Matthias Ring Bischof

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ad-fontes
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Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Die bisherigen Reaktionen sind ausnahmslos positiv. Was sind eure Erwartungen und Wünsche an den neuen "katholischen Bischof der Alt-Katholiken"?

Hier der Versuch einer Zusammenschau:

Blogbeiträge:
http://altkatholisch.wordpress.com/29 ... f-gewahlt/ (Erstveröffentlichung des Wahlergebnisses online)
http://altkatholiken.wordpress.com/29 ... -mannheim/ (Erstveröffentlichung des Lebenslaufs online)
http://stephanneuhauskiefel.wordpress.c ... -und-bild/ (Kommentierung der Reaktionen)

Lexikonartikel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Ring

Pressemeldungen:

Hörfunkbeitrag vom SWR: http://mp3.swr.de/swr1/mantel/sonntagmo ... .6444m.mp3 (> min. 18)
Domradio hat geschrieben:Alt-katholische Kirche wählt Matthias Ring zum neuen Bischof
Zum neuen Bischof der alt-katholischen Kirche in Deutschland ist der Regensburger Pfarrer Matthias Ring gewählt worden. Er setzte sich im dritten Wahlgang gegen den Kölner Dekan Jürgen Wenge durch. Ring wird damit Nachfolger von Bischof Joachim Vobbe, der aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt für das kommende Frühjahr erklärt hatte. Die 1871, nach dem Ersten Vatikanischen Konzil gegründete alt-katholische Kirche erhält damit ihren zehnten Bischof. Die Weihe ist für März geplant.
Radio Vatikan hat geschrieben:Dr. Matthias Ring ist neuer Bischof der Altkatholiken. Eine außerordentliche Bistumssynode in der Schlosskirche zu Mannheim wählte den Regensburger Pfarrer zum Nachfolger von Joachim Vobbe (62), der für das Frühjahr seinen Rücktritt aus Gesundheitsgründen angekündigt hat. Ring erhielt 73 der 118 abgegebenen Stimmen und erreichte damit im 3. Wahlgang die notwendige 3/5 Mehrheit. Die Weihe des neuen Bischof soll am 2. März 21 stattfinden.
Die alt-katholischen Kirchen sind Ende des 19. Jahrhunderts durch Abspaltungen von der römisch-katholischen Kirche entstanden - vor allem aus Protest gegen die vom Ersten Vatikanischen Konzil beschlossenen Entscheidungen über die päpstliche Unfehlbarkeit und den Jurisdiktionsprimat, also die Leitungsgewalt des Papstes. Die alt-katholischen Kirchen haben die Zölibatspflicht abgeschafft und 1994 im deutschsprachigen Raum kirchenleitende Ämter auch für Frauen geöffnet. In der alt-katholischen Kirche in Deutschland gibt es nach eigenen Angaben rund 2. Mitglieder sowie 5 Pfarrer und Pfarrerinnen. Die Mitgliederzahl in Europa beläuft sich auf schätzungsweise 1..
evangelisch.de hat geschrieben: Regensburger Pfarrer Ring wird Bischof der Alt-Katholiken
Wahlsynode - Die Alt-Katholiken in Deutschland erhalten einen neuen Bischof. Zum Nachfolger von Joachim Vobbe (62) wurde am Samstag der Regensburger Pfarrer Matthias Ring (46) gewählt.
Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland bekommt einen neuen Bischof. Der Regensburger Pfarrer Matthias Ring (46) wurde bei der Bischofswahlsynode in Mannheim am Samstagmittag im dritten Wahlgang mit 71 von 118 Stimmen zum Nachfolger von Bischof Joachim Vobbe gewählt. Er erhielt damit die notwendige Drei-Fünftel-Mehrheit. Der Kölner Dekan Jürgen Wenge (47) hatte im entscheidenden Wahlgang 42 Stimmen erhalten. Kurzfristig hatte auch der Essener Pfarrer Ingo Reimer kandidiert.
Theologe und Chefredakteur
Ring wird der zehnte Bischof der rund 2. Alt-Katholiken in Deutschland und soll am 2. März 21 geweiht werden. Der 62 Jahre alte Vobbe hatte aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt für das kommende Frühjahr erklärt. Matthias Ring wurde 1963 in Wallenfels in Oberfranken geboren. Er studierte Theologie in Bamberg und Würzburg. Seit Herbst 1993 betreute er als Pfarrer die Alt-Katholischen Gemeinden Regensburg und Passau. Er wurde 26 promoviert und ist seit vielen Jahren Chefredakteur der Alt-Katholischen Monatszeitschrift "Christen heute" sowie Vorsitzender der Finanzkommission des Bistums.
Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) gratulierte Ring zur Wahl. Ring gehöre seit vielen Jahren der Dialogkommission von VELKD und Alt-Katholiken an und habe die Arbeit mitgeprägt, erklärte der Leitende Bischof der VELKD, Bayerns Landesbischof Johannes Friedrich, am Sonntag. Friedrich wünschte Ring viel Kraft für die neue Aufgabe, die ihn von Regensburg nach Bonn führen werde.
Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland ist eine bischöflich-synodal verfasste katholische Kirche. Sie wählt sowohl ihre Pfarrerinnen und Pfarrer als auch ihr geistliches Oberhaupt selbst. Ihre Geschichte geht zurück auf das Erste Vatikanische Konzil, bei dem 187 in Rom die Unfehlbarkeit des Papstes verkündet wurde. Die Gegner dieser Entscheidung schlossen sich 1873 zu einem eigenen Bistum zusammen, das noch im selben Jahr die staatliche Anerkennung in den meisten deutschen Staaten erhielt.
Verheiratete Priester möglich
Die Alt-Katholiken verstehen sich als Reformkirche. So ist es den Geistlichen auch freigestellt zu heiraten. Auch ist eine kirchliche Wiederheirat für Geschiedene möglich. Seit 1994 sind Frauen zu allen kirchlichen Ämtern zugelassen.
SELK hat geschrieben:Neuer alt-katholischer Bischof gewählt
Dr. Matthias RingBei der Bistumssynode am 6./7. November in Mannheim wurde der bisherige Regensburger Pfarrer Dr. Matthias Ring (46 | Foto) zum neuen Bischof des „Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland“ gewählt. Er folgt auf Bischof Johannes Vobbe, der in den Ruhestand tritt. In einem Gratulationsschreiben hat der Ökumenereferent der SELK, Propst Gert Kelter (Görlitz), auf die Verbindungen zwischen Alt-Katholiken und SELK hingewiesen. Diese bestehen etwa in den Bereichen der Ökumene und der Entwicklungszusammenarbeit.
unserekirche.de hat geschrieben:Matthias Ring neuer Bischof der Alt-Katholiken
Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland bekommt einen neuen Bischof.
Der Regensburger Pfarrer Matthias Ring wurde bei der Synode in Mannheim am Samstag im dritten Wahlgang mit 71 von 118 Stimmen zum Nachfolger von Bischof Joachim Vobbe gewählt. Der Kölner Dekan Jürgen Wenge hatte im entscheidenden Wahlgang 42 Stimmen erhalten.
Ring wird der 1. Bischof der rund 2. Alt-Katholiken in Deutschland und soll am 2. März 21 geweiht werden. Der 62 Jahre alte Vobbe hatte aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt für das kommende Frühjahr erklärt.
Matthias Ring wurde 1963 in Wallenfels geboren. Er studierte Theologie in Bamberg und Würzburg. Seit Herbst 1993 betreute er als Pfarrer die Alt-Katholischen Gemeinden Regensburg und Passau.
Er wurde 26 promoviert und ist seit vielen Jahren Chefredakteur der Alt-Katholischen Monatszeitschrift »Christen heute« sowie Vorsitzender der Finanzkommission des Bistums.
Glückwünsche von der VELKD
Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) gratulierte Ring zur Wahl. Ring gehöre seit vielen Jahren der Dialogkommission von VELKD und Alt-Katholiken an und habe die Arbeit mitgeprägt, erklärte der Leitende Bischof der VELKD, Bayerns Landesbischof Johannes Friedrich. Friedrich wünschte Ring viel Kraft für die neue Aufgabe, die ihn von Regensburg nach Bonn führen werde.
Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland ist eine bischöflich-synodal verfasste katholische Kirche. Sie wählt sowohl ihre Pfarrerinnen und Pfarrer als auch ihr geistliches Oberhaupt selbst.
1873 eigenes Bistum gegründet
Ihre Geschichte geht zurück auf das Erste Vatikanische Konzil, bei dem 187 in Rom die Unfehlbarkeit des Papstes verkündet wurde. Die Gegner dieser Entscheidung schlossen sich 1873 zu einem eigenen Bistum zusammen, das noch im selben Jahr die staatliche Anerkennung in den meisten deutschen Staaten erhielt.
Die Alt-Katholiken verstehen sich als Reformkirche. So ist es den Geistlichen auch freigestellt zu heiraten. Auch ist eine kirchliche Wiederheirat für Geschiedene möglich. Seit 1994 sind Frauen zu allen kirchlichen Ämtern zugelassen. epd
Dieser Beitrag wurde am 9.11.29 um 1.22 Uhr veröffentlicht.
Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands hat geschrieben:VELKD gratuliert neuem Bischof der Alt-Katholiken
Glückwunschschreiben des Leitenden Bischofs an Pfr. Dr. Matthias Ring würdigt enge Beziehungen
Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat Pfr. Dr. Matthias Ring (Regensburg) zur Wahl zum 1. Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gratuliert. Die VELKD habe diese Nachricht "mit Freude" aufgenommen. Zugleich erinnerte Friedrich an die engen Beziehungen zwischen VELKD und Alt-Katholiken. In seinem Glückwunschschreiben heißt es: "Besonders freuen wir uns, dass nach Bischof Joachim Vobbe nun auch weiterhin eine Person an der Spitze der alt-katholischen Kirche in Deutschland steht, die wir in der VELKD seit vielen Jahren gut kennen und mit der wir vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wir sind Ihnen dankbar, dass Sie seit 1996 der offiziellen Dialogkommission unserer beiden Kirchen angehören und deren Arbeit mitgeprägt haben. Ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse, die die Kommission nächstes Jahr präsentieren wird. Auch freue ich mich darauf, dass unsere Kirchen 21 das 25-jährige Jubiläum der ‚Gegenseitigen Einladung zur Teilnahme an der Feier zur Eucharistie‘ feiern können. Bereits im Januar werden Bischof Vobbe und ich in einem Festgottesdienst in Kaufbeuren der Vereinbarung von 1985 gedenken. Ich hoffe, dass wir auch auf dem Ökumenischen Kirchentag und bei weiteren Veranstaltungen im Laufe des Jahres an diese wichtige ökumenische Vereinbarung erinnern und sie mit Leben füllen können." Für die "anspruchsvolle, aber auch schöne Aufgabe", die Ring von Regensburg nach Bonn führen werde, wünscht der Leitende Bischof der VELKD "alles Gute, viel Kraft, vor allem aber den Segen Gottes".
Hannover, Sonntag, 8. November 29
Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD
suedkurier.de hat geschrieben:Matthias Ring neuer Bischof
Blumberg/Mannheim (disc) Der promovierte Regensburger Pfarrer Matthias Ring wurde bei der außerordentlichen Bistumssynode in der Schlosskirche zu Mannheim am Samstag zum zehnten Bischof des katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gewählt. Im dritten Wahlgang erhielt er 73 der 118 abgegebenen Stimmen und erreichte damit die notwendige Drei-Fünftel-Mehrheit mit mindestens 71 Stimmen. Die Weihe des neuen Bischof findet am 2. März 21 statt. Der Ort dazu wird noch bekannt gegeben.
Neben Pfarrer Ring hatten sich auch Pfarrer Ingo Reimer aus Essen und Dekan Jürgen Wenge aus Köln für das Bischofsamt zur Verfügung gestellt. Der Blumberger Vikar Ulf-Martin Schmidt war eng in die Wahlhandlung eingebunden und fungierte an den beiden Tagen als Schriftführer.
Weniger Glück hatten die Delegierten Christina Leutze aus Stühlingen, Alwine Schnotalla aus Mundelfingen und Helga Heimburger aus Fützen. Bei der Hinfahrt am Freitagmorgen erlitten sie einen Unfall auf der Autobahn und mussten ins Krankenhaus. Alle drei trugen außer dem Schrecken teils heftige Prellungen davon. Pfarrer Armin Luhmer brachte sie nach einer Untersuchung wieder nach Hause (ein Portrait von Bischof Matthias Ring folgt).
Rheinneckarweb hat geschrieben:Mannheim: Matthias Ring neuer Bischof der Alt-Katholiken
In der Mannheimer Schlosskirche hat die Synode der deutschen Alt-Katholiken am Wochenende Pfarrer Matthias Ring aus Regensburg zu ihrem zehnten Bischof gewählt.
Der 46-Jährige, der sich gegen zwei Gegenkandidaten durchsetzte, wird das Amt am 2. März 21 übernehmen. Sein Vorgänger Joachim Vobbe war nicht mehr angetreten. Die heute in Deutschland 15. Anhänger umfassende alt-katholische Glaubensgemeinschaft war Ende des 19. Jahrhunderts aus dem innerkirchlichen Widerstand gegen das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit heraus entstanden. (red)
Christ im Dialog hat geschrieben:Neuer Bischof der Alt-Katholiken gewählt
Dr. Matthias Ring neuer Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken
Am Samstag, 7.11.29 wurde in der Schlosskirche zu Mannheim der Regensburger Pfarrer Dr. Matthias Ring (46) von der Bischofswahlsynode zum Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gewählt. Er ist der 1te Bischof in diesem Amt.
Er erhielt 73 der 118 abgegebenen Stimmen und erreichte damit im 3. Wahlgang die notwendige 3/5 Mehrheit. Die Weihe des neuen Bischofs findet am 2. März 21 statt.
Dr. Ring wird jetzt der Nachfolger von Bischof Vobbe (Bonn), der am 31.1.29 den ökumenischen Gottesdienst zum Reformationstag im Altenberger Dom zelebriert hat.
Rhein-Neckar-Ticker hat geschrieben:Mannheim: Neuer Bischof bei den Alt-Katholiken
8.11.9, 17:56
Mannheim. Der Regensburger Pfarrer Dr. Matthias Ring (46) wurde am Wochenende zum 1. Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gewählt. Seine Amtszeit beginnt mit der Bischofsweihe am 2. März 21. Neben Pfarrer Ring hatten sich Pfarrer Ingo Reimer aus Essen und Dekan Jürgen Wenge für das Bischofsamt zur Verfügung gestellt. Ring erhielt von der Synode 73 der 118 abgegebenen Stimmen und erreichte damit im dritten Wahlgang die notwendige Dreifünftel-Mehrheit.Amtsinhaber Bischof Joachim Vobbe (62) hatte für das kommende Frühjahr angekündigt, sich aus der Leitung des Bistums aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen zu wollen.(tan)
Fotostrecken:
http://www.reynders-net.de/Wahlsynode/
http://altkatholisch.wordpress.com/29 ... -mannheim/
http://altkatholisch.wordpress.com/29 ... -mannheim/
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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cantus planus
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von cantus planus »

