Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.
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Linus
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Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Linus »

Thema wurde nicht von Linus eröffnet sondern von Fliege abgetrennt
Die Trauung meines Schwagers und der Schwägerin war so ein Fall. Er katholisch, sie freikirchlich - geheiratet wurde in der Freikirche, allerdings mit katholischem Pfarrer. (also waren die wesentlichen Dinge für eine katholisch-sakramentalgültige Eheschließung ohne Dispens gegeben.) Der Freikirchenpastor muß mal katholisch gewesen sein, so perfekt wie der als Ministrant mit dem Ringtablett, der Traustola und dem Weihwasser neben dem Hochwürdigen Herrn gestanden ist.... :mrgreen: (Die Taufe der Tochter war ebenfalls katholisch, (Exorzismus, Salz und Co) einzige Bedingung der Mutter war: Untertauchen- was die katholischen Teile der Familie zur Befürchtungsspekulation ob die kleine "eh net dersauft" geführt hat.... :D
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ifugao
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von ifugao »

Clemens hat geschrieben:Aber Ifugao!
Du wirst doch nicht etwa in Gedanken dich daran ergötzen, wie Linus zur evangelischen Trauung seines Kindes geht oder so etwas??? :D
Oooooh der Möglichkeiten gibt es viele. :mrgreen:


@ Linus
Hoffentlich erledigt dein Schwager seinen Job auch ordentlich, sonst wird das arme Kind noch glaubenstechnisch infiltriert. Aber der Linus wird`s dann schon richten.....
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Lutheraner
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von Lutheraner »

Linus hat geschrieben:Die Trauung meines Schwagers und der Schwägerin war so ein Fall. Er katholisch, sie freikirchlich - geheiratet wurde in der Freikirche, allerdings mit katholischem Pfarrer. (also waren die wesentlichen Dinge für eine katholisch-sakramentalgültige Eheschließung ohne Dispens gegeben.) Der Freikirchenpastor muß mal katholisch gewesen sein, so perfekt wie der als Ministrant mit dem Ringtablett, der Traustola und dem Weihwasser neben dem Hochwürdigen Herrn gestanden ist.... :mrgreen: (Die Taufe der Tochter war ebenfalls katholisch, (Exorzismus, Salz und Co) einzige Bedingung der Mutter war: Untertauchen- was die katholischen Teile der Familie zur Befürchtungsspekulation ob die kleine "eh net dersauft" geführt hat.... :D
Was ist denn das für eine Freikirche - Kindstaufe mit Untertauchen?
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ifugao
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von ifugao »

Lutheraner hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Die Trauung meines Schwagers und der Schwägerin war so ein Fall. Er katholisch, sie freikirchlich - geheiratet wurde in der Freikirche, allerdings mit katholischem Pfarrer. (also waren die wesentlichen Dinge für eine katholisch-sakramentalgültige Eheschließung ohne Dispens gegeben.) Der Freikirchenpastor muß mal katholisch gewesen sein, so perfekt wie der als Ministrant mit dem Ringtablett, der Traustola und dem Weihwasser neben dem Hochwürdigen Herrn gestanden ist.... :mrgreen: (Die Taufe der Tochter war ebenfalls katholisch, (Exorzismus, Salz und Co) einzige Bedingung der Mutter war: Untertauchen- was die katholischen Teile der Familie zur Befürchtungsspekulation ob die kleine "eh net dersauft" geführt hat.... :D
Was ist denn das für eine Freikirche - Kindstaufe mit Untertauchen?

Die hat er vermutlich erfunden. :D
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asderrix
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von asderrix »

