Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

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Lutheraner
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Lutheraner »

Hallo Amandus2,

danke für deine Antwort.
Amandus2 hat geschrieben:Ich bin Mitglied der evangelischen Landeskirche von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, einer Gliedkirche der EKD. Diese Kirche ist komplett lutherisch mit einer Ausnahme: sie hat auch einen reformierten Kirchenkreis. Das Glaubensbekenntnis dieses reformierten Kirchenkreises ist neben dem Heidelberger Katechismus die "Confession de Foi" und die "Discipline Ecclesiastique des Eglises Reformées de France".

Es handelt sich um eine Hugenottengemeinde (ich gehöre zu den 1 % der Mitglieder, die nicht hugenottische Vorfahren haben). Die Tradition ist dort so gewichtig, dass die Leuenberger Konkordie überhaupt kein Thema ist.
Die LK spielt eigentlich in kaum einer der Unterzeichnerkirchen die Rolle eines Bekenntnisses oder ähnliches, sondern es sollte mit der Unterzeichnung zum Ausdruck gebracht werden, dass der heutige Glaube der Kirche (also z.B. die heutige Auslegung des Heidelberger Katechismus oder der CA) mit der Konkordie vereinbar ist und man sie somit als Konsens unterzeichnen kann.
Wenn Deine Gemeinde traditionell calvinistisich ist, dann trifft das für sie zu (und dann ist sie übrigens sehr wahrscheinlich doch auch monergistisch?).

Mich hätte aber auch eher interessiert, wie die modernen und liberalen reformierten Kirchen (wie z.B. die schweizerischen) zur Konkordie stehen. Die von mir hervorgehobenen Stellen passen doch kaum zum heutigen zwinglianisch-reformierten Glauben.
Amandus2 hat geschrieben: Die Einrichtung der Kirche ist streng reformiert - keine Bilder, keine Kreuze, keine Kerzen und in jedem Gottesdienst werden die Zehn Gebote verlesen, während die Gottesdienstbesucher stehen.

(...)
http://www.franzoesische-kirche.de
Da stand ich im Mai vor der Tür und habe den Eingang nicht gefunden. :heul:
Ich wolle mir die Kirche nämlich gerne von innen anschauen. Ich bin eigentlich extra deshalb zum Gendamenmarkt gelaufen...
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

Amandus2
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Amandus2 »

"Da stand ich im Mai vor der Tür und habe den Eingang nicht gefunden. :heul:
Ich wolle mir die Kirche nämlich gerne von innen anschauen. Ich bin eigentlich extra deshalb zum Gendamenmarkt gelaufen..."




Das ist anderen wohl auch schon passiert...

Der Name "Französischer Dom" und "Deutscher Dom" ist etwas irritierend, weil mit "Dom" nur die Kuppeln gemeint sind, die allein aus städtebaulichen Gründen gebaut wurden (franz "dome" = Kuppel). Im Französischen Dom befindet sich das Hugenottenmuseum, das ebenfalls einen Besuch wert ist.

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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Amandus2 »

Christ86 hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:Gut, wir haben die Lösung wahrscheinlich gefunden, Du sprichst über die zwingl. Wurzeln der deutschschweiz. Reformierten und ich über den klassischen Zwinglianismus vor dem Kompromiss.
Also in den ref Kirchen der deutschen Schweiz gilt nun mal aber Zwingli als der geistige Vater der Reformierten. Einige Reformierten sprechen sogar von der Zwingli Bibel, wenn sie die Zürcher Bibel meinen (auch wenn das natürlich falsch ist). Daneben wird Bullinger betont. Von Calvin hörte man nie bis jetzt während des Calvin-Jahres.

In Wildhaus steht das Geburtshaus Zwinglis, das noch heute gerne aufgesucht wird. Daneben gilt noch immer das Grossmünster, wo Zwingli und Bullinger wirkten, als die Reformationskirche. Ich glaube da steht sogar eine Inschrift, wenn ich mich nicht täusche.



Für besonders sehenswert halte ich das Portal des Großmünsters, auf dem die Geschichte der Zürcher Reformation in Bildern festgehalten ist.