Erwartungen habe ich naturgemäß keine. Was die allgemeine Lobhudelei angeht, bin ich skeptisch. Im römischen Bereich ist das ein sicheres Zeichen, dass man die größte Niete gefunden hat. Wenn der Bischof jedoch wirklich so hervorragend ist, sei euch herzlich gratuliert! :ja:
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ad-fontes
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

cantus planus hat geschrieben:Erwartungen habe ich naturgemäß keine. Was die allgemeine Lobhudelei angeht, bin ich skeptisch. Im römischen Bereich ist das ein sicheres Zeichen, dass man die größte Niete gefunden hat. Wenn der Bischof jedoch wirklich so hervorragend ist, sei euch herzlich gratuliert! :ja:
Zumindest läßt sich sagen, daß in den nächsten zwanzig Jahre voraussichtlich die Teilhabe an der Katholizität nicht ganz untergehen wird, sondern sozusagen pending und dadurch der zweifelhafte Status reversibel bleibt.

Nun wird die Rücknahme der FO wohl kaum zur Zeit auf seinem Tableau stehen. Was ist ansonsten vordringlich?

Ein Versuch:
1. Strukturreformen (Verhältnis Bistumsleitung und Gemeinden, z. B. Überprüfung des Pfarrerwahlrechts, Stellung und Häufigkeit der Synode; grundsätzlich Klärung: weitere Zentralisierung vs. größere Gemeindeautonomie)
2. Priesternachwuchs
3. Kommunikation der Vorgänge in der Synodalvertretung
4. Ökumene (v.a. EKD-Vereinbarung überprüfen; Dialog mit Orthodoxie und Rom)
5. Finanzreform weiterentwickeln (Synodalkasse)
6. Gemeindewachstum; spirituelles Wachstum
...
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Amandus2
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Amandus2 »

Die regelmäßigen Beiträge in Christen heute waren bisher überwiegend liberal und hatten einen stärkeren anti-römischen Touch als viele Beiträge von anderen a.k. Priestern.

Auf der anderen Seite ist er der einzige a.k. Priester, der nicht verheiratet ist und zölibatär lebt.

Welche Wirkung wird von ihm ausgehen?

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ad-fontes
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Amandus2 hat geschrieben:Die regelmäßigen Beiträge in Christen heute waren bisher überwiegend liberal und hatten einen stärkeren anti-römischen Touch als viele Beiträge von anderen a.k. Priestern.
Das stimmt. Ob's an der direkten Nachbarschaft zu Bischof Müller liegt? :D :hmm:
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Niels
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Niels »

Amandus2 hat geschrieben:Die regelmäßigen Beiträge in Christen heute waren bisher überwiegend liberal und hatten einen stärkeren anti-römischen Touch als viele Beiträge von anderen a.k. Priestern
ad-fontes hat geschrieben:Nun wird die Rücknahme der FO wohl kaum zur Zeit auf seinem Tableau stehen
Schade. :(
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Petur
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Petur »

Diese "Photographen" hatten eine extra Begabung, die Geistlichen, die Priesterkragen trugen, nicht zu "verewigen", obwohl es dort einige in der Tat gab...

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ad-fontes
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Amandus2 hat geschrieben:Die regelmäßigen Beiträge in Christen heute waren bisher überwiegend liberal
Hast du dafür ein paar Beispiele oder woran machst du das fest?

Bis auf den JP II Artikel fällt mir im Moment grad nichts zu ein.
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Amandus2 hat geschrieben: Auf der anderen Seite ist er der einzige a.k. Priester, der nicht verheiratet ist und zölibatär lebt.
Vor allem jemand, der vorher kein röm.-kath. Priester war; das ist viel bedeutsamer.

Ein weiterer Vorzug ist, dass Matthias Ring jemand ist, der wie kein Zweiter seine Kirche sowohl in ihrer Kleinheit als auch in ihrer Komplexität richtig einordnen kann.
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Petur
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Petur »

Amandus2 hat geschrieben: Auf der anderen Seite ist er der einzige a.k. Priester, der nicht verheiratet ist und zölibatär lebt.
Es gibt außer ihm noch wenigstens vier AK Priester in Deutschland, die bewusst zölibatär leben. (Ich weiß übrigens nicht, ob Bischof electus Ring bewusst zölibatär ist oder einfach nur ehelos geblieben ist, unabhängig von religiösen Motiven. Ich hoffe aber sehr, dass es sich um die erste Variante handelt.)

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Amandus2 »

Die AKK versteht sich als Reformkirche und sieht die Abschaffung des Zölibats als eine bewusste positive Errungenschaft. Dies wird in allen Publikationen erwähnt und hervor gehoben.

Desto bemerkenswerter ist es, dass man einen nicht verheirateten Priester zum Bischof gewählt hat....

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Christ86
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Christ86 »

Amandus2 hat geschrieben:Die AKK versteht sich als Reformkirche und sieht die Abschaffung des Zölibats als eine bewusste positive Errungenschaft. Dies wird in allen Publikationen erwähnt und hervor gehoben.
Das stimmt so nicht. 1. wurde das Zölibat nicht abgeschafft, sondern die Pflicht dazu aufgehoben (freiwilliges Zölibat gab es immer), 2. wird heute jeglicher Unsinn in Publikationen erwähnt und hervorgehoben, um den Erzliberalen zu gefallen und 3. sie verstand sich nicht als Reformkirche, sondern als Bewahrerin des Alten Katholizismus, das Reformkirchenverständnis ist eine Frucht der letzten Jahre, massgeblich ausgelöst durch solche, welche vom 2. Vatikanischen Konzil beeiflusst sind, es in der RKK nicht umgesetzt sahen und daher in die AKK kamen, wo sie nun in eine ganz bestimmte Richtung drängen.
Amandus2 hat geschrieben:Desto bemerkenswerter ist es, dass man einen nicht verheirateten Priester zum Bischof gewählt hat....
Nein, was sollte ihn weniger qualifiziert machen? Es gibt keine Verpflichtung zur Ehe für [Punkt]
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Petur »

Na ja, den Begriff "Reformkirche" würde ich nicht unbedingt ablehnen. Mann kann ihn auch richtig interpretieren. Reformen im Sinne des altkirchlichen Erbes.

