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Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 13:01
von Amandus2
Christliche Unitarier glauben an einen Gott in einer Einheit (unitas), also nicht an das Dogma der Trinität. Sie beziehen sich dabei auf die Bibel und auf Jesus, dem ja auch davon nichts bekannt war.
Der erste bedeutende Unitarier war der katalanische Arzt Michael Servet, der im Genf Calvins auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. In Siebenbürgen und in Ungarn konnte sich aber die Gemeinschaft nunmehr seit mehreren Hundert Jahren friedlich entwickeln, so dass vor allem Siebenbürgen (Rumänien) und Ungarn die Zentren des klassischen Unitarismus sind und wo die Unitarier in einigen Gegenden Volkskirchencharakter haben. In Siebenbürgen besteht in Klausenburg (Cluj) eine theologische Hochschule, die von Unitariern, Reformierten und Lutheranern gemeinsam genutzt wird. Diese drei Kirchen sowie die Katholiken sind dort auch gemeinsam in der Ökumene aktiv (Weltgebetswoche usw). In Siebenbürgen sind die Unitarier stark beeinflusst von Harnack, Bultmann, Tillich und Albert Schweitzer, der auch eine enge Verbindung mit den Berlinern Unitariern hatte.
Wer Liverpool besucht, wird überrascht sein, von Einheimischen zu hören, dass die Stadt drei Kathedralen hat: die anglikanische, die römisch-katholische und die unitarische. Auch in England in in jeder größeren Stadt eine unitarische Kirche vorhabden.
Die unitarische Kirche ist eine Kirche der Toleranz. Sie war die erste, die Frauen ordinierte, die gleichgeschlechtliche Partnerschaften segnete und die in der Religionsökumene aktiv wurde. Jede Gemeinde hat somit auch einen eigenen Bekenntnisstand bzw. es werden grundsätzlich keine Dogmen festgeschrieben.
In Deutschland ist die Situation komplizierter: Dort gibt es nur zwei christliche unitarische Gemeinden, in Berlin und in Frankfurt. Diese haben keinerlei Kontakt zu den anderen etwa 6000 deutschen Unitariern, die nicht mehr christlich, sondern pantheistisch sind, in der Vergangenheit stark völkisch orientiert waren und deshalb auch schon mal als "Nazisekte" bezeichnet wurden.
Die Berliner Unitarische Gemeinde dagegen ist christlich orientiert.
In dem Buch: Was erwartet uns nach dem Tod? (GTB) schreibt der Pfarrer dieser Gemeinde, Martin Schröder u.a.:
"...denn wir glauben an die Wiedergeburt. Wenn Jesus von Nazareth in der Bergpredigt sagt: "Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist (Matth. 5,48), dann sehen wir darin eine Bestätigung, denn wie könnte ein einziges Menschenleben genügen, dieses hohe Ziel zu erreichen?
Wir beten Jesus nicht als Gott an, aber wir verehren ihn als Meister und Lehrer, der uns den Weg zu Gott weist. (...) Sterben wir, so legen wir lediglich unsere irdische Hülle ab, unser von Gott geschenktes unsterbliches Ich aber lebt weiter. Es wird sich nun von den Strapazen seines jüngsten Erdenlebens erholen, wird Enttäuschungen verarbeiten, wird feststellen, was gut gelungen ist und was verbesserungswürdig bleibt - kurzum, wir ziehen BIlanz. (...) Aber immer kommt für uns der Zeitpunkt, da wir anfangen, nach einer neuen Inkarnation zu streben., um den nächsten Schritt auf unserer großen Schicksalsbahn zu gehen. bis wir den letzten Schritt des Möglichen getan haben, bis wir vollkommen geworden sind und endgültig zu unserem Schöpfer zurückkehren, wie es uns Jesus von Nazaretz verheißen hat.