Lutheraner hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Die Trauung meines Schwagers und der Schwägerin war so ein Fall. Er katholisch, sie freikirchlich - geheiratet wurde in der Freikirche, allerdings mit katholischem Pfarrer. (also waren die wesentlichen Dinge für eine katholisch-sakramentalgültige Eheschließung ohne Dispens gegeben.) Der Freikirchenpastor muß mal katholisch gewesen sein, so perfekt wie der als Ministrant mit dem Ringtablett, der Traustola und dem Weihwasser neben dem Hochwürdigen Herrn gestanden ist.... :mrgreen: (Die Taufe der Tochter war ebenfalls katholisch, (Exorzismus, Salz und Co) einzige Bedingung der Mutter war: Untertauchen- was die katholischen Teile der Familie zur Befürchtungsspekulation ob die kleine "eh net dersauft" geführt hat.... :D
Was ist denn das für eine Freikirche - Kindstaufe mit Untertauchen?
Sah ne Doku jetzt die Tage über den Don, da wurde von der Russisch Orthodoxen Kirche Berichtet das sie Kinder im Don durch fast untertauchen, drei mal eintauchen bis zum Hals und dann Wasser über den Kopf träufeln, taufen.
Bei ner Freikirche kann ich mir das eigentlich auch nicht vorstellen.
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Robert Ketelhohn
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Wieso sollte man Kinder nicht untertauchen? Das ist doch die eigentlich
normale, das heißt: die ordentliche (wenn auch nicht gewöhnliche) Weise
zu taufen. So sollte jede Taufe sein, wofern nur ein geeigneter Taufbrunnen
und genügend Wasser vorhanden sind.

(Das Alter des Täuflings ist dabei nun wirklich völlig irrelevant – falls das
mehrfache verwunderte Hervorheben der „Kindertaufe“ sich darauf bezog;
falls es sich darauf bezog, daß überhaupt eine Kindertaufe stattfand: Es war
ja, wie Linus sagte, gerade keine „freikirchliche“, sondern eine katholische
Taufe.)
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ifugao
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von ifugao »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wieso sollte man Kinder nicht untertauchen? Das ist doch die eigentlich
normale, das heißt: die ordentliche (wenn auch nicht gewöhnliche) Weise
zu taufen. So sollte jede Taufe sein, wofern nur ein geeigneter Taufbrunnen
und genügend Wasser vorhanden sind.

(Das Alter des Täuflings ist dabei nun wirklich völlig irrelevant – falls das
mehrfache verwunderte Hervorheben der „Kindertaufe“ sich darauf bezog;
falls es sich darauf bezog, daß überhaupt eine Kindertaufe stattfand: Es war
ja, wie Linus sagte, gerade keine „freikirchliche“, sondern eine katholische
Taufe.)

Ach so sollte das sein....
Gut, no problem. Den pitschnassen Säugling der dir promt danach auf den Sonntagsanzug pinkelt darfst du gerne behalten.
Den an Lungenentzündung erkrankten Säugling, weil er in einem Eiskeller getauft wurde, ebenfalls.
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Linus
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von Linus »

Lutheraner hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Die Trauung meines Schwagers und der Schwägerin war so ein Fall. Er katholisch, sie freikirchlich - geheiratet wurde in der Freikirche, allerdings mit katholischem Pfarrer. (also waren die wesentlichen Dinge für eine katholisch-sakramentalgültige Eheschließung ohne Dispens gegeben.) Der Freikirchenpastor muß mal katholisch gewesen sein, so perfekt wie der als Ministrant mit dem Ringtablett, der Traustola und dem Weihwasser neben dem Hochwürdigen Herrn gestanden ist.... :mrgreen: (Die Taufe der Tochter war ebenfalls katholisch, (Exorzismus, Salz und Co) einzige Bedingung der Mutter war: Untertauchen- was die katholischen Teile der Familie zur Befürchtungsspekulation ob die kleine "eh net dersauft" geführt hat.... :D
Was ist denn das für eine Freikirche - Kindstaufe mit Untertauchen?
Garkeine. Klosterkirche der St Johannesgemeinschaft in Marchegg. Die Bedingung war lediglich da Untergetaucht wird. ich schrieb ja, daß die Taufe katholisch war (genauso wie die Trauung, wobei letztere in den Räumlichkeiten der Freikirche stattfand.)
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Linus
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von Linus »

Der Pitschnasse Säugling wurde ja nachher auch abgetrocknet und komplett neu eingekleidet. (davor gelbes kleidchen danach Weiß.
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ifugao
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von ifugao »

Linus hat geschrieben:Der Pitschnasse Säugling wurde ja nachher auch abgetrocknet und komplett neu eingekleidet. (davor gelbes kleidchen danach Weiß.
Wie gut das die Taufe dort stattfand. In einer kath. Kirche hole ich mir selbst im langen Biberpelzmantel während eines Gottesdienstes Frostbeulen.
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asderrix
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Re: Evangelisch Katholisch Freikirchliche

Beitrag von asderrix »

Für mich ist das ganze sehr seltsam.
Glaubenstaufe ist ja nicht deshalb eine freikirchliche Prämisse, weil sie durch Untertauchen geschieht, sondern wie der Namen schon sagt, weil die Bibel fordert, das der Glauben, die Annahme des Versöhnungswerkes Christi vor der Taufe geschieht.
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Robert Ketelhohn
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Taufe

Beitrag von Robert Ketelhohn »

ifugao hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wieso sollte man Kinder nicht untertauchen? Das ist doch die eigentlich
normale, das heißt: die ordentliche (wenn auch nicht gewöhnliche) Weise
zu taufen. So sollte jede Taufe sein, wofern nur ein geeigneter Taufbrunnen
und genügend Wasser vorhanden sind.