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Christ86
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Christ86 »

Petur hat geschrieben:Na ja, den Begriff "Reformkirche" würde ich nicht unbedingt ablehnen. Mann kann ihn auch richtig interpretieren. Reformen im Sinne des altkirchlichen Erbes.
Das ist schon richtig, nur wird der Begriff heute leider völlig falsch (im Sinne von beständigen Neuerungen) interpretiert. :heul:
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Amandus2 hat geschrieben: Desto bemerkenswerter ist es, dass man einen nicht verheirateten Priester zum Bischof gewählt hat....
Genau 104 Jahre nach dem Ableben des letzten Bischofs, der zölibatär lebte: Dr. Theodor Weber. :)
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Auch dem apd ist es eine Meldung wert:
Matthias Ring wird neuer Bischof der Alt-Katholiken in Deutschland

Geschrieben von Zentralredaktion unter Deutschland
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Mannheim, 1.11.29/APD Der Regensburger alt-katholische Pfarrer Dr. Matthias Ring wurde am 7. November während einer außerordentlichen Bistumssynode in der Schlosskirche zu Mannheim zum neuen alt-katholischen Bischof für Deutschland gewählt. Er erhielt im dritten Wahlgang die erforderliche Dreifünftel-Mehrheit. Der 46-jährige Ring ist Nachfolger des 62-jährigen Joachim Vobbe, der für das Frühjahr 21 seinen Rücktritt aus Gesundheitsgründen angekündigt hat. Die Weihe des neuen Bischofs ist für März 21 geplant.

Matthias Ring wurde 1963 in Wallenfels (Oberfranken) geboren. Er studierte Theologie in Bamberg und Würzburg. Seit Herbst 1993 betreute er als Pfarrer die alt-katholischen Gemeinden Regensburg und Passau. Ab 1999 nahm er ein Promotionsstudium an der Universität in Bern auf. Zwischen April 2 und August 25 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am alt-katholischen Seminar der Universität in Bonn. Parallel wirkte er als Direktor des bischöflichen Seminars. Er promovierte 26 und ist seit vielen Jahren Chefredakteur der alt-katholischen Monatszeitschrift “Christen heute” sowie Vorsitzender der Finanzkommission des Bistums.

Die alt-katholische Kirche in Deutschland entstand im späten 19. Jahrhundert im Zug der Protestbewegung gegen die Entscheidungen des Ersten Vatikanischen Konzils über die päpstliche Unfehlbarkeit und den Jurisdiktionsprimat des Papstes. Später schlossen sich die deutschen Alt-Katholiken der “Utrechter Union” an. Der Name rührt von der alt-katholischen Kirche der Niederlande, wo sich im frühen 18. Jahrhundert im Zug der Jansenisten-Diskussion die von der calvinistischen Obrigkeit unter strenger Aufsicht gehaltenen Katholiken von Rom trennten.

In Deutschland gibt es mehr als 2. Alt-Katholiken, die von 5 Pfarrer und Pfarrerinnen seelsorglich betreut werden. Den alt-katholischen Geistlichen ist es freigestellt zu heiraten. Auch ist eine kirchliche Wiederheirat für Geschiedene möglich. Seit 1994 sind Frauen zu allen kirchlichen Ämtern zugelassen. Der scheidende Bischof Vobbe hatte in der alt-katholischen Kirche in Deutschland u. a. das Ordensleben wieder eingeführt.
http://www.apd.info/29/11/1/matthias ... utschland/
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Christ86 hat geschrieben:1. wurde das Zölibat nicht abgeschafft, sondern die Pflicht dazu aufgehoben
Sehr richtig in obigem Text widergegeben:
Den alt-katholischen Geistlichen ist es freigestellt zu heiraten.
Nur dies stimmt nicht:
Später schlossen sich die deutschen Alt-Katholiken der “Utrechter Union” an.
Die AKD ist Gründungsmitglied.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Petur
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Petur »

ad-fontes hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben: Desto bemerkenswerter ist es, dass man einen nicht verheirateten Priester zum Bischof gewählt hat....
Genau 104 Jahre nach dem Ableben des letzten Bischofs, der zölibatär lebte: Dr. Theodor Weber. :)
Der letzte zölibatäre Bischof war Josef Demmel, der Nachfolger von Bischof Weber.

