschrieben:Bin mal gespannt, wann die erste Bischofsweihe in der LCMS durch Erzbischof Vanags erfolgt...
das ist Absicht, damit Hans Apel sich wie in der Landeskirche fühltStephen Dedalus hat geschrieben:Ein Freiluft-Gottesdienst bei der SELK:
http://www.selk-hh.de/images/auf%20der% ... se_44.html
Gehört Apel nicht zur Dreieinigkeitsgemeinde? Das Bild ist doch von Zion.Lutheraner hat geschrieben:das ist Absicht, damit Hans Apel sich wie in der Landeskirche fühltStephen Dedalus hat geschrieben:Ein Freiluft-Gottesdienst bei der SELK:
http://www.selk-hh.de/images/auf%20der% ... se_44.html
Laut dieser Quelle ist es die Zionsgemeinde.Stephen Dedalus hat geschrieben:Gehört Apel nicht zur Dreieinigkeitsgemeinde? Das Bild ist doch von Zion.Lutheraner hat geschrieben:das ist Absicht, damit Hans Apel sich wie in der Landeskirche fühltStephen Dedalus hat geschrieben:Ein Freiluft-Gottesdienst bei der SELK:
http://www.selk-hh.de/images/auf%20der% ... se_44.html
Zu Abs. 1) Die Amtsbezeichnung "Bischof" kennt die LCMS zwar nicht. Der Präses bzw. Präsident ist aber Bischof i.S.d. CA Art. XXVIII. Ich vermute einmal, dass die Ordinationen auch in der LCMS von einem Geistlichen im leitenden Amt (z. B. Distriktpräses) vorgenommen werden. In der SELK wird eine Ordination durch drei Ordinierte vorgenommen, wobei der Hauptordinator Geistlicher im kirchenleitenden Amt sein muss (Bischof, Propst, Superintendent oder Missionsdirektor). Wenn ich allerdings die LCMS unter der Führung von Walther oder Pieper mit der heutigen vergleichen, würde es mich nicht wundern, wenn sie in 10 Jahren Bischöfe in Apostolischer Sukzession hätte.Stephen Dedalus hat geschrieben:Bisher kennt die LCMS doch gar kein Bischofsamt, oder? Auch die Pastorenordinationen werden durch andere Pastoren wahrgenommen?Marcus hat geschrieben:Bin mal gespannt, wann die erste Bischofsweihe in der LCMS durch Erzbischof Vanags erfolgt...
Und: Was sind "Altlutheraner in der LCMS"?
So wird es sein.Lutheraner hat geschrieben:das ist Absicht, damit Hans Apel sich wie in der Landeskirche fühltStephen Dedalus hat geschrieben:Ein Freiluft-Gottesdienst bei der SELK:
http://www.selk-hh.de/images/auf%20der% ... se_44.html
Fehlte bei dem Freiluft-Gottesdienst nicht der Posaunenchor?Lutheraner hat geschrieben:das ist Absicht, damit Hans Apel sich wie in der Landeskirche fühltStephen Dedalus hat geschrieben:Ein Freiluft-Gottesdienst bei der SELK:
http://www.selk-hh.de/images/auf%20der% ... se_44.html
Ein paar Bläser hatten sie:conscientia hat geschrieben:Fehlte bei dem Freiluft-Gottesdienst nicht der Posaunenchor?Lutheraner hat geschrieben:das ist Absicht, damit Hans Apel sich wie in der Landeskirche fühltStephen Dedalus hat geschrieben:Ein Freiluft-Gottesdienst bei der SELK:
http://www.selk-hh.de/images/auf%20der% ... se_44.html
antwortete„...Trotz allem denke ich, dass es uns in Sachsen noch recht gut geht. Ob mit oder ohne Kasel, ob in Albe oder Talar - das ist zwar nicht "egal", aber ich finde, heilsentscheidend ist es nicht. Insofern sollte man um der Adiaphora willen nicht in Konfrontation mit der Kirchenleitung gehen. Gewänder sind zwar schön und ich liebe sie persönlich sehr, aber wichtiger sind Wort und Sakrament. Solange letztere nicht in Gefahr sind, sollte man das Verbot mancher Adiaphora einfach erleiden. Sonst ist die Gefahr groß, dass man die Dinge, für die es ganz entschieden zu kämpfen gilt, aus dem Blick verliert und sich in Nebenscharmützel verliert...“