(Das Alter des Täuflings ist dabei nun wirklich völlig irrelevant – falls das
mehrfache verwunderte Hervorheben der „Kindertaufe“ sich darauf bezog;
falls es sich darauf bezog, daß überhaupt eine Kindertaufe stattfand: Es war
ja, wie Linus sagte, gerade keine „freikirchliche“, sondern eine katholische
Taufe.)
Ach so sollte das sein....
Gut, no problem. Den pitschnassen Säugling, der dir prompt danach auf den Sonntagsanzug pinkelt, darfst du gerne behalten.
Den an Lungenentzündung erkrankten Säugling, weil er in einem Eiskeller getauft wurde, ebenfalls.
Bist ja komisch drauf heute …

Schau her. Nr. 1:
Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Nr. 2:
Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Ach, übrigens: pinkeln tun die Kinder dabei meistens in den Taufbrunnen. Und ’ne Lungenentzündung hat sich von dreimaligem Untertauchen noch keins geholt.
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Linus
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von Linus »

ifugao hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Der Pitschnasse Säugling wurde ja nachher auch abgetrocknet und komplett neu eingekleidet. (davor gelbes kleidchen danach Weiß.
Wie gut das die Taufe dort stattfand. In einer kath. Kirche hole ich mir selbst im langen Biberpelzmantel während eines Gottesdienstes Frostbeulen.
Die Klosterkirche ist eine -wie auch das restliche Kloster - Ganzholz-Konstruktion und relativ klein. schön warm sowieso. und das Wasser hatte bei der Taufe 37° C (zu beginn 41)
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Marcus
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Re: Evangelisch Katholisch Freikirchliche

Beitrag von Marcus »

Schöne Bilder, Robert. Der taufende Diakon hat übrigens Ähnlichkeit mit Dir.

@ Asderix

Sollte man die Threadbezeichnung nicht etwas präzisieren? Ich habe es mir erlaubt, einen Beitrag von mir, der inhaltlich in den "Fliege-Thread" gehört, wieder dorthin zu verschieben.
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Lutheraner
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von Lutheraner »

Linus hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Die Trauung meines Schwagers und der Schwägerin war so ein Fall. Er katholisch, sie freikirchlich - geheiratet wurde in der Freikirche, allerdings mit katholischem Pfarrer. (also waren die wesentlichen Dinge für eine katholisch-sakramentalgültige Eheschließung ohne Dispens gegeben.) Der Freikirchenpastor muß mal katholisch gewesen sein, so perfekt wie der als Ministrant mit dem Ringtablett, der Traustola und dem Weihwasser neben dem Hochwürdigen Herrn gestanden ist.... :mrgreen: (Die Taufe der Tochter war ebenfalls katholisch, (Exorzismus, Salz und Co) einzige Bedingung der Mutter war: Untertauchen- was die katholischen Teile der Familie zur Befürchtungsspekulation ob die kleine "eh net dersauft" geführt hat.... :D
Was ist denn das für eine Freikirche - Kindstaufe mit Untertauchen?
Garkeine. Klosterkirche der St Johannesgemeinschaft in Marchegg. Die Bedingung war lediglich da Untergetaucht wird. ich schrieb ja, daß die Taufe katholisch war (genauso wie die Trauung, wobei letztere in den Räumlichkeiten der Freikirche stattfand.)
So schwer war meine Frage doch nicht zu verstehen: Wie heisst die Freikirche Deiner Schwägerin, die eine Kindstaufe akzeptierte, aber zur Bedingung machte, dass das Kind untergetaucht wird?
So eine Freikirche ist mir unbekannt. Waren das Orthodoxe?
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Linus
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Re: Evangelisch Katholisch Freikirchliche

Beitrag von Linus »