Und so schließt sich denn der Kreis: Von Gott sind wir ausgegangen, zu Gott kehren wir zurück. Deshalb wollen wir - im Diesseits und im Jenseits von denen lernen, die uns vorauss sind und denen helfen, denen wir voraus sind. So wollen wir zuletzt in diesem Miteinander-Helfend-Leben auch die Tiere und die Pflanzen mit einbeziehen. Sie stehen zwar in ihrer Entwicklung weit unter uns, aber auch sie sind Geschöpfe Gottes, sind beseelt und sterben, um eines späteren Tages wiedergeboren zu werden. "Bruder Tier" und "Schwester Pflanze", das klingt zwar dem einen oder anderen wie etwas überzogener Mystizismus, es ist aber jahrtausendealte Weisheit. "
Ich selbst habe mich bisher wenig mit dem Thema Wiedergeburt beschäftigt, aber ich sehe den Hauptunterschied zum östlichen Glauben darin, dass bei den christlichen Unitariern der Mensch nach einer Serie von Erdenleben wieder zu Gott heimkehrt, während zum Beispiel im Buddhismus der Mensch im Nirwana verlöscht.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 17:39
von Miserere Nobis Domine
Kann man das denn als christlich bezeichnen, wenn man gar nicht das christliche Gottesbild, die hl. Dreieinigkeit, bekennt?
Dass Jesus nur ein Gesandter Gottes wäre, kenne ich als Lehre des Islam.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 17:52
von Petur
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Kann man das denn als christlich bezeichnen, wenn man gar nicht das christliche Gottesbild, die hl. Dreieinigkeit, bekennt?
Dass Jesus nur ein Gesandter Gottes wäre, kenne ich als Lehre des Islam.
Ja, aber auch die Unitarier halten Ihn für den Erlöser. Im dogmatischen Sinne sind sie keine Christen, doch sie sind trotzdem irgendwie Christusnachfolger. Ein erzkonservativer ungarischer RK Theologe hat sie in einem Interview "Kulturchristen" genannt (im eigentlichen Sinne hält er sie jedoch natürlich nicht für Christen).
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 17:56
von Petur
Ihre Kirchen in Ungarn:
http://www.unitar.hu/Tudastar/templomok ... orszag.htm
Das Gebäude auf den letzten Bildern funktioniert nicht mehr als Kirche, sondern als Museum.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 18:28
von Miserere Nobis Domine
Danke für die Bilder! Gibt es architektonische Eigenheiten der Unitarier? Spontan sehe ich keinen Unterschied zu reformierten Kirchen in Ungarn.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 18:49
von Amandus2
Danke, Petur, für die Bilder aus Ungarn!
Hier auch noch Bilder von unitarischen Kirchen in Siebenbürgen/Rumänien:
http://www.unitarius.ro/
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 19:39
von Amandus2
und der Katechismus der Unitarischen Kirche Ungarns in englischer Sprache:
http://www.unitarius.hu/english/catechism.html
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 21:13
von Galilei
Amande, zählst Du auch die Zeugen Jehovas zu den „christlichen Unitariern“? Wenn nein, warum nicht?
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 21:14
von Nassos
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Kann man das denn als christlich bezeichnen, wenn man gar nicht das christliche Gottesbild, die hl. Dreieinigkeit, bekennt?
Dass Jesus nur ein Gesandter Gottes wäre, kenne ich als Lehre des Islam.
Abgesehen von der Ablehnung der Dreieinigkeit: verbiegen sie sonst irgendwas (wie zum Beispiel die Mormonen)?
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 21:32
von Christ86
Nassos hat geschrieben:Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Kann man das denn als christlich bezeichnen, wenn man gar nicht das christliche Gottesbild, die hl. Dreieinigkeit, bekennt?
Dass Jesus nur ein Gesandter Gottes wäre, kenne ich als Lehre des Islam.
Abgesehen von der Ablehnung der Dreieinigkeit: verbiegen sie sonst irgendwas (wie zum Beispiel die Mormonen)?