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

idea.de hat geschrieben: Altkatholiken: Matthias Ring zum neuen Bischof gewählt
Mannheim (idea) – Das „Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland" bekommt einen neuen Bischof. Die Bistumssynode wählte am 7. November in Mannheim den 46-jährigen Pfarrer Matthias Ring (Regensburg) zum Nachfolger von Joachim Vobbe (62), der seit 1995 an der Spitze der rund 2. Mitglieder zählenden Kirche steht und im März in den Ruhestand tritt.
Neue Presse Coburg hat geschrieben: Mannheim - Am 6. und 7. November versammelte sich die außerordentliche Synode der Alt-Katholiken in der Schlosskirche zu Mannheim, um ihren Bischof zu wählen. Zum neuen Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gewählt wurde, der aus Wallenfels in Oberfranken stammende Regensburger Pfarrer Dr. Matthias Ring. Sein Vorgänger, der noch bis März 21 amtierende Bischof Joachim Vobbe, hatte im Sommer angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand zu gehen.
Vor der Wahl durch die 118 Synodalen aus dem gesamten Bistum, stellten sich die Kandidaten für die Bischofswahl vor: Pfarrer Dr. Matthias Ring aus Regensburg, Dekan Jürgen Wenge aus Köln und Pfarrer Ingo Reimer aus Essen. Das Statement der Kandidaten und die persönliche Befragung seitens der Synodalen gaben die Möglichkeit, die Kandidaten näher kennen zu lernen. Die Wahl der 118 Synodalabgeordneten fiel schließlich im dritten Wahlgang auf Pfarrer Dr. Matthias Ring aus Regensburg.
Der gebürtige Oberfranke stammt aus Wallenfels im Landkreis Kronach und ist Jahrgang 1963. Er begann 1982 das Studium der römisch-katholischen Theologie in Bamberg, wo er ins Priesterseminar eintrat und den Abschluss als Diplom-Theologe erwarb. Das Studium der alt-katholischen Theologie folgte in Bonn, die Diakonenweihe und am 18. November 1989 die Priesterweihe. Ring ist seit 1993 Pfarrer der Regensburger alt-katholischen Gemeinde mit fünfjähriger Unterbrechung, in der er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn arbeitete und seine Promotion über die alt-katholische Kirche im Dritten Reich an der Universität Bern erwarb.
Nach der Wahl betonte Ring in einem ersten Statement die Stärkung der Synodalität in der alt-katholischen Kirche in Deutschland, "denn lebendige Synodalität und lebendige Kirche bedingen einander".
Schwarzwälder Bote hat geschrieben: Blumberger begegnen neuem Bischof

Mannheim/Blumberg. Die am 6./7. November in Mannheim versammelte Synode wählte den Regensburger Pfarrer Matthias Ring zum Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland. Auch Mitglieder der Blumberger, Komminger und Fützener Alt-Katholiken waren dabei (wir berichteten).

Der Vorgänger von Matthias Ring, der noch bis März 21 amtierende und in Blumberg unvergessene Bischof Joachim Vobbe, hatte bereits im Sommer angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand treten zu wollen.

Nach der feierlichen Eröffnung der Synode in der Mannheimer Schlosskirche stellten sich die Kandidaten für die Bischofswahl vor: Pfarrer Dr. Matthias Ring aus Regensburg, Dekan Jürgen Wenge aus Köln und Pfarrer Ingo Reimer aus Essen. Das Statement der Kandidaten von jeweils etwa 15 Minuten wie auch die Möglichkeit zur persönlichen Befragung seitens der Synodalen half den Vertretern der Gemeinden, die Kandidaten näher kennen zu lernen und ihre Meinung zu bestimmten Themen aus dem Bistumsalltag zu erfahren. Die Wahl der 118 Synodalabgeordneten fiel schließlich im dritten Wahlgang auf Pfarrer Matthias Ring aus Regensburg.

Matthias Ring legte in seinen Statements und Antworten besonderes Augenmerk auf die Stärkung der Synodalität der alt-katholischen Kirche in Deutschland, »denn lebendige Synodalität und lebendige Kirche bedingen einander«, so der neu gewählte Bischof. Dazu gehört seiner Meinung nach auch die Stärkung der Synode, die alle zwei Jahre tagen sollte, statt wie bisher alle drei Jahre. »Nur dann kann sie ihre Funktion als oberstes Entscheidungsorgan sinnvoll wahrnehmen und nur dann wird sie als oberste Vertretung der Kirche erfahrbar.«

Darüber hinaus erwartet er von der Kirche trotz mancher materieller Sorgen ein klares theologisches Profil. »Ich bin der festen Überzeugung, wenn es eine Krise des Christentums in unserer Gesellschaft gibt, diese primär keine strukturelle oder finanzielle ist, sondern eine zutiefst theologische. Theologisch insofern, als wir in einer Weise von Gott sprechen müssen, dass der moderne Mensch mit seinem Herzen und Verstand davon ergriffen wird.«

Die Zeit bis zu seiner Bischofsweihe am 2. März 21 wird Ring von den Erfahrungen des noch amtierenden Bischofs Joachim Vobbe profitieren und sich mit dessen Hilfe in die vielfältigen Aufgaben und Verpflichtungen seines künftigen Amtes einarbeiten.
Ferner:
Passauer Neue Presse
http://www.glaubenslust.de/nachrichten/ ... ten-w.html

Was Ring wohl unter theologischem Profil versteht? Das müßte erstmal mit Inhalt gefüllt werden.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Petur hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben: Desto bemerkenswerter ist es, dass man einen nicht verheirateten Priester zum Bischof gewählt hat....
Genau 104 Jahre nach dem Ableben des letzten Bischofs, der zölibatär lebte: Dr. Theodor Weber. :)
Der letzte zölibatäre Bischof war Josef Demmel, der Nachfolger von Bischof Weber.
Ja, hast recht. Fällt schwer aus seinem Schatten herauszutreten. Bild
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Petur
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Petur »

ad-fontes hat geschrieben: In Deutschland gibt es mehr als 20.000 Alt-Katholiken, die von 50 Pfarrer und Pfarrerinnen seelsorglich betreut werden.
Das sind nur die hauptamtlichen Priester/innen. Mit den "ehrenamtlichen" gibt es zirka 100 Geistliche.

Das Zitat stammt natürlich nicht von Ad-fontes.

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Amandus2 »

Gäbe es in der RKK keinen Zölibat, gäbe es auch die AKK nicht mehr bzw nur noch Reste von ihr.