Die Bedningung stellte nicht die Freikirche, sondern die freikirchliche Kindsmmutter. (übrigens gabs in der Freikirche schon eine orthodox-freikirchliche Trauung, die Tochter des Pastors schleppte einen russischen Bräutigam an)
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asderrix
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Re: Evangelisch Katholisch Freikirchliche

Beitrag von asderrix »

Marcus hat geschrieben: @ Asderix

Sollte man die Threadbezeichnung nicht etwas präzisieren? Ich habe es mir erlaubt, einen Beitrag von mir, der inhaltlich in den "Fliege-Thread" gehört, wieder dorthin zu verschieben.
Mach mal, mir fiel nichts Dümmeres ein :ratlos:
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Marcus
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von Marcus »

Lutheraner hat geschrieben:So schwer war meine Frage doch nicht zu verstehen: Wie heisst die Freikirche Deiner Schwägerin, die eine Kindstaufe akzeptierte, aber zur Bedingung machte, dass das Kind untergetaucht wird?
So eine Freikirche ist mir unbekannt. Waren das Orthodoxe?
Wie man so hört, soll es auch Brüdergemeinden geben, die Kleinkinder taufen. Die evangelisch-methodistische Kirche ist auch eine Freikirche, die Kinder tauft. FeG-Gemeinden taufen zwar selbst keine Kinder, erkenne diese Taufen aber als gültig an, soweit es sich um gläubige Christen handelt, die als Kinder getauft wurden. Übrigens gibt es auch noch die sog. "Altkonfessionellen Freikirchen", wobei sich diese i.d.R. nicht als Freikirche bezeichnen. Aber eine altkonfessionelle Freikirche war das mit Sicherheit nicht.
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ifugao
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von ifugao »

@ Robert

Vielen Dank für die schönen Bilder. Jetzt kann ich mir das auch richtig vorstellen. Wenn das so ist wie du es beschreibst, ist das völlig in Ordnung.
Habe halt an unsere alte und Sommer wie Winter kalte Dorfkirche gedacht.
So etwas wäre da niemals machbar. Jede Mutter würde sich vehement dagegen wehren.
Umständlich und sehr viel aufregender für die Mütter bleibt es dennoch.
Nicht jedes Kind mag baden, nicht jedes auf dem Arm eines Fremden sein, an- und ausziehen ist auch nicht immer beliebt.....
Die Kinder werden häufig unruhig und damit auch die Mütter.
Nur mal so laut vor mich hingedacht.

Liebe Grüße
ifugao
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Linus
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Linus »

:roll: Worum geht's? Daß das Kind irgendetwas mag oder nicht? Oder obs getauft wird und seine Seele von Sünde befreit wird?

Abgesehen davon ist das schreien spätestens mit der Salzgabe weg - idR ist das ja ne neue Geschmackserfahrung, die erstmal ausgekostet werden will. (da geht dann die Zuge permanent in den Mund rein und raus :mrgreen: )
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Robert Ketelhohn
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Man darf bei der Taufe ruhig unruhig sein! Auf den Arm zum Paten müssen die Kinder sowieso. Und schreien tun sie meistens auch. Nämlich wenn sie mit Wasser übergossen werden. Etc. Wäre garantiert kein Problem in eurer alten Dorfkirche, wenn nur ein entsprechender Taufbrunnen da wäre. Bei Kindertaufen wird man übrigens auch dafür sorgen, daß das Wasser etwas lauwarm ist. (Halte ich eigentlich für überflüssig – andernorts tauchen sie Säuglinge in Eislöcher. Schadet überhaupt nichts, muß nur hinterher gleich wieder warm eingepackt werden.)

Jedenfalls ist das Taufwasser das Zeichen des Todes, den wir sterben sollen. Sieben Stufen hinab in die Wasser des Todes, daß der alte Mensch ersäuft werde gleichwie in der Sintflut. Dann erst kann er auferstehen, sieben Stufen heraufgeführt werden, strahlend rein und in weiß gekleidet.