Die Mormonen erscheinen mir weit christlicher als diese unitarische Vereinigung. Meines Wissens sind das ebenjene, die obskure Sekten hervorgebracht haben, die agnostische Lehren in Vermischung mit Esoterik praktizieren.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 21:36
von Nassos
Ah, vielen Dank.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 21:38
von Linus
Natürlich. Ist so wie wenn dir ein Arzt eine künstliche Pumpe einsetzt, wenn da die Batterie ausläuft vergiftet sie den ganzen Körper. Die Ablehnung des Trinitätsdogmas durch Unitarier zieht einen ganzen Rattenschwanz nach sich.
ich zitier mal wieder Chesterton
Wollen wir Reform, müssen wir uns an die Orthodoxie halten; ganz besonders bei der[…] Frage, ob man auf eine immanente oder transzendente Gottheit setzen muß. Setzen wir auf die Immanenz Gottes so landen wir bei Introspektion, Selbstisolierung, Quietismus, soziale Indifferenz - Tibet. Setzen wir auf die Transzendenz Gottes, landen wir bei Verwundern, Neugierde, moralischem und politischem Abenteuer, gerechtem Zorn - Christentum. Beharren wir darauf, daß Gott dem Menschen innewohnt, dann bleibt der Mensch stets bei sich. Beharren wir darauf, daß Gott über den Menschen hinausgeht, dann geht auch der Mensch über sich hinaus.[…] Zum Beispiel beim schwierigen Problem der Dreifaltigkeit. Die Unitarier […] sind häufig deshalb Anhänger der Reform, weil der Zufall viele kleine Sekten wie die ihre in eine solche Haltung hineindrängt. Die Ersetzung der Dreifaltigkeit durch reinen Monotheismus hat jedoch nichts Liberales oder Reformerisches an sich. Dem Verstand mag der dreifaltige Gott des Athanasianischen Glaubensbekenntnisses ein Rätsel sein; aber das Geheimnisvolle und Grausame eines Sultans hat Er viel weniger an sich als der einsame Gott von Omar oder Mohammed. Dieser Gott, eine furchterregende Einheit, ist nicht bloß ein König, sondern ein orientalischer König
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 21:39
von Nassos
Christ86 hat geschrieben:Die Mormonen erscheinen mir weit christlicher als diese unitarische Vereinigung.
100 mal 0 ist gleich ...
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 21:42
von Christ86
Nassos hat geschrieben:Christ86 hat geschrieben:Die Mormonen erscheinen mir weit christlicher als diese unitarische Vereinigung.
100 mal 0 ist gleich ...
Die Mormonen sind verirrte Schafe des Herrn, die einige Irrtümer betreffend rechte Dreifaltigkeitslehre u.ä. aufweisen, die Unitarier hingegen sind in keiner Weise Christen, viele von ihnen glauben an eine unpersönliche höhere Macht, dass alle Religionen das selbe seien etc. etc. etc.
Man hüte sich am Morgarten.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 21:45
von Nassos
Linus hat geschrieben:Die Ersetzung der Dreifaltigkeit durch reinen Monotheismus
autsch
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 22:28
von Amandus2
Christ86 hat geschrieben:Nassos hat geschrieben:Christ86 hat geschrieben:Die Mormonen erscheinen mir weit christlicher als diese unitarische Vereinigung.
100 mal 0 ist gleich ...
Die Mormonen sind verirrte Schafe des Herrn, die einige Irrtümer betreffend rechte Dreifaltigkeitslehre u.ä. aufweisen, die Unitarier hingegen sind in keiner Weise Christen, viele von ihnen glauben an eine unpersönliche höhere Macht, dass alle Religionen das selbe seien etc. etc. etc.
Man hüte sich am Morgarten.
Christ86:
Hier muss wohl deinerseits eine Verwechselung mit den pantheistischen Unitariergruppen in Deutschland vorliegen...
Es ist nicht meine Aufgabe, die Unitarier zu verteidigen. Dennoch: Dieser Faden behandelt die CHRISTLICHEN(!) Unitarier! Dass die anderen Unitarier in Deutschland keine Christen mehr sind, wird von ihnen selbst nicht in Frage gestellt.
Wenn ich den o.a. Katechismus der Unitarischen Kirche in Siebenbürgen bzw Ungarn ansehe, kann ich nichts Unchristliches erkennen.