Mächtig beeindruckt war ich von der Zwingli-Statue vor der Wasserkirche, wo er mit Bibel und Schwert(!) dargestellt wird....

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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Amandus2 »

sh auch die Seiten des Zwingli-Vereins:

http://www.zwingliverein.ch/

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Christ86
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

Amandus2 hat geschrieben:
Für besonders sehenswert halte ich das Portal des Großmünsters, auf dem die Geschichte der Zürcher Reformation in Bildern festgehalten ist.

Mächtig beeindruckt war ich von der Zwingli-Statue vor der Wasserkirche, wo er mit Bibel und Schwert(!) dargestellt wird....
Er wird nicht ohne Grund so dargestellt, die Zürcher wollten mit Predigt (daher die Bibel) und Kampf (daher das Schwert) die ganze Eidgenossenschaft der Reformation zuführen. Zwingli selber fiel ja auf dem Schlachtfeld, wo er Feldprediger war.
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Petur
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Petur »

Christ86 hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:Gut, wir haben die Lösung wahrscheinlich gefunden, Du sprichst über die zwingl. Wurzeln der deutschschweiz. Reformierten und ich über den klassischen Zwinglianismus vor dem Kompromiss.
Also in den ref Kirchen der deutschen Schweiz gilt nun mal aber Zwingli als der geistige Vater der Reformierten.
Er kann der geistige Vater sein, natürlich, eben deshalb hab' ich über die zwingl. Wurzeln geschrieben. Unter den geistl. Vätern der Reformation findet man auch Wycliff und Hus, die aber weder Lutheraner noch Reformierte waren. Die Zwinglianer sind Reformierte geworden, so sind sie aber nicht mehr Zwinglianer im früheren Sinne.

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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Amandus2 »

Petur hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
Petur hat geschrieben:Gut, wir haben die Lösung wahrscheinlich gefunden, Du sprichst über die zwingl. Wurzeln der deutschschweiz. Reformierten und ich über den klassischen Zwinglianismus vor dem Kompromiss.
Also in den ref Kirchen der deutschen Schweiz gilt nun mal aber Zwingli als der geistige Vater der Reformierten.
Er kann der geistige Vater sein, natürlich, eben deshalb hab' ich über die zwingl. Wurzeln geschrieben. Unter den geistl. Vätern der Reformation findet man auch Wycliff und Hus, die aber weder Lutheraner noch Reformierte waren. Die Zwinglianer sind Reformierte geworden, so sind sie aber nicht mehr Zwinglianer im früheren Sinne.

Wenn die Kirchen in der Deutschschweiz sich auf Zwingli berufen (für sie ist Calvin kein Thema) UND sich selbst als "Reformierte Kirche" bezeichnen, so SIND sie reformierte Zwinglianer - was sonst?

Überlassen wir es doch den Deutschschweizer selbst, zu entscheiden, was sie nun sind.

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Lutheraner
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Lutheraner »

Amandus2 hat geschrieben:Mächtig beeindruckt war ich von der Zwingli-Statue vor der Wasserkirche, wo er mit Bibel und Schwert(!) dargestellt wird....
Das passt ja leider auch (Kappeler Kriege)?
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Lutheraner
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Lutheraner »

Amandus2 hat geschrieben:Der Name "Französischer Dom" und "Deutscher Dom" ist etwas irritierend, weil mit "Dom" nur die Kuppeln gemeint sind, die allein aus städtebaulichen Gründen gebaut wurden (franz "dome" = Kuppel). Im Französischen Dom befindet sich das Hugenottenmuseum, das ebenfalls einen Besuch wert ist.
Aber wo ist dann die Kirche? Vielleicht komme ich ja bald wieder nach Berlin ;-)
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Petur
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Petur »

Amandus2 hat geschrieben:
Wenn die Kirchen in der Deutschschweiz sich auf Zwingli berufen (für sie ist Calvin kein Thema) UND sich selbst als "Reformierte Kirche" bezeichnen, so SIND sie reformierte Zwinglianer - was sonst?

Überlassen wir es doch den Deutschschweizer selbst, zu entscheiden, was sie nun sind.
Eine Sekte, die sich "Heilige Apostolisch-Orthodoxe Kirche nennt, ist noch gar nicht heilig, apostolisch und orthodox. Ganz im Gegenteil.