Der Verfasser des Beitrages hat sich m. E. nicht nur vom Luthertum entfernt, sondern auch wesentliche christliche Lehre nicht verstanden. Man kommt der nicht der Ästhetik wegen zum Gottesdienst zusammen, sondern um der Gemeinschaft mit Christus, seinen Brüdern und Schwestern im Herrn willen sowie um unter das Wort Gottes zu kommen und die Sakramente zu empfangen.„...Holländer haben in einem 10 Jahre Kantinentest festgestellt, dass Menschen in die Kantine NICHT wegen des Essens gehen, sondern wegen des RAUMES [Punkt] Dasselbe gilt für die [Punkt] Das "Essen" der Kirche: "Wort & Sakrament" sind also sogar zweitrangig für den normalen Menschen, der Raum (Ambiente) entscheidet [Punkt] Eine Beobachtung, die wir bei Hochzeiten-Taufen-Familienfesten immer wieder bestätigt finden. Vielleicht machen wir mal wieder Gottesdienst für die Menschen und nicht bloß für die "Frommen", also schöne Gottesdienste in schönen Räumen. Ästhetik zählt! Hübschen Pfarrern hört man auch lieber zu als Häßlichen - ganz einfach. Wer das als Äußerlichkeit diffamiert, fühlt sich zwar wissend und erhaben, denkt aber an den Menschen vorbei, denen unser Dienst gilt. Halten wir uns ENDLICH an die Gesetze menschlicher Kommunikation und nicht an diesen dogmatischen Unsinn.“
Ich glaube, dass Du mich falsch verstanden hast. Mein Vergleich bezog sich auf Liturgen mit der Einstellung des zitierten Hochkirchlers. Selbst habe ich natürlich ein offenes Herz für Liturgie, wobei mir natürlich Wort und Sakrament im Zweifelfall wichtiger sind als die Liturgie.conscientia hat geschrieben:'N Abend, Marcus,
bist Du Dir sicher, dass die Deutsche Messe Form A das Sakrament einsetzungsgemäß vollzieht? Eigentlich doch nur aus der Sicht hoch- und spätscholastischer Theologie...In der Form A der Herrenmahlsfeier fehlt ein wirkliches Eucharistisches Hochgebet. Da finde ich schon, dass der Pfarrer im schwarzen Talar die Form B der Evangelischen Messe benutzen sollte. Und wenn in seiner Landeskirche das Presbyterium der erste liturgische Gesetzgeber ist, sollte er sein Presbyterium von der Güte der Form B überzeugen.
Wird nicht auch in einer "Liturgischen" Messe das Sakrament seiner Einsetzung gemäß gefeiert (= verwaltet)?
Also, eine Herrenmahlsfeier in der evangelischen Kirche mit Latein, Weihrauch etc.pp. (wie die Hl. Eucharistie 1958 in der Marburger Schloßkapelle mit Pfr. W. Drobnitzky als Liturgen aus Deinem posting vom 5.6.98,19:57) würde ich auch gerne mal erleben. Gibt's da eigentlich Videos oder DVDs (wie zur Aktion Alte Messe der Piusbrüder (;) "Aktion Alte Messe" der Pastorenbruderschaft St. Karl Barth oder so ähnlich)? (Vielleicht: zwei Filme auf einer DVD für 8,95 €?)
LG
c.
Karl Barth war doch ein reformierter Theologe und kein Lutheraner...Lutheraner hat geschrieben:conscientia hat geschrieben: Pastorenbruderschaft St. Karl Barth oder so ähnlich)
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Dass der Heilige Geist in Wort und Sakrament wirkt, steht für Lutheraner eigentlich außer Frage. Der Epiklese, Anamnese und Akklamation stehe ich durchaus positiv gegenüber. Mit der Epiklese wird schließlich nochmals ausdrücklich um den Heiligen Geist gebetet, der über die Gaben kommen soll, auf dass sie Leib und Blut Christi werden. Daher habe ich nichts dagegen und ich würde es auch begrüßen, wenn sich in der SELK die Form B als Standardmesse durchsetzen würde. Allerdings muss nach lutherischem Verständnis die Epiklese vor der Konsekration gebetet werden, weil letztlich die Konsekrationsworte und das Segenszeichen die Realpräsenz bewirken. Die Anamnese als Heilsgedächtnis sollte im Anschluss an die Konsekration erfolgen, also wenn Jesus Christus als Lamm Gottes mit Seinem Opferleib und Opferblut im Sakrament gegenwärtig ist.conscientia hat geschrieben:Dass Karl Barth ein Reformierter war, ist mir schon klar. Ich habe bloß einen plakativen Namen gesucht. Wer war denn im lutherischen Bereich um 1900 herum so etwas wie ein konservativer Reformer wie der hl. Pius X.? - Wilhelm Stählin? Der war doch damals noch ein liberaler Religionspsychologe in einer fränkischen Dorfpfarrei, kam erst später zu den Berneuchenern. - Adolf von Harnack? Hat der in seiner Zeit als Wissenschaftspapst an der Berliner Uni noch als Geistlicher amtiert? - Otto Dibelius ist mindestens eine Generation jünger und war wohl auch eher kein konservativer Reformer wie Pius X. - Hans Lilje? Ich weiß nicht.