Wenn man den Katechismus liest, wird deutlich, dass es sich hierbei um ein Tatchristentum handelt, das z.B. die lutherische Rechtfertigungslehre ablehnt. Der Glaube ist, wie ein Glaube meiner Meinung nach sein sollte, sehr einfach: Es gibt einen liebenden Gott, der Gutes belohnt, aber Böses auch bestraft. Wenn wir ehrlich auf unser Gewissen achten, wissen wir, wie wir zu leben haben. Der Mensch Jesus zeigt uns durch sein Leben den Willen Gottes. Deswegen ist Jesus auch für christliche Unitarier der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Komplizierte theologische Dinge, die nichts anderes sind als pure Spekulation (Trinität, Prädestination, Rechtfertigungslehre) helfen den Menschen nicht und müssen nicht besprochen werden.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 22:39
von Christ86
Amandus2 hat geschrieben:
Christ86:
Hier muss wohl deinerseits eine Verwechselung mit den pantheistischen Unitariergruppen in Deutschland vorliegen...
Es ist nicht meine Aufgabe, die Unitarier zu verteidigen. Dennoch: Dieser Faden behandelt die CHRISTLICHEN(!) Unitarier! Dass die anderen Unitarier in Deutschland keine Christen mehr sind, wird von ihnen selbst nicht in Frage gestellt.
Wenn ich den o.a. Katechismus der Unitarischen Kirche in Siebenbürgen bzw Ungarn ansehe, kann ich nichts Unchristliches erkennen.
Wenn man den Katechismus liest, wird deutlich, dass es sich hierbei um ein Tatchristentum handelt, das z.B. die lutherische Rechtfertigungslehre ablehnt. Der Glaube ist, wie ein Glaube meiner Meinung nach sein sollte, sehr einfach: Es gibt einen liebenden Gott, der Gutes belohnt, aber Böses auch bestraft. Wenn wir ehrlich auf unser Gewissen achten, wissen wir, wie wir zu leben haben. Der Mensch Jesus zeigt uns durch sein Leben den Willen Gottes. Deswegen ist Jesus auch für christliche Unitarier der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Komplizierte theologische Dinge, die nichts anderes sind als pure Spekulation (Trinität, Prädestination, Rechtfertigungslehre) helfen den Menschen nicht und müssen nicht besprochen werden.
Lieber Amandus (übrigens schön, mal wieder von dir zu lesen. Erinnert mich an Gespräche über die Reformierten und zig interessante Freikirchen...)
Ein reines Tat-Christentum ist sicherlich nicht per se falsch, auch wenn es natürlich gewissen Aspekten der Beziehung zwischen Gott und den Menschen, seinen irdischen Kindern und der edelsten Schöpfung, nicht gerecht wird.
Es ist auch meine Meinung und mein Glauben, dass der eine und ewige Gott Gutes belohnt, Böses aber straft.
Wenn es einen Unterschied gibt zwischen den mir bekannten Unitariern und den von dir hier benannten, der darin liegt, dass die von dir erwähnten den einen Herrn Jesus Christus anerkennen, so ist das erfreulich und ihrem Heil gewiss nicht abträglich.
Widersprechen muss ich dir allerdings im Punkt, dass Trinität etc. Spekulation seien. Es hat Gott gefallen, sich selbst und die Wahrheit seinen Kindern zu offenbaren. Wir müssen daher alles befolgen, was ER geboten hat und was er geoffenbart hat heilig halten und als Wahrheit bekennen. Für Nicht-Trinitarier wird der Spielraum hier eng, sehr eng.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 22:51
von Nassos
Sorry, wenn Jesus nur als (perfekter) Mensch gesehen wird, dann ist das Häresie. Ob das dem Heil abträglich ist, dazu spricht die Kirche ganz deutliche Worte und hat dies schon immer getan.
Die Prädestination und die Rechtfertigungslehre sind separate Themen, wir wollen den Strang nicht aufblähen. Wer die Trinität als Spekulation abtut, der hat sich verabschiedet.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:01
von Amandus2
"Widersprechen muss ich dir allerdings im Punkt, dass Trinität etc. Spekulation seien. Es hat Gott gefallen, sich selbst und die Wahrheit seinen Kindern zu offenbaren."
Lieber Christ86:
Wo hat Gott die Trinität geoffenbart? In der Bibel finde ich NICHTS darüber.....