Bei bloßen Übergießen leidet die Symbolik des Taufritus ganz erbärmlich. (Trotzdem habe ich für unsere beiden jüngeren Kinder die Taufe nach dem traditionellen Ritus, dabei aber aus praktisch-faktischen Gründen durch Übergießen, der Taufe nach reformiert-verkorkstem Ritus durch Untertauchen vorgezogen. Daß der Täufling direkt angesprochen wird – und nicht ausdrücklich über seinen Kopf hinweg mit den Eltern gesabbelt – und daß die echten, seit apostolischer Zeit üblichen Exorzismen geschleudert werden statt des von Paul VI. eingeschleusten freundlichen Geseiers: das war mir noch wichtiger als das Untertauchen. Aber ich muß das gelegentlich mal anregen, daß man auch da, wo meine beiden Jüngeren getauft wurden, Möglichkeiten zum Untertauchen finde oder schaffe …)
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Edi
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Re: Jürgen Fliege, ein Apostat?

Beitrag von Edi »

Marcus hat geschrieben:Wie man so hört, soll es auch Brüdergemeinden geben, die Kleinkinder taufen.
Stimmt, ich kenne sogar welche, die ausdrücklich Kinder taufen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Marcus
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Marcus »

Der Gründer der Brüdergemeinden John Nelson Darby hatte selbst nichts gegen die Kleinkindertaufe. So gesehen befinden sich jene Brüdergemeinden, die ihm folgen, in einer guten Tradition. Das Problem bei klassischen Freikirchen ist aber, dass sie jede Form von Kirchlichkeit und alles, was sie damit assoziieren, ablehnen (Liturgie, Sakramente, übergeordnetes geistliches Amt etc...). Die Kindertaufe wird häufig als ehemaliges Instrument zur Bildung und zum Erhalt von Staats- Volkskirchen verstanden. Das Bewusstsein, dass es sich bei der Taufe um ein heilsnotwendiges Sakrament handelt, fehlt natürlich schon allein deshalb, weil man keine Sakramente kennt. Wo die Taufe in Bezug auf das Christsein rein deklaratorisch verstanden wird, wird man sich natürlich schwer tun, kleine Kinder zu taufen. Unter sola gratia verstehen die klassischen Freikirchen auch etwas anderes als z. B. wir Lutheraner.

Aber auch in den Landeskirchen nimmt die Zahl der Pfarrer/innen, die es toll finden, wenn Eltern ihre Kinder nicht taufen lassen, sondern es ihnen freistellen, ob sie später getauft werden möchten, stetig zu. Das hängt dann allerdings mit einem starken Individualismus, der Leugnung der Existenz des Teufels, der Sünde und der Erbsündenlehre sowie mit dem modernen freimaurerischen/humanistischen Denken „Jeder soll nach seiner eigenen Facon selig werden“ zusammen.
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von asderrix »

Lieber Marcus,
es gibt nichts, was es nicht gibt, selbst Freikirchen die die Kindertaufe praktizieren, das ist eine Minderheit.
Die EMK würde ich nicht als Freikirche bezeichnen, da sie ja Abendmahlsgemeinschaft mit der Ev. Luth. hat und sich auch sonst nicht von ihr unterscheidet.

Hier ist eine gute Zusammenstellung über das Taufverständnis der Freikirchen:
http://29.85.129.132/search?q=cache:U7 ... cd=3&gl=de

Das Darby die Glaubenstaufe noch nicht vertrat muss aus dem Gesamtzusammenhang der damaligen Zeit gesehen werden.
Darby und die Christen die sich zum Brotbrechen trafen, wollten ja nicht eine neue Kirche, Gemeinderichtung gründen, sondern sie wollten nur das was ihnen von der Bibel her klar wurde, Gemeinschaft der Christusgläubigen beim Gedächtnismahl ausdrücken, tun.


Erst als sie dann rausgeschmissen wurden, etablierte sich dann die Brüderbewegung.

Na ja, wenn wir uns nich auf Darby berufen können bei der Glaubenstaufe, dann eben auf den jungen Luther :) ;D
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Lutheraner »

Marcus hat geschrieben: Die Kindertaufe wird häufig als ehemaliges Instrument zur Bildung und zum Erhalt von Staats- Volkskirchen verstanden.
Wer kann es ihnen verübeln. Mit der Taufe wird man Glied einer Kirche, danach muss man konvertieren, egal ob man religiös erzogen wurde oder nicht. Meine Eltern haben meine Taufe herausgeschoben, weil lange nicht klar war, ob ich evangelisch oder katholisch werden sollte. Oft geht es bei der Kindstaufe doch nicht mehr um das Verständnis der Taufe als Sakrament, sondern um die Entscheidung für die Mitgliedschaft in einer Kirche. Bei den täuferischen Kirchen finde ich gut, dass man dort wirklich in die Kirche Jesu Christi hineingetauft wird und nicht in ein bestimmtes Kirchentum.
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Sebastian »