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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Petur »

Die Zwinglianer haben ein theol. Kompromiss mit den Calvinisten geschlossen und später sind Mitglieder einer mit den Calvinisten gemeinsamen ref. Kirche geworden. Sie haben auf die Sakramentenlehre Zwinglis verzichtet, nicht wahr? Sie können sich auch heute Zwinglianer nennen, doch sie können in DEM Sinne, in dem sie Zwinglianer VOR dem Kompromiss und der Union waren, nicht mehr zwinglianisch sein.

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Petur
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Petur »

Petur hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:
Wenn die Kirchen in der Deutschschweiz sich auf Zwingli berufen (für sie ist Calvin kein Thema) UND sich selbst als "Reformierte Kirche" bezeichnen, so SIND sie reformierte Zwinglianer - was sonst?

Überlassen wir es doch den Deutschschweizer selbst, zu entscheiden, was sie nun sind.
Eine Sekte, die sich "Heilige Apostolisch-Orthodoxe Kirche nennt, ist noch gar nicht heilig, apostolisch und orthodox. Ganz im Gegenteil.
Die "Tschechoslowakische Hussitische Kirche" Tschechiens und der Slowakei (früher "Tschechoslowakische Kirche") nennt sich zwar hussitisch, ist aber nicht in jenem Sinne hussitisch, wie die mittelalterlichen Anhänger von Hus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tschechosl ... che_Kirche

Die Unitarier, die die Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit ablehnen, halten sich für Christen, die mainstream-Christen akzeptieren das jedoch nicht. Der Fall der Mormonen ist ähnlich.

Die unierten Ostkirchen waren einst orthodox, seit der Union sind sie nicht mehr orth., trotzdem bewahren sie ihr orth. Erbe.

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Christ86
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

Ist es wahr, dass in der reformierten Kirche der Karfreitag der höchste Feiertag ist? Das ist ja einer der wenigen Tage, an dem die ref Kirche (zumindest hier in der Schweiz) das Abendmahl feiert.

Ein Bekannter hat mir gesagt, dies sei für Reformierte der höchste Feiertag, weil Jesus das Opfer am Kreuz vollbracht und die Welt somit mit Gott versöhnt hat.
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Amandus2
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Amandus2 »

Christ86 hat geschrieben:Ist es wahr, dass in der reformierten Kirche der Karfreitag der höchste Feiertag ist? Das ist ja einer der wenigen Tage, an dem die ref Kirche (zumindest hier in der Schweiz) das Abendmahl feiert.

Ein Bekannter hat mir gesagt, dies sei für Reformierte der höchste Feiertag, weil Jesus das Opfer am Kreuz vollbracht und die Welt somit mit Gott versöhnt hat.


Nicht nur bei den Reformierten, sondern auch bei den Lutheranern und in allen evangelischen Freikirchen.

Früher ärgerten sich in gemischkofessionellen Dörfern die Leute dadurch, dass die Katholiken am Karfreitag auf dem Feld arbeiteten, die Protestanten dafür an Fronleichnam.

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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Amandus2 »

Lutheraner hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:Der Name "Französischer Dom" und "Deutscher Dom" ist etwas irritierend, weil mit "Dom" nur die Kuppeln gemeint sind, die allein aus städtebaulichen Gründen gebaut wurden (franz "dome" = Kuppel). Im Französischen Dom befindet sich das Hugenottenmuseum, das ebenfalls einen Besuch wert ist.
Aber wo ist dann die Kirche? Vielleicht komme ich ja bald wieder nach Berlin ;-)

http://www.franzoesische-kirche.de

auf dem Foto links oben auf der Startseite - die Tür zur Kirche steht gerade auf....

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Christ86
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

Amandus2 hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:Ist es wahr, dass in der reformierten Kirche der Karfreitag der höchste Feiertag ist? Das ist ja einer der wenigen Tage, an dem die ref Kirche (zumindest hier in der Schweiz) das Abendmahl feiert.

Ein Bekannter hat mir gesagt, dies sei für Reformierte der höchste Feiertag, weil Jesus das Opfer am Kreuz vollbracht und die Welt somit mit Gott versöhnt hat.