Diese -aus rk Sicht- "am Zölibat "gescheiterten" ehemaligen r.k. Priester halten die AKK aufrecht, weil sie dort verheiratet und Priester sein können. Sie verdienen -meines Wissens- sogar mehr als rk Priester, haben aber nur ca 5-10 % an Gläubigen zu beseelsorgen....was wollen sie mehr?

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Amandus2 »

Die Zahl von 25.- 27.000 Mitglieder der AKK ist ein gehätschelter Mythos...

Wieviele sind es wohl wirklich? Nach Gesprächen mit Insidern der AKK schätze ich mal: unter 15.000....

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Amandus2 hat geschrieben:Sie verdienen -meines Wissens- sogar mehr als rk Priester, haben aber nur ca 5-10 % an Gläubigen zu beseelsorgen....was wollen sie mehr?
Vielleicht in der Schweiz...Christ86, wo bist du, wenn man dich braucht??
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Amandus2 hat geschrieben:Nach Gesprächen mit Insidern der AKK schätze ich mal: unter 15.000....
Scheinst ja einen guten Draht zu haben.. Bild

Kurze Zwischenfrage: Biste reformiert, oder habe da was verwechselt?

Wie kommst du dann auf Amandus?
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von ad-fontes »

Mit etwas anderem Akzent:
Mannheimer Morgen hat geschrieben:Ring wird neuer Bischof
Click here to find out more!

Der Regensburger Pfarrer Dr. Matthias Ring (46) wurde am Wochenende zum 10. Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gewählt. Seine Amtszeit beginnt mit der Bischofsweihe am 20. März 2010. Die Synode, das Kirchenparlament, hatte sich am Freitag und am Samstag in der Mannheimer Schlosskirche versammelt. Neben Pfarrer Ring hatten sich Pfarrer Ingo Reimer aus Essen und Dekan Jürgen Wenge für das Bischofsamt zur Verfügung gestellt. Ring erhielt 73 der 118 abgegebenen Stimmen und erreichte damit im dritten Wahlgang die notwendige Dreifünftel-Mehrheit.

Amtsinhaber Bischof Joachim Vobbe (62) hatte für das kommende Frühjahr angekündigt, sich aus der Leitung des Bistums aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen zu wollen. Da das Bistum mit rund 15 000 Gläubigen (weltweit circa 70 000) die gesamte Bundesrepublik umfasst, bot sich Mannheim guter bester Verkehrsanbindung als Tagungsort an - "zumal die Schlosskirche einen würdigen Rahmen für eine solche Wahl bietet", so die Alt-Katholische Kirche.
Reformkirche seit 1873

Das "Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland", so der staatskirchenrechtlich anerkannte Name, ist eine bischöflich-synodal verfasste katholische Kirche. Das bedeutet, dass die Kirchenmitglieder nicht nur ihre Pfarrerinnen und Pfarrer wählen, sondern auch ihr geistliches Oberhaupt. Die Geschichte der alt-katholischen Kirche geht zurück auf das Erste Vatikanische Konzil, auf welchem 1870 in Rom die Unfehlbarkeit des Papstes beschlossen wurde. Die Opponenten gegen dieses Dogma schlossen sich 1873 zu einem eigenen Bistum zusammen.

Die Alt-Katholiken, deren Namensbestandteil "alt" eine konservativere Kirche vermuten ließe, verstehen sich vielmehr als Reformkirche unter Bezug auf die Kirche der ersten Jahrhunderte. So ist nicht nur die Bischofswahl durch die Synode und die Pfarrerwahl durch die Gemeinde möglich, es ist den Geistlichen auch freigestellt, ob sie heiraten oder ehelos bleiben wollen. "Priestermangel ist im alt-katholischen Bistum ein Fremdwort," so die Kirchenoberen. Seit 1994 sind Frauen zu allen kirchlichen Ämtern zugelassen. "Auch Homosexualität ist kein Tabuthema mehr", versichern die Alt-Katholiken. tan
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Petur »

Amandus2 hat geschrieben:Gäbe es in der RKK keinen Zölibat, gäbe es auch die AKK nicht mehr bzw nur noch Reste von ihr.

Diese -aus rk Sicht- "am Zölibat "gescheiterten" ehemaligen r.k. Priester halten die AKK aufrecht, weil sie dort verheiratet und Priester sein können. Sie verdienen -meines Wissens- sogar mehr als rk Priester, haben aber nur ca 5-10 % an Gläubigen zu beseelsorgen....was wollen sie mehr?
Darüber haben wir früher schon gesprochen. Du irrst Dich. Schon sehr lange verdienen sie weniger als die RK Priester (soviel ich weiß, ist die Differenz nicht gering). Ja, sie haben nur ziemlich wenig Gläubige. Aber das Gebiet der Pfarrgemeinde ist riesig, da die Gläubigen verstreut leben. Es gibt eine extreme Diasporasituation, der Pfarrer soll aber seine Mitschwestern und Mitbrüder besuchen und seelsorgerisch betreuen, auch dann, wenn er mehrere Stunden fahren muss (vielleicht "nur" wegen 4-5 Leuten). Es geht nicht um eine "klerikale dolce vita", sondern um viel Arbeit.

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Petur »

Amandus2 hat geschrieben:Die Zahl von 25.- 27.000 Mitglieder der AKK ist ein gehätschelter Mythos...

Wieviele sind es wohl wirklich? Nach Gesprächen mit Insidern der AKK schätze ich mal: unter 15.000....
Und woher weißt Du, dass es sich bloß um einen Mythos geht? Du hast ja anscheinend nicht viel Ahnung über die AKK.