"Kirche Jesu Christi - aber nicht in ein bestimmtes "Kirchentum""

Seltsames Kirchenverständnis.
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von asderrix »

Sebastian hat geschrieben:"Kirche Jesu Christi - aber nicht in ein bestimmtes "Kirchentum""

Seltsames Kirchenverständnis.
Biblische Kirchenverständnis!
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Linus »

Die Bibel kann garkein "Kirchenverständnis" ioS haben, da zuerst die Kirche war, aus ihr fließt die Bibel heraus
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Marcus »

Asderrix hat geschrieben:Die EMK würde ich nicht als Freikirche bezeichnen, da sie ja Abendmahlsgemeinschaft mit der Ev. Luth. hat und sich auch sonst nicht von ihr unterscheidet.
Zumindest zwischen den echten Lutheranern und den echten Methodisten gibt es gewaltige Unterschiede. Das lutherische Verständnis von Rechtfertigung und Heiligung ist jedenfalls unvereinbar mit dem von Methodisten. Auch im Sakramentsverständnis gibt es einige Unterschiede. Auch wenn der LWB mittlerweile mit jedem irgend eine "Gemeinsame Erklärung über die Rechtfertigung" unterzeichnet, ändert das nichts daran.
Asderrix hat geschrieben:Das Darby die Glaubenstaufe noch nicht vertrat muss aus dem Gesamtzusammenhang der damaligen Zeit gesehen werden. Darby und die Christen die sich zum Brotbrechen trafen, wollten ja nicht eine neue Kirche, Gemeinderichtung gründen, sondern sie wollten nur das was ihnen von der Bibel her klar wurde, Gemeinschaft der Christusgläubigen beim Gedächtnismahl ausdrücken, tun. Erst als sie dann rausgeschmissen wurden, etablierte sich dann die Brüderbewegung.


Das klingt einleuchtend.
Asderrix hat geschrieben:Na ja, wenn wir uns nich auf Darby berufen können bei der Glaubenstaufe, dann eben auf den jungen Luther :) ;D
Dieses Argument wird zwar häufig von Freikirchlern gebracht, ändert aber nichts an der letztlich ablehnenden Haltung Luthers zur sog. "Glaubenstaufe". Sich auf Martin Luther zu berufen ist schon allein deshalb nicht immer ganz unproblematisch, weil seine Äußerungen häufig pointiert waren, so dass man immer darauf achten sollte, was er wann, zu wem und aus welchem Grund unter Beachtung der historischen Umstände gesagt hatte. Zwischen Luther und der RKK sind im Laufe der Zeit bekanntlich große Animositäten entstanden, so dass beide Seiten im Kampf gegen die "Häresien" der Anderen durchaus dazu geneigt waren, gleich "das Kind mit dem Bade auszuschütten". Außerdem kann Luther diese Ansicht nur kurze Zeit vertreten haben. Als kath. Priester lehrte er die Kindertaufe und in den mir bekannten Schriften des Reformators ebenfalls. Mit dem Aufkommen der Täuferbewegung scheint Luther auch insgesamt wieder katholischer geworden zu sein. Für Luther stand unzweifelhaft fest, dass die Taufe heilsnotwendig ist, das regelmäßige Kommunizieren für die Erhaltung im rechtfertigenden Glauben notwendig ist, wer nicht zur Beichte geht, kein Christ ist und dass die Zugehörigkeit zur hl. Mutter Kirche heilsnotwendig ist und es außerhalb von ihr keine Sündenvergebung gibt. Das kann in seinem großen Katechismus nachgelesen werden. Innerhalb der lutherischen Orthodoxie spielte Luther auch keine allzu große Rolle und mit dem jungen Luther konnte die Orthodoxie im Gegensatz zu ihren innerkirchlichen Gegnern nichts anfangen. Lutheraner zu sein bedeutet nämlich gerade nicht, Luther im Mittelpunkt Lehre und Praxis sowie der Schriftauslegung zu stellen, sondern mit ihm zu bekennen, dass Jesus Christus stets im Mittelpunkt zu stehen hat und die hl. Schriften nach dem Grundsatz „Was Christus treibet“ auszulegen sind. Und Jesus Christus lehrte ausdrücklich die Heilsnotwendigkeit der Taufe und gab den Apostel und der Kirche den Auftrag, alle Völker im rechten Glauben zu unterweisen, sie zu taufen und zu Seinen Jüngern zu machen. Und zu einem Volk gehören auch Kinder. Nichts anderes lehrten auch die hl. Väter der Kirche. Zwar ist es der hl. Geist, der und befähigt, die hl. Schrift zu verstehen, doch dieser wirkt nicht nur am einzelnen Christen, sondern in der gesamten christlichen Kirche, von deren Glauben wiederum die hl. Väter Zeugnis geben. Die Bibel als solche gab es in den Anfängern noch nicht, wohl aber die hl. Schriften, die später kanonisiert wurden. Die Kirchenväter nahmen auf diese stets Bezug. Ohne diese hätte auch keiner gewusst, welche Schriften von den Aposteln stammten oder hinter welchen deren Autorität stand. Das war für die Plenarkonzile in Hippo und Karthago nämlich ein sehr entscheidendes Kriterium als es um die Frage ging, welche Schriften in den Kanon gehören und welche nicht.
Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