Ich sehe vielmehr, dass erst nach dem Streit um Arius dieser Glaubenssatz im Rahmen einer Kampfabstimmung auf dem Konzil von Nizäa dogmatisiert wurde.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:03
von Nassos
Die Dogmen wurden auch erst dann aufgestellt, wenn Häresien aufkamen.
Warum hierzu die Schrift nicht ausreicht, sprengt den Rahmen dieses Unterforums.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:07
von Christ86
Amandus2 hat geschrieben:"Widersprechen muss ich dir allerdings im Punkt, dass Trinität etc. Spekulation seien. Es hat Gott gefallen, sich selbst und die Wahrheit seinen Kindern zu offenbaren."
Lieber Christ86:
Wo hat Gott die Trinität geoffenbart? In der Bibel finde ich NICHTS darüber.....
Ich sehe vielmehr, dass erst nach dem Streit um Arius dieser Glaubenssatz im Rahmen einer Kampfabstimmung auf dem Konzil von Nizäa dogmatisiert wurde.
Der Hl. Geist hat sie den Vätern des Hl. Konzils geoffenbart als es darum ging, einen fatalen Irrtum zu verurteilen. Somit hat Gott selbst es geoffenbart.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:11
von Amandus2
Christ86 hat geschrieben:Amandus2 hat geschrieben:"Widersprechen muss ich dir allerdings im Punkt, dass Trinität etc. Spekulation seien. Es hat Gott gefallen, sich selbst und die Wahrheit seinen Kindern zu offenbaren."
Lieber Christ86:
Wo hat Gott die Trinität geoffenbart? In der Bibel finde ich NICHTS darüber.....
Ich sehe vielmehr, dass erst nach dem Streit um Arius dieser Glaubenssatz im Rahmen einer Kampfabstimmung auf dem Konzil von Nizäa dogmatisiert wurde.
Der Hl. Geist hat sie den Vätern des Hl. Konzils geoffenbart als es darum ging, einen fatalen Irrtum zu verurteilen. Somit hat Gott selbst es geoffenbart.
Damit wäre dann die Diskussion beendet, denn was soll man noch erwidern, wenn darauf hingewiesen wird, dass jedes Dogma, das die katholische Kirche erlassen ist, vom Heiligen Geist kommt?
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:14
von Christ86
Amandus2 hat geschrieben:Christ86 hat geschrieben:Amandus2 hat geschrieben:"Widersprechen muss ich dir allerdings im Punkt, dass Trinität etc. Spekulation seien. Es hat Gott gefallen, sich selbst und die Wahrheit seinen Kindern zu offenbaren."
Lieber Christ86:
Wo hat Gott die Trinität geoffenbart? In der Bibel finde ich NICHTS darüber.....
Ich sehe vielmehr, dass erst nach dem Streit um Arius dieser Glaubenssatz im Rahmen einer Kampfabstimmung auf dem Konzil von Nizäa dogmatisiert wurde.
Der Hl. Geist hat sie den Vätern des Hl. Konzils geoffenbart als es darum ging, einen fatalen Irrtum zu verurteilen. Somit hat Gott selbst es geoffenbart.
Damit wäre dann die Diskussion beendet, denn was soll man noch erwidern, wenn darauf hingewiesen wird, dass jedes Dogma, das die katholische Kirche erlassen ist, vom Heiligen Geist kommt?

Was meinst du hier mit katholisch? Wenn du die allumfassende, universale und somit katholische Kirche meinst, dann ist ja klar, dass man gehorchen muss. Wenn du die katholische, also die römische, Kirche meinst, dann sei gesagt, dass dieses Dogma zusammen mit den heutigen Orthodoxen und somit der ganzen Kirche erlassen wurde.

Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:17
von Nassos
Christ86,
Du baust seiner Ansicht nach auf einem Argument auf, dass nur Spekulation ist. Er hat Recht: die Diskussion macht nicht viel Sinn.
Aber da es um die Ansicht der Unitarier ging, würde ich gerne wissen, auf welche Bibelstellen sie denn ihre Ansicht stützten (vor allem die der Wiedergeburt).