Nicht nur bei den Reformierten, sondern auch bei den Lutheranern und in allen evangelischen Freikirchen.

Früher ärgerten sich in gemischkofessionellen Dörfern die Leute dadurch, dass die Katholiken am Karfreitag auf dem Feld arbeiteten, die Protestanten dafür an Fronleichnam.
Und das wird überall mit dem Sühneopfer begründet? Oder sagt lutherische oder freikirchliche Theologie etwas anderes als die ref. "Kreuzestheologie" aus?
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Amandus2
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Amandus2 »

Christ86 hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:Ist es wahr, dass in der reformierten Kirche der Karfreitag der höchste Feiertag ist? Das ist ja einer der wenigen Tage, an dem die ref Kirche (zumindest hier in der Schweiz) das Abendmahl feiert.

Ein Bekannter hat mir gesagt, dies sei für Reformierte der höchste Feiertag, weil Jesus das Opfer am Kreuz vollbracht und die Welt somit mit Gott versöhnt hat.


Nicht nur bei den Reformierten, sondern auch bei den Lutheranern und in allen evangelischen Freikirchen.

Früher ärgerten sich in gemischkofessionellen Dörfern die Leute dadurch, dass die Katholiken am Karfreitag auf dem Feld arbeiteten, die Protestanten dafür an Fronleichnam.
Und das wird überall mit dem Sühneopfer begründet? Oder sagt lutherische oder freikirchliche Theologie etwas anderes als die ref. "Kreuzestheologie" aus?


Ja, für die Protestanten ist es am wichtigsten, dass Jesus für uns am Karfreitag gestorben ist und uns damit erlöst hat.
Für die Katholiken ist es am wichtigsten, dass er an Ostern auferstanden ist und damit den Tod überwunden hat.

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holzi
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von holzi »

Amandus2 hat geschrieben:Ja, für die Protestanten ist es am wichtigsten, dass Jesus für uns am Karfreitag gestorben ist und uns damit erlöst hat.
Für die Katholiken ist es am wichtigsten, dass er an Ostern auferstanden ist und damit den Tod überwunden hat.
Ich stelle oftmals das Gegenteil davon fest: da siehst du, wie uneinheitlich der "Protestant" ist. Die Gemeinde meiner Frau (Pfingstler) lehnt die Kreuzesdarstellung und auch das Kreuz als Symbol ab mit der Begründung, Jesus habe das Kreuz überwunden. :achselzuck:

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Christ86
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

holzi hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:Ja, für die Protestanten ist es am wichtigsten, dass Jesus für uns am Karfreitag gestorben ist und uns damit erlöst hat.
Für die Katholiken ist es am wichtigsten, dass er an Ostern auferstanden ist und damit den Tod überwunden hat.
Ich stelle oftmals das Gegenteil davon fest: da siehst du, wie uneinheitlich der "Protestant" ist. Die Gemeinde meiner Frau (Pfingstler) lehnt die Kreuzesdarstellung und auch das Kreuz als Symbol ab mit der Begründung, Jesus habe das Kreuz überwunden. :achselzuck:
:hmm: Das ist interessant. Die Reformierten haben ja eigentlich auch keine Kreuzesdarstellungen* und mir sind auch nur wenige bekannt, die ein Kreuz tragen. Trotzdem wird - soviel ich es verstanden habe - das Kreuzesopfer sehr stark betont.

Ob das in diesem Fall wohl einfach mit dem Bilderverbot zusammenhängt?

* Obwohl in den letzten Jahren sind viele Kirchenfenster mit solchen Darstellungen eingeführt worden.
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Amandus2
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Amandus2 »

holzi hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:Ja, für die Protestanten ist es am wichtigsten, dass Jesus für uns am Karfreitag gestorben ist und uns damit erlöst hat.
Für die Katholiken ist es am wichtigsten, dass er an Ostern auferstanden ist und damit den Tod überwunden hat.
Ich stelle oftmals das Gegenteil davon fest: da siehst du, wie uneinheitlich der "Protestant" ist. Die Gemeinde meiner Frau (Pfingstler) lehnt die Kreuzesdarstellung und auch das Kreuz als Symbol ab mit der Begründung, Jesus habe das Kreuz überwunden. :achselzuck:

Die Pfingstler haben es ja nicht so mit Jesus, sondern mehr mit dem Heiligen Geist.....