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Marcus
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Marcus »

Lutheraner hat geschrieben:
Marcus hat geschrieben: Die Kindertaufe wird häufig als ehemaliges Instrument zur Bildung und zum Erhalt von Staats- Volkskirchen verstanden.
Wer kann es ihnen verübeln. Mit der Taufe wird man Glied einer Kirche, danach muss man konvertieren, egal ob man religiös erzogen wurde oder nicht. Meine Eltern haben meine Taufe herausgeschoben, weil lange nicht klar war, ob ich evangelisch oder katholisch werden sollte. Oft geht es bei der Kindstaufe doch nicht mehr um das Verständnis der Taufe als Sakrament, sondern um die Entscheidung für die Mitgliedschaft in einer Kirche. Bei den täuferischen Kirchen finde ich gut, dass man dort wirklich in die Kirche Jesu Christi hineingetauft wird und nicht in ein bestimmtes Kirchentum.
Missbrauch hebt rechten Gebrauch nicht auf. Die Taufe ist zur Seligkeit notwendig. Das lehrt nicht nur die Hl. Schrift, sondern auch die Apologie und andere Bekenntnisschriften der ev.-luth. Kirche. Außerdem denke ich, dass es diesen Eltern nicht um die Zugehörigkeit ihrer Kinder zur Kirche, sondern darum geht, abendländische Kultur zu pflegen, die darin besteht, sein Kind festlich und feierlich taufen zu lassen. Die Kirche wird doch von vielen als Dienstleister für besondere Anlässe, insbesondere familiäre verstanden. Ich meine, dass Du das auch mal so ähnlich formuliert hattest. Übrigens ist die sog. "Glaubenstaufe" keine Garantie für gläubige Gemeindeglieder. Auch in freikirchlichen Gemeinden kann das schnell zu einer Art Ritual werden. Wer nicht so gläubig ist, aber aus einer freikirchlichen Familie stammt, wird nicht unbedingt als Jugendlicher sich und seiner Familie die Blöße geben wollen, auf eine Taufe zu verzichten.
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asderrix
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von asderrix »

Marcus nur zwei Punkte:

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Und Jesus Christus lehrte ausdrücklich die Heilsnotwendigkeit der Taufe
Ein entschiedenes und klares Nein!

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Und zu einem Volk gehören auch Kinder.
Ein entschiedenes und klares Ja!
Alle Kinder gehören zur Kirche egal ob getauft oder ungetauft. Deshalb ist die Kindtaufe nicht nur gegen das Zeugnis der Bibel, wer Glaubt und Getauft wird ist Kind Gottes, in dieser Reihenfolge, sondern auch unnötig.

Es ist einfach eine Fehlentwicklung in der Kirchengeschichte, was irgendwann mal so festgeschrieben wurde, das ein Ablegen und zurückkehren zum biblischen Zeugnis schmerzhafter ist, als ein Festhalten daran.
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!

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Robert Ketelhohn
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Re: Ökumenische Taufen in freikirchlichen Gemeinden

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Die Kirche hat schon Kinder getauft, als es noch keine Bibel gab … Aber
wir werden diesbezüglich nicht einig werden, der Streit ist ja nicht neu.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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