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Petur »

Amandus2 hat geschrieben:Gäbe es in der RKK keinen Zölibat, gäbe es auch die AKK nicht mehr bzw nur noch Reste von ihr.

Diese -aus rk Sicht- "am Zölibat "gescheiterten" ehemaligen r.k. Priester halten die AKK aufrecht, weil sie dort verheiratet und Priester sein können. Sie verdienen -meines Wissens- sogar mehr als rk Priester, haben aber nur ca 5-10 % an Gläubigen zu beseelsorgen....was wollen sie mehr?
In der Schweiz und wahrscheinlich auch in den Niederlanden ist die Mehrheit der Geistlichen "eigenes Produkt", also "altkatholisch geweiht". Und auch ein RK Priester kann altkath. gesinnt sein. Wenn er auch offiziell altkath. wird, dann ist er zu Hause.

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Amandus2 »

ad-fontes hat geschrieben:Mit etwas anderem Akzent:
Mannheimer Morgen hat geschrieben:Ring wird neuer Bischof
Click here to find out more!

Der Regensburger Pfarrer Dr. Matthias Ring (46) wurde am Wochenende zum 10. Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gewählt. Seine Amtszeit beginnt mit der Bischofsweihe am 20. März 2010. Die Synode, das Kirchenparlament, hatte sich am Freitag und am Samstag in der Mannheimer Schlosskirche versammelt. Neben Pfarrer Ring hatten sich Pfarrer Ingo Reimer aus Essen und Dekan Jürgen Wenge für das Bischofsamt zur Verfügung gestellt. Ring erhielt 73 der 118 abgegebenen Stimmen und erreichte damit im dritten Wahlgang die notwendige Dreifünftel-Mehrheit.

Amtsinhaber Bischof Joachim Vobbe (62) hatte für das kommende Frühjahr angekündigt, sich aus der Leitung des Bistums aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen zu wollen. Da das Bistum mit rund 15 000 Gläubigen (weltweit circa 70 000) die gesamte Bundesrepublik umfasst, bot sich Mannheim guter bester Verkehrsanbindung als Tagungsort an - "zumal die Schlosskirche einen würdigen Rahmen für eine solche Wahl bietet", so die Alt-Katholische Kirche.
Reformkirche seit 1873

Das "Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland", so der staatskirchenrechtlich anerkannte Name, ist eine bischöflich-synodal verfasste katholische Kirche. Das bedeutet, dass die Kirchenmitglieder nicht nur ihre Pfarrerinnen und Pfarrer wählen, sondern auch ihr geistliches Oberhaupt. Die Geschichte der alt-katholischen Kirche geht zurück auf das Erste Vatikanische Konzil, auf welchem 1870 in Rom die Unfehlbarkeit des Papstes beschlossen wurde. Die Opponenten gegen dieses Dogma schlossen sich 1873 zu einem eigenen Bistum zusammen.

Die Alt-Katholiken, deren Namensbestandteil "alt" eine konservativere Kirche vermuten ließe, verstehen sich vielmehr als Reformkirche unter Bezug auf die Kirche der ersten Jahrhunderte. So ist nicht nur die Bischofswahl durch die Synode und die Pfarrerwahl durch die Gemeinde möglich, es ist den Geistlichen auch freigestellt, ob sie heiraten oder ehelos bleiben wollen. "Priestermangel ist im alt-katholischen Bistum ein Fremdwort," so die Kirchenoberen. Seit 1994 sind Frauen zu allen kirchlichen Ämtern zugelassen. "Auch Homosexualität ist kein Tabuthema mehr", versichern die Alt-Katholiken. tan



"das Bistum mit rund 15 000 Gläubigen"

Na, da war meine Schätzung ja auf den Punkt genau!

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Petur
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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Petur »

Lieber Amandus, der Autor hat diese Zahl wahrscheinlich im Wikipedia-Artikel gefunden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Alt-Kathol ... eutschland

Das halt' ich nicht für maßgeblich.

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Re: Matthias Ring Bischof

Beitrag von Amandus2 »

Petur hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:Die Zahl von 25.- 27.000 Mitglieder der AKK ist ein gehätschelter Mythos...

Wieviele sind es wohl wirklich? Nach Gesprächen mit Insidern der AKK schätze ich mal: unter 15.000....
Und woher weißt Du, dass es sich bloß um einen Mythos geht? Du hast ja anscheinend nicht viel Ahnung über die AKK.



Die a.k. Priester sind oft erste Wahl, gut ausgebildet, hohes Niveau, hervorragende Priester. Ihr einziger "Fehler"? Sie hatten sich in eine Frau verliebt.

Nehmen wir den Bischofskandidaten Jürgen Wenge. Der war früher Studentenpfarrer in Münster. Münster ist aus katholischer Sicht nicht irgendeine Stadt, sondern hatte mal die größte katholische Fakultät der Welt. Als Jürgen Wenge in die ak Kirche übertrat, gingen tagelang Schockwellen durch Münster.

Man hat ihn dann, seinen Fähigkeiten entsprechend, in die größte a.k. Gemeinde in Deutschland, in Köln, eingesetzt und um Haaresbreite wäre er ja sogar Bischof geworden.

Andere Pfarrer aber, die auch hervorragend sind, müssen Sonntag für Sonntag vor einer "Gemeinde" von 5-10 Leuten predigen. Da kommt natürlich Frust auf, aber man kann ja nicht zurück in die RKK.

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