Gruß,
Nassos
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:29
von Amandus2
Nassos hat geschrieben:Christ86,
Du baust seiner Ansicht nach auf einem Argument auf, dass nur Spekulation ist. Er hat Recht: die Diskussion macht nicht viel Sinn.
Aber da es um die Ansicht der Unitarier ging, würde ich gerne wissen, auf welche Bibelstellen sie denn ihre Ansicht stützten (vor allem die der Wiedergeburt).
Gruß,
Nassos
Die Bibelstellen zu Jesus finden sich alle im o.g. unitarischen Katechismus Siebenbürgens/Ungarns.
Die Meinung zum Thema Wiedergeburt halte ich für eine Fehlentwicklung speziell der Berliner Gemeinde. Ich halte es nicht für richtig, dass auf der Homepage der Gemeinde dieses Thema angesprochen wird, wohl halte ich es für legitim, dass einzelne Mitglieder der Gemeinde für sich persönlich zu dieser Meinung kommen.
Ich persönlich kann mit dem Thema Wiedergeburt nichts anfangen.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:36
von Thomas_de_Austria
Damit wäre dann die Diskussion beendet, denn was soll man noch erwidern, wenn darauf hingewiesen wird, dass jedes Dogma, das die katholische Kirche erlassen ist, vom Heiligen Geist kommt?
Genau so ist es.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:39
von Christ86
Thomas_de_Austria hat geschrieben:Damit wäre dann die Diskussion beendet, denn was soll man noch erwidern, wenn darauf hingewiesen wird, dass jedes Dogma, das die katholische Kirche erlassen ist, vom Heiligen Geist kommt?
Genau so ist es.
Das darfst du hier nicht sagen, sonst kommt bald Stephen Dedalus und findet sich und die anderen Prottis diskriminiert und beanstandet den Beitrag. Besser schweigen und lachen

Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:42
von Thomas_de_Austria
Dass ich in dem Bereich des Forums etwas von mir gebe, ist ohnehin ein einmaliges (oder zweimaliges
) Ereignis ...
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:42
von Miserere Nobis Domine
Sicher kommt das Wort "Trinität" in der Bibel nicht vor, aber die Hinweise sind doch sehr deutlich, das beginnt schon in Genesis.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:42
von Nassos
Amandus2 hat geschrieben:Ich halte es nicht für richtig, dass auf der Homepage der Gemeinde dieses Thema angesprochen wird, wohl halte ich es für legitim, dass einzelne Mitglieder der Gemeinde für sich persönlich zu dieser Meinung kommen.
Wenn das deren Sichtweise ist, dann sollen die das auch auf der Homepage haben. Das Verbergen mutete dagegen sehr suspekt an.
Ist es tatsächlich so, dass Mitglieder unterschiedliche Ansichten (bzgl. Reinkarnation) haben dürfen? Wo wäre der gemeinsame Nenner im Sinne von "Gemeinde"?
Gruß,
Nassos
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Sonntag 3. Oktober 2010, 23:52
von Christ86
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Sicher kommt das Wort "Trinität" in der Bibel nicht vor, aber die Hinweise sind doch sehr deutlich, das beginnt schon in Genesis.
So ist es. Abraham erscheint die Hl. Dreifaltigkeit selbst in Form von drei Männern/Engeln. Schon im Alten Testament ist die Wahrheit der Trinität geoffenbart, wenn auch verkannt worden.
Re: Christliche Unitarier
Verfasst: Montag 4. Oktober 2010, 00:19
von Amandus2
Christ86 hat geschrieben:Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Sicher kommt das Wort "Trinität" in der Bibel nicht vor, aber die Hinweise sind doch sehr deutlich, das beginnt schon in Genesis.
So ist es. Abraham erscheint die Hl. Dreifaltigkeit selbst in Form von drei Männern/Engeln. Schon im Alten Testament ist die Wahrheit der Trinität geoffenbart, wenn auch verkannt worden.
Hm, da wundere ich mich aber, dass die Juden nach 3000 Jahren Studium des Alten Testamentes immer noch nicht darauf gekommen sind, dass Gott in drei Personen existiert.....