Etwas unstrukturiertes zu St. Josef in St. Ingbert (Bistum Speyer)
Am 28. September 189 wurde für die Kirche St. Josef der Grundstein gelegt. Sie wurde nach Plänen des Architekten Ludwig Becker, Mainz, in rotem Sandstein errichtet. Allein der Bauplatz kostete 42. Mark, weil zuvor eine Reihe von Wohnhäusern aufgekauft und abgerissen werden musste. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 25. Goldmark. Nachdem das erste Kirchenschiffgebälk schief geraten und das zweite abgebrannt war, konnte es schließlich am 13. Mai 1893 von Bischof Joseph Georg von Ehrler geweiht werden. Die Glocken kamen erst im Jahre 1899 hinzu. Die Einrichtung stammt überwiegend noch aus der Erbauungszeit.
St. Josef ist nach dem Kaiserdom zu Speyer die größte Kirche im Bistum Speyer. Bei einem Großfeuer am 17. Juli 27 wurde das Gebäude so schwer beschädigt, dass das Dachgebälk vollkommen verbrannte und der Kirchturm einstürzte. Alle Glocken sprangen durch die große Hitze. Schweißen ist unmöglich und zu teuer, da der Riss der großen Glocke (a°) etwa 1 Meter lang ist. Die Brandursache war ein bei Bauarbeiten überlastetes Kabel. Nach einer großen Anteilnahme und Spendenbereitschaft der Bevölkerung wurde der Sakralbau wieder aufgebaut, nachdem aus statischen Gründen zunächst unklar war, ob dies überhaupt realisierbar wäre. Während die renovierte Orgel schon am 1. November geweiht wurde, konnte am 2. November 211 die Kirche nach mehrjähriger Renovierung in einem feierlichen Pontifikalamt wieder in Dienst genommen werden.
Niels hat geschrieben:St. Eberhard, Stuttgart (Konkathedrale der Diözese Rottenburg-Stuttgart): "Ansichten gestern und heute"
(Bilder lassen sich leider nicht einbinden)
Hier die Bilder:
Bis 1933:
Bis 1933:
Nach 1934:
Nach 1945:
Heute:
Heute:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
cantus planus hat geschrieben:Das war erkennbar immer schon ein architektonischer Unfall; nur früher etwas schöner als heute.
Das würde ich so nicht sehen; zwischen 1934 und dem Krieg war es meines Erachtens am schönsten, dann kommt der Zustand vor 1933, der Zustand heute ist solala und das nach dem Krieg geht gar nicht.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009
Die Version von 2012 gefällt mir besser als die von 2005
Gruß Jürgen
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Gerade fand ich auf Facebook dieses Bild: es zeigt das feierliche päpstliche Amt zur Verkündigung des Dogmas der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Was für ein Jammer, dass diese Pracht vorbei ist: keine Wandbespannungen, keine Leuchter, alles weg...
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Die Dinge sind bestimmt noch irgendwo dort in den vielen Magazinen eingelagert. Man wirft bestimmt nichts weg, wie in unseren Breiten.
Ich kenne eine Pfarrgemeinde im Bistum Trier, die Mitte der 90er Jahre für die "Entrümpelung" ihrer Kirche extra einen Container bestellt hat. Meßgewänder, Meßbücher, Kommunionbänke usw. alles auf dem Müll gelandet.
Siard hat geschrieben:Einige Bilder zur Entwicklung des St. Petri-Domes zu Fritzlar in den letzten 1 Jahren.
Zuerst der Blick nach Osten, wie er vor der Renovierung ab 1916 aussah:
Jetzt gehts in den Hochchor:
Nach der ersten Renovierung des 2. Jahrhunderts gab es einige Altäre weniger, eine neue Treppenanlage und ein verkleinertes Chorgestühl. Allerdings auch einen neuen Altar in der Mitte vor dem Querschiff.
So sah Weihnachten um 196 in Fritzlar aus:
Einige Altäre später... Der Volksalter im Jahre 1975 (entspricht weitestgehend dem gegenwärtigen Zustand)
Wenn noch weitere Bilder gewünscht werden, bitte melden - ich hab noch einige (vorallem neuere).
Außenbilder gibt es natürlich auch
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)
Da war die Tage ein Bericht über Alt- und Neu-St.Lambertus Immerath (Hambi!) in der Tageszeitung. Wie traurig doch der Abriss dieses einmaligen und imposanten Domes war usw. etc. pp. Im selben Artikel wurde jedoch auch kundgetan, dass die Ausstattung (vor allem Hochaltar und Seitenaltäre) u. a. nach Polen "verscheuert" wurde. Ja nee wenn man doch am alten Dom soooo gehangen hat warum nicht mit in die neue Kirche? . Diese ist im Inneren so richtig mit architektonisch durchdachtem und theologisch fundiertem Konzept "ausgefüllt" da hätte ein Übermass Neugotik die zeitgenössische Art Gottesdienst zu feiern wohl nur gestört
Kann man, wenn man gehässig ist, die Abschiebung unerwünschter Altäre ins Ausland mit der Abschiebung unerwünschter Ausländer ins Ausland vergleichen?