Aber Du, Marcus, kennst Dich besser aus. Vielleicht fällt Dir einer ein.
Im Übrigen meine ich, es sei sinnvoll, jede Sakramentenfeier mit einem zünftigen anamnetisch-epikletischen Gebet zu begehen, denn das im Sakramente Geschehende ist immer Werk Gottes des Herrn durch die Kraft des je erbetenen Heiligen Geistes. (Denn es gibt mir immer noch zu viele Mitchristen, die eucharistische Konsekration oder Taufe (oder confirmatio mit admissio zum Hl. Abendmahl oder auch die ordinatio ins Geistliche Dienstamt der Kirche) als eine Art Zauberei ansehen, einen Hokuspokus, der durch die Rezitieren einer Einsetzungs- oder Spendeformel durch den Minister sacramenti erfolgt.) Darf ich vermuten, dass man sich vor dem Hintergrund dieser Überlegung einigen kann? Oder wäre durch eine Betonung des in diesem Absatz kursiv Gesetzten in der kirchlichen Lehrverkündigung lutherisches Bekenntnis verletzt?
Ist das nicht ein typisch scholastisches Auseinanderdividieren einer Sache die man nicht trennen kann? Liegt nicht vielmehr ein Miteinander und nicht ein Nacheinander vor?Allerdings muss nach lutherischem Verständnis die Epiklese vor der Konsekration gebetet werden, weil letztlich die Konsekrationsworte und das Segenszeichen die Realpräsenz bewirken.
Das Ergebnis davon ist die Grundform II des EGb. Erstaunlicherweise liegt dem ein fast "magisches" Verständnis zu Grunde: Die Gültigkeit des Abendmahls wird angeblich allein dadurch bewirkt, dass der Pfarrer zu den Worten "Dies ist mein Leib"/"Dies ist mein Blut" ein Segenszeichen über den Elementen macht. Ausgerechnet bei den aufgeklärten Protestanten gibt es den größten Hokuspokus.Stephen Dedalus hat geschrieben:Die Lutheraner haben in diesem Punkt eine der weniger erfreulichen Entwicklungen der Hochscholastik perpetuiert. Nur weil Thomas von Aquin allein die Einsetzungsworte als Zeitpunkt und notwendig für die Wandlung definierte, konnte Luther den gesamten Kanon entsorgen und auf die Einsetzungsworte reduzieren.
Du hast völlig recht! Schon im 16. Jahrhundert haben einige Protestanten der Liturgiereform Luthers widersprochen und festgestellt, daß man die Einsetzungsworte nicht als Zauberformel ohne Deuteworte gebrauchen kann. Die Minimallösung war dann, die Einsetzungsworte durch ein "Amen" der Gemeinde zu bestätigen, jedoch wurde dem auch von einigen Theologen widersprochen, die unbedingt anamnetische Teile zufügen wollten.Lutheraner hat geschrieben:Das Ergebnis davon ist die Grundform II des EGb. Erstaunlicherweise liegt dem ein fast "magisches" Verständnis zu Grunde: Die Gültigkeit des Abendmahls wird angeblich allein dadurch bewirkt, dass der Pfarrer zu den Worten "Dies ist mein Leib"/"Dies ist mein Blut" ein Segenszeichen über den Elementen macht. Ausgerechnet bei den aufgeklärten Protestanten gibt es den größten Hokuspokus.Stephen Dedalus hat geschrieben:Die Lutheraner haben in diesem Punkt eine der weniger erfreulichen Entwicklungen der Hochscholastik perpetuiert. Nur weil Thomas von Aquin allein die Einsetzungsworte als Zeitpunkt und notwendig für die Wandlung definierte, konnte Luther den gesamten Kanon entsorgen und auf die Einsetzungsworte reduzieren.
Ich kann mich glücklicherweise nur an ein paar wenige Abendmahlsgottesdienste in der Grundform II erinnern. Ich bin immer sitzen geblieben, weil mir etwas fehlte.
