Wenn ich über meine Hausbank Geld investiere, lasse ich mich darüber aufklären, wer mein Geld bekommt, in was es investiert wird und wie die dortige Geschäftspolitik so aussieht.
ganz genau so ist es!
Das hat die Landeskirche offenbar auch gemacht. Lehman Brothers hatte sicherlich auch nicht den schlechtesten Ruf unter den globalen Investmentbanken
da kommt es wohl darauf an, was unter "Ruf" zu verstehen sei!?
lehmann hatte über jahrzehnte insofern keinen "schlechten ruf", weil sie fast jährlich eine überdurchschnittliche rendite aufzuweisen hatten!
wie diese renditen nun zu stande kommen, interessiert den "anleger" dabei herzlich wenig, denn so gut wie jede bank teilt mit ihren anlegern etwas grunsätzliches- höchstmögliche rendite (profit) bei gleichzeitigem geringstmöglichem risiko (klar dabei ist- je größer die in aussicht gestellte rendite, desto größer die bereitschaft, ein größeres risiko dabei einzugehen).
dabei ist
Wenn ich über meine Hausbank Geld investiere, lasse ich mich darüber aufklären, wer mein Geld bekommt, in was es investiert wird und wie die dortige Geschäftspolitik so aussieht.
natürlich ein löblich vorsatz- in der praxis aber reine utopie (oder selbstbetrug)!
mir zumindest ist in diesem lande nur eine einzige bank bekannt, die nach angeblich "ethischen" maßstäben ausgerichtet ist:
[/url]
www.gls.de
selbst wenn wir von ausgehen würden, dass 99,99% aller banken "wenigstens" sich an bestehende gesetze halten (was allein schon utopie ist), so ist das "wesen" einer bank immer jene höchstmögliche rendite zu erreichen!
wenn ich nun zu einer bank gehe und sage:
"ich möchte bei ihnen gerne 100.000€ anlegen, aber nur wenn sie mir garantieren können, dass nicht 1€ davon in rüstungsindustrien oder genforschung angelegt wird- ich bin nämlich überzeugter christ, wissen sie..."
dann wird mir jede bank sogar versichern:
"kein problem! wir haben einen speziellen ethikfond genau für solche fälle (auch mit "moral" lässt sich heute sehr gut geld verdienen)"
und selbst wenn dann im computer eingegeben würde:
"das geld von herrn müller bitte zu 100% nur in unseren christlichen ethikfond..." (was ebenso utopie ist

), dann hat diese bank natürlich immer noch ihre anteile an waffenherstellern, biotec und wasweißich (solange es profit bringt-gell)...
das dazu!
ansonsten möcht ich nebenbei noch darauf hinweisen- aktien bzw. börse ist nichts weiter als "satan" (wenn ich es mal ganz höfflich benennen wollte).
ich habe eine ganze weile mit aktien gehandelt mit dem einzigen unterschied zu meinen "glaubensbrüdern"- ich habs mir nicht schön geredet!
ich wußte dass ich "schlechtes" tue und unterstütze- war mir aber egal, weil ich in möglichst kurzer zeit viel geld verdienen wollte.
und das ist der springende punkt- KEINER legt sein geld bei einem unternehmen an, weil er/sie einfach toll findet was "die" machen und dieses unternehmen einfach nur unterstützen möchte (wenn das so wäre, würde ich diesem unternehmen mein geld ja spenden/schenken).
ich erwarte eine gute verzinsung/dividende- kurz einen "mehrwert" meines geldes!
und selbst wenn ich nach "ethischen" prinzipien nun meine aktien kaufe, meine anteile an einer firma- zb in einen solarhersteller (weil ich öko bin oder so), dann werde ich mir sorgen machen um meine geldanlage und wenig erfreut sein, wenn ich lese:
"wegen drohender rezession siehts schlecht aus für alternativenergien..." und der kurs meiner solarfirma sinkt.
und am nächsten tag lese ich:
"die firma solar entlässt 20.000 mitarbeiter und wird trotz rezession den vorjahresgewinn übertreffen"
und meine anteile haben schwuppdiewupp mal eben 20% gewinn gemacht.
schon haben wir eine wunderbare "gewissensprüfung"- bedaure ich das kommende schicksal jener 20.000 joblosen oder freu ich mich über das sehr gute managment mit ihrem profitmaximierungsstreben, was mir 20% gewinn ermöglicht hat!?
nun gibt es dabei ja auch sehr häufig das "gute" argument:
"es kommt auch darauf an, was ich mit dem geld (gewinn) mache.
manchmal darf man sich des schlechten bedienen, um etwas gutes damit zu bewirken..." (oder- der zweck heiligt die mittel)...
dann wäre die frage, ob das so ist!?
kann etwas was vom satan kommt, auch zu gott führen?
oder kann grundsätzlich alles was vom satan kommt, auch immer nur zu satan führen?
jesus zumindest hatte seine antwort gefunden, als satan ihm in der wüste die welt anbot- er lehnte ab.
anscheinend war er wohl der meinung, dass der "zweck" keineswegs die mittel "heiligt" und das alles was vom satan kommt, immer auch nur zum satan zurück führt......