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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Amandus2 »

Christ86 hat geschrieben:
holzi hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:Ja, für die Protestanten ist es am wichtigsten, dass Jesus für uns am Karfreitag gestorben ist und uns damit erlöst hat.
Für die Katholiken ist es am wichtigsten, dass er an Ostern auferstanden ist und damit den Tod überwunden hat.
Ich stelle oftmals das Gegenteil davon fest: da siehst du, wie uneinheitlich der "Protestant" ist. Die Gemeinde meiner Frau (Pfingstler) lehnt die Kreuzesdarstellung und auch das Kreuz als Symbol ab mit der Begründung, Jesus habe das Kreuz überwunden. :achselzuck:
:hmm: Das ist interessant. Die Reformierten haben ja eigentlich auch keine Kreuzesdarstellungen* und mir sind auch nur wenige bekannt, die ein Kreuz tragen. Trotzdem wird - soviel ich es verstanden habe - das Kreuzesopfer sehr stark betont.

Ob das in diesem Fall wohl einfach mit dem Bilderverbot zusammenhängt?

* Obwohl in den letzten Jahren sind viele Kirchenfenster mit solchen Darstellungen eingeführt worden.


Dass die Reformierten -traditionell- keine Kreuze haben, hängt tatsächlich mit dem Bilderverbot zusammen, hat aber nichts mit der Kreuzestheologie zu tun.

Die in den letzten Jahren in reformierten Kirchen eingerichteten Kirchenfenster mit Bildern sind vor allem dort zu finden, wo die Reformierten in der Mehrheit sind, also in der Schweiz, in den Niederlanden usw.

Dort, wo sie gegenüber den zahlenmäßig übermächtigen Lutheranern ihr eigenes Profil bewahren müssen, wird sehr darauf geachtet, dass die reformierten Traditionen gewahrt werden.

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Marcus
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Marcus »

Amandus2 hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:Ist es wahr, dass in der reformierten Kirche der Karfreitag der höchste Feiertag ist? Das ist ja einer der wenigen Tage, an dem die ref Kirche (zumindest hier in der Schweiz) das Abendmahl feiert.

Ein Bekannter hat mir gesagt, dies sei für Reformierte der höchste Feiertag, weil Jesus das Opfer am Kreuz vollbracht und die Welt somit mit Gott versöhnt hat.


Nicht nur bei den Reformierten, sondern auch bei den Lutheranern und in allen evangelischen Freikirchen.

Früher ärgerten sich in gemischkofessionellen Dörfern die Leute dadurch, dass die Katholiken am Karfreitag auf dem Feld arbeiteten, die Protestanten dafür an Fronleichnam.
Und das wird überall mit dem Sühneopfer begründet? Oder sagt lutherische oder freikirchliche Theologie etwas anderes als die ref. "Kreuzestheologie" aus?


Ja, für die Protestanten ist es am wichtigsten, dass Jesus für uns am Karfreitag gestorben ist und uns damit erlöst hat.
Für die Katholiken ist es am wichtigsten, dass er an Ostern auferstanden ist und damit den Tod überwunden hat.
Auch in traditionellen lutherischen Kreisen wie z. B. in der SELK wird der Ostersonntag als höchster Feiertag angesehen. Am Karfreitag findet in SELK-Gemeinden auch nur ein Predigtgottesdienst in Form eines Bußgottesdienstes statt. Hl. Abendmahl wird dafür am Gründonnerstag sowie in der Hl. Osternacht, am Ostersonntag und in manchen Gemeinden auch noch am Ostermontag gefeiert. Kreuzverehrung am Karfreitag wird in der SELK auch praktiziert. Hier steht man also als Altlutheraner der katholischen Tradition deutlich näher als der reformierten.
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

