Defizienz lutherisch-orthodoxer Theologie ?
Verfasst: Samstag 23. April 2011, 11:47
Ich beschäftige mich seit kurzem etwas intensiver mit der orthodoxen lutherischen Theologie, und muss konstatieren dass ich vieles -als jemand der sich sonst eher im evangelikalen Bereich bewegt- noch nicht ganz durchdrungen resp. verstanden habe, insbesondere die völlige Passivität bei der Rechtferigung, dass ich mir die Gnade "schenken lassen" muss (wobei ich die orthodox-calvinistische Position noch weniger nachvollziehen kann)...
Wer vertritt eigentlich noch die orthodoxe lutherische Rechtfertigungslehre ?
In der EKD und anderen, liberal geprägten lutherischen Kirchen spielt orthodoxe luth. Theologie wahrsch. spätestens seit der Leuenberger Konkordie nur noch eine marginale Rolle; Konservative Lutheraner aus der Landeskirche sind eher evangelikal-pietistisch geprägt, konservative skandinavische Lutheraner hochkirchlich, ebenso wie die SELKies.....es sind wohl eher die kleinen lutherischen Kirchen (z.B. der KELK) die noch an der orthodox-lutherischen Lehre festhalten...
Um auf mein eigentliches Anliegen zu sprechen zu kommen: Kann es nicht sein, dass die lutherisch-orthodoxe Lehre bereits in sich (strukturelle) Defizite aufweist? Bereits 1675 wird ja von SPENER in seiner pia desideria ein toter Glaube in der luth. Kirche beklagt...der Pietismus scheint mehr Leute zu mobilisieren als die Orthodoxie....genauso wie hochkirchliche (und eben auch "evangelikale") Erweckungen im 19. Jh.......BONHOEFFER spricht von einer billigen Gnade, ich habe seine Ausführungen kurz überflogen und kann sie relativ gut nachvollziehen..
P.S. Das soll kein Angriff auf diejenigen sein, die die luth.orth. Lehre vertreten; ich will bloß versuchen sie besser nachzuvollziehen..
Wer vertritt eigentlich noch die orthodoxe lutherische Rechtfertigungslehre ?
In der EKD und anderen, liberal geprägten lutherischen Kirchen spielt orthodoxe luth. Theologie wahrsch. spätestens seit der Leuenberger Konkordie nur noch eine marginale Rolle; Konservative Lutheraner aus der Landeskirche sind eher evangelikal-pietistisch geprägt, konservative skandinavische Lutheraner hochkirchlich, ebenso wie die SELKies.....es sind wohl eher die kleinen lutherischen Kirchen (z.B. der KELK) die noch an der orthodox-lutherischen Lehre festhalten...
Um auf mein eigentliches Anliegen zu sprechen zu kommen: Kann es nicht sein, dass die lutherisch-orthodoxe Lehre bereits in sich (strukturelle) Defizite aufweist? Bereits 1675 wird ja von SPENER in seiner pia desideria ein toter Glaube in der luth. Kirche beklagt...der Pietismus scheint mehr Leute zu mobilisieren als die Orthodoxie....genauso wie hochkirchliche (und eben auch "evangelikale") Erweckungen im 19. Jh.......BONHOEFFER spricht von einer billigen Gnade, ich habe seine Ausführungen kurz überflogen und kann sie relativ gut nachvollziehen..
P.S. Das soll kein Angriff auf diejenigen sein, die die luth.orth. Lehre vertreten; ich will bloß versuchen sie besser nachzuvollziehen..