Besserer Gesang durch Weihrauch?
Verfasst: Sonntag 12. Juli 2009, 01:27
Ich habe etwas sehr seltsames bemerkt…ich mache zur Zeit Aushilfe beim Küsterdienst in einer Kirchengemeinde…und ich habe bereits ein paar Mal mit dem Weihrauchfaß herumhantiert…zulest vorletzten Freitag (Herz-Jesu Freitag) und letzten Freitag (Beerdigung) Am Herz-Jesu Freitag wird, nachdem das Allerheiligste in der Monstranz auf den Altar gestellt wird (Klingt wie 'ne Beschreibung von Knecht Ruprecht, aber was soll's) wird Weihrauch aufgelegt, dann knien wir beide, also ich und der Priester vor dem Altar und beten die Herz-Jesu Litanei, während das Rauchfaß sich links neben mir befindet…die ganze Zeit inhaliere ich wenn ich zu jedem "erbarme Dich unser" Luft hole Weihrauch. Während des Tantum ergo, wenn erneut Weihrauch aufgelegt wird, werde ich noch mehr zugenebelt — ich kann kaum noch gucken, aber singen geht seltsamerweise, und zwar besser also ohne. Auch das Schlußlied "Deinem Heiland, Deinem Lehrer" flutscht ausgezeichnet.
Bei der Beerdigung hatte sich die Trauergemeinde zum Auszug "Gegrüßet seist Du Königin" gewünscht — und ich stellte, wieder im Weihrauchnebel fest, daß ich höhere Töne singen konnte…als wir schließlich draußen waren, und die Orgel nicht mehr zu hören war, sang ich trotzdem weiter, und ich sagte mir: Ich wußte gar nicht, daß Du so schön singen kannst…
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist Weihrauch der Stimme förderlich?
Eine andere Erklärung für mich wäre: Das Herumhantieren mit dem Rauchfaß (Ring nach oben, die vierte Kette ziehen, …) verlangt soviel Konzentration, daß ich beim Singen im Kopf nicht von irgendwelchen Noten verfolgt werde, die mir sowieso nichts sagen und es deshalb besser klingt, als würde ich krampfhaft versuchen, richtig zu singen…
Eine off-topic Frage wäre, warum die Küsterin mit dem Weihrauch herumhantieren muß, wenn während der Messe zwei "ehemalige Ministranten" anwesen sind. Fühlen sich zu alt, ach so. Ich bin aber noch älter…und vor allem dumm, wenn ich Vertretung für einen Mann mache, der mich nicht (mehr) liebt, und daß schon so lange, daß ich zur Selbstverständlichkeit geworden bin.
Bei der Beerdigung hatte sich die Trauergemeinde zum Auszug "Gegrüßet seist Du Königin" gewünscht — und ich stellte, wieder im Weihrauchnebel fest, daß ich höhere Töne singen konnte…als wir schließlich draußen waren, und die Orgel nicht mehr zu hören war, sang ich trotzdem weiter, und ich sagte mir: Ich wußte gar nicht, daß Du so schön singen kannst…
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist Weihrauch der Stimme förderlich?
Eine andere Erklärung für mich wäre: Das Herumhantieren mit dem Rauchfaß (Ring nach oben, die vierte Kette ziehen, …) verlangt soviel Konzentration, daß ich beim Singen im Kopf nicht von irgendwelchen Noten verfolgt werde, die mir sowieso nichts sagen und es deshalb besser klingt, als würde ich krampfhaft versuchen, richtig zu singen…
Eine off-topic Frage wäre, warum die Küsterin mit dem Weihrauch herumhantieren muß, wenn während der Messe zwei "ehemalige Ministranten" anwesen sind. Fühlen sich zu alt, ach so. Ich bin aber noch älter…und vor allem dumm, wenn ich Vertretung für einen Mann mache, der mich nicht (mehr) liebt, und daß schon so lange, daß ich zur Selbstverständlichkeit geworden bin.