Marcus hat geschrieben:
Auch in traditionellen lutherischen Kreisen wie z. B. in der SELK wird der Ostersonntag als höchster Feiertag angesehen. Am Karfreitag findet in SELK-Gemeinden auch nur ein Predigtgottesdienst in Form eines Bußgottesdienstes statt. Hl. Abendmahl wird dafür am Gründonnerstag sowie in der Hl. Osternacht, am Ostersonntag und in manchen Gemeinden auch noch am Ostermontag gefeiert.
Also entspringt die Ansicht, dass der Karfreitag der höchste Feiertag ist und dass man daher Abendmahl feiert usrprünglich aus der reformierten Tradition?
Marcus hat geschrieben: Kreuzverehrung am Karfreitag wird in der SELK auch praktiziert. Hier steht man also als Altlutheraner der katholischen Tradition deutlich näher als der reformierten.
Das ist schön :) . Wir legen neben der sonst üblichen liturgischen Verehrung Blumen vor das Kreuz oder küssen es. Wie sieht das bei euch aus?
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

Nachdem die Reformierten Kirchen der Schweiz wieder laut über ein Bekenntnis nachdenken, scheinen sie auch ihre Taufpraxis im Bezug auf die Mitgliedschaft zu überdenken. Bisher war es in vielen Landeskirchen möglich, Mitglied der Kirche zu sein ohne die Taufe empfangen zu haben, Nichtgetaufte konnten in einigen Kirchen auch konfirmiert werden und wurden zum Abendmahl zugelassen.

Nun gibt der Evangelische Kirchenbund ein Papier (unten zum Download) heraus:
SEK hat geschrieben:Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund

Medienmitteilung
Bern, 3. November 2009


SEK gibt Handlungsempfehlungen zur Taufe

Der Rat SEK legt der Abgeordnetenversammlung Empfehlungen für die Taufhandlung vor und wird beauftragt, Formulierungsvorschläge für Kirchenordnungstexte zum Thema Taufe zu entwickeln.


Der Rat SEK empfiehlt seinen Mitgliedkirchen, die formalen Voraussetzungen für eine Taufe kirchenrechtlich zu regeln sowie Formulierungen für die Kirchenordnung zu prüfen, die den Zusammenhang von Taufe und Kirchenmitgliedschaft verdeutlichen. Zur Taufe eines Mündigen gehöre der Besuch eines Vorbereitungskurses und der Eintritt in die reformierte Kirche. Bei der Taufe von Kleinkindern sollte mindestens ein Elternteil Mitglied der evangelischen Kirche sein. Zudem brauche es eine angemessene Vorbereitung der Eltern auf die Taufe und ihre Verpflichtung auf christliche Erziehung. Voraussetzung für die Wahl der Paten soll sein, dass mindestens ein Pate oder eine Patin einer christlichen Kirche angehört.

Mit diesen Empfehlungen hat der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) gestern seiner Abgeordnetenversammlung das Positionspapier „Die Taufe in evangelischer Perspektive“ vorgelegt. Darin stellt er die verschiedenen Aspekte einer evangelischen Taufe zusammen und gibt Empfehlungen für die Praxis der Taufe. Damit soll die Diskussion unter den Mitgliedkirchen SEK angeregt, eine erste Orientierung gegeben und ein gemeinsames Verständnis von Lehre und Praxis der Taufe gefördert werden.

Die Taufe ist Gegenstand intensiver Diskussionen. In der Öffentlichkeit wird die Einforderung des Versprechens einer christlichen Erziehung teils als Zumutung für die Eltern und Paten empfunden. Ebenso wird der Respekt vor der eigenen weltanschaulichen Entscheidung des Heranwachsenden als Argument gegen die Taufe Unmündiger angeführt. Innerkirchlich wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Taufe die Voraussetzung zum Empfang des Abendmahles ist.
Taufe in evangelischer Perspektive
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von SpaceRat »

Nun, wenn die schweizer Reformierten gerne eine Bekenntnis hätten, ich hätte da so eine Idee:

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen
Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum,
Gottes eingebornen Sohn, unsern Herrn,
der empfangen ist vom Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontio Pilato,
gekreuziget, gestorben und begraben,
niedergefahren zur Hölle,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren gen Himmel,
sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.
von dannen er kommen wird,
zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
eine heilige christliche Kirche,
die Gemeinde der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung des Fleisches
und ein ewiges Leben. Amen.


