Mattäus 22, Vers 37-40
Meister, welches Gebot ist das wichtigste? Er (Jesus) antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all Deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst Deinen nächsten lieben wie Dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.
Eine Frage vor allem an die evangelischen Teilnehmer dieses Forums:
Wenn ein Mensch sich wahrhaft und aufrichtig bemüht, die oben genannten zwei Gebote einzuhalten, aber NICHT Mitglied einer Kirche ist, NICHT die Sakramente empfängt, NICHT die Rituale und Vorschriften irgendeiner Glaubensgemeinschaft einhält, ist dieser Mensch dann ein "wahrer Christ"?
Oder fehlt ihm etwas zum Christsein?
Wenn ja, was fehlt ihm zum Christsein und warum?
Das wichtigste Gebot
Re: Das wichtigste Gebot
Wenn jemand Gott wahrhaft liebt, dann macht er nicht nur das allernötigste, sondern er versucht alles zu tun was Gott gefällt.
Er nimmt dann auch die Heilsmittel an, die ihm von Gott angeboten werden.
Er nimmt dann auch die Heilsmittel an, die ihm von Gott angeboten werden.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
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TillSchilling
Re: Das wichtigste Gebot
Christ ist wer Gott glaubt dass er ihm um Christi und dessen Werk willen gnädig ist, gnädliglich alle Sünden vergibt und ihm Christi Gerechtigkeit zurechnet.
Das ist was heilsnotwendig ist. Nichts anderes.
Allerdings kann man sich nur schlecht eine Situation vorstellen, in der ein Gläubiger meint, er müsse sich nicht zu einer Gemeinde halten und nicht die Heilsmittel geniessen. Vor allem: wie soll der Glaube eines solchen "Solochristen" genährt werden?
Nichtsdestotrotz: Heilsnotwendig ist nur das Vertrauen auf Christi Person und Werk.
Was das Bemühen um ein Einhalten der Liebesgebote anbelangt, so ist diese Bemühen OHNE den Glauben an die Zurechnung Christi Gerechtigkeit keine Gott wohlgefällige Tugend sondern Sünde.
Das ist was heilsnotwendig ist. Nichts anderes.
Allerdings kann man sich nur schlecht eine Situation vorstellen, in der ein Gläubiger meint, er müsse sich nicht zu einer Gemeinde halten und nicht die Heilsmittel geniessen. Vor allem: wie soll der Glaube eines solchen "Solochristen" genährt werden?
Nichtsdestotrotz: Heilsnotwendig ist nur das Vertrauen auf Christi Person und Werk.
Was das Bemühen um ein Einhalten der Liebesgebote anbelangt, so ist diese Bemühen OHNE den Glauben an die Zurechnung Christi Gerechtigkeit keine Gott wohlgefällige Tugend sondern Sünde.
Re: Das wichtigste Gebot
"Was das Bemühen um ein Einhalten der Liebesgebote anbelangt, so ist diese Bemühen OHNE den Glauben an die Zurechnung Christi Gerechtigkeit keine Gott wohlgefällige Tugend sondern Sünde."
Das wäre Sünde? Nicht nur eine neutrale Handlung, sondern Sünde?
Mit welcher Begründung hälst du das für Sünde?
Das wäre Sünde? Nicht nur eine neutrale Handlung, sondern Sünde?
Mit welcher Begründung hälst du das für Sünde?
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Johaennschen
- Beiträge: 568
- Registriert: Sonntag 23. September 2007, 00:08
Re: Das wichtigste Gebot
Es wäre ja so, als wolle man die christliche Ethik lösen von der Kirche. Jesus ist aber immer auch Christus.
Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht.
Nicolás Gómez Dávila
Nicolás Gómez Dávila
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TillSchilling
Re: Das wichtigste Gebot
Wie soll diese Neutralitaet aussehen? Der natuerliche Mensch ist nach Roemer 5,10 ein Feind Gottes.Amandus2 hat geschrieben: Das wäre Sünde? Nicht nur eine neutrale Handlung, sondern Sünde?
Mit welcher Begründung hälst du das für Sünde?
Re: Das wichtigste Gebot
Was fehlt einem Menschen ohne Gemeinschaft ? Zunächst der konkrete Bezugsrahmen in welchem er diese Liebe lebt. Du kannst vorübergehend oder aus Gründen, die nicht in dir liegen allein sein. aber für jemanden, der Gott und den Nächsten liebt, kann dies kein wünschenswerter Zustand sein.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach
M. v. Ebner- Eschenbach