Das Hauptproblem bei der Grundform II (nur bestehend aus: Abendmahlsbetrachtung, Einsetzungsworte und Vater Unser), ist, dass der sakramentale Charakter in den Hintergrund geraten kann. Den Gläubigen wird doch kaum noch klar, was hier passiert. Nachteilig ist auch, dass der Übergang von den "Abendmahlsbetrachtungen" zu den Einsetzungsworten sehr fliessend ist. Man kann leicht den Eindruck gewinnen ein reines Gedächtnismahl zu feiern. Ich glaube nicht, dass das Abendmahl in dieser Form "ungültig" ist (die richtige Intention ist ja gegeben), ich glaube nur, dass es dadurch Gefahr läuft seinen eigentlichen Charakter zu verlieren.Stephen Dedalus hat geschrieben:Du hast völlig recht! Schon im 16. Jahrhundert haben einige Protestanten der Liturgiereform Luthers widersprochen und festgestellt, daß man die Einsetzungsworte nicht als Zauberformel ohne Deuteworte gebrauchen kann. Die Minimallösung war dann, die Einsetzungsworte durch ein "Amen" der Gemeinde zu bestätigen, jedoch wurde dem auch von einigen Theologen widersprochen, die unbedingt anamnetische Teile zufügen wollten.Lutheraner hat geschrieben:Das Ergebnis davon ist die Grundform II des EGb. Erstaunlicherweise liegt dem ein fast "magisches" Verständnis zu Grunde: Die Gültigkeit des Abendmahls wird angeblich allein dadurch bewirkt, dass der Pfarrer zu den Worten "Dies ist mein Leib"/"Dies ist mein Blut" ein Segenszeichen über den Elementen macht. Ausgerechnet bei den aufgeklärten Protestanten gibt es den größten Hokuspokus.Stephen Dedalus hat geschrieben:Die Lutheraner haben in diesem Punkt eine der weniger erfreulichen Entwicklungen der Hochscholastik perpetuiert. Nur weil Thomas von Aquin allein die Einsetzungsworte als Zeitpunkt und notwendig für die Wandlung definierte, konnte Luther den gesamten Kanon entsorgen und auf die Einsetzungsworte reduzieren.
Ich kann mich glücklicherweise nur an ein paar wenige Abendmahlsgottesdienste in der Grundform II erinnern. Ich bin immer sitzen geblieben, weil mir etwas fehlte.
Und vor allem wenn der Priester "Wingardium Leviosa" mit der falschen Betonung ausspricht, geht's erst recht nach hinten los.Lutheraner hat geschrieben:Das Hauptproblem bei der Grundform II (nur bestehend aus: Abendmahlsbetrachtung, Einsetzungsworte und Vater Unser), ist, dass der sakramentale Charakter in den Hintergrund geraten kann. Den Gläubigen wird doch kaum noch klar, was hier passiert. Nachteilig ist auch, dass der Übergang von den "Abendmahlsbetrachtungen" zu den Einsetzungsworten sehr fliessend ist. Man kann leicht den Eindruck gewinnen ein reines Gedächtnismahl zu feiern. Ich glaube nicht, dass das Abendmahl in dieser Form "ungültig" ist (die richtige Intention ist ja gegeben), ich glaube nur, dass es dadurch Gefahr läuft seinen eigentlichen Charakter zu verlieren.Stephen Dedalus hat geschrieben:Du hast völlig recht! Schon im 16. Jahrhundert haben einige Protestanten der Liturgiereform Luthers widersprochen und festgestellt, daß man die Einsetzungsworte nicht als Zauberformel ohne Deuteworte gebrauchen kann. Die Minimallösung war dann, die Einsetzungsworte durch ein "Amen" der Gemeinde zu bestätigen, jedoch wurde dem auch von einigen Theologen widersprochen, die unbedingt anamnetische Teile zufügen wollten.Lutheraner hat geschrieben:Das Ergebnis davon ist die Grundform II des EGb. Erstaunlicherweise liegt dem ein fast "magisches" Verständnis zu Grunde: Die Gültigkeit des Abendmahls wird angeblich allein dadurch bewirkt, dass der Pfarrer zu den Worten "Dies ist mein Leib"/"Dies ist mein Blut" ein Segenszeichen über den Elementen macht. Ausgerechnet bei den aufgeklärten Protestanten gibt es den größten Hokuspokus.Stephen Dedalus hat geschrieben:Die Lutheraner haben in diesem Punkt eine der weniger erfreulichen Entwicklungen der Hochscholastik perpetuiert. Nur weil Thomas von Aquin allein die Einsetzungsworte als Zeitpunkt und notwendig für die Wandlung definierte, konnte Luther den gesamten Kanon entsorgen und auf die Einsetzungsworte reduzieren.
Ich kann mich glücklicherweise nur an ein paar wenige Abendmahlsgottesdienste in der Grundform II erinnern. Ich bin immer sitzen geblieben, weil mir etwas fehlte.
Aufgabe der Liturgie ist es Glaube und Lehre der Kirche zum Ausdruck zu bringen. Das fehlt mir hier.