Mir fällt übrigens jedes Mal, wenn ich in einem Gottesdienst der römisch-katholischen Gemeinschaft war, auf, wie sehr einem das Lutherdeutsch fehlt:
in der Nacht, da er verraten ward
klingt einfach ganz anders als
in der Nacht, in der er verraten wurde

Auch der Psalm 23 klingt in der Lutherfassung irgendwie kirchlicher:
Der gute Hirte
1 "Ein Psalm Davids." Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.


1 [Ein Psalm Davids.] Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. 2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. 3 Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. 4 Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. 5 Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher. 6 Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

Vor allem beim Ende klappen sich mir die Fußnägel hoch: "darf ich wohnen für lange Zeit.". Aha, der Mietvertrag wird also auf unbestimmte Zeit geschlossen und bis zur Eigenbedarfskündigung oder sonstigen Kündigung aus wichtigem Grund darf ich bleiben. Nein, verdammt, immerdar.

Und zu "stillt mein Verlangen" halte ich mich mal besser bedeckt, da muß ich eher an Filmchen aus der Ecke der Videothek hinter dem Vorhang denken ...
Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert.

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Christ86
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

Ja mei, die Swiss Church in London wurde "renoviert"

Vorher

Bild

Nachher (für das erste Bild link anklicken, wollte mal wieder nicht :( ):
http://www.swisschurchlondon.org.uk/dis ... _w279b.jpg

Bild

:auweia:
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Da wird es mir übel, wenn ich die Bilder sehe.

Dann doch lieber so etwas:
http://farm1.static.flickr.com/35/1322 ... 7ad2_o.jpg

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Christ86
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Da wird es mir übel, wenn ich die Bilder sehe.

Dann doch lieber so etwas:
http://farm1.static.flickr.com/35/1322 ... 7ad2_o.jpg
MND,

willst du unseren reformierten Freunden einen Herzinfarkt bescheren? :breitgrins:

Du weisst, dass sie keine Bilder in der Kirche mögen :pfeif:
Zuletzt geändert von Christ86 am Montag 9. November 2009, 10:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Miserere Nobis Domine
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Christ86 hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Da wird es mir übel, wenn ich die Bilder sehe.

Dann doch lieber so etwas:
http://farm1.static.flickr.com/35/1322 ... 7ad2_o.jpg
MND,

willst du unseren reformierten Freunden einen Herzinfarkt bescheren? :breitgrins:
Wieso nicht? Haben sie mir doch auch mit diesen Bildern. :D

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Christ86
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Da wird es mir übel, wenn ich die Bilder sehe.

Dann doch lieber so etwas:
http://farm1.static.flickr.com/35/1322 ... 7ad2_o.jpg
MND,

willst du unseren reformierten Freunden einen Herzinfarkt bescheren? :breitgrins:
Wieso nicht? Haben sie mir doch auch mit diesen Bildern. :D
Ich habe da eine gute Freundin, die nicht gerne in katholische Kirchen geht, weil der "Plunder" ( :D ) da sie stört. Die würde sich wohl in der Swiss Church wohler fühlen.

Wenn sie keine Bilder in der Kirche wollen, dann lassen wir sie doch.

Aber warum muss man die Swiss Church so verunstalten? Vorher war sie doch schöner!!
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Miserere Nobis Domine
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Ikonoklasmus ist eine verurteilte Häresie. Aber ja, ich meinte, dass die Bilder der neuen "Swiss Church" schrecklich sind. Die alten waren ganz ok, wenn es auch eher wie eine Synagoge aussieht.

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Christ86
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Re: Reformierte Landeskirchen: Wieder ein Bekenntnis?

Beitrag von Christ86 »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Ikonoklasmus ist eine verurteilte Häresie. Aber ja, ich meinte, dass die Bilder der neuen "Swiss Church" schrecklich sind. Die alten waren ganz ok, wenn es auch eher wie eine Synagoge aussieht.
Die Reformierten erkennen doch Nizäa II gar nicht an, soviel mir ist. Also ist es für sie ja keine Häresie. :breitgrins:

Warum wie eine Synagoge? Für mich hat's vorher einfach reformiert ausgesehen. Jetzt sieht's nach einer Turnhalle oder was weiss ich aus.
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